Sunday, January 29, 2023
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Internationale Energieagentur hält Ölausfall aus Iran für unkritisch

Internationale Energieagentur hält Ölausfall aus Iran für unkritischZumindest für 18 Monate könne man den Ausfall ohne Probleme kompensieren.

"Sollte es jemals, aus welchem Grund auch immer, einen Ausfall der iranischen Ölversorgung geben, so könnten die von der IEA verwalteten strategischen Vorräte diese während eineinhalb Jahren ersetzen", sagte IEA-Exekutivdirektor Claude Mandil im französischen Radiosender BFM.

Mit Blick auf Teherans umstrittene Atompläne sagte Mandil, die Länder, die mit Iran verhandelten, brauchten sich "nicht wegen eines möglichen Verlustes des iranischen Öls zu sorgen". Die Drohung mit einem Lieferausfall sei "eine Waffe für niemanden". Die iranischen Rohölausfuhren bezifferte Mandil auf 2,7 Millionen Barrel täglich.

Die IEA wurde 1974 nach dem ersten Ölschock gegründet, um die Energieversorgung der Industriestaaten in Krisenzeiten sicherzustellen. Um ihr Handlungsspielraum zu geben, müssen die IEA-Mitglieder Öl-, Benzin- und Heizölvorräte für mindestens 90 Tage bunkern.

Insgesamt verfügen die 26 IEA-Mitgliedstaaten über knapp vier Milliarden Barrel an Reserven, von denen ein Drittel als Krisenvorräte gelten. Zuletzt wurde der Krisenmechanismus im vergangenen Jahr in Gang gesetzt, um nach dem Hurrikan "Katrina" die Ölversorgung zu sichern. Wie die mit ihr verschwisterte Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) sitzt die IEA in Paris.