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Das Massaker von 1988 im Iran: Erster Gerichtstermin in Albanien im Prozess gegen Hamid Noury. Die Zeugenaussage von Mohammad Zand


Erster Gerichtstermin in Albanien im Prozess gegen Hamid Noury. Die Zeugenaussage von Mohammad Zand

Der frühere iranische politische Gefangene Mohammad Zand hat am Mittwoch im Prozess gegen Hamid Noury alias Abbassi in Albanien ausgesagt. Das Verfahren gegen Noury wurde von Schweden nach Albanien verlagert, um die Zeugenaussagen von 7 Mitgliedern der Mojahedin-e Khalq (MEK) in Ashraf 3 anzuhören. Eines davon ist Mohammad Zand.
Hamid Noury wurde 2019 festgenommen wegen seiner Rolle im Massaker von 1988 an mehr als 30 000 politischen Gefangenen. Diese sieben MEK Mitglieder bezeugten Nourys kriminelles Verhalten während des Massakers im Ghezelhesar Gefängnis.
Im Sommer 1988 wurden mehr als 30 000 politische Gefangene, zumeist Mitglieder der MEK, von den sogenannten „Todeskommissionen” und auf der Grundlage von einer Fatwa des damaligen Obersten Führers Ruhollah Khomeini zur Hinrichtung verurteilt. Der derzeitige Präsident des Iran Ebrahim Raisi war ein Schlüsselmitglied der Teheraner „Todeskommission“, die damit beauftragt war, die „standhaften“ MEK Mitglieder zu identifizieren und sie zum Tod zu verurteilen. Hamid Noury war einer der Gefängnisbeamten, die in diesem Massaker aktiv waren.
Iran: Eine Fatwa , die 30 000 politischen Gefangenen im Massaker von1988 das Leben nahm

In den folgenden Abschnitten werden einige Auszüge aus Mohammad Zands schockierender Zeugenaussage wiedergegeben.
Mohammad Zand wurde 1981 verhaftet und verbrachte 11 Jahre im Gefängnis für die Unterstützung der MEK. Sein Bruder Reza Zand wurde während des Massakers von 1988 hingerichtet.
„Ab 28. Juli 1988 gab uns die Gefängnisverwaltung keine Zeitungen mehr“, erklärte Mohammad Zand. Als Zand und einige andere Gefangene sich gegen diese Entscheidung wandten, wurden sie geschlagen, sagt er.
„Davud Lashgari [ein Folterer] holte uns aus der Zelle und in den Flur. Er verband uns die Augen und fragte uns, weshalb wir angeklagt seien. Sobald wir sagten, dass wir Unterstützer der MEK seien, begannen die Wärter damit, uns zu schlagen“, erzählt Zand.
„Ein Gefängniswärter mit Namen Davud, der militärisch ausgebildet war, trat mir stark auf den Fuß und brach mir einen Zeh. Eine Stunde lang haben sie uns geschlagen“.
Nach einer Stunde mit Schlägen, so Zand, stellte Lashgari die gleiche Frage über ihre Anklage. Als sie sagten: „MEK Unterstützer“, antwortete er: „Geht zurück in eure Zellen. Am Donnerstag kommen wir zu euch“.
Das Massaker von 1988 an politischen Gefangenen im Iran: Berichte von Augenzeugen, Mohammad Zand

„Als ich in meinen Trakt zurückkehrte, ging es mir schlecht. Mein Bruder Reza sah mich und meinte zu mir: Du bist sehr krank. Ich fiel um und Gholam-Hossein Eskandari und Ramin Ghasemi halfen mir dabei, unter die Dusche zu gehen. Dort übergab ich mich. In dieser Nacht musste ich versuchen, trotz der Schmerzen zu schlafen“, so Herr Zand.
„Am Freitag, dem 29. Juli, stellten sie den Fernseher ab und erlaubten nicht mehr, an die frische Luft zu gehen. Mein Bruder Reza Zand ging zu Mahmoud Royayie und sagte zu ihm, dies gehe über die übliche Drangsalierung hinaus. Wir müssten protestieren“, fügte er hinzu.
Reza Zand war 21 Jahre alt und Student am College für Technologie. Er wurde im September 1981 zusammen mit seinem Freund Parvis Sharifi festgenommen. Beide wurden während des Massakers von 1988 hingerichtet.
Als Mohammad Reza Zand Reza fragte, warum er denke, dass die Situation nicht normal sei, antwortete dieser: „Erinnerst du dich nicht, was sie mit Masoud Moghbeli gemacht haben?“. Moghbeli wurde im März 1988 zum sogenannten „Gemeinsamen Komitee“ gebracht, um frei gelassen zu werden. Die Behörden forderten ihn auf, ein Interview zu geben, was er verweigerte. Da sagten sie zu ihm: „Demnächst kommen wir zu dir“.
„Bei unserem letzten Treffen mit unserer Mutter sagte Reza zu ihr, du wirst mich nicht wiedersehen. Dieses Regime wird uns nicht frei herumlaufen lassen“, so Zand weiter.
„Am 30. Juli kam der Gefängniswärter herein und rief acht Namen auf, darunter war der von Reza. Er gab mir seinen Ring und seine Gebetskette und meinte zu mir, ich solle sie als Erinnerungsstück an ihn behalten. Ich wollte sie nicht annehmen, Da gab er sie einem anderen Gefangenen mit den Worten: ‚Lebt wohl. Mit uns ist es vorbei‘“.
Etwa um 11 Uhr abends sah Hassan Ahrafian, auch ein MEK Unterstützer, Lashgari und verschiedene Beamte in Zivil mit einer Schubkarre voller Seile. Später sah Zand sie auch selbst.
„Zwei oder drei Stunden später hörten wir Rufe „Tod den Monafegh“ [ein abwertender Ausdruck des Regimes für die MEK Mitglieder]“, erinnert sich Zand.
„Die Hinrichtungen fingen am 30. Juli 1988 an. Zuerst richteten sie Gefangene hin, die aus Maschhad gebracht worden waren, darunter Jafar Hashemi und Dr. Mohsen Ghafour Maghrebi. Diese Gefangenen verteidigten offen ihre Identität als MEK Unterstützer“.
„Am 30. Juli haben sie die hingerichtet, die sich weigerten Interviews zu geben, darunter Halal Layeghi und Mahshid Razaghi. Letzterer war Mitglied der Nationalmannschaft der Soccer im Iran. Am 31. Juli kam der Wärter und holte die Gefangenen aus Karadsch. Das waren: Mehrdad Samadzadeh, Mehrdad Ardebili, Hossein Bahri, Zeinolabedin Afshun, Mohammad Farmani und Ali Osati, mit dem ich eng befreundet war“, gab Zand zu Protokoll. Laut Zand wurden sie alle später hingerichtet. Herr Zand weiter:
„Am 5. August brachten sie Gholamhossein Feiz in unseren Trakt. Er berichtete, die Hinrichtungen hätten begonnen und er habe das beim Aufenthalt in der Einzelzelle in Erfahrung gebracht“. Gholamhossein Feiz zu Zand: „Wenn sie mich vor die Todeskommission stellen, werde ich meine Unterstützung der MEK verteidigen“. Feiz wurde am 6. August hingerichtet.

Die erste Begegnung mit der Todeskommission

Kurze Zeit später wurde Zand vor die „Todeskommission“ gebracht. Dort stellte Hossainali Nayeri die Frage, ob sie die Vergebung von Khomeini wollten oder nicht.
„Ich antwortete, meine Strafzeit sei bald zu Ende, und fragte: Warum habt ihr meinen Bruder hingerichtet? Er wäre in drei Jahren frei gelassen worden“. Zand wurde dann in einen anderen Flur gebracht. „Dort konnte ich die Stimmen von Lashgari, Hamid Abbasi [Noury] und Naserian hören“.
„Lashgari kam und rief verschiedene Namen auf und brachte die Aufgerufenen zum Amphitheater, wo die Gefangenen hingerichtet wurden. Sie holten Nasser Mansouri zum Galgen, obwohl er gelähmt war“. Das Amphitheater oder „Hossainieh“ wurde später bekannt als „Todeshalle“.
„Etwa eine halbe Stunde später sah ich Mahmoud Zaki. Ich fragte ihn: Was hast du gesagt, als sie dich nach deiner Anklage gefragt haben. Er antwortete: ‚Ich bin MEK Unterstützer‘. Später sagte er uns: „Die Tötungen haben angefangen. Meine Pflicht ist, meine Identität als MEK Unterstützer zu verteidigen‘. Ali Haghverdi, der auch zu uns gehörte, sagte dasselbe“.

Die zweite Begegnung mit der Todeskommission

Zand: „Am 13. August wurde ich wiederum vor die „Todeskommission“ gebracht“. Leider konnte ich meine Identität als MEK Unterstützer nicht verteidigen. Als ich mich später der MEK im Irak anschloss, erzählte ich ihnen, was ich gesehen habe, und entschied mich dafür, den Kampf für die Freiheit fortzuführen“.
Zand wurde später in Einzelhaft gebracht und verbrachte dort etwa drei Monate. Er wurde in den allgemeinen Trakt gebracht und die erste Person, die er dort sah, war Mahmoud Royaie. „Soweit ich weiß, bist du der letzte“, sagte Mahmoud zu Zand. „Es gab vorher 160-170 Gefangene in dem Trakt. Von allen den Gefangenen in Gohardasht sind nur diese wenigen geblieben“.
„Zehn Tage später durfte ich meine Eltern und meine Schwester treffen. Als sie mich fragten, wo Reza sei, sagte ich zu ihnen: Geht und fragt sie“.
Nach ein paar Tagen, riefen sie meinen Vater und sagten ihm, er solle mit Rezas Identifikationspapieren ins Evin Gefängnis gehen. Er ging ohne diese Papiere ins Gefängnis. Sie gaben ihm eine Tasche, ein Hemd und eine Uhr. Reza hatte seine Uhr zerbrochen, als sie zehn Uhr anzeigte, um mitzuteilen, um wie viel Uhr er hingerichtet worden war“.
Die Behörden des Regimes versuchten, Zands Vater einzuschüchtern und empfahlen ihm, keinerlei Gedenkfeier abzuhalten, und sie wollten ihn zwingen, ihnen Rezas Identifikationspapiere zu geben. „Als er sich weigerte, fingen sie damit an, ihn zu schlagen, und eine Scheinhinrichtung an ihm vorzunehmen. Aber er erklärte: ‚Richtet mich hin, dann folge ich meinem Sohn‘“.

Zur Zeit des Gerichtstermins haben sich mehrere Überlebende des Massakers von 1988 und Angehörige der Opfer vor dem Gerichtsbezirk von Durres versammelt. Sie haben der Presse ihre Geschichten erzählt und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit des Regimes verdeutlicht.
Die MEK Mitglieder in Ashraf 3 hielten eine Versammlung zum Gedenken an die Märtyrer des Massakers von 1988 ab, auch parallel zu Hamid Nourys Prozess. Einige politische Gefangene sprachen bei dieser Veranstaltung und gaben wieder, was sie in den Kerkern des Regimes erlebt hatten. Es gibt hunderte iranische frühere politische Gefangene in Ashraf, von denen viele bereit waren, im Prozess gegen Noury ihre Zeugenaussagen zu machen. Wegen der zeitlichen Begrenzung wurden in dem Verfahren aber nur wenige wie Mohammad Zand als Kläger akzeptiert.

Iran: Asghar Mehdizadeh, ein Überlebender des Massakers von 1988, sagt im Prozess gegen Hamid Noury aus


Am Freitag fand die dritte Sitzung des Prozesses gegen Hamid Noury in Albanien statt. Noury ist ein iranischer Gefängnisbeamter, der an dem Massaker an Gefangenen im Jahr 1988 beteiligt war. Heute sagte Asghar Mehdizadeh, einer der Kläger, vor dem Bezirksgericht von Durres, Albanien, aus.
Noury wurde 2019 von den schwedischen Behörden inhaftiert, und sein Prozess begann 2021 in Schweden. Nach 34 Sitzungen wurde der Prozessort auf Antrag der Staatsanwaltschaft nach Albanien verlegt, da Tausende von Mitgliedern der Volksmojahedin (MEK) in Ashraf 3, Albanien, wohnen. Die MEK-Anhänger und -Mitglieder bilden die Mehrheit der über 30.000 Märtyrer des Massakers von 1988.
“Ich wurde 1982 verhaftet”, sagte Mehdizadeh. Er war fast 13 Jahre lang im Gefängnis. Mehdizadeh ist einer der direkten Zeugen des Massakers von 1988.
Iran: Eine Fatwa, die beim Massaker von 1988 30.000 politischen Gefangenen das Leben kostete

Mehdizadeh sagte, er habe Noury, der damals noch Abbasi hieß, 1986 zum ersten Mal gesehen. “Meine Familie lebte in einem Dorf in Sume’esara. Ich war im Gohardasht-Gefängnis in Karaj”, sagte er und fügte hinzu, dass seine Familie Schwierigkeiten hatte, die 350 Kilometer lange Reise zu bewältigen, um ihn zu besuchen.
“Ich bat darum, in die Stadt Rasht verlegt zu werden. Als ich mit Hamid Abbasi [Noury] darüber sprach, sagte er, dass Sie immer noch an Ihrer Position festhalten und Ihre Verurteilung als Unterstützung [der MEK] bezeichnen. Solange Sie nicht anfangen, mit uns zu kooperieren, wird es keine Überstellung geben. Also lehnte er meinen Antrag ab, und ich kehrte auf die Station zurück”, fügte Mehdizadeh hinzu.

