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Die Gefahr von Wanderdünen im Iran

Wüsten bedecken 907.293 km² der iranischen Landschaft. Sanddünenfelder sind über die ariden und semiariden Gebiete des Iran verstreut. Die Bewegung von Sanddünen verursacht jedes Jahr schwere Schäden an der Infrastruktur und an ländlichen Siedlungen.

Die Identifizierung aktiver Dünen und die Überwachung von Gebieten mit wanderndem Sand sind wichtige Voraussetzungen für die Minderung dieser Schäden. Diese trockenen Weiten, die durch hoch aufragende Sanddünen und extreme Temperaturen gekennzeichnet sind, haben seit Jahrhunderten die Fantasie von Forschern und Reisenden angeregt.

Doch hinter der atemberaubenden Schönheit dieser Wanderdünen verbirgt sich eine vielschichtige und oft unterschätzte Gefahr: Wanderdünen.

Die meisten Sanddünen gibt es in und um die Wüsten Dasht-e-Kavir und Lut im Iran. Die Dasht-e-Kavir-Wüste ist größtenteils unbewohnt und die größte Wüste in der nördlichen Zentralregion, die vor allem durch verkrustete Salzrücken und salzige Sümpfe gekennzeichnet ist.

Der Iran mit seinen vielfältigen Landschaften und seiner reichen natürlichen Schönheit beherbergt einige der beeindruckendsten Wüsten der Welt. Diese sich ständig verändernden Sandmassen mögen harmlos, ja sogar bezaubernd erscheinen, doch sie stellen eine erhebliche Bedrohung für die Umwelt und die in ihrer Nähe lebenden Menschen dar. Dieser Artikel befasst sich eingehend mit den Gefahren, die von diesen dynamischen Wüstengebilden ausgehen, mit der Gefahr von Wanderdünen und den Folgen, die sie mit sich bringen.

Die Wüsten sind dynamisch:

Die Wüsten Irans sind geologische Wunder, die über Millionen von Jahren durch Wind- und Wassererosion geformt wurden. Sie zeichnen sich durch hoch aufragende Dünen aus, die sich wie Berge erheben und deren Silhouetten sich unter der unerbittlichen Kraft der Natur verändern.

Diese Wüsten erstrecken sich über weite Teile des Landes und nehmen etwa ein Fünftel der gesamten Landfläche ein. Die größten Wüsten des Irans sind die Dasht-e Kavir (Große Salzwüste) und die Dasht-e Lut (Lut-Wüste). Die Lut-Wüste im Südosten Irans ist von Bergen umgeben, die die Bildung und Morphologie des Yalan (Lut)-Sandmeeres beeinflussen. Es ist das größte Sandmeer des Landes, das durch Winde in mehreren Richtungen und eine besondere Topografie entstanden ist.

Das Jazmorian Sand Sea, das zweite große Sandmeer des Landes, erstreckt sich nördlich und südlich des Jazmorian ephemeral Salt Lake. Es besteht aus zwei Teilen: einem Teil südlich des ephemeren Sees zwischen Iranshahr und Qalaeh Ganj in der Provinz Sistan und Belutschistan und einem kleineren Teil nordwestlich des ausgetrockneten Sees, dem Rudbar-Dünenfeld in der Provinz Kerman.

Die Sanddünen von Sistan haben ihren Ursprung in den Hamouns-Seen im Iran und erstrecken sich bis zum Sandmeer von Registan im Süden Afghanistans und werden stark vom 120-Tage-Wind beeinflusst.

Weitere Dünengebiete sind das Khuzestan-Sandmeer, das auch als Karkheh-Sandmeer bekannt ist und sich vom Irak bis in die Provinzen Ilam und Khuzestan erstreckt, sowie die Küstendünen am Persischen Golf und die Strände am Oman-Meer zwischen den südiranischen Städten Chahbahar und Bushehr.

Diese Wüsten zeichnen sich durch ihre trockenen Landschaften, sengenden Temperaturen und riesigen Sanddünen aus. Obwohl diese Dünen Forscher und Entdecker seit Jahrhunderten faszinieren, sind sie alles andere als statisch.

Die Sandbewegung und die damit verbundene Wüstenbildung ist ein komplexer Prozess, bei dem mehrere Arten der Sandkornbewegung mehr oder weniger gleichzeitig auftreten.

Dünenwachstum und -bewegung sind das Ergebnis des Sandflusses auf und um eine Düne in Zeiten, in denen der Wind stark genug ist, um Sand zu bewegen. Äolische Dünen verändern ständig ihre Form als Reaktion auf Änderungen der Windgeschwindigkeit oder der Windrichtung.

Ihre Ausdehnung ist größer, wenn die Sandverwehungen aus den umliegenden Gebieten größer sind als die Verwehungen aus dem Wind. Sandmeere (Erg) sind eines der bedeutendsten Merkmale, die durch Windablagerungen entstehen.

Es handelt sich dabei um weite, flache Wüstengebiete, die mit windgepeitschtem Sand bedeckt sind und wenig oder gar keine Vegetation aufweisen. Sanddünen innerhalb von Sandmeeren können sich je nach Windrichtung und -stärke in ihrer Verbreitung, Ausdehnung, Größe (Länge oder Höhe) oder Form verändern.

Die Entstehung, Aktivität und Stabilität von Sandmeeren ist eng mit den klimatischen Bedingungen verbunden, und Dünen können reaktiviert oder stabilisiert werden, wenn sich die Bedingungen ändern.

Die Gefahren von Wanderdünen und ihre Auswirkungen auf die Umwelt:
Wanderdünen können dem empfindlichen Ökosystem der Wüste Schaden zufügen, da sie Lebensräume zerstören. Wenn sie vorrücken, begraben sie die Pflanzenwelt und vernichten Lebensräume für eine Vielzahl von Arten, was die biologische Vielfalt bedroht.

Die ständige Bewegung von Sanddünen destabilisiert den Boden, was zu verstärkter Bodenerosion führt. Dieser Prozess verschlimmert die Wüstenbildung und macht das einst fruchtbare Land unfruchtbar.

Klimafaktoren, Wind- und Wassererosion, Bevölkerungsdruck, Übernutzung der Wasserressourcen und Überweidung wurden als Hauptgründe für die Wüstenbildung im Iran ermittelt. Die Aktivität von Sanddünen wird definiert als Veränderungen in der Wanderungsrate und/oder Schwankungen in der Sandmenge, die sich auf der Düne selbst bewegt.

Wanderdünen können verheerende Auswirkungen auf das lokale Ökosystem haben. Wenn sie sich verschieben, begraben und zerstören sie die Pflanzenwelt und machen es fast unmöglich, dass in ihrem Weg Vegetation wächst. Dadurch wird nicht nur das empfindliche Ökosystem der Wüste erschöpft, sondern auch die Bodenerosion und Staubstürme verschärft, was die Umwelt weiter schädigt.

Eines der Umweltprobleme in den Trocken- und Wüstengebieten der Welt, die von außen wirken, ist die Winderosion und ihre Folgen, wie Staubstürme und die Verlagerung großer Sandmassen. Staubstürme zerstören Ländereien, verringern die Sicht, die Staubkonzentration erreicht in manchen Fällen 6 g/m³ und verursacht die Verbreitung radioaktiver Stoffe. Der Treibhauseffekt führt zum Transport von Salz und chemischen Stoffen (Herbiziden) in die Atmosphäre und verstärkt die Schädigung der Atemwege.

Eine Untersuchung der iranischen Organisation für die Verwaltung von Wäldern, Weideland und Wassereinzugsgebieten (FRWO, 2004) ergab, dass die Winderosion jährlich Schäden in Höhe von mehr als 18,3 Milliarden Dollar verursacht. Daher ist die Stabilisierung von Sanddünen eines der Hauptziele der Programme zur Bekämpfung der Wüstenbildung im letzten halben Jahrhundert gewesen. Die wichtigste Methode zur Dünenstabilisierung im Iran ist eine Kombination aus dem Besprühen mit Ölmulch und der Anpflanzung von Bäumen.
Diese Methode, eine gängige Technik zur Stabilisierung von Sanddünen, wurde zuerst 1958 auf den Sanddünen von Khuzestan und dann 1965 auf den Dünenfeldern von Sabzevar eingesetzt. Ölmulch, ein aus Erdöl gewonnenes Kohlenwasserstoffkolloid, stabilisiert den Wandersand, bewahrt die Bodenfeuchtigkeit und hilft beim Aufbau einer Vegetationsdecke. Studien zeigen jedoch, dass die zuständigen Behörden diese Technik anwandten, ohne sich um die Ergebnisse oder die bereits bekannten verheerenden Umweltauswirkungen ihrer Mulcharbeiten auf die einheimische Flora und Fauna oder auf das gesamte regionale Ökosystem zu kümmern, insbesondere was die Regeneration und die Schädigung des Bodens in der Region betrifft.

