Saturday, December 10, 2022
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EIFA: Die vom Iran unterstützten Gruppen sind im Irak die Hauptursache der Sektenkämpfe

Quelle: Der Präsident der „Europäischen Vereinigung für Freiheit im Irak (EIFA)“

Vom Iran unterstützte paramilitärische Gruppen, die entweder kriminell oder getarnt als Streitkräfte zur Mobilisierung des Volkes agieren, sind gegenwärtig im Irak die Hauptursache der Sektenkämpfe, des Tötens und Mordens,

der ethnischen Säuberung und der Vertreibung des Volkes. Sie schüren den inneren Konflikt im Lande und treiben es auf einen vollkommenen Zusammenbruch zu. Diese Gruppen haben sich als mafiose Mörder, Räuber und Drogenhändler herausgestellt.

Bedauerlicherweise hat die Regierung von Haider al-Abadi nichts unternommen, um diese paramilitärischen Gruppen aufzulösen – trotz internationaler Forderungen und Aufrufe seitens religiöser Autoritäten und politischer Kräfte im Irak selbst. Die Truppen zur Mobilisierung des Volkes sind Werkzeuge in der Hand krimineller Elemente wie Nuri al-Maliki, Hadi al-Ameri und Abu-Mahdi Mohandess – der wichtigsten Agenten der Zerstörung des Irak, die den Religionskrieg schüren und den Aufstieg von DAESH fördern. Das Volk des Irak fordert seit vielen Monaten in wöchentlichen Demonstrationen ihre Verfolgung.

Ein neuer Akt der Aggression durch die paramilitärischen Kräfte, die vom iranischen Regime unterstützt werden: Sie haben Wohnhäuser und Geschäftsgebäude von Christen in Bagdad unter ihre Kontrolle gebracht. Diese Christen haben wegen der bestürzenden Sicherheitslage den Irak verlassen. (Fernsehsender „Al Jazeera“ und „Al-Hayat“ am 7. Februar 2016). 

Der Weltbericht von „Human Rights Watch“, der am 27. Januar 2016 veröffentlicht wurde, erklärt: „Überwiegend schiitische Milizen, die ISIS bekämpfen, wie die Badr-Brigaden, die „Liga der Gerechten“ oder die „Batallione von Imam Ali“ haben umfassend und systematisch gegen die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht verstoßen, besonders durch Zerstörung von Wohnhäusern und Läden in wiedereroberten sunnitischen Gebieten.“

Die „Europäische Vereinigung für Freiheit im Irak (EIFA)“ fordert die Regierung und den Premierminister des Irak auf, die paramilitärischen Gruppen und die Truppen zur Mobilisierung des Volkes sofort aufzulösen; denn es sind Hindernisse auf dem Wege zur Reform, zur nationalen Versöhnung im Irak und zum Sieg über Daesh. Ohne ihre Auflösung würde jedes internationale Hilfspaket dasselbe Schicksal ereilen wie seine Vorgänger.

Ebenso fordert die EIFA die irakische Regierung auf, sich unverzüglich der humanitären Lage in Fallujah anzunehmen, das von diesen paramilitärischen Truppen erobert wurde; nur so kann das Verhungern zehntausender Menschen verhindert werden. Bisher sind bereits Dutzende Menschen verhungert. Nach Faleh al-Essawi, dem Vizepräsidenten des Provinzialrates von al-Anbar, gibt der Hunger überall in Fallujah den Ton an; es fehlen in der Stadt Lebensmittel und das zu medizinischer Behandlung Nötige. (Fernsehsender „Al-Arabiya“ am 1. Februar 2016)

Struan Stevenson

Präsident der „Europäischen Vereinigung für die Freiheit im Irak (EIFA)“

(Struan Stevenson war von 1999 bis 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments; er war von 2009 bis 2014 Präsident der „Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zum Irak“.)