Saturday, November 26, 2022
StartNWRINWRI-VorsitzenderMaryam Rajavi: Gewaltsame Angriffe gegen Camp Ashraf sind Kriegsverbrechen

Maryam Rajavi: Gewaltsame Angriffe gegen Camp Ashraf sind Kriegsverbrechen

 Maryam Rajavi: Gewaltsame Angriffe gegen Camp Ashraf sind Kriegsverbrechen, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ein sinnloser Versuch Khamenei’s, seine Niederlage bei den iranischen Aufständen zu kompensieren

– 5 Tote, 285 Verletzte, 31 Verhaftete bei den Angriffen der irakischen Einheiten gegen Ashraf
– 13 Personen schwer verletzt; Zugang von Ärzten verweigert
– Bewohner haben seit letzte Nacht einen Hungerstreik begonnen
– Der iranische Widerstand und die Familien der Verwundeten und Getöteten werden Klage beim internationalen Gerichtshof gegen die irakische Regierung und den Premierminister einreichen

NWRI – Die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstandes, Frau Maryam Rajavi, beschrieb die gewaltsamen Angriffe durch irakische Einheiten gegen wehrlose und unbewaffnete Bewohner von Ashraf, welche als geschützte Personen unter der vierten Genfer Konvention gelten, als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und einen Fall von Kriegsverbrechen. Bisher sind 5 Tote, 385 Verwundete und 31 Verhaftete Menschen zu beklagen.

Frau Rajavi ergänzte, dass der iranische Widerstand und die Familien der verwundeten und getöteten Menschen in Ashraf ihren Fall gegen die irakische Regierung und seinen Premierminister, der den Angriff persönlich anordnete, vor ein relevantes Tribunal bringen wird.

Frau Rajavi betonte, dass die Verantwortung für den Schutz der Bewohner von Ashraf weiterhin bei den USA liegt und dass sie zu einem Eingreifen des UN Sicherheitsrates und der Menschenrechtsorganisationen auffordert, damit weitere Ermordungen von Ashrafbewohnern verhindert werden.

Sie ergänzte, dass der Angriff auf Geheiß des iranischen Regimes und seinem obersten Führer, Ali Khamenei, angeordnet wurde, der damit einen sinnlosen Versuch unternimmt, seine demütigende Niederlage bei den landesweiten Aufständen zu kompensieren. Dennoch hat er darin versagt, wenn er denkt, mit Brutalität im Irak gegen die Bewohner von Ashraf könne er die Stärke der iranischen Menschen in ihren Aufständen für die Freiheit verringern.

Die Angriffe von irakischen Einheiten gegen Ashraf begannen um 15 Uhr Ortszeit. Die Zahl der Angreifer stieg auf fast 2000 an und ihnen folgte das Schießen von scharfer Munition und das Abfeuern von Tränengas, Pfefferspray, kochend heißem Wasser und Blendgranaten. Irakische Bulldozer und gepanzerte Fahrzeuge zerstören die Tore, Zäune und Mauern des Camps, während Fußsoldaten von verschiedenen Punkten aus in das Camp strömten.

Die Namen der bei den Angriffen getöteten sind: Farzin Zamani, Mehrdad Niksiar, Mohammad-Reza Bakhtiari, Mehrdad Rezazadeh und Amir Khayeri. Dreizehn Verwundete sind in kritischen Zustand und stehen am Rande des Todes. Trotz allem verhindern die irakischen Einheiten den Zugang von Ärzten. Die Bewohner von Ashraf bitten die US Streitkräfte, die vor Ort und Augenzeuge der Verbrechen der irakischen Einheiten sind, die Verwundeten in das Militärkrankenhaus von Balad zu bringen. Bisher ist dies nicht geschehen.

Der iranische Widerstand hält die irakische Regierung und seinen Premierminister, Nuri al-Maliki, persönlich für den Tod und die Verwundung der Personen in Ashraf verantwortlich. Einer der Verletzten verlor in den Morgenstunden sein Leben, weil es nicht genügend medizinische Versorgung gab. Frau Zohreh Qaemi, die stellvertretende Generalsekretärin der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK), ist unter den Verwundeten.

Die Agenten des iranischen Regimes haben ebenfalls einige Fahrzeuge der Ashrafbewohner gestohlen und wie es Zivilbeamte der Revolutionsgarden im Iran tun, haben sie die Scheiben der Fahrzeuge eingeschlagen und die Reifen mit Messern und Dolchen zerstochen, Bäume entwurzelt und Befestigungen zerstört. Sie haben große Angst vor jedem, der Fotos macht oder Videos von ihren brutalen Angriffen aufnimmt. Sie verhindern auch, dass Fahrzeuge mit Verwundeten die Straßen benutzen und sie schlagen Passanten mit der Drohung, sie zu töten. An dem Haupttor von Ashraf wurde ein 1,5 Meter hoher Erdwall aufgeschüttet, um den Verkehr zu behindern. 

In der letzten Nacht begannen die Bewohner von Ashraf einen Hungerstreik und sie werden ihn fort führen, bis ihre rechtmäßigen Forderungen erfüllt sind. Unter den Forderungen befindet sich auch, dass die irakischen Einheiten Ashraf verlassen, die entführten Personen frei gelassen werden, Ashraf durch die US Streitkräfte geschützt wird, dass Anwälte und internationale Menschenrechtsorganisationen vor Ort sind, dass Vertreter des UN Sicherheitsrates oder des UN Generalsekretärs in Ashraf sind, die irakische Regierung die Resolution des EU Parlamentes vom 24. April anerkennt und dass die Verantwortlichen der gestrigen Angriffe vor ein internationales Gericht gestellt werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
29.7.09