Tuesday, December 6, 2022
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Die IRGC und Nuklearwaffen- Teil I

Von: Reza Shafa
1980, als die Mullahs ihr Auge auf die Atombombe als Garantie für die Zukunft ihres Regimes geworfen hatten, wurden die neu gegründeten Revolutionären Garden (IRGC) mit der Eröffnung eines Forschungszentrums für Atomwaffen beauftragt. 

1981, beschrieb Mohammad Hossein Beheshti, die Nummer Zwei nach Khomeini, bei einer Einweisung der brandneuen Forschungseinheit (RU) der IRGC in groben Zügen den Besitz von Atomwaffen als absolute Notwendigkeit für die neu gebildeten Islamischen Republik.

Kurz danach, 1983, wurde eine Sondereinheit gebildet, die mit seriöser Forschungsarbeit zur Erfüllung des ursprünglichen nuklearen Traums beauftragt wurde.

Zunächst war das Forschungslabor in einem abgelegenen Waldgebiet im Norden von Teheran. Bald wurden dann die besten Wissenschaftler in die Zentren der Top Universitäten der Nation gebracht. Das Zentrum für Nuklearenergie, das zur Iranischen Atomenergieorganisation (AEOI) gehörte, erarbeitete ein zweijähriges Programm für jeden neuen Spezialisten, meist Atomphysiker, bevor sie am Forschungsprogramm teilnehmen konnten. Während ihrer Forschung zum Wissen über die Herstellung der Bombe, wurden die Spezialisten viel besser bezahlt als ihre Peers in den Universitäten.

Khomeinis Wille hinter dem Besitz der Atombombe

Im Winter 1986 nach der blutigsten Spur damals im sechsten Jahres des Krieges zwischen dem Iran und dem Irak, für den das Regime seine gesamte Armee mobilisiert hatte, schlussfolgerte Brigadegeneral Mohsen Rezaii, der spätere Oberbefehlshaber der IRGC einem Sonderbericht für Khomeini, das es in den nächsten fünf Jahren nicht genügend Männer gebe, um einen ähnlichen Angriff zu wiederholen.

Kurz nach der Berichterstattung Rezaiis begriff Khomeini, dass es keinen Weg geben würde, um den Krieg mit konventionellen Methoden zu gewinnen und beauftragte die IRGC, eine solide Basis für den Besitz von Atomwaffen zu schaffen.

1987 begründete Khomeini die Notwendigkeit des Besitzes von Atomwaffen und beauftragte die AEOI und die Vertreter der IRGC mit einem Plan zum Erhalt der Bombe. Rezaii ließ keine Zeit verstreichen und tat folgendes:

1.    Die IRGC RU wurde beauftragt, den Kontakt zu Russen und Pakistanern herzustellen, um ihre Hilfe für die Atomprojekte des Regimes zu erhalten;

2.     Seit 1987 begann eine Unterdivision der RU unter dem Vorwand der "technischen Ausbildung der IRGC Marine" mit der Forschung zur Entwicklung von Nuklearwaffen. Der ursprüngliche Standort des Forschungszentrums war in der Umgebung des Teheraner Nordens, in Niavaran. Gleichzeitig bauten die Agenten des Regimes gute Beziehungen zu den Russen und Pakistanern auf, um von ihnen das technische Know how für den Bau von Nuklearwaffen zu erhalten.
 
3.    1987 unterzeichnete Pakistan eine Vereinbarung mit dem iranischen Regime zur Ausbildung von iranischen Atomphysikern in der neuen Technik in Pakistan.

4.    Kontakte mit Abdul Qader Khan, dem Vater der pakistanischen Atombombe, wurden 1987 hergestellt. Mindestens bei zwei Gelegenheiten trafen sich Kommandeure des IRGC mit A. Q. Khan in Teheran. Der Teamleiter des Treffens mit Khan war Mohammad Salami, der Direktor des IRGC Zentrums für Wissenschaftliche Forschungen (CSR). Damals bestand die Hauptaufgabe des CSR in Studien über die Entwicklung von verschiedenen Waffentypen.

5.    Mohsen Rezaii, der Kommandeur der IRGC während des Iran-Irak-Krieges, bat sie bei einem Treffen mit drei Professoren für Nuklearphysik der Kerman Universität im Südiran mit ihnen bei der Entwicklung von verschiedenen Teilen von Atomwaffen zusammen zu arbeiten. Er versprach sogar $8 Billionen für das Projekt.

6.    Die drei Männer reisten dann nach Italien, Deutschland und Japan auf der Suche nach Möglichkeiten für die technische Expertise, um die erste Bombe zu bauen. Bei ihrem Besuch einer Atomanlage in Italien besichtigten sie den Neutronenbeschleuniger des Zentrums sehr intensiv. Die iranischen Wissenschaftler übergaben den IRGC Kopien mehrere Labore der italienischen Anlage, die sie zukünftig nutzten.

7.  1987 eröffneten die IRGC nach einem Parallelplan Forschungszentren in den Atomphysikabteilungen bekannter iranischer Schulen wie in den Universitäten von Teheran und Shiraz. Später stellten die IRGC Akademiker dieser Schulen ein und boten ihnen hohe Gehälter an.

8.   Zwischen 1987 und 1992 wurde eine Serie von Test – darunter auch Explosionen – in einigen sorgfältig im ganzen Land ausgesuchten Garnisonen durchgeführt. Sie wollten Implosionen mit Hilfe von TNT mit tonnenweise Gewehren testen. Diese Tests wurden jedoch gestoppt, als alle Operationen an das Verteidigungsministerium übergeben wurden.

Die IRGC begann ihren Weg zu Atomwaffen mit dem Segen von Khomeini und später Khamenei, die Männer, die hinter den Ambitionen der Mullahs standen und stehen als eine absolute Notwendigkeit für das Überleben ihres Regimes; ein 18 jähriges Geheimprogramm wurde jetzt aufgedeckt und wurde zur Hauptsorgenquelle der Welt. 

Fortsetzung folgt …
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Reza Shafa ist ein Experte für das Geheimdienstnetz des iranischen Regimes im Iran und im Ausland. Er hat umfangreiche Studien zum VAVAK (MOIS), dem Nachrichtendienst der IRGC und u. a. auch der Qoudsarmee betrieben. Gegenwärtig schreibt er für die Website des NWRI.