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Iran: Die Zustände in dem ohnehin schon erschreckenden Gohardasht-Gefängniss verschlimmern sich

GohardachtNWRI – Die unmenschlichen Zustände im Gohardasht-Gefängnis in Karaj sind durch die sengende Hitze des iranischen Sommers noch bedeutend schlimmer geworden. Einem Brief des politischen Gefangenen Saeed Masouri zufolge, der kürzlich den Weg aus dem Gefängnis hinaus fand, ist die Atmosphäre im Gefängnis „geschwängert von Feuer, Rauch, verbrannten und erschöpften Gesichtern, roten Gesichtern mit Spuren von Läusebissen, schmutzigen nackten Füßen, Kleidern, in denen die Läuse krabbeln und deren Inneres sich nach außen kehrt, schmutziger Luft, erfüllt vom Gestank weggeworfener Kleidung, undichter Toiletten und von getrocknetem Erbrochenen von Leuten, die vergiftete Nahrung zu sich nehmen mußten.“

Die Justiz der Mullahs bestätigt das Todesurteil gegen einen politischen Gefangenen

Iran: Mullahs' judiciary reaffirms death sentence for a political prisonerEr wird für einen „mohareb“ (Feind Gottes) befunden, weil sein Sohn in Ashraf lebt

Die Justiz des iranischen Regimes bestätigte das Todesurteil gegen Jaafar Kazemi, einen politischen Gefangenen, dem Unterstützung der „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK)“ zur Last gelegt wird. Der iranische Widerstand ruft den Generalsekretär der Vereinten Nationen, den Sicherheitsrat, den Hohen Kommissar für die Menschenrechte und alle Menschenrechtsorganisationen auf, sofort Maßnahmen zur Rettung von Herrn Kazemi und anderen politischen Gefangenen zu ergreifen.

Exiliraner: Berlin begrüßt zehn iranische Menschenrechtler

Sie haben schlimmste Folter erlebt und sollen in Berlin integriert werden. Auch Innensenator Ehrhart Körting macht sich für die iranischen Menschenrechtler stark.

Der Tagesspiegel – Sie wurden von der Obrigkeit geschlagen, vergewaltigt, mit Elektroschocks bearbeitet und angeschossen: Deutschland will nun 50 Menschenrechtlern aus dem Iran ein neues Zuhause geben – zehn davon kommen nach Berlin. Noch sind nicht alle da, der Achte ist am Donnerstag in der Hauptstadt angekommen, zwei weitere sollen in den nächsten Tagen folgen.

Gesundheitszustand der am Hungerstreik beteiligten politischen Gefangenen verschlechtert sich

Iran: Deteriorating state of political prisoners on hunger strikeNWRI – Der Iranische Widerstand ruft zu Maßnahmen auf, um das Leben der sich im Hungerstreik befindlichen politischen Gefangenen im Gohardasht Gefängnis in Karaj, westlich von Teheran, zu retten. Reza Joshan, ein politischer Gefangener im Block 6 des Gohardasht Gefängnisses, der seit dem 21. Juli im Hungerstreik mit einem Hungerstreik gegen die unerträgliche Situation und den Druck in der Haft protestiert, wurde aufgrund seines erheblich verschlechterten Gesundheitszustandes in die Krankenstation des Gohardasht Gefängnisses und danach in ein anderes Krankenhaus außerhalb des Gefängnisses verlegt.

Afghanistan: Iran liefert Waffen an die Taliban

von Gregor Boldt
Derwesten – Waffen, Geld und Kampfausbildung. Um seinen Einfluss in der Region zu sichern, unterstützt der Iran die Taliban in Afghanistan. So steht es in den Protokollen, die das Portal WikiLeaks veröffentlicht hatte.
Iran spielt im Afghanistan-Krieg offenbar eine größere Rolle als bisher öffentlich bekannt geworden ist. Das geht aus den Berichten hervor, die das Internetportal Wiki-Leaks in dieser Woche publik gemacht hatte. Unterschiedliche Quellen – meist bezahlte lokale Informanten und Spitzel, deren Wahrheitsgehalt somit schwierig zu verifizieren ist – berichten in den Protokollen der US- und Isaf-Truppen Erstaunliches:

