Thursday, December 1, 2022
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Polizei ermittelt in Europa gegen iranische Geheimdienstagenten

In dem Maße, wie Agenten des iranischen Geheimdienstministeriums (MOIS oder VEVAK) in verschiedenen europäischen Ländern ihre Aktivitäten im Frühjahr 2000 verstärkten, haben die Polizeibehörden in diesen Ländern viele von ihnen verhört und sie wegen ihrer Verbindungen mit dem VEVAK verwarnt.

Karim Haghi, einer dieser Agenten, schrieb in einer Stellungnahme unter dem Namen einer Peyvand genannten Gesellschaft (einer Tarnorganisation der VEVAK in den Niederlanden):

"Am Dienstag, den 1. Februar 2000 kam ein Agent des holländischen Geheimdienstes in die Wohnung von Karim Haghi in Elst und begann nach einem einleitenden Gespräch, Namen aus einer Liste vorzulesen, zu denen auch die folgenden gehörten:
1- Bani-Sadr
2- Alireza Nourizafdeh
3- Bahman Niroomand
4- Nasser Khajeh-Nouri
5- Parviz Yaghoobi
6- Mehdi Khanbaba Teherani
7- Mehdi Khoshal
8- Asghar Barzoo (Schweden)
9- Bahman Rastgoo (Deutschland)
10- Jaafar Baghalnejad (Norwegen)
11- Hassan Khalaj (Norwegen)
12- Aabed Haj Esmaili (Großbritannien)
13- Hadu Shams Haeri (Holland)
14- Ghassem [Mohammad Tofigh Assadi] (Holland)
15- Hassan Alijani (USA)
16- Karim Haghi (Holland)
17- Frau Nadereh Afshari (Deutschland)  …

Der Geheimagent sagte, dass auf der Liste noch weitere Namen stünden, er sie aber nicht aussprechen könne und deshalb hier aufhöre. Er sagte: "Sie alle stehen in Kontakt mit dem iranischen Regime und haben ein weites Netzwerk gebildet … Sie müssen uns sagen, wer sonst noch im Kontakt mit dem iranischen Regime steht …Wir haben genügend Information über Ihre Verbindungen zum Regime und wissen, dass Ihre Publikation vom iranischen Regime finanziert wird. Wir wissen auch, dass Herr Shams Haeri mit dem Regime in Kontakt steht und dass sein Kontaktmann zum Geheimdienstministerium sein Bruder ist. Er ist nach Singapur gereist, um seine VEVAK-Kontakte zu treffen. Herr Parviz Yaghoobi, der in Frankreich lebt, hat auch Kontakt zum iranischen Regime … Wir wollen, dass die Niederlande ruhig und friedlich sind und möchten hier keine Demonstrationen und Kämpfe haben. Es ist das Beste für Sie, diese Art von Arbeit sofort aufzugeben, sich um ein normales Leben zu bemühen und an die Zukunft Ihrer Kinder zu denken. Wir wissen, daß Sie die Volksmojahedin hassen und sie Ihnen Schaden verursacht und Ihr Leben und Zukunft ruiniert haben. …"

