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Iran: Anhaltende Hinrichtungspraktiken und unmenschliche Amputationen von Händen


Handlungen von Agenten des Khamenei-Regimes aus Angst vor einem Volksaufstand
Aus Angst vor einem Volksaufstand schickt der Oberste Führer des Iran, Ali Khamenei, täglich mehr Gefangene an den Galgen. Heute, am Dienstag, den 9. Januar, wurden zwei Gefangene namens Mohammad Ali Mirzaei und Mahmoud Mirzaei im Qezelhessar-Gefängnis gehängt. Am Montag, dem 8. Januar, wurden im selben Gefängnis drei Gefangene namens Mohammad Hossein Garavand, Keyumars Gholami und Hamed hingerichtet. Am Samstag, dem 6. Januar, wurden Saeed Moradian und ein weiterer Gefangener im Zentralgefängnis von Hamedan, am Donnerstag, dem 4. Januar, Soheil Jeloran und Hojjat Kalkhoran im Zentralgefängnis von Ardabil und Asghar Barzegar im Zentralgefängnis von Yazd sowie am Mittwoch, dem 3. Januar, ein Gefangener namens Amir Ahmadzadeh im Gefängnis von Sabzevar gehängt.

Zusätzlich zu den vier Gefangenen, deren Hinrichtungen in früheren Erklärungen angekündigt wurden, wurde am Dienstag, dem 2. Januar, ein Gefangener namens Naghi Zayerfar im Gefängnis von Maragheh gehängt.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Mehr am 7. Januar berichtete, kündigte Ali Mozaffari, der oberste Richter der Provinz Qom, die Amputation der Hände zweier Personen wegen Diebstahls an. Diese brutale Bestrafung erfolgt, während die Führer des Regimes und die Kommandeure der Revolutionsgarde die größten Diebe in der Geschichte Irans sind, die Milliarden von Dollar an Volksvermögen veruntreuen oder für Projekte im Zusammenhang mit Unterdrückung, nuklearen Aktivitäten, Kriegstreiberei und der Förderung des Terrorismus zum Erhalt des Regimes verschwenden.

Kürzlich wurde die Veruntreuung von ca. 3,7 Mrd Dollar in der Landwirtschafts- und Industriegesellschaft “Debsh” aufgedeckt, die mit Regierungsbeamten und der Revolutionsgarde verbunden ist, aber niemand wurde dafür belangt. Laut einem Bericht der Website Khabar-Online vom 5. Dezember 2023 sagte Heshmatollah Falahat Pisheh, der ehemalige Vorsitzende der Kommission für nationale Sicherheit und Außenpolitik des Parlaments des Regimes: “Die größte Schande und Veruntreuung hat in der Regierung stattgefunden, und wir sind Zeugen des Schweigens der parlamentarischen Aufsicht.”
Gleichzeitig gab Ahmad Sadeghi, ein Mitglied des Teheraner Stadtrats, bekannt: “170 Billionen Rial der Einnahmen der Stadt Teheran sind verschwunden.”

Maryam Rajavi, gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI), erklärte, dass die unmenschliche und anti-islamische Strafe der Handamputation durch ein Regime, das den Iran zerstört und seinen Reichtum geplündert hat, ein Zeichen für das Versagen des Regimes angesichts des Wunsches des Volkes zum Umsturz sei. Wenn schon Hände amputiert werden müssen, dann die des usurpierenden Regimes der Mullahs und die von Ali Khamenei, Ebrahim Raisi und anderen Kriminellen und Großdieben, die vom Leben des Volkes abgeschnitten sind.

Der Fall eines Regimes, das die abscheulichsten mittelalterlichen Strafen des 21. Jahrhunderts vollstreckt, sollte an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verwiesen werden, und seine Führer sollten vor Gericht zur Rechenschaft gezogen werden. Gleichgültigkeit und Untätigkeit gegenüber einem solchen Regime fördern die Fortsetzung und Verschärfung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
9. Januar 2024

 

Hinrichtung von 6 Gefangenen am Sonntag; 16 Hinrichtungen in einer Woche im Iran

Laut einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs des Regimes sind 10 politische Gefangene hinzurichten
Internationaler Aufruf zu sofortigem Handeln, um das Leben von Gefangenen zu retten, die zum Tode verurteilt wurden, besonders politische Gefangene.

Das inhumane Regime der Mullahs hält aus Angst vor einem möglichen Aufstand an seiner Terrorkampagne fest mit brutalen Hinrichtungen und dem Erlass von Todesurteilen im Stil des Mittelalters, um eine Atmosphäre von Angst und Schrecken einzuflößen. In einer Woche wurden mindestens 16 Gefangene hingerichtet und 10 politische Gefangene erwartet die Hinrichtung.

Laut der Nachrichtenagentur TASNIM, die mit der terroristischen Quds Armee verbunden ist, hat am 10. Januar Gholamhossein Mohseni Eje’i, der Chef der Justiz des Regimes vor einigen Tagen festgestellt: „Heute muss das Schwert der Justiz mit der Predigt Hand in Hand gehen… (nicht nur) müssen Justiz und Sicherheitsapparat sicher zusammenhalten, sondern an einigen Orten gibt es keinen anderen Weg“.

Ahmad Latifi, Ali Akbar Moradian, Akbar Khormtash, Hadi Nazari, Seyed Ali Miri und ein weiterer Gefangener wurden am Sonntag, dem 14. Januar im Zentralgefängnis von Karadsch erhängt. Am 13. Januar wurden Reza Heidari in Khorramabad, am 11. Januar Nazam Dahmardeh in Yazd, Meysam Habibi in Kermanshah und Feridun Abdi in Qazvin und am 9. Januar ein Gefangener namens Keyvan und am Tag davor zwei Gefangene namens Mohammad Ali und Mahmoud Mirzaei im Gefängnis Qezelhessar hingerichtet.

Inzwischen haben weitere 10 politische Gefangene, deren Todesurteile vom Obersten Gericht der Mullahs bestätigt wurden, ihre Hinrichtung zu erwarten. Dazu gehören:
– Zwei vom Aufstand 2022 – Mudschahed Kurkur im Sheiban Ahwaz Gefängnis und Reza Rasaei im Dieselabad Kermanshah Gefängnis,
– vier sunnitische Landsleute, Farhad Salimi, Anwar Khezri, Khosrow Besharat und Kamran Sheikheh im Qezelhessar Gefängnis, die 14 Jahre in Haft waren; ihre Mitangeklagten Davoud Abdollahi, Ayoub Karimi und Ghasem Abesteh wurden zuvor im gleichen Gefängnis hingerichtet,
– und vier kurdische Gefangene – Pejman Fatehi, Vafa Azariar, Hadschir Faramarzi und Mohsen Mazloum.

Heute haben sich die Angehörigen dieser Gefangenen vor dem Evin Gefängnis versammelt, um gegen ihre ungerechten Hinrichtungsurteile zu protestieren.
Der Iranische Widerstand ruft die Vereinten Nationen und zuständige Organisationen, die Europäische Union und ihre Mitgliedsländer auf, sofort etwas zu unternehmen, um das Leben von Tausenden von Gefangenen zu retten, besonders politischen Gefangenen. Er wiederholt auch die Forderung nach einer internationalen Kommission zur Faktenermittlung, die iranische Gefängnisse besuchen soll. Dieses Regime muss von der internationalen Gemeinschaft ausgeschlossen werden und seine Führer, besonders Ali Khamenei, Ebrahim Raisi und Gholamhossein Eje’i, müssen vor Gericht gestellt werden für vier Jahrzehnte Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Genozid.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
14. Januar 2024

Iran: 864 Hinrichtungen im Jahr 2023 zur Unterdrückung von Erhebungen

Die höchste Hinrichtungsrate der vergangenen acht Jahre, 34% Prozent mehr als im vorhergehenden Jahr

Die Folter- und Hinrichtungsmaschinerie des Khamenei-Regimes zeigte laut Berichten der inländischen Organisation der Volksmodjahedin Iran (PMOI/MEK) im Jahre 2023 keine Pause in ihrer Brutalität. In diesem Jahr kam die notierte Zahl der Hinrichtungen auf mindestens 864 Häftlinge, die höchste Rate der vergangenen acht Jahre. Berechnet man die heimlichen Hinrichtungen mit ein, ergibt sich eine wahrscheinlich weit höhere Zahl.

Die Hinrichtungsrate für 2023 lag annähernd 34 Prozent höher als die für 2022, als 646 Hinrichtungen verzeichnet wurden. Die Steigerung der Hinrichtungen hielt im ganzen Jahr 2023 an. Über 36 % (313 Fälle) fallen auf die drei letzten Monate des Jahres, – sie wurden gleichzeitig mit regionalen Konflikten verübt.

Die Hinrichtungswelle dauert in das neue Jahr hinein. Am 1. Januar 2024 wurden im Zentralgefängnis Karaj fünf Häftlinge hingerichtet. Der Chef der Regimejustiz in der Provinz Alborz rechtfertigte diese Hinrichtungen mit der Feststellung: „Für Menschen, die die Volkssicherheit in Gefahr bringen, gibt es keine Milde.“ Die wahre Absicht der unterdrückerischen Mullahs ist keine andere als die, das bösartige klerikale Regime vor dem Sturz zu bewahren.

Am 4. Januar wurden in Ardabil zwei Gefangene erhängt, einer in Hamedan, in den folgenden Tagen wiederum im Zentralgefängnis Ardabil drei weitere. Am Dienstag, dem 2. Januar berichtete das Nachrichtenorgan der Regierung IRNA von der Hinrichtung von neun Häftlingen in Ardabil.

