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Wahlen im Iran 2021: Der iranische Boykott der Präsidentenwahl ist Teil eines größeren Trends des Widerstands


Archivfoto: Zerstörte Kampagnenplakate an der Wand

Das Innenministerium des iranischen Regimes hat die Namen der Kandidaten bekannt gegeben, die vom Wächterrat gebilligt wurden als Anwärter für die Präsidentschaft in den anstehenden Scheinwahlen für den Präsidenten. Der Wächterrat hat alle Kandidaten aussortiert außer den sieben Amtsträgern, die am meisten loyal zum Obersten Führer des Regimes Ali Khamenei stehen.
Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), äußerte in einer Erklärung, dass „Khamenei Schritte unternommen hat, um das Regime zu konsolidieren und die Repression zu maximieren, indem er alle Kandidaten aussortieren ließ außer denen, die an allen Verbrechen im Verlauf der letzten 40 Jahre teilgenommen haben. Dies ist ein klares Zeichen für die Krise des Regimes für den Sturz und die letzte Phase der religiösen terroristischen Diktatur“.
Frau Rajavi rief auch zu einem landesweiten Boykott der Wahlfarce durch das iranische Volk auf.


Das iranische Regime ist in der letzten Zeit merklich besorgt über die Aussicht einer historisch geringen Beteiligung an den Wahlen im kommenden Monat. Diese Gefühlslage spiegelt sich in verschiedenen Kommentaren wieder, die von den staatlichen Medienanstalten in den letzten Wochen veröffentlicht wurden. Die Tageszeitung Hamdeli („Sympathie“), die eng mit der politischen Fraktion der „Hardliner“ verbunden ist, schrieb am 25. April: „Alle Kandidaten stehen vor einem großen Hindernis durch die Nicht-Teilnahme an der Wahl“. Der gleiche Artikel warnte vor den „sozialen Konsequenzen“ einer solchen Nicht-Beteiligung, die extrem weit verbreitet wäre – Konsequenzen, die besonders beunruhigend sind für die Amtsträger des Regimes nach den letzten landesweiten Unruhen.
Im Dezember 2017 begannen sich Proteste gegen die sich verschlechternden wirtschaftlichen Bedingungen im Iran von Stadt zu Stadt auszubreiten, wobei sie immer mehr den Charakter einer allgemeinen politische Botschaft annahmen. In der Mitte des darauf folgenden Monats umfasste die Protestbewegung gut und gerne über 100 Ortschaften und waren mit Parolen „Tod dem Diktator“ und anderen ausdrücklichen Aufrufen zu einem Regimewandel verbunden.

Hamdeli bezieht sich besonders auf den Aufstand 2019 bei ihrer Warnung vor dem Potential eines breit organisierten Boykotts der Wahlfarce. Andere Medien taten das Gleiche, darunter Jahan-e Sanat, die die ungelösten Missstände betonte, die mit jeder der neuesten Protestbewegung verbunden sind. „Ein großer Teil der Gesellschaft hat die Wahlen wegen des Missmanagements der Coronavirus Krise, der wirtschaftlichen Leiden, des Drucks auf den Lebensunterhalt der Leute und der Missachtung der sozialen Ereignisse im Januar 2018 und im November 2019 boykottiert“, erklärte sie in einem anderen Artikel vom 25. April. „Bei dem jetzigen Status Quo ist eine bedeutende Beteiligung von Wählern unwahrscheinlich“.

Dieses Zitat ist besonders bedeutungsvoll, weil es den roten Faden hervorhebt, der sowohl die Aufstände als auch den zu erwartenden Wahlboykott und den Tatbestand durchzieht, dass ein großes Segment der Bevölkerung „Wahlen“ in der Vergangenheit „boykottiert hat“. Die verbreitete Erwartung einer geringen Beteiligung am 18. Juni gründet sich zum Teil auf den Erfolg der Boykott Kampagne, die den Parlamentswahlen des Regimes im Februar 2020 vorausgegangen ist. In diesem Fall haben sogar offizielle Statistiken der Regierung, die in solchen Sachen oft überhöht sind, bestätigt, dass weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten teilgenommen haben, womit sie zur unpopulärsten Wahl in der 40jährigen Geschichte des Regimes wurden.
Dieses Ergebnis war Zeugnis für den sich eskalierenden Konflikt des iranischen Volkes mit dem Regime. Besser gesagt war es ein Zeugnis für die Organisationsbemühungen der führenden prodemokratischen Oppositionsgruppe, der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK). Die MEK hat beständig die allgemeine Öffentlichkeit aufgefordert, die „Scheinwahlen“ auszusitzen als eine Art „der Stimmabgabe für einen Regimewandel“ und der Zurückweisung der Legitimität eines Systems, das allen außer den loyalsten Gefolgsleuten des klerikalen Obersten Führers die Chance zum Besetzen eines Regierungsamts verwehrt.
Die MEK Widerstandseinheiten sind derzeit in harter Arbeit damit beschäftigt, für dieses Ziel zu werben. Öffentliche Demonstrationen, Poster und Graffiti Botschaften wurden an mindestens 250 Orten allein im April beobachtet, die alle die Auffassung wiederholten, dass die Weigerung zu wählen gleichbedeutend ist mit der Stimmabgabe für einen Regimewandel.
Auf der Grundlage des Überwiegens dieser Botschaft muss angenommen werden, dass sich so ziemlich alle iranischen Aktivisten der Implikationen bewusst sind, wenn sie den Wahlboykott unterstützen. Das haben zahllose Personen in den letzten Wochen getan, darunter Pensionäre und Opfer der von der Regierung betriebenen Investitionsbetrügereien. Gruppen solcher Personen haben an locker verbundenen Protesten im größten Teil des Landes teilgenommen und die Meisten von ihnen haben Slogans dargeboten, in denen erklärt wird, dass die Teilnehmer „nicht mehr wählen gehen werden“ angesichts der andauernden Lügen und Fehlurteile in der Justiz.
Die MEK Widerstandseinheiten waren sehr aktiv in der Kampagne für den Wahlboykott und sich vollkommen dessen bewusst, dass sie damit im Gefängnis landen können oder dass sie das der Strafverfolgung, Folter oder sogar Hinrichtung aussetzt.
In neueren Interviews mit Satellitennetzen für Nachrichten, die mit der demokratischen Opposition verbunden sind, haben sich mehrere Widerstandseinheiten eindeutig zu ihrer Bereitschaft bekannt, wenn nötig das letzte Opfer zu bringen, um das Ziel zu erreichen. Unterdessen fahren die staatlichen Medien damit fort, die Besorgnisse über die Aussicht auf einen ausgedehnten Boykott zu wiederholen, der zu einem Aufstand führen könnte. In der vergangenen Woche hat die Tageszeitung Sharq („Osten“) zum Ausdruck gebracht, dass die Bedingungen hinter dieser Aussicht „eine große Gefahr“ seien und dass, wenn ihr nicht die Wurzeln entzogen würden, die Wirkung ein „Zermalmen“ der Führung des Regimes wäre.

