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APA-Buch enthüllt psychologische Kriegsführung des iranischen Regimes mit Vorwürfen über „Kindersoldaten“

Wann immer in der menschlichen Geschichte eine Nation Unterdrückung oder auswärtige Aggression erfahren hat, wurden viele Personen unterdrückt und haben sie ihre Rechte und Freiheiten verloren. Aber inmitten einer solchen Tyrannei hat es immer ein paar gegeben, die sich trotzig dagegenstellten, ihr Leben und ihr Wohlergehen opferten und zu Leuchttürmen des Stolzes für ihre Nationen geworden sind. Die Geschichte hat gezeigt, dass immer dann, wenn Unterdrückung unterschiedslos eine Bevölkerung trifft, der Widerstand dagegen Opfer von Männern, Frauen und Kindern aller Klassen, Sektoren und Völkerschaften gefordert hat.

Nach der Revolution von 1979 im Iran hat eine machthungrige Fraktion den Glauben eines Volkes ausgenutzt und sich selbst als spirituelle Regierung präsentiert. Diese klerikale Gang hat den Glauben als Hebel benutzt, um Millionen Muslime zu täuschen und zu unterdrücken. Mit der Manipulation des Patriotismus haben sie ein Nachbarland in einen verheerenden Krieg gezogen unter dem Vorwand nationaler Verteidigung mit dem Ergebnis Hunderttausender toter Iraner und der Benutzung von Kindern als Kanonenfutter. Das Regime machte keinen Unterschied bei der Folterung und dem Töten seiner Opponenten, unabhängig von Geschlecht oder Alter. Frauen jeden Alters waren Gewalt, Misshandlung und rechtlicher Diskriminierung ausgesetzt.

Heute, nach mehr als 40 Jahren des Kampfes gegen das Kleriker Regime, hat es eine Kampagne der psychologische Kriegführung gestartet und Journalisten, die sich ihm angeschlossen haben, und verdeckte Agenten, die in Teherans Nachrichtendiensten tätig sind, dafür eingespannt. Das Regime behauptet, dass einige Personen, die sich vor 30 Jahren der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) angeschlossen haben, Minderjährige gewesen seien. Trotz der erstaunlichen Lügen in dieser psychologischen Kriegführung, die die betrügerische Natur des Regimes offenbaren und sein Netz an Söldlingen bloßstellen, verdeutlichen der Zeitpunkt und die Unsinnigkeit dieser Beschuldigungen nur, dass der in der Welt führende staatliche Sponsor von Terrorismus jetzt einem beispiellosen Zorn des eigenen Volkes gegenüber steht und sich höchst bedroht fühlt durch diese Organisation.

Das Buch, um das es hier geht, verfasst von der Alliance for Public Awareness (APA) [Allianz für öffentliche Aufmerksamkeit] taucht in die Geschichte, die Argumente und die Infrastruktur dieser psychologischen Kriegführung ein und nimmt besonders die neuen Unterstellungen über „Kindersoldaten“ in den Blick, die sich in eine lange Liste der Lügen des iranischen Regimes gegen den Iranischen Widerstand einreihen. Hier die Einführung in dem Buch.

Einführung
Vor ein paar Jahren tauchte die merkwürdige Saga über den Transport von Kindern der Mitglieder der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) während des ersten Kriegs am Persischen Golf im Jahr 1990 aus Camp Ashraf im Irak nach Europa, die Vereinigten Staaten und Kanada aus dem Schattenreich auf. Diese Migration, die in Gang gesetzt wurde, um die Kinder vor den verheerenden Bomben des Krieges abzuschirmen, wurde in eine Propagandawaffe gegen die PMOI und den breiteren Iranischen Widerstand verdreht. Die Desinformationskampagne unter der Federführung des iranischen Ministeriums für Nachrichtendienste und Sicherheit (MOIS) in Zusammenarbeit mit mehreren Journalisten und Filmemachern auf Geheiß des iranischen Regimes zielte darauf, die Organisation schlechtzumachen.

Seit seinem Anfang im Februar 1979 war das Bemühen, die PMOI und den Iranischen Widerstand zu dämonisieren, ununterbrochen am Werk. Über die Jahre hinweg hat sich die Art dieser Angriffe weiterentwickelt und an die wechselnden Dynamiken der Regime Bewegung und der eigenen Verzweiflung des Regimes beim Festhalten an der Macht angepasst. Trotz der Verschiebungen in der Taktik blieb die Kernbotschaft konstant: die PMOI und den Iranischen Widerstand als Bedrohung hinzustellen, die schrecklicher und unheilvoller sei als das jetzige Regime, und das iranische Volk davon abzuraten, einen Regimewechsel in Betracht zu ziehen und zugleich die internationale Gemeinschaft von der Fehleinschätzung zu überzeugen, dass es keine gangbare Alternative zum Status quo gebe.

Jedoch haben die letzten 7-8 Jahre entscheidende Entwicklungen erlebt, die nicht nur den Iranischen Widerstand in ein neues Kapitel versetzt hat, sondern auch das Regime veranlasst hat, seine Strategie der Dämonisierung neu zu kalibrieren. Schlüsselelemente dieser Entwicklung waren:

1. Die Umsiedlung der PMOI aus dem Irak nach Europa, besonders nach Albanien im Jahr 2016, was eine große logistische Leistung war und die Bedeutung des Widerstands auf der internationalen Bühne gestärkt hat.

2. Der Ausbruch aufeinanderfolgender landesweiter Aufstände seit Ende 2017, stark gemacht durch den bedeutenden Einfluss und die organisatorischen Fähigkeiten der PMOI beim Aufrütteln des öffentlichen Dissenses gegen das Regime.

Diese Meilensteine machten nicht nur die Aufrechterhaltung des Narrativs des Regimes schwer, sondern demonstrierten auch die weiter bestehende Ausdauer und Anpassungsfähigkeit des Iranischen Widerstands und signalisierten eine starke Bedrohung für den Zugriff des Regimes auf die Macht,

Die Intensivierung seiner Desinformationskampagne durch das Regime gegen die PMOI und den Iranischen Widerstand kann auch der Bildung der Widerstandseinheiten innerhalb des Iran und der bedeutenden Beteiligung der Jugend an den Aufständen zugeschrieben werden. Die steigende Welle junger Iraner, die sich den Reihen der PMOI angeschlossen haben, inspiriert durch den Ruf nach Freiheit und Wandel, hat offensichtlich das Regime enerviert und es veranlasst, bei weiteren Erfindungen und Verdrehungen über die MEK Zuflucht zu finden, besonders die Narrative um die Kinder der MEK Mitglieder in den Blick zu nehmen, von denen jetzt viele zu Anwälten der Freiheit geworden sind oder aktiv auf der internationalen Arena damit beschäftig sind, die Gräueltaten des Regimes bloßzustellen.

