Sunday, November 27, 2022
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Die „Europäische Vereinigung Freiheit für den Irak (EIFA)“ warnt vor zunehmender Anwesenheit militanter iranischer Sektierer im Irak

Es mehren sich alarmierende Berichte von der Anwesenheit der terroristischen Quds-Truppe des iranischen Regimes und mit ihr verbundener Milizen in verschiedenen Teilen des Irak sowie Gerüchte, sie hätten sich die Luftangriffe der Vereinigten Staaten zu nutze gemacht,

um ganze Regionen des Landes einzunehmen – so die „Europäische Vereinigung Freiheit für den Irak“.

Die Berichte fügen hinzu, diese Milizen behandelten die Bevölkerung keineswegs weniger grausam als der terroristische „Islamische Staat (IS)“. Die Vereinigung warnt: „Stabilität und Frieden sind im Irak ohne die Vertreibung des iranischen Regimes und seiner Revolutionsgarden und Milizen unmöglich.“

Struan Stevenson, Vorsitzender der „Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zum Irak“ (2009 bis 2014) und Präsident der „Europäischen Vereinigung Freiheit für den Irak (EIFA)“ sagte: „Jede Beteiligung dieser Truppen an gegen IS (ISIS) gerichtete Operationen würde die Situation nur verschlimmern und die Krise verschärfen. Die EIFA warnt: Den Mullahs und ihren Günstlingen im Irak sollte es nicht gestattet werden, die gegenwärtige Krise zum Mittel dafür zu benutzen, die sektiererische und repressive Politik, die die achtjährige Amtszeit Malikis kennzeichnete, fortzusetzen, um erneut den Irak zu einem willfährigen Satelliten des Iran zu machen. Jede Lösung der gegenwärtigen Krise, die die Notwendigkeit ignoriert, das iranische Regime aus dem Irak zu vertreiben, würde fehlschlagen und nur den Interessen Teherans dienen.“ 

Presseerklärung der EIFA am 22. September 2014

Wichtige Nachrichten zur direkten militärischen Einmischung des iranischen Regimes im Irak

Am 18. September strahlte das farsi-sprechende Programm von BBC ein erstaunliches Bild davon aus, wie das iranische Regime mit seinen Revolutionsgarden und Milizen sich in die Angelegenheiten des Irak einmischt. In einem Bericht von Stellungen der Milizen des 9. Badr heißt es: „In der Schreibstube des Badr-Corps in Touz Khormato erregen besonders zwei Dinge Aufmerksamkeit: ein Bild von Ayatollah Khamenei hinter dem Kommandeur … und die Tatsache, daß das Zimmer von Uniformierten gefüllt war, von denen die meisten fließend farsi sprachen.“ Der Reporter zitierte dann den Leiter des in der Stadt Jaloula ansässigen Ortsverbandes der „Kurdischen Demokratischen Partei (KDP)“ sowie Kommandeur der in dieser Gegend stationierten kurdischen Truppen und sagte: „Ich fragte ihn über Abmachungen zur Zusammenarbeit zwischen dem Iran und dem irakischen Kurdistan. Er antwortete, sämtliche Bombardierungen würden von den iranischen Truppen ausgeführt, die in der Umgebung der Städte Sadiyeh und Jaloula stationiert seien; das Gebiet werde beständig von Qasem Soleimani in Begleitung seiner Soldaten besucht – zur Absprache weiterer Operationen mit den Peshmerga. Herr Marouf erklärte, ab und zu besuche der Kommandeur der Quds-Truppe die Gegend sogar in Fahrzeugen, die das Zeichen ‚IRGC’ trügen.“

Das Fernsehen von „Al-Jasira“ berichtete am 15. September von einem Kontrollpunkt der Badr-Miliz nördlich von Amerli; es zeigte einen ihrer Kommandeure, der vor Ort auf farsi Befehle ausgab. Er sagte: „Die schiitischen Milizen erhalten ihre Befehle nicht von den Peshmerga. Einer von deren Kommandeuren filmte diesen Mann an dem Tag, als Amerli fiel. Dieser Kommandeur der Peshmerga hat neben den irakischen Schiiten viele iranische Kämpfer gesehen. …“

