Wednesday, February 8, 2023
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Ist es eine Fatwa, um Maliki zu schützen?

Asharq Al-Awsat Newspaper’s -Von Tariq Alhomayed
Eine neue schiitische Fatwa wurde an die Iraker von einem schiitischen Geistlichen im Iran, Ayatollah Kazem al-Husseini al-Haeri, herausgegeben. In ihr wird es verboten, für jeden anderen säkularen irakischen Kandidaten zu stimmen, egal in welcher irakischen Regierungseinrichtung. Mit anderen Worten, die Fatwa besagt, dass die Iraker nur schiitische Geistliche wählen dürfen. Was hat das mit der so genannten irakischen Demokratie zu tun?

Selbst wenn einige nur sagen, dass diese Fatwa die Wahl von Regierungschef Nuri al-Maliki gegen andere Kandidaten schützen und Vertrauen gewinnen sollte oder ihn dazu bringen sollte, zu keinem schiitischen Saddam Hussein zu werden, so ist die Fatwa weit mehr als das. Es hat eine klare Aussage, die an den Weg von Chomeni im Iran erinnert und es gibt die Mentalität der schiitischen Geistlichen wieder, die in seinem Dunstkreis agieren.  Diese Fatwa verbietet die Wahl säkularer Kandidaten und sie erklärt die Position des Iran im Libanon oder dessen, was in Bahrain passiert und gar die Entwicklungen in Syrien, Ägypten, Jemen und all der anderen Länder, die vom so genannten arabischen Frühling getroffen wurden.

Es ist klar, dass die schiitischen Machthaber im Iran glauben, dass Demokratie nur sinnvoll ist, wenn sie dabei hilft, dass schiitische Geistliche an die Macht kommen. Natürlich will dies niemand, außer diejenigen, die mit dem Iran verbunden sind, egal ob Schiiten oder Sunniten. Zu ihnen gehören Gruppen wie die muslimischen Bruderschaften, die in Verbindung mit dem Iran stehen, die Hamas oder die Bruderschaften in Ägypten und anderer Golfstaaten und nicht zu vergessen sie Huthis im Jemen. Der Iran und jeder, der im Orbit um den verstorbenen Chomeni kreist glaubt, dass Demokratie nur dazu dient, um die eigene Macht zu vergrößern, es geht um keine Annäherung und einen Dienst an der Gemeinde oder dem Staat in unserer Region, es geht um das Dienen und Vergrößern der Macht der schiitischen Revolution von Ajatollah Chomeni. Wir können das heute gut anhand der Fatwa von al-Haeri sehen und es gibt die gleichen Muster in Bahrain, Syrien, Libanon und Jemen und sie ist auch konsistent mit den muslimischen Bruderschaften in Ägypten und selbst in Libyen gab der große Mufti (von den arabischen Medien diese Woche quasi ignoriert) bekannt, dass des eine suspekte iranische Bewegung in dem Land gäbe. 

Es geht also nicht nur um al-Maliki, es geht vielmehr darum ,die Präsenz der Schiiten um Chomeni im Irak und in der gesamten Region zu vergrößern und alle Kräfte zu stärken, die mit dem Iran in Verbindung stehen, im Geiste oder durch finanzielle Unterstützung. Hier gilt das Prinzip, der Feind meines Feindes ist mein Freund und daher wird auch die Verbindung zu al-Qaida genutzt. Diese Erneuerung der Gefahr aus dem Iran und seine Rolle in der Region und diese Fatwa sind die Antwort der irakischen Schiiten, der Schiiten in Bahrain, im Libanon und von anderen Gruppen in dieser Region. Wir brauchen daher eine entschiedene Antwort von weisen und rational denkenden Schiiten, wir haben oft dazu aufgerufen. Wie können diese jedoch die Rechte von Minderheiten schützen, Reformen einleiten und am politischen Prozeß teilnehmen, wenn sie durch so eine Fatwa ruhig gestellt werden, die nur die Wahl schiitischer Geistlicher zuläßt? Es sind die gleichen Mechanismen, die alle Verbündeten von Teheran in der Region anstreben, vor allem die muslimischen Bruderschaften in der ganzen Region, die politische Reformen und Demokratie fordern.

Sie müssen Antworten liefern, damit wir sicher sein können, ob sie wirkliche Reformen wollen oder nicht eher den Weg von Chomeni vertreten, nachdem dieser nicht mehr nur auf Schiiten begrenzt ist. Wer von ihnen wird im Irak oder Bahrain und in der gesamten Region auf diese Frage antworten?