Ein bemerkenswertes Beispiel für die Propagandabemühungen wurde 2020 von Luisa Hommerich vorgeführt, einer Journalistin mit engen Verbindungen zum MOIS, mit ihren Beiträgen in der deutschen Publikation Die Zeit. Das Ergebnis bildete ein Artikel unter der Überschrift „Endlich frei“, der am 27. Oktober 2021veröffentlicht wurde.1
Zugleich wurde ein Filmprojekt über die Kinder von Camp Ashraf gestartet., das ein gezieltes Bemühen darstellt, Narrative um einzelne Personen als Hebel zu benutzen, die als Kinder mit der PMOI verknüpft und jetzt in der 40ern vorgeblich dem MOIS verbunden zentrale Figuren in einem filmischen Unternehmen wurden, das die Diskreditierung der PMOI und des breiteren Iranischen Widerstands bezweckt.

Der Film wurde auf dem Youtube Festival im Februar vorgestellt und danach beim Tempo Festival in Göteborg im März in der Absicht, die MEK und den Iranischen Widerstand in ein ungünstiges Licht zu stellen.

Zusammen mit diesem kinematischen Unternehmen wurden zwei Bücher veröffentlicht, die von zwei aus dem zuvor erwähnten Personenkreis verfasst worden waren. Diese Bücher, die voller Ungenauigkeiten sind, waren darauf angelegt, die PMOI und den Iranischen Widerstand anzuschwärzen. Das sind ganz bestimmte Leute. Dieses Verfahren verdeutlicht die Auffassungen des Regimes über die Fähigkeiten der PMOI, gesellschaftliche Unterstützung für einen Wandel im Iran zu gewinnen, was die ausgedehnten Maßnahmen des Regimes demonstriert, die das Regime anzuwenden gewillt ist, seinen Griff zur Macht zu behalten.

Diese Narrative sind durchzogen von einer Entstellung der Wirklichkeit und versuchen die Mitglieder der PMOI als gefühllos, grausam und bar jeder familiären Werte zu porträtieren. Diese Art von Botschaften wird durch ein Netz von Medien verbreitet, die mit dem MOIS und den Revolutionsgarden verbunden sind. Das Ziel ist, die iranische Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass die negative Darstellung der MEK, die vom Volk abgelehnt wird, auch durch auswärtige Experten, Zeugenaussagen und Quellen, die außerhalb des Einflussbereichs des Regimes stehen, untermauert werde.

Seit über vierzig Jahren ist das Kleriker Regime mit einer Kampagne zur Dämonisierung der PMOI beschäftigt, um die Verfolgung und Hinrichtung ihrer Mitglieder und Sympathisanten innerhalb des Iran zu rechtfertigen und ebenso die Anstiftung zu terroristischen Angriffen gegen den Widerstand und seine internationalen Unterstützer. Als Reaktion auf den wachsenden Anklang, den die PMOI in der Jugend findet, die Ausbreitung der Widerstandseinheiten und die wachsende internationale Unterstützung hat das Regime seine Bemühungen intensiviert, die PMOI sowohl im Inland als auch international zu verunglimpfen mit dem Ziel, ihre Glaubwürdigkeit und Unterstützungsbasis zu unterminieren.

Zugleich mit der Manipulation des Narrativs in Bezug auf die Kinder von Camp Ashraf hat das Regime ein sogenanntes Gerichtsverfahren gegen mehr als 100 Führer und Mitglieder des Widerstands eingeleitet, die seit Jahrzehnten außerhalb des Iran leben. Diese Personen werden als „mohareb“ (Feinde Gottes) gebrandmarkt und in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die Vertreter des Regimes haben öffentlich ihre Ziele bei diesen Prozessen artikuliert: erstens die Jugend davon zu überzeugen, dass sie nichts über die „Verbrechen“ wüssten, die von der PMOI begangen worden seien und dass sie durch die Organisation „getäuscht“ worden seien; zweitens eine Basis zu konstruieren, um Druck auf diese Personen in den westlichen Ländern auszuüben, was die Absichten hinter den verdrehten Geschichten über die Kinder widerspiegelt; und drittens die Bühne für einen terroristischen Angriff gegen die Organisation zu bereiten.

Diese heuchlerische Sorge um die Kinder der PMOI von der Seite des Regimes und seiner Anhänger steht in deutlichem Kontrast zu dem, was sie selbst an Verletzungen der Menschenrechte von Kindern auf dem Kerbholz haben. Hunderte von Teenagern im Alter zwischen 14 und 18 wurden auf den Straßen von den Revolutionsgarden während des Aufstandes von 2022 getötet. Historisch verbrieft ist, dass im Iran-Irak Krieg etwa eine Million Kinder als Minensucher in den Minenfeldern benutzt wurden, was zu zahllosen Toten führte. Ferner hat die andauernde Repression durch das Regime Hundertausende an Kindern dazu gezwungen, ihren Bildungsgang für notgedrungene Arbeit aufzugeben, darunter die Suche nach Essbarem im Müll und andere erniedrigende Aufgaben zu übernehmen, was die himmelschreiende Vernachlässigung des Wohlergehens und der Zukunft der jüngsten Bürger deutlich macht.

Diese Broschüre befasst sich vertieft mit der Realität hinter den Narrativen in Bezug auf die Kinder der PMOI und entschleiert die extensiven Anstrengungen der religiösen Diktatur, die im Iran herrscht und seiner internationalen Agenten, die Wahrheit zu verdrehen. EsFrom-Honor-to-Deceit bezweckt, die Strategien, Mechanismen und Machenschaften ans Licht zu bringen, die vom Regime bei seiner Kampagne zur Dämonisierung angewendet werden.

Durch die detaillierte Überprüfung und das Anbringen von Beweisen ist die Broschüre bestrebt, der Propaganda des Regime entgegenzuwirken, indem sie Tatsachenberichte präsentiert, die die wahre Natur der Aktionen und Absichten des Regimes enthüllen, Damit bemüht sie sich, die Öffentlichkeit über die Taktiken des Regimes zur Desinformation auf der einen Seite und der Ausdauer der PMOI und ihrer Familienangehörigen angesichts solcher Widrigkeiten sowohl innerhalb des Iran als auch global. zu informieren.