Bedrohung der Infrastruktur:

Äolische Prozesse oder Winderosion sind ein natürliches Risiko in Trockengebieten, da sie nicht nur die Bodenstruktur zerstören und morphologische Veränderungen im Gesicht bewirken, sondern auch die Bewegung von weichem Treibsand und dessen Anhäufung im Ackerland. Die verbleibenden Sedimentpartikel schädigen ständig den Menschen.

Dünen erzeugen dynamisch Treibsand, der jährlich Ackerland, Wohnhäuser, Verkehrs- und Kommunikationsinfrastrukturen sowie Straßen beschädigt und zerstört. Menschliche Siedlungen in der Nähe von Wanderdünen sind ständig in Gefahr. Diese Dünen können mit erstaunlicher Geschwindigkeit vorrücken und Straßen, Häuser und sogar ganze Dörfer verschlingen. Die finanzielle Belastung durch den Wiederaufbau der Infrastrukturen kann lähmend sein und bringt das Leben der Betroffenen oft aus dem Gleichgewicht.

Wasserknappheit:
Sanddünen sind ein deutliches Zeichen für Wüstenregionen, die einen großen Teil der Wüstengebiete im Iran einnehmen. Durch die Bewegung von Sanddünen können auch Wasserquellen unterbrochen werden. Regen fällt in Wüsten gelegentlich, und Wüstenstürme sind oft heftig. In der Sahara fielen einmal rekordverdächtige 44 Millimeter Regen innerhalb von 3 Stunden. Große Saharastürme können bis zu 1 Millimeter pro Minute liefern. Normalerweise trockene Flusskanäle, so genannte Arroyos oder Wadis, können sich nach starken Regenfällen schnell füllen, und Sturzfluten machen diese Kanäle gefährlich. In Wüsten ertrinken mehr Menschen als dass sie verdursten.

Viele Wüstengemeinden sind für ihre Wasserversorgung auf unterirdische Aquifere angewiesen. Qanat ist die Hauptwasserquelle in den trockenen Regionen Irans. Ein Qanat ist eine Art unterirdischer horizontaler Tunnel, der in der Regel in weichen Sedimenten gegraben wird. Er leitet das Grundwasser an seinem Austrittspunkt an die Oberfläche. Neben dem Tunnel enthält jeder Qanat mehrere bis hunderte von vertikalen Schächten für den Abtransport von Aushubmaterial und die Belüftung des Tunnels. Durch die Wanderdünen sind diese lebenswichtigen Wasserressourcen jedoch stark gefährdet.

Die Vitalität natürlicher Ökosysteme in ariden und semiariden Regionen hängt in hohem Maße von der Wasserverfügbarkeit ab, da sie sehr empfindlich auf Veränderungen der Niederschläge und der potenziellen Evapotranspiration sowie auf Landbewirtschaftungspraktiken reagieren. Wenn Sanddünen vorrücken, können sie diese Wasserquellen blockieren oder verunreinigen, was zu ernsthaften Problemen mit der Wasserknappheit für die lokale Bevölkerung führt.

Staub und Luftqualität:

Sand- und Staubstürme sind meteorologische Phänomene, die durch turbulente Winde ausgelöst werden, die in trockenen und halbtrockenen Gebieten losen Sand und Staub aus dem trockenen Oberboden lösen und Sanddünen oder Staub in der Luft verursachen. Sand- und Staubstürme haben erhebliche und vielfältige wirtschaftliche, gesundheitliche und ökologische Auswirkungen und verursachen Atemwegsinfektionen und -krankheiten. Wenn sich Sanddünen verschieben, setzen sie große Mengen an Feinstaubpartikeln in die Atmosphäre frei. Dieser Staub kann über große Entfernungen transportiert werden und die Luftqualität in benachbarten Regionen und sogar jenseits der iranischen Grenzen beeinträchtigen. Eine schlechte Luftqualität stellt ein Gesundheitsrisiko dar und kann bei den Bewohnern zu Atemproblemen führen.

Kulturelle und historische Verluste:

Gemeinden, die in der Nähe von Wanderdünen wohnen, sind ständig in Gefahr. Das rasche Vorrücken dieser Dünen kann Straßen, Häuser und ganze Dörfer verschlingen. Der Wiederaufbau der Infrastruktur kann finanziell sehr aufwendig sein und das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen. Die Wüsten Irans sind nicht nur ökologisch, sondern auch kulturell und historisch von großer Bedeutung. Alte archäologische Stätten, Petroglyphen und andere kulturelle Schätze befinden sich oft in Wüstengebieten. Die Bewegung von Sanddünen kann diese unschätzbaren Kulturerben verdecken oder zerstören. Der Lebensunterhalt vieler Wüstengemeinden ist eng mit ihrer Umwelt verwoben. Die durch Wanderdünen verursachte Störung kann traditionelle Praktiken wie Landwirtschaft und Viehzucht bedrohen.

Bemühungen um eine Entschärfung der Gefahren:

Der Mensch hat die Gefahren erkannt, die von Wanderdünen ausgehen, und seit Jahrzehnten verschiedene Maßnahmen ergriffen, um diese Probleme zu bewältigen. Doch obwohl der Iran zu den Pionieren auf diesem Gebiet gehört, waren die Fortschritte langsam und selektiv, nicht wissenschaftlich und nicht systematisch.
Programme zur Aufforstung: Der Iran hat Aufforstungsprogramme in Wüstengebieten initiiert, um Sanddünen zu stabilisieren und ihre Bewegung zu verhindern. Die Bepflanzung mit trockenheitsresistenter Vegetation hilft, den Sand zu verankern und die Auswirkungen auf die Umwelt zu mildern. Verschiedene trockenheitstolerante Arten wie Haloxylon persicum, H. aphyllum, Calligonum polygonoides, Tamarix ssp., Atriplex canescens und andere wurden verwendet.
Technische Lösungen: Ingenieure haben Barrieren und Windschutzwände errichtet, um das Vordringen der Sanddünen auf bewohnte Gebiete und lebenswichtige Infrastrukturen aufzuhalten.

Frühwarnsysteme: Verbesserte Überwachungs- und Frühwarnsysteme können den Gemeinden die notwendigen Informationen liefern, um sich auf das Vordringen von Sanddünen vorzubereiten und so die Gefahr von Verlusten an Menschenleben und Eigentum zu verringern.

Internationale Zusammenarbeit: Der Iran arbeitet seit langem mit internationalen Organisationen zusammen, um Wissen und Erfahrung im Bereich der Wüstenbewirtschaftung und der Stabilisierung von Sanddünen auszutauschen. Doch obwohl die herrschenden Kleriker viel reden und wichtige Ideen vorschlagen, leiten sie die Mittel für die Errichtung von Sanddünen an andere Stellen weiter.

Schlussfolgerung

Die Wanderdünen im Iran sind zweifelsohne faszinierend und rätselhaft, doch ihre Gefahren dürfen nicht unterschätzt werden. Diese dynamischen Wüstenelemente bedrohen die Umwelt, die Infrastruktur und die Lebensgrundlagen der Menschen, die in ihrem Schatten leben. Die Stabilisierung der Dünen war in den letzten fünfzig Jahren eines der Hauptziele der Programme zur Bekämpfung der Wüstenbildung im Iran. Dementsprechend ist die Identifizierung von Gebieten mit aktiven Dünen von größter Bedeutung für die Priorisierung der Überwachungs- und Stabilisierungsmaßnahmen. Trotz konzertierter Bemühungen um Aufforstung, technische Lösungen und internationale Zusammenarbeit hat der Iran jedoch keine ernsthaften Schritte unternommen, um die mit den ständig wandernden Sanden verbundenen Risiken zu mindern. Die Erhaltung der einzigartigen Wüsten des Irans und das Wohlergehen seiner Wüstengemeinden hängen von kontinuierlichen Bemühungen ab, der Gefahr von Wanderdünen zu begegnen.

* Khalil Khani ist Umweltexperte und Menschenrechtsaktivist. Er hat in Deutschland in Ökologie, Botanik und Umweltwissenschaften promoviert und hat an der Universität Teheran und einer Hessischen Landesuniversität in Deutschland gelehrt. Außerdem ist er Doktor der medizinischen Psychologie aus den Vereinigten Staaten.