 

Wahl im Iran 2021: Die Beseitigung von Kandidaten

Die Beseitigung von Kandidaten bedeutet einen Versuch, das Regime zu konsolidieren und ein Höchstmaß von Repression und Beschränkung aufzuerlegen; er spiegelt klar die Krise, die zum Sturz führen wird – er bedeutet die letzte Phase einer religiösen, terroristischen Diktatur

Ebrahim Raisi einer der Henker des Massakers von 1988 – eines der schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit – wird der nächste Präsident des Regimes sein

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Wider-standsrates des Iran (NWRI), sagte, Khamenei er habe Maßnahmen ergriffen, um das Regime zu konsolidieren und die Repression zu steigern, indem er Wahl-Kandidaten beseitigte, die an allen Verbrechen beteiligt waren, welche das Regime in den vergangenen 40 Jahren begangen hat. Es ist ein klares Zeichen der Krise des Regimes, die zu seinem Sturz führen wird – zu der letzten Phase der religiösen, terroristischen Diktatur.

Aus Angst vor dem Sturz des Regimes und dem Aufstand der Armee der Arbeitslosen und Hungrigen, bereitete Khamenei den Boden für den Ausschluß der Rivalen von Ebrahim Raisi – dem Henker des Massakers von 1988, dem Mörder an den Mojahedin-e Khalq (MEK/PMOI) und einem von denen, die an den schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit der vergangenen 50 Jahre beteiligt waren.

Die Disqualifizierung von Personen wie Ali Larijani, Brigade-general des IRGC, 12 Jahre lang der Sprecher des Parlaments des Regimes und immer ein Mitglied des engsten Kreises um Khamenei, wird die Machtbasis des Regimes schmaler und zerbrechlicher machen, seine internen Kämpfe auf bisher beispiellose Weise steigern und der Prozession der Implosion und des Sturzes des Regimes beschleunigen.

Erneut rief Frau Rajavi das iranische Volk im ganzen Lande zum Boycott der Wahl-Farce auf. Sie forderte es außerdem auf, gegen das Manöver Khameneis zu protestieren und sich dagegen zu erheben, denn es läuft deutlich darauf hinaus, daß die Volks-Souveränität usurpiert wird. Frau Rajavi betonte, die Beschwichtigung des Regimes und das Engagement darin könnten nicht mehr entschuldigt werden. Alle Zusammenarbeit mit den Mullahs könnte nur mehr der vom Regime ausgeübten Repression, dem von ihm begangenen Mord am iranischen Volk, seinem Erwerb der Atombombe und dem von ihm in der Region betriebenen Kriegsschüren nützen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)
den 25. Mai 2021

Wahlen im Iran 2021: Pressekonferenz, Präsidentenwahlen der Mullahs, Perspektiven, Konsequenzen


Herr Mohammad Mohaddessin, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI), wird am Mittwoch, dem 26. Mai 2021 um 14:00 Uhr CEST (MESZ) (8:00 am ET) eine Pressekonferenz abhalten, um den Wahlprozess, die Aussichten und Folgen zu erläutern und ebenso den landesweiten Aufruf des Iranischen Widerstands, die Maskerade zu boykottieren.
Es wird einen Austausch für Fragen und Antworten für Journalisten geben.
Mittwoch, 26. Mai 2021,
14:00 CEST (MESZ), (13:00 London Time, 8:00 am ET) at @iran_policy
RSVP: [email protected]
#BoycottIranShamElection
#MyVoteRegimeChange

 

Stromausfälle im Iran: Ursachen und Bedeutung

Seit einigen Tagen leiden die Iraner an Stromausfällen. Viele Städte des Landes erleben ihn in großem Ausmaß. Seit Anfang dieser Woche stören ausgedehnte, lang anhaltende und nicht angekündigte Stromausfälle das Leben des Volkes, die Fabriken, den Betrieb der Krankenhäuser und die Geschäfte; mehr als 2 000 Sendemasten wurden geschlossen.

Ein Blick auf die am Montag erschienenen staatlichen Medien zeigt, wie destruktiv sich die Stromausfälle auf den gesamten Iran auswirken.

Am Montag schrieb die staatliche Tageszeitung „Jahan-e Sanat“: „Nach Dr. Hamid Emadi, dem Leiter der Abteilung für ansteckende Krankheiten des Khomeini-Krankenhauses, quälen die Stromausfälle die an COVID-19 Erkrankten mit akuten Lungenproblemen. Es liegt daran, daß für diese Patienten die Benutzung einer Sauerstoff-Maschine zu den wichtigsten Mitteln der Behandlung gehört.“

Die staatliche Tageszeitung „Hamdeli“ schrieb: „In diesen Tagen sind Stromausfälle für das Volk zu einer neuen Herausforderung geworden; durch sie wird ihr Leben gefährdet. Wenn sie nicht zuvor angekündigt werden, bedrohen sie das Leben der Patienten.“

Alireza Vahabzadeh, Berater des Gesundheitsministers, räumte auf Twitter ein: „Wußten Sie, daß während eines Stromausfalls Leute, die an COVID-19 erkrankt sind und in ihrer Wohnung eine Sauerstoff-Maschine benötigen, nicht atmen können? Wissen Sie, was diesen Patienten geschieht, wenn der Notdienst des Krankenhauses die Sauerstoff-Generatoren nicht anschaltet?“

Und die staatliche Tageszeitung „Farhikhtegan“ schrieb am Montag: „Warum erleben wir in diesem Lande so oft Stromausfälle – in einer Situation, in der viele Geschäfte angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation von der Elektrizität abhängig sind und viele an COVID-19 Erkrankte zu Hause Sauerstoff und elektrische Sauerstoff-Generatoren brauchen und viele Schüler, die Computer und Mobiltelefone benutzen, Strom benötigen?“

Worin liegt die Ursache des gegenwärtigen Stromausfalls?