Inzwischen gingen vier politische Gefangene, die zum Tode verurteilt worden waren – sie gehörten der sunnitischen Gemeinde im Gefängnis Qeselhesar an – in den sechsten Tag ihres Hungerstreiks, aus Protest gegen die Hinrichtung ihres Kameraden Davood Abdollahi. Vorher waren drei ihrer Mitgefangenen, nämlich Davood Abdollahi, Ayub Karimi und Ghasem Abesteh von den Henkern des Regimes in demselben Gefängnis hingerichtet worden.

Das Jahrzehnte andauernde appeasement und die dem religiösen Faschismus gewährten Konzessionen haben das Regime in seiner Praxis der Unterdrückung, der Hinrichtungen, der Folter im Inland und der Kriegstreiberei und des Terrors im Ausland bestärkt.

Der iranische Widerstand ruft erneut die Vereinten Nationen, zuständige Organisationen und die Europäische Union mit ihren Mitgliedstaaten auf, unverzüglich Maßnahmen zur Beendigung der Tötungsmaschinerie der Mullahs zu ergreifen und tausenden Häftlingen, die der Hinrichtung entgegensehen, das Leben zu retten. Abermals fordern wir den Besuch einer internationalen Delegation zur Feststellung der Vorgänge in den iranischen Gefängnissen. Dieses Regime muss aus der internationalen Gemeinschaft ausgestoßen und seine Führer, besonders Ali Khamenei, Ebraihim Raisi und Gholamhossein Ejei müssen wegen vierzig Jahre dauernder Verbrechen gegen die Menschlichkeit und wegen Völkermords vor Gericht gestellt werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

  1. Januar 2024

Iran: Brutale Hinrichtung des kurdisch-sunnitischen politischen Gefangenen


Zwei weitere kurdisch-sunnitische politische Gefangene in den letzten zwei Monaten hingerichtet
Internationaler Aufruf zur Verhinderung der Hinrichtung ihrer vier Mitangeklagten
Am Dienstag, den 2. Januar, hat das iranische Regime Davood Abdollahi, einen kurdisch-sunnitischen politischen Gefangenen und Mitbürger aus Mahabad, im Gefängnis von Qazel Hesar gehängt. Dieser brutale Akt erfolgte nach 14 Jahren Haft, in denen er sich seit einer Woche im Hungerstreik befand.

Im Dezember 2009 wurde Davood Abdollahi zusammen mit sechs weiteren kurdisch-sunnitischen Landsleuten verhaftet und im Untersuchungsgefängnis des Geheimdienstes in Urmia während der Verhöre zur Erzwingung von Geständnissen schwer gefoltert.

Anschließend wurden sie 2012 in das Evin-Gefängnis, 2023 in das Gohardasht-Gefängnis und schließlich im selben Jahr in das Ghezel-Hesar-Gefängnis verlegt. Von den sieben politischen Gefangenen wurden Qasem Abesta und Ayoub Karimi bereits am 5. und 29. November 2023 vom Regime in Ghezel Hesar gehängt. Derzeit droht auch vier ihrer Mitangeklagten die Hinrichtung.

Im Februar 2016 verurteilte die 28. Abteilung des Teheraner Revolutionsgerichts unter der Leitung von Richter “Moqisei” diese Gefangenen aufgrund erfundener Anschuldigungen wie “Handeln gegen die nationale Sicherheit”, “Propaganda gegen das Regime”, “Mitgliedschaft in salafistischen Gruppen” und “Korruption auf Erden” zum Tode.

Der skrupellose Henker Salavati bestätigte diese Todesurteile im Juni 2018 erneut. Schließlich bestätigte der Oberste Gerichtshof der Mullahs diese Urteile im Jahr 2019 und besiegelte damit das Schicksal der Gefangenen.
Wie in den Erklärungen des Sekretariats des Nationalen Widerstandsrat Iran vom 6. und 29. November 2023 dargelegt, ruft der iranische Widerstand die Vereinten Nationen und alle Menschenrechtsaktivisten sowie die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten erneut dazu auf, diese brutalen Hinrichtungen aufs Schärfste zu verurteilen und dringend Maßnahmen zu ergreifen, um das Leben ihrer vier mitangeklagten politischen Gefangenen zu retten.

Dieses Regime muss unbedingt von der internationalen Gemeinschaft isoliert werden, und seine Führer, darunter der Oberste Führer Ali Khamenei, Präsident Ebrahim Raisi und der Oberste Richter Gholam-Hossein Mohseni-Eje’i, müssen für vier Jahrzehnte Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und Kriegstreiberei zur Verantwortung gezogen werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
2. Januar 2024

Gefährliches Appeasement: Der Westen und Teheran stehen am Rande einer militärischen Eskalation


Am ersten Tag des Jahres 2024 entsandte das iranische Regime am Montag sein Kriegsschiff Alborz ins Rote Meer, nachdem die vom Iran unterstützte jemenitische Rebellengruppe, die Houthis, erneut Angriffe auf die Handelsschifffahrt verübt hatte. Mehrere westliche Regierungen haben deutlich gemacht, dass sie das Regime für die jüngsten Aktionen seiner Stellvertreter verantwortlich machen.

Teheran bestreitet jedoch jegliche Beteiligung an den Angriffen, die mehrere Reedereien dazu gezwungen haben, das Rote Meer ganz zu meiden und stattdessen die viel längeren und teureren Routen um das Horn von Afrika herum zu wählen.
Die Ankunft der “Alborz” lässt neue Zweifel an diesen Leugnungen aufkommen, da sie die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten davon abhalten soll, auf die Provokationen der Houthi zu reagieren. Die USA haben seit dem Ausbruch des Gaza-Konflikts zusätzliche Seestreitkräfte in der Region stationiert, die beim Abfangen von Raketen und Drohnen sehr erfolgreich waren.

Am Sonntag versuchten die militanten Jemeniten mit vier Booten, ein unter der Flagge Singapurs fahrendes und in niederländischem Besitz befindliches Schiff, die Maersk Hangzhou, zu kapern, das ebenfalls von einer Rakete getroffen wurde. Zwei amerikanische Hubschrauber reagierten auf die Hilferufe des Schiffs und versenkten, nachdem sie von den Houthi beschossen worden waren, drei ihrer Boote und töteten mindestens zehn Besatzungsmitglieder. Das vierte Boot floh Berichten zufolge vom Tatort.

Dies war mindestens der 23. Angriff der Houthi auf die Handelsschifffahrt seit dem 19. November. Andere Angriffe richteten sich direkt gegen die US-Marine, waren aber noch weniger erfolgreich. Die Houthi haben auch Drohnen und Raketen über die Länge des Roten Meeres abgefeuert, die direkt auf Israel gerichtet waren, aber unterwegs von den militärischen Einrichtungen in der Wasserstraße oder kurz vor dem Ziel von Israels eigenem Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen wurden.

Dieser Ansatz ist jedoch nicht ohne Nachteile geblieben. Wie Politico berichtet, haben Zerstörer der US-Marine in den vergangenen zwei Monaten 38 Drohnen und mehrere Raketen im Roten Meer abgefangen und abgeschossen. Die Kosten für den Einsatz teurer Marineraketen, die sich auf bis zu 2,1 Millionen Dollar pro Schuss belaufen können, um relativ einfache Houthi-Drohnen abzuwehren, die auf ein paar tausend Dollar pro Stück geschätzt werden, bereiten zunehmend Sorge, wie drei weitere Beamte des Verteidigungsministeriums erklärten.

https://x.com/iran_policy/status/1742125195521839534?s=20

Der jüngste Vorfall fiel zeitlich eng mit einer neuen Welle von Angriffen auf amerikanische Einrichtungen in den Nachbarländern Irak und Syrien zusammen. Eine vom Iran unterstützte Gruppe namens “Islamischer Widerstand im Irak” hat sich zu mehreren Drohnen- und Raketenangriffen der letzten Zeit bekannt, woraufhin die USA erneut Vergeltungsmaßnahmen ergriffen haben, die zu einem typisch unverhältnismäßigen Ergebnis führten. Mindestens sechs Kämpfer wurden in der Nacht zum Samstag an drei Orten in Ostsyrien getötet, nur wenige Stunden nachdem sie versucht hatten, amerikanische Militärberater in Erbil (Irak) anzugreifen.

Seit Mitte Oktober gab es im Irak und in Syrien mehr als 100 solcher Anschlagsversuche, die von verschiedenen militanten Gruppen verübt wurden, von denen praktisch alle Verbindungen zum Iran haben. Bisher wurden keine Todesopfer gemeldet, und die meisten dieser Anschläge haben nur leichte bis mittelschwere Verletzungen und Schäden verursacht. Die jüngste Eskalation erfolgte jedoch, nachdem kurz vor Weihnachten ein US-Soldat ebenfalls in Erbil schwer verletzt worden war.
Von den sechs bekannten Todesopfern der jüngsten Runde amerikanischer Angriffe sollen vier der Hisbollah angehört haben. Die Präsenz dieses libanesischen Stellvertreters des iranischen Regimes ist ein weiterer Beweis für die koordinierende Rolle Teherans.
Da der Westen mit Wahlsorgen, wirtschaftlichen Herausforderungen und innenpolitischen Problemen belastet ist, hat er keinen Appetit auf einen größeren Konflikt im Nahen Osten. Der entscheidende Faktor in dieser Situation sind jedoch nicht die Wünsche des Westens, sondern vielmehr die Maßnahmen, die Teheran zu ergreifen beschließt.

https://x.com/iran_policy/status/1742189753515004196?s=20

Der Oberste Führer des iranischen Regimes hat sich auf eine abenteuerliche Strategie der regionalen Kriegsführung eingelassen, um von unlösbaren innenpolitischen Problemen abzulenken. Mit einer Nahost-Strategie, die sich als erfolglos erwiesen hat, steht Khamenei vor der Herausforderung, sich mit einer explosiven Gesellschaft, einer verärgerten Elite und einem Sicherheitsapparat mit niedriger Kampfmoral auseinanderzusetzen. Folglich sieht der Oberste Führer keine andere Möglichkeit als die Eskalation des Konflikts und hofft, dass der Westen kapituliert, um einen totalen Krieg zu verhindern.

