Saturday, February 4, 2023
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Live Bericht: Europäische Politiker rufen EU zur Anerkennung des Massakers von 1988 im Iran als Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf

Zum Anlass des Internationalen Tages für Menschenrechte am 10. Dezember nahm eine Gruppe von bekannten europäischen Politikern an einer Konferenz teil, in der es um die sich verschlechternde Menschenrechtslage im Iran ging. Abgeordnete des EU Parlamentes riefen die Union und seine Mitgliedsstaaten auf, das „Massaker von 1988 als Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ anzuerkennen.
Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstandes, nahm ebenfalls an der Veranstaltung in virtueller Form teil und war die Hauptrednerin.
Bei der Veranstaltung am Dienstag betonten die Teilnehmer, dass Raisi, der „Henker des Massakers von 1988“, im Juni der iranische Präsident geworden ist und sich seitdem die schlechte Menschenrechtslage im Iran noch einmal verschlechtert hat.
Die Konferenz forderte von der internationalen Gemeinschaft, eine unabhängige Untersuchung über das Massaker von 1988 an über 30.000 politischen Gefangenen sowie über andere Verbrechen zu beginnen, welche das Regime verübt hat, unter andere die brutale Ermordung von über 1500 friedlichen Demonstranten bei dem Aufstand vom November 2019.

Auf dieser Seite finden sie einen Livebericht der Veranstaltung. Er wird im Laufe des Tages aktualisiert:


Javier Zarzalejos, EU Abgeordneter aus Spanien und Vize – Vorsitzender des Spezialkomitees für ausländische Einflussnahme im demokratischen Prozess der EU und Desinformation

Das Regime der Islamischen Republik Iran hat schlimmste Menschenrechtsverbrechen wie willkürliche Verhaftungen von Menschenrechtsverteidigern, Journalisten, Bürgern mit doppelter Staatsangehörigkeit, Entführungen, willkürliche Strafen, Folter, Geschlechterdiskriminierung und geheime Hinrichtungen begangen. Diese Dinge werden auch von seinen Gesetzen und seinen sozialen Vorgaben unterstützt, zu denen unter anderem Steinigungen zählen. Es nutzt zudem exzessive Gewalt bei landesweiten Protesten.
Dieses Treffen ist wichtig, weil wir hier die EU und ihre Mitgliedsstaaten auffordern wollen, eine entschlossene Politik gegenüber dem Iran zu beginnen. Es ist wichtig, dass aus Worten Taten werden und dass das Massaker von 1988 als Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannt wird. Weiterhin fordern wir die internationale Gemeinschaft auf, die Verantwortlichen dieser Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen.


Maryam Rajavi, gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrat Iran

Das Massaker an 30.000 politischen Gefangenen im Jahr 1988 ist das Grausamste unter den zahllosen Verbrechen der Mullahs. Und dieses Verbrechen findet immer noch statt.
Das Massaker basierte auf zwei Dekreten von Chomeini, in denen zum Massaker an allen Gefangenen aufgerufen wurde, welche die Volksmojahedin Iran unterstützen.
Es war ein offensichtlicher Fall des Genozids, dem die Hinrichtung anderer politischer Gruppen folgte.
Einer der Verantwortlichen des Massakers von 1988 steht seit einigen Monaten in Stockholm vor Gericht. Das Gericht ließ auch in einem Gericht in Durres in Albanien Zeugenaussagen von mehreren Mitgliedern der PMOI aus Ashraf 3 aufnehmen, die dort als Kläger auftreten.
Dieser Henker gab eine wichtige Sache zu:“ Jeder, der über die PMOI spricht, wird verhaftet und die Justiz nimmt dies extrem ernst.“
Seit mehreren Jahrzehnten, in denen die Mullahs im Iran herrschen, ist es verboten, den Namen der PMOI zu erwähnen. Dieses Verbot ist ein Aspekt des Genozids gegen die PMOI gewesen.
Im Juni wählte Khamenei einen der zentralen Verantwortlichen des Massakers von 1988 als Präsident des Regimes aus.
Die Menschen im Iran begannen daraufhin eine Bewegung, die zur Gerechtigkeit aufrief und in der gefordert wurde, Khamenei und Raisi für diesen Genozid und für Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuklagen.
Die Inaktivität Europas seit diesem Aufruf hat das Regime bei der Fortsetzung seiner Verbrechen ermutigt.
Was die internationale Gemeinschaft betrifft, diente seine Stille und Inaktivität gegenüber den brutalen Verbrechen die iranischen Herrscher dazu, das Regime zu beschwichtigen.
Im September 2020 stellten sieben UN Sonderbeauftragte in einem wichtigen Brief diese schamlose Politik dar. Sie erinnerten daran, dass es trotz einer Resolution der UN Vollversammlung im Dezember 1988 bezüglich des Massakers keine weiteren Aktionen der Vollversammlung oder des Menschenrechtsrates gab.
Diese Inaktivität hat das iranische Regime ermutigt und die Menschenrechtssituation im Iran verschlechtert. Die europäischen Regierungen bleiben still und schauen mit einem blinden Auge auf das Abschlachten von Gefangenen und die Niederschlagung von Protesten und somit geben sie dem Regime grünes Licht, mit seinen Verbrechen fortzufahren.
Sie denken, die Menschenrechtsverbrechen würden sich auf die Grenzen des Iran limitieren lassen, doch die Erfahrungen der vergangenen drei Jahrzehnte haben gezeigt, dass dies eine falsche Sichtweise und eine fehlgeleitete Politik ist.
Die Mullahs sehen eine solche Handlungsweise als Zeichen von Schwäche an. Sie realisieren, dass ihr Weg zu Kernwaffen und der Destabilisierung der nationalen Souveränität im Mittleren Osten ihnen weitere Optionen gibt.


