In den letzten Monaten erschütterte eine Welle sehr professioneller Ermordungen die irakische Zivilgesellschaft und die Politiker, die sich zum Entstehen von Räten und anderen irakischen nationalen und demokratischen Bewegungen zusammengeschlossen hatten, was zum Widerstand gegen die unerklärte Besatzung des Iraks durch das iranische Regime und seiner Verbündeten oder zum gehörenden Terrororganisationen wie die Badr Brigaden und Al Kaida geführt hatte.
Nach einem fehlgeschlagenen Mordversuch am 1. April 2007 an Dr. Abdulla Aljubori, dem früheren Gouverneur von Diyala, der die Kampagnen gegen den vom iranischen Regime staatlich gesponserten Terrorismus im Irak führte und der Ermordung des irakischen Parlamentsmitgliedes Mohammad Hossein Awadh am 12. April 2007 im Parlamentsgebäude – beide Gründungsmitglieder unserer Dialogplattform "IF – Irak mit einer Zukunft" – erlebten wir die Ermordung mehrerer führender Scheichs in den Provinzen Anbar, Basra und Diyala, die für ihre Haltung zum Irak und gegen den religiösen Fanatismus bekannt waren.
Am 9. November wurden Scheich Fayez Lafta Aliwi – ein weiterer persönlicher Freund Europäischer Parlamentarier und enger Mitarbeiter unserer Plattform und der prominenteste Führer des Diyala Awakening Council sowie drei andere Stammesführer des Al-Obeidi Stammes in Al Khalis ermordet. Aus irakischen Quellen, die den Opfern nahe standen, war ein Kind für diese Ermordung benutzt, an dem ferngesteuerte Bomben befestigt waren, ein Niveau terroristischer Fähigkeiten, dass nur der Qoudsarmee der IRGC zuzuordnen ist.
Am 31. Dezember tötete eine von einem Selbstmörder gesteuerte Autobombe mehrere irakische Mitglieder des Awakening Council in Bakuba. Am gleichen Tag, entführten Terroristen gegen Mitternacht Scheich Salman Hamzeh Al-Jabouri und seine Söhne und erschossen sie nur vierhundert Meter von ihrem Haus in Marjaneh, ein Dorf sechs Kilometer von Saadieh in der Diyala Provinz, entfernt. Scheich Salman Hamzeh Al-Jabouri war ein enger Angehöriger unseres Gründungsmitgliedes Dr. Abdullah Aljubori.
Am 13. Januar wurde der Sunnitenführer Uday Al-Nedaway ermordet und sechs seiner Bodygards wurden verletzt, als sein Minibus in einen von einem anderen Fahrzeug absichtlich verursachten Verkehrsunfall verwickelt wurde.
Bereits im Juni 2006 unterschrieben 5,2 Millionen Iraker eine Erklärung und forderten die Ausweisung des klerikalen Regimes aus dem Irak. Mit der Nennung einiger Verbrechen des Regimes im Irak, darunter "Massenmorde, die Ermordung nationaler Persönlichkeiten und der Elite der irakischen Gesellschaft, eine unaufhörliche Welle von willkürlichen Verhaftungen und zahllosen Entführungen", wiederholten die 5,2 Millionen Iraker, dass das iranische Regime "Sicherheit, Leben und Demokratie" in Gefahr bringen und "den Irak an den Rand des Abgrunds" führten.
In der letzten Woche sagte Dr. Saleh Mutlak, der Führer der Irakischen Nationalen Dialogfront, ebenfalls ein regelmäßiger Teilnehmer an den Initiativen des IF in einem Interview mit dem arabisch sprachigen Kanal, al-Rafedin TV -, dass Bagdads Straßen unter der Kontrolle der amerikanischen Armee seien, aber die iranischen Invasoren die meisten Einrichtungen der Regierung unter ihrer Kontrolle hätten. Er fügte hinzu, dass seit der Besatzung Iraks viele neue Institutionen vom iranischen Regime im Irak gebildet worden seien. Um die völlige Besatzung durch den Iran zu verhindern, müssten diese Einrichtungen abgeschafft werden. Er warnte davor, dass ein Rückzug der Multinationalen Eingreiftruppe aus dem Irak ein Vakuum hinterlassen würde, der den Weg für eine solche Besatzung durch das iranische Regime ebnen könne.
Mehrere christliche Führer, darunter der Generalsekretär der irakischen Christlich-Demokratischen Bewegung und andere Führer der Partei zusammen mit dem Generalsekretariat der Chaldeans Party haben ebenfalls die brutale Vorgehensweise gegen die christliche Gemeinschaft durch das iranische Regime und ihre terroristischen Agenten und Verbündeten angeprangert.
Im November verfassten dreihundert Tausend Iraker aus dem Süden – einer Gegend in der vor allem religiöse Muslime mit schiitischer Orientierung – ein Manifest, in dem sie eine Mission der Vereinten Nationen forderten, die die Verbrechen des iranischen Regimes und ihrer Stellvertreter aufdecken soll, weil sie den Süden Iraks fast völlig besetzt halten und sie forderten die Beendigung dieser Besatzung.
Trotz der sehr positiven politischen Entwicklungen aus den USA seit Beginn des Jahres 2007, die sich gegen die iranischen Revolutionären Garden und ihre Angehörigen sowie zugehörige Terrororganisationen im Irak richteten, des Friedensprozesses und der Kooperation mit den irakischen Nationalisten der Awakening Councils und anderer nationaler und demokratischer Kräfte, bleibt die Lage der Iraker sehr gespannt, die überleben und sich im Irak zur Wehr setzen oder gezwungen werden, ihr Heimatland zu verlassen.
IF "Irak mit Zukunft" erinnert daran, dass die nukleare Strategie des iranischen Regimes vor allem mit ihrer Aktivität im Mittleren Osten im Zusammenhang steht. Wie wir im August vergangenen Jahres in der Tageszeitung Kayhan, dem Sprachrohr des Höchsten Führers der Mullahs, Ali Khamenei, lesen konnten, "wird das Schicksal des iranischen Nukleardossiers nicht am Verhandlungstisch entschieden, sondern in den Straßen von Bagdad und Beirut". In diesem Fall stimmen wir völlig mit dem Höchsten Führer Irans überein.
IF "Irak mit Zukunft", eine Dialogplattform von europäischen Parlamentariern und mehreren Führern der irakischen Zivilgesellschaft und der Politik besteht darauf. dass die Autoritäten der Koalition ihrer Maßnahmen verschärfen müssen, um die irakischen Bürger für Terroranschlägen zu schützen und ihre Schuldigen und Agenten an den Pranger stellen müssen, und fordert die Vereinten Nationen, die Arabische Liga und die internationale Gemeinschaft auf, den Überlebenskampf Iraks und den Kampf für die irakische Würde im In- und Ausland zu unterstützen.
Paulo Casaca
Mitglied des Europäischen Parlaments
Strassburg, 15. Januar 2008
Bild : Mohammad Hossein Awadh und Paulo Casaca im Europäischen Parlament, 12. September 2006
