Tuesday, February 7, 2023
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Der wirkliche Schatten, der auf Syrien liegt, kommt von den Mullahs des Iran

Von Christopher Booker

Quelle: Telegraph.co.uk

Bei all den Bemühungen, zu entwirren, wer in dem unsäglichen Durcheinander, das in Syrien vorherrscht, für wen ist, wird ein entscheidender Teil des Puzzles oft übersehen. Wir wissen: Rußland ist für Assad und gegen ISIL und andere syrische Rebellen. Die Türkei ist gegen Assad und ISIL,

doch ebenso gegen Rußland und die Kurden. Die Kurden sind gegen Assad, ISIL und die Türkei. Die von den USA geführte Koalition ist gegen ISIL und für die Kurden, die Türkei und die übrigen syrischen Rebellen. 

Jedoch der andere entscheidende Teilnehmer an dem grausamen Spiel wird leicht übersehen – die Großmacht der Region, ohne deren militärische Unterstützung Assad schon längst verschwunden wäre: die Diktatur der schiitischen Mullahs von Teheran. Seitdem sein Land zerfällt, wurde Assad hauptsächlich von der Quds-Truppe gestützt, dem ausländischen Arm des Corps der Iranischen Revolutionsgarden. Schon jahrelang schürt sie den Terror im Mittleren Osten, von Libanon bis nach Afghanistan, und nicht zuletzt im Irak, wo die Art, wie sie die schiitischen Milizen unterstützte, die Truppen der US und Großbritanniens, die das Land nach 2003 besetzt hielten, tödlich bedrohte. 

Seitdem die Armee Assads zerrieben wurde, stellt die Quds-Truppe die Vorhut des Kampfes dar. Sie wird dort von einigen ihrer höchsten Offiziere geleitet. An ihrer Seite stehen 

25 000 Kämpfer der Hisbollah, die sie im Libanon unterstützen, und Söldner aus Afghanistan und Pakistan. Ihr Hauptziel ist – man sieht es an der anhaltenden Schlacht um Aleppo – nicht ISIL, sondern es sind die anderen syrischen Rebellen. 

Doch in den zurückliegenden Monaten hat, wie wir von dem gut informierten Nationalen Widerstandsrat des Iran (NCRI), der wichtigsten Gruppe, die sich im Iran und im Ausland darum bemüht, die Tyrannis in Teheran durch eine säkulare, demokratische Regierung zu ersetzen, erfahren, die Quds-Truppe in Syrien einen schweren Rückschlag erlitten. Viele von ihren führenden Offizieren, darunter einer ihrer Kommandeure, Brigadegeneral Hossein Hamedani, sind gefallen, und sogar der Oberbefehlshaber der Truppe, Qassem Suleimani, wurde Berichten zufolge schwer verletzt. 

Der NCRI ist eindeutig der Meinung, daß Syrien, solange Assad nicht entfernt worden ist, nicht zum Frieden zurückkehren kann. Die westlichen Alliierten behaupten, seine Entfernung könne nur von der „Freien Syrischen Armee“ bewerkstelligt werden. Sie verfügen aber keine Darstellung, mit dem sie den Hauptfeind der „Freien Syrer“, den Iran bemänteln könnten; sie ließen sich durch das unlängst von dem „gemäßigten“ Präsidenten des Iran, Hassan Rouhani, abgegebene Versprechen, sein Land werde den Plan, Atomwaffen zu bauen, nicht weiter verfolgen, einwickeln – eine Verpflichtung, durch die, wie der NCRI (der den Westen als erster – im Jahre 2002 – auf die atomaren Aspirationen des Iran aufmerksam machte) behauptet, der Westen hinters Licht geführt wird. Wir können uns aber mit dem anderen Hauptverbündeten Assads, mit Rußland, keinen Konflikt leisten. Daher setzen wir einfach die Bombardierung von ISIL fort, während das syrische Volk gezwungen ist, weiterhin in der erschreckendsten und gefährlichsten Tragödie unserer Zeit auszuharren.