Die Spekulationen über die Frage, weshalb es in verschiedenen Städten zu ausgedehnten Stromausfällen kommt, halten an. Einige staatliche Medien räumten am Montag ein, es handle sich um das im Iran von Chinesen betriebene Bitcoin-Mining. Nach Auskunft des stellvertretenden Energie-Ministers findet Bitcoin-Mining sogar in Schulen und Moscheen statt; und es wird überall von den Bassij und vom IRGC gedeckt (?). Nach der offiziellen Statistik verbrauchen diese Anlagen so viel Strom wie eine ganze Stadt, und der Iran betreibt nach den Vereinigten Staaten und China das drittgrößte Maß an Bitcoin-Mining.

Am 9. Juli 2020 schrieb die staatliche Website „Rahe-Pardakht“: „Nach einem von der Teheraner Handelskammer veröffentlichten Bericht, der von einer chinesischen Zeitung zitiert wurde, ist der Iran gegen Ende des Jahres 2018 in betreff des Bitcoin-Mining für die Chinesen zu einem Wendepunkt geworden.“

Majid Fassihi Harandi, der Gouverneur von Rafsanjan, erklärte im Januar 2021 gegenüber Mitarbeitern der Nachrichtenagentur „IRNA“: „Die chinesische Bitcoin-Farm in Rafsanjan ist die größte Anlage zur digitalen Währungsproduktion; dort sind 54 000 Mitarbeiter angestellt.“

Und in dem Bericht der staatlichen „Tejarat-News“ von Januar 2021 heißt es: „Die Anlagen des Mining verfügen über unterschiedliche Maße des zur Transaktion benötigen Stroms und des Verbrauchs von Strom; je älter die Anlage ist, um so mehr Strom verbraucht sie. Dennoch: Eine durchschnittliche Anlage verbraucht annähernd 1,5 Kilowatt Strom in der Stunde, und im Durchschnitt benötigt eine solche Anlage Strom während aller 24 Stunden des Tages.“

Somit zeigt eine einfache Berechnung: Die 54 000 zum Mining in Rafsanjan Angestellten verbrauchen etwa 2 000 Megawatt Strom an einem Tage – ebenso viel wie die Kapazität eines E-Werks im Lande.

Die Tageszeitung „Arman“ schrieb am Montag: „Es sind zu dem Stromausfall verschiedene Erklärungen abgegeben worden; sie haben die Beschwerden, die das Volk dazu äußert, zunehmen lassen. Doch die Behörden bestätigen sie nicht. Einige nehmen an, es liege daran, daß manche Gruppen versuchen, während der Periode der Sanktionen Bitcoins abzuführen.“

Die Tageszeitung „Jahan-e Sanat“ schrieb am Montag: „Sind uns die chinesischen Brüder so teuer, daß Krankenhäuser, Universitäten, landwirtschaftliche Betriebe und hunderte anderer Arbeitsplätze durch die konstanten Stromausfälle zu Schließungen gezwungen werden? Soll zu Gunsten der Chinesen all das geschehen? Die Leute können diesen Druck und dies Unrecht nicht mehr ertragen. Die Anlagen in den Haushalten sind in Gefahr, beschädigt zu werden. Die Landwirtschaft befindet sich am Rande des Zusammenbruchs.“

Darnach fragt „Jahan-e Sanat“ die Funktionäre des Regimes: „Glaubt ihr, daß diese Leute an den Wahlen teilnehmen werden?“

Mit anderen Worten: Das Regime gefährdet das Leben seines Volkes, um die Sanktionen zu umgehen und auf diese Weise seine illegalen Tätigkeiten zu finanzieren.

Am Montag zitierte die Tageszeitung „Arman“ wie folgt den Vorsitzenden der iranisch-chinesischen Handelskammer: „Die Ausfuhr von Bitcoins durch Ausländer ist eine Form des Strom-Exports, denn die Elektrizität der Miner wird aufgrund der Export-Rate kalkuliert, und die Produktion von Bitcoins fällt im Iran mit dem Export von Elektrizität zusammen.“

Außerdem exportiert der Iran Strom in die Nachbarländer, während das Volk den Preis für die massiven Ausfälle entrichten muß.

Die staatliche Tageszeitung „Arman“ schreibt: „Ein weiterer Punkt, der das Volk in einer solchen Situation negativ reagieren ließ, besteht in dem Problem des vom Iran nach dem Irak und nach Afghanistan betriebenen Strom-Exports.“

„Es heißt, der Iran versorge den Irak mit 40% seines Stroms – und dies in einer Lage, in der die Bezahlung dieses Stroms mit ernsten Zweideutigkeiten zu tun hat.“

„Auf der anderen Seite“, so fuhr „Arman“ fort, „gab in der Mitte des Sommers 2020 der Energie-Minister Reza Ardakian bekannt, auch die Stromexporte vom Iran nach Afghanistan würden zunehmen.“

Der Stromausfall im Iran wirkt sich auf das Leben des Volkes verheerend aus. Doch dem Mullah-Regime geht es nur darum, das Vermögen des Iran auszuplündern, um seine illegalen Machenschaften zu finanzieren. Die vom Regime betriebene Korruption und seine illegalen Machenschaften haben die Gesellschaft zu einem Pulverfaß gemacht. Anhaltend ruft das iranische Volk zum Boycott der Farce der Präsidentenwahl auf; daran zeigt sich, daß es den Wandel des Regimes als einzige Lösung der Probleme des Iran betrachtet.