Fußnote:

1 „Die iranischen Volksmudschahedin: Endlich frei“, Die Zeit 27. Oktober 2021. Verfügbar unter https://www.zeit.de/zeit-magazin/2021/44/amin-golmaryami-flucht-irak-volksmudschahedin-militaercamp-organisation

Großkundgebung von Iranern: Berlin, 29. Juni 2024

Am Tag nach der Präsidenten-Wahlshow des klerikalen Regimes

Nein zur Herrschaft der Hinrichtungen und Scheinwahlen

Ja zum Sturz des klerikalen Regimes und zur Errichtung einer Demokratischen Republik

Aufruf zur Einstufung der IRGC als Terrororganisation

Diese Demonstration spiegelt den Wunsch des iranischen Volkes wider, der in den Aufständen von 2022–2023 zum Ausdruck kam und der die herrschende Theokratie stürzen wollte.

Im Iran ist, unter dem religiösen Faschismus, keine Zeit für Wahlen, sondern eine Zeit für Revolutionen.

Das iranische Volk stimmt für den Sturz des klerikalen Regimes und die Errichtung einer demokratischen Republik, die auf der Trennung von Religion und Staat basiert.

Anwesenheit deutscher Abgeordneter und politischer Persönlichkeiten zur Unterstützung des Widerstands des iranischen Volkes.

Datum und Uhrzeit: Samstag, 29. Juni 2024, um 14:30 Uhr

Rentner-Proteste in verschiedenen iranischen Städten wegen wirtschaftlicher Nöte

Am 9. Juni protestierten Rentner aus verschiedenen Sektoren in mehreren iranischen Städten, darunter Teheran, Ahvaz, Shush, Kermanshah, Isfahan und Maschhad, um bessere Lebensbedingungen zu fordern und ihre Frustration über die Wirtschaftspolitik der Regierung zum Ausdruck zu bringen. Die Proteste waren geprägt von Forderungen nach Gerechtigkeit und einem Ende der Korruption.

In Isfahan marschierten Stahlrentner und riefen: „Stahlarbeiter, schreit laut, fordert eure Rechte!“ Ihre Demonstration verdeutlichte die weit verbreitete Unzufriedenheit unter Rentnern über wirtschaftliche Schwierigkeiten und unbefriedigte Forderungen.

Rentner der Sozialversicherungsorganisation versammelten sich in Shush, um gegen steigende Preise, unzureichende Löhne und systemische Korruption zu protestieren. Zu ihren Slogans gehörten: „Rentner, schreit laut, fordert eure Rechte!“ und „Sie haben die Sozialversicherung geplündert und uns mittellos gemacht.“

In Kermanshah versammelten sich Rentner vor dem Gebäude der Sozialversicherung und skandierten: „Nur auf der Straße können wir unsere Rechte einfordern“, „Halber Lohn, wenn wir schweigen, das ist es, was wir bekommen“, „Lebensunterhalt, Behandlung, schlimmer als je zuvor.“ „Einigkeit, Einheit, gegen Armut und Korruption“ und „Jede Unterschlagung offenbart, dass mehrere Politiker dahinter stecken.“

Eine Rentnerin in Kermanshah rezitierte ein Gedicht, in dem sie ihre Entschlossenheit betonte, weiter zu protestieren, bis ihre Forderungen erfüllt sind: „Wir werden das Haus erleuchten, wir werden die Unterdrückung zerstören.“

In Maschhad protestierten Rentner vor dem Büro der Sozialversicherung auf der Khayyam Allee, während in Chuzestan Rentner der Sozialversicherung auf der Straße marschierten.

Auf Videoaufnahmen war außerdem zu sehen, wie pensionierte Lehrer vor dem Bildungsministerium in Teheran protestierten und ihre Rechte einforderten. Sie riefen: „Ruft, schreit gegen all diese Ungerechtigkeit.“

Rentner der Sozialversicherung von Shush marschierten und protestierten gegen Armut, Inflation, hohe Preise, unzureichende Löhne, Korruption und andere Formen der Ungleichheit. Zu ihren Rufen gehörten: „Rentner, schreit laut, fordert eure Rechte“, „Sie haben die Sozialversicherung geplündert, uns mittellos gemacht“, „Wenn wir an der Reihe sind, ist die Staatskasse leer“ und „Ein reiches Land, was ist mit uns passiert?“ ”
Diese anhaltenden Demonstrationen unterstreichen die fortgesetzten wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen, mit denen Rentner im Iran konfrontiert sind, sowie ihre Entschlossenheit, durch kollektives Handeln Gerechtigkeit und bessere Lebensbedingungen zu erreichen.

Die Freilassung von Noury ermutigt das Mullah-Regime zu mehr Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Das schwedische Justizministerium hat in einer Presseerklärung bekannt gegeben, dass die schwedische Regierung beabsichtigt, dem Parlament des Landes ein Gesetz vorzuschlagen, das es erlauben würde, dass ausländische Gefangene den Rest ihrer Strafen in den jeweils eigenen Ländern verbüßen.
Der schwedische Justizminister stellte fest, dass Personen mit auswärtiger Staatsangehörigkeit „ihre Strafen so weit wie möglich in ihren eigenen Ländern verbüßen sollten“. Laut der Ankündigung des Justizministeriums würde ein solches Gesetz am 1. Juli 2025 in Kraft treten.

Es scheint, dass die schwedische Regierung ähnlich der belgischen Regierung, die den Terroristen Diplomaten Assadollah Assadi freigelassen hat, ebenfalls der Erpressung und den Geiselnahme Taktiken der kriminellen Mullahs nachgibt, um den Weg für die Freilassung von Hamid Noury zu bahnen, der derzeit eine lebenslange Strafe verbüßt.

Der Justizausschuss des NWRI verurteilt entschieden jede Vorarbeit für die Freilassung von Hamid Noury. Diejenigen, die für Massentötungen, Folter und Bomben legen verantwortlich sind, zu belohnen, bestärkt die kriminellen Mullahs und die Vertreter des IRGC in ihrem Genozid und in ihren Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen das iranische Volk und ebenso in ungezügeltem Terrorismus.

Abgesehen von Erpressung und der Benutzung schwedischer Bürger und Doppelstaatler als Geiseln hat das Mullah Regime mehrfach die schwedische Justiz angegriffen und durch ihr Außenministerium und durch Sprecher der Justiz und auch über staatlich kontrollierte Medien beleidigt für die Strafverfolgung und Verurteilung von Hamid Noury.

Vor weniger als zwei Wochen hat Khazem Gharibadadi, der Vertreter der Justiz des Regimes, bei einem Treffen mit dem Sohn Hamid Nourys erklärt: „Alle zuständigen Stellen, eingeschlossen das Außenministerium, das Hauptquartier für Menschenrechte und die Abteilung für Menschenrechte der Justiz arbeiten daran, Hamid Noury freizulassen“ (IRNA, 27. Mai 2024).