Am gleichen Tag wartete ein anderer Geheimagent am Parkplatz in der Nähe der Arbeitsstelle von Frau Roya Roodsaz, Karim Haghis Ehefrau, und als sie in ihr Auto einsteigen wollte, stellte er sich vor und sagte ihr, er wolle sich mit ihr unterhalten. Er sprach über Haghis Aktivitäten und von wo die Gelder für die Peyvand-Publikation kämen. Der Geheimagent sagte ihr, dass Karim und seine Freunde ein ausgedehntes Netzwerk gebildet hätten und dass sie alle mit dem iranischen Regime in Kontakt stünden. Karim war einmal in diesem Zusammenhang nach Zypern gereist.
Gleichzeitig folgten zwei Polizeiwagen einem anderen Freund, der Herrn Haj Esmaili zum Bahnhof gebracht hatte. Als Haj Esmaili in den Zug einstieg, wandte sich jemand an diesen Freund und stellte ihm ähnliche Fragen.
Am gleichen Tag wandten sich sechs Personen in Gruppen zu zwei in drei deutschen Städten – Köln, Wiesbaden und Hannover – an Mehdi Khoshal, Bahman Rastgoo und Frau Nadereh Afshari und fragten sie nach den Kontakten und der Verbreitung der Peyvand-Publikation, wie sie finanziert werde usw. In der ersten Februarwoche wurden die Herrn Shams Haeri, Mohammad Reza Eskandari und dessen Frau Tahereh Khorrami (vom holländischen Sicherheitsdienst) befragt. Am 9. Februar kontaktierten zwei holländische Geheimagenten Ali Reza Mohseni in den Niederlanden und fragten ihn, was er über die oben aufgelisteten Namen wisse und über seine Kontakte mit Fereydoon Gilani…." (Statement des Herausgebers von Peyvand zitiert in der Wochenzeitung Mojahed Nr. 481, 22. Februar 2000)

Der Konterterrorismus-Ausschuss des Nationalen Widerstandsrates Irans brachte am 15. Februar eine Stellungnahme heraus, in der er feststellte, dass "in den letzten Wochen die Polizei und Sicherheitsbehörden in einer Reihe von Ländern, darunter in den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien, Norwegen und Kanada, an eine Reihe von VEVAK-Agenten herangetreten ist und sie bezüglich ihrer Aktivitäten verwarnt haben." In der Stellungnahme hieß es weiter:

"Wie die Agenten des Geheimdienstes der Mullahs ihren Vorgesetzten in verschiedenen Botschaften sowie im Hauptquartier in Teheran berichtet haben, hat die Polizei unbestreitbare Beweise wie Photographien und Tonbandaufzeichnungen von Gesprächen dieser Agenten mit ihren Betreuern im Geheimdienstministerium. Die Polizeibehörden haben detaillierte Informationen über die geheimen Reisen dieser Agenten in den Iran und andere Nachbarländer und in einigen Fällen in den Fernen Osten, wie Malaysia und Singapur, wo sie sich mit ihren Führungsoffizieren und Beamten des Geheimdienstministeriums trafen. Gleichermaßen wissen sie von Reisen einer Reihe dieser Agenten nach Europa und Amerika in den letzten Monaten und auch von dem Geld, das ihnen der iranische Geheimdienst gezahlt hat. In einigen Fällen weiß die Polizei sogar, wie hoch die wöchentlichen oder monatlichen Zahlungen an diese Agenten waren.
Zusätzlich wurden die Polizei und die Geheimdienstorganisationen darüber informiert, dass das Geheimdienstministerium der Mullahs Instruktionen an solche Agenten gegeben hat, wie sie auf Aufrufe der Polizei und anderer Behörden reagieren und wie sie sich unter dem Vorwand demokratischer Rechte verteidigen sollten. Die Polizei in den Niederlanden wusste seit 1994 von den Beziehungen zwischen Karim Haghi und dem Geheimdienstministerium sowie von seinen Reisen nach Zypern und Malaysia und den Treffen mit Repräsentanten des Geheimdienstministeriums der Mullahs.
Dem holländischen Sicherheitsdienst zufolge hatte das Ministerium für Information und Sicherheit Karim Haghi dafür benutzt, ein Netzwerk seiner Agenten in verschiedenen europäischen Ländern zu schaffen. Die Polizei verfügt über zahlreiche Photos von Karim Haghi zusammen mit offiziellen und bekannten Angehörigen des VEVAK. Der Vertrieb einer Zeitung namens Peyvand, die von Haghi produziert und voll und ganz vom MOIS finanziert wird, entspricht den Bemühungen des Geheimdienstministeriums, ein solches Netzwerk aufzubauen. Die Polizei hat eine Liste von Namen von Iranern, die vom VEVAK regelmäßig für ihre Tätigkeit für die Zeitung bezahlt werden.
Haghi hat, während er sich als politischer Flüchtling ausgab, für seine Reisen einen iranischen Pass mit dem Vornamen Mahmood und mit einem deutschen Visum benutzt. Das Geheimdienstministerium benutzt in vielen Fällen Karims Ehefrau, Roya Roodsaz, um ihn zu kontaktieren. Haghi schickt seine Frau nach Teheran, um sensitive Berichte zu liefern und um von seinen Kontakten spezielle Instruktionen zu erhalten. Einer seiner Kontakte im Ministerium ist ein Verhör- und Folterspezialist namens Nasseri. Er ist einer der beiden, die nach der Festnahme von Hamid Khorsand den Auftrag erhielten, auf jeden Fall für seine Freilassung zu sorgen. [Hamid Khorsand ist einer der Spione, die sich in das Netzwerk der Anhänger der Mojahedin in Deutschland eingeschlichen haben und der identifiziert und festgenommen wurde. Nach einem langen Prozess in Berlin wurde er zu achtzehn Monaten Haft verurteilt.]