Um den Verlauf dieser unerwünschten Ereignisse zu ändern, muss daher unbedingt eine neue Politik verfolgt werden. Es ist wichtig, Teheran zu vermitteln, dass der Druck nicht dort ausgeübt wird, wo es stark erscheint, sondern dort, wo es am verwundbarsten ist.

Um einen weiteren großen Konflikt im Nahen Osten zu verhindern, muss der Westen die kontraproduktive Beschwichtigungspolitik aufgeben, die Teheran gestärkt und ermutigt hat. Stattdessen sollte man dem iranischen Volk und seinem organisierten Widerstand die gebührende Anerkennung zollen und seinen anhaltenden Kampf für Veränderungen respektieren.

Krise und Krieg im Nahen Osten: Wurzeln und Lösungen

Wie die Welt unter Schock am 7. Oktober erfahren hat, ist im Nahen Osten ein neuer Konflikt ausgebrochen, der viele Länder und Analysten ratlos zurückließ. Der plötzliche Ausbruch von Feindseligkeiten hat viele kalt erwischt und sie zu Fragen gebracht, was sie übersehen haben könnten und was sie hätten voraussehen sollen.

Was sich nach dem 7. Oktober nach und nach an Ereignissen herausstellte, löste heftige Diskussionen aus, die sich zumeist um die Rolle des Iran in der Krise drehten. Zu Beginn verteidigten Amtsträger des iranischen Regimes den Angriff vehement und begrüßten ihn als einen bedeutsamen Sieg. Als die USA jedoch Kriegsschiffe in die Region entsandten und ihre militärische Präsenz verstärkten, verschob sich die Rhetorik. Sie behaupteten jetzt, dass es eine „komplett palästinensische“ Entscheidung gewesen sei, und versicherten, dass der Iran bei Planung und Durchführung keine Rolle gespielt habe.

Auch wenn die Gesichtspunkte verschieden sind, stimmen die meisten Analysten in einem kritischen Punkt überein: ob der Iran direkt beteiligt gewesen ist oder nicht, so hat doch seine Unterstützung mit Geld, Waffen und Training eine entscheidende Rolle bei der Schaffung der Krise gespielt. Die Ableger-Kräfte des iranischen Regimes verdanken ihre jetzige Position dieser Unterstützung und machen den Iran zu einer zentralen Spielfigur, die für den derzeitigen Aufruhr in der Region verantwortlich ist.
Dafür, die Krise umfassend zu behandeln, liegt der Schlüssel nach der übereinstimmenden Meinung der meisten Analysten darin, sich mit der Ursache an der Wurzel, dem Iran, zu befassen.

Die drängende Frage ist jetzt, warum der Iran sich dafür entschieden hat, diese Krise in der Region zu befeuern und welche Ziele er verfolgt. Gleichermaßen bedeutsam ist die Suche nach potentiellen Lösungen für diese Krise und den Maßnahmen für die Erleichterung der Situation.

https://x.com/khamenei_ir/status/1709163896110514335?s=20

Verstehen der Ziele des iranischen Regimes in der Krise
Um hinter die Motive des Iran in der jetzigen Krise zu kommen, ist es geboten, die Schritte zurückzuverfolgen und die übergeordneten Ziele des Regimes und seine dauerhafte Intervention in der Region zu verstehen. Nur wenn man das genau betrachtet, kann man wahrhaft herausbekommen, warum der Iran diese Krise an diesem besonderen Kreuzungspunkt in Gang gesetzt hat.

Seit seinem Aufstieg zur Macht nach der Revolution von 1979 hat das iranische Regime seine Regierung in zwei grundlegenden Prinzipien verankert. Das erste dreht sich um die interne Repression, während das zweite sein Zentrum in der globalen Ausstreuung von Krisen unter dem Vorwand der „Export der Revolution“ hat.

Dieser strategische Rahmen wurde gewählt als Reaktion auf die Unfähigkeit des Regimes, die Herausforderung einer fortschrittlichen Gesellschaft nach der antimonarchischen Revolution wirksam zu bewältigen. Behindert durch seine antiquierte und archaische Disposition, müht sich das Kleriker Regime damit ab, den Bestrebungen der iranischen Bevölkerung nachzukommen, die sich nach demokratischen Reformen, sozialen Freiheiten und individuellen Handlungsspielräumen gesehnt hat.

In der Erkenntnis, dass es notwendig ist, die Autorität zu bewahren, sind die Kleriker zu dem Schluss gekommen, dass die Unterdrückung von internem Dissens und der Export interner Konflikte nach jenseits der nationalen Grenzen wesentlich sei. Infolgedessen wurde das Corps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) gebildet mit der doppelten Mission, die heimische Opposition zu unterdrücken und Unruhe und Konflikt außerhalb der territorialen Grenzen des Iran aufrecht zu erhalten und somit die Krisen des Regimes ins Ausland zu exportieren.
In den letzten vier Jahrzehnten wurden Irans aggressive regionale Interventionen deutlich sichtbar. Acht Jahre Krieg mit dem Irak verbunden mit einer Geschichte des Befeuerns von Feindseligkeiten im Libanon, im Jemen und in Syrien wurden begleitet von der strategischen Aufstellung von Ableger-Gruppen, besonders der Hisbollah im Libanon und dem Islamischen Dschihad in Palästina und in anderen regionalen Territorien.

Im Laufe dieser vier Jahrzehnte hat das Regime wiederholt versucht, internen Krisen zu begegnen mit dem Anfachen von Flammen externen Aufruhrs. Der Oberste Führer des Regimes Ali Khamenei und andere Führer im Regime haben beständig zugegeben, dass das Unterlassen der Beteiligung an Konflikten in Syrien und im Libanon unvermeidlich zu Kämpfen in Teheran und überall auf den Straßen des Iran führen werde.

https://x.com/iran_policy/status/1713170288890785994?s=20

Mehr noch: die Führer des Regimes haben die entscheidende Bedeutung Syriens und des Libanon als ‚strategische Tiefe‘ betont und deutlich gemacht, dass ihre Bemühungen, Krisen jenseits des Iran zu befeuern, nicht aus irgendeiner echten Sorge um das Wohlergehen des palästinensischen Volkes oder der weiteren Region herrühren.

Stattdessen dienten diese Aktionen als kalkulierte Opferung von Tausenden von Palästinensern und Menschen in der Region, um die Bewahrung der Macht des Regimes sicher zu stellen und damit die Aufmerksamkeit von den internen Schwierigkeiten abzulenken. Diese Politik ist der Eckstein der Form des Regierens des Regimes für mehr als vier Jahrzehnte geblieben.

Im Ergebnis hat dieses Konzept den Iran in einen primären staatlichen Förderer des globalen Terrorismus transformiert. Leider ist die Politik des Appeasements des Westens nicht nur damit gescheitert, die kriegstreiberische Aufstellung des Regimes zu beseitigen, sondern sie hat es in seiner destruktiven Haltung nur bestärkt. Die Westmächte sind nicht nur vor entscheidenden Maßnahmen gegen die terroristischen Aktivitäten des Regimes und sein verhängnisvolles Verhalten in der Region zurückgeschreckt, sondern sie haben dem Regime eine Abschirmung geliefert durch die nachgiebige Haltung und die Untätigkeit.
Die Ereignisse des 7. Oktober und die anschließende Krise fügen sich in dieses eingespielte Muster ein. Es ist entscheidend wichtig, zu erkennen, dass das primäre Ziel des Regimes bei der Befeuerung dieser Krise nicht in einer echten Sympathie für die palästinensische Sache besteht. Stattdessen dient sie als wohl berechnetes Manöver der Opferung des Lebens von Tausenden von Palästinensern und Juden, um die Aufmerksamkeit von einer bedeutsameren Krise innerhalb des Iran abzulenken, und erleichtert die Unterdrückung der heimischen Protestierer. Das letztendliche Ziel des Regimes ist die Sicherung seiner Macht und die Verwendung dieser Methode, um interne Verletzbarkeiten zu verhüllen und seinen Zugriff auf die Nation zu behaupten.
Die interne Krise, die das iranische Regime beschäftigt, manifestiert sich in der Form ausgedehnter Aufstände und in Aufrufen zu seinem Sturz durch das iranische Volk.

Ein Blick auf die interne Krise des Iran und seinen Bedarf nach einer internationalen Krise

Seit 2017 hat eine Serie von Aufständen im ganzen Iran auf sich aufmerksam gemacht, die beständig an Antriebskraft gewonnen und sich in eine bemerkenswerte Kraft mit der Forderung der Herstellung einer demokratischen Regierung entwickelt haben.

Die Hauptopposition, die Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) und ihrer Widerstandseinheiten innerhalb des Iran haben eine Schlüsselrolle bei der Organisation dieser Aufstände und der Mobilisierung für sie gespielt. Trotz der unablässigen und brutalen Niederschlagungen sowohl der Aufstände als auch des Vorgehens gegen die Widerstandseinheiten hat sich der heftige Wunsch nach einem Wandel nur verstärkt.

