Wednesday, December 7, 2022
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Cyberangriffe des iranischen Regimes von Unternehmen für soziale Medien aufgedeckt

Facebook, Twitter und Alphabet (Tochterfirma von Google) löschten am Dienstag Hunderte Accounts, die mit iranischen Usern in Verbindung stehen.. Sie verbreiteten eine geopolitische Agenda in der ganzen Welt, sagte eine Firma für Cybersicherheit.

Die iranische Kampagne zur Verbreitung der Ziele des Regimes über ein Netzwerk und falsche Nachrichten und falsche Webseiten durch Personen auf Facebook, Instagram, Twitter, Google Plus und YouTube wurde von einer Firma für Cybersicherheit, FireEyeInc., aufgedeckt. Die Kampagne zielte auf User in den USA, Großbritannien, Lateinamerika und dem Mittleren Osten.

Untersucht wurde auch der Einfluß von Rußland bei den Kampagnen. FireEye sagte dazu, dass es mehrere Gründe für diese Kampagne gab. Die iranischen Aktivitäten sind zuerst einmal für die Iraner vorteilhaft gewesen, wie Themen um den US – Iran Atomdeal oder die Verbreitung einer „Anti – Saudischen, Anti – Israelischen und einer Pro – Palästina Politik“.

Die Ankündigung kommt zu einer Zeit, wo ausländische Nationen versuchen, die US Midterm Wahlen zu beeinflussen, die im November statt finden. Fire Eye sagte dazu, dass die iranischen Aktivitäten nicht „stark genug“ gewesen wären, um Einfluß auf die Wahl zu nehmen, obwohl viele Beiträge sehr kritisch zu Donald Trump waren, nachdem er beschlossen hatte, sich aus dem Atomdeal zurück zu ziehen. 

Lee Foster, ein Informationstechniker bei FireEye, sagte:“ Dies könnte zeigen, dass es mehr Versuche gibt, die inländische US Politik zu beeinflussen, aber bisher ist dies nicht messbar geschehen.“

Laut FireEye sind die Aktivitäten dramatisch angestiegen, nachdem Trump die Wahl gewonnen hatte, obwohl die Domain von Fakeseiten wie „US Journal“ oder „Liberty Free Press“ bereits einige Jahre vorher erworben und dann jahrelang inaktiv waren.

FireEye sagte nicht, ob die Accounts einer spezifischen Organisation oder Personen gehörten. Sie berichteten jedoch in „angemessener Vertraulichkeit“, dass es zahlreiche Verbindungen zum Iran gäbe, zum Beispiel über die Telefonnummern, E- Mai Adressen, der Registrierung der User und wann sie aktiv waren. Alle Verbindungen zum Iran sollten als Aktivitäten des iranischen Regimes angesehen werden und sie gehen nicht auf das Konto privater Hacker, die sich daraus einen monetären Vorteil versprechen.

Facebook berichtete, dass es 254 Seiten und 392 Accounts in Facebook und Instagram gelöscht habe, weil dort diverse Gruppen zu ihnen Zugriff hatten. Sie sagten weiter, dass diese Accounts Hunderttausende Follower in einem oder mehrerer dieser Accounts gehabt haben.

Facebook sagte weiter, dass die Accounts rund 12.000 $ für Werbung über Facebook und Instagram ausgegeben haben. Die Daten des beteiligten Unternehmens wurden an das US Außen- und Finanzministerium übertragen, weil es damit gegen die Sanktionen verstoßen haben könnte.

Twitter rief den Iran auf, „die koordinierte Manipulation“ zu unterlassen und löschte 284 Accounts.

Weder Alphabet noch die iranischen Mission bei den Vereinten Nationen äußerten sich zu dem Sachverhalt.