Die Polizei weiß, dass Ahmad Shams-Haeri durch einen engen Verwandten im Iran Kontakt zum Geheimdienstministerium hat. Er wurde nach Singapur geschickt, um dort einen Repräsentanten des Ministeriums zu besuchen, und wird als eines der aktiven Mitglieder des Netzwerks betrachtet.

Die Polizei weiß auch von einer Reise Haj Ismailis nach Singapur, um VEVAK-Beamte zu treffen und von ihnen Geld zu bekommen. Haj Ismailis Zusammenarbeit mit MOIS-Agenten und den iranischen Botschaften in Großbritannien und den Niederlandes ist den Sicherheitsbehörden wohlbekannt. Er hat bei verschiedenen Gelegenheiten vom VEVAK Tausende von Dollars bekommen. Er ging vor einiger Zeit in die Niederlande und wohnte bei Haghi. Hassan Alijani kam zur gleichen Zeit aus den Vereinigten Staaten in die Niederlande, und sie trafen sich gemeinsam dort mit anderen VEVAK-Agenten und -Funktionären.
In Deutschland wandte sich die Polizei an Ali Akbar (Bahman) Rastgoo, Mehdi Khoshal und Nadereh Afshari und sagte ihnen, dass sie alles über ihre Verbindungen zu Geheimdienstministerium wisse. Sie befragten Rastgoo über die Gelder, die er vom VEVAK für seinen Beitrag zur Publizierung von Peyvand erhalten hatte.
Um die sinkende Moral ihrer enttarnten Agenten, die schockiert und erschrocken waren, als sie feststellen mussten, dass die Polizei und Sicherheitsbehörden in Europa von ihren VEVAK-Verbindungen wussten, zu schützen und zu heben, gab das Geheimdienstministerium ihnen die folgenden Instruktionen:

–    Verstärken Sie ihre Kontakte untereinander und teilen Sie ihre Erfahrungen im Umgang mit der Polizei und der Art von Fragen, die diese stellt, sodass er oder sie, wenn die Polizei irgendwen anspricht, weiß, was für Fragen zu erwarten sind.
–    Verbreiten Sie überall, dass das eine Verschwörung  der Mojahedin  ist und dass diese Versuchen, Ihre Aktivitäten zu stoppen.
–    Verbreiten Sie das Gerücht unter den Iranern, dass dieser Schritt der Polizei, eine internationale Verschwörung sei, sie zum Schweigen zu bringen.
–    Besprechen Sie diesen Vorgang mit Nourizadeh, Bani-Sadr und Khanbaba Tehrani und anderen, die Sie in der Vergangenheit unterstützt haben. Sie helfen Ihnen."

Es ist interessant, daß jeder dieser Agenten versuchen, Polizeidokumente abzulehnen und ihre Beziehungen mit Nachrichtendiensten der Mullahs zu vertuschen.

Diejenigen, die im Ausland aktiv an der schmutzigen Kampagne der Mullahs gegen die Mojahedin teilnehmen, sind von demselben Ursprung.