Sunday, December 4, 2022
StartTerrorregimeEs ist eine geeinte Front nötig, um des islamistischen Extremismus zu besiegen

Es ist eine geeinte Front nötig, um des islamistischen Extremismus zu besiegen

Von Kasra Nejat

Quelle: ST.LOUIS POST-Bericht

Die Ermittler versuchen noch herauszubekommen, ob das schreckliche Gemetzel in San Bernardino, Kalif., der neueste Fall von internationalem Terrorismus war, dieses Mal auf dem Territorium der USA. Jetzt ist es aber wichtig,

gleichsam zurückzutreten und den Ursachen dieses Wahnsinns nachzugehen.

Der islamistische Extremismus hat nicht in der Zeit nach der von den USA angeführten Invasion in den Irak angefangen, obwohl diese sicher auch eine Rolle gespielt hat bei der Destabilisierung einer Region, die schon wackelig gewesen ist. Nein, er reicht zurück bis ins Jahr 1979, als Ayatollah Khomeini und seine Anhänger die Regierung im Iran gestürzt und eine Theokratie errichtet haben, die eigentlich ins 7. Jahrhundert gehört.

Was kann jetzt aber getan werden? Das Problem muss auf zwei Arten angegangen werden.

Das Militär kann Einiges an Notwendigem tun, aber es kann nicht die Schwierigkeiten vollkommen beiseite räumen.  Der einzige Weg, diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu beenden, besteht darin, die Geisteshaltung zu ändern, die diesen Extremismus zulässt und nährt, besonders wenn er im Namen des Islam auftritt.

Die Menschen fürchten sich heutzutage allenthalben vor den Muslimen, weil sie – durchaus zu Unrecht – glauben, dass dieses Blutvergießen von den Massen in der islamischen Welt unterstützt wird. In Wirklichkeit widersetzt sich eine breite Mehrheit der Muslime dem Terrorismus, weil sie wissen, dass dieser ihnen niemals ein besseres Leben bringt.

Aber da sie um ihr Leben fürchten, haben sie Angst, laut zu sprechen. Um also dem islamistischen Extremismus entgegen zu treten, muss zusätzlich zur Polizei, zum Militär und zu nachrichtendienstlichen Aktivitäten die muslimische Gemeinschaft selbst   sich der Wurzel dieses Problems zuwenden –  nämlich der Frage, was eigentlich zu solchen extremistischen Gruppen wie ISIS geführt hat.

Auf einer geopolitischen Basis lag der Hauptangelpunkt für das Wachstum des Islamischen Staats in Syrien.  Vieles deutet daraufhin, dass das Regime von Bashar Assad eine aktive Rolle bei der Schaffung von ISIS gespielt hat und dass Einheiten des syrischen Nachrichtendienstes mit gezieltem Kalkül das Wachstum der Gruppe in Kauf genommen haben. 

Es ist klar, dass ein Ende der Herrschaft Assads eine Voraussetzung dafür ist, ISIS dauerhaft zu bekämpfen. Es ist töricht, anzunehmen, ISIS könne besiegt werden, während Assad an der Macht bleibt. Deshalb erhebt sich die Frage: Welche Umstände haben bislang Assad an der Macht gehalten, die Krise in Syrien verschärft und die Bedingungen und den Nährboden für ISIS geschaffen?

Der wichtigste Unterstützer von Assad waren der Iran und die Gruppen, die mit ihm kämpfen wie die Hisbollah, seit der Bürgerkrieg in Syrien begonnen hat. Jetzt hat sich auch Russland ins Schlachtgetümmel begeben, vorgeblich um ISIS zu besiegen, aber in Wirklichkeit zur Unterstützung Assads.

Teheran war in dieser Hinsicht nicht zurückhaltend und beide vertreten und verteidigen diese Politik und Strategie. In einem vor kurzem in französischen Medien gegebenen Interview hat Irans Präsident Hassan Rohani ausdrücklich Assad verteidigt und die Fortsetzung seiner Herrschaft als wesentlich bezeichnet. Dies obwohl das Volk von Syrien in den letzten vier Jahren einen unglaublichen Preis gezahlt hat, um Assad loszuwerden.

Zusätzlich zu ISIS muss der Bedrohung durch den islamistischen Extremismus und Terrorismus in ihrer Gänze begegnet werden, insbesondere seit der Revolution im Iran im Jahr 1979. Die Mullahs haben Geiseln genommen (man erinnere sich an die Ereignisse um die US Botschaft), Selbstmordanschläge und Bomben auf offener Straße im Westen lanciert und die Unterdrückung des eigenen Volkes unter dem Deckmantel des Islam betrieben.

Die einfache Wirklichkeit ist, dass das Regime, dass im Iran herrscht, die Manifestation der schiitischen Version dieses düsteren Phänomens ist, ISIS dagegen die sunnitische Version – ein gemeinsames Phänomen, dass sich in zwei unterschiedlichen Formen manifestiert. 

Ironischer weise hat dieses Verhalten nichts mit dem Islam zu tun und sind gemäßigte Muslime im Gegenteil die  Hauptopfer. Zum Beispiel waren die Hauptopfer dieses ungezügelten Terrors die Mitglieder der Mujahedin-e Khalq (MEK), die gemäßigte Muslime sind. Erst im vergangenen Monat wurde Camp Liberty, wo mehrere Tausend Mitglieder der MEK wohnen, mit 80 Raketen angegriffen, wobei 24 Bewohner getötet worden sind.

Wie die Oppositionsführerin  Maryam Rajavi   unterstrichen hat, hat der Fundamentalismus im Namen des Islam – ob unter dem Banner der Schia wie bei dem, der in Teheran herrscht, oder dem der Sunniten und von ISIS – nichts mit dem Islam zu tun und dieses verhängnisvolle Phänomen, wo immer es sich zeigt, ist der Feind von Frieden und Menschlichkeit.

Ganz klar kann es keine Lösung für Syrien geben ohne die Absetzung von Assad und ohne dass man die Hauptunterstützer ins Blickfeld rückt, die Ayatollahs in Teheran.

Opfer und Ziele des islamistischen Terrorismus – Staatsmänner, Bürger und gemäßigte Muslime – müssen sich vereinigen, um dieser Bedrohung ein für alle Mal ein Ende zu setzen. Dies ist der richtige Augenblick dafür.

Kasra Nejat aus St. Louis ist Präsident der Iranisch-Amerikanischen Kulturvereinigung von Missouri, die ein Mitglied der Organisation der iranisch amerikanischen Gemeinschaften ist (oiacus.org).