Monday, April 22, 2024
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Iran: Öffentliche Hinrichtung von vier jungen Männern an einem Tag

Sie waren im Alter von 22 bis 26 Jahren / Seit Anfang Januar 87 Hinrichtungen

In Mashhad (im Nordosten des Iran) bzw. Bandar Abbas (im Süden) erhängte das iranische Regime am Sonntag, den 29. Januar vier junge Männer im Alter zwischen 22 und 26 Jahren. Den beiden in Mashhad Erhängten hatte man Moharebeh – „Feindschaft gegen Gott“ – vorgeworfen.

Zwei Tage zuvor waren im Lakan-Gefängnis, in der im Norden gelegenen Stadt Rasht zwei Häftlinge im Alter von 26 bzw. 39 Jahren erhängt worden.

Die Gesamtzahl der Hinrichtungen seit dem Beginn des Jahres beläuft sich auf 87; es sind 2 ½ mal so viele wie im Dezember. Zu den meist jungen Opfern gehörten zwei Frauen und zwei Jugendliche. Sieben wurden öffentlich erhängt. 

Das religiöse Regime wird von den zunehmenden inneren und äußeren Krisen eingeholt. Es befürchtet die Zunahme von Protesten und Aufständen des Volkes, vor allem seiner benachteiligten Schichten und der Armee der Hungernden. Daher  nimmt es seine Zuflucht zu immer mehr Hinrichtungen. 

Der iranische Widerstand ermuntert das Volk, besonders die Jugend, gegen die barbarisch massenhaften Hinrichtungen zu protestieren und die Angehörigen der Opfer zu unterstützen. Er ruft die internationalen Menschenrechtsorganisationen auf, sofort wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die systematischen, maßlosen Menschenrechtsverletzungen im Iran, besonders die Massen-Hinrichtungen, zum Halt zu bringen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

29. Januar 2017