Neue repressive und provokative Maßnahmen des irakischen Unterdrückungskomitees gegen Ashraf

Les agents du Vevak installant des haut-parleurs puissants à l'entrée d'Achraf avec l'aide des forces irakiennes    – Erneute Entsendung von Agenten vor das Eingangstor des Camps Ashraf 
    – Larijani’s Reise nach Kermanshah und Chahar Zebar- Tal, um Komplotte gegen Ashraf zu schmieden

Durch volle Unterstützung des Komitees zur Niederschlagung von Ashraf im Büro des irakischen Premierministers weiten die Agenten des im Iran herrschenden religiösen Faschismus ihren rund um die Uhr anhaltenden Psychoterror gegen die Bewohner von Ashraf aus. Die Agenten dieses Büros  intensivieren ihre restriktiven Maßnahmen gegen die Bewohner des Camps und schaffen dadurch die Voraussetzung für weitere Krisen und Angriffe gegen Ashraf:

Iran: Anwalt einer zum Tod durch Steinigung Verurteilten ist verschwunden

Attorney in Iran stoning case remains missingSeit Vernehmung in Teheraner Gefängnis nicht mehr gesehen

Mohammad Mostafei sei laut Angaben von Amnesty International, in ein Gefängnis bestellt und danach nicht mehr gesehen worden. Seine Frau und sein Schwager seien festgenommen worden. Der Anwalt habe sich immer wieder gegen Hinrichtungen eingesetzt.

Nachdem das Urteil der Steinigung für die Frau, die des Ehebruchs beschuldigt wurde, in den westlichen Medien große Empörung auslöste, wurde die Vollstreckung aufgeschoben. Somit hatte sie die Möglichkeit, einen Anwalt um Hilfe zu bitten. Dies blieb ihr während des Prozesses verwehrt.

EU zieht Iran die Daumenschrauben an

Opposition group says Iran sanctions ineffective, urges oil and finance bansDie EU macht Druck auf den Iran: Mit den bislang schärfsten Sanktionen gegen das Land hofft man auf ein Einlenken Teherans im Atomstreit. Die Linken können das nicht nachvollziehen.
 
Die EU-Außenminister einigten sich am Montag auf das neue Bündel an Strafmaßnahmen, das deutlich über die im Juni verhängten UN-Sanktionen hinausgeht. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) zeigte sich zuversichtlich, dass die Sanktionen diesmal nicht wie in der Vergangenheit verpuffen: „Sie werden nicht ohne Wirkung bleiben.“

UMSTRITTENER EMPFANG: Goldene Buch von Hannover “vom Blut befleckt”?

Der Besuch des Teheraner Bürgermeisters Mohammad Bagher Ghalibaf in Hannover hat zu heftigen Protesten seitens iranischer Oppositionskräfte geführt.
 
Neue Presse – Hannover. Ghalibaf weilt anlässlich des zehnten Geburtstags des International Neuroscience Institute (INI) von Professor Madjid Samii in der Stadt. Beim Besuch im Rathaus vergangenen Mittwoch trug er sich ins Goldene Buch ein. Dies sei nun vom „Blut von 120.000 Opfern von Folter, Vergewaltigung, Steinigung und Hinrichtung befleckt“, erklärte der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI).

Iran: Regime verhindert Gedenkzeremonie für berühmten Dichter

Iran: Regime prevents commemoration ceremony for renowned poetNWRI – Die klerikale Diktatur im Iran verhinderte am Samstag eine Gedenkfeier für einen berühmten iranischen Dichter, der vor 10 Jahren starb. Eine große Menschenmenge und Freunde des iranischen Dichters Ahmad Shamlou versammelten sich an seinem Grab, um ihm zu gedenken, doch Agenten der staatlichen Sicherheitskräfte (SSF) und Agenten des Regimes in Zivil verhinderten die Zeremonie.