20 Hinrichtungen in nur drei Tagen im Iran


Aus Angst vor einem Volksaufstand setzt das kriminelle und kriegstreibende Regime der Mullahs die Massenhinrichtung von Gefangenen fort. Khameneis Handlanger erhängten am Mittwoch, dem 18. Oktober, zehn Gefangene im Qezelhessar-Gefängnis und einen belutschischen Landsmann mit dem Namen Khodabakhsh im Zentralgefängnis von Zahedan.
Am Donnerstag wurden in Khorramabad die zwei Gefangenen Vahid Kakavand und Fathollah Rashno hingerichtet und der Gefangene Vahid Rashidi wurde in Aligoodarz gehängt.
Am Dienstag, dem 17. Oktober, erhängten die Henker sechs Gefangene. Yaser Golzardian und Sajjad Moradi im Zentralgefängnis Kermanshah, Nader Karami im Zentralgefängnis Gorgan, die Beluchen Ali Barzang Chaman und Nazem Abayi im Zentralgefängnis Isfahan sowie der Gefangene Ketabi im Zentralgefängnis Rasht.
Am Sonntag, dem 15. Oktober, fielen ein Gefangener im Zentralgefängnis Ardabil und am 14. Oktober der Gefangene Ali Asghar Cheraghi Far im Zentralgefängnis Zanjan der Hinrichtungsmaschinerie Khameneis zum Opfer. Infolgedessen hat die Justiz des Regimes in den letzten vier Wochen 69 Gefangene hingerichtet.

Der iranische Widerstand fordert die Vereinten Nationen, die Europäische Union und seine Mitgliedsstaaten auf, ihrem Schweigen und ihrer Untätigkeit angesichts rekordverdächtiger Folter und Hinrichtungen im 21. Jahrhundert ein Ende zu setzen und sofort Maßnahmen zu ergreifen, um die Tötungsmaschinerie zu stoppen, dieses Regime zu bekämpfen und das Leben der zum Tode verurteilten Gefangenen zu retten. Das iranische Volk zahlt den Preis für Beschwichtigung und Verhandlungen mit den blutrünstigen Mullahs durch weitere Hinrichtungen und Morde. Ebenso leiden die Menschen in der Region unter mehr Krieg, Tod, Zerstörung, Vertreibung und Leid.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
19. Oktober 2023

 

 

Versammlung in Pescara (Italien) zur Unterstützung des Kampfes iranischer Frauen für Freiheit und Demokratie


Im Rahmen einer bedeutenden Versammlung, die von der Iranischen Demokratischen Frauengesellschaft in Italien initiiert wurde, fand in der Gemeinde Pescara eine Konferenz statt, bei der die Unterstützung für den Kampf des iranischen Volkes für Freiheit und eine demokratische Republik betont wurde. Im Fokus stand auch die Widerstandsfähigkeit und mutige Rolle der Frauen im Widerstand gegen das frauenfeindliche Regime der Geistlichen im Iran.

An der Veranstaltung nahmen wichtige Persönlichkeiten teil, darunter Carlo Masci, der Bürgermeister von Pescara, und mehrere Vertreter aus Pescara und der Region Abruzzen. Ihre Anwesenheit unterstreicht ihre Solidarität mit den iranischen Frauen, die einen unerbittlichen Kampf gegen das unterdrückerische iranische Regime führen. Im Mittelpunkt ihrer Unterstützung stand Maryam Rajavis umfassender Zehn-Punkte Plan zur Gestaltung einer demokratischen Zukunft für den Iran.

Während des Treffens beleuchtete Maurizia Sciarretta, die Präsidentin der Gleichstellungskommission von Pescara, die Situation im Iran ein Jahr nach dem landesweiten Aufstand. Sie lobte das iranische Volk, insbesondere die Frauen, für ihre Entschlossenheit und ihre entscheidende Rolle im Kampf für die Freiheit.

Shahed Shole, die Organisatorin der Gesellschaft Iranischer Demokratischer Frauen in Italien, drückte ihre Bewunderung für die Widerstandskraft aus, die die Iraner in ihrem Kampf für die Freiheit gezeigt haben. Sie betonte insbesondere die entscheidende Führungsrolle der Frauen im landesweiten Aufstand gegen das unterdrückerische Regime. Frau Shole würdigte auch die weltweite Unterstützung für den Widerstand des iranischen Volkes und unterstützte dessen Streben nach Freiheit.

https://x.com/womenncri/status/1660380438408331264?s=20

Maria Luigia Montopolino, Präsidentin der Gleichstellungskommission von Pescara, lobte die aktive Beteiligung von Frauen im Kampf gegen das frauenfeindliche Regime. Sie bekräftigte die unerschütterliche Unterstützung der Stadtverwaltung für iranische Frauen in ihrem Kampf für ihre Rechte.

Darüber hinaus berichtete Maria Franca D’Agostino, die Präsidentin der Kommission für Chancengleichheit in der Provinz Abruzzen, über ihre Erfahrungen bei einem Treffen mit der gewählten Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran während ihres jüngsten Besuchs in Italien. Sie berichtete über Aspekte von Frau Maryam Rajavis Einsichten in den Befreiungskampf der iranischen Frauen. D’Agostino beleuchtete auch die besorgten Reaktionen des Regimes während des Italienbesuchs von Frau Maryam Rajavi.

Die italienische Historikerin Gabriela Liberatore war die letzte Rednerin dieses Treffens.
Die Versammlung betonte die kollektive weltweite Unterstützung für den Widerstand des iranischen Volkes und würdigte die unermüdlichen Bemühungen der iranischen Frauen im Streben nach Freiheit und Gleichheit. Sie unterstrich die Bedeutung der internationalen Solidarität im Streben nach einem freien und demokratischen Iran.

Konferenz im Parlament von Wales bezeugt Solidarität mit dem iranischen Drängen auf Demokratie


Am 11. Oktober ist zu Ehren des Welttages gegen die Todesstrafe eine Konferenz im Parlament von Wales zusammengekommen zum Thema Menschenrechte im Iran. Teilnehmer waren Parlamentarier und Abgesandte iranischer Gemeinschaften im VK. Das Ziel der Konferenz war, die Unterstützung für die jetzige Erhebung zu verbreitern, und man setzte sich für den Aufbau einer demokratischen Republik ein.

Mark Isherwood, eine prominente Figur der Konservativen Partei und der Schattenminister für soziale Gerechtigkeit, hatte den Vorsitz bei der Konferenz. Die Versammlung verzeichnete bemerkenswerte Redner wie Altaf Hussain, Parlamentsmitglied der Konservativen Partei und Schattenminister für Gleichheit, und Sam Rowlands, auch konservatives MP und Schattenminister für die regionale Regierung in Wales. Außerdem zeigten William Powell, ein früherer Abgeordneter in Parlament von Wales, und Joseph Carter, ein Mitglied eines Stadtrats von den Liberaldemokraten, ihre Perspektiven auf.

Abgesehen von den politischen Persönlichkeiten hielten Vertreter verschiedener iranischer Gemeinschaften im VK leidenschaftliche Reden bei der Konferenz und teilten ihre Einsichten und Erfahrungen mit. Was sie sagten, war ein bedeutender Beitrag zum Dialog und warf ein Licht auf die dringende Notwendigkeit eines demokratischen Übergangs im Iran.

Die Konferenz setzte den Akzent auf den dringenden Aufruf zu weltweiter Aufmerksamkeit auf den zügellosen Gebrauch der Hinrichtungen durch das jetzige iranische Regime und zeigte sich solidarisch mit der Entschlossenheit der iranischen Bevölkerung zu demokratischen Reformen. Die Veranstaltung diente als lebhafte Plattform für Dialog und betonte die Bedeutung internationaler Kooperation und Unterstützung für das iranische Volk beim Streben nach grundlegenden Freiheiten und nach einer demokratischen Zukunft.

Mark Isherwood, Vertreter der Konservativen Partei und amtierende Schattenminister für soziale Gerechtigkeit, hob eine Erklärung der Mehrheit des walisischen Parlaments hervor, in der die Unterstützung für den NWRI und den 10-Punkte-Plan von deren gewählter Präsidentin bekundet wurde.