Im letzten Jahr hat ein belgisches Gericht einen der Diplomaten des Regimes zu 20 Jahren Haft für einen geplanten Bombenanschlag auf die jährliche Versammlung des NWRI in Paris verurteilt. Wäre der Anschlag erfolgreich gewesen, hätte es fatale Auswirkungen gehabt. Warum hat Europa keine ernsthaften Schritte gegen diesen Akt des staatlichen Terrorismus unternommen? Warum hat Europa nicht die Straffreiheit für die herrschenden Mörder im Iran beendet?
Kürzlich hat das höchste Gericht in der Schweiz angewiesen, die Ermordung von Professor Kazem Rajavi von 1990 durch das iranische Regime weiter zu untersuchen und die Tötung des Vertreters des NWRI in der Schweiz als Fall des Genozids und Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzusehen.
Ich fordere die internationale Strafverfolgung der Anführer des iranischen Regimes.
Ich hoffe, dass ihre Kapazitäten als Vertreter der Menschen in Europa dazu genutzt werden, die Würde Europas zu verteidigen, indem die Politik der Beschwichtigung beendet und sich an die Seite der Menschenrechte des iranischen Volkes gestellt wird.
Ich fordere sie auf, die Führung zu übernehmen und eine Bewegung zu beginnen, in der Europa an der Seite des iranischen Volkes und der Familien und Überlebenden von 30.000 massakrierten politischen Gefangenen in 1988 steht. Diese Bewegung muss auch an der Seite der protestierenden Jugendlichen und Frauen stehen, den unschuldigen Kindern von Isfahan, die von Geschossen der IRGC erblindet sind.
Ich fordere sie vor allem auf, dass sie eine Resolution im EU Parlament verabschieden, welche das Massaker von 1988 als Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkennt.
Ich fordere die Unterstützung des Wunsches des iranischen Volkes nach der internationalen Strafverfolgung von Khamenei und Raisi für ihre Teilnahme an dem Massaker von 1988 und den Ermordungen vom November 2019.
Und ich fordere die Regierungen in Europa auf, die Beziehungen und Gespräche mit dem klerikalen Regime davon abhängig zu machen, dass sie die Inhaftierungen, Folterungen und Hinrichtungen von Demonstranten in den Gefängnissen beenden.


Milan Zver, EU Abgeordneter aus Slowenien, Vizevorsitzender des Komitees für Kultur und Bildung

1988 ordneten Todeskomitees im Iran die Massenermordung von politischen Aktivisten an. Diese Todeskomitees bestanden aus vier Personen. Ebrahim Raisi, der aktuelle Präsident, war einer der vier Mitglieder in einer Todeskommission.