Jede der aufeinanderfolgenden Wellen der Opposition ist nicht nur größer geworden, sondern hat sich auch immer weiter auf das Land ausgedehnt, so dass die MEK Widerstandseinheiten landesweit an Boden gewonnen haben.
Als es die mächtige Bedrohung durch diese Aufstände erkannte, hat das Regime eine Reihe von wohl berechneten Maßnahmen ergriffen. Die Einsetzung von Ebrahim Raisi, einer Schlüsselfigur bei seiner Beteiligung am Massaker von 1988 an politischen Gefangenen, als Präsident diente dazu, die Reihen des Regimes zu schließen und die interne Einheit zu festigen. Raisis berüchtigte Rolle bei der

Massenhinrichtung von mehr als 30 000 politischen Gefangenen, die überwiegend aus Mitgliedern und Sympathisanten der MEK bestanden, zeigt die brutalen Taktiken der Unterdrückung des Regimes.
Um die Situation noch weiter zu verschärfen, entschied sich das Regime dafür, die Aktivitäten der Anreicherung von Uran zu steigern und damit eine internationale Krise auf dem Feld der Nutzung der Atomkraft auszulösen.

Gleichzeitig erhöhte es seine globalen terroristischen Aktivitäten, für das ein vereitelter Bombenanschlag im Jahr 2018 auf das Jahrestreffen des Iranischen Widerstands bei Paris als Beleg dienen kann. Europäische Sicherheitskräfte ergriffen Mitglieder des Netzes, darunter der Diplomat-Terrorist Assadollah Assadi, der im Zusammenspiel mit den Botschaften des Regimes operiert hat.
Im September 2022 gab es den Augenblick einer Wasserscheide, als die iranische Bevölkerung eine der größten und am längsten andauernden Erhebung in der Geschichte der Nation in Gang setzte, die sich geradewegs gegen das Regime wandte. In einer mutigen und direkten Herausforderung der Autorität des Regimes nahm das Volk besonders die Führungsfigur Ali Khamenei ins Visier mit den widerhallenden Rufen „Tod für Khamenei“ und „Tod dem Diktator“. Dem Regime wurde unmittelbar klar, dass der Aufstand eine direkte Bedrohung für seine ganze Existenz darstellte.

Trotz der vereinten Bemühungen, den Aufstand zu ersticken mit der rücksichtlosen Tötung von mehr als 750 Protestierern und der willkürlichen Gefangennahme und Folter von mehr als 20 000 Personen, verstand das Regime, dass die iranische Gesellschaft unter der Oberfläche kochte und bereit war, jeden Augenblick zu explodieren. Das Anwachsen und die Ausbreitung der MEK Widerstandseinheiten im ganzen Land diente als katalytische Kraft und verwandelte schnell örtliche Proteste in eine formidable nationale Bewegung, die den Erhalt der Macht des Regimes herausforderte.
Konfrontiert mit dem internen Aufruhr reagierte Khamenei strategisch damit, dass er eine bedeutende Krise außerhalb der Grenzen des Regimes verschärfte. Die regionale kriegerische Auseinandersetzung, die am 7. Oktober angefangen hat war sorgfältig ausgearbeitet, um aufkeimende Aufstände innerhalb des Iran abzuwehren. Es war ein geplantes Manöver in der Absicht, der Antriebskraft der Volksbewegung zu schwächen und jeder Möglichkeit eines Sturzes des Regimes vorzubeugen.
Die Suche nach gangbaren Lösungen und Maßnahmen

Die Analyse der Ereignisse im Nahen Osten in den letzten vier Jahrzehnten enthüllt, dass das iranische Regime als die grundlegende Quelle der Krisen und Schwierigkeiten in der Region identifiziert werden kann, da es als bedeutendes Hindernis für die Erreichung von Frieden agiert. In der jetzigen Krise ergibt sich die entscheidende Frage, ob das iranische Regime als integraler Teil der Lösung oder als Ursache an der Wurzel des Problems wahrgenommen werden sollte. Manche sagen, dass das Zögern des iranischen Regimes, sich auf eine direkte Kriegführung einzulassen als Bereitschaft gedeutet werden sollte, zu einer Lösung beizutragen. Die Verteidiger dieser Ansicht schlagen vor, dass das iranische Regime dazu gebracht werden sollte, seinen Einfluss auf Ableger-Gruppen zu benutzen und auf diesem Wege die Vergrößerung des Konflikts durch diese stellvertretenden Kräfte abzuwenden.
Im Gegensatz dazu führen andere ins Feld, dass eine Einbindung des iranischen Regimes auf diese Art einem Ausblenden des Kernproblems gleichkomme. Sie sind sich sicher, dass ein solcher Ansatz die zugrundeliegende Agenda des iranischen Regimes vernachlässige, das das Ziel hat, seine Hegemonie in der Region auszubauen. In dieser Perspektive ist das Regime nicht nur ein Beeinflusser, sondern der Organisator hinter den Ableger-Gruppen, der direkte Kontrolle ausübt. Hier wird davon ausgegangen, dass das Regime Direktiven für fortgesetzte Angriffe gibt und die Krisen in der Region verschärft.
Wenn man diese divergenten Gesichtspunkte in Betracht zieht, ist es geboten, verschiedene Szenarios auszuloten.

Erstes Szenario: Fortsetzung des Status Quo
Die andauernde Krise im Nahen Osten kann der Politik des Appeasements auf der Seite des Westens gegenüber dem Iran zugeschrieben werden und dem Zögern, die destruktiven Aktionen des iranischen Regimes in den letzten vier Jahrzehnten als solche anzuerkennen. Lobbys des iranischen Regimes im Westen haben immer wieder versichert, dass jede stärkere Konfrontation mit dem Iran zu einem Krieg zwischen den USA und dem Iran eskalieren würde. Unter Ausnützung dieses Anscheins eines Eintretens für Frieden und der Abwendung eines Konflikts zwischen den beiden Nationen haben diese Lobbys aktiv die Politik des Appeasements verteidigt.

https://x.com/iran_policy/status/1728836012221280755?s=20

Einflussreiche Gruppen im Westen haben sich auf Grund eben dieses Narrativs entschieden, über die Interventionen des iranischen Regimes hinwegzusehen im Namen der Verhinderung eines Krieges zwischen den USA und dem Iran. Leider ist diese Politik nicht nur daran gescheitert, Krieg zu verhindern, sondern sie hat es unvermeidlich dem Iran ermöglicht, jahrelang blutige Konflikte in der Region zu befeuern. Das iranische Regime war ein Instrument zur Finanzierung, Bewaffnung und zum Training von Ableger-Kräften in den verschiedenen Ländern, was die Vermehrung der Gewalttätigkeiten zum Ergebnis hatte.

Die Ableger-Kräfte des iranischen Regimes haben besonders im Irak einen konfessionellen Krieg angezettelt, der Tausende von Menschenleben forderte. Ähnlich waren in Syrien vom Iran unterstützte Gruppen verantwortlich für den Tod von Tausenden von Syrern. Dieser Kreislauf von Krieg und Blutvergießen ist in der ganzen Region weitergegangen, mit den Huthis im Jemen und der Hisbollah im Libanon, was zusätzliche Manifestationen des destabilisierenden Einflusses des Iran waren. Die Folgen dieser Appeasement-Politik sind heute evident, wo die Region in einen weiteren bedeutenden Konflikt verwickelt ist.

Die Herkunft des Narrativs, wonach die Provokation des iranischen Regimes zur einem Krieg mit den Vereinigten Staaten führen könnte, kann bis zum iranischen Regime selbst zurückverfolgt werden. Im Laufe der Jahre haben das Regime und seine Lobbys im Westen diese Narrativ in so einem Ausmaß propagiert, dass es als „bewiesene Tatsache“ in den politischen Zirkeln des Westens ausgestreut wurde. Viele Regierungen und politischen Parteien sehen darin eine unbestreitbare Wirklichkeit. Jedoch bietet ein tieferes Verständnis der Motivationen des iranischen Regimes für die Interventionen in der Region und seine Neigung zur Kriegstreiberei eine nuanciertere Perspektive.

Entgegen dem Narrativ, das vom Regime immer wieder vorgespiegelt wird, sehen diejenigen, die vertraut sind mit den Gründen für die Interventionen des iranischen Regimes, dass ein direkter Krieg mit den USA und dem Westen eine existenzielle Bedrohung für das Regime stellt. Das Regime benutzt strategisch eine Politik des Exports von internen Krisen und der Beschäftigung mit Kriegstreiberei dafür, die Ausdehnung des Konflikts mit dem Iran selbst zu verhindern. Das letzte Ziel besteht nicht darin, einen Krieg für das Regime selbst in Gang zu setzen, sondern darin, seine Existenz zu sichern. Infolgedessen interveniert das Regime in anderen Ländern durch Ableger und vermeidet eine direkte Verantwortlichkeit.
Der Oberste Führer des Regimes Ali Khamenei hat diese Strategie in einer Rede inmitten der Zeit der Spannungen mit der Trump Administration am 13. August 2018 ausdrücklich formuliert, als die Aussicht eines Krieges zu drohen schien. Khamenei erklärte mit Emphase: „Es wird keinen Krieg geben und wir werden nicht verhandeln“. Er stellte klar, dass die Vermeidung eines Krieges in der Erkenntnis begründet sei, dass beide Seiten, der Iran und die USA, bei einem bewaffneten Konflikt nur verlieren würden.