Während die Kommission der Vereinten Nationen zur Tatsachenermittlung, die unter anderem auch mit Stimmen der schwedischen Regierung zusammengestellt worden ist, alle Länder in der ganzen Welt aufgerufen hat, diejenigen, die für Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Iran verantwortlich sind, in ihren Justizsystemen zur Verantwortung zu ziehen, würde die Freilassung von Hamid Noury eine Verletzung internationaler Verpflichtungen zur Bekämpfung großer Verbrechen darstellen.

Alle Gefangenen, Überlebende von Folter, Kläger, Angehörige von Märtyrern von Massakern und das gesamte iranische Volk widersetzen sich vehement der Freilassung von Hamid Noury, der zu lebenslanger Haft verurteilt worden ist, und verurteilen sie. Den kriminellen und geiselnehmenden Mullahs nachzugeben, ermutigt sie weiter dazu, den schwedischen Boden in ein Spielfeld für ihre terroristischen Aktivitäten zu machen.

2023 haben 31 parlamentarische Mehrheiten und 2024 bisher 22 parlamentarische Mehrheiten die Hinrichtungen von 30 000 politischen Gefangenen im Jahr 1988 auf Geheiß von Ruhollah Khomeini in globalen Erklärungen verurteilt und den Widerstand des iranischen Volkes unterstütz und dazu aufgerufen, diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, die für dieses große Verbrechen verantwortlich sind.

Nationaler Widerstandsrat Iran (NWRI)
Justizausschuss
8. Juni 2024

Neue Proteste im Iran wegen wirtschaftlicher Nöte und Regierungspolitik

Am 8. Juni, brachen in mehreren iranischen Städten, darunter Ilam, Zandschan, Sirdschan und Semnan, Proteste aus, als verschiedene Gruppen ihre Frustration über unerfüllte Forderungen, steigende Kosten und das zum Ausdruck brachten, was sie als grassierende Korruption und Ausbeutung durch das klerikale Regime empfinden.

In Ilam versammelte sich eine Gruppe von Bäckereibetrieben, um gegen wirtschaftliche Not und unerfüllte Versprechen zu protestieren. Ebenso demonstrierten Lkw-Fahrer in Sirdschan gegen das unzureichende Kraftstoffverteilungssystem. Ein Fahrer erklärte: „Aufgrund der Treibstoffknappheit können wir nur zwei bis drei Tage pro Woche arbeiten. Jeder LKW unterstützt mindestens zwei Familien. Was sollen wir unter diesen Bedingungen tun?“

Die Frage der Kraftstoffzuteilung bereitet den Fahrern große Sorgen. „Während ein normaler Pkw alle 15 Tage 43 Liter verbraucht, sind es bei einem Lkw fast 500 Liter, was für unseren Bedarf nicht ausreicht“, bemerkte ein anderer Autofahrer und verwies auf die Unterschiede bei der Kraftstoffverteilung.

In Zandschan protestierten Grundbesitzer aus dem Dorf Qavazang vor dem Büro des Gouverneurs. Ihre Beschwerden rühren von dem Versäumnis des Regimes her, sich mit ihren Landrechten und wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten auseinanderzusetzen.

In Semnan protestierten Arbeiter der „Natriumcarbonat“-Fabrik im Industriegebiet Sorkheh und forderten Klarheit über ihre Arbeitsrechte und Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen. Die Arbeitsproteste wurden dadurch ausgelöst, dass die Fabrikleitung früheren Forderungen, einschließlich der Bildung eines Betriebsrates und der Erhöhung der Löhne, nicht nachkam.

Ein Vertreter der Arbeitnehmer erklärte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ILNA: „Unsere Hauptforderungen sind die Einrichtung eines Arbeitsrates, eine Gehaltserhöhung mit Überstundenvergütung, Prämien und anderen Arbeitsvorteilen, die wir letzte Woche bei unserem Protest betont haben.“

Gleichzeitig forderte eine Arbeitsorganisation in Semnan nach einem Streik und Protest von informellen Ölarbeitern die vollständige Abschaffung von Vertragsunternehmen und die komplette Umsetzung der zweiten Phase des Jobklassifizierungsplans.

Diese Proteste sind die jüngsten in einer Reihe landesweiter Demonstrationen, welche die weit verbreitete Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Lage und der Behandlung verschiedener Probleme durch die Regierung widerspiegeln. Während die Unruhen zunehmen, steht das Regime unter zunehmendem Druck, sich um die Beschwerden seiner Bürger zu kümmern, andernfalls muss es mit den Folgen seiner Nachlässigkeit rechnen.

Was ist von den Kandidaten bei der Scheinwahl des iranischen Präsidenten zu halten?

Nach dem Tod des Präsidenten des iranischen Regimes, Ebrahim Raisi, bei einem Hubschrauberabsturz am 19. Mai ordnete der Oberste Führer Ali Khamenei rasch die Vorbereitungen für die nächsten Präsidentschaftswahlen an. In der vergangenen Woche besuchte ein breites Spektrum ehemaliger und aktueller Staatsbeamter die Registrierungsstellen des Innenministeriums für die Scheinwahl zum Präsidenten. Einige hielten Pressekonferenzen ab, veröffentlichten Werbevideos in sozialen Medien und verbreiteten über ihre Medienkontakte Nachrichten und Gerüchte, um die Vorfreude auf die Wahlen am 28. Juni zu steigern. Angesichts der Tatsache, dass die Wahlen im Iran seit den Aufständen von 2017 und 2019 kein Wettstreit zwischen Khameneis Fraktion und seinen politischen Rivalen mehr sind, sondern stattdessen zu einem Wettlauf zwischen Khameneis Favorit und einigen Platzhalterkandidaten geworden sind, fragen sich Analysten und Politiker weltweit, ob Raisis Tod die Kräfteverhältnis in Teheran verändert hat.
Nach Angaben staatlicher Medien begann die Registrierung der Kandidaten für die 14. Scheinwahl des Präsidenten am Donnerstag, dem 30. Mai, und endete am Montagabend, dem 3. Juni. Die Wählbarkeitsunterlagen der Kandidaten, oder genauer gesagt, ihre Eignung, wie von Khameneis Büro vorgegeben, werden an den Wächterrat geschickt, der am 11. Juni die endgültige Kandidatenliste bekannt geben wird.