Widerstandseinheiten und MEK Unterstützer fordern zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft auf


Teheran – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK rufen zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes auf. – „Massoud Rajavi: Das Schicksal des Iran sollte nicht von der Wahlurne der Mullahs bestimmt werden, sondern durch die Erhebung der beherzten Kinder des Iran“ – 20. Mai 2021

„Das ganze Regime ist mörderisch, die Wahlurne ist null und nichtig“

Die Aktivitäten der Mojahedin-e Khalq (MEK/PMOI) Unterstützer und der Widerstandseinheiten, die in verschiedenen Städten des Iran, besonders in Teheran zu einem landesweiten Boykott der Präsidentenwahlen des Regimes aufriefen, haben an Zahl und Umfang in den letzten Tagen beträchtlich zugenommen. In mehreren Teilen von Groß Teheran und in anderen Städten im Iran riefen die Aktivisten zu einem Boykott der Scheinwahlen der Mullahs für die Präsidentschaft auf, indem sie Transparente aufhängten, Plakate aufstellten, Graffitis schrieben und Flugblätter verteilten.
Die Fotos unten geben nur einen Teil der Aktivitäten der Unterstützer der MEK und der Widerstandseinheiten zwischen dem 20. Und 23. Mai wieder, die zusätzlich zu verschiedenen Bezirken in Teheran, in Maschhad, Isfahan, Ahwaz, Karadsch, Neyshabur, Ghom, Zabol, Esfarayen, Najafabad, Ilam, Shahr-e Qods, Kermanshah, Bandar Anzali, Lahijan, Semnan, Aligudarz, Behbahan, Mahshahr ausgeführt wurden. Sie fanden auch in Arak, Fasa, Shahrekord und Jahrom statt.
Unter den Slogans waren: „Maryam Rajavi: Die Mullahs erwartet ein Volksaufstand und er wird zu ihrem Sturz führen“, „Maryam Rajavi: Der Boykott der Scheinwahlen ist eine patriotische Pflicht und ein Gelöbnis der iranischen Nation an die Märtyrer“, „Maryam Rajavi: Die Wahlmaskerade hat keine Legitimität beim iranischen Volk“, „Maryam Rajavi: Der landesweite Boykott dieser Wahl ist die Rückseite der Aufstände des Volkes“, „Massoud Rajavi: Das Schicksal des Iran sollte nicht von der Wahlurne der Mullahs bestimmt werden, sondern durch die Erhebung der beherzten Kinder des Iran“, „Massoud Rajavi: Landesweiter Boykott der Wahl, eine Antwort an die Mörder die 1 500 Märtyrer des Aufstands von 2019“, „Massoud Rajavi: Der Boykott der Scheinwahlen ist der gemeinsame Aufschrei des iranischen Volkes“, „Massoud Rajavi: Das Boykottieren der Scheinwahlen ist eine patriotische Pflicht“, „Unsere Stimme: Regimewechsel und Boykott der Farce der Wahlen“, „Meine Stimme gilt dem Regimewechsel, ja zu einer demokratisch gewählten Republik“, „Das ganze Regime ist mörderisch, die Wahlurne ist null und nichtig“.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
24. Mai 2021


Teheran – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes auf. „Maryam Rajavi: Die Mullahs erwartet ein Volksaufstand und er wird zu ihrem Sturz führen“ – 21. Mai 2021

Teheran – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes aufrufen. „Maryam Rajavi: Die Mullahs erwartet ein Volksaufstand und er wird zu ihrem Sturz führen“ – 21. Mai 2021

Teheran – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes aufrufen. „Maryam Rajavi: Der Boykott der Scheinwahlen ist eine patriotische Pflicht und ein Bündnis der iranischen Nation mit den Märtyrern“

Najafabad, Shahr-e Qods, Gom und Ilam – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes aufrufen – „Meine Stimme gilt dem Regimewechsel, ja zu einer demokratische gewählten Republik“ – 20. Und 21. Mai 2021

Kermanshah – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes aufrufen – „Massoud Rajavi: Boykott der Scheinwahlen ist der Slogan des iranischen Volkes“ – 21. Mai 2021

Isfahan – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes aufrufen. „Maryam Rajavi: Die Wahlmaskerade hat keine Legitimität beim iranischen Volk“ – 21. Mai 2021

Isfahan – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes aufrufen. Verteilung von Flugblättern von Tür zu Tür und an den Windschutzscheiben der Autos. 23. Mai 2021

Lahijan und Bandar Anzali – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes aufrufen. „Das ganze Regime ist mörderisch, die Wahlurne ist null und nichtig“. 20. bis 23. Mai 2021

Maschhad, Semnan und Ilam – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes aufrufen. Unsere Stimme ist die für den Regimewechsel – 23. Mai 2021
Aligudarz – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes aufrufen. 20. Mai 2021

Ahwaz – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes aufrufen. „Unsere Stimme: Regimewechsel und Boykott der Wahlfarce“ – 20. Mai 2021

Behbahan und Mahshahr – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes aufrufen. „Maryam Rajavi: Der landesweite Boykott dieser Wahl ist die Rückseite der Aufstände des Volkes“ – 20. Mai 2021

Karadsch und Arak – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes aufrufen. „Maryam Rajavi: Die Mullahs erwartet ein Volksaufstand und er wird zu ihrem Sturz führen“ – 20. Mai 2021

Neyshabur, Fasa, and Esfarayen – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes aufrufen. „Massoud Rajavi: Das Boykottieren der Scheinwahlen ist eine patriotische Pflicht“ – 20. Mai 2021

Shahrekord und Jahrom – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK, die zum Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes aufrufen. „Meine Stimme gilt dem Regimewechsel, ja zu einer demokratisch gewählten Republik“ 20. Bis 23. Mai 2021

 

 

Iran: 296500 Todesfälle durch das Coronavirus in 542 Städten

Während ein Programm zur Impfung nicht vorhanden ist, nimmt das Risiko der Verbreitung von Virus-Mutanten und einer fünften Welle zu

– Das Gesundheitsministerium des Regimes: In einigen südlichen Gebieten wird über südafrikanische und indische Varianten von COVID-19 berichtet; das könnte alarmierend auf den Beginn einer neuen, noch schwereren Verbreitung des Virus im Lande hindeuten. Nachrichtenagentur „ISNA“ am 23. Mai 2021)