Er unterstrich ferner, dass es wichtig sei, die Kampagne für die Suche nach Gerechtigkeit zu würdigen, besonders mit Bezug auf das Massaker von 1988, das 30 000 Menschenleben von politischen Gefangenen im Iran forderte. Er betonte, dass es dringend notwendig sei, über diese Sache zu sprechen und zu verhindern, dass diese Gräueltat begraben wird, buchstäblich und im übertragenen Sinne. Er übermittelte im Namen der anglo-iranischen Gemeinschaft den Dank an die walisischen Senatoren für ihre Unterstützung und Anerkennung.

https://x.com/MarkIsherwoodMS/status/1712099657122234856?s=20

Herr Sam Rowlands, konservatives MP und Schattenminister in der regionalen Regierung in Wales, entfaltete seine persönliche Perspektive für die Notwendigkeit eines Wandels im Iran. Herr Rowlands räumte einerseits ein, dass bestimmte Verantwortlichkeiten beim Parlament des VK liegen, und versicherte dem Publikum andererseits, dass er und seine Kollegen Plattformen der Unterstützung für die Bestrebungen des iranischen Volkes bildeten, wie sie im 10-Punkte Plan des NWRI umrissen seien.

Er unterstrich auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen in Westminster und in der Regierung des VK beim Angebot einer angemessenen Unterstützung für die anglo-iranische Gemeinschaft und lobte die Organisation für die Hervorhebung dieser wichtigen Sache und äußerte seine besten Wünsche für ihre Bemühungen, im Iran einen Wandel herbeizuführen.

https://x.com/SamRowlands_/status/1712103109760020729?s=20

Das frühere Mitglied des walisischen Parlaments Herr William Powell würdigte die historische Bedeutung der Konferenz und verwies auf seine aktuelle Beteiligung an Aktivitäten des NWRI.

Er hob die weltweiten Turbulenzen hervor, die vom Mullah Regime verursacht worden sind, und die Pflicht aller Parteien im walisischen Senat, den Druck auf das Regime aufrecht zu erhalten.

https://x.com/WmPowell2021/status/1712474652663246912?s=20

Herr Joseph Carter, Mitglied eines Stadtrats für die Liberaldemokraten, lobte die Veranstaltung und würdigte die Bedeutung der Freiheit. Er betonte, dass westliche Gesellschaften sehr oft ihre Freiheiten für selbstverständlich nähmen, und verwies auf die Einflüsse, durch die versucht werde, die Demokratie zu unterminieren, darunter die Aktionen des jetzigen iranischen Regimes.

https://x.com/joseph_carterUK/status/1712189833282727973?s=20

Herr Carter gab seine Bewunderung für die Tapferkeit kund, die iranische Frauen zeigten, die standhaft blieben, auch wenn sie brutale Reaktionen gewärtigen müssten. Er zeigte sich erfreut durch die globale Unterstützung, die sie bei ihrer Sache bekämen, und erwähnte besonders den überparteilichen Rückhalt, den sie bei ihren Anstrengungen erhielten.
Mitglieder der anglo-iranischen Gemeinschaft, die auch an dieser Konferenz beteiligt waren, gingen auf die Bühne und gaben ihre Gedanken und Ansichten zur Situation der Menschenrechte im Iran kund. Sie bekannten sich zu einer freien und demokratischen Republik im Iran.

 

Warum das iranische Regime das South Pars Feld nicht ausbeuten kann


Am 3. Oktober markierte Scheich Tamim bin Hamad Al Khalifa, der Emir von Katar, den Beginn des Projekts zur Erweiterung der Gasförderung im South Pars-Feld, einer riesigen Erdgasressource, die Iran und Katar gemeinsam nutzen.

Dieses Feld, das im Iran als „South Pars Shared Field“ und in Katar als „North Dome“ bekannt ist, wurde 1971 entdeckt und ist nach wie vor das größte bekannte Gasfeld der Welt. Die Gasreserven dieses Feldes machen 19 % der gesamten bekannten Gasreserven der Welt aus. Die gemeinsame Gasproduktion Irans und Katars aus diesem Feld beträgt über 9 % der weltweiten Gasproduktion.

Im Jahr 2022 erwirtschaftete Katar mit South Pars einen Umsatz von über 42 Milliarden US-Dollar. Allerdings hat der Iran aufgrund der schädlichen Politik seines herrschenden Establishments Schwierigkeiten, auch nur ein Fünftel dieses Gasfeldes auszubeuten. Laut einem Bloomberg-Bericht investiert Qatar Energy, der weltweit größte Flüssiggasproduzent, 29 Milliarden US-Dollar, um die jährliche LNG-Produktionskapazität von 77 Millionen Tonnen auf 126 Millionen Tonnen zu erhöhen, indem bis 2027 mehr aus South Pars gefördert wird.

Die anfänglichen Gasreserven dieses Feldes belaufen sich auf 51 Billionen Kubikmeter, davon 14 Billionen in iranischen und 37 Billionen Kubikmeter in katarischen Gewässern. Etwa 70 % dieser Reserven können durch Druck gefördert werden, was dem Dreifachen der gesamten Gasreserven der Vereinigten Staaten, dem derzeit größten Gasproduzenten der Welt, entspricht. Darüber hinaus lagern in diesem Feld 50 Milliarden Barrel Gaskondensate (Ultraleichtöl).

https://x.com/iran_policy/status/1714301238974763189?s=20

Katar begann zehn Jahre vor dem Iran mit der Gasförderung aus diesem gemeinsamen Feld. Katar hat über 2,8 Billionen Kubikmeter kommerzielles Gas gefördert, bei dem es sich um reines Methan handelt. Andererseits behauptet das Regime im Iran, 2 Billionen Kubikmeter Rohgas aus dem South-Pars Feld gefördert zu haben. Aufgrund der unzuverlässigen Aussagen des Regimes bleibt jedoch unklar, wie viel von diesem Gas reines Methan ist und wie viel tatsächlich Wasser und andere schwere Gase sind.

Katar wandelt jährlich 114 Milliarden Kubikmeter des in diesem gemeinsamen Feld geförderten Gases in Flüssiggas (LNG) um. Sie exportieren davon etwa 20 Milliarden Kubikmeter über Pipelines in die Emirate auf internationale Märkte und verbrauchen selbst über 36 Milliarden Kubikmeter.

Mit der Einführung neuer Phasen im Jahr 2005 holte der Iran fast genauso viel aus diesem gemeinsamen Feld heraus wie Katar. Dies machte etwa ein Drittel des iranischen Inlandsverbrauchs aus und beinhaltete Exporte von 18 Milliarden Kubikmetern in die Türkei und in den Irak.

Im Jahr 2005 stoppte Katar vorübergehend die Entwicklung neuer Phasen im gemeinsamen Gasfeld South Pars, um mögliche Gasdruckabfälle abzuschätzen. Diese Verzögerung dauerte etwa ein Jahrzehnt. Im Jahr 2017 nahmen sie jedoch ihre Entwicklungsprojekte wieder auf und unterzeichneten Verträge im Wert von 29 Milliarden US-Dollar mit großen globalen Ölkonzernen wie Total aus Frankreich, ExxonMobil aus den USA, Shell aus Großbritannien und den Niederlanden sowie Eni aus Italien. Diese Verträge zielten darauf ab, bis 2026 jährlich 65 Milliarden Kubikmeter Gas und 450.000 Barrel Gaskondensate zu fördern, was den ursprünglichen Plänen Katars entsprach.

Darüber hinaus hat Katar vor einigen Monaten einen 10-Milliarden-Dollar Vertrag mit Technip abgeschlossen, um in Katar zwei Gasverflüssigungsanlagen mit einer Jahreskapazität von jeweils 16 Millionen Tonnen, was 21 Milliarden Kubikmetern entspricht, zu errichten.
Allerdings hatten die South-Pars Reservoirs im Iran bis letztes Jahr einen Druck von 120 Atmosphären. Offizielle Statistiken des Erdölministeriums des Regimes zeigen, dass sie in diesem Jahr in die zweite Hälfte ihrer Lebensspanne eingetreten sind und der Druck jedes Jahr um sieben Atmosphären abnimmt. Folglich wird die Produktion jährlich um 10 Milliarden Kubikmeter zurückgehen.
Aufgrund der weltweiten Verbreitung des Terrorismus durch das Regime, der Menschenrechtsverletzungen, der Bemühungen zum Erwerb von Atomwaffen und Raketenprogrammen sowie der internationalen Sanktionen wurden die Erschließung und Ausbeutung dieses Gasfeldes durch den Iran gestoppt und verzögert.

