Wednesday, December 17, 2025
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Bagdad wirft dem Teheraner Regime Waffenschmuggel vor

Regierungssprecher: Bei Offensive in Basra wurde iranisches Kriegsgerät sichergestellt – "New York Times": Hisbollah bildet Aufständische aus

Der Standard – Bagdad/Washington – Die irakische Regierung hat nach eigenen Angaben Beweise dafür, dass im großen Stil iranische Waffen in den Irak geschmuggelt werden. Regierungssprecher Ali al-Dabbagh sagte nach einem Bericht der US-Zeitung "Washington Post" vom Montag: "Wir haben dafür konkrete Beweise". Während der am 25. März begonnenen Offensive in der südlichen Stadt Basra seien Waffen aus iranischer Produktion gefunden worden, erklärte Al-Dabbagh. "Nun müssen wir feststellen, wer sie geschickt hat", fügte er hinzu.

Die irakische Zeitung "Al-Sabah" berichtete am Montag unter Berufung auf Verteidigungsminister Abdul Kader al-Obaidi, in Basra sei eine Boden-Boden-Rakete größeren Kalibers gefunden worden. Die Rakete sei im Jahr 2007 hergestellt worden, womit klar ist, dass sie nicht aus den Restbeständen der alten irakischen Armee stammen kann.

Al-Dabbagh, dessen Regierung eigentlich gute Beziehungen zu Teheran pflegt, warf der iranischen Führung zudem vor, sie mische sich in die Angelegenheiten der Iraker ein. Derartige Vorwürfe hatte bisher nur Washington den Iranern gemacht, aber nicht die von Schiiten dominierte irakische Regierung.

Die USA werfen der libanesischen Hisbollah vor, im Iran irakische Extremisten auszubilden. Die USA seien im Besitz der Aussagen zahlreicher Gefangener, die dies belegten, sagte ein Sprecher der US-Streitkräfte am Montag. Diese Unterlagen seien unlängst der irakischen Regierung übergeben worden. Die Ausbildung der Iraker finde in der Nähe von Teheran in Lagern statt, die von Sondereinheiten der iranischen Revolutionsgarden betrieben würden.

Die US-Regierung hat dem Iran wiederholt vorgeworfen, schiitische Extremisten im Kampf gegen US-Kräfte und Regierungssoldaten im Irak auszubilden. Der Iran hingegen macht die Präsenz der US-Truppen im Irak für die Gewalt verantwortlich. Das iranische Außenministerium warf den USA am Montag vor, ein Massaker am irakischen Volk zu verüben. Weitere Gespräche mit der US-Regierung zur Verbesserung der Sicherheitslage in dem Nachbarland seien deshalb sinnlos.

Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
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