– Der Gouverneur der Provinz Hormozgan: Angesichts der indischen und afrikanischen Varianten des Virus muß die Tendenz zur Zunahme von COVID-19 beunruhigen. (Nachrichtenagentur „Mehr“ am 23. Mai 2021)

– Der Gouverneur der Provinz Kerman: Die Zahl der an COVID-19 Gestorbenen und die Zahl der Infektionen sind weiterhin an jedem Tage groß; der Osten und der Süden der Provinz sind einer fünften Welle des Virus ausgesetzt. („Mehr“ am 23. Mai 2021)

– Die Medizinische Universität von Kermanshah: 30% der COVID-19-Tests führen zu einem positiven Ergebnis; es zeigt sich, daß die Gemeinschaft immer noch vom Virus angesteckt wird. („ISNA“ am 23. Mai 2021)

Die Medizinische Universität von Fars: Die Zahl der an COVID-19 Erkrankten nimmt wieder zu; wir müssen uns auf eine neue Welle der Krankheit einstellen. („Mehr“ am 23. Mai 2021)

Die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) gab am Sonntag, den 23. Mai 2021 bekannt, daß in insgesamt 542 Städten die durch das Coronavirus bewirkten Todesfälle die Zahl 296 500 hinter sich gelassen haben. Die Zahl der Todesopfer erreichte in Teheran 69 196, in Isfahan 19 715, in Khuzestan 18 454, in Khorasan Razavi 18 070, in Ost-Azerbaijan 12 153, in Lorestan
11 970, in West-Azerbaijan 11 103, in Fars 9 767, in Alborz
8 258, in Golestan 7 200, in Kerman 6 638, in Kermanshah 5 838,
in Kurdistan 5 097, in Ardabil 3 730, in Hormozgan 3 505, in Qazvin 3 424, in Ilam 3 126, in Bushehr 3 089, in Chaharmahal und Bakhtiari 2 420 und in Khogiluyeh und Boyer-Ahmad 2 319.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)

den 23. Mai 2021

Die Wahl im Iran 2021: Das Regime befürchtet einen verbrei-teten Boycott

Während der zurückliegenden Monate haben staatliche Medien des Iran eingeräumt, daß eine geringe Beteiligung an der Farce der Präsidentenwahl die Legitimität des Regimes in Frage stellen könnte.

Mohammad-Taqi Mesbah-Yazdi, einer der führenden Geistlichen des Regimes, hatte gesagt: „Die Demokratie ist nur für die westlichen Länder von Belang. Für uns ist sie nur ein Werkzeug. Die Stimmen der Leute verschaffen uns keine Legitimation. In einer islamischen Regierung ist das Votum des Volkes ohne religiösen und rechtlichen Wert – weder bei der Wahl des politischen Systems, der Ratifizierung der Verfassung, der Wahl des Präsidenten, der des Expertenrates noch der des Höchsten Führers.“

„Wenn sich“ – so schrieb die staatliche Tageszeitung „Etemad“ am 20. Oktober 2021 die geringe Beteiligung an der Wahl [der Farce der Parlamentswahl] von 2020 (wir haben in diesem Jahr – 2021 – erst den Monat Mai erreicht), die in den 42 Jahren davor ohne Beispiel war, bei der Wahl von 2021 wiederholt und die Menschen den Leiter der 13.

Regierung mit geringer Beteiligung wählen, so würde es die Legitimität des Systems ernsthaft betreffen.“ „Etemad“ unterstreicht: Alle „politischen Strömungen“ des Regimes, „alle seine Organisationen und Institutionen sollten sich um eine Lösung bemühen, die ein geringes Ergebnis abwenden würde. Gleichviel, wer – aus welcher Fraktion – die Wahl gewinnt – das Wichtigste ist die Wahlbeteiligung.“

Am 11. Mai schrieb die staatliche Zeitung „Setar-e Sobh“: „An der Parlamentswahl [von 2020] nahmen in Teheran nur 16% der Wähler teil. In anderen Provinzen waren die Zahlen noch geringer.“ Inzwischen werden viele von denen, die teilnahmen, erneut wählen – aus Angst, sonst keine Unterstützungen zu erhalten. Gerüchte besagen, daß Personen, die sich weigern, an der Wahl teilzunehmen, die vor COVID-10 schützende Impfung nicht erhalten werden.

Mohammad Sadr, Mitglied des Schlichtungsrates des Regimes, sähe in einer geringen Wahlbeteiligung eine Bedrohung des Regimes. Er sagte der staatlichen Tageszeitung „Etemad“ zufolge am 20. Mai: „Wenn die Beteiligung gering ist, richtet sich das gegen die Sicherheit. Die Opposition im In- und Ausland erklärt, wir sollten an den Wahlen nicht teilnehmen und auf diese Weise die Legitimität des Systems untergraben.“

Auch die staatliche Tageszeitung „Resalat“ unterstrich am 20. Mai: „Die gegenwärtige Situation nimmt die Sicherheit des Systems aufs Korn und schürt zum Wandel des Regimes.“

Die Angst des Regimes vor einem verbreiteten Boycott der Präsidentenwahl ist die Reaktion darauf, daß die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) und die Kampagne ihrer Wider-standseinheiten zum Boycott der Wahlfarce auffordern.

Seit zwei Monaten sind sie überall im Lande tätig und verbreiten in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens die Nachricht, daß heutzutage viele Iraner offen bekennen, sie würden an der Wahl nicht teilnehmen; ihr Votum sei der Wandel des Regimes. Unlängst zeigte ein Video in den sozialen Netzwerken eine Mutter, die ihren 19jährigen Sohn verloren hatte und nun fragt, was die Wahlen in den vergangenen 42 Jahren verändert hätten.

