Monday, December 5, 2022
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Nationaler Widerstandsrat Iran Falschmeldungskampagne der Mullahs über angebliche Zusammenarbeit der PMOI/MEK mit ISIS

Vorbereitung eines weiteren Massakers an Bewohnern von Liberty 

Die Kampagne des iranischen geistlichen Regimes, mit der es Falschmeldungen über angebliche Zusammenarbeit der Organisation der Volksmujahedin Iran (PMOI) und des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) mit ISIS verbreitet, hat in den ersten Tagen der gegenwärtigen Krise im Irak begonnen und dauert noch an. Ihr Ziel ist offenkundig, den Boden für ein großes Massaker an den iranischen Flüchtlingen, Mitgliedern der PMOI,

im Camp Liberty zu bereiten. Der iranische Widerstand hat in den vergangenen Wochen mit mehreren Briefen und Erklärungen (darunter die vom 5. und 7. Juli) davor gewarnt. 

Die Stellung der PMOI, des NWRI und der Bewohner von Liberty zu Terrorismus, Extremismus und Fundamentalismus ist völlig klar und ist es seit dreißig Jahren. Sie haben nie Beziehungen zu Gruppen wie Al Qaeda und ISIS unterhalten und haben die Verbrechen dieser Terrorgruppen immer wieder verurteilt. In ihrer Kampagne versuchen die Mullahs, jede Opposition gegen die Einmischung des geistlichen Regimes im Irak sowohl als die Anerkennung der Rechte des unterdrückten Volks des Irak als Unterstützung von ISIS abzustempeln. Sie versuchen unter dem Deckmantel der Bekämpfung von ISIS ihre Einmischung im Irak zu rechtfertigen. Es ist kein Zufall, dass die Mullahs nach der großen Versammlung des iranischen Widerstandes, die am 27. Juni in Paris stattfand und auf der hochangesehene amerikanische, europäische und arabische Persönlichkeiten ihre Ablehnung der Einmischung des iranischen Regimes im Irak bekundet haben, – dass die Mullahs danach ihre Falschmeldungskampagne, bei der sie sich auch nicht-iranischer Agenten bedienen, intensiviert haben. 

Die offizielle Website des staatlichen Fernsehens und Rundfunks, die „Nachrichtennetzwerk“ (Shabakeh Khabar) heißt, zitiert in einem Bericht mit dem Titel „Hinter dem Bündnis der Heuchler (PMOI) und ISIS“ Thierry Maysan, einen bekannten französischen Agenten des Regimes, wie folgt: „Elemente der PMOI kämpfen seit drei Monaten in Syrien und im Irak an der Seite der ISIS-Gruppe und die französische Regierung schickt französische Offiziere, die die Terrorgruppen PMOI und ISIS in Syrien und im Irak ausbilden sollen. … Der französische Geheimdienst, die CIA und Mossad wollen Unsicherheit im Iran verbreiten und setzen die PMOI und Takfiris für ihre Zwecke ein.“ 

Thierry Maysan, den das geistliche Regime einen Spezialisten nennt, reist regelmäßig in den Iran und hat behauptet, die Anschläge vom 11. September 2001 seien von US-Geheimdiensten vorbereitet worden. Im Dezember 2012 traf er sich mit der Habilian Asssociation, einer Abteilung des MOIS, und stellte die lächerliche Behauptung auf, die Witwe von François Mitterrand habe angeordnet, mit dem AIDS-Virus kontaminiertes Blut sollte an die PMOI verkauft werden, damit ihre Mitglieder sich damit selbst vernichteten! 

In den letzten Junitagen zitierten die meisten Medien der Mullahs „irakische Geheimdienstquellen“ wie folgt: „120 Mitglieder der PMOI kämpfen an der Seite von ISIS und der Reste von Saddams Regime in Mossul. … Sie sind aus Frankreich und anderen westlichen Ländern nach Mossul gekommen.“ Abbas al Bayati, ein Maliki nahe stehendes Mitglied des irakischen Parlaments, wiederholte am 1. Juli diese Lügen und sagte: „Die irakische Regierung wird ihnen eine entschiedene Antwort geben.“ Am 5. Juli sagte Awad al-Awady, ein anderer Agent der Mullahs im irakischen Parlament: „Der Anschluss der PMOI an ISIS ist eine Bedrohung der Sicherheit des Irak“ und: „Die irakische Regierung hat das Recht, einen internationalen Haftbefehl gegen die Führung der PMOI durch Interpol ausstellen zu lassen.“ Am 6. Juli schrieb die irakische Zeitung Al-Alam, die Maliki untersteht: „Seit drei Monaten kämpfen PMOI-Mitglieder an der Seite von ISIS in Syrien und im Irak.“ 

Der Auswärtige Ausschuss des Nationalen Widerstandsrates Iran macht in Bezug auf diese bösartige Kampagne die Öffentlichkeit auf Folgendes aufmerksam: 

1.Wie erwähnt, haben die PMOI, der NWRI und die Bewohner von Camp Liberty nie irgendeine Beziehung mit ISIS gehabt. Der iranische Widerstand hat sich nie in die inneren Angelegenheiten des Irak eingemischt und glaubt, dass das Volk des Irak über seine Zukunft selbst entscheiden muss. Dementsprechend hat der iranische Widerstand gegen die Einmischung des iranischen Regimes im Irak immer protestiert und immer dessen bevormundende, destruktive Machenschaften im Irak ans Licht gebracht. Der iranische Widerstand unterscheidet zwischen den legitimen Bedürfnissen der unterdrückten Menschen des Irak und einer extremistischen Gruppe, die sich die jetzige Situation zunutze macht. 

