Überflutete Straße im Norden des Iran unterbricht den Zugang zu den umliegenden Dörfern — 22. März 2025
Unerbittliche Regenfälle seit dem 20. März 2025 haben in der Provinz Gilan im Norden des Iran katastrophale Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst und die verheerenden Folgen der Vernachlässigung der Regierung deutlich gemacht. Die Katastrophe, die am 22. März ihren Höhepunkt erreichte, hat Städte und ländliche Regionen gleichermaßen heimgesucht, Gemeinden isoliert, Infrastruktur zerstört und die Bewohner ins Chaos gestürzt. Während das Regime darum kämpft, die Kontrolle zu erlangen, offenbart die steigende Zahl an Opfern eine krasse Realität der Inkompetenz und Gleichgültigkeit.
In den Regionen Ashkorat und Rahimabad zerstörten Überschwemmungen Teile der Straße Rahimabad-Eshkorat und schnitten den Zugang zu über 20 Dörfern ab. Zwei Personen bleiben vermisst, nachdem ihr Fahrzeug in der Nähe eines anschwellenden Flusses weggeschwemmt wurde – ein Vorfall, der von den staatlichen Stellen kaum zur Kenntnis genommen wird. In den Landkreisen Siahkal und Rudsar sind etwa 200 Landstraßen durch Erdrutsche und Überschwemmungen blockiert, so dass Tausende strandeten. Der Gouverneur von Gilan, Asadollah Abbasi, gab zu: „Zwei Brücken wurden zerstört und die Kommunikationswege zu rund 200 Dörfern wurden unterbrochen“, ein seltenes Zugeständnis, das den allgemeinen Zusammenbruch der Konnektivität herunterspielt.
Watch and judge how locals in Sistan and Baluchestan Province expose the #Iranian regime's inaction and #hypocrisy amid devastating floods in that region. pic.twitter.com/gEObkark1J
Rudsar hat eine schwere Last zu tragen: Stromausfälle haben die Stadt lahmgelegt, während Überschwemmungen Stadtteile überschwemmt haben. In Siahkal haben Erdrutsche Häuser im Schlamm begraben, doch die Rettungsaktionen bleiben schleppend, da sie durch unzugängliche Straßen und die unorganisierte Reaktion des Regimes behindert werden. Rasht, die Provinzhauptstadt, leidet unter überschwemmten Straßen und unterbrochenen Dienstleistungen. Ein Einwohner beklagt: „Das Wasser stieg so schnell und niemand kam, um zu helfen.“ Ländliche Dörfer in der Nähe des Alborz-Gebirges sind mit einer ähnlichen Isolation konfrontiert, da die Stromversorgung schwierig und die Hilfe knapp ist.
Die langjährige Vernachlässigung der Infrastruktur durch das Regime hat Gilans natürliche Schönheit in einen Schauplatz der Verzweiflung verwandelt. Jahrzehntelange Misswirtschaft hat dazu geführt, dass Straßen instabil sind, die Entwässerungssysteme unzureichend und ländliche Gebiete den vorhersehbaren saisonalen Regenfällen schutzlos ausgeliefert sind. Während die staatlichen Medien allesamt Rettungsversuche unternehmen, zeichnet die Realität – blockierte Straßen, vermisste Bürger und zerstörte Leben – ein vernichtendes Bild eines Regimes, das sich eher mit Ausreden als mit Taten auskennt.
Archivfoto: Eine Menschenmenge versammelt sich vor einer Wechselstube inmitten zunehmender Währungsinstabilität und des Zusammenbruchs des iranischen Rial
Das Kleriker Regime im Iran sieht sich einer beispiellosen wirtschaftlichen Kernschmelze gegenüber, die ein sonst seltenes Eingeständnis von Versagen und Angst allenthalben bei Amtsträgern des Regimes und in staatlich kontrollierten Medien auslöst. Mit einer zunehmenden Inflation, dem Wert der nationalen Währung im freien Fall und einem atemberaubenden Budget Defizit bestätigen Insider offen, dass es eine tiefe Krise gibt – und warnen vor potentiell explosiven Konsequenzen.
Am 21. März hat Kamal Seyed Ali, der frühere stallvertretende Chef der Zentralbank, offen gelegt, dass das Regime jetzt in ein Budget Defizit von mehr als 50 % hineinrennt, und davor gewarnt, dass unter besten Bedingungen wie weiteren Ölverkäufen an China „die Inflationsrate nicht unter 40 % gedrückt werden kann – im schlimmsten Fall könnte sie die Marke von 60 % erreichen“.
