Sunday, November 27, 2022
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Iran, Terrorismus und Friedensplan auf der Agenda bei Bushs Reise in den Mittleren Osten

Washington (Agenturen) – Präsident George W. Bush schnürte am Samstag, dem 5. Januar 2008, sein neues Paket für Frieden im Mittleren Osten, für den Kampf gegen den Terrorismus und die Bemühungen der USA, sich dem Trachten Irans um größeren Einfluss in der Region entgegen zu stellen.

"Wie wir am 11. September 2001 gesehen haben, können die Gefahren, die auf der anderen Seite der Welt aufkommen, Tod und Zerstörung in unsere eigenen Straßen bringen", sagte Bush bei seiner wöchentlichen Radioansprache, "Seit damals haben Extremisten demokratische Führer von Afghanistan bis zum Libanon und bis zum Pakistan ermordet. Sie haben unschuldige Menschen von Saudi Arabien bis nach Jordanien und Irak ermordet.

Sie wollen neue Waffen und neue Operationen, damit sie Amerika wieder angreifen, Regierungen im Mittleren Osten stürzen und ihre Hassgefüllte Vision Millionen aufzwingen können."

Bei seiner Radioansprache zeichnete Bush kurz seine Agenda für seine achttägige Reise in den Mittleren Osten auf, die am Dienstag, dem Tag der New Hampshire Präsidentschaftswahlen, beginnt.

Bush wird Israel und die palästinensischen Gebiete besuchen, hinzu kommt die arabischen Verbündeten Kuwait, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi Arabien und Ägypten. Er sagte, dass er die Israelis und die Palästinenser ermutigen wolle, "harte Antworten auf komplexe Fragen" zu treffen, damit ein schwer fassbarer Friedensvertrag zustande kommen kann.

"Ich bin optimistisch über die Ausgang des Vorhabens", sagte Bush.

Seine Berater hatten bereits ein dreitägiges Treffen mit israelischen und palästinensischen Führern während der Reise ausgeschlossen und damit jeden Gedanken daran gedämpft, dass die persönliche Diplomatie des Präsidenten zu dieser Zeit zu einem konkreten Friedensabkommen führen könne.

Bush sagte, dass er die arabischen Führer dazu auffordern will, die Verhandlungen zwischen den Israelis und den Palästinensern zu unterstützen und betonte die "Bedeutung, sich den aggressiven Ambitionen Irans in den Weg zu stellen".

Der Präsident argumentierte, dass der Erfolg für einen Frieden im Mittleren Osten entscheidend für den Erfolg des Kampfes gegen Extremisten sei, für die der gewaltsame und kompromisslose israelisch-palästinensische Streit ein wirksames Werkzeug zur Rekrutierung sei.

"Ich weiß, dass es nicht immer offensichtlich ist, warum Ereignisse in den Nationen des Mittleren Ostens mit dem amerikanischen Volk im Zusammenhang stehen", sagte Bush, "aber im 21. Jahrhundert haben Entwicklungen dort direkten Einfluss auf unser Leben hier."

Bushs bilaterale Treffen beginnen am Mittwoch, dem 9. Januar 2008 in Jerusalem mit dem israelischen Premierminister Ehud Olmert und mit Präsident Shimon Peres. Am Donnerstag reist Bush zur West Bank, einem von Israel besetzten palästinensischen Territorium, um sich mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas und dem Premierminister Salam Fayyad in ihren Hauptsitzen in Ramallah zu treffen.

Vor seiner Reise am Freitag nach Kuwait will sich Bush ebenfalls mit dem früheren Premierminister Tony Blair treffen, der jetzt der Vertreter des so genannten Quartetts – die Vereinten Nationen, die Europäische Union, Russlands und die Vereinigten Staaten – im Mittleren Osten ist.