Offiziellen Statistiken zufolge haben sich während der fünftägigen Registrierungsfrist 287 Personen beworben, aber nur 80 wurden offiziell registriert, wenn man die gesetzlichen Anforderungen für das Präsidentenamt berücksichtigt. Zu den erwähnenswerten Persönlichkeiten gehörten Saeed Jalili, Khameneis Vertreter im Obersten Nationalen Sicherheitsrat und Mitglied im Schlichtungsrat; Alireza Zakani, Bürgermeister von Teheran; Mehrdad Bazrpash, Minister für Straßen und Stadtentwicklung in Raisis Regierung; Mostafa Pourmohammadi, ehemaliger Innenminister und Haupttäter des Massakers von 1988; Mohammad Bagher Ghalibaf, derzeitiger Parlamentspräsident; Vahid Haghanian, Stellvertreter für Sonderangelegenheiten in Khameneis Büro; der ehemalige Präsident Mahmud Ahmadinedschad; der ehemaliger Sprecher Ali Larijani; der ehemalige Zentralbankgouverneur Abdolnaser Hemmati; der ehemaliger Vizepräsident Eshaq Jahangiri sowie viele andere Vertreter des Regimes.
Alle Regimeführer haben Khameneis erhebliche Schwäche gespürt. Nach einer Reihe von Volksaufständen in den letzten sieben Jahren und den gescheiterten Scheinwahlen in den Jahren 2020, 2021 und 2024 verstehen sie, dass ein weit verbreiteter Boykott und ein klares „Nein“ des iranischen Volkes der Welt die Schwäche Teherans signalisiert. Sie haben erkannt, dass ein Regime, das versucht, sich als führende Macht der Region darzustellen, von ausländischen und regionalen Gegnern angesichts einer solchen internen Schande niemals ernst genommen wird.

Khameneis rivalisierende Fraktionen glauben, dass der Oberste Führer nach Raisis Tod, der eine Schlüsselfigur in seinem jahrzehntelangen Bemühen um Machtkonsolidierung war, gepaart mit Raisis späteren wirtschaftlichen, politischen und sozialen Misserfolgen, die in seinem und seinem Außenministertod gipfelten, seine Meinung inmitten einer Vielzahl interner und externer Krisen noch einmal überdenken könnte.
Doch am 3. Juni, bei der Gedenkfeier zum Tod seines Vorgängers Ruhollah Chomeini, skizzierte Khamenei seine Vision für den idealen Präsidenten und lobte Ebrahim Raisi ausgiebig und signalisierte, dass sein Wunschkandidat „ähnliche Qualitäten“ besitzen sollte. Khameneis wiederholte Betonung der Anschläge vom 7. Oktober und seine Aussage, dass dies „ein dringend benötigtes Ereignis für die Region“ sei, signalisierten deutlich, dass er externe Krisen als Mittel zur Linderung interner Spannungen betrachtet.
Auch die zahlreichen Äußerungen von Staatsbeamten aller Couleur nach den Anschlägen vom 7. Oktober legen nahe, dass er in dieser Hinsicht nicht unrecht hat. Infolgedessen verschärfte Khamenei seine Rhetorik zur regionalen Destabilisierung und sandte sogar Botschaften an amerikanische Studenten, in denen er vorgab, er könne tief im Inneren des feindlichen Territoriums Einfluss nehmen.
Historisch gesehen hat das klerikale Regime gezeigt, dass alles zweitrangig und veränderbar ist, wenn es um sein grundlegendes Überlebensprinzip geht. Für Khamenei und alle derzeitigen und ehemaligen Amtsträger stehen Überlebensmechanismen an erster Stelle. Um eine gewisse Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, wird Khamenei daher wahrscheinlich alle verfügbaren Ressourcen und Einzelpersonen nutzen, um etwas zu schaffen, das er als „dynamisches Wahlspektakel“ bezeichnet. Allerdings wird dies nicht dazu führen, dass die Sicherheit und das Überleben des Regimes in Frage gestellt werden.
Diese Wahldemonstration hat auch außenpolitische Vorteile. Einzelpersonen und Sprachrohre im Westen, die immer im Gleichschritt mit Teheran agierten, nutzen diese seltsame Reihe von Präsidentschaftskandidaten bereits aus, um beispielsweise zu argumentieren, dass im kommenden Vorstand der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) eine Resolution gegen Teheran verabschiedet werden könnte. Das Gouverneurstreffen könnte sich negativ auf Kandidaten wie Ali Larijani auswirken.
Sollte Khamenei sich jedoch dazu entschließen, mit den von ihm aufgestellten Schachfiguren ein komplexes Spiel zu inszenieren, das darauf abzielt, die kriminellste Figur als Präsidenten einzusetzen und der iranischen Gesellschaft und der Weltgemeinschaft erneut den Krieg zu erklären, wird er weder mit Rebellion noch kritischer Konfrontation seitens derjenigen rechnen müssen, die den höchsten Wert im Spiel haben.

Khamenei, der wiederholt erklärt hat, dass jeder Rückzug zu einer Reihe von Rückschritten und letztendlich zum Sturz des Regimes führen würde, sieht den kostengünstigsten Weg darin, sich für eine gleichgerichtete und gehorsame Regierung zu entscheiden, die es ihm ermöglicht, weiterhin mit eiserner Faust zu regieren. Er setzt auf die Untätigkeit der internationalen Gemeinschaft sowie auf die Einschüchterungsmaßnahmen des Regimes, um beim iranischen Volk Angst zu schüren.
Möglicherweise unterschätzt er jedoch die Entschlossenheit und Fähigkeit des organisierten Widerstands, der sowohl die prinzipientreuen Mitglieder der internationalen Gemeinschaft als auch die Mutigsten im Iran zusammenbringen wird, um einen Regimewechsel herbeizuführen.

 

Teherans Bürgermeister unterzeichnet kontroversen Deal mit dem sanktionierten Mahan Air

Die jüngsten Entwicklungen in Teheran haben Kontroversen über die Zuteilung von Land durch die Stadt Teheran an Mahan Air für die Entwicklung eines Touristenresorts entfacht. Der von Bürgermeister Alireza Zakani angekündigte Schritt hat ernsthafte Fragen zu Transparenz, Ethik und der Wahl des Partners bei kommunalen Projekten aufgeworfen.
Staatliche Medien haben enthüllt, dass die Stadt Teheran ein weitläufiges Grundstück von 33.000 Quadratmetern in einer der begehrtesten Gegenden Teherans für die Entwicklung eines Erholungs- und Touristenzentrums vorgesehen hat. Doch was zunächst wie ein kommunales Routineprojekt aussah, wurde von Kontroversen überschattet, vor allem aufgrund der Beteiligung von Mahan Air, einer Fluggesellschaft mit bewegter Vergangenheit.
Mahan Air, das vor allem für seine Beteiligung am Transport von Waffen und Munition in Konfliktgebiete wie Syrien bekannt ist, scheint ein unwahrscheinlicher Kandidat für ein Projekt zur Entwicklung eines Touristenresorts zu sein. Berichten zufolge wurde das Land Mahan Air ohne Ausschreibungsverfahren zugeteilt, was Fragen zu den Beweggründen hinter der Vereinbarung aufwirft.
Mahan Air wurde 1991 gegründet und hat sich schnell zum größten Luftfahrtunternehmen des iranischen Regimes und zu einem Hauptinstrument für den Lufttransport entwickelt. Die Verbindungen des Unternehmens zu hochrangigen Vertretern und seine lange Zeit, unter dem Radar zu agieren, haben Bedenken hinsichtlich seiner Glaubwürdigkeit und Eignung als Partner für kommunale Projekte aufkommen lassen.