Ähnlich schrieb die „New York Times“ am 16. September in einem Bericht aus dem Irak: „Ende Juli heißt es in einem Bericht der Forschungs- und Rechtsabteilung von ‚Human Rights Watch’, sie besitze Dokumente von der Tötung von 109 Sunniten – 48 im März und 61 zwischen dem 1. Juni und dem 9. Juli – in den Dörfern und Städten um Bagdad. Zeugen, medizinisches Personal und Regierungsvertreter gaben einstimmig schiitischen Milizen die Schuld daran; ‚in vielen Fällen identifizierten Zeugen die Miliz als Asaib Ahl al-Haq’.“ Die französische Tageszeitung „Le Figaro“ brachte am 20. September einen langen Artikel über den Irak. Darin wird Jafar Mostafa von der KDP wie folgt zitiert: „Der Iran hat uns militärische Hilfe angeboten und erklärt, er werde uns Militärberater schicken – besonders zum Einsatz von schweren Waffen und Artillerie; 300 Revolutionsgardisten wurden in die Gegend entsandt – zur Rückeroberung von Amerli.“

In dem Artikel wird auch Molla Bakhtiar, ein kurdischer Kommandeur der Südfront, zitiert. Es heißt: „Bei den Luftschlägen spielen die USA eine sehr wichtige Rolle, doch am Boden ist der Iran sehr wichtig.“ Einige Tage zuvor warnte David Petraeus, der frühere Kommandeur der Koalitionstruppen im Irak: „Die Vereinigten Staaten dürfen sich nicht zur Luftwaffe der schiitischen Milizen machen.“ Und das „Foreign Policy Magazine“ schrieb am 18. September: „Gegenwärtig rekrutieren und kämpfen im Irak mehr als 50 schiitische Milizen. Diese Gruppen entziehen der irakischen Armee mögliche Soldaten und Polizisten und senden ihre Kämpfer in stark ideologisierte, anti-amerikanische und kraß sektiererische Organisationen. Viele dieser Auszubildenden werden nicht eingesetzt, um die sunnitischen Jihadisten zurückzuschlagen; in vielen Fällen setzen sich aus ihnen Hinterlandstruppen zusammen, die Gegenden kontrollieren, welche angeblich von Bagdad kontrolliert werden.

Zu Anfang Juni haben schiitische Milizen an der Seite der irakischen Sicherheitskräfte Berichten zufolge 255 Häftlinge hingerichtet, darunter Kinder. ‚Kataib Hezbollah’, eine Gruppe, die von den USA als terroristisch eingestuft wird und direkt für den Iran arbeitet, benutzte sogar Hubschrauber der irakischen Regierung, um während der Schlacht Waffen und Gerät zu transportieren. Der Iran ist bei der Entwicklung der schiitischen Milizen des Irak führend. Seit Mai 2013 verstärkt Teheran sein Netzwerk neuer und alter Günstlinge im Irak, um einen beständigen Zufluß von Kämpfern nach Syrien zu ermöglichen. Zum Beispiel prahlt Kataib Hezbollah – eine Miliz, die im Jahre 2007 mit Hilfe der libanesischen Hezbollah gebildet wurde – mit großen Truppenkonzentrationen südlich der Städte Bagdad, Diyala und Amerli. Die Badr-Organisation, eine mehrere tausende zählende bewaffnete Gruppe und einer der wichtigsten Klienten des Iran im Irak, ist ein weiterer Eckpfeiler bei der Entwicklung schiitischer Milizen durch Teheran. … Der Einfluß der Badr-Truppe ist in Bagdad am größten. Er reicht weit hinein in die inneren Sicherheitskräfte des Irak; sie soll viele Gruppen der Polizei und Spezialeinheiten direkt leiten. Auch in der politischen Sphäre übt Badr großen Einfluß aus: Sie hat sich in der irakischen Regierung Schlüsselpositionen gesichert. …

Ein weiteres Organ des Iran im Irak ist Asaib Ahl al-Haq. … Während des Krieges ragte sie durch Infamie bei der Entführung und Hinrichtung britischer Partner und amerikanischer Soldaten hervor. Die Gruppe hat viele Kämpfer nach Syrien entsandt, und zu Beginn des Jahres 2014 begann sie, die ruhige irakische Provinz Anbar zum Kampf gegen die sunnitischen Feinde der Regierung auszustatten. Die wachsende Macht dieser Milizen zeigt, daß die irakische Regierung trotz der Entfernung Malikis als Premierminister eng mit sektiererischen Kräften verbunden bleibt. Diese Milizen haben sich im allgemeinen in ihren Operationen von Bagdad unabhängig gehalten, selbst in der Art, wie sie sich des entstehenden demokratischen Systems bedienen, um sich der Unterstützung durch politische Organe zu versichern. Es handelt sich bei ihnen nicht nur um Gebilde zusätzlich zum Staat, sondern sie  s i n d  der Staat, sie folgen keiner in Bagdad vorhandenen Autorität, sondern einzig ihren geistlichen Führern in Teheran.“