Noury ist als kaltblütiger Folterer berüchtigt. Mehdizadeh hatte gesehen, wie er Gefangene folterte. “Eines Tages im Winter sahen wir [Hamid Noury] vom Fenster aus. Er brachte einige der jüngeren Häftlinge in den Innenhof und zwang sie, in der Kälte auf dem Boden zu kriechen. Als ich diese Szene zusammen mit einigen anderen Gefangenen vom Fenster aus beobachtete, sahen wir, wie [Noury] und ein Gefängniswärter namens ‘Majid Lore’ diese jungen Gefangenen bestraften”, erinnerte sich Mehdizadeh während der Sitzung am Freitag.
Mehdizadeh betonte, dass er seit 1979 Zeuge der Gräueltaten des Regimes war, und erzählte einige erschütternde Berichte über das Massaker von 1988 und die Ereignisse, die diesem Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorausgingen.
“Am 27. Juli 1988 brachten uns die Gefängniswärter in den Innenhof. Als wir zurückkamen, befahlen sie uns allen, uns die Augen zu verbinden und unsere Abteilungen zu verlassen”, sagte er. “Ich sah Hamid Abbasi [Noury] hinter einem kleinen Schreibtisch sitzen, und als ich den Schreibtisch erreichte, begann er, mir Fragen zu stellen. Eine der Fragen bezog sich auf mein Urteil. Als ich sagte, ich sei ein MEK-Anhänger, sagte er diesmal nichts, im Gegensatz zu früher, als er mich beschimpfte und zu schlagen begann.”
“Als wir in unseren Teil des Gefängnisses zurückkehrten, stellten wir alle Fragen darüber, warum sie uns so behandeln”, fügte er hinzu.

“Die Wärter nahmen uns am 28. Juli den Fernseher weg. Wir sahen auch einen bewaffneten Wachmann, der den Gefängnishof kontrollierte. Am 28. und 29. Juli bereiteten wir uns auf Familienbesuche vor, als ein Wärter kam und sagte, dass es euch nicht erlaubt sei, Besuche zu empfangen oder etwas im Gefängnisladen zu kaufen”, sagte Mehdizadeh und fügte hinzu, dass sie über die Gründe für diese Maßnahmen verwirrt seien.
“Gegen 11 Uhr riefen die Wärter zwei Gefangene und brachten sie weg. Wir waren besorgt, dass sie in Einzelhaft oder zur Hinrichtung gebracht werden sollten”, sagte er.
“Gegen Mittag sah ich vom Fenster aus, dass Davoud Lashgari [ein anderer Folterer] fünf Gefangene mit verbundenen Augen zu [unbekanntem Ort] brachte, wo sie auf die Toilette gingen und ihr Wudhu-Ritual [die Waschung vor dem islamischen Gebet] durchführten, sie scherzten und umarmten sich”, sagte Mehdizadeh.
“Einer von ihnen war groß und breitschultrig. Als ich ihn sah, brach ich in Tränen aus, denn ich kannte ihn. Es war Mahsheed Razaghi, und wir waren früher zusammen auf Station 19”, so Mehdizadeh.
Mahsheed Razaghi war Mitglied der iranischen Fußballnationalmannschaft. Er war ein meli-kesh, ein Begriff für politische Gefangene, der diejenigen bezeichnet, deren Strafe abgelaufen ist, die aber im Gefängnis bleiben.
“Ich sah, wie sie [die Gefangenen] in ein Lagerhaus brachten. Wir fragten uns, was sie mit ihnen machen würden. Würden sie gefoltert oder hingerichtet werden? Nach etwa einer Stunde sah ich 20 Wärter aus dem Lagerhaus kommen, darunter Abbasi [Noury] und Lashgari”, sagte Mehdizadeh aus.
“Sie sagten, dies seien Monafeghs [Heuchler, der Begriff, den das iranische Regime für die MEK verwendet], sie müssten alle hingerichtet werden”, fügte Mehdizadeh hinzu.
Mehdizadeh sagte auch aus, dass der Bruder von Mahsheed Razaghi im Juli hingerichtet wurde und Mahsheed einen Monat lang gefoltert wurde.

“Etwa eine Stunde später sah ich zehn weitere Gefangene mit verbundenen Augen, die von Noury und Lashkari die gleiche Prozedur durchliefen. Sie umarmten sich und gingen in das Lagerhaus, in das schon andere vor ihnen gegangen waren.”
“Bis zu dieser Nacht sah ich, wie etwa 19 oder 20 Personen in das Gebäude gebracht wurden. In der Nacht holten die Wachen ihre Leichen heraus und brachten sie mit einem Auto weg”, sagte Mehdizadeh. ”In dieser Nacht haben wir alle darauf gewartet, dass die Wachen uns anrufen.”
“Am Sonntag kam Lashkari und sagte uns, wir sollten uns die Augen verbinden und aus der Zelle gehen. Dort hatten die Wachen einen menschlichen Tunnel gebildet, und als wir den Tunnel passierten, fingen sie an, uns zu schlagen und zu fragen: ‘Was ist euer Vergehen?'” sagte Mehdizadeh.
“Als sie Mohsen Karim Nejad nach seinem Vergehen fragten, sagte er mit lauter Stimme: ‘Unterstützer der MEK!’ Daraufhin zogen Hamid Abbasi [Noury] und ein anderer Wachmann ihn aus der Reihe. Wir haben ihn nie wieder gesehen”, sagte Mehdizadeh.
“Sie brachten uns dann in einen größeren Raum. Lashkari verlas die Namen von 13 Gefangenen, darunter auch meinen, und brachte uns nach draußen. Als wir hinausgingen, brachte uns Hamid Abbasi [Noury] in den ‘Todeskorridor'”, so Mehdizadeh.
Das Massaker an politischen Gefangenen im Iran 1988: Berichte von Augenzeugen, Asghar Mehdizadeh

In diesem Gang, der später als “Todeskorridor” bezeichnet wurde, wurden die Gefangenen festgehalten, bevor sie der so genannten “Todeskommission” gegenüberstanden, einem vierköpfigen Komitee, das die Aufgabe hatte, die loyalen MEK-Anhänger zu identifizieren und sie an den Galgen zu schicken. Diese “Todeskommissionen” setzten im gesamten Iran eine Fatwa des damaligen Obersten Führers des Regimes, Ruhollah Khomeini, um. Auf der Grundlage von Khomeinis Fatwa sollten alle MEK-Anhänger, die sich weigern würden, sich von ihren Idealen zu distanzieren, “sofort hingerichtet” werden.
“Vom 4. bis 8. August war ich im Todeskorridor”, sagte Mehdizadeh. “Und jeden Tag habe ich gesehen, wie 15 Gruppen von 10-15 Gefangenen in die ‘Todeshalle’ gebracht wurden.”
Die Todeshalle war dieselbe große Lagerhalle, in die Mehdizadeh und andere Häftlinge sahen, dass die Gefängnisleitung diejenigen, die hingerichtet werden sollten, dorthin brachte. Während eine Gruppe von Gefangenen gehängt wurde, zwangen die Gefängnisbehörden die anderen zuzusehen, bis ihre Zeit gekommen war.
“Am 8. August war ich in Einzelhaft, als Mohammad Moghiseh [alias Nasserian], Pourmohammadi, Noury und einige andere meine Zelle betraten. Als sie meine Zelle öffneten, fing Nasserian an, mich zu beschimpfen und sagte, dies sei ein Heuchler, der immer noch an seiner Unterstützung [für die MEK] festhalte”, sagte Mehdizadeh.
“Sie brachten mich aus der Zelle und durch mehrere Gänge und Räume. Sie machten eine kurze Pause, um mich in einem der Räume zu foltern. In einem der Gänge sah ich eine Reihe von Taschen, auf denen stand: ‘Wir sind weg. Grüßen Sie die MEK von uns”, sagte Mehdizadeh und brach in Tränen aus.
“Sie brachten mich auf die Toilette und folterten mich. Ich wurde im Badezimmer ohnmächtig. Als ich ein paar Stunden später wieder zu mir kam, konnte ich mich kaum bewegen”, so Mehdizadeh. “Ich kroch aus dem Bad und fand ein Fenster, um nach draußen zu sehen.”
“In der Nachbarzelle saß ein anderer Gefangener. Ich stellte mich ihm vor. Er sagte, sein Name sei Hadi Mohammad Nejad. Vier seiner Verwandten, darunter drei seiner Brüder und eine Schwägerin, waren vom Regime hingerichtet worden”, sagte Mehdizadeh.
“Als ich die Hinrichtungen sah, habe ich den Vorschlag nicht angenommen”, sagte Mohammad Nejad Mehdizadeh. ”Sie brachten mich in die Todeshalle. Unter der Augenbinde konnte ich die Leichen der Toten sehen. Einer der Wachmänner nahm mir die Augenbinde ab. Ich sah eine Bühne, auf der zwölf MEK-Anhänger mit Schlingen um den Hals auf Stühlen standen. Die Wachen schleppten die Leichen aus dem Gebäude. Davood Lashkari, Nasserian und Hamid Abbasi [Noury] befanden sich auf der Bühne. Die MEK-Anhänger begannen Slogans zu skandieren wie “Es lebe die Freiheit”, “Es lebe Rajavi”, “Tod für Khomeini”. Die Wachen begannen, ihnen die Stühle unter den Füßen wegzuziehen.”
“Am nächsten Morgen wurde ich in die Todeshalle gebracht”, sagte Mehdizadeh. “Ich fragte einen Häftling neben mir, was hier vor sich geht. Er sagte: ‘Ist es dein erstes Mal?’ Ich sagte ja. Er sagte: ‘Dann werden sie dich in die Todeshalle bringen, um die Hinrichtungen zu sehen.'”
Eine Stunde später kam ein Wächter aus der Todeshalle und fragte laut: “Wer will in den Himmel?
“Zwölf Leute standen auf und riefen laut ‘oh Hossein [der dritte schiitische Imam] und Heil Mojahed’. Nachdem diese 12 Personen aufgestanden waren, schlossen sich ihnen vier oder fünf weitere an. Der Wachmann, der sie sah, fragte: “Ihr rennt aneinander vorbei, um hingerichtet zu werden? Einer der Gefangenen antwortete: “Ja. Weißt du, warum? Weil wir Mojahed sind und du bist ein Pasdar [Mitglieder der Revolutionsgarde, die loyal zu Khomeini sind]”, sagte Mehdizadeh. ”Sie hatten keine Angst, hingerichtet zu werden, und sie verspotteten das Regime in seiner Gesamtheit. Sie hatten keine Angst vor dem Tod.”
“Die Häftlinge zerbrachen ihre Uhren und Brillen, damit die Wärter nichts zu plündern haben. Sie zerrissen sogar die Geldscheine, die sie in ihren Taschen hatten, und ihre Testamente”, sagte Mehdizadeh aus.
Dann holten die Wachen ihn ab. “Der Wachmann brachte mich in den Saal und ließ mich etwa 30 Meter von der Bühne entfernt stehen. Unter meiner Augenbinde konnte ich die Leichen der hingerichteten Gefangenen sehen, die auf der Bühne übereinander gestapelt waren”, sagte er. ”Ich verlor die Kontrolle. Als der Wachmann mir die Augenbinde abnahm, sah ich 12 MEK-Anhänger auf der Bühne, auf Stühlen stehend und mit Schlingen um den Hals. Die Wachen trugen die Leichen nach draußen und zeigten sie sich gegenseitig. Auf der einen Seite der Bühne befanden sich Nasserian, Davood Lashgari und Hamid Abbasi [Noury], auf der anderen Seite etwa 20 weitere Wachleute”.
Die Gefangenen, so Mehdizadeh, skandierten: “Lang lebe Rajavi, Tod für Khomeini!”
“Während die Gefangenen schrien, schauten Nasserian und sein Gefolge sie fassungslos an. Plötzlich schnauzte Nasserian Davood Lashgari, Abbasi und die anderen Wachen an: ‘Das sind Heuchler! Worauf wartet ihr noch? Räumt ihre Stühle aus!” sagte Mehdizadeh. ”Als Nasserian begann, die Stühle wegzuräumen, folgten Lashkari und Abbasi.”
“Kurz darauf sah ich, wie die Gefangenen aus Trotz gegen das Regime von selbst von den Stühlen sprangen. Einige der Wärter schlugen auf die hängenden Körper ein und riefen: ‘Tod dem Heuchler’. Während ich diese Szenen verfolgte, verlor ich die Kontrolle und das Gleichgewicht. Nach einer Weile bemerkte ich, dass mir jemand Wasser ins Gesicht spritzte”, sagte er und brach in Tränen aus. “Ich beschloss, dass ich aus dieser Situation herauskommen sollte.”
Nach einer kurzen Unterbrechung wurde die Verhandlung am Freitag fortgesetzt. Mehdizadeh sagte aus, er habe eine große Gruppe von Menschen, fast 100 Gefangene, in der “Todeshalle” beobachtet. Er sah, wie die Wachen die Gefangenen nach dem Erhängen festhielten, damit die Opfer schneller starben.
Mehdizadeh zufolge stellte Lashkari den Gefangenen Fragen, und wer sich als “MEK-Anhänger” zu erkennen gab, wurde von Noury in eine Reihe gestellt, und er brachte sie in die “Todeshalle”.
“Als sie zur Kommission gebracht wurden, dauerte es nicht länger als eine oder zwei Minuten, und dann brachten sie sie in den Todeskorridor, wo sie Hamid Abbasi übergeben wurden. Abbasi brachte sie in Gruppen von 10 bis 12 Personen in die Todeshalle”, sagte er.
“Ich saß im ‘Todeskorridor’ und sah, dass sie Gefangene von überall her brachten. Jemand kam und setzte sich neben mich. Ich fragte ihn, ob er von den Hinrichtungen gehört habe, und er sagte nein”, so Mehdizadeh.