Marco Campomenosi, EU Abgeordneter aus Italien

Wir sprechen heute hier über das Massaker von 1988 und andere Menschenrechtsverstöße, doch ich bin auch der Vertreter einer Delegation für den Irak und möchte meine Erfahrungen diesbezüglich mit ihnen teilen. Was der Iran seinen eigenen Bürgern antut, ist auch für die Menschen im Irak wichtig. Im Irak sorgen politische Bewegungen und Milizen im Irak, die vom Iran geleitet werden, dafür, dass die Wahlergebnisse nicht respektiert werden.


Juan Fernando LÓPEZ AGUILAR, EU Abgeordneter aus Spanien, Vorsitzender des Komitees für zivile Freiheiten, Gerechtigkeit und innere Angelegenheiten

Wir müssen die Todesstrafe in der ganzen Welt bekämpfen. Der Iran sollte die Todesstrafe beenden und wir sollten dies als Bedingung für Beziehungen mit ihm setzen. Wir müssen auch das Massaker von 1988 untersuchen.


Anna Fotyga, EU Abgeordnete aus Polen, Außenministerin (2006 – 2007)

Schritt für Schritt waren wir in der Lage, dem Wunsch des iranischen Volkes nach eigener Souveränität, Unabhängigkeit und einem demokratischen Staat zur Seite zu stehen. Wir wünschen ihnen alles Gute. Die aktuellen Prozesse in Schweden und Ashraf 3, wo frühere Gefangene aussagen, geben uns Hoffnung für einen Durchbruch. Wir treten auch in verschiedenen Formaten vor die UN. Wir erinnern an das Treffen in Paris und verurteilen den Einsatz der Diplomatie der Islamischen Republik für die Ausführung von staatlich organisiertem Terrorismus. Die UN Abteilungen zur Bekämpfung von Terrorismus haben nicht genug Möglichkeiten, um gegen autokratische Regime vorzugehen, die Terrorismus finanzieren.


Diejenigen, die mit dem Regime Geschäfte machen möchten, möchte ich darauf hinweisen, dass 80 Prozent der iranischen Wirtschaft unter der Kontrolle der Revolutionsgarden (IRGC) stehen, die für Attentate und Massenermordungen gegenüber Landsleute verantwortlich ist. Wir müssen nicht nur verurteilen, sondern auch sicher stellen, dass niemand straffrei davon kommt, selbst in den höchsten Positionen.


Patrizia Toia, EU Abgeordnete aus Italien, Vize – Vorsitzende des Komitees für Industrie, Forschung und Energie, frühere Ministerin

Wir wollen die Rechte der Iraner verteidigen, vor allem der tapferen Frauen, die in den letzten 40 Jahren diesen Kampf angeführt haben. Ich bewundere die jungen Frauen, die ihr Leben für einen freien Iran geopfert haben. Vor zwei Jahren massakrierte das Regime 1500 Menschen bei Protesten. Heute sehen wir ähnliche Gewalt gegen Demonstranten in Isfahan.


Die Menschenrechtslage im Iran ist noch schlechter geworden. Wir müssen uns dieser Situation anpassen. Wir müssen echte Untersuchungen über erzwungenes Verschwinden und Massaker starten. Wir müssen das globale Magnitsky Recht einsetzen, um Menschenrechtsverletzer zu verfolgen.


Petri Sarvamaa, EU Abgeordneter aus Finnland, Vize- Vorsitzender des Komitees für Budgetkontrolle

Leider gab es in den letzten Wochen weniger Aufmerksamkeit für die Aufstände in Isfahan und anderen Provinzen des Landes als für die Atomgespräche in Wien, die ohne jegliches Ergebnis endeten.


Ein Mann, der das Blut von 30.000 politischen Gefangenen an den Händen hat, die 1988 massakriert wurden, ist nun der Präsident des Landes, ein Präsident, der nicht vom Volk gewählt, sondern vom obersten Führer aufgestellt wurde. Die Weltgemeinschaft muss darauf sofort reagieren. Die EU muss eine Position einnehmen, die seinem Globalen Menschenrechtssanktionsregime entspricht. Doch das sehen wir nicht und ich fühle, dass unsere demokratischen Prinzipien verraten werden.