 

https://x.com/iran_policy/status/1695540368819749277?s=20
Große Ölkonzerne wie Total haben ihre Verträge mit Teheran gekündigt. Darüber hinaus fehlt dem Iran die für diese Aufgabe erforderliche Technologie und die Produktion seiner vorhandenen Bohrlöcher ist aufgrund des sinkenden Gasdrucks zurückgegangen. Für die Erschließung von Gasfeldern im Meer sind 20.000-Tonnen Plattformen erforderlich, die 15-mal größer sind als die derzeitigen Plattformen Irans und es werden riesige Kompressoren benötigt, die aufgrund von Sanktionen nicht beschafft werden können. Das Ergebnis ist klar: Katar fördert und nutzt dieses Gasfeld fünfmal mehr als der Iran.

Wäre eine konventionelle Regierung an der Macht, hätte Iran als zweitgrößter Besitzer von Gasreserven weltweit nach Russland das Potenzial, nicht nur seinen inländischen Gasbedarf angemessen zu decken, sondern könnte unter den gegenwärtigen globalen Bedingungen auch zum weltweit größten Gasexporteur werden.
Aber jetzt sind die Iraner jeden Winter mit Gasknappheit konfrontiert, was zu Problemen bei der Heizung führt. Entweder werden Fabriken aufgrund von Gasknappheit geschlossen oder Kraftwerke sind gezwungen, Mazut als alternativen Brennstoff zu verwenden – eine äußerst umweltschädliche Substanz, die die Luft verunreinigt und zu verschiedenen Gesundheitsproblemen bei den Menschen führt. Kurz gesagt: Damit das iranische Volk atmen und ein Leben in Wohlstand führen kann, gibt es keinen anderen Weg als einen Regimewechsel.

 

 

Mehr als 32000 Dozenten aus der Azad Universität im Iran entlassen

Zu Anfang des laufenden akademischen Jahrs im Iran wurden mit Wirkung vom 23. September auf Grund einer Entscheidung von Mehdi Tehranchi, dem Präsidenten der Azad Universität, eine bedeutende Zahl an Dozenten, insgesamt 32000 in verschiedenen Einheiten und Disziplinen, von ihren Positionen entfernt.

Wie von der staatlichen Zeitung „Etemad” („Vertrauen“) am 12. Oktober gemeldet wurde, wurden diese Professoren durch 20000 Doktor Studenten ersetzt, die im ersten oder zweiten Semester an der Azad Universität studieren und aktiv in ihren Studien engagiert sind.
Diese Doktor Studenten haben nach der Absolvierung eines 40stündigen pädagogischen Kursus unter der Überschrift „Unterricht“ akademische Positionen an der Azad Universität bekommen. Als Anerkennung für ihre Rollen sollen, so wird erwartet, diese neuen „Professoren“, ein Lehramt bekommen und den Vorteil verringerter Studiengebühren haben.
Die Entscheidung des Präsidenten der Azad Universität fällt in eine Zeit, wo das Kleriker Regime schon Hunderte an Professoren entlassen hat neben anderem Lehrpersonal der Universitäten im ganzen Land. Diesen Personen wird Sympathie für die Proteste und die Studenten zugeschrieben, die sich aktiv an dem landesweiten Aufstand von 2022 beteiligt haben.
Infolge der neuesten Entscheidung der Azad Universität haben Zehntausende ihre Haupt Einkommensquellen verloren und sehen keine Aussichten auf einen neuen Job am Horizont. Dieses Geschick ereilt sie, weil sie, nachdem sie ein oder zwei Jahrzehnte der Lehre an der Azad Universität verbracht haben, die Altersgrenze für eine Anstellung in akademischen Positionen an der Universität oder in Regierungsinstitutionen überschritten haben.

In einer Klausel in der Direktive der Zentralorganisation der Azad Universität von 2018, die eine wichtige Rolle bei der Entscheidung des Präsidenten der Azad Universität gespielt zu haben scheint, plötzlich 32000 Dozenten zu entlassen, heißt es: „Wenn ein Dozent die allgemeinen Bedingungen zur Lehre nicht mehr erfüllt, so sehen die akademische Angelegenheiten vor, dass daraufhin die Lehr ID, die ihm zugeteilt wurde, widerrufen wird“.

https://x.com/iran_policy/status/1682829111469670401?s=20

Im Wesentlichen müssen Personen, die in verschiedenen Einheiten der Azad Universität lehren und der akademischen Fakultät zugehören wollen, sich einem Prozess der Genehmigung vorab unterziehen, die auf allgemeinen und spezifischen Bedingungen für den Beginn einer Zusammenarbeit beruhen.

Laut der Bekanntmachung von 2021 an der Azad Universität beziehen sich die „spezifischen Bedingungen“ auf den Hintergrund der Bildung und akademischen Qualifikation des Bewerbers. Dagegen sind die „allgemeinen Bedingungen“ wie folgt definiert: „Keine Geschichte der Mitgliedschaft und Aktivität in verschiedenen Gruppen, die gegen die Islamische Republik des Iran eingestellt sind. Kenntnisse der religiösen Regeln und Ausübung der islamischen Pflichten, Erfüllen der Befehle und Erklärungen der Führung,

Vermeiden von unvereinbaren und unangemessenen Linien bei den wissenschaftlichen Aktivitäten und in der Forschung an der Universität, Glaube und von Herzen kommende Loyalität gegenüber der Islamischen Republik des Iran, ein überzeugender Eindruck, dass sich der Bewerber der überlegenen Technologie verpflichtet fühlt, Verpflichtung auf die professionelle Ethik und die Gesetze und Regelungen der professionellen Zunft. Männliche Bewerber sollten auf keine Weise Probleme im Zusammenhang mit dem System der öffentlichen Pflichten als Mitglied des akademischen Personals haben“.

Diese Richtlinien zeigen zusammen mit den spezifischen Kriterien, die zur Entlassung von Studenten mit abweichender Meinung und unzufriedenen Professoren führen, klar auf eine Kampagne der ideologischen und politischen Säuberungskampagne der Kleriker Diktatur. Sie verdeutlichen auch, dass es einen beträchtlichen Grad an Unzufriedenheit gibt, der sich unter Akademikern zusammenbraut.

Seit 1979 hat das Regime kontinuierlich versucht, die Universitäten des Iran zu unterdrücken, zu militarisieren, zu säubern und umzugestalten, um intellektuelle Integrität auszuschalten. Jedoch hat jeder Aufstand dem Kleriker Regime demonstriert, dass solche Bemühungen vergeblich sind. Deshalb gibt es erhebliche Zweifel daran, dass ein „Unterricht“ von 40 Stunden und einige finanzielle Anreize zu einer Schaffung von loyalen Professoren führen.

Erkunden der traditionellen Regenwassergewinnung im Iran


Der Iran befindet sich seit Tausenden von Jahren an seinem jetzigen geografischen Standort. Die Menschen haben sich an diese Umgebung angepasst und in diesem Teil der Welt eine großartige Zivilisation geschaffen. Darüber hinaus war der Iran im Laufe der Geschichte mit Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Dürren, Erdbeben, Bränden und Heuschreckenplagen konfrontiert, so dass der Iran historisch als das Land der „Überschwemmungen und Dürren“ bezeichnet wird.

In Anbetracht der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge, die keine drastische Änderung ihres Regimes zeigt, hängt die Existenz schrecklicher Überschwemmungen und Dürren sowie des historischen Hintergrunds der Iraner von der Bewirtschaftung der Wasserressourcen, unter anderem den „Qanat“, ab.

Es kann nicht gesagt werden, dass der Iran unter einem Wasserbankrott leidet. Das Zentrum und der Osten des Landes jedoch werden unweigerlich austrocknen. Was hat das Wasser im Iran zu einem solchen Problem gemacht, das die Menschen gedemütigt und Naturkatastrophen schutzlos ausgeliefert werden? Es ist der Mangel an Volkssouveränität in einem Zeitraum von mindestens hundert Jahren sowie das Fehlen einer optimalen nachhaltigen Bewirtschaftung seiner Wasserressourcen und ein Versäumnis, die damit verbundenen Herausforderungen, sowohl unter der Monarchie als auch unter klerikaler Herrschaft, zu berücksichtigen.

Der Iran ist derzeit mit einer Wasserkrise und schwerwiegenden Umweltproblemen konfrontiert. Die verräterische Politik unter der Herrschaft der Mullahs und die Verwaltung über die natürlichen Ökosysteme Irans haben zu einer Verschlechterung der räumlichen und natürlichen Ordnung des Landes geführt. Die unmittelbaren Folgen solcher Maßnahmen sind häufige Dürren in Verbindung mit der Erschöpfung der Wasserressourcen, was zu einer übermäßigen Nutzung der Oberflächen- und Grundwasserressourcen führt.