“Ich saß dort etwa eine Stunde lang. Ich sah meine Freunde in die Todeshalle gehen. Ich saß dort, als Nasserian zu mir kam und langsam flüsterte: ‘Vergehen?’ Ich war nicht mutig genug zu sagen, dass ich ein MEK-Anhänger bin”, sagte Mehdizadeh und brach in Tränen aus. “Dann brachte mich Abbasi [Noury] auf die andere Seite des Korridors.”
“Dort sah ich Kazem Sanat-Fard, der sich nach unseren Freunden erkundigte, darunter Dr. Farzin [Nosrati]. Kazem wurde ins Evin-Gefängnis gebracht, um freigelassen zu werden. Aber er erzählte mir, dass [die Behörden] am 27. Juli mit den Hinrichtungen in Evin begonnen und bisher 200 bis 400 Menschen hingerichtet hätten”, sagte Mehdizadeh.
Am Rande der Gerichtsverhandlung in Albanien sprachen mehrere andere politische Gefangene und Familienangehörige von Opfern vor der Presse über die Verbrechen des Regimes.
Am Freitag hielten die Anhänger der MEK und die Familien der Opfer eine Protestkundgebung in Schweden ab, wo der Prozess gegen Hamid Noury begann. Sie gedachten der Märtyrer des Massakers von 1988 und forderten die strafrechtliche Verfolgung aller an diesen Verbrechen beteiligten Regimevertreter, einschließlich des derzeitigen iranischen Staatspräsidenten Ebrahim Raisi und des Obersten Führers Ali Khamenei.

Eine politische Analyse des Massakers von 1988

Fotos von politischen Gefangenen, die 1988 im Iran umgebracht wurden

Nach dreiunddreißig Jahren hat das heimtückische Massaker an mehr als 30 000 Gefangenen weiterhin Bedeutung für den Iran und viele Täter haben Spitzenpositionen im Regime inne, darunter Präsident Ebrahim Raisi.
Hamid Noury, einem der Täter beim Massaker von 1988, wurde Anfang 2021 von der schwedischen Justiz der Prozess gemacht und Überlebende haben Zeugenaussagen gemacht, die immer noch schockieren. Durch sie erfährt ein großer Teil der Welt zum ersten Mal darüber, was sich in iranischen Gefängnissen vor 30 Jahren ereignet hat.
Viele Analytiker haben schon ihre Schlüsse über die Ereignisse gezogen, aber ihre Aussagen enthüllen einen allgemeinen Mangel an Informationen über die realen Motive hinter der Fatwa, die den Genozid auslöste.
In 230 Worten hat der Oberste Führer Ruhollah Khomeini im Sommer 1988 das Schicksal von Tausenden von iranischen Jugendlichen besiegelt. Diese Fatwa wurde umgesetzt von „Todeskomitees”, die in erster Linie gebildet wurden, um Unterstützer und Mitglieder der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) ins Visier zu nehmen.
Khomeinis Fatwa führt viele Anklagen gegen die MEK auf. Die wichtigsten davon sind die ersten drei:
– Sie seien Heuchler (ein abwertender Ausdruck, den Teheran benutzt, um die MEK zu charakterisieren)
– Verrat
– Sie glaubten nicht an den Islam
Diese erschwindelten Anklagen sollten das Bild der MEK als einzige fortschrittliche muslimische Opposition gegen das Regime der Mullahs und deren reaktionäre Interpretation des Islam beflecken. Der Kern der Fatwa Khomeinis ist der folgende Satz: „Es wird dekretiert, dass alle, die im ganzen Land im Gefängnis sind und standhaft bei ihrer Unterstützung der Monafeqin [der arabische Ausdruck „monafeqin“ ist abwertend und bedeutet „Heuchler“; er wird vom iranischen Regime ausnahmslos in Bezug auf die Mujahedin-e Khalq Organisation angewandt] Krieg gegen Gott führen und zur Hinrichtung verurteilt werden“.
In 32 Worten gibt Khomeini das reale Motiv hinter dem Massaker von 1988 zu erkennen. Diejenigen, die „standhaft´“ bei den Idealen der MEK geblieben sind – nämlich Freiheit, Demokratie und eine tolerante Form des Islam – wurden zum Tode verurteilt. Entgegen den Behauptungen des Regimes hingen die Todesurteile nicht vom Verhalten des Gefangenen ab. Allein das Festhalten der Gefangenen an ihren Idealen war letztlich das Verbrechen, das mit dem Tode zu bestrafen war.
Einer der Überlebenden bei dem Massaker von 1988, Ali Zolfghari, sagte: „Man war gezwungen, zwischen Leben und Tod zu wählen. Wenn du deine Überzeugungen verteidigen wolltest, hast du damit den Tod gewählt“.

Die Tötungen von 1988: Massaker oder Völkermord?

Das Ausmaß der Tötungen und ihre Bezeichnung als „Massaker” hat einige zu der falschen Schlussfolgerung geführt, dass dieses Verbrechen ein blinder Massenmord an Gefangenen war. Dagegen wurden die Unterstützer der MEK auf der Grundlage von Khomeinis Fatwa nur für ihre politischen Ansichten und ihren Glauben an eine andere Interpretation des Islam hingerichtet. Die ideologischen und politischen Bindungen aller Gefangenen wurden einzeln überprüft. Die Verfahrensweise bei den Tötungen wie die Bildung von „Todeskommissionen“ aus drei bis vier Mitgliedern in allen Provinzen, verdeutlicht, dass dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit wirklich ein Völkermord war, da es eine spezifische Gruppe von Menschen auf der Grundlage ihres Glaubens ins Visier nahm.
Dies wurde in einer internationalen Konferenz von berühmten Rechtsgelehrten wie Geoffrey Robertson QC hervorgehoben mit dem Ergebnis, dass das Massaker von 1988 als Völkermord auf der Grundlage von Khomeinis Fatwa charakterisiert werden sollte.
Mit anderen Worten: was sich ereignet hat, war nicht eine Handlung blinder Rache oder von Wahnsinn. Eher ist es Völkermord auf der Grundlage eines ausdrücklichen, festgelegten, offensichtlichen und befohlenen Kriteriums: Standhaftigkeit.
Die MEK Gefangenen wussten, dass dies nicht ein blindes Massaker war und sie wählten „Standhaftigkeit“ für ihre Ideale. Ali Zolfagharis Zeugenaussage bei dem Prozess gegen Noury in Schweden hat das bestätigt.
„Vor dem Zusammentreffen mit der Todeskommission sagte Gholamreza Hassanpour, ein Unterstützer der MEK, der während des Massakers von 1988 später hingerichtet wurde, zu uns: ‚Leute, sie richten uns alle hin. Es liegt an Euch, zu wählen, welche Position Ihr beziehen wollt‘“, sagte Zolfaghari aus.

Eine legale Verfahrensweise?

Der dritte Teil von Khomeinis Fatwa charakterisiert eine Prozedur, die fälschlich als legale Verfahrensweise betrachtet werden könnte. Laut dieser Fatwa ist zwar „eine einstimmige Entscheidung besser“, „muss aber die Meinung der Mehrheit der drei [Mitglieder der Todeskommissionen] den Ausschlag geben“.
Einige Autoren und Analytiker haben das Verhör durch die „Todeskommission“ vor dem Massaker als Prozess bezeichnet und dessen Abweichen von juristischen Standards erläutert. Laut diesen Analytikern hatten die Angeklagten keinen Anwalt. Ihnen war das Recht auf Berufung verwehrt. Am wichtigsten aber ist, dass sie ihre Strafen schon verbüßten und dass das neue Gerichtsverfahren in derselben Sache grobes Unrecht ist.
Natürlich stimmt es, dass alle diese Gräueltaten gegen die Opfer begangen wurden. Jedoch waren die Arrangements, die von Khomeini vorgesehen wurden, nicht für Prozesse gedacht. Er stellte fest, dass es die Aufgabe der Todeskommission war, diejenigen zu identifizieren, die „standhaft“ in ihren Überzeugungen waren. Ihr Job war es, idealistische Menschen zu entdecken, die in ihrem Kampf für die Freiheit entschlossen waren.
Zolfaghari beschreibt einen der heroischen Gefangenen, der den Tod wählte, indem er seinen Glauben verteidigte. „Im Todeskorridor fragte ich den Gefangenen neben mir nach seinem Namen und er stellte sich als Behruz Shahmogheni vor. Er war aus Teheran und sehr widerstandsbereit. Ich sagte ihm, er solle aufpassen, sie würden jeden hinrichten. Er sagte, er ging zum Gericht und verteidigte die MEK. Es kümmert mich nicht, was danach passierte. Er sang mir die Hymne ‚Iran Zamin‘ [Boden Iran] vor. Er wollte, dass ich weiß, dass er fest zu seinen Idealen stand und bereit war, für sie zu sterben“.