Das US-Finanzministerium hat die iranische Verkehrsfluggesellschaft Mahan Air gemäß der Executive Order 13224 vom 12. Dezember 2011 mit der Bereitstellung finanzieller, materieller und technologischer Unterstützung für die Quds-Brigaden (IRGC-QF) der Islamischen Revolutionsgarden beauftragt.
Seitdem setzten das US-Finanzministerium und das US-Außenministerium die Geschäftspartner, Vermittler und Vertriebsmitarbeiter von Mahan Air auf der ganzen Welt auf die schwarze Liste.
Die neueste Vereinbarung ist als Build-Operate Transfervertrag (BOT) strukturiert, eine gemeinsame wirtschaftliche Vereinbarung zwischen Regierungen und privaten Einrichtungen. In diesem Rahmen investiert der Privatsektor in ein Projekt und verwaltet es, wobei das Eigentum letztendlich an die Regierung zurückfällt.
Allerdings stießen mehrere Aspekte des Deals auch innerhalb des Regimes auf Kritik. Der wichtigste Grund dafür ist das Fehlen eines klaren Zeitplans für die Partnerschaft zwischen der Stadt Teheran und Mahan Air. Im Gegensatz zu typischen BOT-Verträgen wird dieses entscheidende Detail Berichten zufolge im Teheran-Mahan Abkommen weggelassen, was Bedenken hinsichtlich der Transparenz und Rechenschaftspflicht der Vereinbarung aufkommen lässt.
Darüber hinaus umgeht die Vereinbarung herkömmliche bürokratische Verfahren wie die Durchführung von Ausschreibungen und die Einholung der Genehmigung des Stadtrats. Stattdessen scheint die Stadtverwaltung von Teheran den Prozess beschleunigt zu haben, indem sie die Übergabe des Grundstücks an Mahan Air innerhalb einer Frist von 15 Tagen angeordnet hat, sodass die Fluggesellschaft ohne weitere behördliche Aufsicht mit dem Bau beginnen konnte.

Der genaue Standort des 30.000 Quadratmeter großen Grundstücks bleibt unbekannt, was die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Deal noch verstärkt. Luftkarten, die dem Abkommen beigefügt sind, deuten jedoch auf die Nähe zu einem Fluss nahe der Kreuzung von Chamran Autobahn und Molasadra Straße hin. Dieses Gebiet ist für sein günstiges Klima und die üppige Grünfläche bekannt und macht einen erheblichen Teil der Grünflächen Teherans aus.
Diese umstrittene Landzuweisung durch die Stadt Teheran an Mahan Air ist kein Einzelfall, sondern vielmehr ein Symptom eines umfassenderen Problems, das im Regierungssystem verankert ist. Die lange Geschichte der Korruption und Unterschlagung in den Reihen des klerikalen Regimes hat gezeigt, wie Staatsbeamte auf allen Ebenen Unternehmensverträge und Geschäftsmöglichkeiten zum persönlichen Vorteil ausnutzen, oft auf Kosten des öffentlichen Wohls und internationaler Normen. Indem sie rechtliche und ethische Standards missachten, gefährden diese Beamten nicht nur die Integrität öffentlicher Institutionen, sondern untergraben auch Bemühungen zur Aufrechterhaltung des Völkerrechts und der Sanktionsregelungen.

 

Der Oberste Führer des iranischen Regimes betont seine Vitalität

Fünfzehn Tage nach dem Tod von Ebrahim Raisi, einem von Ali Khamenei favorisierten Präsidenten, nutzte der Oberste Führer des Regimes den Todestag seines Vorgängers Ruhollah Chomeini, um eine unruhige Gesellschaft und die internationale Gemeinschaft zu täuschen. Indem er von einem hochrangigen und entfernten Ort aus zu handverlesenen Anhängern seines Regimes sprach, wollte er vermitteln, dass seine Macht ungebrochen ist und dass er immer noch in der Lage ist, sowohl regionale als auch globale Angelegenheiten zu beeinflussen.
In seiner Rede brachte er seine Zufriedenheit über den achtmonatigen Gaza-Konflikt zum Ausdruck, der zu weitreichendem Blutvergießen und globalen Spannungen geführt hat. Er behauptete, dass „die wundersame Operation Al-Aqsa Sturm den großen Plan der Feinde, die Region und die islamische Welt zu beherrschen, vereitelt hat.“
Khamenei offenbarte seine Angst vor seiner eigenen regionalen Isolation und sagte: „Diese finstere Verschwörung stand kurz vor der Ausführung, aber der wundersame Al-Aqsa Sturm machte alle Bemühungen Amerikas, des Zionismus und ihrer Anhänger zunichte. Angesichts der Ereignisse der letzten acht Monate besteht keine Hoffnung auf eine Wiederbelebung dieses Plans.“