Auch der Entwurf großer Netzwerke struktureller und hydraulischer Infrastruktur sowie Tiefbrunnen haben die Wassersituation des Landes auf ein kritisches Niveau gebracht. Die offensichtlichen Anzeichen dieser Situation sind das Austrocknen von Seen, Flüssen und Feuchtgebieten, eine Verringerung des Grundwasservolumens, Bodensenkungen, eine Verschlechterung der Wasserqualität, Bodenerosion, Wüstenbildung, steigender Salzgehalt und mehr Staubstürme, obwohl die verschiedenen Autoritäten der Mullahherrschaft, die als sogenannte Experten bezeichnet werden, bei ihren Freunden und anderen lokalen und nicht-einheimischen Geschichtenerzähler versuchen, so zu tun, als seien die globale Erwärmung und der Klimawandel die Ursachen für das Wasserproblem und andere Umweltprobleme im Iran.

Dennoch lässt sich die grundlegende Schwäche der oligarchisch-monopolistischen Regierungsführung im Iran nicht verbergen und es muss anerkannt werden, dass sie den Wunsch der Menschen nach einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung erneuerbarer natürlicher Ressourcen völlig ignoriert hat.
Der Iran liegt im Trockengürtel der Erde, wobei mehr als 70 % seines Landes als aride und semi-aride Gebiete klassifiziert sind. Experten nennen vier Hauptgründe für die Wasserkrise im Iran: Mangel an prinzipieller Raumplanung, unsachgemäßes Management, unangemessene Entwicklung entsprechend den geografischen und klimatischen Bedingungen, sowie falsche Entscheidungen über die Wasserverteilung. Infolgedessen ist der Iran sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene mit einem schwerwiegenden Wasserproblem konfrontiert. Fachleute und Praktiker der Wasserwirtschaft argumentieren, dass diese Probleme, wenn sie nicht gelöst werden, in den kommenden Jahren dem Land und der Region mit Sicherheit großen Schaden zufügen werden.
Darüber hinaus hat der steigende Wasserbedarf, der nicht durch die natürliche Versorgung gedeckt werden konnte, dazu geführt, dass das Land in den Wasserbankrott stürzte. Theoretisch kann dieses Problem gelöst werden, indem Wasserangebot und -nachfrage durch eine vernünftige und nachhaltige Entwicklung der Wasserressourcen, eine Änderung der Politikgestaltung und die Umsetzung ernsthafter Programme wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, um ein echtes Gleichgewicht zwischen Wasserangebot und -nachfrage herzustellen. Natürlich sind wir aufgrund der aktuellen Struktur des Regierungssystems, der zerstörerischen Wasserausbeutungspolitik im Iran, dem Beharren auf der falschen Logik der Selbstversorgung in der Landwirtschaft, der Schaffung von

Wassergewinnungsindustrien in trockenen Gebieten und einem Mangel an umfassendem Verständnis davon weit entfernt. Da wir die eigentlichen Ursachen der Probleme kennen, gibt es keine Hoffnung auf nachhaltige Lösungen zur Organisation des Wasserproblems.
Wasserknappheit bleibt in verschiedenen Teilen der Welt eine entscheidende Herausforderung, insbesondere in Trockengebieten wie dem Iran, in denen es eine lange Geschichte ausgeklügelter Techniken zur Wasserbewirtschaftung gibt. Solche traditionellen Regenwassernutzungsmethoden haben eine entscheidende Rolle bei der Linderung von Wasserproblemen gespielt. Im Laufe der Jahrhunderte haben die Iraner ihr tiefes Verständnis der Umwelt genutzt, um nachhaltige Systeme zur Erfassung und Speicherung von Regenwasser zu entwickeln und so das Überleben der Gemeinden und der Landwirtschaft zu sichern.

Dieser Artikel befasst sich mit der historischen Bedeutung, Techniken und modernen Auswirkungen der traditionellen Regenwassernutzung im Iran.
Die Praxis der Regenwassernutzung im Iran reicht Jahrtausende zurück und spiegelt die alte Weisheit des Landes im Umgang mit Wasserknappheit wider. Hinweise auf diese Techniken finden sich in Texten, die bis zu 3000 Jahre alt sind und unterstreichen die anhaltende Bedeutung des Wasserschutzes in der Region. Historische Berichte zeigen, dass die Perser und Elamiter die Regenwassersammlung durch innovative Strukturen wie Qanats, Aab Anbars und Auffangsysteme auf Dächern beherrschten.

Die Wunder der Ingenieurskunst, Qanats, eine alte persische Innovation, sind unterirdische Tunnel, die Grundwasserquellen erschließen, um Wasser von entfernten Hügeln zu den Gemeinden zu transportieren. Diese Methode sorgt für minimale Verdunstung und Kontamination und sorgt für eine gleichmäßige Wasserversorgung auch unter trockenen Bedingungen. Das Qanat-System spiegelt ein komplexes Verständnis von Hydrogeologie, Hydraulik und architektonischem Können wider.

Qanat ist eine der ältesten Technologien auf dem Gebiet der Wassergewinnung aus unterirdischen Quellen und passt zu den klimatischen Bedingungen im Iran. Es hat seine Wurzeln in seiner Geschichte, aber heute stehen diese Wassertunnel kurz vor der Zerstörung und die Gegner der Erhaltung von Qanats halten seine Befürworter für altmodisch. Die Geschichte zeigt, dass die Iraner die ersten Menschen waren, die sich das Wissen und die Technologie zum Graben von Qanats aneigneten und dass dieses Wissen anschließend nach Nordindien, Nordafrika und Spanien übertragen wurde. Außerdem waren die Iraner die erste Zivilisation, die die Nutzung von Wasser in der Landwirtschaft populär machte.
Die Bestandteile von Qanats sind die verschiedenen Teile dieses unterirdischen Aquädukts, die Wasser von den stromaufwärts gelegenen (Madarchah) zu den stromabwärts gelegenen Punkten (Mazhar) des Qanat transportieren, was als seine Manifestation bezeichnet wird.

Es ist ein unterirdischer Wasserdurchgangskanal (Aquädukt) vom Mutterbrunnen bis zum Auslass, dessen Abstand mit genauer Näherung gleichmäßig geteilt wird, die als zylindrische Brunnenstäbe oder -ringe bezeichnet werden. Der Brunnenschacht wird vertikal gebohrt und seine Abstände werden genau berechnet. Wenn beispielsweise die Tiefe des Mutterbrunnens 100 Meter beträgt, beträgt der Abstand zwischen den Schächten oder Ringen der Brunnen etwa 100 Meter. Diese Konstruktion ermöglicht es dem Techniker, das Aushubmaterial rund um den nächstgelegenen Brunnenschacht zu berechnen, zu graben und abzuleiten. Diese Schächte sind so platziert, dass sie den Zugang zum Aquädukt ermöglichen. Ein Teil des Tanks im unteren Teil des statischen Grundwasserspiegels wird Tarkar oder Taron genannt. Der obere Teil des statischen Wasserspiegels wird auch Trockenaquädukt genannt. Der letzte Schacht, der am tiefsten ist, wird Hauptbrunnen oder Mutterbrunnen genannt.

Bis in die 1960er Jahre versorgten Qanats die Felder von mehr als 60.000 Dörfern im Land mit Wasser. Mit der Einführung neuer Technologien ersetzte das Graben von Tiefbrunnen und der Einsatz von Motorpumpen die Qanats, um Wasser aus der Tiefe des Brunnens an die Erdoberfläche zu befördern.

Dies und einige andere Faktoren führten dazu, dass die Iraner die Bedeutung von Qanats ohne Forschung vergaßen. Das Bohren zahlreicher Tiefbrunnen hat in den letzten Jahren zweifellos dazu geführt, dass der Wasserspiegel der unterirdischen Grundwasserleiter gesunken ist, was zur Austrocknung von mehr als 90 % der Qanats geführt hat. Die nicht regulierte Entnahme von Grundwasser ist in diesen Jahren die Hauptursache für die Austrocknung der Qanats.

Wenn der Instandhaltung und dem Schutz von Qanats und der Umsetzung großer Entwicklungsprojekte wie dem Bau von Städten, Flughäfen usw. keine Beachtung geschenkt und die Existenz einer Reihe von Qanats in diesen Gebieten außer Acht gelassen wird, kann dies zu anthropogener Dürre und Wasserverschmutzung führen. So betrug der Wasserdurchfluss von Qanats Anfang der 80er Jahre etwa 7 Milliarden Kubikmeter und in weniger als 20 Jahren verlor der Iran 3 Milliarden Kubikmeter davon. Qanats, die in Zentraliran eine sehr wichtige Rolle spielten, trocknen aufgrund der übermäßigen Ausbeutung der unterirdischen Wasserressourcen nach und nach aus oder verloren ihre Wasserversorgung.

