Monday, November 28, 2022
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Khomeini’s erster Schritt zur Errichtung seins islamischen Weltreiches

 Teil I 
Von: Reza Shafa
Die Geschichte der Einmischung des Mullahregimes im Irak geht auf die Idee zur Schaffung eines islamischen Weltreiches zurück, ähnlich wie das Ottomanische Weltreich, dass 1923 aufgelöst wurde. In seinen Schriften bezieht sich Khomeini verschwommen auf eine Einheitsregierung für die "Islamische Nation" und den Iran als das Epizentrum. Kurz nach der Revolution von 1979, als Khomeini und seine Anhänger an die Macht kamen, wurde die theoretische Idee wieder ins Leben gerufen. Um Kurs auf die Errichtung eines solchen Weltreiches zu nehmen, schien der Irak der erstbeste Schritt zu sein.

Der Iran und der Irak hatten geschichtlich gesehen bereits vor den Unruhen 1979 in ihren Beziehungen zu einander  Schwierigkeiten, nicht weil sie derart viele Streitigkeiten über Ansprüche an Land hatten und die Grenzziehung zeitweise Feindseligkeiten provozierte, sondern weil viele der Probleme unter geopolitischem Aspekt und der Rassenfrage zwischen den zwei Supermächten der Welt bestehen blieben. 

Deshalb waren Khomeinis Bedrohungsabsichten dem Irak gegenüber vom ersten Tag an sehr deutlich. "Wir haben einen Botschafter in den Irak zu entsenden, der als bewährter Diplomat genügend Erfahrung in Geheimkontakten zu muslimischen Gruppen hat, die gegen die irakische Regierung opponieren", sagte Ibrahim Yazdi, der erste Außenminister des Regimes in der so genannten provisorischen Islamischen Republik.

"In den ersten Tagen hatten [unsere] Brüder aus dem Irak als einziges die Frage, ob Imam Khomeini ihre Revolution zum Sieg führen würde, wie er es im Iran getan hatte", sagte Hossein Ali Montazeri, Khomeinis Stellvertreter bis 1988, als er in Ungnade fiel. Das wurde vom Nachrichtenblatt Bamdad am 13. April 1980 berichtet.  

Am 9. September 1980, schrieb die halbstaatliche Jomhouri Islami, das führende Organ der herrschenden Partei der Islamischen Republik: "Auf Befehl des Oberbefehlshabers [gemeint ist Khomeini] hat die revolutionäre Armee, die von den Muslimen gestärkt wird, ihre Bereitschaft zur Besetzung Iraks erklärt."

Solche direkten Kommentare und andere Vorbereitungen führten zu einem der verheerendsten Kriege des letzten Jahrtausends, bei der allein auf iranischer Seite mehr als eine Million Menschen starben und wirtschaftliche Verluste in Höhe von einer Billion Dollar entstanden.
     
Die gleiche Philosophie führte zu einem sieben Jahre anhaltenden Krieg, obwohl sich der Irak im September 1981 aus dem iranischen Territorium zurück zog. Khomeinie wurde oft zitiert: "Wir haben Jerusalem zu erobern und zunächst Karbala [den heiligsten schiitischen Schrein im Südwesten Iraks] zu befreien."

Der Krieg endete mit dem Sieg Khomeinis und erwartungsgemäß starb er weniger als ein Jahr danach. Seine Erben machten dann auch keinen Frieden mit Irans westlichem Nachbarn und beide Länder unterhalten noch immer eine Feuerpause.

Als Khomeini zur Annahme der Resolution 598 des UN Sicherheitsrates gezwungen war, gab er keine einzige logische Erklärung zur der Ursache des Kriegs mit dem Irak an erster Stelle und was den plötzlichen Gesinnungswandel hervorgerufen hatte, ab. "Ich habe den Todestrank zu mir genommen [und bezog sich auf die Unterschrift unter der Resolution zur Beendigung des Krieges],"sagte er.

Jetzt nach zwei Jahrzehnten wird ziemlich offensichtlich, warum die Mullahs die Idee von einer Eroberung des Iraks nicht aufgegeben haben. Sie weinen immer noch der Idee Khomeinis über ein islamisches Weltreich nach und sehen den Irak als ihr Sprungbrett.

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Reza Shafa ist ein Experte für das Geheimdienstnetz des iranischen Regimes im Iran und im Ausland. Er hat umfangreiche Studien zum VAVAK (MOIS), dem Nachrichtendienst der IRGC und u. a. auch der Qoudsarmee betrieben. Gegenwärtig schreibt er für die Website des NWRI.