Khamenei fügte hinzu: „Die Operation Al-Aqsa Sturm, die am 7. Oktober begann, war genau das, was die Region brauchte. Unsere Region brauchte diese Operation. Es war eine Reaktion auf einen großen regionalen Bedarf, auf den ich näher eingehen werde. Die Operation Al-Aqsa Sturm ereignete sich genau in dem Moment, in dem die Region sie brauchte.“
In seiner Rede lobte Khamenei den Mörder und Schlächter des iranischen Volkes und bezeichnete Ebrahim Raisi als „Märtyrer des Dienstes“ – jemanden, der im Dienste seines Regimes starb. Als umgekehrtes Eingeständnis der Unbeliebtheit von Ebrahim Raisi behauptete Khamenei, er spreche im Namen „aller Medien, sozialer Netzwerke und verschiedener Einzelpersonen und Gruppen“ und erklärte: „Ich habe mit Raisi gefühlt, da einige nicht einmal bereit waren, ein Wort der Gunst über sein Leben zu sagen. Trotz seiner prominenten Beiträge verheimlichten sie diese entweder oder stellten sie falsch dar, was ihm Kummer bereitete. Obwohl er oft nicht reagierte, kam er manchmal zu mir, um seine Beschwerden vorzubringen.“
Er fügte hinzu: „Unser Präsident (Raisi) war in seiner Haltung gegenüber den Feinden der Revolution klar. Er sprach nicht zweideutig über diejenigen, die gegen die Revolution waren, sich ihr widersetzten oder ihre Feinde sind. Er sprach deutlich. Er hatte eine klare Abgrenzung. Er traute dem Lächeln des Feindes nicht. Das ist sein Verdienst. Das sind seine Lektionen. Jede davon dient als Vorbild für unsere Politiker, für unsere zukünftigen Präsidenten und für diejenigen, die in irgendeiner Funktion das Vertrauen der Nation gewinnen.“
Khamenei äußerte auch seine Angst vor einem landesweiten Boykott der Scheinwahlen des Regimes. In Bezug auf die Staatszeremonien für Raisi und andere Staatsbeamte, die am 19. Mai bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kamen, behauptete er: „Entgegen den Behauptungen der Feinde und einigen internen Wiederholungen, dass die Islamische Republik ihr nationales Vermögen verloren hat, haben die Millionen, die am Abschied der Märtyrer teilgenommen haben, gezeigt, dass dieses beispiellose nationale Gut intakt bleibt … Es besteht eine starke emotionale Bindung zwischen dem Volk und Vertretern wie Raisi und Soleimani.“
Für die nächste Scheinwahl des Präsidenten forderte Khamenei seine Vertreter auf, ihre Anstrengungen zur Machtdemonstration zu maximieren: „Wenn, so Gott will, diese Wahl großartig und eindrucksvoll abgehalten wird und das Volk nach diesem tragischen Ereignis den nächsten Vertreter wählt, wird die Wahlbeteiligung ein bedeutender Erfolg für die iranische Nation sein und enorme globale Auswirkungen haben. Daher ist die Wahl am 8. Juli sehr wichtig.“

Khamenei machte auch deutlich, dass er erwartet, dass der nächste Präsident seinen Forderungen nachkommt. Er sagte: „Damit der Iran seine Interessen wahren, seine strategische Tiefe in komplexen internationalen Dynamiken stabilisieren, sein natürliches und menschliches Potenzial zur Versüßung der Zukunft des Landes freisetzen und wirtschaftliche und kulturelle Lücken schließen kann, braucht er einen dynamischen, fleißigen und sachkundigen Präsidenten, der sich für die Prinzipien der Revolution einsetzt.“
Khamenei erkannte erneut die heftigen Machtkämpfe innerhalb seines Regimes an und warnte die Vertreter davor, sich gegenseitig zu untergraben und zu verleumden. Er erklärte: „Verleumdungen, Anschuldigungen und Schlammschlachten tragen nicht zum Fortschritt bei und schaden der nationalen Würde.“ Die Wahlszene ist eine Szene der Ehre, des Heldentums und des Wettstreits um den Dienst.“
Es ist klar, dass Khamenei, der wichtige Vertreter verloren hat, in die er fast ein Jahrzehnt lang investiert hatte, vor großen Herausforderungen steht. Er muss eine explosive Gesellschaft und eine vom Krieg zerrüttete Region mit einer korrupten Regierung verwalten, die in heftige Machtkonflikte verwickelt ist. Auf Khameneis Demonstrationen des regionalen Einflusses hereinzufallen und seine Eingeständnisse interner Illegitimität und Machtkrisen zu ignorieren, bestätigt nur eines: Die Stärke von Schurkenregimen ist nur so effektiv wie die Untätigkeit derjenigen, die geschworen haben, ihnen standhaft gegenüberzustehen.
Unterdessen berichtete Reuters am selben Tag: „Das palästinensische Volk braucht keine Kriege, die nicht seinen Ambitionen nach Freiheit und Unabhängigkeit dienen“, erklärte die palästinensische Präsidentschaft am Montag als Reaktion auf Bemerkungen des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei.
Die palästinensische Präsidentschaft antwortete, dass „solche Äußerungen eindeutig darauf abzielten, palästinensisches Blut zu opfern und nicht zur Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates führen würden.“

Iran – Die nicht erzählte Geschichte: Milicia Javdan erzählt von ihrem Eintreten für die Freiheit des Iran

In einem Abschnitt ihres Podcasts „Iran – Die nicht erzählte Geschichte“ hat die Politikwissenschaftlerin Milicia Javdan die zutiefst persönliche Geschichte ihres politischen Engagements und ihrer Hingabe an die Sache der Freiheit und der Demokratie im Iran dargestellt. Geboren in Bangkok/Thailand, ist Malicia für das Leben geprägt worden vom unermüdlichen Einsatz ihrer Eltern für Gerechtigkeit und ihres eigenen Engagements in der Unterstützung der Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK).
Milicias Geschichte beginnt mit der Flucht ihrer Eltern vor iranischen Agenten in den Philippinen, einem Zeichen des weitreichenden Einflusses, den das iranische Regime geltend macht und der Unterdrückung, die es ausübt. Nach ihrer Übersiedlung nach Thailand fand ihre Familie mit Hilfe des UN-Hochkommissars für Flüchtling (UNHCR) schließlich Zuflucht in Norwegen. Doch die Sicherheit dieses Landes genügte ihren Eltern nicht, die sich genötigt fühlten, ihren Kampf für das iranische Volk fortzusetzen. So fanden sie den Weg in den Irak; dort schlossen sie sich der PMOI in Camp Ashraf an.
In der Erinnerung an ihre Kindheit hat Milicia die ideologisch geprägte und doch liebevolle Umgebung, in der sie aufgezogen wurde, hervorgehoben. „Sie entsprach meiner Situation, sie hatte die gleiche Liebe“, sagte sie und trat damit der herabsetzenden Propaganda entgegen, die iranische Agenten über ihre Erfahrungen verbreitet hatten. Sie sprach sich tief verletzt aus über Versuche, die Erfahrungen ihres Lebens zu missbrauchen, um die Menschen, die sie liebhat, in Misskredit zu bringen.
Milicias politische Aktivität gewann bestimmtere Formen, als sie sechzehn Jahre alt war. Damals nahm sie an einer wichtigen Versammlung in den Vereinigten Staaten teil, gleichzeitig mit Studentenprotesten, die im Iran stattfanden. Als sie die in aller Welt ergangenen Berichte über diese Ereignisse zur Kenntnis nahm, fühlte sie eine tiefe Verbundenheit mit ihren jungen Zeitgenossen im Iran und die Pflicht, ihnen zu helfen. „Ich musste diese Bewegung unterstützen“, sagte sie und erinnerte sich daran, wie sie in Washington demonstrierte und die Welt aufrief, für die Rechte iranischer Studenten einzutreten.
Milicia hob hervor, im Iran sei eine Veränderung notwendig; sie wies auf die einzigartige Bedeutung des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) bei der Führung dieses Prozesses hin. Bei ihren Studien und politischen Aktivitäten fand sie keine anderen lebensfähigen Gruppen, die die verschiedenartigen Menschen des Iran, darunter die ethnischen und religiösen Minderheiten vertreten könnten und zugleich den Frauen echte Führungsrollen zuwiesen. Sie bemerkte: „Im NWRI sind ethnische und religiöse Minderheiten vertreten, und 54 Prozent seiner Mitglieder sind Frauen.“ Zugleich nahm sie zur Kenntnis, dass viele Frauen des NWRI vom iranischen Regime verfolgt und getötet worden waren.
Im Jahr 2014 nahm Milicia eine Schlüsselrolle ein in einem Projekt, mit dem das norwegische Parlament veranlasst werden sollte, die Umsiedlung von Mitgliedern der PMOI in europäische Länder zu erleichtern. Inspiriert vom Motto Maryam Rajavis, der gewählten Präsidentin des NWRI, dem Wahlspruch: „Wir können es und wir müssen es“, fühlte Milicia sich stark genug, wesentliche Veränderungen herbeizuführen. Ihre Bemühungen gipfelten in einer Resolution des Parlaments. Damit bestätigte sich ihre Überzeugung, dass, von materiellen Bedingungen abgesehen, nichts unmöglich ist, wenn es mit Entschlossenheit betrieben wird.

