Thursday, December 1, 2022
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Iran: Rückschlag im Atomstreit

ImageWesten befürchtet Produktion von Nuklearwaffen

Die Hoffnungen auf eine erfolgreiche russische Vermittlung im Atomstreit des Westens mit dem Iran haben einen Rückschlag erlitten. Die Bereitschaft, über den Vorschlag Russlands zu reden, bedeute nicht, dass der Iran auf sein Recht zur Urananreicherung im eigenen Land verzichte, sagte der Vize-Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Jawad Waidi.

Russland hatte in seinem von der EU und den USA unterstützten Plan vorgeschlagen, die Urananreicherung für den Iran in Russland vornehmen zu lassen. Der Westen befürchtet in dem andauernden Atomstreit, die Islamische Republik könnte die Herstellung im eigenen Land zur Produktion von Kernwaffen nutzen.

Der Iran habe Gesprächen über den russischen Vorschlag unter der Annahme zugestimmt, dass dieser iranische Pläne für einen geschlossenen Brennstoffkreislauf – einschließlich der Urananreicherung im eigenen Land – nicht beeinträchtige, sagte Waidi der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars zufolge.

Das russische Außenministerium bestätigte ein Gespräch des Sekretärs des Sicherheitsrates Igor Iwanow mit seinem iranischen Kollegen und Chefunterhändler für Atom-Angelegenheiten Ali Larijani über die russischen Vorschläge. Die Unterredung sei am Vortag auf Initiative der iranischen Seite zu Stande gekommen, meldete die Nachrichtenagentur Itar-Tass unter Berufung auf einen Ministeriumssprecher.

Der Nationale Widerstandsrat Iran forderte erneut kürzlich, eine Überweisung des Atomstreits mit der religiösen Diktatur im Iran an den UN-Sicherheitsrat nicht zu verzögern. Der Widerstandsrat enthüllte letzte Woche neue und verstärkte heimliche Anstrengungen Irans zum Bau von Atomwaffen.