Ein weiteres Anzeichen eines systemischen Versagens bedeutet es, wenn das staatliche Medium Bahar Nachrichten berichtet (am 21. März), dass die Schulden der Regierung beim Bankensystem in nur sechs Monaten um 442 Billionen Toman gewachsen sind. Die Liquidität hat sich auf fast 10 Trillionen Toman aufgebläht bei einer Geldmenge, die Ende Februar 1,27 Trillionen Toman betrug – Zahlen, die von einer tiefe monetäre Instabilität zeugen.
Aber der Indikator, der vielleicht am meisten alarmiert, ist der Verfall der nationalen Währung. Am 19. März hat der US Dollar auf dem offenen Markt die symbolische Schranke von 100 000 Toman überschritten, was den Rial auf den niedrigsten Wert in seiner Geschichte gebracht hat. Der frühere ICT Minister Mohammad Dschavad Asari Dschahromi erklärte unverblümt: „Der Rial stirbt. Dabei gibt es nicht einmal mehr einen Wirtschaftsminister, der als Sündenbock abgesetzt werden könnte“.
Der frühere Chef der Handelskammer des Regimes Hossein Selahvarzi ging noch weiter, indem er voraussagte, dass der Verfall der Währung „eine strukturelle Krise wie selten“ in der Wirtschaft und Gesellschaft des Iran auslösen könnte. „Es ist nicht nur ein Schock der Währung – die Preise werden in den Himmel schießen, die Kaufkraft wird in sich zusammenfallen und eine ausgebreitete Armut wird daraus folgen. Die soziale und politische Instabilität könnten zu offener Rebellion führen“, warnte er.
Die finsteren Vorhersagen werden begleitet von infrastrukturellen Störungen, die sich verschlimmern. Am 21. März berichtete die Nachrichten Agentur Tasnim News von einem erniedrigenden Blackout von 28 Minuten während eines internationalen Fußballspiels im Asadi Stadion in Teheran. (Tasnim ist mit der Quds Armee im IRGC verbunden). Das Ereignis, das in alle Welt ausgestrahlt wurde, wurde als „internationale Schande“ bezeichnet, obwohl es jetzt an dem Veranstaltungsort Renovierungen gegeben hat. Bahar Nachrichten wies auch darauf hin, dass die grundlegenden Konstruktionsfehler weiter bestünden, das Regenwasser vom Dach durchsickert und eine veraltete Elektrik zu den Mängeln beiträgt.
Was die Makroebene anbetrifft, so berichtete Bahar Nachrichten, dass das Defizit an Strom im Iran für 2025 schon das Ausmaß von 24 000 Megawatt erreicht hat. Die Knappheit an Benzin wird zu den Spitzenverbrauchszeiten im Winter auf 250 bis 300 Millionen Kubikmeter pro Tag geschätzt. Auch ein Hinweis auf einen Zusammenbruch des ganzen Systems.
Unterdessen machen die Preise für Nahrungsmittel, die in den Himmel schießen, die grundlegende Ernährung für Millionen Menschen unerschwinglich. Laut Statistiken des Regimes sind die Kosten von Gütern des täglichen Bedarfs im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen: bei Kartoffeln um 21 %, bei Auberginen um 122 %, bei Tomaten um 116 %, bei gelben Schälerbsen um 108 % und bei Pinto-Bohnen um 104 % . Bahar Nachrichten hat beobachtet, dass „die Menschen sich nicht einmal mehr Gemüse leisten können“.
Die sich verschärfende Krise hat interne Brüche im Regime offen gelegt. Während der Oberste Führer des Regimes Ali Khamenei seine Ansprache zu Noruz dazu benutzt hat, zu behaupten, dass die jetzig Regierung sich die Erholung der Wirtschaft zur Aufgabe machen müsse, wurde seine Versicherung: „der Führer greift nicht in die wirtschaftliche Planung ein und er hat gar kein Recht dazu“, weithin als Versuch interpretiert, die Schuld von sich zu weisen und die Administration Masoud Pezeshkian dahin zu bringen, die negativen Auswirkungen der drohenden wirtschaftlichen Katastrophen auf sich zu nehmen.