Ein andauerndes Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Khomeinis Fatwa war eine zeitlich unbegrenzte Lizenz zum Töten aller Dissidenten. Im letzten Teil seiner Fatwa charakterisiert Khomeini das Wesen seines Regimes:
„Die entscheidende Art und Weise, wie der Islam die Feinde Gottes behandelt, gehört zu den unbezweifelbaren Grundsätzen des islamischen Systems. Ich hoffe, dass Sie mit Ihrem revolutionären Zorn und der Rache gegen die Feinde des Islam die Befriedigung des Allmächtigen Gottes erreichen. Diejenigen, die die Entscheidungen fällen, dürfen nicht zögern noch irgendeinen Zweifel zeigen oder über die Einzelheiten besorgt sein. Sie müssen versuchen, „höchst grimmig gegen die Ungläubigen“ zu sein“.
Diese Brutalität gegen den Dissidenten hat seit 1988 niemals aufgehört. Tausende von Iranern, die für ihre Rechte aufgestanden sind, wurden getötet. Der 15. November ist der Jahrestag großer Proteste im Iran. An diesem Tag strömten die Menschen auf die Straßen, um ihre Grundrechte einzufordern. Die Kräfte des Regimes haben mehr als 1500 Menschen niedergeschossen und 12 000 Menschen eingesperrt. Monatelang hat die Justiz des Regimes, die damals von Raisi geleitet wurde, bei der systematischen Folter der wegen der Proteste Inhaftierten die Aufsicht geführt.
Es war vorauszusehen, dass nach Khomeinis Fatwa diejenigen, die die kriminelle Natur des genozidalen Regimes repräsentieren und verteidigen, in hohe Positionen befördert würden. Die kürzliche Auswahl Raisis zum Präsidenten des Regimes bezeugt das. Massenmörder wie Raisi genießen systematische Straflosigkeit, die zuoberst im Iran herrscht.
Diese Straflosigkeit entstammt der Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft, das Regime an erster Stelle zur Verantwortung zu ziehen. 1988 hat die Weltgemeinschaft sich gegen mehrfache Aufrufe der iranischen Opposition taub gestellt, das Massaker von 1988 zu untersuchen.
In einem Brief, der im Dezember 2020 veröffentlicht wurde, haben sieben UN Experten diese Untätigkeit kritisiert und unterstrichen, dass sie „eine verheerende Wirkung für die Überlebenden und Angehörigen habe und ebenso auf die allgemeine Situation der Menschenrechte im Iran“. Sie haben auch unterstrichen, dass diese Untätigkeit „den Iran darin bestärkt, das Schicksal der Opfer weiterhin zu verbergen und eine Strategie der Ablenkung und Leugnung zu verfolgen, die bis heute andauert“.
Jetzt kann man in Hamid Nourys Prozess eine lange überfällige Herausforderung für die Straflosigkeit des Regimes sehen, aber für sich genommen, reicht das definitiv nicht aus. Die internationale Gemeinschaft sollte Amtsträger des Regimes wie Raisi zur Verantwortung ziehen, ob durch eine Resolution des UNO Sicherheitsrats oder durch eine einseitige Anwendung des Prinzips des universellen Weltrechts.
Teheran muss wissen, dass seine Verletzungen der Menschenrechte nicht länger toleriert werden können. Aber wenn diese Botschaft nicht entschieden ausgesandt wird, wird das Regime die Erbschaft des Völkermords von 1988 nur weiter verstärken.

Iran: Todesrate durch Coronavirus übersteigt 473.100

– Als Reaktion auf den öffentlichkeitswirksamen “Barakat”-Impfstoffskandal zitierte ein Parlamentsabgeordneter des Regimes Khamenei mit den Worten: “Verleugnen Sie diesen Impfstoff nicht, er ist eine Sache der Ehre und des Stolzes.” Vor zwei Tagen erklärte der Berater des Regimes im Gesundheitsministerium: “Wir haben einen Fehler gemacht, das Vertrauen in (im Inland hergestellte COVID-19-Impfstoffe namens “Barakat”) war unangebracht. Das staatliche Unternehmen sollte bis zum 22. Oktober, 50 Millionen Impfdosen produzieren, aber das hat es nicht getan, und jetzt sind wir in Verruf geraten.” Raisis Vizepräsident Mohammad Mokhber war der Leiter des als “Ausführung von Imam Khomeinis Befehl” bekannten Plünderungskonglomerats, das für “Barakat Vaccines” verantwortlich war.
– Medizinische Universität Mashhad: Die Zahl der ambulanten Patienten mit Coronavirus ist in den letzten Tagen von 1400 auf 2000 gestiegen. (IRNA Nachrichtenagentur, 9. November 2021)
– Medizinische Universität Lorestan: Der COVID-19-Status in Poldakhtar, Khorramabad und Aligudarz in Lorestan ist rot, Borujerd und Selseleh sind orange, und Azna, Dorud und Kuhdasht sind gelb. (IRNA, 9. November 2021)
– Medizinische Universität Shiraz: In den vergangenen 24 Stunden wurden 240 COVID-19-Patienten ins Krankenhaus eingeliefert. (Mehr Nachrichtenagentur, 9. November 2021)
– Medizinische Universitäten Isfahan und Kashan: Derzeit befinden sich 1.261 COVID-19-Patienten im Krankenhaus, 303 auf der Intensivstation. (IMNA Nachrichtenagentur, 9. November 2021)
Die People’s Mojahedin Organization of Iran (PMOI/MEK) gab am Dienstag, den 9. November 2021, bekannt, dass die Zahl der durch das Coronavirus verursachten Todesfälle in 547 Städten 473.100 überschritten hat. In Teheran haben mindestens 111.005 Menschen ihr Leben verloren, in Chorasan Razavi 38.650, Isfahan 32.290, Khuzestan 28.900, Fars 17.410, Ost-Aserbaidschan 16.388, Lorestan 15.690, Alborz 13.938, Kerman 12.592, Golestan 10.405, Kermanshah 8.759, Kurdistan 7.667, Semnan 6.300, Nord Khorasan 6.018 und Süd Khorasan 4.086.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates von Iran (NWRI)
9. November 2021

Eine Reporterin, Stellvertreter für die Mullahs!?

 

