Wednesday, November 30, 2022
StartTerrorregimeTruppen des iranischen Regimes greifen in Mashhad Trauernde mit Tränengas an

Truppen des iranischen Regimes greifen in Mashhad Trauernde mit Tränengas an

NCRI – Die Staatlichen Sicherheitskräfte (Polizei) des iranischen Regimes setzten gegen eine Gruppe von Trauernden, die sich nach dem Tod eines Pop-Sängers in der Stadt Mashhad versammelt hatten,

Tränengas ein. 

Eine staatliche Nachrichtenagentur erklärte: Die Bewohner von Mashhad können in der Stadt mit keinem Konzert rechnen; wenn sie an einem solchen teilnehmen wollen, sollten sie in andere Städte fahren. Und doch hielten die Bewohner der Stadt eine Trauerfeier für einen Pop-Sänger ab, um zu zeigen, daß die ihnen auferlegte Beschränkung erfolglos war.

„Wir sollten nicht vergessen, daß Morteza Pashaei erst 30 Jahre alt war; es war noch nicht so berühmt wie andere in der Musikwelt bekannte Namen. Viele haben von ihm erst gehört, nachdem von seiner Krankheit und seinem Tod berichtet worden war. Doch ohne jedwede Provokation seitens der Nachrichtenmedien setzte eine Tendenz ein, die zeigt, in welche Richtung das Land sich bewegt. 

Dies Ereignis zeigt, daß die vom Regime den sozialen Netzwerken auferlegten Beschränkungen von Grund auf nutzlos sind. Wie in diesem Falle führen auch sonst die Musikern auferlegten Beschränkungen nicht dazu, daß das Volk sein Interesse an der Musik und den Musikern verliert.

Einmal wieder zeigten die sozialen Netzwerke ihre Macht. In einer Reihe von Städten fanden Versammlungen statt, ohne daß das staatliche Fernsehen und die Radiosendungen sie angekündigt oder offizielle Institutionen die Leute zur Teilnahme aufgerufen hätten. Die Trauerfeier für Pashaei wurde von Leuten gefeiert, die mit den sozialen Netzwerken verbunden sind. 

Die Iraner nutzen unter der Herrschaft des repressiven geistlichen Regimes jede Gelegenheit zu Versammlungen – und dies trotz der beständigen Unterdrückungsmaßnahmen der Mullahs, die befürchten, mit jedem Anzeichen von Schwäche ihre despotische Herrschaft zu gefährden. 

Oftmals nehmen Proteste, die aus unpolitischem Anlaß entstehen, politischen Charakter an; dabei fordern die Teilnehmer das Ende der Mullah-Herrschaft. 

Im März dieses Jahres hielten Bewohner einer nördlichen Provinz eine Reihe von öffentlichen Versammlungen ab, um gegen eine vom staatlichen iranischen Sender ausgestrahlte Fernsehserie zu protestieren. Sie protestierten gegen „Pay-e Takht 3’, eine Serie, die viele als aggressiv empfanden. 

Im Februar veranstalteten tausende Iraner von den Bakhtiari-Stämmen in einer Reihe von Städten Massendemonstrationen – verärgert durch die Fernsehserie eines staatlichen Senders, die sie als rassistisch und als Kränkung anderer Völker empfanden. 

Die Serie trug den Titel „Das alte Land“; es handelt sich um die Geschichte des Iran von den 40er Jahren bis zur Machtergreifung der Mullahs im Jahre 1978. Die Bakhtiari behaupten nun, in der Serie würden sie betreffende historische Tatsachen verfälscht. Der Protest führte zu Zusammenstößen mit den Staatlichen Sicherheitskräften; hunderte wurden verhaftet. Darnach sah sich das iranische Regime gezwungen, die Fernsehserie zurückzuziehen.