Uns sollte bewusst sein, dass die Mullahs die falsche Idee verbreiten wollen, dass es keine Alternative zum herrschenden System im Iran gibt, doch es gibt eine gut organisierte und gut vorbereitete Alternative, die von Frau Rajavi angeführt wird.
Wir rufen daher die EU Vertreter und Anführer auf, sich an die Seite des iranischen Volkes und dieser Alternative zu stellen. Das EU Parlament kann hierbei eine zentrale Rolle spielen.
Wir müssen die Widerstandseinheiten im Iran wissen lassen, dass wir an ihrer Seite stehen. Wir müssen ihre tapferen und mutigen Aktionen würdigen, für die sie ihr Leben riskieren. Die Geschichte wird sich daran erinnern, wer für Freiheit und Demokratie in ihrem Heimatland einstand und wir im EU Parlament sollten auf dieser Seite stehen.


Stanislav Polcak, EU Abgeordneter aus Tschechien

Es ist unsere Verantwortung als Abgeordnete des EU Parlamentes, euren Widerstand zu unterstützen. Das iranische Regime kann nicht länger unser Partner sein. Wir kennen dieses Regime, wir kennen seine Massaker und seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich unterstütze eure politische Bewegung für einen freien und demokratischen Iran.


Isabel Benjumea, EU Abgeordnete aus Spanien

Es ist unsere Pflicht, unsere Werte nicht nun in unseren Ländern zu verteidigen, sondern in aller Welt. Daher müssen wir die Proteste im Iran unterstützen und das Leid des iranischen Volkes verurteilen. Das Massaker von 1988 war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Große Menschenrechtsverletzungen finden auch jetzt im Iran statt. Viele Abgeordnete im EU Parlament unterstützen ihre Bewegung. Wir müssen den Druck auf die internationale Gemeinschaft erhöhen, damit auch sie die Menschenrechtsverletzungen im Iran durch das Regime verurteilt.


Liudas MAŽYLIS. Abgeordneter des EU Parlamentes aus Litauen

Wir unterstützen ihren Kampf um Freiheit, freie Wahlen, das Ende der Todesstrafe und für Frauenrechte. Wir unterstützen ihren Kampf um Freiheit und Demokratie.


Helmut Geukingk, EU Abgeordneter aus Deutschland

Wir können ein Regime wie das im Iran nicht tolerieren. Wir müssen schauen, wie es im Iran einen Weg für einen Wandel gibt. Es ist unsere Pflicht, diesen Wandel zu unterstützen, doch der Wandel selbst muss vom iranischen Volk kommen. Was heute im Iran passiert, hat nichts mehr mit Religion zu tun. Wir müssen schauen, wie wir einen Regimewandel durch das iranische Volk erreichen können. Wir stehen an ihrer Seite, wir sind bei ihnen.


Alejo Vidal Quadras, früherer Vizepräsident des EU Parlamentes, Vorsitzender des ISJ

Tausende politische Gefangene sitzen in den iranischen Gefängnissen. Sie wurden durch die IRGC oder die Bassidsch verhaftet und sie erleben Folter oder gar schlimmeres unter den Händen dieser Schlächter. Wir müssen unseren Druck auf den European External Action Service erhöhen und die EU Mitgliedsstaaten zu einer Änderung ihrer Politik gegenüber der totalitären iranischen Theokratie bewegen. Die iranischen Kleriker haben nie ihre Unterstützung für den Terrorismus im Mittleren Osten, ihre Menschenrechtsverletzungen im Iran und ihre Verstöße gegen des JCPOA beendet. Sie haben nie die Verantwortung für das Massaker von 1988 an PMOI/MEK Mitgliedern übernommen, welches Chomeini anwies und was eines der schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit nach dem 2. Weltkrieg war. Die Hohen Vertreter der europäischen Politik bleiben bei ihrer schwachen und feigen Politik im Umgang mit der grausamsten Diktatur der Welt. Und das hat das Regime dazu ermutigt, seine Terroranschläge weiter ausführen zu lassen.


Der Bombenanschlag auf die jährliche Versammlung des iranischen Widerstandes in einem Vorort von Paris ist das aktuellste Beispiel für den Terrorismus des Regimes.
Man kann keine ernsthaften und sinnvollen Geschäfte mit einem korrupten Regime machen, dessen Wirtschaft kurz vor dem Kollaps steht.
Wir müssen an unserem Kampf für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte im Iran festhalten.