Eine Erklärung der NWRI-Deutschlandvertretung 

“Wenn Sie eine große Lüge erzählen und sie oft genug wiederholen, wird die ganze Welt sie glauben”, sagte Goebbels.
Vom ersten Tag an folgten Khomeini und seine Nachfolger Goebbels’ Empfehlung in ihrem Verhältnis zu den iranischen oppositionellen Volksmudschahedin (MEK) und zum Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI). Immer wenn sie keinen Ausweg sehen, folgen sie diesem goldenen Rat noch intensiver. Vor allem braucht Ebrahim Raisi, der frisch installierte Präsident der Mullahs und ein Mitglied des Todeskomitees beim Massaker an politischen Gefangenen im Jahre 1988, einen “freundlichen Journalisten“, mit dessen Hilfe die MEK dämonisiert werden und das Opfer zum Täter gemacht werden soll.
Eine solche “freundliche Journalistin” ist Frau Luisa Hommerich, die stolz darauf ist, 2016 und 2017 in Teheran die Theologie der Mullahs studiert zu haben. Stolz zeigt sie Fotos aus dem Januar 2018, auf denen sie im Iran mit Revolutionsgardisten und Mitgliedern der Basiji-Milizen zu sehen ist. Ihr völlig verleumderischer Artikel gegen die Volksmodjahedin im Jahre 2019, den sie dem SPIEGEL untergeschoben hatte, war Objekt eines Gerichtsverfahrens. Teile dieses Artikels wurden wegen Falschbehauptungen vor dem Hamburger Landgericht untersagt, weiter verbreitet zu werden.
Diesmal, am 14. Oktober 2021, schickte Hommerich im Namen der “ZEIT“ über 30 Fragen an den Nationalen Widerstandsrat in Berlin und gab seinen Mitgliedern eine Frist von 48 Stunden, um diese zu beantworten. Ihr Artikel vom 28. Oktober im „ZEIT-Magazin“ war ein Sammelsurium wiederkehrender Dämonisierungsformeln des Geheimdienstministeriums der Mullahs (MOIS) gegen den iranischen Widerstand und und konnte nur in bekannten Internetseiten der Mullahs, bei MOIS-Mitarbeitern und bei der Terrortruppe Quds auf ein positives Echo stoßen. Es hat sich zudem herausgestellt, dass L. Hommerich ihre Mission Mitte 2020 begann. Schließlich hat sie im Oktober 2021, um eine erneute Verurteilung vor Gericht zu vermeiden und einen objektiven Journalismus vorzutäuschen, den Vertreter des Widerstandsrates mit einer Unmenge schwachsinniger Fragen überschüttet.
In Fortführung ihrer aktuellen Mission schickte Hommerich am Abend des 8. November erneut 42 Fragen im Stile eines Verhörs der Mullahs an das Büro des Widerstandsrates und forderte es auf, diese bis Donnerstag (11.11.) 10 Uhr zu beantworten. Die persische Übersetzung dieser Fragen wurde heute (9. November) von dem NWRI-Ausschuss für Sicherheit und Terrorismusbekämpfung vollständig veröffentlicht. Damit soll die iranische Öffentlichkeit über die schmutzige Verschwörung des Geheimdienstministeriums der Mullahs informiert werden. Dies ist besonders dringend im Kontext von zwei Gerichtsverhandlungen gegen das Regime, die in Albanien und Belgien bevorstehen.
Hommerichs Beharrlichkeit, diese Lügenserie fortzusetzen und das Opfer zum Täter zu machen, erinnert an die psychologische Folter durch die Quds-Truppe und das Geheimdienstministerium in Ashraf im Irak. Seinerzeit wurde 677 Tage lang mit mehr als 320 Lautsprechern versucht, genau mit diesen Verleumdungen und Drohungen den gegen die religiöse Diktatur und den Hauptunterstützer des Terrorismus gerichteten Willen der Freiheitskämpfer zu brechen.
Die neue Reihe Hommerich’scher Fragen ähnelt den Urteilen der Zwei-Minuten-Prozesse des klerikalen Regimes. Sie zitiert bewusst eine Reihe von Lügen und Verleumdungen als unbestreitbare Tatsachen und fordert den Vertreter des Nationalen Widerstandsrates auf, diese zu bestätigen, während es keinen einzigen dieser Lügenfälle gibt, der in den letzten 40 Jahren von den Medien der Mullahs (bei denen sie studierte) nicht hundert- oder gar tausendmal wiederholt wurde. Sogar ist die Rede von den „Blumenkästen auf den Fensterbänken der Modjahedin und den blauen Vorhängen hinter den Fenstern“, die Hommerich seit neuem bei unserem Vertretungsbüro ausgemacht hat.
So wiederholt Hommerich auch zum tausendsten Mal den Vorwurf, die Volksmojahedin täuschten die Politiker und der iranische Widerstand versuche, “Parlamentarier für seine eigenen Zwecke zu ködern”. Sie beleidigt damit schamlos libertäre Gesetzgeber in Deutschland, aber auch auf der ganzen Welt dafür, dass sie den iranischen Widerstand bei ihrem Kampf für die Freiheit unterstützen. Sie scheint diese Politiker mit den Söldnern des Mullah-Regimes zu verwechseln, die an der Amtseinführung des Henkers von 1988 – Ebrahim Raisi – teilgenommen haben. Wenn solche Persönlichkeiten mit Geschenken und Geld zu erkaufen wären, warum haben dann die Mullahs, die auf einem Ozean aus Öl und Gas sitzen, dieses nicht in vier Jahrzehnten geschafft? Sie weiß nicht, dass es Dinge auf dieser Welt gibt wie „Gewissen“, „Ehre“ und „Menschlichkeit“ und die man nicht kaufen und verkaufen kann. Sonst hätten im Iran im Jahre 1988 30.000 politische Gefangene, von denen 90 Prozent aus den Reihen der Volksmudschahedin waren, für ihre Ideale, nämlich einen freien Iran nicht mit ihrem Leben bezahlt!
Einige von Hommerichs Fragen sind sehr überraschend. Eine Person wie sie, die sagt, sie habe bei den Mullahs Theologie studiert und deren Fotos mit Basiji-Frauen im SPIEGEL veröffentlicht wurden, fragt nun mit unglaublichem Sarkasmus, ob es wahr sei, dass die Volksmudschahedin (Muslime) dreimal täglich beten und “Frauen Kopftücher tragen sollten”?
Etliche der Fragen von Hommerich haben sicherlich sicherheitsrelevanten und geheimdienstlichen Charakter. In Bezug auf die Volksmudschahedin (MEK), die schutzlos und unbewaffnet sind, fragt sie beispielsweise, warum sie zu zweit unterwegs seien. Sie selbst antwortet mit törichter Heimtücke: “Weil sie sich gegenseitig ausspähen sollen?”
Hommerich ignoriert bewusst die Tatsache, dass die MEK innerhalb und außerhalb des Iran Zielscheibe der terroristischen Attentate und der Spionage des Mullah-Regimes waren. Diese Tatsache ist wiederholt in den Jahresberichten des deutschen Verfassungsschutzes und der niederländischen Sicherheitsbehörden sowie anderer Länder unterstrichen worden. Insgesamt hat das iranische Regime 209 terroristische Anschläge und Operationen gegen die MEK im Irak, in Pakistan, in der Türkei und in Europa durchgeführt. Beispielsweise:
• Im April 1990 wurde Dr. Kazem Rajavi in Genf von einem seitens des iranischen Regimes gesandten terroristischen Killer ermordet.
• Im März 1990 wurde Hossein Abedini, Vertreter der MEK in Istanbul, Opfer eines terroristischen Angriffs. Er wurde schwer verletzt, hat jedoch auf wundersame Weise überlebt. Selbst im Krankenhaus haben die Attentäter erfolglos versucht, ihn zu ermorden. Allerdings war das Hauptziel dieses Terroranschlags die Entführung oder Ermordung von Mohammad Mohaddesin, Leiter des Auswärtigen Ausschusses des Nationalen Widerstandrats Iran. Er hat diesen Anschlag ebenfalls überlebt.
• 1992 wurde Ali Akbar Ghorbani, Vertreter der MEK in Istanbul, von Terroristen des klerikalen Regimes entführt, und seine verstümmelte Leiche wurde wenige Monate später in den Wäldern rund um Istanbul entdeckt.
• Im März 1993 wurde Mohammad Hossein Naqdi, Vertreter des Nationalen Widerstandrats Iran in Italien, in Rom von Terroristen des iranischen Regimes erschossen.
• Im Dezember 1993 vereitelte die schwedische Polizei das Attentat auf Abolghasem Rezaei, Sekretär des Nationalen Widerstandsrats Iran, Frau Badri Portabbakh und Frau Fereshteh Yeganeh und gab dies bekannt. Daraufhin wurden vier Diplomaten des iranischen Regimes aus Schweden ausgewiesen und zwei weitere verhaftet.
• Im Februar 1996 wurden Frau Zahra Rajabi, Mitglied des Nationalen Widerstandsrats Iran und Mitglied des Führungsrats der MEK, sowie Ali Moradi, Mitglied der MEK, in Istanbul Opfer eines terroristischen Attentats und ermordet. Im selben Jahr wurde der Mordanschlag auf Frau Fereshteh Yeganeh in Norwegen vereitelt.
• Im Juli 1999 wurde ein geplantes Attentat auf Abolghasem Rezaei und Frau Leila Afshar in Deutschland vereitelt. Anschließend wurde ein Infiltrant namens Hamid Khorsand festgenommen und im Jahr 2000 verurteilt.
• Im März 2018 wurde ein terroristischer Plan zur Sprengung des iranischen Neujahrfestes der MEK in Ashraf 3 in Albanien vereitelt. Der iranische Botschafter in Albanien und sein Stellvertreter wurden wegen Beteiligung an dieser Verschwörung aus Albanien ausgewiesen. Später, im Oktober 2019 gab der albanische Polizeichef bekannt, dass Alireza Naghashzadeh, der sich als “ehemaliges MEK-Mitglied” präsentierte, unter dem Vorwand des Besuchs seiner Mutter in der Siedlung der MEK nach Tirana gereist war, um Informationen zu beschaffen und die Lokation für diese terroristische Operation auszukundschaften. Er wurde von einer Führungsperson der terroristischen Quds-Einheit mit dem Spitznamen „Peyman“ von Teheran aus geführt.
• Im Juni 2018 vereitelte die belgische Polizei einen Bombenanschlag auf die Jahresversammlung des iranischen Widerstands in Paris, der von einem Diplomaten des iranischen Regimes und drei Komplizen geplant worden war. Das zuständige Gericht in Antwerpen hat diesen Diplomaten zu 20 Jahren und seine drei Komplizen zu 17 bis 20 Jahren Haft verurteilt.
• Im August 2018 verhaftete das US Federal Bureau of Investigation (FBI) zwei Agenten des iranischen Außenministeriums, weil sie zwei Mitglieder des Nationalen Widerstandsrates Iran verfolgt, ausspioniert und fotografiert hatten.
Zusätzlich zu den obengenannten Fällen kommen neun Mitglieder der MEK hinzu, die im Irak als Geisel genommen wurden, darunter zwei am helllichten Tag auf der Straße Entführte, deren Schicksal bis dato unbekannt ist. Diese und viele andere Beispiele sowie die täglichen terroristischen Gefahren, die Mitgliedern der MEK und des Nationalen Widerstandsrates Iran drohen, machen es jedem neutralen und unbefangenen Beobachter und jedem, der seine Seele nicht an das teuflische iranische Regime verkauft hat, nachvollziehbar, aus welchen Gründen die Volksmodjahedin zu zweit unterwegs sind und dass diese Vorkehrungen nichts mit den Verleumdungen Hommerichs zu tun haben.
Warum fragt Hommerich eigentlich nie nach der Entführung von Ruhollah Zam, der aus Frankreich in den Irak gegangen war und schließlich in Teheran hingerichtet wurde, und nach der Entführung von Jamshid Sharmahd, der von Deutschland in die Vereinigten Arabischen Emirate geflogen war?
Es gibt eine Reihe weiterer Fragen von L. Hommerich, die sich mit Details zur inneren Situation des Gebäudes der NWRI-Deutschlandvertretung in Berlin befassen, etwa wie viele Mitglieder der MEK dort arbeiten, wie viele Personen darin verkehren und wie die Arbeitszeiten in diesem Haus bemessen sind … Dies alles deutet in erster Linie auf ein dubioses Unterfangen bezüglich eines Widerstandes hin, dessen Büros seit jeher Zielscheibe der Spionage und terroristischer Aktivitäten des iranischen Regimes gewesen sind. Deshalb wird dieses Gebäude von der deutschen Polizei geschützt, wie das bei NWRI-Vertretungen in anderen europäischen Ländern auch der Fall ist. In den neun Jahren und seit Bestehen des Büros des Nationalen Widerstandrates an seinem jetzigen Standort wurde es von Hunderten von Politikern und Tausenden unserer Landsleute besucht, die sich zu verschiedenen Anlässen dahin begaben. Die Türen des Vertretungsbüros des NWRI in Deutschland standen wie die anderen Büros des NWRI und der MEK in anderen Ländern allen offen, die nicht im Dienste des iranischen Regimes stehen.
Einige andere von L. Hommerich gestellte Fragen zu den finanziellen Ressourcen des Widerstandes entpuppen sich als plumpe Kopie der Behauptungen des iranischen Geheimdienstes. Sie will damit behaupten, die Volksmodjahedin sammelten unter dem Deckmantel der Wohltätigkeiten illegal Geld.
Die Internetseite “Basirat”, die der paramilitären Basij und der Revolutionsgarde (IRGC) angehört, schrieb am am 22. August 2017 in einem ausführlichen Artikel mit dem Titel “Was sind die finanziellen Ressourcen der MEK?“: “Die Volksmodjahedin versuchen, in verschiedenen europäischen Ländern gemeinnützige Vereine zu registrieren und zu gründen. “Wohltätigkeitsverein für Flüchtlinge” in Frankfurt, “Verein zur Förderung der Menschenrechte im Iran” in Bonn, “Menschenrechtszentrum für iranische Flüchtlinge” in Düsseldorf, “Organisation für die Menschenrechte im Iran” in Dortmund und “Verein der Hoffnung für Zukunft“ in Berlin sind nur einige der Tarnvereine der MEK in einem Land wie Deutschland …”
MOIS-Mitarbeiter, die anscheinend Frau Hommerich inspirieren, haben wiederholt in Großbritannien, in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich, Kanada und in den Vereinigten Staaten ähnliche Behauptungen über die finanziellen Ressourcen der MEK aufgestellt, die alle von den zuständigen Justizbehörden untersucht und als falsch und unzutreffend erwiesen wurden. Die Akten dieser Verfahren sind verfügbar und können dem Gericht vorgelegt werden.
Die Ausgaben der MEK und des NWRI werden vollständig durch Spendenhilfen aus dem Inland und von außerhalb des Iran finanziert und die betreffenden Dokumente können immer dem Gericht vorgelegt werden. Wenn Frau Hommerich, die laut Hassani Hirani, einem MOIS-Agenten, fließend Persisch spricht, nach der Wahrheit suchte, hätte sie sich zumindest die Mühe machen und ein paar Minuten der Spendensammlung per Telethon bei der Fernsehsendung INTV sehen sollen. Diese Initiative findet jedes Jahr statt und ist leicht im Internet verfügbar. Frau Hommerich hätte sehen können, wie tausende Iraner bestrebt waren, einen Teil ihres Einkommens und ihres Vermögens als finanzielle Hilfe an diese Medien der Opposition zu spenden, um die Nachrichten vom Widerstand unter dem iranischen Volk zu verbreiten. Einer dieser tapferen Iraner, Gholamreza Khosravi, ein Unterstützer der MEK, wurde 2014 wegen Spendenaktionen festgenommen und hingerichtet.
Zum Schluss, da Hommerich in weniger als einem Monat rund 80 Fragen an das Berliner Büro des NWRI gestellt hat, bitten wir sie schließlich, nur die folgenden acht Fragen zu beantworten. Einige dieser Fragen wurden von einem der Moderatoren von INTV gestellt, blieben jedoch unbeantwortet.
1. Ali Fallahian, ehemaliger Geheimdienstminister der Mullahs, der von deutschen und schweizerischen Gerichten wegen Terrorismus strafrechtlich gesucht wird, sagte am 9. Juli 2017 im Interview mit einer staatlichen Fernsehanstalt: „Das Geheimdienstministerium braucht sowohl innerhalb als auch außerhalb des Landes Tarnung, um Informationen zu sammeln. …. Wir schicken keinen Geheimdienstler nach Deutschland oder in die USA, der sagt, dass er vom Geheimdienstministerium kommt. Hierzu ist eine geschäftliche oder journalistische Tarnung erforderlich.” Die Frage ist, ob Frau Hommerich eine solche Beziehung zum iranischen Geheimdienstministerium (MOIS), den Revolutionsgarden und der Quds-Truppe und ihren Verbündeten hat und wenn ja, wann und wo diese Beziehung begann.
2. Hadi Sanikhani, der vier Jahre lang mit der MOIS-Residentur in der iranischen Botschaft in Albanien zusammengearbeitet hat, enthüllte am 14. Februar 2021 in einem Brief an den UN-Generalsekretär: „… im September 2018 teilte man uns von der (iranischen) Botschaft mit, dass eine SPIEGEL-Reporterin nach Albanien kommen werde und wir für ein Interview mit ihr zur Verfügung stehen sollten. So haben wir uns mit einigen der Abtrünnigen, die mit der iranischen Botschaft in Kontakt standen, in einem Café am Zagozi-Platz (Tirana) versammelt und trafen uns mit Luisa Hommerich. Jeder von uns hat ihr gemäß den vorherigen Absprachen einige Lügen über die Volksmudschahedin erzählt.“ Erinnert sich Frau Hommerich an dieses Treffen?
3. Stimmt die Aussage von Herrn Sanikhani, dass Luisa Hommerich ihm von diesem Datum bis zur Veröffentlichung ihres Artikels im SPIEGEL im Februar 2019 Fragen zu den MEK gestellt hätte und er jeweils die Antworten nach einer Weiterleitung der Fragen an einen MOIS-Offizier an Hommerich weitergegeben hätte?
4. Angeblich wurde Frau Hommerich nach einem Gerichtsbeschluss über einige Falschbehauptungen in ihrem Artikel im SPIEGEL vom 19. Februar 2019, die entfernt werden mussten, vom SPIEGEL gefeuert. Trifft das zu?
5. Auszüge aus dem ersten Artikel von Frau Hommerich wurden am 24. November 2018, also einige Monate bevor er am 19. Februar 2019 im SPIEGEL veröffentlicht wurde, auf einer Website des iranischen Geheimdienstministeriums MOIS namens Kermanshah-Nejat-Verein veröffentlicht! Wer hat diesen Artikel dem MOIS zur Verfügung gestellt, bevor er im SPIEGEL veröffentlicht wurde?
6. Gläubige Muslime beten fünfmal am Tag. Auf welcher Grundlage erlässt Hommerich eine Fatwa (religiöses Dekret), die besagt, es sei für MEK-Angehörige verwerflich, zu drei Tageszeiten am Tag zu beten? Glaubens- und Religionsfreiheit scheinen in der Theologie, die sie im Iran bei den Mullahs studiert hat, keinen Platz zu haben. Ist das richtig?
7. Kennt Hommerich einen Mann namens Hassan Hirani? Stimmt es, dass Hommerich ihn in Tirana getroffen hat? Weiß sie, dass diese Person regelmäßig Geld von der Botschaft des iranischen Regimes in Albanien erhält und ihr Agent ist? Wer hat Hassan Hirani in Tirana der L. Hommerich vorgestellt?
8. Während Hommerich sich im Iran aufhielt, stand sie den Frauen der Bassidj-Milizinoäre so nahe, dass sie an der Reisetour „Pfad des Lichts“ teilnehmen und darüber berichten durfte. Die Tour “Path of Light” ist regierungsnahen Menschen vorbehalten. Wie hat Hommerich dieses Vertrauen gewonnen?