Eine der Mütter, die während des Aufstandes von November 2019 ihren Sohn verlor, sagte: „Ich vergebe es nicht, daß das Blut meines Mehrdad zu Unrecht vergossen wurde. Mein Votum besteht in dem Sturz des Regimes. Leute, wenn ihr wählt, dann taucht ihr den Finger in das Blut eurer Landsleute, die während des blutigen Novembers [des Aufstandes von 2019] ermordet wurden – gleich Mehrdad und vielen anderen.“

Eine andere Mutter sagte: „Jene, die zur Wahlurne gehen, sind Komplizen derer, die uns dies angetan haben. Wir werden niemals vergeben. Nicht nur denen nicht, die den Mord an unseren Kindern befohlen, verwaltet, ausgeführt haben; wir werden auch jenen nicht vergeben, die wählen und zur Wahl gehen. Ihre Sünde und die Sünde derer, die still halten im Angesicht der Unterdrückung, ist keine geringere als die Sünde derer, die unsere Kinder ermordet und betrogen haben.“

Dies ist die Empfindung der iranischen Gesellschaft; die Widerstandseinheiten der MEK haben während zwei Monaten ihrer Arbeit bekannt gegeben, daß das iranische Volk die Farce der Wahlen des Regimes boycottieren wird. Sein Votum geht auf den Wandel des Regimes und die Gründung eines demokratischen Iran.

 

Ausblick für die wirtschaftlichen Krisen im Iran und die Rolle des Regimes bei deren Ausweitung


Während Hassan Rohanis Regierung ihrem Ende entgegengeht, setzt sich trotz der falschen Vorspiegelungen von Amtsträgern die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Iran fort. Die Wirtschaftskrisen haben verheerende Wirkungen auf das Leben der Menschen und sie haben die staatlichen Medien veranlasst, Angst vor den Reaktionen des Volkes zu äußern.
„Zahlen, die vom Zentrum für Statistik präsentiert wurden, zeigen, dass die durchschnittliche Rate der Inflation im April den Rekord der letzten rund 1,5 Jahre gebrochen und 41 % erreicht hat. Die Zahlen für die jährliche Inflation zeigen, dass die allgemeine Zunahme der Preise von Jahr zu Jahr weitergeht“, schreibt die staatliche Jahan-e Sanat vom Sonntag.
Die Tageszeitung Jahan-e Sanat unterstreicht: „Eine Inflationsrate von 41 % im April lässt ein paar Dinge erkennen. Wenigstens in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres sind die steigende Liquidität und die Geldmenge hinter der steigenden Inflation zurückgeblieben. Da Veränderungen bei den Geldeinheiten allmählich die Inflation beeinflussen, wird erwartet, dass die Inflation in den kommenden Monaten weiter die 40 % Marke übersteigt“.

Der Artikel in Jahan-e Sanat räumt dann ein, dass die steigende Inflation „in den Himmel schießende Preise von Konsumgütern und eine Abnahme der Kaufkraft der Bevölkerung“ zum Ergebnis haben wird, „was das Steigen der Löhne untergraben wird. Dies ist eine Gefahr, die die Menschen und die Gesellschaft bedrohen wird“.
Laut verschiedenen staatlichen Medien des Regimes sind in den Himmel schießende Preise „für die mittleren und schwachen Sektoren der Gesellschaft kummervoll“.
Iranische Arbeiter und Rentner, die einen großen Teil der Bevölkerung des Iran ausmachen, gehören zu den schwächsten Schichten der Gesellschaft. So sind sie kaum in der Lage, bei den in den Himmel schießenden Preisen und der Inflation über die Runden zu kommen.
„Der ungebremste Anstieg der Preise und die Abnahme der Kaufkraft der Menschen haben das Leben der Arbeiter sehr schwierig gemacht. Arbeiter, die unter Jobunsicherheit leiden, benötigen dringend Beihilfen für das Wohnen und die Kleidung“, räumte die staatliche Tageszeitung Resalat am Sonntag ein.

Laut Faramarz Sofighi, dem Vorsitzenden des Lohnausschusses des Islamischen Rates für Arbeit, „sind 63 % der Gesellschaft Arbeiter. Die Preise für verschiedene Güter wie Fleisch, Reis, Waschmittel, Molkereiprodukte usw. nehmen von Tag zu Tag zu“. „Die Amtsträger sagen, dass der Preisanstieg verhältnismäßig sei, aber sie sagen nicht, wer die Güter kaufen soll. Wie können Arbeiter und Rentner, die in günstigen Fällen ein Gehalt von 3 600 000 Toman im Monat bekommen, sich gegenüber solchen Preisen behaupten?“ fügte Tofighi laut der Tageszeitung Resalat vom Sonntag hinzu.

Was steht hinter den steigenden Preisen und der Inflationsrate im Iran?

Die antipatriotische Politik des iranischen Regimes wie der Export von Terrorismus, die institutionalisierte Korruption und eine falsche Wirtschaftspolitik für den Ausgleich des Budget Defizits., sind die Hauptgründe für die in den Himmel schießende Inflation und die Preise.


„Die Banken machen weiter mit dem Drucken von Geld. So steigt die Liquidität des Landes beständig von Tag zu Tag. Der Hauptgrund für die bedeutende Zunahme der Liquidität im Iran, die hoch ist verglichen mit anderen Ländern, bedeutet Gelddrucken“, räumt Vatan-e Emruz („Das Vaterland heute“) vom Sonntag ein. Laut Vatan-e Emruz „bedeutet der verheerende Schaden durch das Gelddrucken zunehmende Inflation. Es ist das Drucken von Geld, das bewirkt hat, dass das Wachsen der Geldmenge beständig weit vor dem wirtschaftlichen Wachstum liegt mit dem Ergebnis einer Superinflationsrate“.
„Unsachgemäße und schlecht überlegte Methoden der Entscheidungsfindung haben dem Land eine Menge an Korruption und Ineffizienz eingebracht. Man kann mit einiger Sicherheit sagen, dass die falsche Politik, die die Inflation hervorbringt, weil sie für die Produktion hinderlich ist und auf Ungerechtigkeit beruht, die Wurzel aller kleinen und großen Probleme der Wirtschaft des Iran bildet“, äußerte Farshad Momeni, einer der Ökonomen des Regimes gegenüber der staatlichen Tageszeitung Eghtesad-e Sarmad am 14. Mai.
Die iranische Bevölkerung weiß um die Rolle des Regimes bei der Zerstörung der Wirtschaft des Iran. Die im Iran laufenden Proteste und Unruhen rufen nach einem Boykott der Scheinwahlen für die Präsidentschaft des Regimes. Der Boykott der Wahlen des Regimes zeigt, dass das Volk sich sicher ist, dass das Regime unfähig ist, seine Probleme zu lösen.
Während die wirtschaftlichen Krisen im Iran sich vertiefen, warnen die staatlichen Medien vor den Reaktionen der Bevölkerung.
„Die Entstehung und die Zunahme politischer, sozialer und wirtschaftlicher Lücken haben uns in den allerletzten Jahren mehrfach ihre verheerenden Auswirkungen gezeigt. Sie haben gezeigt, dass sie gewaltsam sein können“, schrieb die offizielle Tageszeitung Iran und erinnerte die Amtsträger an die letzten großen Proteste im Iran, die an den Fundamenten des Regimes gerüttelt haben.
Anmerkung: Der Wechselkurs für 1 US Dollar lag am 24. Mai 2021 bei 23 193 Toman auf dem freien Markt.