Petras AUŠTREVIČIUS, EU Angeordneter aus Litauen

Was in den Gefängnissen im Iran 1988 geschah, war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ein Genozid. Die Aussagen von Überlebenden haben belegt, dass der aktuelle Präsident des Iran persönlich an den systematischen und außergerichtlichen Hinrichtungen beteiligt war.
Wir erwarten vom Hohen Vertreter Borrel, dass er das Massaker von 1988 als Genozid anerkennt und eine Untersuchung des Verbrechens gegen die Menschlichkeit beginnt, damit die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
Der iranische Widerstand macht große Fortschritte in der Welt, um das Regime für seine Menschenrechtsverletzungen zur Verantwortung zu ziehen. Die Vereinten Nationen und die Menschenrechtsorganisationen, müssen alles tun, damit diese Kriminellen angeklagt werden.


Raffaele FITTO, EU Abgeordneter aus Italien

Wir alle wollen einen anderen Iran sehen, der keine Kernwaffen hat oder nach ihnen strebt. Die Menschenrechtsverletzungen durch das iranische Regime gehen weiter. Am 26. November griff es friedliche Demonstranten in Isfahan an und bestätigte dabei seine Brutalität. Das Regime kämpft ums Überleben. Dies ist ein wichtiger Moment in der Geschichte des Iran. Es ist wichtig, nun die richtige Politik auf beiden Seiten des Atlantik in Hinsicht auf die Menschenrechte und das Atomprogramm des Regimes einzunehmen. Wir müssen Sanktionen verhängen, damit das Regime die Verhandlungen nicht ausnutzen kann, um sein Atomprogramm voran zu treiben.


Isabella Tovaglieri, EU Abgeordnete aus Italien, Mitglied im Komitee für Frauenrechte & Gleichberechtigung

Die Frauen stehen im Iran an vorderster Front. Dies ist eine Bewegung, die von Frau Rajavi angeführt wird. Die Frauen haben verschiedene Rollen im Widerstand und das gibt uns viel Hoffnung für einen zukünftigen Iran. Ich unterstütze den Kampf der Frauen im Iran für Freiheit und Demokratie.


Wir müssen uns daran erinnern, dass der Iran ein Land ist, welches eine zentrale Rolle für die Stabilität in der Region spielt. Der Kampf gegen ein fundamentalistisches Regime ist daher auch unser Kampf.


Franc BOGOVIČ, EU Abgeordneter aus der Slowakei

Die Europäische Union muss an der Seite des iranischen Volkes stehen, welche das iranische Regime und seinen mörderischen Präsidenten Ebrahim Raisi ablehnt. Raisi muss für seine Beteiligung an der Hinrichtung von Tausenden PMOI Mitgliedern und anderen Aktivisten strafrechtlich verfolgt werden. Die Proteste von Landwirten in Isfahan und in anderen Städten zeigen uns, dass das iranische Volk einen Wandel will. Die Widerstandseinheiten helfen dem Volk dabei, dieses Ziel zu erreichen. Sie verdienen unsere Unterstützung.
Ich fordere meine Kollegen auf, das iranische Volk zu unterstützen und die Beschwichtigung des Regimes abzulehnen. Die IRGC muss als terroristische Organisation eingestuft werden, weil sie Demonstranten auf den Straßen im Iran erschießt.
Ich fordere Borrell auf, eine Untersuchung des Massakers von 1988 und die Rolle von Raisi in ihm zu beginnen.


Anna Bonfrisco, EU Abgeordnete aus Italien, Mitglied im Auswärtigen Komitee

Der Umgang der internationalen Gemeinschaft mit den Verbrechen des iranischen Regimes ist enttäuschend. Raisi spielte eine zentrale Rolle beim Massaker von 1988 als Mitglied in einem Todeskomitee. In der ersten Hälfte des Jahres wurden mindestens 112 Menschen hingerichtet. Unsere Verpflichtung zum Ende dieses Genozid ist unsere Pflicht.


Das Regime nutzt seine Verbündeten im Mittleren Osten, um sich in regionale Länder einzumischen und das Atomprogramm des Regimes hat militärische Aspekte.


Veronika Vrecionova, EU Abgeordnete aus Tschechien

Es ist unsere Pflicht, die Gräueltaten des iranischen Regimes zu verurteilen. Frau Rajavi kämpft für die Freiheit im Iran. Ich unterstütze sie in ihrem Kampf.