Vertretung des Nationalen Widerstandsrates Iran in Deutschland
09. November 2021

 

Hommerich und der Schutz der 40-jährigen Verbrechen der iranischen Diktatur

Ich bin Taher Eghbal, 41 Jahre alt. Im Alter von 16 Jahren beschloss ich ohne Ermutigung und Rat von anderen, die sogenannten besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches und glückliches Leben, nämlich Bildung, Beruf, Wohlstand und persönliche Interessen aufzugeben, mein kurzes Leben dem langen Leben meines gefesselten Heimatlandes Iran zu widmen und für dessen Freiheit und für die Zukunft der Jugend zu kämpfen. Die Wächter des iranischen Regimes außerhalb des Iran, darunter Luisa Hommerich, behaupten, die Volksmudschaheddin (MEK) hätten uns die Jugend gestohlen. Dies ist eine Beleidigung der menschlichen Intelligenz, eine Verletzung des Rechts auf freie Selbstverwirklichung. Es scheint mir allerdings absurd, von Wächtern dieses Regimes zu erwarten, sie könnten Begriffe wie Wille und freie Wahl verstehen.
Sollte ich wieder in mein 16. Lebensjahr zurückversetzt, sollten alle Erlebnisse der vergangenen Jahre und die damit verbundenen Gefahren und Herausforderungen auch noch potenziert werden, würde ich mich erneut für den Freiheitskampf entscheiden, möglichst vor dem 16. Lebensjahr. Ich würde mich noch entschlossener auf diesen Weg, den Weg der Volksmudschaheddin begeben. Ich habe nicht nur die jungen Jahre meines Lebens nicht vergeudet, sondern mir auf diese Weise die ewige Jugend garantiert. Ich habe das Beste aus meinem Leben gemacht und bin stolz auf jeden Moment, mit all den Höhen und Tiefen und Schwierigkeiten. Ich würde mir weiterhin mehr Kraft und Ausdauer für diesen Kampf wünschen. Sollte ich wieder in mein 16. Lebensjahr zurückversetzt werden, würde ich wie heute meine grundlegenden Überzeugungen bezüglich der MEK festigen und mich jeder Schwäche stellen. Ich würde meine Fehler einsehen und korrigieren, mich mit noch mehr Begeisterung der Freiheit und dem Glück meiner Landsleute widmen, anstatt den sogenannten verlorenen Lebensjahren nachzutrauern.
Mein Bruder Ehsan und ich verließen eine Woche nach dem Beginn des Kuwait-Krieges und der US-Luftangriffe Camp Ashraf und gingen zuerst nach Jordanien und dann am 31. Januar 1991 nach Paris. Die Brüder und Schwestern, die keine familiären Beziehungen zu uns hatten, riskierten ihr Leben, um uns Kinder während der Bombardements aus dem Irak nach Jordanien zu bringen. Als wir in der Nacht in Bagdad ankamen und abreisen wollten, wurden wieder einmal Bomben auf die Stadt abgeworfen. Wir mussten die Nacht im Keller eines der Stützpunkte der Volksmudschaheddin verbringen. Am nächsten Tag, auf dem Weg nach Jordanien mussten wir wegen zeitweiliger Bombardements mehrmals aus dem Bus aussteigen und uns von ihm entfernen. Ich erinnere mich, dass mein Bruder Ehsan, der etwas älter war als ich, eine Gruppe der Kinder leitete. Als ich aus dem Bus ausstieg und vor Bomben Schutz suchte, erlaubte er mir, mich unter dem Bus zu verstecken. Jedoch bemerkte dies einer der Verantwortlichen der MEK, der uns zu unserem Schutz begleitete, und er musste aus einiger Entfernung den Schützengraben verlassen, zum Bus rennen und mich aus meiner gefährlichen Position unter dem Bus herausholen.
1993 wurden wir nach Deutschland verlegt, zu den Kindern, die bereits dort lebten. In Deutschland genossen wir – entgegen der Behauptung Hommerichs – jede mögliche Betreuung und Fürsorge. Ich konnte meine Lieblingssportarten treiben und wurde von der MEK unterstützt. Die MEK kümmerte sich um alle meine rechtlichen Belange, besorgte mir eine Geburtsurkunde und einen Reisepass, während meine Verwandten in Frankreich nicht in der Lage waren, diese Probleme für mich zu lösen und ich folglich in Frankreich keinen rechtlichen Status hatte. Dort hatte ich nur einen Impfausweis, den ich überall vorzeigte. Ein Foto dieses Impfausweises habe ich noch immer.
Während meiner Zeit in Deutschland bin ich des Öfteren gereist und genoss alle Annehmlichkeiten, die mir zur Verfügung standen. In den letzten Monaten meines Aufenthalts war ich an einer der besten Schulen eingeschrieben, hatte einen gutbezahlten Nebenjob und blickte in eine erfolgreiche Zukunft. Es war genau diese Perspektive, die mir die Entscheidung für den Freiheitskampf nicht einfach machte.
Mein Privatleben war sehr komfortabel und aussichtsreich: Ich hatte einen guten Job und hatte zudem die Aufnahmeprüfung einer anerkannten Schule mit guten Noten bestanden. Dennoch nahm mir eine tiefe Trauer die Luft zum Atmen. Ich dachte an die Menschen im Iran, die unter der Repression des klerikalen Regimes litten. Auch an jene, die durch die Söldner dieses Regimes ihr Hab und Gut verloren hatten. Ich dachte an die Kinder, die aus Armut keine Schule besuchen konnten, sondern als Straßenverkäufer versuchten, ihre Familien durchzubringen. Diese Trauer war die Quelle meiner Entscheidung für den Widerstandskampf. Ich entschied mich bewusst, autonom und beharrlich, mein Leben der Freiheit des iranischen Volkes zu widmen.
Als ich meine Wahl meinem Umfeld mitteilte, wollte sie niemand akzeptieren. In meiner Verzweiflung habe ich mich sogar an die verantwortlichen Instanzen der Volksmudschaheddin (MEK) gewandt und sie angefleht, meiner Wahl zuzustimmen. Ich kontaktierte auch meine Mutter im Irak und bat sie zu vermitteln, aber sie lehnte das ab. Die MEK wies meinen Antrag zurück, da ich noch minderjährig war und die schriftliche Zustimmung meiner Eltern benötigte.
Eines Tages ging ich persönlich auf eine Verantwortliche der Volksmudschaheddin zu und bat sie um ihre Hilfe. Jedoch auch sie wollte meine Argumente nicht hören und sagte im Vorbeigehen, sie könne nichts tun und solange mein Vater nicht zustimme, könne sie mich nicht in den Irak schicken. Ich werde diese Szene nie vergessen.
Als es mir endlich gelang, meinen Vater umzustimmen, sah ich mich plötzlich mit meinen Verwandten aus Frankreich konfrontiert. Diese baten mich, sie in Frankreich zu besuchen. Selbstverständlich versuchten auch sie mich davon abzubringen, mich den Volksmudschaheddin im Irak anzuschließen, aber das steht auf einem anderen Blatt. Schließlich reiste ich gemeinsam mit den Märtyrern Rahman Manani und Yasser Hadjian in den Irak. Rahman und ich waren Zimmergenossen und die Schule, die ich damals besuchte, war der Schule Yassers benachbart. Rahman Manani und Yasser Hadjian wurden beide während des im Jahre 2013 auf Camp Ashraf verübten Massakers getötet. Natürlich gehört es nicht zum Auftrag von Frau Hommerich, über die Verbrechen der Quds-Einheit zu berichten. Wo war Frau Hommerich, als Rahman Mananis Hände hinter seinem Rücken gebunden wurden und er mit einem Kopfschuss kaltblütig exekutiert wurde? Die Opfer-Täter-Umkehr ist einer der Hauptdienste der vom Mullah-Regime gekauften internen und externen Journalisten. Dieser unehrenhafte Dienst stellt sie mit den Revolutionsgarden Khameneis auf eine Ebene.
Frau Hommerich,
als ich mich mit 16 Jahren den Volksmudschaheddin anschloss, war ich auf der Suche nach großen Namen wie Nasrin Rostami und Mostafa Zakeri. Ich bezweifle, dass Sie jemals in Ihrem Leben zu der Erkenntnis gelangen werden, die diese Jugendlichen mit nur 15, 16 Jahren hatten.
Die Märtyrerin Nasrin Rostami (siehe Bild unten) war erst 15 Jahre alt, als sie in Schiras durch einen Kugelhagel der grausamen Revolutionsgarden qualvoll getötet wurde. Ist etwa eine 15 Jahre alte Schülerin für einen Kugelhagel „volljährig“ genug?


Nasrin Rostami

Der Märtyrer Mostafa Zakeri (siehe Bild unten) wurde mit erst 16 Jahren in Teheran durch gezielte Schüsse getötet. Sind denn 16 Jahre „geeigneter“, von Kugeln ins Herz und am Körper getroffen zu werden? Es gibt kein Foto von Mostafa Zakeri, das ihn zeigen würde wie Amin Golmarimi , der mit „strubbeligen dunklen Locken … auf der Zülpicher Straße in der Kölner Neustadt“ geht oder am See sitzt. Nein, von Mostafa gibt es nur ein unscharfes Schwarz-Weiß-Foto. Jedoch wird sein Andenken von allen freiheitsliebenden Iranern stets in Ehren gehalten.


Mostafa Zakeri

Mein Verbrechen besteht darin, dass ich die Freiheit nicht in den Gassen und Straßen Kölns, sondern im Kampf gegen die Feinde der Freiheit im Iran gesucht habe. Ich ziehe es vor, meine Lebenszeit im Kampf gegen Herausforderungen und für höhere Ziele zu verbringen, anstatt im Regen auf der Schildergasse in Köln mich selbst zu bemitleiden.
Ich fühle mit meinem Volk; für eine Mutter, die ich vor ein paar Tagen gesehen habe und deren Schreie noch immer in meinem Kopf hallen; eine Mutter, die nachts gewaltsam aus ihrem Haus vertrieben, welches durch Regime-Funktionäre mutwillig zerstört wurde; eine Mutter, die weinend sagte: “Wo soll ich hin?” Sagt das folgende Bild nicht mehr als tausend Worte? Schande auf die ausbeuterische Kultur der Mullahs und deren Revolutionswächter.


Eine Frau, obdachlos, nachdem Regime-Funktionäre ihr Haus zerstört haben

Der Koran fragt: „Was ist mit euch los, dass ihr euch für den Kampf nicht erhebt?“ Wenn das klerikale Regime das Volk ausbeutet und dabei alles zerstört, was ist für mich als Mensch dringender und verpflichtender als der Kampf dagegen?
Die Volksmudschaheddin haben sich wegen dieser hilflosen und alleingelassenen Menschen erhoben. Die Volksmudschaheddin haben alles in ihrer Macht Stehende unternommen, um diese unterdrückten Menschen zu schützen. Wie unverschämt diese gekauften Journalisten sind, die die Volksmudschaheddin auffordern, die vom iranischen Geheimdienstministerium diktierten Fragen zu beantworten.
Ich bin bereit, vor jedem Gericht auszusagen, dass diese Individuen mit ihren derartigen Verleumdungen Söldner des iranischen Regimes sind. Niemand hat mich in den Kampf geschickt, um mich mit Gewalt darin zu behalten. Im Gegenteil, Bruder Massoud Rajavi hat uns in all den Jahren Dutzende Male, aus eigenem Munde und mit eigener Stimme, eigenen Worten und Botschaften, auf unterschiedlichste Art und Weise, mit den schärfsten, klarsten und deutlichsten Worten aufgefordert, unseres eigenen Weges zu gehen und unser angestrebtes Leben zu leben. Von meinem ersten Treffen mit ihm im Jahr 1997 bis zu seinen jüngsten Botschaften hat er stets wiederholt, dass jeder, der nicht mehr kann und nicht mehr will, die Reihen der Volksmudschaheddin bitte verlassen und gehen solle. Als es in Camp Ashraf den von US-Streitkräften kontrollierten Bereich namens “TIF” gab und als der Schutz des Camps an die irakischen Streitkräfte übergeben wurde, öffnete Massoud Rajavi mehrmals die Tore und forderte alle auf zu gehen. Hat jemand im Alter von zwanzig oder fünfundzwanzig Jahren diese Aufforderungen nicht ernst genommen, muss das Problem in seinem Verstand gesucht werden. Ich habe sie immer ernst genommen und mich emsig und bewusst für den Kampf entschieden.
Ich wiederhole, dass ich nicht nur bereit bin, vor jedem Gericht auszusagen, sondern dass ich explizit fordere, meine Aussagen gegen die Söldner des iranischen Geheimdienstministeriums unter Beweis zu stellen. Spätestens am Tag des Umsturzes dieses Regimes wird die Wahrheit ans Licht kommen und die Aufrichtigkeit der Volksmudschaheddin bewiesen werden.
Die Volksmudschaheddin haben nur ein deklariertes Ziel: das klerikale Regime in seiner Gesamtheit zu stürzen. Die Söldner des iranischen Geheimdienstministeriums haben auch ein Ziel: die Zerschlagung der einzigen Alternative zum Regime, die fähig ist, dieses Regime zu stürzen. Sie alle wiederholen dasselbe, weil sie die Vorgaben vom berüchtigten Geheimdienstministerium der Mullahs erhalten. Interessanterweise käuen sie genau das wieder, was in den Medien der Revolutionsgarden verbreitet wird. Deshalb sind die ersten Abnehmer der Verleumdungen gegen die Volksmudschaheddin die Medien des iranischen Geheimdienstministeriums.
Frau Hommerich, stimmen Sie Ihre Fragen, wie in der Vergangenheit, mit dem Geheimdienstministerium der Mullahs ab, begnügen Sie sich mit den Antworten der Kollaborateure des Regimes und lassen Sie sich von den Graffiti-Putzern der Stadt Köln beraten.
Wie Maryam Rajavi sagte: “Wir haben zu der großen Frage der Zeit ja gesagt und sagen nochmals ja, und wir werden mit dem iranischen Volk und seiner großen Freiheitsarmee das klerikale Regime stürzen.”

