Monday, December 5, 2022
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Empörung der internationalen Presse über die Wiederaufnahme der Atomforschung im Iran

ImageNWRI – Nicht nur die Politiker in den westlichen Industrieländern sind über die Wideraufnahme der Atomforschungsarbeiten im Iran empört, sondern auch die internationale Presse.

"Im Ausland vertraut niemand mehr auf die Versicherungen des Iran", schreibt die römische Zeitung „La Repubblica“ und fährt fort: "Dies ist auch deshalb so, weil es als paradox erscheint, dass eines der weltweit größten Erdölländer Milliarden ausgeben will, um elektrische Energie aus dem Atom zu gewinnen".

Die Wiener Zeitung "Die Presse" fordert von der EU ein gemeinsames Handeln gegen Iran im Atomkonflikt. "Iran hat verheimlicht, getäuscht und gelogen. Doch nach wie vor gibt es Naivlinge, die den Beteuerungen des islamistischen Regimes glauben, es wolle bloß Strom und keine Waffen herstellen," schreibt das Blatt. "Schlimmer noch sind die Mullah-Versteher, die gar nichts dabei fänden, wenn Iran Atombomben hätte. Israel habe doch auch welche, sagen sie in ihrem falschen Gerechtigkeitsempfinden zumeist. Und übersehen, dass in Teheran Herrschaften an der Macht sind, die nachweislich Terroristen unterstützen und Israel bei jeder unpassenden Gelegenheit die Vernichtung an den Hals wünschen," kommentiert "Die Presse" weiter.

Die französische Tageszeitung "Libération" fordert "ein internationales Zusammengehen, um Teheran vor den Sicherheitsrat zu bringen. Das wäre das einzige, was die Iraner zur Umkehr zwänge".

Kritik an der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) hagelt es aus Großbritannien: Die britische Zeitung "Daily Telegraph" schreibt: "Auf Irans unilaterale Entscheidung zur Wiederaufnahme der Urananreicherung hat die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), die im Auftrag der Vereinten Nationen die Nuklearaktivitäten der Ajatollahs kontrollieren soll, erwartungsgemäß lahm reagiert". Das Blatt schreibt weiter: "Behördenchef El Baradei hätte sagen sollen, dass die jüngste Provokation Teherans nun das Fass zum Überlaufen bringt und dass er dem IAEO-Verwaltungsrat in Wien nun empfiehlt, das Iran- Problem dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen als höchst dringliche Angelegenheit zu übertragen".