Radka MAXOVÁ, EU Abgeordnete aus Tschechien

Das iranische Volk ist zu lange unterdrückt worden. Ich mache mir Sorgen um die Lage der iranischen Frauen. Die Verschlechterung der Menschenrechtslage im Iran geht weiter. Die Menschenrechte sollten immer an erster Stelle stehen.


Giulio Terzi, früherer italienischer Außenminister

Wir sind hier, um unser vollstes Vertrauen in die einzig mögliche Alternative vom iranischen Regime zu zeigen, dessen Bewegung von Maryam Rajavi angeführt wird. Die MEK und der 10 – Punkte Plan von Frau Rajavi ist der perfekte Weg, um Freiheit im Iran zu erlangen und den Iran in ein demokratisches und nicht – atomares Land mit akzeptablen Arbeitsbedingungen und einem Respekt der Umwelt zu verwandeln. Das Regime muss für den Genozid an politischen Gefangenen 1988 zur Rechenschaft gezogen werden, allen voran Präsident Ebrahim Raisi.


Die UN muss Licht in das Massaker von 1988 bringen. Die Familien der Opfer müssen Gerechtigkeit erfahren.
Es gibt keinen Raum mehr für Ausreden. Die Vertreter haben eine moralische Pflicht, die Menschenrechtsverletzungen des Regimes zu verurteilen.
Das EU Parlament sollte sich auch der Diffamierungs- und Desinformationskampagne gegen die MEK durch das iranische Regime und seiner Söldner annehmen, auch in den Medien. Es ist ein grässliches Verbrechen, dass strafrechtlich verfolgt werden muss.


Struan Stevenson, früherer EU Abgeordneter, Präsident der Delegation des Europäischen Parlamentes für Beziehungen mit dem Irak 2009 – 2014

Das theokratische Regime im Iran versuchte diese Woche wieder, mit seinem Team in Wien die USA damit zu täuschen, angeblich am JCPOA teilzunehmen und sie dafür mit Forderungen zu überschütten, welche der greise oberste Führer Ajatollah Ali Khamenei und der Schlächter bzw. neue Präsident Ebrahim Raisi aufstellten, die für die Biden Administration unmöglich zu erfüllen sind. Sie wollen eine sofortige Aufhebung aller Sanktionen, selbst wenn es ihre Stellvertreterkriege im Mittleren Osten betrifft, was Biden niemals politisch verkaufen könnte.
Sie wollen auch eine Garantie, dass keine zukünftige US Administration sich aus dem Deal zurück ziehen kann. Auch diese Garantie kann der US Präsident nicht geben. Die Mullahs nutzten die Zeit, um ihre Anreicherung auf 60% zu erhöhen und sie sind nun nur noch einen Schritt von waffenfähigem Uran entfernt und es ist nun mehr als offensichtlich, dass sie Kernwaffen besitzen wollen und das die Verhandlungen in Wien nur dazu dienten, eine Maskerade vor dem Westen aufrecht zu erhalten, welche die Realität verdeckt.
Das JCPOA ist tot und in solchen Gewässern wäre Josep Borrell gut beraten, die Beschwichtigungspolitik gegenüber diesem Regime zu beenden und stattdessen alle Kraft darauf zu verwenden, das iranische Volk bei seinem Wunsch nach


Pauolo Casaca, früherer EU Abgeordneter

Dieser Arbeit kann nicht beendet werden, so lange dieses kriminelle Regime im Iran nicht vor einem internationalen Gericht steht. Es gibt keine Alternative zu diesem Weg. Es ist die Pflicht der gesamten internationalen Gemeinschaft, alle zu belangen, welche an einem Genozid beteiligt waren. Denjenigen, die immer noch an der Beschwichtigung festhalten, muss man sagen, dass Raisi ein Krimineller und ein Schlächter ist. Er war persönlich an einem Genozid beteiligt. Der Zirkus um die Atomverhandlungen bedeutet, dass die internationale Gemeinschaft dort dem Regime Legitimität verleiht. Unter dem Banner des Friedens in der Welt wird denen Absolution erteilt, die Krieg verbreiten und einen Genozid begehen. Das Regime mordet derweil die Menschen in Isfahan, so wie es das schon immer tat. Dies wird nur enden, wenn die internationale Gemeinschaft sich endlich ernsthaft um dieses Problem kümmert.