Im Wesentlichen zielen die Interventionen des Regimes in andere Länder mit Ablegern einzig darauf, seine Macht zu erhalten, interne Krisen zu verbergen und Aufständen zuvorzukommen, die seine Herrschaft bedrohen könnten. Sich gegenüber diesen Interventionen blind zu stellen und das Regime zu besänftigen, dient nur dazu, seine strategischen Ziele zu befeuern. Die Motivationen des Regimes zu verstehen, ist entscheidend wichtig für das Zimmern einer informierten Politik, der an Stabilität und Zuverlässigkeit in der Region gelegen ist.

Trotz der klaren Verbindung zwischen den Ableger-Kräften des iranischen Regimes spielen in der jetzigen Krise bestimmte Lobbys und Apologeten die Rolle des Iran immer wieder herunter und insistieren darauf, dass die Krise nur eine Sache zwischen Israel und den Palästinensern sei. Sie widersetzen sich vehement jeder Erwähnung des Iran in diesem Zusammenhang und unterstellen denjenigen, die auf den Iran als Kriegstreiber verweisen, sie suchten die Spannungen zwischen den USA und dem Iran zu erhöhen. Diese Taktik folgt einem ähnlichen Muster der Einflößung von Furcht vor einem Krieg, um Bestrebungen zu einer genauen Untersuchung der Aktionen des Iran zu entmutigen und letztlich den Weg für ein fortgesetztes Appeasement zu ebnen.

https://x.com/tparsi/status/1712640320674959800?s=20

Statt sich mit der eigentlichen Ursache des Problems – der Beteiligung des Iran – zu beschäftigen, versuchen diese Gruppen, die Aufmerksamkeit abzulenken und nur einen kleinen Teil des Problems zuzugeben. Jedoch werden im Nachhinein, nach der Entfaltung des Desasters, die Folgen nach dem, was man erwartet, schwerwiegender sein als in den Fällen zuvor. Zu diesen Auswirkungen gehören:
1. Das iranische Regime wird zusammen mit seinen Ablegern als hegemoniale Kraft in der Region daraus hervorgehen und ihrer beider Kontrolle über strategisch lebenswichtige Punkte festigen. Das ermöglicht es dem Regime, seinen Einfluss auf strategisch wichtige Orte in der Region zu stärken.
2. Das iranische Regime erhöht das Engagement seiner Ableger-Organisationen in regionalen Konflikten und verewigt einen Kreislauf von Gewalt und Blutvergießen. Das schafft eine Umgebung, die für die Erweiterung terroristischer Aktivitäten förderlich ist. Es führt auch zu einem Anstieg der Häufigkeit und Stärke von Angriffen gegen benachbarte Länder und Institutionen, die als den Interessen des iranischen Regimes entgegengesetzt eingestuft werden, und verringert damit die Aussichten auf einen Frieden im Nahen Osten.
3. Eine fortgesetzte Politik des Appeasements gegenüber dem Iran wird eine Entfremdung zahlreicher Länder in der Region vom Westen bewirken und zu einer Fragmentierung des Nahen Ostens beitragen. Besonders nach der jetzigen Krise in der Region werden den Erwartungen nach Verschiebungen in den diplomatischen Allianzen und Machtstrukturen veranlassen. Es gibt ein Potential dafür, dass verschiedene Akteure sich mit dem iranischen Regime verbinden, um entweder ihre Interessen zu wahren oder sich vor den destruktiven Aktionen und Ablegern des Regimes zu schützen. Infolgedessen wird die regionale Machtbalance immer komplizierter.
4. Die Missachtung der regionalen Aggression des Iran über seine Ableger durch die internationale Gemeinschaft hat eine Brutstätte für Terrorismus und Extremismus geschaffen. Zudem würde eine Verfügung des iranischen Regimes über Atomwaffen nicht nur eine Bedrohung der Sicherheit der benachbarten Länder hervorbringen, sondern auch eine bedeutende Bedrohung für die globale Stabilität und den Frieden in der Welt.

https://x.com/iran_policy/status/1722710650818838538?s=20

Kurzum: Die Implikationen der Aufrechterhaltung des Status Quo im Umgang mit den Interventionen des Iran in der Region ziehen tiefe und vielfältige Folgen nach sich, die sich über die Grenzen des Nahen Ostens hinaus erstrecken. Von der Eskalation von Terrorismus und Blutvergießen zu einer Erhöhung der globalen Unsicherheit und der Neuformung diplomatischer Allianzen macht das, was im Rahmen der Untätigkeit geschieht, einen kritischen Bedarf nach einem entschiedenen und umfassenden Ansatz in der Behandlung der hegemonialen Aspirationen des iranischen Regimes deutlich.
Das Kalkül des Regimes hinter der Vermeidung eines direkten Krieges und der Förderung von Ableger-Gruppen

Die Erkenntnis des Kerns der jetzigen Krise, die durch dauerhafte Kriegführung und Blutvergießen gekennzeichnet ist, macht es notwendig, zu verstehen, dass die repressive Kontrolle, die vom Regime ausgeübt wird, ihm am Herzen liegt. Entscheidend ist, dass die konsistente Strategie des Nährens von Konflikten und der aktiven Förderung der Kriegführung in der Region, zu einem grundlegenden Pfeiler dazu dient, die Macht in den Händen zu behalten. Es ist geboten, zu verstehen, dass das Regime sich der düsteren Folgen bewusst ist, die es zu gewärtigen hätte bei einer direkten Konfrontation mit den Vereinigten Staaten, und es deshalb Abstand davon nimmt, sich auf direkte Feindseligkeiten einzulassen.

Das oberste Ziel des Regimes ist nicht, sich mit mächtigen Gegnern wie den USA direkt anzulegen, weil ein derartiger Konflikt das Ende seiner Herrschaft bedeuten würde.
Stattdessen schlägt das Regime den wohlüberlegten Weg ein, Krisen mit Hilfe seiner Ableger nach jenseits der Grenzen des Iran zu exportieren und strategisch in der Region zu intervenieren, um die Aufmerksamkeit von der heimischen Unzufriedenheit abzulenken und sich von einer internen Umwälzung zu retten. Das zyklische Muster der Schaffung von Krisen und der Kriegstreiberei ist nicht zu trennen von der Überlebensstrategie des Regimes. Im Wesentlichen ist die interventionistische Politik in der Region darauf ausgerichtet, die interne Unzufriedenheit in andere Bahnen zu lenken und den Anschein der Kontrolle aufrecht zu erhalten.

Um zusammenzufassen: das verworrene Netz der Schaffung von Krisen und der Kriegstreiberei in der Region ist im Innersten verbunden mit des Überlebensinstinkten des Regimes. Eine dauerhafte Lösung dieses Dilemmas, das viele Facetten hat, macht einen Schub der Transformation notwendig – einen Regimewechsel im Iran – , weil die Existenz des jetzigen Regimes als solche vollkommen damit verknüpft ist mit seiner Möglichkeit, Krisen zu exportieren und Konflikte zu manipulieren, um seine Herrschaft überdauern lassen zu können.
In diesem Zusammenhang treten zwei verschiedene Möglichkeiten in den Vordergrund, die jede ihre Schwierigkeiten und Rahmungen haben, die einer sorgfältigen Erwägung und Analyse bedürfen.
Das zweite Szenario: Eine militärische Intervention und Besetzung des Landes

Angesichts dieser Lage würde die Wiederholung vergangener Strategien, wie sie im Irak und in Afghanistan angewandt wurden, eine direkte militärische Intervention und nachfolgende Besetzung des Iran durch die Vereinigten Staaten und von deren Verbündeten bedeuten. Jedoch erscheint nach den Erfahrungen früherer militärischer Interventionen, besonders im Irak und in Afghanistan, diese Option mit einem Berg an Komplikationen und Schwierigkeiten belastet, mit potentiell weitreichenden und nicht wünschenswerten Folgen, und ist deshalb nicht durchführbar.

Das dritte Szenario: Ein Regimewechsel durch das iranische Volk
Im Gegensatz zum Modell einer militärischen Intervention bedeutet diese Option eine Förderung und Unterstützung einer Graswurzel Bewegung innerhalb des Iran, die sich für eine demokratische Transformation und die Absetzung des existierenden Regimes einsetzt und daran arbeitet.
Die iranische Bevölkerung hat, was die letzten Aufstände beweisen, ihrem Wunsch nach einem Wechsel des Regimes und der Errichtung einer demokratischen Republik im Iran Ausdruck gegeben. Das iranische Regime behauptet seine Autorität mit repressiven Maßnahmen, darunter Hinrichtung und Folter. Demgegenüber existiert eine potente und gut organisierte Opposition mit einem breiten Netz im ganzen Land. Der Nationale Widerstandsrats Iran (NWRI) hat einen umfassenden Plan für die Zukunft des Iran vorgelegt, der eine bedeutende internationale Unterstützung für sich gewonnen hat.