Iran: Anstieg der Selbstmordrate unter medizinischem Personal

Jüngste Berichte haben einen besorgniserregenden Anstieg der Selbstmordraten unter Medizinern im Iran hervorgehoben, wobei sich diese tragischen Vorfälle alarmierend verfünffacht haben. Allein in diesem Jahr wurden unter Gesundheitspersonal drei Selbstmorde mit Todesfolge gemeldet, was die Schwere der Krise unterstreicht.

Einem Bericht des staatlichen Online-Magazins Khabar Online zufolge begann die „Selbstmordkette“ unter medizinischem Personal im Jahr 2023 mit dem Tod von Parastou Bakhshi, einem jungen Kardiologen am Delfan Hospital. Auf diesen Vorfall folgten im Mai zwei weitere Selbstmorde: Dr. Samira Al-Saeedi, außerordentliche Professorin für Rheumatologie und Mitglied des Rheumatologischen Forschungszentrums an der Medizinischen Universität Teheran und Dr. Zahra Maleki, Ärztin auf medizinischer Mission in Teheran Jask, beide haben sich innerhalb einer Woche nacheinander das Leben genommen.

Das Phänomen der „Arztselbstmorde“ ist seit 2018 öffentlich bekannt und wird von verschiedenen Ärzten oft unter dem Deckmantel des „plötzlichen Todes“ gemeldet. Seit 2019 hat die medizinische Gemeinschaft zwei unterschiedliche Selbstmordwellen erlebt. In der zweiten Welle der letzten drei Jahre nahmen sich 13 niedergelassene Ärzte das Leben, wobei es im Dezember 2022 zu einer besonders intensiven Phase kam, als drei Bewohner innerhalb einer Woche Selbstmord begingen.

Dr. Hadi Yazdani, ein promovierter Mediziner, verglich die steigenden Selbstmorde in der medizinischen Gemeinschaft mit einem „Dominoeffekt“. Er verwies auf Gefühle der Hilflosigkeit und völliger Verzweiflung als wesentliche Faktoren und stellte fest, dass „der Tod von Dr. Parastou Bakhshi den Beginn einer Kette markiert und die Ursache für nachfolgende Selbstmorde sein könnte.“

Dr. Yazdani betonte systemische Probleme innerhalb des Gesundheitsministeriums und bestehende Vorschriften wie das Pflichtdienstgesetz, die Verteilung des medizinischen Personals, die Kommission für Sonderfälle und die Einmischung lokaler Kräfte in die Arbeit der Ärzte der medizinischen Mission als häufige Motive für Selbstmorde unter den Beschäftigten im Gesundheitswesen. Er betonte auch die massive Arbeitsbelastung, zahlreiche Verantwortlichkeiten, unzureichende Gehälter und mangelnde Arbeitsplatzsicherheit als grundlegende Probleme des medizinischen Personals.

Der Bericht von Khabar Online bezog sich auch auf Daten des Beobachtungszentrums für Migration, aus denen hervorgeht, dass bis zum Sommer 2022 74 % der Ärzte und Krankenschwestern den Wunsch geäußert hatten, aus dem Iran auszuwandern, wobei allein im vergangenen Jahr über 4.000 Ärzte das Land verlassen hatten.

Zuvor hatte der Sprecher der iranischen Organisation für medizinische Systeme die Zunahme von Selbstmorden in der medizinischen Gemeinschaft anerkannt. Als Hauptgründe für die Suizide unter niedergelassenen Ärzten nannten sie die hohe Arbeitsbelastung und die unzureichende Vergütung und bezeichneten diese Vorfälle als „vielschichtig und komplex“.

In einem Gespräch mit der staatlichen Nachrichtenagentur ILNA erklärte Reza Laripour, dass ein niedergelassener Arzt es sich heute nicht leisten könne, ein Haus zu mieten und die täglichen Lebenshaltungskosten in Teheran zu decken, was zu einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit hinsichtlich seiner zukünftigen Karriere führe. Diese Verzweiflung, gepaart mit der Zerstörung ihrer Erwartungen vor dem Medizinstudium, treibt sie in einen Kreislauf aus Stress, Angst, Depression und schließlich Selbstmord.

Im Dezember letzten Jahres schrieb der Iranische Psychiaterverband einen Brief an Ebrahim Raisi, den damaligen Präsidenten des Regimes, in dem er die hohen Selbstmordraten unter niedergelassenen Ärzten hervorhob und warnte, dass die Fortsetzung dieses Trends zum „Zusammenbruch des Gesundheitssystems des Landes führen könnte.”

Zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung war der Beitrag von Khabar Online mit der Meldung: „Diese Seite existiert nicht! Wahrscheinlich haben Sie sich bei der Adresse vertippt. Sie werden automatisch zur Startseite weitergeleitet. Für einen schnelleren Zugriff klicken Sie auf „Startseite“ oder „Suchen“ entfernt worden.