Insgesamt sind Qanats anfällig für die Auswüchse des neuen gesellschaftlichen Denkens und können nicht mit Tiefbrunnen und Motorpumpen konkurrieren. Dennoch werden Qanats, wenn man einen kurzen Blick auf die Nachhaltigkeit wirft, als stabiles System und als Teil des kulturellen Erbes akzeptiert, das der Mensch bewahren muss. Ein solches Land, das die Bedeutung seiner Qanats erkannt hat, ist Oman, das fünf von ihnen erhalten und als Weltkulturerbe eingetragen hat und an einer Universität ein Qanat-Forschungsinstitut eingerichtet hat. Einige Länder schenken ihnen, obwohl sie Qanats haben, nicht viel Aufmerksamkeit und ihre Situation verschlechtert sich. In nordafrikanischen Ländern gibt es beispielsweise keine aktiven Qanats mehr.

Angesichts aktueller Herausforderungen wie Klimawandel, Urbanisierung und wachsender Bevölkerung erleben traditionelle Regenwassernutzungstechniken ein Revival. Wasserexperten und Umweltschützer sind sich der Bedeutung einer nachhaltigen Wasserbewirtschaftung in Trockengebieten bewusst und empfehlen von der Gemeinde getragene Projekte zur Wiederbelebung von Qanats, zur Wiederherstellung von Aab-Anbars und zur Integration moderner Technologie in diese Methoden. Irans traditionelle Regenwassernutzungstechniken sind ein Beweis für den Einfallsreichtum und die Anpassungsfähigkeit der alten Zivilisationen.

Diese Techniken befassen sich nicht nur mit Möglichkeiten zur Überwindung der Wasserknappheit, sondern veranschaulichen auch einen ganzheitlichen Ansatz zur Wasserbewirtschaftung, bei dem Umweltharmonie und menschliche Bedürfnisse nebeneinander bestehen. Während der Iran seine Wasserprobleme bewältigt, dient die Wiederbelebung dieser jahrhundertealten Praktiken, unterstützt durch moderne Erkenntnisse, als Inspiration für die Welt.

Der Iran erkennt den Wert traditioneller Weisheit und ebnet den Weg für eine nachhaltigere und wassersichere Zukunft. An diesem Punkt gibt es jedoch ein echtes Hindernis für einen solchen Optimismus und das ist das bestehende klerikale Regime, das alle potenziellen finanziellen und natürlichen Ressourcen des Iran für Unterdrückung, Terrorismus, Menschenrechtsverletzungen, atomare Aktivitäten und die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen gekapert hat.

Um einen ganzheitlichen Ansatz zur Lösung der iranischen Umweltkrise, einschließlich der Wasserkrise, zu verfolgen, muss das Land die Herrschaft der Geistlichen abschaffen. Dann können alle Krisen wissenschaftlich diskutiert und gemeinsam über geeignete Methoden zu ihrer Bewältigung entschieden werden.

* Khalil Khani ist Umweltspezialist und Menschenrechtsaktivist. Er hat einen Doktor in Ökologie, Botanik und Umweltstudien aus Deutschland und hat an der Universität Teheran und der Hessischen Staatsuniversität in Deutschland gelehrt. Er ist außerdem ein Doktor der medizinischen Psychologie aus den Vereinigten Staaten.

 

 

Der tragische Mord am Filmemacher Dariush Mehrjui


Am Samstag, dem 14. Oktober, wurden Dariush Mehrjui, ein bekannter iranischer Filmregisseur, und seine Frau Vahideh Mohammadi-Far in ihrem Haus in Karaj unter verdächtigen Umständen auf tragische Weise ermordet. Die iranischen Staatsmedien schrieben dieses abscheuliche Verbrechen unbekannten Tätern zu, obwohl die iranische Gesellschaft, die noch immer eine frische Erinnerung an die Kettenmordserie der 1990er Jahre hat, genau weiß, wem sie die Schuld zuschieben muss.

Den neuesten Informationen zufolge behauptet das Regime, vier Verdächtige festgenommen zu haben, die im Zusammenhang mit der Ermordung von Dariush Mehrjui und seiner Frau stehen.

Nach Angaben der Polizeibehörden fand Mona Mehrjui ihren Vater und seine Frau am Sonntagabend leblos in ihrem Haus in Zibadasht (Karaj) auf. Sie hatte ihren Vater besucht und als sie diese Entdeckung machte, benachrichtigte sie umgehend die Polizei.

Am Sonntag, dem 15. Oktober, veröffentlichte die staatliche Zeitung Etemad ein Interview mit Mehrjuis Frau, die berichtete, dass sie am 7. Oktober von jemandem bedroht worden sei. Laut der Quelle sagte Vahideh Mohammadi-Far: „Ich bemerkte das Bellen unseres Hundes im Hof. Ich schloss schnell den Kücheneingang ab, dann wurde mir klar, dass sich jemand mit einem Messer an den vereisten Fenstern des Eingangs festhielt.“

Die Frau von Dariush Mehrjui erwähnte auch: „Ich sagte laut: ‚Ich rufe jetzt die Polizei.‘ Als Antwort auf meine Worte sagte er: ‚Na gut, rufen Sie an.‘ Als er antwortete, wurde mir bewusst, dass er keinen iranischen Akzent hat.“
In einem anderen Nachrichtenbericht lieferte die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine „informierte Quelle“ Einzelheiten über den Mord an Dariush Mehrjui und erklärte, dass „Mehrjui durch drei Schläge auf die Kehle tödlich getroffen wurde und seine Frau durch einen Schlag auf die Schläfe ihr Leben verlor.”

https://x.com/iran_policy/status/1537175359396925441?s=20

Nach Informationen dieser Nachrichtenagentur, die mit den Islamischen Revolutionsgarden verbunden ist, „gab es am Körper von Mehrjuis Frau keine Anzeichen von Widerstand und es wurden zwei Mobiltelefone gestohlen.“
Die Kettenmorde im Iran beziehen sich auf eine Reihe politisch motivierter Morde, die Ende der 1990er Jahre stattfanden. In dieser Zeit wurde eine Reihe von Dissidenten, Intellektuellen und kritischen Schriftstellern vom iranischen Regimes brutal ermordet. Die Opfer wurden häufig erstochen oder erdrosselt aufgefunden und die Morde wiesen ein eindeutiges Muster auf, daher der Begriff „Kettenmorde“.

Diese Morde wurden einer Gruppe von Agenten innerhalb des herrschenden Establishments zugeschrieben, die hauptsächlich mit dem Ministerium für Geheimdienste und Sicherheit (MOIS) verbunden waren. Den Opfern wurde häufig vorgeworfen, sie seien Gegner des Regimes oder Befürworter politischer Reformen.

Die Enthüllung, dass die Morde innerhalb der Regierung, insbesondere vom damaligen stellvertretenden Minister für Geheimdienste und Sicherheit, Saeed Emami, inszeniert wurden, versetzte die Öffentlichkeit in völligen Schock. Das Ministerium für Geheimdienste und Sicherheit (MOIS) versuchte, sich zu distanzieren und schrieb die Morde „Schurkenagenten“ zu. Es ging sogar so weit, Saeed Emami zu beschuldigen. Staatliche Medien berichteten, dass sein Körper laut Gerichtsmedizinern einen gefährlich hohen Arsengehalt im Blut aufwies. Um die Folgen abzumildern, behauptete das Regime, es wolle das Ministerium säubern, was zur Entlassung von etwa 1.000 MOIS-Agenten führte.

Da jedoch alle Stränge innerhalb des Geheimdienst- und Sicherheitsapparats letztendlich von den höchsten Beamten des Büros des Obersten Führers kontrolliert werden, handelte es sich bei diesem Schritt im Wesentlichen um eine PR-Fassade. Verfolgung, Festnahme, Folter und Tötung von Dissidenten sind nach wie vor ein systemischer Ansatz der sogenannten Agenda der „nationalen Sicherheit“ des Regimes.