Die Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK), ein Schlüsselmitglied des NWRI, hat eine entscheidende Rolle gespielt bei der Organisation und Aufrechterhaltung dieser Aufstände mittels ihres ausgedehnten Netzes der Widerstandseinheiten im ganzen Iran.
Leider ist die westliche Politik des Appeasements in den letzten Jahrzehnten davon abgewichen, die demokratischen Aspirationen des iranischen Volkes und der organisierten Opposition aktiv zu unterstützen. Stattdessen hat sie einen Pfad der Beschränkung der Opposition und der Besänftigung des iranischen Regimes eingeschlagen.
Mit der aktiven Rückenstärkung der organisierten Oppositionsgruppen innerhalb des Iran, besonders des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI) und der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK), und mit der Anerkennung des Kampfes des iranischen Volkes für den Sturz des Regimes und des mutigen Kampfes der iranischen Jugend gegen das terroristische IRGC kann die internationale Gemeinschaft eine wichtige Rolle bei der Ermächtigung des iranischen Volkes spielen.
Für das iranische Regime stellt das das gefährlichste und potentiell tödliche Szenario dar, weil es die akute Bedrohung seines eigenen Sturzes darin erkennt. Das Regime weiß genau, dass trotz der kochenden Unzufriedenheit innerhalb der iranischen Gesellschaft und der verbreiteten Unzufriedenheit seine Regentschaft solange gesichert ist, wie es keine landesweite organisierte Opposition gibt, die in der Lage ist, die Proteste aufrecht zu erhalten.
Daher hat in den letzten Jahren das Regime es nicht an Mühe fehlen lassen, die primäre organisierte Opposition, die MEK, zu zerlegen oder sie zumindest politisch zu isolieren. Diese Bemühung hat eine bedeutende Investition an Ressourcen in Anspruch genommen im Wert von Millionen Dollar für eine konzertierte Kampagne, die MEK zu verleumden. Seit dem Beginn der Aufstände im Jahr 2016 hat das Regime seine internationalen Lobbys damit beschäftigt, das Narrativ zu propagieren, dass der MEK eine Basis in der Bevölkerung im Iran fehlt und dass es deshalb keine gangbare Alternative zum Regime gibt.
Bei seinen Anstrengungen, Dissens abzuwehren und einem das Aufkommen einer glaubwürdigen Alternative vorzubeugen, ist das Regime darauf verfallen, falsche Alternativen zu fördern und sogar für die Rückkehr der repressiven Diktatur der Ära des Schah zu werben. Namentlich während des Aufstandes von 2022 hat das Regime heimlich den Sohn des früheren Schahs unterstützt mit einer verdeckten Kampagne innerhalb des Iran, um das Konzept einer Alternative zum jetzigen Regime abzuwehren.
Die westliche Politik des Appeasements hat bedauerlicherweise bei der Täuschung des Regimes mitgemacht. Fernseh- und Medienanstalten in persischer Sprache in den Ländern des Westens und der Region haben mitgewirkt beim Nähren dieser irreführenden Wahrnehmungsweise. Mit der absichtlichen Zensur von Nachrichten über die MEK haben diese Medienkanäle für den Sohn des früheren Diktators Reklame gemacht, um eine Stimmung der Desillusionierung im Volk zu erzeugen. Diese Sichtweise eines Ersatzes des einen Diktators durch einen anderen führte dann zu einer Minderung des Antriebs für die Aufstände.

https://x.com/NCRIUS/status/1596963698689515520?s=20

Aus alldem ergibt sich: Während der Westen sich an drängenden Szenarios abarbeitet, wird es immer entscheidender sich mit der regionalen Hegemonie des Iran zu beschäftigen und seine destabilisierenden Aktionen abzuwehren. Die Aufrechterhaltung des Status Quo bedeutet eine Bedrohung des Friedens und der Sicherheit im Nahen Osten, während mit einer militärischen Intervention eine weitere regionale Instabilität riskiert wird. Im Gegensatz dazu bietet die Unterstützung des iranischen Volkes und seiner organisierten Opposition einen Weg zu einem dauerhaften Wandel im Einklang mit demokratischen Prinzipien, mit Freiheit und regionaler Kooperation.

Die entscheidende Frage ist nicht einfach, wie man sich dem Iran entgegenstellt, sondern wie man sich für die richtige Politik für einen naschhaltigen Wandel im Einklang mit den demokratischen Werten, der Freiheit und der regionalen Kooperation entscheidet. Der erste Schritt für den Westen besteht in der Umsetzung der richtigen politischen Maßnahmen. Dazu gehört die Ächtung des IRGC als terroristische Organisation, die Schließung der Botschaften des Regimes in Europa, die Ausweisung der Agenten des Regimes aus europäischen Institutionen, die Wiedereinsetzung der Resolutionen des VN Sicherheitsrats, die Anerkennung des Kampfes des iranischen Volkes für den Sturz des Regimes und des Kampfes der jungen Leute gegen das IRGC und die Führer des Regimes zur Verantwortung zu ziehen für Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Es erscheint geboten, das iranische Regime als unmittelbare Bedrohung für den globalen Frieden und die Sicherheit in der Welt nach Kapitel VII der Charta der VN anzusehen.

 

Haftverlängerung für Maryam Akbari: Eine der am längsten inhaftierten weiblichen politischen Gefangenen im Iran


Die Verlängerung ihrer Strafe auf 18 Jahre verhindert ihre Freilassung nach Ablauf der 15-jährigen Haftstrafe
Dringender Appell an die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, den Menschenrechtsrat und andere Anwälte, Maryam Akbaris Freiheit zu gewährleisten
Die Justiz des klerikalen Regimes hat die politische Gefangene Maryam Akbari Monfared mit zwei separaten, vom Geheimdienstministerium erfundenen Anklagen zu weiteren drei Jahren Haft verurteilt. Diese Fälle wurden vor Gericht in Semnan und Evin verhandelt, was ihre Freilassung nach einer 15-jährigen Haftstrafe verhinderte. Somit drohen ihr nun insgesamt 18 Jahre Gefängnis.

In der Erklärung des NWRI-Sekretariats vom 28. August 2023 heißt es: “Das Geheimdienstministerium (MOIS) hat zwei neue Verfahren gegen Maryam Akbari eingeleitet, um ihre Freilassung zu verhindern. In dem einen wird ihr ‘Propaganda gegen das Regime’ vorgeworfen, in dem anderen ‘Beleidigung des Obersten Führers (Khamenei), Anstiftung zum Aufruhr, Verbreitung von Unwahrheiten, Störung der öffentlichen Meinung und Aufwiegelung der Bevölkerung gegen die nationale Sicherheit’.”

In einem weiteren Teil der Erklärung heißt es, dass die Abteilung 101 des Strafgerichts Semnan “im Rahmen eines neuen Urteils in Abwesenheit weitere zwei Jahre sowie eine Geldstrafe von 150 Millionen Rial verhängt” habe.
In der Folge hielt das Evin-Gericht ebenfalls einen Scheinprozess ab, in dem Maryam Akbari im Zusammenhang mit dem zweiten Fall zu einem weiteren Jahr Gefängnis verurteilt wurde.

Laut einer weiteren Erklärung des NWRI-Sekretariats vom 17. Juli 2023 verlegte die Justiz des Regimes die politische Gefangene Maryam Akbari Monfared am Samstag, den 1. Juli, von Semnan-Gefängnis ins Evin-Gericht. Nachdem sie wegen fünf neuer Anklagen angeklagt worden war, wurde sie ins Semnan-Gefängnis zurückgebracht.
Die Justiz der Mullahs hat kürzlich die beiden Urteile bestätigt und die Verlängerung ihrer Strafe um drei Jahre auf insgesamt 18 Jahre Haft gebilligt.

Nach den unmenschlichen Gesetzen des klerikalen Regimes sollte Maryam Akbari 2019 nach Verbüßung von 10 Jahren ihrer Strafe freigelassen werden. Das primäre “Verbrechen” dieser politischen Gefangenen in den letzten zehn Jahren war die Suche nach Gerechtigkeit für die Märtyrer, so die Sichtweise des Regimes.

Die Schwester und drei Brüder von Maryam Akbari wurden in den 1980er Jahren vom klerikalen Regime hingerichtet, da sie Anhänger der Volksmojahedin (PMOI/MEK) waren. Das PMOI-Mitglied Alireza Akbari wurde im September 1981 unter Folter getötet. Gholamreza Akbari wurde 1985 hingerichtet. Roghiyeh Akbari und Abdolreza Akbari gehörten zu den politischen Gefangenen, die 1988 massakriert wurden.
Maryam Akbari ist eine der am längsten inhaftierten weiblichen politischen Gefangenen im Iran. Sie wurde nach dem Aufstand in Teheran am 27. Dezember 2009 verhaftet. Der berüchtigte Richter der Mullahs, Abolqasem Salavati, verurteilte sie zu 15 Jahren Gefängnis unter der Anklage “Moharebeh” (Krieg gegen Gott) “wegen Mitgliedschaft in der Volksmojahedin (PMOI/MEK).”

Maryam Akbari hat 14 Jahre dieser Strafe verbüßt, ohne einen einzigen freien Tag, nicht einmal für medizinische Behandlungen.

Das NWRI-Frauenkomitee fordert den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, den UN-Menschenrechtsrat, den UNSR für Menschenrechte im Iran, den UNSR für Gewalt gegen Frauen und andere Befürworter von Menschen- und Frauenrechten erneut auf, die unmenschliche Behandlung von politischen Gefangenen, insbesondere von weiblichen Gefangenen, durch das klerikale Regime scharf zu verurteilen. Das NWRI-Frauenkomitee ruft zu dringenden Maßnahmen auf, um die Freilassung der politischen Gefangenen Maryam Akbari zu erreichen.

Frauenkomitee des Nationalen Widerstandsrat Iran
1. Januar 2024

Warum man der offiziellen Wirtschaftsstatistik im Iran nicht trauen kann

Systematische Manipulation wirtschaftlicher Maßzahlen durch das iranische Regime
Vier Berichte
Im derzeitigen Kleriker Regime liegt die Verantwortung für die Lieferung wichtiger wirtschaftlicher statistischer Zahlen bei zwei entscheidenden Institutionen: dem Statistischen Zentrum und der Zentralbank. Diese Institutionen legen jedoch unterschiedliche Variablen und Zahlen zur Statistik vor unter Angabe verschiedener Gründe und Rechtfertigungen.