Während die Währung kollabiert, die Inflation sich in die Höhe schraubt und die kritische Infrastruktur ins Wanken gerät, scheint das Regime von einer stillen, aber sich steigernden Panik ergriffen zu werden. Das öffentliche Sich-Luft-machen solcher tiefen Ängste bei früheren Ministern, Ökonomen und in dem Regime verbundenen Medien markiert eine deutliche Verschiebung – und ein Warnzeichen dafür, dass die wirtschaftliche Krise bald ein breiteres politisches Nachspiel haben könnte.
Autos nach schweren Schäden durch die Überschwemmungen im März 2025 in Sar Firouzabad, Kermanshah, in den Fluten versunken
Sintflutartige Regenfälle lösten am Wochenende Sturzfluten und Erdrutsche in mindestens elf Provinzen im Iran aus und hinterließen eine Spur der Zerstörung. Zwei Menschen wurden als vermisst gemeldet und Hunderte von Dörfern waren betroffen. Trotz der Warnungen der Wetterbehörden versäumten es die Regimevertreter, rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, was zu blockierten Straßen, überfluteten Häusern und beschädigter Infrastruktur führte.
Nach Angaben staatlicher Medien waren die Provinzen Isfahan, Ilam, Bushehr, Chaharmahal und Bakhtiari, Chuzestan, Fars, Qazvin, Lorestan, Kermanshah, Gilan sowie Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad von Überschwemmungen betroffen. Das Innenministerium des Regimes hat noch keine umfassende Schadensbewertung oder Zahl der Todesopfer veröffentlicht.
In der Provinz Gilan führten Erdrutsche und steigende Überschwemmungen zur Sperrung von über 200 Landstraßen in Siahkal und Rudsar, zum Einsturz zweier Brücken in Ashkorat und Rahimabad und zum Verschwinden von zwei Personen, nachdem ein Auto in den Fluss geschwemmt wurde.
In der oberen Ashkorat-Region von Rudsar wurden lokalen Quellen zufolge 25 Dörfer durch steigendes Wasser abgeschnitten. Ein 70 Tonnen schwerer Felsbrocken fiel auf die Straße Rostamabad–Rudbar und blockierte den Verkehr vollständig.
ILNA, eine staatliche Nachrichtenagentur, berichtete, dass „der Fluss die Straße Rahimabad–Ashkorat verschluckt“ habe.
Im Dorf Sar Firouzabad in Kermanshah gaben örtliche Vertreter zu, dass die Überschwemmungen 23 Häuser, 12 Viehfarmen und 250 Hektar Weizen- und Gerstenfelder beschädigt hatten. In Halilan in Ilam kommt durch die Überschwemmungen zu durchgetrennten Wasserleitungen, wodurch 2.000 Familien keinen Zugang zu Trinkwasser haben.
In den Landkreisen Izeh in Chuzestan und Abhar in Zanjan überfluteten Überschwemmungen die Straßen und beeinträchtigten das tägliche Leben. Lokale Aufnahmen, die in den sozialen Medien geteilt wurden, zeigten überlastete Entwässerungssysteme und gestrandete Bewohner.
Trotz umfassender Berichterstattung über Rettungsbemühungen in den staatlichen Medien haben Anwohner und unabhängige Beobachter das Regime dafür kritisiert, dass es den Ausbau der Infrastruktur vernachlässigt und Warnungen vor überschwemmungsgefährdeten Regionen nicht beachtet. Die wiederholten Verwüstungen in gefährdeten Gebieten haben die öffentliche Wut über das Missmanagement und die Korruption des klerikalen Regimes bei der Notfallvorsorge und Stadtplanung neu entfacht.
Derzeit sind viele Gebiete weiterhin unzugänglich und das tatsächliche Ausmaß der Katastrophe bleibt aufgrund der eingeschränkten Berichterstattung und des Mangels an transparenten Aktualisierungen seitens der staatlichen Behörden unklar.
View into a boys’ classroom in Iran through a small window in the door
In einem umstrittenen Schritt hat die Nachrichtenagentur Tasnim, die mit den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) verbunden ist, die Installation von Überwachungskameras in iranischen Schulklassen gefordert. In einem am 24. März veröffentlichten Bericht bezeichnete das Medium den Vorschlag als notwendig für eine Verbesserung der Bildungsaufsicht, trotz wachsender Gegenreaktionen von Lehrern, Bildungsbeamten und Bürgerrechtsaktivisten.