 

Iran: Die Ursache der extremen Preissteigerungen

Während sich im Iran die Wirtschaftskrise verschärft, räumen staatliche Medien und Funktionäre des Landes ein, daß die vom Regime betriebene Korruption das Leben der Menschen erschwert. Sie warnen vor der Art, wie das Volk auf die anhaltenden Krisen reagieren könnte.

Am Mittwoch sagte Mansour Khansari, der Präsident der Teheraner Handelskammer, gegenüber der staatlichen Tageszeitung „Akhbar-e Sanat“: „In den kommenden vier Jahren werden viele wirtschaftliche Probleme auf uns zukommen; die Probleme, die sich in den vergangenen zehn Jahren angesammelt haben, werden in den kommenden vier Jahren über die Ufer treten.“

Khansari bat um eine Frage von den Kandidaten der Farce der Präsidentenwahl (?) und sagte: „In den vergangenen 16 Jahren hat sich der Bereich der Arbeit um 10 Millionen Menschen vermehrt; doch das Niveau der Beschäftigung hat nur um 3 Millionen zugenommen. Das soziale Kapital ist zusammengebrochen; davon ist auch die Wirtschaft betroffen. Unser wirtschaftliches Wachstum betrug in den vergangenen 10 Jahren fast Null.“

Am Donnerstag schrieb die halb-offizielle Nachrichtenagentur ILNA: „In allen Gebieten haben die Kosten zugenommen – ein Angriff auf das Auskommen der Arbeiter.“ Nach ILNA haben die Kosten „des Transports um durchschnittlich 30% zugenommen; auch die Mieten und die Ausgaben für ärztliche Behandlung und Bildung nehmen zu; doch die empfindlichste Steigerung findet sich im Bereich der Nahrungsmittel; sie nimmt jede Woche, jeden Tag zu.“

In diesem Jahr prahlte Hassan Rouhani, der Präsident des Regimes, mit einer „39-prozentigen Zunahme“ der Löhne der Arbeiter. Doch aufgrund der Inflation und der durch die Regierung bewirkten Steigerung der Preise der Grundgüter müssen die Arbeiter mit der Armut kämpfen.

ILNA schreibt: „In den ersten beiden Monaten des [persischen] Jahres ist allein der Futterkorb der Haushalte um 1 170 000 Toman teurer geworden.“

ILNA räumt ein: „Bisher ist die Zunahme der Löhne durch die Steigerung der Preise verblaßt. Die Löhne der Arbeiter gehen heute durch die Inflation verloren. Von nun an bedeutet jede Zunahme der Löhne der Arbeiter eine Minderung ihrer Kaufkraft.“

Sind die Probleme des Iran die Sanktionen?

Die staatlichen Medien des Iran und die Ökonomen haben die Behauptung zurückgewiesen, daß das Problem der Wirtschaft des Landes in den Sanktionen bestehe.

Hossain Raghfar, einer der Ökonomen des Regimes sagte am Mittwoch: „Wenn es nicht zu einem fundamentalen Wandel kommt – oder mit anderen Worten: zu Reformen der iranischen Wirtschaft -, werden noch schlimmere Verhältnisse und Probleme auf uns zukommen.“

Und er fuhr nach der staatlichen Tageszeitung „Sobh“ vom 19. Mai fort: „Während der vergangenen vierzig Jahre orientierten wir uns an der Wirtschaft, die dem Lande schon viele Krisen und Probleme verschaffte; jetzt bedürfen wir in dieser Angelegenheit einer Revision und Reform.“

Raghfar unterstrich: Die Wirtschaft des Iran war in den vergangenen vierzig Jahren ein Opfer der Oligarchie [des Regimes], noch jetzt steht die Regierung dieser Oligarchie zu Diensten. Wenn sich dieser Weg, diese Tendenz nicht ändert, wird sich die Lage im Iran zukünftig noch verschlimmern.“ Raghfar betonte: „Die wirtschaftlichen Probleme des Iran sind zum größten Teil hausgemacht. Selbst wenn das Problem des Nuklearabkommens und andere internationale Probleme gelöst werden – die Wirtschaft des Iran wird weiterhin von seinen eigenen Entscheidungen beeinflußt werden.“

Die wirtschaftlichen Krisen des Iran haben die Gesellschaft in ein Pulverfaß verwandelt. Die Menschen benutzen jede sich bietende Gelegenheit, um ihren Haß gegen das Regime zu äußern; während die Farce der Präsidentenwahl näher kommt, verbreitet sich der Aufruf zum Boycott über das Land.