Diese Praxis erlaubt es dem Kleriker System, seine Rückschläge und längerfristigen finanziellen Schwierigkeiten wegzudiskutieren und sie den statistischen Unterschieden zuzuschreiben. Das Ergebnis ist, dass das Publikum die Orientierung verliert und damit aufhört, sich auf interne Berechnungen zu verlassen, und sich stattdessen an auswärtige statistische Zentren hält.

Dementsprechend sieht Mohammad Reza Farzin, der Chef der Zentralbank, in den Abweichungen zwischen diesen beiden Institutionen einen „natürlichen und historisch gewachsenen Aspekt“.
In den letzten Monaten hat der Präsident des Regimes Ebrahim Raisi regelmäßig wirtschaftliches Wachstum und neue Erfolge seiner Regierung hervorgehoben und sich dabei auf Zahlen gestützt, die von diesen Institutionen unter seiner Autorität veröffentlicht worden sind. Unter Verwendung der statistischen Abweichungen verspricht er Verbesserungen in der gesamten Situation.

Laut dem iranischen Statistischen Zentrum betrug das wirtschaftliche Wachstum in der ersten Hälfte des laufenden Jahres 7,5 %, während die Zentralbank es mit 4,7 % ansetzt. Der Abstand zwischen den beiden Schätzungen beträgt immerhin 2,2 Millionen Toman, was 32,4 % des Bruttosozialprodukts für die ersten sechs Monate dieses Jahres entspricht.

https://x.com/iran_policy/status/1732022257646490030?s=20

Diese Diskrepanzen bei den Zahlenwerten beschränken sich nicht auf die aggregierten Zahlen, auch bei den wichtigen Unterkategorien gibt es bemerkenswerte Unterschiede. Zum Beispiel hat das Statistische Zentrum das Bruttosozialprodukt (BSP) für den Sommer mit 4 803 Billionen Toman angesetzt, was um 986 Milliarden Toman (25,8 %) höher ist als die Zahl der Zentralbank. Mit anderen Worten sagt die Zentralbank, dass das Statistische Zentrum die Durchschnittsproduktion von Gütern und Dienstleistungen pro Kopf um fast 12 Millionen Toman für diesen Sommer zu hoch angegeben habe.

Ganz allgemein hat das Statistische Zentrum für die letzten fünf Jahre regelmäßig das Bruttosozialprodukt (BSP) um mehr als 20 % höher angegeben als die Schätzungen der Zentralbank. Eine der Rechtfertigungen für diese Abweichung besteht in dem unterschiedlichen Basisjahr, von dem in den beiden Institutionen ausgegangen wird.

Zusätzlich tragen ihre akzeptablen Inflationsraten zu der statistischen Lücke bei. Interessant ist, dass die Zentralbank ein wirtschaftliches Wachstum ohne Öl von 2,4 % annimmt, während das Statistische Zentrum von 4,2 % ausgeht, ein bedeutsamer Unterschied. Darüber hinaus wird das Wachstum des Agrarsektors vom Statistischen Zentrum als negativ mit -3,2 % angegeben, während die Zentralbank positiv 0,1 % berechnet.
Am 24. Dezember hat die staatliche Zeitung Donya-ye Eqtesad [„Welt der Wirtschaft“] sich besorgt geäußert: „Diese Situation führt zu einem Durcheinander bei der Auseinandersetzung und macht einen echten Dialog und genaue Schlussfolgerungen über die Situation des Landes nahezu unmöglich. Mehr noch: politische Maßnahmen werden in dieser Atmosphäre nicht mehr praktikabel.

Sollten die Politiker bei ihren Entscheidungen Statistiken mit positivem Wachstum zugrunde legen, oder sollten ein negatives in Betracht ziehen? Wenn die Politiker monetäre Mittel anwenden wollen, um durch die Rezession zu steuern oder um einen Sektor besonders zu stimulieren, welche statistischen Zahlen sollten sie dabei in die Berechnung einfließen lassen?“

Am Tag darauf räumte die Zeitung Jahan-e-Sanat [„Welt der Industrie“] ein: „Die vor kurzem veröffentlichen statistischen Zahlen in Bezug auf das wirtschaftliche Wachstum des Landes stimmen nicht nur nicht mit der Wirklichkeit des wirtschaftlichen Feldes im Iran überein, sondern sie sollten als zutiefst irreführend angesehen werden“.

In diesem Artikel bespricht der Autor Dr. Mohammad-Qoli Yusefi, ein Universitätsprofessor, den monopolistischen Charakter der Wirtschaft des Regimes und schreibt: „Das Konto des nationalen Kapitals ist sehr negativ wegen des Abflusses des Kapitals aus dem Land. Auf der anderen Seite gibt es keine nennenswerte Investition des Auslands in die Wirtschaft des Landes und keine beachtenswerte technologische Innovation und der private Sektor ist nicht in der Lage, Lizenzen und Patente von globalen Firmen zu erwerben. Warum genau als sollten wir unser Vertrauen in die jetzigen statistischen Zahlen über das wirtschaftliche Wachstum setzen? Die Zunahme der Regierungsausgaben sind keine nachhaltige Lösung“.

Jedoch offenbaren die Medien, die mit den kalt gestellten Fraktionen im Regime in Verbindung stehen, die Gründe für die Berichte über ein angebliches positives Wachstum.

https://x.com/iran_policy/status/1704412076763185338?s=20

Am 24. Dezember schrieb die Zeitung Etemad [„Vertrauen“] unter Verweis auf die riesigen Nachlässe, die das Kleriker Regime seinen Kunden gewährt: „Ein bedeutender Teil dieses „Export Sprungs“ bezieht sich auf den ‚Öl- und Gas-‘Sektor. In Wahrheit ist mit dem Anstieg bei den Ölverkäufen, die weitgehend durch die bedeutenden ‚Nachlässe‘ zustande gekommen sind, der primäre und wichtige Faktor beim Wirtschaftswachstum in der ersten Hälfte dieses Jahres dem Öl- und Gassektor zuzuschreiben“.
Trotz des Abbaus der Ressourcen des Landes durch das Regime bleiben die Kosten, die sich durch die terroristische Agenda ergeben, exorbitant. Teheran bemüht sich weiterhin darum, die Ausgaben im Zusammenhang mit den militärischen Anstrengungen, der Raketenproduktion, den Ableger-Kräften und der Befriedigung des unersättlichen Appetits der herrschenden Eliten zu bestreiten. Diese Situation zwingt der Bevölkerung astronomische Budget-Defizits auf, sie führt zur Inflation, steigenden Nahrungsmittelpreisen und zunehmenden Wohnungsmieten.

Der Bericht der Weltbank deutet auch darauf hin, dass das chronische Budget Defizit im Iran, das etwa 30 % des Gesamtbudgets ausmacht, keinen Platz für Investitionen lässt. In Anbetracht dieser Krise kritisieren die an den Rand gedrängten Fraktionen die genau ausgewählte Mannschaft der Raisi Regierung und bezeichnet sie als inkompetent und als letzte Rezeptur für den Zusammenbruch.

Am 29. Dezember erklärte Mohammad-Taghi Akbarnejad, ein dem Staat verbundener Kleriker, in einem Interview mit den staatlichen Didar-Nachrichten: „Der zentrale Fokus der politischen Strategien Herrn Khameneis liegt eher jenseits der Grenzen des Landes als innerhalb von ihnen. Die Sache Palästinas ist zu einem Eckstein der Prioritäten der Islamischen Republik geworden. Ich benutze diesen Ausdruck nicht gerne, aber wenn wir weiterhin bei dieser Vorgehensweise bleiben, werden wir gegen eine Wand fahren.

Die einzige schiitische Nation wird verloren gehen. Wohin wollen wir mit dieser Methode kommen? Das ist sehr gefährlich. Aus diesem Grund bin ich sehr besorgt wegen eines Zusammenbruchs des Systems. Er kann auf irgendeine Weise vor sich gehen, sei’s im Rahmen der Revolution, einem Zerfall oder irgendetwas anderem. Diese Möglichkeiten sollten nicht außer Acht gelassen werden“.

https://x.com/iran_policy/status/1741827868999483557?s=20

Im Iran geht die Welle der Massenhinrichtungen weiter

Frau Maryam Rajavi: Das Appeasement mit dem religiösen Faschismus, der nur durch Hinrichtungen im Inland und Terrorismus und Kriegstreiberei im Ausland an der Macht bleibt, hat ihn ermutigt, mit den Verbrechen im Inland und der Gefährdung des Friedens und der Sicherheit in der Region und in der Welt fortzufahren und sie zu verstärken.

Die Welle der Massenhinrichtungen geht weiter aus Angst vor einem Aufstand des Volkes. In den gerade mal fünf Tagen vom 27. bis zum 31. Dezember wurden mindestens 30 Gefangene von den Henkern des Obersten Führers Ali Khamenei zu Tode gebracht.

Am heutigen 31. Dezember, dem letzten Tag des gregorianischen Kalenders, wurden mindestens sieben Gefangene, Shir Ahmad Sandschrani und fünf weitere Gefangene im Zentralgefängnis von Birdschand und nur Ahmad Qalandarzehi im Zentralgefängnis von Schiras von den Henkern hingerichtet. Am Samstag, dem 30 Dezember wurde Abdul Shavari im Qezelhesar Gefängnis hingerichtet.