Taher Eghbal, Mitglied der Organisation der Volksmudschaheddin Iran

Iran: MEK-Anhänger gedenken des Novemberaufstands in 18 Städten in Europa, Nordamerika und Australien

Unmittelbar vor dem zweiten Jahrestag des Aufstands vom November 2019 im Iran, veranstalteten am Freitag, Samstag und Sonntag, 5.-7. November 2021, Iraner, Unterstützer der Volksmojahedin (MEK/PMOI) in 18 Städten auf der ganzen Welt in Europa, Nordamerika und Australien Demonstrationen und Kundgebungen zu Ehren der 1.500 Märtyrer des Novemberaufstands. Die Demonstranten forderten die Vereinten Nationen, die europäischen und die amerikanischen Regierungen auf, die Täter dieses abscheulichen Verbrechens vor Gericht zu stellen. Im November 2019 gingen die empörten Demonstranten gegen die religiöse Diktatur in mehr als 200 Städten im Iran auf die Straße. Auf direkten Befehl Khameneis erschossen die Revolutionsgarden innerhalb weniger Tage mindestens 1.500 Demonstranten. Die Kundgebungen und Demonstrationen fanden in Paris, Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Stuttgart, Stockholm, Göteborg, Malmö, Amsterdam, Kopenhagen, Oslo, Melbourne, Sydney, Montreal, Toronto, Ottawa und Bukarest statt. Die Anhänger des iranischen Widerstands stellten bei allen Kundgebungen und Versammlungen große Fotoausstellungen und Gedenkstätten der Märtyrer des Novemberaufstands auf. Zu den Slogans gehörten: „Das iranische Volk fordert den Sturz der klerikalen Diktatur und die Errichtung von Freiheit und Demokratie“,

Zu den Slogans gehörten: “Das iranische Volk fordert den Sturz der klerikalen Diktatur und die Errichtung von Freiheit und Demokratie”, “Zu Ehren der 1.500 Märtyrer des Aufstands vom November 2019 unterstützen wir die Fortsetzung des Freiheitskampfes des iranischen Volkes”, “Verurteilt die Unterdrückung, Folter und Hinrichtung der iranischen Demonstranten”, “Die Vereinten Nationen müssen das Massaker von 1988 an 30.000 politischen Gefangenen als Völkermord anerkennen”, “Der Kampf des iranischen Volkes für die Freiheit muss fortgesetzt werden”, Die Vereinten Nationen müssen das Massaker an 30.000 politischen Gefangenen von 1988 als Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkennen”, “Die Aufopferung der Märtyrer vom November 2019 wird im Freiheitskampf ihrer Kameraden weiterleben”, “Maryam Rajavi: Lasst uns aufstehen, mit nationaler Solidarität werden wir unserer Freiheit näher kommen”, “Massoud Rajavi: Der Sieg ist unser, das Morgen ist unser”, “Ein Aufruf an die UN, Europa und die Vereinigten Staaten: Ebrahim Raisi und Khamenei müssen für den Völkermord von 1988 und das Massaker von 2019 vor Gericht gestellt werden”, “Ebrahim Raisi sollte für das Massaker an Tausenden von politischen Gefangenen, insbesondere an denen von 1988, vor Gericht gestellt werden.”

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
9. November 2021

 

Der Jahrestag des Aufstands von 2019 im Iran ist eine neue Einladung zum Handeln der Weltmächte

Proteste im Iran im November 2019

Anfang Oktober hat der Oberste Führer des iranischen Regimes Ali Khamenei eine Rede an führende Sicherheitsfunktionäre gehalten, in der er versicherte, dass „Sicherheit unser wichtigstes Problem ist“. Diese Festlegung begründete Khamenei mit der „harten Drohung der Feinde“, darunter der „Feinde im Inneren“ der iranischen Gesellschaft. Seitdem sind Warnungen vor dieser Bedrohung von Sicherheitsfunktionären und iranischen staatlichen Medienunternehmen bis zum Überdruss wiederholt worden und das ging so bis zum drohenden Jahrestag eines landesweiten Aufstandes, der an erster Stelle viele Sorgen des Regimes veranlasste. Etwa zu der Zeit von Khameneis Ansprache meinte ein Befehlshaber des Corps der Islamischen Revolutionsgarden in der Provinz, dass der Konflikt der paramilitärischen Organisation „von jenseits der Grenzen in unsere Heimat übertragen worden ist“. Ende Oktober hat die staatliche Medienanstalt Aftab-e Yazd („Die Sonne von Yazd“) ein Editorial veröffentlicht, in dem gewarnt wurde, dass „Millionen nichts zu verlieren haben und zu Gewaltmitteln greifen werden“, wenn die nationale Regierung nicht ernsthafte Maßnahmen ergreift, um den wirtschaftlichen Niedergang zu beenden, der mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Armut und etwa ein Viertel in extreme Armut an die Ränder der Gesellschaft versetzt habe. Der Aufstand vom November 2019 hatte mehr als 200 iranische große und kleine Städte erfasst und war von heftigen Slogans gegen die Regierung gekennzeichnet wie „Tod dem Diktator“ und Aussagen, die sowohl die „Hardliner“ als auch die „reformistische“ Fraktion in der politischen Struktur des Regimes zurückwies. Insofern wurde der Aufstand als eine direkte Fortsetzung einer ähnlichen Bewegung im Januar 2018 wahrgenommen, an der sich mehr als 100 Orte beteiligt hatten und die durch viele gleiche Slogans gekennzeichnet war.
Erinnern an Irans landesweite Proteste vom November 2019 nach dem Anstieg der Benzinpreise

Der Aufstand vom Januar 2018 hob sich auch dadurch ab, dass er den Obersten Führer dazu veranlasste, der vom Regime selbst lange gepflegten Propaganda zu widersprechen, was eine prominente Widerstandsgruppe anbetrifft, die für eine demokratische Alternative zur theokratischen Diktatur eintritt. In einer Rede auf dem Höhepunkt des früheren Aufstands räumte Khamenei ein, dass die Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) „monatelang geplant“ habe, um den Aufstand zu verwirklichen. Das kontrastierte zu öffentlichen Erklärungen und Berichten in staatlichen Medien über Jahre hindurch, die es so darstellten, als ob die MEK weder die Unterstützung im Volk noch die organisatorische Stärke habe, um solch eine direkte Bedrohung für den Machterhalt der Mullahs darstellen zu können.
Fast umgehend rief Khameneis Rede Warnungen von anderen Klerikern, IRGC Offizieren und anderen hervor, die sich auf das Drohen weiterer Unruhen bezogen, die von der führenden Oppositionsgruppe des Landes ausgehen könnte. Dies wiederum schien neue Anstrengungen der Repression auszulösen, darunter das Bemühen des Obersten Führers selbst, die Macht derjenigen Funktionäre zu stärken, die erfolgreiche Strafaktionen gegen Opposition in größerem Maßstab in Gang setzen sollten.
Ende 2018 ernannte Khamenei Ebrahim Raisi zum Chef der Justiz für das Jahr danach. Er war zur Zeit des zweiten Aufstands mehrere Monate in dieser Position, als er an diesem Punkt eine große Rolle bei der beispiellos brutalen Reaktion des Regimes spielte. Nachdem Khamenei die Behörden aufgefordert hatte, alles zu tun, „was immer es kosten würde“, um die Ordnung wieder herzustellen, eröffnete das IRGC das Feuer auf die Menge der Protestierenden und die Justiz betrieb eine Strategie systematischer Folter, die jeden betraf, der im Zusammenhang mit dem Aufstand verhaftet worden war oder der im Verdacht stand, mit Gruppen, die dahinter standen, in Verbindung zu stehen.
Innerhalb von wenigen Tagen im November 2019, als der Aufstand ausgebrochen war, wurden mindestens 1 500 Menschen regelrecht erschossen. Eine vollständige Zahl der Todesopfer ist schwer anzugeben, da diejenigen, die unter der Folter starben oder unter den rauen Bedingungen iranischer Haftanstalten ihren Wunden später erlagen, keine Aussagen mehr machen konnten. Aber Einzelheiten von vielen Folterungen, die stattfanden, wurden von Amnesty International im September 2020 veröffentlicht als Teil eines Berichts unter der Überschrift Die Menschlichkeit mit Füßen getreten.
Im April danach gab Amnesty eine neue Erklärung heraus, die besagte, dass der Iran „zunehmend die Todesstrafe als Waffe politischer Repression gegen Dissidenten, Protestierende und Mitglieder ethnischer Minderheiten benutze unter Verletzung des Völkerrechts“. Das war eine der vielen Aussagen von dieser Seite wie von anderen, die darauf hinwiesen, dass das Vorgehen von 2019 ein wiederkehrendes Phänomen war, wenn nicht gar ein stetig vorhandenes.
Raisi, Schlächter des Massakers von1988 im Iran

Weitere Beweise für diese Schlussfolgerung kam im Juni mit der Ernennung Raisis für die Präsidentschaft, die die MEK öffentlich als eine Belohnung für seine Rolle bei der Niederschlagung im Vorjahr betrachtete und ebenso für die Verletzungen der Menschenrechte, darunter das einzigartige schlimmste Verbrechen gegen die Menschlichkeit des iranischen Regimes. Zahllose Iraner sind sich offenbar einig in dieser Empfindung, da sie gegen Raisis Kandidatur protestiert und ihn zum „Henker von 1988“ erklärt haben, wobei sie sich auf das Massaker an politischen Gefangenen in jenem Jahr beziehen, das vorrangig angeführt wurde von einer „Todeskommission“ von deren vier Mitgliedern er eines war.
Auf Raisis „Wahl“ folgten schnell zusätzliche Proteste und Arbeiterstreiks und es wurden bald in großem Ausmaß Zusammenstöße zwischen Protestierern und Behörden des Regimes in Provinzen wie Sistan und Belutschistan registriert. Die MEK und der Nationale Widerstandsrat Iran haben beständig bis zum heutigen Tag diese Unruhen nachverfolgt und gefunden, dass das Regime bemerkenswert große Angst vor einem weiteren landesweiten Aufstand haben.
Diese Angst entspricht direkt den Versicherungen, die von der gewählten Präsidentin des NWRI Frau Maryam Rajavi vorgebracht wurden, als sie Raisis anstehende Präsidentschaft bei einer Konferenz im Juli kommentierte und äußerte: „In der neuen Ära wird sich die Feindschaft und Gegnerschaft zwischen dem Regime und der Gesellschaft verstärken wie nie zuvor“.
Der NWRI geht davon aus, dass das Wachstum in der Unruhe zu einem Regimewechsel führen könnte, aber er räumt auch ein, dass die Behörden des Regimes nirgends haltmachen werden, um sich an der Macht zu halten, und womöglich die Gewaltmaßnahmen überflügeln werden, die im November auf dem Schirm waren, oder sogar zu einem Grad der Verheerung übergehen, der 1988 zu erleben war, als geschätzte 30 000 politische Gefangenen im Verlauf von drei Monaten getötet wurden.
Dies hatte Frau Rajavi im Sinn, als sie bei der Konferenz im Juli äußerte, dass Raisis Aufstieg zur Präsidentschaft „der Lackmustest dafür ist, ob [die internationale Gemeinschaft] sich mit einem genozidalen Regime einlassen und verhandeln oder sich auf die Seite des iranischen Volkes stellen wird“. Der Jahrestag des Aufstandes von 2019 ist eine weitere Erinnerung an diesen Test und wird der internationalen Gemeinschaft sicherlich eine weitere Gelegenheit bieten, das Regime und seine Amtsträger für historische und derzeitige Verletzungen der Menschenrechte und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Rechenschaft zu ziehen.

