Sunday, December 4, 2022
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Bahrain verurteilt heuchlerische Kommentare des iranischen Regimes

Am Samstag verurteilte der Außenminister von Bahrain eine Erklärung des Sprechers des iranischen Außenministeriums als unwillkommene Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Königreichs.

 

Am Freitag hatte Hussain Jaber Ansari erklärt: „Die Sicherheitsmaßnahmen in Bahrain waren ein erfolgloser Ansatz.“

Nach den „Gulf News“ verurteilte Shaikh Khalid Bin Ahmad al Khalifa diese Bemerkung.

„Weiß Hussain Jaber Ansari, daß wir über das Sicherheitskonzept besorgt sind, mit dem der Iran den berechtigten Forderungen seines Volkes begegnet? Es gibt Menschen, die ihre Vorurteile in andere projizieren,“ postete der Minister auf Twitter.

In einem anderen Tweet an seine 253 000 Partner auf dem Microblog sagte Shaikh Khalid: „Bahrain wird seit 2011 vom Iran und seinen Agenten in der Region aufs Korn genommen – in einer unfairen Kampagne von Lüge und Täuschung.“

Die Beziehungen zwischen Bahrain und dem iranischen Regime verschlechtern sich seit 2011 – nachdem Manama Teheran der krassen Einmischung in seine inneren Angelegenheiten bezichtigt hatte.

Im Oktober erhob Bahrain beim Generalsekretär der Vereinten Nationen formell Beschwerde gegen das iranische Regime – wegen „krasser Beleidigungen und fortgesetzter, inakzeptabler Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Königreichs“. 

Die Beschwerde wurde Ban Ki-moon während eines Treffens am Rande der Sitzung der Vollversammlung der Vereinten Nationen von Shaikh Khalid vorgelegt.

Das iranische Regime hat sich – so Shaikh Khalid – zu der Eskalation entschlossen, um Kontrolle über die Nachbarländer zu gewinnen – durch Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten, Funktionalisierung extremistischer Gruppen, Angebot von Schutz an Flüchtlinge, Gründung von Ausbildungslagern für terroristische Gruppen und Schmuggel von Waffen und Sprengkörpern.

Die feindseligen Handlungen führten dazu, daß Bürger, Exulanten und Sicherheitspersonal zur Zielscheibe von Mord und Verbrechen wurden; bisher sind dabei – so das Ministerium – 16 Mitarbeiter des Sicherheitspersonals ums Leben gekommen und 3000 verletzt worden.

Das Ministerium warf dem iranischen Regime „fortgesetzte Einmischung in die Angelegenheiten von Bahrain vor – ohne Respekt vor Recht und Moral -, rechtswidrige Maßnahmen zur Schüren des Sektenkrieges mit dem Ziel, der gesamten Region seine Hegemonie aufzuzwingen, und dies mit tadelnswerten Mitteln, die sich nicht darauf beschränken, Erklärungen ranghoher Politiker herabzusetzen, sondern auch Unterstützung von Subversion und Terrorismus sowie Anreiz zu Gewalttätigkeit in irreführenden Medienkampagnen einschließen.“

Außerdem unterstützte das iranische Regime Terrorgruppen beim Schmuggel von Waffen und Sprengkörpern und der Ausbildung ihrer Mitglieder; es beherbergte nach Auskunft des Ministeriums auch solche, die vor der Justiz flohen.

Auch warf das Ministerium Teheran „wiederholte, krasse Verstöße gegen alle Normen, Gesetze und internationalen Abkommen sowie die Prinzipien der guten Nachbarschaft und des gegenseitigen Respekts“ vor, ebenso „Angriffe auf die Unabhängigkeit und Souveränität von Bahrain“.

Im Juli erklärte Shaikh Rashid Bin Abdullah Al Khalifa, der Innenminister von Bahrain: „Die vielfältige Einmischung des Iran in die inneren Angelegenheiten Bahrains war gänzlich inakzeptabel und befand sich nicht im Einklang mit den internationalen Normen, die die Werte der guten Nachbarschaft respektieren.“

Zu der Einmischung gehörten, so sagte er, feindselige politische Äußerungen, der Schmuggel von Sprengkörpern, Waffen und Munition in das Königreich, die Aufnahme von Flüchtlingen und die Ausbildung von Bürgern Bahrains zu terroristischem Handeln, das unschuldige Menschen aufs Korn nimmt, in militärischen Lagern des Iran.

Ebenso gehörten, so fügte Shaikh Rashid hinzu, beständige, irreführende Propagandakampagnen gegen das Königreich Bahrain und sein Volk dazu, mit denen falsche Informationen über das Königreich verbreitet wurden.