Die Messerattacke auf Dariush Mehrjui ereignete sich 1,5 Jahre nach Veröffentlichung eines Videos des iranischen Regisseurs, in dem er vehement gegen die abweisende Haltung des Ministers für Führung und Kultur gegenüber seinen Forderungen protestierte. In einer gewagten Aussage warnte er das Regime, dass er Stellung beziehen werde, unbeeindruckt von den möglichen Konsequenzen. Mehrjui machte deutlich, dass er bereit sei, alles Notwendige zu tun, um seine Rechte zu sichern. Die jüngsten Ereignisse legen nahe, dass das Regime in seiner charakteristischen Weise reagiert hat.

https://x.com/iran_policy/status/1440728599686881286?s=20

 

 

Cyberangriffe des iranischen Geheimdienstes und des IRGC auf die Mojahedin-Website aus 60 Ländern am Freitag, den 13. Oktober

Aufruf zur Bekämpfung von Cyber-Banditentum und Terrorismus des religiösen Faschismus im 184. Angriff seit Beginn des iranischen Jahres 1401 (März 2022)
Die Serie von aufeinanderfolgenden Angriffen am Freitag hat die Firewall der Mojahedin-Website zum Einsturz gebracht

Aus Feindseligkeit und Rache gegenüber dem Aufruf des Präsidenten des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI), den “Schlangenkopf” des Regimes für die Freiheit des Iran und den Frieden und die Stabilität in der Region ins Visier zu nehmen, der von den Landsleuten in der besetzten Heimat begrüßt wurde, hat das Regime der Mullahs seine Verschwörungen und seinen Cyberterrorismus erheblich ausgeweitet.

Allein am Freitag, dem 13. Oktober, starteten das Geheimdienstministerium und der IRGC unter dem Kommando von Khamenei von 1 Uhr morgens bis 22 Uhr abends eine Serie von zehn schweren und miteinander verbundenen DDOS-Angriffen auf die Website Mojahedin.org, die von 60 Ländern ausgingen. Zu diesen Ländern gehörten die Vereinigten Staaten, Kanada, Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Finnland, China, Indien, Brasilien, Venezuela, Singapur, Russland, Südkorea, Vietnam, Thailand, Aserbaidschan, Taiwan, die Türkei und Japan.

Diese Angriffe erreichten eine Spitzendichte von über 75 Millionen Anfragen pro Sekunde und überstiegen zeitweise 8 Gigabyte pro Sekunde an Downloadvolumen. Obwohl es sich um den 184. Cyberangriff des iranischen Regimes auf die Website Mojahedin.org seit Beginn des iranischen Jahres 1401 (März 2022) handelte, konnten die Techniker und Experten der Website diese Versuche mit entschlossenen Verteidigungsmaßnahmen und gegen die gewaltige Firewall der Website Mojahendi.org vereiteln.

Der iranische Widerstand fordert die Vereinten Nationen, die Internationale Fernmeldeunion (ITU) und die Europäische Union auf, den organisierten Terrorismus und den systematischen Cyber-Terrorismus des im Iran herrschenden religiös-faschistischen Regimes entschieden zu verurteilen, und verlangt sofortige und wirksame Maßnahmen als Reaktion auf diese Bedrohung.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)

14. Oktober 2023

Kann das iranische Regime die Gaskrise beheben?


Während eines dreitägigen Besuchs des iranischen Erdölministers Javad Owji in Moskau anlässlich der Konferenz „Russische Energiewoche“ gab der russische Präsident Wladimir Putin bekannt, dass „Teheran Gespräche mit Moskau über den Kauf von Gas führt.“
Zuvor war während eines Besuchs einer Gazprom-Delegation im Iran im Juli letzten Jahres eine Vereinbarung über den Kauf von Gas aus Russland durch das Regime unterzeichnet worden. Bei diesem Besuch wurden auch mehrere weitere Abkommen in verschiedenen Energiesektoren im Iran unterzeichnet.

Doch obwohl Teheran „die größten Öl- und Gasabkommen in der Geschichte des Landes im Wert von 40 Milliarden US-Dollar“ angekündigt hat, hat Russland keines dieser Memoranden in Verträge umgewandelt. Derzeit verhandelt Russland lediglich über den Verkauf seines überschüssigen Gases an den Iran.

Obwohl der Iran über die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt verfügt, befindet er sich in der paradoxen Lage, Gas importieren zu müssen. Jahrzehntelange Wirtschaftssanktionen, fehlende Investitionen, veraltete Fördertechniken und ein wachsender inländischer Energiebedarf haben die Gasproduktionskapazitäten des Landes belastet. Am wichtigsten ist, dass Missmanagement und Korruption den Aufbau der notwendigen Infrastruktur behindert haben, um seinen Gasreichtum effizient zu nutzen und zu verteilen.

Vor etwa einem Jahrzehnt unterzeichnete das Regime zahlreiche Öl- und Gas-Memoranden mit mehreren russischen Unternehmen, von denen keines umgesetzt wurde.
Vor der militärischen Invasion der Ukraine im Februar letzten Jahres exportierte Russland jährlich über 17 Milliarden Kubikmeter LNG in die Europäische Union und zusätzlich 133 Milliarden Kubikmeter Erdgas über Pipelines. Diese Zahlen machten im Jahr 2021 68 % der gesamten Gasexporte Russlands aus.

https://x.com/iran_policy/status/1524276115237441537?s=20

Im vergangenen Jahr sanken die Gasexporte Russlands über Pipelines in die Europäische Union auf weniger als die Hälfte und die Europäische Union plant, bis zum Ende dieses Jahrzehnts völlig unabhängig von russischem Gas zu werden.
Die russische Pipeline nach China, bekannt als „Macht Sibiriens“, verfügt über begrenzte Kapazitäten. Darüber hinaus zögert die Türkei, die Gasimporte aus Russland zu erhöhen. Angesichts der fehlenden Aussichten für die Entwicklung von LNG-Anlagen für den Gasexport in östliche Märkte erkundet Russland nun den iranischen Markt.

Russland könnte über die Gaspipeline Russland-Turkmenistan jährlich 12 Milliarden Kubikmeter Gas in den Iran exportieren und sich über die Pipeline Dowlatabad-Sarakhs-Khangiran bis zum Gasfeld Turkmenistan-Dowlatabad an der Grenze zum Iran erstrecken.
Es gibt auch eine ältere Pipeline mit einer jährlichen Transportkapazität von 8 Milliarden Kubikmetern Gas von Turkmenistan in den Iran, die nicht an die Gaspipeline Turkmenistan-Russland angeschlossen ist. Allerdings kann Russland durch Gas-Swap Vereinbarungen mit Turkmenistan weitere 8 Milliarden Kubikmeter Gas an den Iran liefern.

Jedes Jahr ist das Regime im Iran im Winter mit einem gravierenden Gasdefizit konfrontiert und daher anfällig für soziale Unruhen und Proteste. Daher hofft man, dass Investitionen des russischen Konzerns Gazprom dem Regime trotz seiner Probleme und der enormen Schulden von 61 Milliarden Dollar aus der Gaskrise helfen könnten.
Die Gesamteinnahmen Russlands aus Öl- und Gasexporten sind im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 % gesunken und erreichten etwas über 37 Milliarden US-Dollar.

In dieser schwierigen Finanzlage ist die Erwartung Teherans an Gazprom oder die russische Regierung, in die Öl- und Gasfelder des Landes zu investieren, ein Zeichen der Verzweiflung.

https://x.com/iran_policy/status/1695540368819749277?s=20
Darüber hinaus beziehen sich einige der im vergangenen Jahr zwischen Gazprom und Iran unterzeichneten Vereinbarungen auf Projekte, für die Russland nicht über die Technologie verfügt. Es ist auch offensichtlich, dass der Iran ein potenzieller Rivale Russlands auf den globalen Öl- und Gasmärkten ist und seine strategische Allianz mit Russland seinen wirtschaftlichen Vorteilen stark widerspricht.

Während der Ölminister des Regimes, Owji, in Russland behauptete, dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern den Iran zu einem „Gas-Hub“ machen könnte, der es den nördlichen Nachbarn Irans ermöglichen würde, ihr Gas über das iranische Territorium zu exportieren, bleibt diese Aussage angesichts der internationalen Isolation des Regimes ein leeres Versprechen.

Obwohl während der Präsidentschaft von Mahmud Ahmadinedschad ein Abkommen mit Pakistan über den Kauf von Gas aus dem Iran ab 2015 unterzeichnet wurde, blieb das Abkommen auf dem Papier. Wie hoch die Importe aus Russland dieses Mal sein werden, bleibt in der Praxis abzuwarten.
Daher bietet die jüngste Aktion des Erdölministers des Regimes, genau wie andere diplomatische Theatralik der Raisi-Regierung, kaum mehr als aufmerksamkeitsstarke Schlagzeilen für das inländische Publikum und Stoff für die internen Konflikte des Regimes.