Thursday, December 8, 2022
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UNHCR soll sich um Vermeidung einer humanitäre Katastrophe des iranischen Widerstandes in Camp Ashraf kümmern

Von Celine Zünd
Der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) rief durch seine Unterstützer in aller Welt und in Genf wiederholt die Vereinten Nationen auf, alle notwendigen Schritte zum Schutz von ca. 3400 Freiheitskämpfern in Camp Ashraf, 60 km nordöstlich von Bagdad, zu unternehmen.

Ein Artikel in der schweizerischen Zeitung Le Temps beschrieb Maryam Rajavi, die Präsidentin des iranischen Exilparlamentes, mit warmen Worten, als sie am Donnerstag abend eine Rede in der Victoria Halle in Genf hielt.
 
Frau Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran und die Stimme der Bewohner von Ashraf, hat ein breites Lächeln. Sie erinnert die gesamte Welt daran, dass es immer noch eine Krise im Camp gibt und dass die Bewohner des Camps, Mitglieder der iranischen Hauptopposition gegen das Teheraner Regime im Exil (PMOI), mehrmals Ziel von Angriffen durch irakische Truppen waren, wie zuletzt am 8. April 2011, wo 36 Männer und Frauen getötet und mehrere Hundert verwundet wurden.

Laut des NWRI leben die Flüchtlinge nun unter der Bedrohung weiterer Angriffe, die wieder durch das irakische Regime in Zusammenarbeit mit der iranischen Regierung und unter dem Druck eines Ultimatums der irakischen Regierung zur Räumung ihrer Häuser bis zum Ende des Kalenderjahres erfolgen können.

Die Konferenz vom Donnerstag, die in einem Theater in Genf abgehalten wurde, lockte mehr als Tausend Mitglieder der iranischen Gemeinschaft, die überall in der Welt verstreut sind, an. Es war eine großartige Gelegenheit für den NWRI, die internationale Gemeinschaft wieder einmal auf die schwere Situation von Ashraf aufmerksam zu machen.

Obwohl es Anlass zur Hoffnung gibt, nachdem in der letzten Woche die Bewohner von Ashraf durch den UN Hohekommisar für Flüchtlinge als Asylsuchende anerkannt wurden, betonte Frau Rajavi, trotz des Lobs für den Schritt des UNHCR, dass dies nur ein erster guter Schritt sei und nicht ausreichend genug und rief die UNHCR auf, den Bewohnern von Ashraf den vollen Status von Flüchtlingen anzuerkennen. 
 
Die NWRI Präsidentin forderte zudem das US Außenministerium auf, die Volksmojahedin Iran (PMOI), und damit auch die Bewohner von Ashraf, von der Liste der ausländischen Terrororganisationen zu nehmen.

Die Bewohner von Ashraf sind Mitglieder der PMOI, der größten iranischen Widerstandsgruppe, welche 1997 auf die Liste kamen, damit die US Regierung Fortschritte zwischen Teheran und Washington erreichen konnte.

Mehrere Würdenträger unterstützen Camp Ashraf, darunter auch viele US Amerikaner, wie der frühere New Yorker Bürgermeister Rudi Giuliani, der am Donnerstag auch eine Rede hielt.

Hinzu kamen weitere Unterstützer aus der Schweiz und den Räten in Genf und die Abgeordnete Rémy Pagani. Eric Voruz sagte, dass „die Helden und Heldinnen von Ashraf unter einer inhumanen Blockade leiden“. Er bezog sich damit auf die Belagerung von Camp Ashraf durch das irakische Militär und Hindernissen bei der medizinischen Versorgung für die Verwundeten des Camps.

„Die UN sollte ein Beobachterteam im Camp einsetzen. Sollte es zu einem weiteren Massaker kommen, dann werden wir sie zur Verantwortung ziehen“, ergänzte sie.

„Je länger wir warten, desto mehr stehen die Menschen in Ashraf unter der Gefahr eines weiteren Angriffes“, sagte Rudi Giuliani unter einer jubelnden Menge in der Konferenzhalle.
 
Jede Veranstaltung und Konferenz des iranischen Widerstandes in der Welt wird von einer massiven Unterstützung der Exiliraner und einer enthusiastischen Finanzierung der Organisation unterstützt.

Die PMOI hat die Möglichkeiten, die Disziplin, die Unterstützung im Volk und die organisatorischen Fähigkeiten, große Mengen zusammen zu ziehen, die für ihre Sache kämpfen und dessen Sympathisanten sie finanziell unterstützen.

„Die Finanziers möchte man aus „Gründen der Sicherheit“ nicht öffentlich machen. “ sagt Afshin Alavi, ein Vertreter des NWRI. Er ergänzt, dass die meiste finanzielle Unterstützung aus der iranischen Gemeinschaft kommt. In gewissen Abständen hält daher der TV Sender des Widerstandes (Iran National TV) Telefonshows ab, damit Geld für Ashraf zusammen kommt. „Beim der letzten Aktion kamen 3 Millionen $ (2,3 Millionen Euro) aus dem Iran und dem Ausland zusammen.“