Am Freitag, dem 29. Dezember meldete die Nachrichtenagentur der Justiz des Regimes die Hinrichtung von vier Gefangenen im Gefängnis von Urmia mit den Namen Wafa Hanareh, Aram Omari, Rahman Parhazu und Nasim Namazi unter der Anklage der Spionage für Israel. Laut der Nachrichtenagentur der Justiz gab es 10 Angeklagte in dem Fall. Die übrigen Angeklagten bekamen je 10 Jahre Gefängnis. Diese eiligen Hinrichtungen mit erzwungenen Geständnissen wurden als Vergeltung für die Tötung des IRGC Brigade Generals Reza Mousavi in Syrien vollstreckt. Am gleichen Tag wurde Asger Abdullah Parikhani im Gefängnis von Meshkinshahr hingerichtet.

Am Donnerstag, dem 28. Dezember, wurden außer einem Gefangenen, der öffentlich in Nadschafabad aufgehängt wurde, Karim Emami Khah im Zentralgefängnis von Bandar Abbas, Hassan Rahbar im Zentralgefängnis von Gorgan, Reza Eeyvazi in Gefängnis von Kashan und ein Gefangener im Zentralgefängnis von Yazd von den kriminellen Handlangern Khameneis hingerichtet. Am Mittwoch, dem 27. Dezember wurden ferner 12 Gefangene in den Gefängnissen von Birdschand, Hamadan und Qezelherzar hingerichtet.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstands, nannte die Welle von massenhaften und eiligen Hinrichtungen, d.h. die Hinrichtung von 30 Gefangenen in den letzten 5 Tagen einen beispiellosen Rekord an Grausamkeit und Verbrechen. Sie erklärte, dass Schweigen, Untätigkeit und Appeasement mit dem religiösen Faschismus, der nur an der Macht bleibt, weil er sich auf Folter, Töten und Hinrichtung im Inland und Terrorismus und Kriegstreiberei im Ausland verlässt, das Regime dazu ermutigt habe, mit seinen Verbrechen im Inland fortzufahren und sie zu vermehren und Frieden und Sicherheit in der Region und in der Welt in Gefahr zu bringen

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

  1. Dezember 2023

https://x.com/Maryam_Rajavi/status/1741507569628176686?s=20

Gerechtigkeit in der Absurdität: Irans gesetzloser Diktator hält Prozess gegen eingeschworene Feinde ab


Nach der Ermordung von mehr als 100.000 Mitgliedern und Anhängern der Volksmojahedin (PMOI/MEK), nach mehr als 500 terroristischen Aktionen gegen Ziele und Personen, die mit dem iranischen Widerstand im Ausland in Verbindung stehen, und 35 Jahre nach Khomeinis handschriftlicher Fatwa zum Massenmord an allen, die der MEK/PMOI die Treue halten, während mehr als 3.600 Mitglieder dieser Bewegung in iranischen Gefängnissen schmachten, hat das iranische Regime am 12. Dezember 2023 in Teheran einen so genannten Prozess zur Aufarbeitung der angeblichen Verbrechen der MEK/PMOI eröffnet.

Während Verschwörung und Täuschung zu den Markenzeichen der iranischen Diktatur gehören, bleibt die Interpretation dieses neuen juristischen Spektakels für politische Beobachter rätselhaft. Eine Untersuchung des Vorgehens des Regimes sowohl im Inland als auch an der Außenfront des Prozesses offenbart eine finstere Agenda.
Der Prozess betrifft 105 Angeklagte, von denen der erste eine juristische Person ist, die die Volksmojahedin vertritt, und die übrigen 104, darunter Funktionäre, Mitglieder der Organisation und Einzelpersonen des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI).

Besonders erwähnenswert ist, dass Ozra Alavi Taleghani, einer der mutmaßlichen Angeklagten in diesem Fall und eine angesehene Persönlichkeit innerhalb der Organisation, im Juli 2023 in Tirana verstorben ist. Das Scheingericht behauptet außerdem, dass mehrere vom Gericht bestellte Anwälte mit der Verteidigung der Angeklagten beauftragt wurden.

Die Medienberichterstattung über dieses Ereignis war so umfangreich, dass es unwahrscheinlich erschien, dass die iranische Öffentlichkeit davon nichts mitbekam. Alle Medien, unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung, berichteten einheitlich über die Nachrichten. Der konsistente und standardisierte Text auf allen Plattformen impliziert einen Mangel an Flexibilität, um von der vorgeschriebenen Erzählung abzuweichen. Gleichzeitig ergriff das Regime in der zweiten Woche des Prozesses zusätzliche Maßnahmen, indem es zahlreiche Plakatwände an verschiedenen Orten in Teheran aufstellte, um die Aufmerksamkeit der Bürger auf das Verfahren zu lenken.

Trotz der politischen Sensibilität der Angelegenheit für das Regime kann man unter der Oberfläche die Bedenken des Regimes über den Einfluss der MEK/PMOI in der iranischen Gesellschaft erkennen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Fars News Agency bezeichnete die Organisation in einem ausführlichen Bericht über die erste Sitzung als “Heuchler” und betonte die Notwendigkeit, sich mit ihnen auseinanderzusetzen: “Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Gefahr von Heuchlern für jede Gesellschaft größer ist als die von anderen Feinden, weil es oft nicht einfach ist, sie zu verstehen. Sie sind innere Feinde und unterwandern die Gesellschaft manchmal in einem solchen Ausmaß, dass es äußerst schwierig wird, sie fernzuhalten.”
“Darüber hinaus machen ihre verschiedenen Beziehungen zu anderen Mitgliedern der Gesellschaft den Kampf gegen sie zu einer Herausforderung”, fügte die Nachrichtenagentur, die vom Korps der Islamischen Revolutionsgarden geleitet wird, hinzu. “Aus diesem Grund hat der Islam im Laufe seiner Geschichte die schwersten Schläge durch die Heuchler erlitten, und aus demselben Grund hat der Koran seine schärfsten Angriffe gegen die Heuchler gerichtet und immer wieder davor gewarnt, mit ihnen umzugehen und den Dschihad gegen sie zu führen.”
Während der theatralische Prozess vorgibt, einen juristischen Charakter zu haben, und beträchtliche Anstrengungen bei den administrativen Formalitäten unternimmt, wird die meiste Zeit damit verbracht, die Regierungspropaganda in Bezug auf das Wesen, die Geschichte und die interne Dynamik der PMOI zu wiederholen, und weicht damit völlig vom angeblichen Fokus eines Strafgerichts ab.

Die Sitzung scheint für das regimenahe Publikum von großer Bedeutung zu sein, da fast alle Plätze mit Bildern oder Familienangehörigen derjenigen besetzt sind, die das Regime als Opfer der Organisation bezeichnet. Der Staatsanwalt verspricht ihnen Rache.

Im Text der Anklageschrift, der vom Vertreter der Staatsanwaltschaft verlesen wurde, wird nach einer Darstellung der Geschichte und des Aufenthalts der PMOI in Albanien mit Tötung und Beseitigung gedroht.

In der Anklageschrift heißt es: “Alle Mitglieder dieser Gruppe, wie auch die Mitglieder des so genannten ISIS, sind zwar in verschiedenen Ländern ansässig und derzeit nicht in der Lage, organisierte militärische Operationen durchzuführen, stellen aber dennoch potenziell eine Sicherheitsbedrohung für alle ansässigen Länder dar. Nichtsdestotrotz müssen sie nach dem Gesetz und um der Gerechtigkeit willen mit ihrem Untergang rechnen.”

Was jedoch aus der Rhetorik und den lächerlichen Darstellungen deutlicher hervorgeht, sind die terroristischen Aktionen des Regimes. Das inszenierte Attentat auf den ehemaligen Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, Professor Alejo Vidal Quadras, am 9. November und die Hunderte von anderen Iranern, die von diesem Regime getötet wurden, haben nie das Urteil eines Gerichts gesehen.

Negative Propaganda und mediale Angriffe auf den iranischen Widerstand waren schon immer ein wichtiger Teil der Strategie des iranischen Regimes. Es ist nur eine Frage der Zeit, ob zu dieser langen Liste von Unwahrheiten und Anschuldigungen gegen den iranischen Widerstand ein Gerichtsurteil hinzukommt.

Dieses Regime hat in Verhandlungen mit Vertretern westlicher Länder über sein 1991 vom NWRI aufgedecktes Atomprogramm, in direkten Gesprächen mit den Vereinigten Staaten im Irak und in Geheimgesprächen in Genf, Doha und an anderen Orten auf der ganzen Welt der Unterdrückung der PMOI stets Priorität eingeräumt. Es liegt auf der Hand, dass dieses Prozessspektakel nur noch mehr Gründe für solche Verhandlungen hinter verschlossenen Türen liefern soll.

Das primäre und unbestreitbare Ziel liegt jedoch nicht jenseits der iranischen Grenzen, sondern innerhalb des Landes selbst. Nach dem landesweiten Aufstand des iranischen Volkes und der Behauptung des Obersten Führers, 30.000 Demonstranten zu begnadigen, wies der NWRI in einer späteren Erklärung die Behauptung von Ali Khamenei zurück und wies darauf hin, dass ihm Informationen über das Schicksal von mehr als 3.600 seiner Anhänger, die in iranischen Gefängnissen festgehalten werden, fehlen.
Die Hinrichtung von mehr als 30.000 politischen Gefangenen im Jahr 1988, von denen über 90 % der PMOI angehörten, ist nicht nur ein brutales Kapitel in der Geschichte Irans, sondern ein Leitprinzip für das Überleben der klerikalen Diktatur. Ali Khamenei mag zwar nicht über die religiöse oder politische Statur seines Vorgängers verfügen, um einen weiteren Völkermord zu inszenieren, aber er ist sicher, dass er über die Mittel dazu verfügt.