2.Es folgen Bemerkungen, die Frau Maryam Rajavi, gewählte Präsidentin des iranischen Widerstandes, am 27. Juni auf der großen Versammlung von Iranern in Paris, in Anwesenheit von 600 Parlamentariern und prominenten politischen Persönlichkeiten, besonders früheren hochrangigen US-Beamten machte. Sie sagte: „Das iranische Regime versuchte vergebens, gegen die Erhebung des irakischen Volkes anzukommen, indem es die Rebellion von Millionen Irakern zu Terrorakten extremistischer Gruppen umfälschte. Zuvor hatten die Stammesführer und die Menschen des Irak wochenlang und immer wieder jeden Extremismus und Terror, jedes aggressive Vorgehen gegen Zivilisten verurteilt. Sie haben betont, dass sie selbst gegen den Terrorismus und gegen Al-Qaeda im Irak bereits gekämpft hatten und bereit sind, das wieder zu tun. Nicht zu übersehen ist jedoch der Terror der Maliki-Regierung und des iranischen Regimes, der die entscheidende Ursache dieser Situation bildet.“ Sie fügte hinzu: „Es besteht ein international verbreiteter Konsens, dass die Lage im Irak eine Frucht von Malikis autoritärer, unterdrückerischer Politik ist. 

Darum kann es nur eine Lösung geben, und das ist der Sturz Malikis, die Vertreibung des iranischen Regimes aus dem Irak und die Errichtung einer demokratischen, alle Volksgruppen einbeziehenden Regierung.“ 

3.Aus der Sicht der PMOI, selbst eine Organisation von Schiiten, sind Geschichten wie die, es sei ein islamisches Kalifat ausgerufen worden, und Verbrechen wie die Zerstörung von heiligen Schreinen der Schiiten und anderer Religionen nicht nur unmenschlich, sondern sie entsprechen auch genau den Zielen des Mullahregimes und heizen den schiitisch-sunnitischen Konflikt an. Der Präsident des Netzwerks Al-Arabiya schrieb am 6. Juli: „Unserer Meinung nach ist das den Iran beherrschende Mullahregime angeblich der Feind, aber in Wirklichkeit der geheime Verbündete von ISIS. Jedermann weiß, dass Al-Qaeda und ISIS trotz ihrer weitgehend anti-schiitischen Kultur den Interessen des Mullahregimes nie und an keinem Ort in die Quere gekommen sind.“ 

4.Die erwähnten gegen den iranischen Widerstand gerichteten Lügen gehören zu einem Komplott der Mullahs, die Bewohner von Liberty zu vernichten. Am 26. Juni schickte Maliki eine Delegation nach Teheran, die um militärische Unterstützung und Rückendeckung für seine erstrebte dritte Amtszeit als Premierminister bitten sollte. Zur Antwort verlangten Beamte des iranischen Regimes verschärfte Unterdrückung von Camp Liberty. Drei der Offiziere, die an den Massakern von Ashraf, die 2009, 2011 und 2013 verübt wurden, beteiligt waren, sind jetzt zusammen mit Geheimagenten der irakischen Armee an einem Ort nahe Camp Liberty stationiert. An demselben Ort halten sich Agenten der terroristischen Quds-Miliz des iranischen Regimes auf, die nicht Arabisch sprechen. Kürzlich haben irakische Kräfte und Agenten des iranischen Regimes an vierzehn Stellen im Umkreis des Lagers Wachposten eingerichtet. Ihr Zweck ist offensichtlich, denn alle ihre Maschinengewehre sind auf die Bewohner im Lager gerichtet. 

5. Die Dämonisierungskampagne der Mullahs gegen den iranischen Widerstand ist nichts Neues. Am 14. Juni 2014 schrieb die Nachrichtenagentur der Revolutionären Garden (IRGC) über die Irakkrise: Man sollte nicht „vergessen, wie stark und wirksam psychologische Kriegführung ist; durch diese Taktik hat das syrische Regime gute Ergebnisse erzielt.“ Während dieser Zeit wie schon seit eh und je hat das Regime des Iran versucht, durch Vermittlung der irakischen Regierung und anderer „Zuträger“ den USA, den Vereinten Nationen und europäischen Ländern weiszumachen, die PMOI unterstütze ISIS und unterhalte Beziehungen zu der Organisation. Ganz ähnlich behauptete das geistliche Regime vor zehn Jahren, um die PMOI auf der Terrorliste zu halten, die Bewohner von Ashraf schickten Frauen zu Selbstmordattentaten nach Karbala und planten, US-Einrichtungen in der Grünen Zone in die Luft zu sprengen. Dieser Unsinn erwies sich vor einem Gericht der Vereinigten Staaten als jeder Wahrheit bar. Im Jahr 2003 und schon davor behauptete das iranische Regime, die Massenvernichtungswaffen des Irak lägen in PMOI-Basen versteckt. Vorher wurde für die Tötung christlicher Geistlicher (1994), für die in demselben Jahr verübte Sprengung des Schreins von Imam Reza in Mashshad, für das Massaker in Mekka und die Verbrennung des Kabeh im Juli 1987, – für diese und hunderte andere Verbrechen, die alle vom iranischen Geheimdienst und dem IRGC verübt wurden, wurde der PMOI die Schuld gegeben. 

Der Auswärtige Ausschuss des Nationalen Widerstandsrates Iran warnt erneut vor dem bösartigen Komplott des Mullahregimes, in Camp Liberty ein weiteres Blutbad anzurichten. In Anbetracht der schriftlichen Versprechen der Vereinigten Staaten und der Vereinten Nationen, die Sicherheit der Bewohner von Camp Liberty zu garantieren, fordert er die Verantwortlichen auf, sofort das für den Schutz von Camp Liberty Nötige zu tun. 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran 

13. Juli 2014