Der Bericht erkennt an, dass die meisten iranischen Schulen zwar bereits mit Kameras in Fluren und Innenhöfen ausgestattet sind, Klassenräume jedoch davon ausgenommen sind. Unter Berufung auf namentlich nicht genannte Beamte des Bildungsministeriums räumt Tasnim ein, dass das Thema zu einem „Kontroverspunkt“ geworden sei, da befürchtet werde, dass die Überwachung im Klassenzimmer den „privaten Raum“ der Lehrer beeinträchtigen und ihre Fähigkeit, frei zu arbeiten, einschränken würde.
Mohammad Salimi, Generaldirektor für Leistungsbewertung und Beschwerden im Bildungsministerium, sagte gegenüber Tasnim: „Das Klassenzimmer unterliegt der Autorität des Lehrers, und die Installation von Kameras kann ihre Leistung einschränken.“ Er fügte hinzu, dass Transparenz zwar wichtig sei, „diese Maßnahme sich jedoch negativ auf die Qualität des Unterrichts auswirkt“.
#Iran News in Brief In a recent wave of oppressive actions by the regime, Ahmadreza Radan, the Commander-in-Chief of State Security Forces, announced that a plan is being implemented to deal with #women’s dress code using surveillance cameras and #AI.https://t.co/qdaY0w4aYbpic.twitter.com/SxfwCbUaFm
Trotz dieser Bedenken vergleicht Tasnim das iranische Bildungssystem mit dem Chinas, wo Klassenkameras eingesetzt werden, um die Leistung der Lehrer zu überwachen und die Bildungsstandards zu erhöhen. Die Agentur erwähnt auch ähnliche Überwachungsmaßnahmen in Teilen der USA, räumt jedoch ein, dass Länder wie Frankreich und Deutschland solche Praktiken aus Datenschutzgründen ablehnen.
Zivilgesellschaftliche Gruppen warnen seit langem, dass die verstärkte Überwachung von Schulen Teil einer umfassenderen Bemühung ist, das iranische Bildungssystem zu „versichern“. Die Forderung nach Kameras folgt auf jahrelangen wachsenden staatlichen Druck auf Schüler und Lehrer, insbesondere nach den landesweiten Protesten im Jahr 2022. Das Regime reagierte mit Entlassungen, Verhaftungen und sogar Berichten über chemische Angriffe auf Mädchenschulen.
Eltern, Lehrer und Bildungsaufsichtsbehörden sind weiterhin alarmiert. Frühere Berichte beschreiben detailliert Vorfälle wie die Entlassung von Schulleitern, weil diese sich weigerten, mit den Behörden zusammenzuarbeiten oder den Schülern politische Meinungsäußerungen zu erlauben. In einem Fall protestierten Eltern der Mädchenschule Farzanegan-1 in Teheran, nachdem „sogar in den Toiletten“ Kameras installiert worden waren.
Der erneute Vorstoß zur Überwachung von Klassenzimmern wird weithin nicht als Instrument einer Bildungsreform, sondern als Mittel zur Unterdrückung abweichender Meinungen und zur Kontrolle der zunehmend unruhigen Jugendbevölkerung im Iran angesehen. Da staatlich unterstützte Medien wie Tasnim diese Politik normalisieren, wird die Debatte über Privatsphäre, Unterdrückung und die Rolle der Bildung in der klerikalen Diktatur schärfer denn je
Der Oberste Führer des iranischen Regimes, Ali Khamenei, hielt am 21. März 2025 in Teheran, der Hauptstadt des Iran, eine Rede vor seinen Anhängern.
Am 21. März 2025 hielt Ali Khamenei seine jährliche Nowruz-Redeim Norden Teherans und wandte sich dabei an eine streng überprüfte und demoralisierte Gruppe von Regimetreuen. Im Schatten innerstaatlicher Unruhen, regionaler Misserfolge und zunehmenden internationalen Drucks griff Khamenei auf seinen üblichen Cocktail aus religiöser Scheinheiligkeit, wirtschaftlicher Doppelzüngigkeit und geopolitischer Ablenkung zurück. Während er sich als moralischer Führer aufführte, zeichnete er ein verzerrtes Bild der Situation des Landes und präsentierte sich sowohl als über dem politischen Kampf stehend als auch als die führende Hand der Nation. Eine genauere Überprüfung seiner Behauptungen offenbart jedoch einen verzweifelten Versuch, die schwindende Legitimität der klerikalen Diktatur im In- und Ausland zu retten.