Am Mittwoch warnte die Tageszeitung „Vatan-e Emrooz“ die Funktionäre des Regimes: „Kein Funktionär hat bisher die Steigerung der Preise kommentiert. Niemand hat die Ursachen der tsunami-artigen Steigerung der Preise enthüllt – eine Angelegenheit, die im Volk Unzufriedenheit hervorrufen könnte.“

Hossain Marashi, einer der ehemaligen Funktionäre des Regimes, sagte am Mittwoch: „In den vergangenen Jahren wurde auf das Leben der Menschen sehr viel Druck ausgeübt; auch die Wirkungslosigkeit des Verwaltungssystems des Landes und natürlich die Wirkungs-losigkeit früherer Regierungen sind daran schuld.“

Marashi fuhr nach der staatlichen Tageszeitung „Sharq“ vom Mittwoch fort: „Während der vergangenen zwanzig Jahre haben sich die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Forderungen des Volkes angehäuft. Doch diese Forderungen wurden nicht erfüllt – daher das große Maß von Frustration. Das Ressentiment der Menschen bedeutet eine politische Warnung; sie zeigt sich jetzt an der mangelnden Bereitschaft zur Teilnahme an den Wahlen.“

 

 

Wahlen im Iran 2021: Staatliche Medien warnen vor inneren Kämpfen

Dieser Artikel ist einer von mehreren, die sich auf die Scheinwahlen für die Präsidentschaft des iranischen Regimes beziehen.

Während die Scheinwahlen für die Präsidentschaft des iranischen Regimes näher rücken, sehen staatliche Medien und Amtsträger des Regimes eine Bereitschaft der Menschen zum Boykott der Farce der Wahlen des Regimes voraus und warnen vor den laufenden Fraktionsfehden.
„Ein bedeutender Teil der öffentlichen Meinung ist in dieser Zeit über Kreuz mit den Wahlen. Diese Opposition hat alle iranischen Familien erreicht“, warnte die staatliche Tageszeitung Sharq („Osten“) am Mittwoch.

Obwohl sie das Mullah Regime als „unser Land“ bezeichnet, räumte die Tageszeitung Sharq ein: „Es ist notwendig, den Lebensunterhalt von mindestens den letzten sechs Zehnteln der Gesellschaft aufrecht zu erhalten. Unser Land braucht dringend eine baldige Periode des wirtschaftlichen Wohlstands, um wirtschaftlichen und sozialen Kollaps zu verhindern, die zu einem Kollaps der Sicherheit und der Politik führen können. Die kulturelle Struktur und die disziplinarische Situation stehen vor ernst zu nehmenden und schweren Herausforderungen, die sie an den Rand des Kollapses versetzt haben“.
Die Tageszeitung Resalat warnte in einem Artikel vom Donnerstag die Fraktionen des Regimes vor zunehmenden Fraktionsfehden, die sie als „fingierte Polarisierung“ bezeichnete.

„Eine fingierte Polarisierung verursacht, dass die Leute gelangweilt sind und der Teilnahme an der Politik müde werden, und sie erhöht die Brüchigkeit der Gesellschaft in solchem Maße, dass Extremismus, Aggression und Radikalismus wertgeschätzt werden. Wir versetzen die nationale Sicherheit zwischen zwei feindlichen Aufwiegelungen auf dem Weg zu einem sanften Sturz durch globale Arroganz“, schrieb Resalat.


Der Oberste Führer des Regimes Ali Khamenei versucht sein Regime zu unipolarisieren, um leichter seine Politik der Zusammenziehung der Kräfte umsetzen zu können, da er sich einer unruhigen Gesellschaft gegenüber sieht. Deshalb hat sein Wächterrat alles getan, um die Kandidaten der gegenüber Khamenei rivalisierenden Fraktion zu disqualifizieren. Die jetzigen sogenannten Kandidaten sind aktiv an Terrorismus und heimischer Unterdrückung beteiligt. Aber Khamenei und sein Regime sind unfähig nur die kleinste Opposition zu dulden.
Im Februar 2020 hat das iranische Volk die Scheinwahlen für das Parlament des Regimes boykottiert. Zuvor skandierten die Iraner bei den großen Protesten im November 2019 und im Januar 2018 „Reformisten, Hardliner, das Spiel ist aus“ und verwarfen beide Fraktionen des Regimes.
Je näher das Datum der Wahlen jetzt heranrückt, desto mehr bestätigen staatliche Medien im Umkreis der „reformistischen“ Fraktion die Bereitschaft der Menschen zum Boykott der Farce der Wahlen des Regimes.

„Die Umfragen zeigen, dass es eine geringe Beteiligung geben wird, und Beobachter und Analysten sind besorgt hinsichtlich der Legitimität dieser Wahl“, schrieb Etemad am Donnerstag. „Nach den 11. Parlamentswahlen, bei denen die geringste Beteiligung zu verzeichnen war, haben viele Aktivisten und politische Analysten ihre Besorgnis zum Ausdruck gebracht hinsichtlich der Fortsetzung dessen, was als ‚Entfremdung des Volkes von der Wahlurne‘ bezeichnet wurde. Es ist klar, dass das Problem der Legitimität ein großes Problem ist, das nicht nur interne, sondern auch externe Konsequenzen hat“, fügte Etemad hinzu.
Die staatlichen Medien geben auch zu, dass es eine erfolgreiche Kampagne der Opposition zum Boykott der Wahlen gegeben hat.

„Wenn die Beteiligung gering ist, werden Sicherheitsmaßnahmen in Erwägung gezogen. Ihr, die Opposition innerhalb und außerhalb des Landes, verkündet, dass wir uns an den Wahlen nicht beteiligen sollen, um die Legitimität des Systems zu untergraben“, schrieb die staatliche Tageszeitung Etemad am Donnerstag. „Wenn die Wahlen nicht mit Leidenschaft vor sich gehen und wenn ein hoher Prozentsatz der Bürger sich nicht beteiligt, wird es in die Richtung der Forderungen der Opposition gehen und diese Sache hat nichts mit Legitimität zu tun“, setzt Etemad hinzu.
Die staatliche Tageszeitung Arman schrieb am Mittwoch in Bezug auf die laufenden inneren Kämpfe des Regimes: „Die Frage bei der Existenz [der laufenden inneren Kämpfe] ist: Was wird die Zukunft des Systems sein? Wird sie nichts als Zerstörung sein?“
„Die politische Atmosphäre ist auf dem Höhepunkt der Fragmentierung und die Gesellschaft ist verwirrt und unentschieden. Das ist eine große Gefahr, die Sprengkraft hat, wenn wir nicht handeln und wenn die politische Spaltung und Feindschaft weitergehen“, warnte die Tageszeitung Sharq die Amtsträger des Regimes am Donnerstag.