Wednesday, December 7, 2022
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Iranisches Konsulat in Kerbala von irakischen Demonstranten angegriffen

Am Abend des 3. November haben mehr als 1000 jugendliche irakische Demonstranten in der heiligen Stadt Kerbala des Konsulat des iranischen Regimes angegriffen. Sie legten Feuer an die das Konsulat umgebende Mauer und setzten eine irakische Fahne darauf.

Die irakischen Sicherheitskräfte erschossen drei Demonstranten und verwundeten 19, um die Demonstration aufzulösen. Seit Beginn der Demonstrationen am Anfang des vorigen Monates wurden bereits mehr als 250 Menschen getötet.

Ein weiterer Vorfall, in dem sich der wachsende Zorn darüber äußerte, daß Teheran sich in die Angelegenheiten des Landes einmischt: In der heiligen Stadt Najaf änderten irakische Demonstranten den Namen der Hauptstraße; sie hieß „Khomeini-Straße“ (mit dem Namen des ehemaligen Höchsten Führer des iranischen Regimes); sie heißt nun „Straße der Oktoberrevolution“.

Zunehmend richten die Demonstranten ihren Zorn gegen das iranische Regime; eine ihrer Hauptforderungen zielt auf dessen Ausweisung sowie die seiner Hilfstruppen aus dem Irak. Internationale Medien haben von dem Zorn der Demonstranten auf das iranische Regime und ihre vom Iran gedeckte Regierung berichtet.

Die Associated Press berichtete: „Seit Beginn der Demonstrationen zu Beginn des vorigen Monats wurden bereits mehr als 250 Menschen getötet. Die Sicherheitskräfte setzten in Bagdad Tränengas ein und schossen mit Gummi-Munition, um die Demonstranten daran zu hindern, die Barrikaden zu zerstören, die sich auf zwei wichtigen Brücken befinden und zu der massiv befestigten Grünen Zone führen, in der die Regierung ihr Hauptquartier hat. Im Süden des Irak griffen Demonstranten Büros an, die den vom Iran gedeckten politischen Parteien und Milizen gehören, und setzten einige davon in Brand.“

„Irakische Demonstranten griffen das iranische Konsulat in der Stadt Kerbala an; es war die bisher letzte Äußerung des zunehmenden Ärgers über die Einmischung Teherans in die Angelegenheiten des Landes.“

Der Ärger über das iranische Regime hat sich gesteigert, besonders in den südlichen Provinzen, auf die Teheran den größten Einfluß ausübt. Kerbala – eine der weltbekannten Wallfahrtsstätten schiitischer Pilger – ist für das iranische Regime enorm wichtig.

„Schon im vorigen haben irakische Demonstranten das iranische Konsulat in Basra bei einem ähnlichen Angriff in Brand gesetzt, obwohl die Demonstration geringer war“ – so berichtet The Wall Street Journal. Es fährt fort: „Der Zorn gegen den Iran wurde dadurch geschürt, daß Menschenrechtsgruppen die paramilitärischen Einheiten, die von Teheran gestützt werden, beschuldigten, sie hätten Demonstranten getötet bzw. entführt, und die Sicherheitskräfte hätten seit Beginn der Proteste mehr als 250 Menschen getötet.“

In der vorigen Woche sah man in Kerbala Demonstranten mit dem Spruchband: „Der Grund der Katastrophe ist der Iran.“

AFP berichtete: „In der heiligen Stadt der Schiiten Kerbala – südlich von Bagdad – griffen Dutzende Demonstranten auch das iranische Konsulat an; sie kletterten auf die Betonmauern des Gebäudes und ersetzten die iranische durch eine irakische Fahne.“