Ein Aufruf zur Stärkung der Konglomerate des Regimes
Khamenei bezeichnete das persische Jahr 1404 (März 2025–März 2026) als das Jahr der „Investitionen für die Produktion“ und forderte die Iraner auf, ihr Geld in inländische Unternehmungen zu stecken. „Wenn wir von Investitionen sprechen, meinen wir nicht ausländische Investitionen“, betonte er. „Wir meinen inländische Investitionen – die Menschen sollten ihre Liquidität nicht für Gold, Fremdwährungen oder für andere Länder ausgeben.“
Was er nicht erwähnte, ist, dass die produktiven Sektoren im Iran von Einheiten dominiert werden, die unter seiner direkten Kontrolle stehen – darunter IRGC, Astan Quds Razavi und riesige Holdinggesellschaften wie Setad (EIKO) und Bonyads. Diese Institutionen haben eine lange Geschichte von Unterschlagung und wirtschaftlicher Misswirtschaft. Schlimmer noch, frühere Aufrufe zu öffentlichen Investitionen – wie etwa seine Förderung der Beteiligung am Aktienmarkt im Jahr 2020 – endeten in einer Katastrophe, als die Märkte zusammenbrachen und die Ersparnisse der einfachen Bürger vernichteten, während Insider des Regimes profitierten.
Khamenei betonte weiter, dass „kleine und große Investitionen alle nützlich und notwendig sind“, ignorierte aber erneut, dass wissensbasierte Unternehmen – das angebliche Ziel dieses Aufrufs – größtenteils vom Militär und Konzernen der Kleriker kontrolliert werden. Dieselben Unternehmen sind nun landesweit mit Protesten betrogener Investoren konfrontiert.
Ein historisches Beispiel verdeutlicht diese Strategie noch besser: 1996 startete Khamenei während einer Reise nach Chuzestan das sogenannte „550.000-Hektar-Projekt“, bei dem er riesige Landstriche in Chuzestan und Ilam beschlagnahmte. Offiziell als Entwicklungsprojekt für landwirtschaftlichen Wohlstand angepriesen, wurde das Land an mit dem Regime verbundene Einheiten übergeben, wodurch öffentliches Wasser aus dem Karun-Fluss für diese Betriebe umgeleitet und der ökologische Zusammenbruch der Region beschleunigt wurde. Obwohl das Projekt aus Staatshaushalten finanziert wurde, gingen seine Gewinne an die Eliten des Regimes, während die Einheimischen nichts als Dürre und Vertreibung zu spüren bekamen. Im Jahr 2014 investierte die Rouhani-Regierung 1,5 Milliarden US-Dollar aus dem Nationalen Entwicklungsfonds in das Projekt. Bis 2018, unter Es’haq Jahangiri, waren die Kosten der zweiten Phase auf 20 Billionen Toman angestiegen.
Leugnung des Zerfalls der Wirtschaft und Einflußnahme hinter den Kulissen
In seiner Rede behauptete Khamenei unaufrichtig: „Der Führer mischt sich nicht in die Wirtschaftsplanung ein und das darf er auch nicht.“Artikel 110 der Verfassung des Regimes verleiht ihm jedoch ausdrücklich die Befugnis, die makroökonomische Politik festzulegen und deren Umsetzung zu überwachen. Darüber hinaus gründete er 2018 persönlich den Wirtschaftskoordinierungsrat der Leiter der drei Branchen, dessen Entscheidungen – einschließlich der Benzinpreiserhöhung 2019 – massive landesweite Proteste und Hunderte von Todesfällenauslösten.
Wie der frühere Präsident Hassan Rouhani später enthüllte, unterstützte Khamenei die Preiserhöhung nicht nur, sondern bestand auch auf seiner Zustimmung, selbst als das Kabinett dagegen war. Die Behauptung der Nichteinbindung in die wirtschaftliche Entscheidungsfindung ist sowohl irreführend als auch nachweislich falsch.
Indem er erklärte, dass „die Rolle des Führers nicht darin besteht, die Wirtschaft zu planen“, trat er Pezeshkian faktisch vor den Kopf – indem er sich von der Rechenschaftspflicht isolierte und gleichzeitig die übergreifende Kontrolle durch politische Richtlinien und institutionellen Einfluss aufrechterhielt.
Diese Taktik spiegelt sein früheres Verhalten wider – er schützt sich vor den Folgen der Entscheidungen des Regimes und befähigte gleichzeitig Loyalisten, seine Pläne umzusetzen.