Falsche Darstellung von Fakten über die iranische Hauptopposition


Von Ali Safavi

Am 28. Oktober 2021 lobte der ehemalige Vizepräsident Mike Pence die demokratische iranische Hauptopposition Volksmojahedin (MEK) als glaubwürdige Alternative zur gegenwärtigen extremistischen Theokratie, die den Iran regiert. Auf dem „Free Iran Gipfel“ in Washington, DC, sagte Pence, dass die MEK „gut organisiert, vollständig vorbereitet, perfekt qualifiziert und vom Volk unterstützte Alternative“ sei.
Sofort wurde in Teheran der Panikknopf gedrückt, und die Propagandamaschinerie trat in Aktion und produzierte zahlreiche aufrührerische Artikel, die den üblichen Zustand und unbegründete Allerweltsvorwürfe gegen die MEK auffrischen. Staatliche Medien, darunter die vom IRGC betriebene Nachrichtenagentur YJC, griffen Vizepräsident Pence am 29. Oktober an, weil er „die terroristische MEK unterstützt“ und „Maryam Rajavi als ‚inspirierend für die Welt‘ bezeichnete“. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Saeed Khatibzadeh, bezeichnete die Redner als diejenigen, die “von niemandem ernst genommen werden” und die “nur ihr eigenes Image beschädigen”. Er bezeichnete die MEK als eine “verbrauchtes Grüppchen”, deren Zeit vorbei sei.
Der „Gipfel Freier 2021“

Gleichzeitig versuchten einige Blogger in den USA, die Veranstaltung aus parteiischen Gründen auszunutzen und brachten sie so unwissentlich mit den Gesprächsthemen des Regimes in Einklang. Ein Beispiel wurde im Blog von POLITICO veröffentlicht, das Pence mit einer „extremistischen“ Gruppe verband.
In vielerlei Hinsicht wiederholt der NatSec Daily Post die Propaganda des Regimes. Diese Anschuldigungen wurden alle von wichtigen amerikanischen Persönlichkeiten, US-Gerichten und Kongressmitgliedern entkräftet.[1] Die Charakterisierung der MEK als „marxistisch-islamistisch“ oder als „Terrorkult“, der „in den 1970er Jahren Amerikaner tötete“, ist lediglich das Nachplappern der oft wiederholten Propaganda der Geheimdienste des Regimes.[2]
Die Autoren verweisen auch auf eine “Umfrage” unter den Menschen im Iran, um zu argumentieren, dass die MEK unpopulär ist. In einer geschlossenen Gesellschaft, die unter dem dunklen Schatten staatlicher Repression steht und in der man, wenn man sich dem Staat widersetzt oder sich einer bestimmten Oppositionsgruppe anschließt, wegen “Kriegsführung gegen Gott” hingerichtet werden kann, wie das Massaker an 30.000 politischen Gefangenen im Jahr 1988 gezeigt hat, fühlen sich die Befragten selten sicher, ehrliche Antworten zu geben, da sie Vergeltungsmaßnahmen befürchten. Das ist genauso haltlos wie eine andere Umfrage, die kürzlich haben ergeben soll, dass 72 % der Menschen Raisi loben, obwohl andere Beweise, darunter Sprechchöre bei Massenprotesten sowie der Boykott der Präsidentschaftswahlen im Juni 2021 durch eine große Mehrheit der iranischen Bevölkerung darauf hindeuten, dass die Menschen Raisi als einen Kriminellen verabscheuen, der den Aufstand von 2019 unterdrückt hat und wegen seiner Schlüsselrolle beim Massaker von 1988 an Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord beteiligt war.
Die wahre Basis der Unterstützung der MEK und ihre Basis in der Bevölkerung könnten besser an den weit verbreiteten täglichen Aktivitäten der Widerstandseinheiten der Bewegungen im ganzen Land und an der Anzahl ihrer Aktivisten, die hingerichtet oder inhaftiert wurden, gesehen werden.
Solidaritätsbotschaften von 120 Frauen, Mitgliedern der MEK-Widerstandseinheiten, mit Maryam Rajavi

Die Autoren wären möglicherweise bestürzt, wenn sie feststellen, dass ihr Beitrag einer Geschichte vom Juli 2021 der Nachrichtenagentur Fars, die vom terroristischen Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) kontrolliert wird, unheimlich ähnlich ist. Wütend über die zunehmende internationale Unterstützung für die MEK, attackierte der Sprecher des Außenministeriums des Regimes den unstillbaren Dollardurst der prominenten Redner und die anti-iranische Besessenheit, die eine beschämende westliche Heuchelei antreibt.’“
Dass einige westliche Reporter diese Behauptung immer wieder aufstellen, ist nicht zu rechtfertigen und unerklärlich. Die Liste der Würdenträger, die die MEK unterstützen, ist einzigartig und beispielhaft. Delegationen aus 47 Ländern nahmen an einem fünftägigen Treffen im MEK-Hauptquartier in Albanien teil, darunter ehemalige Minister, Parteiführer, Parlamentarier, ehemalige Premierminister, Kabinettsminister, Gouverneure, Bürgermeister, Parlamentsmitglieder, hochrangige Militärkommandeure und Offiziere sowie Menschenrechtsexperten und Frauenrechtlerinnen.
Zu behaupten, dass diese angesehenen Würdenträger ihren gesamten politischen Ruf, ihre Karriere und ihre rechtliche Zukunft aufs Spiel gesetzt haben, um eine „extremistische“ und „terroristische“ Gruppe zu verteidigen, ist nicht nur der Höhepunkt der Ignoranz, sondern eine Beleidigung der Integrität dieser Persönlichkeiten.
Es ist heute praktisch allgemein anerkannt, dass die Terrorlistung der MEK in den USA und der EU durch die Versuche dieser Regierungen motiviert waren, eine „Geste des guten Willens“ nach Teheran zu senden, um eine Annäherung zu initiieren, und keine faktische und rechtliche Grundlage hatte. Deshalb scheiterte das Terror-Etikett an mehreren Gerichten auf beiden Seiten des Atlantiks.
Die MEK wurde nicht wegen „einer intensiven Lobbying-Kampagne“ von der Liste gestrichen, wie der Artikel behauptet, sondern nach dem zweithöchsten amerikanischen Gericht entschied der US-Bundesberufungsgerichtshof für den District of Columbia Circuit, dass die MEK selbst von der Liste gestrichen wird, wenn das Außenministerium trifft keine rechtzeitige Entscheidung, was zur Aufhebung der 15-jährigen politisch motivierten Ernennung durch Außenministerin Hillary Clinton führt.


Die MEK wurde nicht aufgrund einer “intensiven Lobbykampagne” von der Liste gestrichen, wie in dem Artikel behauptet wird, sondern nachdem Amerikas zweithöchstes Gericht, das US-Bundesberufungsgericht für den District of Columbia Circuit, entschieden hat, dass es die MEK selbst von der Liste streichen wird, wenn das Außenministerium nicht rechtzeitig eine Entscheidung trifft, was zur Aufhebung der 15 Jahre alten politisch motivierten Listung durch Außenministerin Hillary Clinton führte.
Heute steht das iranische Regime unter einem noch nie dagewesenen nationalen und internationalen Druck. Sein Präsident Ebrahim Raisi wurde von den UN-Behörden und internationalen Menschenrechtsorganisationen wegen seiner Rolle bei der Ermordung von 30.000 politischen Gefangenen der MEK im Jahre 1988 im Iran verurteilt. Die Rufe nach seiner strafrechtlichen Verfolgung werden immer lauter. Und das Regime versucht verzweifelt, politische Punkte gegen die MEK zu sammeln, um ihre Glaubwürdigkeit und Unterstützung zu untergraben.
Die iranische Politik ist komplex und das Verständnis der MEK und ihrer Geschichte erfordert zugegebenermaßen viel Zeit und Mühe. Dennoch lehrt uns die Geschichte, dass in Zeiten, in denen brutale Regime versuchen, abweichende Meinungen mit Gewalt auszulöschen, gibt es überall auf der Welt lobenswerte Persönlichkeiten, die auf die Stimme ihres Gewissens hören. So geben sie den Stimmlosen eine Stimme, verhindern, dass totalitäre Staaten Andersdenkende auslöschen, und unterstützen die Opposition in ihrer dunkelsten Stunde. Während heute einige verzweifelt versuchen, eine Annäherung an eine fundamentalistische Diktatur zu fördern, mit der man nicht vernünftig reden kann, gibt es auch andere, die der fundamentalistischen Theokratie im Iran standhaft entgegentreten und geduldig und ehrenvoll Geschichte schreiben, indem sie sich auf die Seite des iranischen Volkes und seiner Freiheitskämpfer stellen.
[1] Der Kongress hat die Einstufung der MEK stets abgelehnt. In Briefen der parteiübergreifenden Mehrheit des Repräsentantenhauses und von 32 Senatoren wurde die MEK als “legitime Widerstandsbewegung” bezeichnet, und in einer Resolution des Repräsentantenhauses wurde ihre Streichung von der Liste gefordert, obwohl das Außenministerium darauf bestand, sie auf der Liste zu belassen. Zu den Mitunterzeichnern dieser Resolution gehörten sieben Ausschussvorsitzende, darunter der damalige Vorsitzende des House Permanent Select Committee on Intelligence, Mike Rogers.

[2] Am 5. Juli 2010 zitierte die Toronto Sun John Thompson, den Leiter des Sicherheits-Thinktanks The Mackenzie Institute, mit den Worten: “Ein Mann, der mit der iranischen Mission in Kanada in Verbindung steht, hat ihm 80.000 Dollar angeboten. Sie wollten, dass ich einen Artikel über die Volksmojahedin veröffentliche”, sagte er. Der Iran versucht, andere Länder dazu zu bringen, sie als terroristische Sekte zu bezeichnen”.

Safavi (@amsafavi) ist Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI) mit Sitz in Paris.

Iran – Widerstandseinheiten, MEK-Anhänger ehren den 2. Jahrestag des Aufstands vom November 2019

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)
6. November 2021

Am Vorabend des Jahrestages des Aufstands im November 2019 hielten Anhänger der Volksmojahedin (PMOI/MEK) und der Widerstandseinheiten Plakate und Transparente und schrieben Graffiti zu Ehren der Märtyrer und rebellischen Jugendlichen, die aufstanden, um das klerikale Regime zu stürzen und Freiheit und Demokratie im Iran zu etablieren. Am Mittwoch, dem 3. November, fanden diese Aktivitäten in Teheran und vielen anderen Städten statt, darunter Isfahan, Bandar Abbas, Hamedan, Urmia, Ardabil, Amol und Shooshtar.
Einige der Slogans, die in den Plakaten oder Graffiti verwendet wurden, waren: „Möge die Erinnerung an die Märtyrer des Novemberaufstands ewig leben, die Flamme der Aufstände wird nicht erlöschen“, „Iran-Proteste werden fortgesetzt“, „Der Novemberaufstand geht weiter mit Widerstandseinheiten, „Tod dem Khamenei, es lebe Rajavi“, „Tod dem Khamenei, es lebe die Freiheit“, „Tod dem Khamenei und Raisi“, „Der Novemberaufstand geht mit der MEK weiter“, „Maryam Rajavi: Der Iran kann und muss befreit werden“ „Ein freier und wohlhabender Iran mit Maryam Rajavi“, „Maryam Rajavi: „Euer Aufstand steht für den glorreichen Widerstand unseres Volkes, das sich nicht demütigen lässt”. „Massoud Rajavi: Das Schicksal wird in der Kampfszene vom Volk und seinen rebellischen Kindern bestimmt“, „Massoud Rajavi: Der Sturz des unmenschlichen Feindes ist unvermeidlich“, „Massoud Rajavi: Der 15. November ist ein nationaler, dauerhafter und ewiger Tag.“

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)
6. November 2021