Thursday, February 9, 2023
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Hochrangige Vertreter des iranischen Regimes geben Kontrolle der Wirtschaft durch Revolutionsgarden zu

Das iranische Regime ist wegen der Terrolistung der Revolutionsgarden (IRGC) ist großer Sorge und die neuen US Sanktionen (bekannt als CAATSA) scheinen dafür gesorgt zu haben, dass hochrangige Vertreter des Regimes folgende Aussagen machten:

„Die Umsetzung des CAATSA bedeutet Sanktionen gegen das Establishment des Militärs und sie kann sogar die Regierung sanktionieren, wenn sie mit der IRGC zusammen arbeitet“, sagte der Leiter der Jusitz, Sadeq Larijani. (Zeitung Vatan-e Emrooz, 31. Oktober).

„Aufgrund der Vorgaben unseres Anführers sollen unsere Raketen eine Reichweite von 2000km besitzen…Das sollte vorerst reichen“, sagte der Leiter der Revolutionsgarden Ali Jafar am 31. Oktober, was ein Signal dafür ist, wie ernst man diese Sanktionen nimmt.

Am 18. Oktober sagte er noch:“ Unser Einfluß in der Region und unsere Kapazitäten der Raketen….werden ohne Zögern ausgebaut werden.“

„Unsere Antwort kann und soll der Bau von Interkontinetalraketen sein, sie sind die Achillesferse der Amerikaner“, sagte Hossein Shariatmadari, der Herausgeber der Zeitung Kayhan, die als das Sprachrohr des obersten Führers Ali Chamenei bekannt ist.

Ali Shamkhani, der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates, gab am 1. November zu, dass das iranische Regime und die Revolutionsgarden überall in Syrien präsent sind.

Brigadegeneral Gholamreza Jalali, der Leiter der Organisation für passive Verteidigung, beschrieb die Umsetzung von CAATSA als „sehr gefährliche Bedrohung“ für das Regime und sagte, dass die Revolutionsgarden die gesamte iranische Wirtschaft beherrschen.

„Die Revolutionsgarden mit Sanktionen zu belegen, bedeutet, dass sie uns alle treffen und dass die komplette iranische Wirtschaft auch sanktioniert wird…..Jede Person, die mit den Revolutionsgarden zusammen arbeitet, wird sanktioniert werden… … Khatam al-Anbiya zum Beispiel ist in vielen Projekten in unserem Land involviert, unter anderem beim Bau von Dämmen, Elektrizitätswerken und Raffinerien…Jede Person, die mit Khatam al-Anbiya zusammen arbeitet, wird unter die Sanktionen fallen. Es arbeiten alleine 5000 Unternehmen mit Khatam al-Anbiya zusammen. Alle 5000 Unternehmen fallen somit unter die Sanktionen….Wir haben es mit einer Mistgabel in der Straße zu tun: Entweder werden die Revolutionsgarden direkt sanktioniert, wie bei der Produktion von Raketen, beim Verteidigungsministerium oder anderen Einrichtungen der Revolutionsgarden und alles wird sanktioniert, was wir selbst erschaffen oder entwickeln oder es werden indirekt die Personen sanktioniert, die mit uns zusammen arbeiten…Das Energieministerium liefert zum Beispiel Energie an die Basen der Revolutionsgarden, also fallen sie auch unter die Sanktionen. Die Revolutionsgarden zahlen ihre Rechnungen über Banken. Diese Banken fallen ebenfalls unter den Sanktionen. Es sind in der Tat sehr gefährliche wirtschaftliche Sanktionen….Diese Sanktionen werden uns alle betreffen…Private Unternehmen, Personen, Banken, sie alle werden auf dem gleichen Weg unter die Sanktionen fallen. Sie sind primär und sekundär sehr gefährlich. Es wird ein gewaltiges Loch öffnen, welches die Revolutionsgarden verschlingt.“ (Kanal 2, staatliches TV, 30. Oktober).

Seit sieben Jahren wird bereits die Organisation für passive Verteidigung von der EU mit Sanktionen belegt, weil sie atomare Anlagen baut, unter anderem die Urananreicherungsanlage von Fordow.

„Die Terrorlistung der Revolutionsgarden wird gewaltige wirtschaftliche Auswirkungen für das Establishment haben…Der besonders gefährliche Teil daran ist, dass sie jede Einrichtung oder Person betreffen, die mit den Revolutionsgarden zusammen arbeiten. Die Sanktionen werden kompliziert, wenn iranische Personen oder Einrichtungen sanktioniert werden. Keine ausländische Bank wird mehr in diesem fragilen Konstrukt mit uns zusammen arbeiten und es wird auch Auswirkungen auf das sowieso schon fragile Konstrukt des Atomdeals haben….Man muss bedenken, dass die Revolutionsgarden eine offiziell mit der Regierung zusammen arbeitende Einrichtung ist. Das bedeutet, dass auch Einrichtungen der Regierung unter die Sanktionen fallen…Es ist durchaus denkbar, dass auch die Zentralbank wieder auf die Sanktionsliste kommt…Wenn mehrere Tausend Personen und Einrichtungen aus dem Iran auf dieser Liste stehen, dann ist es üblich, dass dann keine Bank, egal ob groß oder klein, noch mit dem Establishment kooperieren wird.“ (Kayhan, 31. Oktober).

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
1. November 2017