Obwohl er ihn nicht direkt namentlich nannte, antwortete Khamenei auf einen Brief von US-Präsident Donald Trump, dessen Bedingungen angeblich von einem regionalen Analysten am 21. März durchgesickert waren, darunter: „Demontage des Atomprogramms“, „Stopp der Urananreicherung“, „Einstellung der Waffenlieferungen an die Huthi“ und „Beendigung der finanziellen Unterstützung der Hisbollah“.
Khamenei wies diese Bedingungen als „zwecklos“ zurück und erklärte: „Jeder, der die iranische Nation bedroht, wird harte Ohrfeigen bekommen.“ Diese Linie – ein verschleierter Hinweis auf Vergeltung durch nukleare Eskalation oder regionale Milizen – wird weithin als Ablehnung von Trumps Verhandlungsangebot im Austausch für eine Lockerung der Sanktionen durch Teheran interpretiert.
Khamenei versuchte auch, die bloße Existenz der regionalen Stellvertreter Teherans zu leugnen, indem er behauptete: „Widerstandsbewegungen in Palästina, im Libanon und im Jemen handeln auf der Grundlage interner Motivationen und des Glaubens – Iran braucht keine Stellvertreter.“ Diese Behauptung steht im Widerspruch zu jahrzehntelangen Beweisen, die die enge Verstrickung der klerikalen Diktatur mit der Hisbollah, den Houthis und den irakischen Volksmobilisierungskräften belegen.
Ein Regime in der Defensive
Während Khamenei die „beispiellose Wahlbeteiligung“ und die „epische Beerdigung des Märtyrers Raisi“ lobte, deuten Videobeweise und Augenzeugenberichte auf etwas anderes hin. Berichten zufolge waren die Wahllokale während der verschiedenen Scheinwahlen im Jahr 2024 leer und die öffentliche Apathie herrschte weit verbreitet. Beerdigungen wurden unter starker Beteiligung des Staates organisiert und Andersdenkende wurden bedroht oder verhaftet.
Seine Darstellung der nationalen Einheit steht im krassen Gegensatz zu einem Jahr, das von rekordverdächtigen Hinrichtungen, Massenprotesten und eskalierenden Streiks geprägt war. Der Versuch der klerikalen Diktatur, ihre Unterdrückung mit religiösen und revolutionären Parolen zu verschleiern, wird von Jahr zu Jahr hohler.
Khameneis Nowruz-Rede strahlte keineswegs Stärke aus, sondern verriet ein Regime in der Defensive – angesichts der internationalen Isolation, des wirtschaftlichen Zusammenbruchs, innerparteilicher Machtkämpfe und des wachsenden Widerstands eines Volkes, das nach 45 Jahren klerikaler Herrschaft immun gegen die Lügen des Regimes geworden ist. Unter der grandiosen Rhetorik war die Botschaft klar: Der Oberste Führer des Regimes bemüht sich, die Linie aufrechtzuerhalten. Doch die Risse im Fundament werden immer größer.
Sanandaj, Kurdistan – Familie und Unterstützer besuchen während des Nouruz-Festes das Grab von Omid Hassani, ehren sein Erbe und erneuern ihr Gelübde für Gerechtigkeit und Freiheit, 20. März 2025
In dieser Woche brach im ganzen Iran eine neue Welle von Protesten gegen das Regime aus. Bürger aus verschiedenen Städten drückten ihre Empörung über die systematische Landenteignung, politische Hinrichtungen und die zunehmende sozioökonomische Ungerechtigkeit unter der Diktatur der Kleriker aus.
Am Samstag, dem 22. März, veranstalteten Einwohner von Dargahan in der Provinz Hormozgan im Südiran eine große Demonstration gegen die Übergabe des historischen Hafens der Stadt an regimenahe Interessen unter dem Vorwand der Privatisierung. Die Demonstranten bildeten eine 700 Meter lange Menschenkette entlang der Küste und verurteilten den Verkauf des Landes für 700 Milliarden Toman. Sie warfen den Behörden vor, die Gelder der lokalen Bevölkerung zu entziehen und stattdessen für Straßen- und Flughafenprojekte zu verwenden, die den Eliten des Regimes zugutekommen. „Sie haben unsere Berge und jetzt unseren Hafen verkauft – genug ist genug“, sagte ein Demonstrant.
