Sunday, January 29, 2023
StartTerrorregimeEIFA: Iran steckt hinter Ermordungen und Entführungen im Irak

EIFA: Iran steckt hinter Ermordungen und Entführungen im Irak

In den letzten sechs Wochen gingen zahlreiche Bürger aus Bagdad und anderen irakischen Städten auf die Straßen und forderten in Massendemonstrationen ein Ende der Korruption in der Regierung und eine strafrechtliche Verfolgung des früheren Premierministers Nuri al-Maliki. Das sagte die Europäische Vereinigung für einen freien Irak (EIFA) in einer Erklärung, die am Samstag veröffentlicht wurde.

Sie fordern eine komplette Reform des korrupten irakischen Justizsystems, welches von Maliki installiert und politisch kontrolliert wurde, heißt es. 

„Die Demonstranten fordern vor allem die Absetzung des Vorsitzenden des obersten Justizrates, Medhat Mahmoud, der in den letzten acht Jahres ein williges Werkzeug von Maliki und seinen Drahtziehern im iranischen Regime war.“

„Es ist laut irakischen Medienberichten erwiesen, dass Hadi Ameri und Abu Mehdi Mohandess, zwei der kaltblütigsten Anführer der iranischen Revolutionsgarden und Kommandeure von Milizen, die in Verbindung mit den terroristischen Qods Einheiten des Regimes stehen, zu Medhat Mahmoud gingen, um sich dort seine Unterstützung zu sichern und zu sagen, dass die Milizen, die Qods Einheiten und das iranische Regime seine Absetzung verhindern werden. Dies ist ein Affront gegen die Demonstranten in ihrer legitimen Forderung nach einem Wandel zu einem gerechten Justizsystem.“

„Die aktuellen Proteste stiegen nach der Ermordung von mindestens vier Organisatoren der Proteste und der Entführung türkischer Arbeiter durch Milizen an, die in Verbindung mit dem iranischen Regime stehen.“

Einer der Anführer der Proteste erklärte:“ Die lauteste Nachricht der schiitischen Milizen, welche die Ermordungen durchführten, war, dass wir still gegenüber den religiösen Parteien bleiben sollen, die den Iran unterstützen….Sie sagen, wir sind gegen Religionen, aber wir haben niemanden von irgendeiner Religion beleidigt. Wir fordern nur eine zivile Regierung. Wir sind eine islamische Nation und wir wollen eine zivile und technokratische Regierung.“ 

Die Europäische Vereinigung für einen freien Iran (EIFA) drückte ihre „Abscheu“ gegenüber den „terroristischen und kriminellen Aktionen und den Druck gegen die Demonstranten“ aus.  

Sie rief zudem Premierminister Haider al-Abadi auf, die Demonstranten mit allen Mitteln zu schützen und den Weg für echte Reformen zu beginnen, indem Maliki und seine Handlanger inhaftiert und verurteilt werden. „Ansonsten werden das iranische Regime und seine Handlanger im Irak diese Reformen unterwandern und bekämpfen.“ 

Die Europäische Vereinigung für einen freien Irak (EIFA) wird von Struan Stevenson, einem Mitglied der Konservativen Partei aus Großbritannien geleitet. Stevenson saß von 1999-2014 im EU Parlament und war von 2009-2014 Präsident der Delegation des EU Parlamentes für die Beziehungen mit dem Irak.