Am 20. und 21. März gedachten Bürger im ganzen Iran der Märtyrer der jüngsten Aufstände. Die Gräber von Demonstranten wie Omid Hassani in Sanandaj , Sepahr Azami in Karaj , Amir Moweydi und Bahman Jafari in Shiraz , Maryam Arvin in Kerman und Dutzenden weiteren in Eslamshahr, Eizeh, Jolfā und anderen Städten wurden besucht. In Karaj standen Familien und Unterstützer vor dem Grab von Mohammad Mehdi Karami , einem jungen Mann, der nach den Protesten von 2022 hingerichtet wurde, und schworen Gerechtigkeit.
In Rudsar im Norden des Iran ehrten Besucher Behnam Layeghpoor und Pouya Ahmadpour, und über den Friedhof hallten Rufe nach Gerechtigkeit: „Wir werden nicht vergessen. Wir werden Rache nehmen.“ In Qaemshahr , am Grab von Rahim Kalij, erhoben Unterstützer ihre Stimmen für Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht.
Am Donnerstag, dem 20. März, dem letzten Tag des iranischen Kalenderjahres, eröffneten Grenztruppen des Regimes das Feuer auf kurdische Arbeiter nahe der Stadt Baneh in der westlichen Provinz Kurdistan und töteten kaltblütig einen Kulbar (Grenzträger). Der Mord entfachte die Wut in der kurdischen Gemeinschaft erneut, da solche tödlichen Schießereien eine wiederkehrende Folge der militarisierten Grenzpolitik des Regimes sind.
On Tuesday, March 18, 2025, ahead of the New Year and marking the 60th week of the "No to Execution Tuesdays" campaign, a group of labor activists and former prisoners gathered in front of Lakan Prison in Rasht. They set up a Haft-Sin table and held photos of political prisoners… pic.twitter.com/h9ogwTfBYr
Am selben Tag arteten landesweite Nowruz-Gedenkfeiern in mehreren Städten in Proteste aus. In Maschhad, Neyshabur, Schiras, Pasargad und Persepolis versammelten sich Tausende Iraner an kulturellen Sehenswürdigkeiten. In Neyshabur feierten Bürger am Grab von Omar Chayyam. In Schiras versammelten sich die Menschen in Hafeziyeh, um patriotische Lieder wie „Ey Iran“ zu singen. Sie wiesen den Versuch eines staatlich unterstützten Geistlichen zurück, Trauergesänge anzustimmen, und zwangen ihn zum Rückzug.
Am 20. März, als im ganzen Iran Nouruz gefeiert wurde, hielten Bürger in Arak und Babol Gedenkfeiern für die Protestmärtyrer Mehrshad Shahidi und Abolfazl Mehdipour ab, die beide während des Aufstands von 2022 getötet wurden. Die Ehrungen waren Teil der jährlichen Versammlungen am letzten Donnerstag des Jahres zu Ehren derer, die für die Sache der Freiheit starben.
Ebenfalls am 20. März begingen Trauernde im ganzen Iran das Nouruz-Fest, indem sie die Gräber der Märtyrer der 1980er Jahre und der jüngsten Aufstände besuchten. Diese landesweite Gedenkfeier mündete in Akten des Widerstands gegen das Regime der Kleriker. In Täbris legten Bürger Blumen auf die Gräber der zwischen 1981 und 1988 getöteten Mitglieder der Volksmudschahedin (MEK) und schworen: „Wir schwören beim Blut unserer Kameraden, bis zum Ende standhaft zu bleiben. Wir werden weder vergeben noch vergessen.“ In Ilam und Rascht fanden ähnliche Zeremonien statt.
From March 1951 to March 2025, the spirit of Mossadegh’s struggle lives on https://t.co/yT2xyrk3UG
— People's Mojahedin Organization of Iran (PMOI/MEK) (@Mojahedineng) March 20, 2025
In Teheran besuchten Trauernde die Gräber der MEK-Märtyrer und verlasen eine Erklärung von Massoud und Maryam Rajavi, in der es hieß: „Wir werden nicht ruhen, bis wir das Blut unserer Kameraden gerächt haben. Wir werden weder vergeben noch vergessen.“ In Semnan gelobten Mitglieder der Widerstandseinheiten, das Banner der Gefallenen weiterzutragen, bis die klerikale Diktatur gestürzt sei, und skandierten: „Tod Khamenei, Heil Rajavi.“ In Khorramabad im Westen des Iran verurteilten Besucher das Regime für die Entfernung der Grabsteine ermordeter MEK-Mitglieder und schworen deren Sache die Treue.
Von Dschuibar bis Gorgan , von Maschhad bis Yazd wurden die Gräber der MEK-Märtyrer mit Blumen geschmückt und mit feierlichen Gelöbnissen versehen, den Weg des Widerstands fortzusetzen. In Kermanschah gedachten Trauernde der zerstörten Gräber gefallener MEK-Mitglieder und gelobten: „Ihr lebt in unseren Herzen. Euer Weg wird fortgesetzt.“ Ähnliche Gelübde wurden in Yazd abgelegt , und die Führung des Widerstands sandte Grüße zum Nouruz-Fest.
Ebenfalls am 19. März kam es in Ahvaz, Isfahan und Täbris zu Protesten und Streiks . In Ahvaz demonstrierten pensionierte Ölarbeiter gegen ausstehende Renten. In Isfahan marschierten Bauern unter dem Slogan „Zayandeh Rood ist unser Recht“ und forderten ihren Anteil an den Wasserressourcen. Im Imam-Reza-Krankenhaus in Täbris traten Mitarbeiter wegen ausstehender Löhne und unsicherer Arbeitsbedingungen in den Streik. Dies spiegelte die wachsende Unruhe im angespannten iranischen Gesundheitssystem wider.
— People's Mojahedin Organization of Iran (PMOI/MEK) (@Mojahedineng) March 18, 2025
Am selben Tag meldeten die Regimekräfte den Tod des Polizeibeamten Sergeant Mehran Piri während des Chaharshanbeh Suri im Süden Teherans . Der Vorfall ereignete sich inmitten massiver Sicherheitsmaßnahmen gegen landesweite Feuerfestfeiern. Das Regime stellte den Vorfall zwar als Zusammenstoß mit „verdächtigen Elementen“ dar, ereignete sich jedoch vor dem Hintergrund des weit verbreiteten öffentlichen Widerstands gegen die Sicherheitskräfte, die eingesetzt wurden, um die alte iranische Tradition zu unterdrücken.
Am Mittwoch, dem 19. März, fand vor dem Lakan-Gefängnis in Rasht in der Provinz Gilan im Norden des Iran ein symbolischer Protest statt. Familien politischer Gefangener, Gewerkschaftsaktivisten und ehemalige Häftlinge begingen die 60. Woche der Kampagne „Dienstage gegen Hinrichtungen“, indem sie einen traditionellen Haft-Sin-Tisch aufstellten und Fotos von zwölf zum Tode Verurteilten hochhielten, darunter Manouchehr Fallah, Sharifeh Mohammadi, Pooya Ghobadi und andere . Die Demonstranten forderten die sofortige Aufhebung der politisch motivierten Todesurteile und warnten, dass das Leben der Gefangenen in unmittelbarer Gefahr sei.
Der Iran beginnt das neue Jahr inmitten wachsender Unruhen und landesweiter Mobilisierung . Von der Küste des Persischen Golfs bis zu den kurdischen Grenzgebieten, von Kulturdenkmälern bis zu Gefängnistoren setzen sich die Iraner weiterhin mit anhaltenden Protesten und zivilem Widerstand gegen die Unterdrückung und Ungerechtigkeit des Regimes der Religionsgemeinschaften zur Wehr.
Von oben links nach rechts: Dominique Attias, Ingrid Betancourt, Jean-Pierre Brard. Von links unten nach rechts: Yves Bonnet, Gilbert Mitterrand, Jean-François Legaret.
Eine Gruppe prominenter französischer Persönlichkeiten hat eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie die anhaltende Geiseldiplomatie des iranischen Regimes und die ihrer Ansicht nach politisch motivierte Manipulation der französischen Medien und Justiz verurteilt. Die Unterzeichner – darunter Rechtsexperten, ehemalige Mandatsträger und Menschenrechtsaktivisten – begrüßten die Freilassung des französischen Geisels Olivier Grondeau, zeigten sich jedoch besorgt über Berichte, die darauf hindeuten, dass die Freilassung Teil eines größeren Komplotts gegen die demokratische Opposition im Iran gewesen sein könnte.
Sie äußerten sich besonders besorgt über die jüngsten diffamierenden Angriffe auf Maryam Rajavi , die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), und bezeichneten diese Bemühungen als Beschwichtigungstaktik, die darauf abzielt, Teheran zufriedenzustellen. Die Erklärung verurteilt die „schändliche Erpressung“ des iranischen Regimes aufs Schärfste und fordert ein Ende der Instrumentalisierung demokratischer Institutionen als Mittel zur Erlangung politischer Zugeständnisse.
Nachfolgend finden Sie eine übersetzte Version der gemeinsamen Erklärung:
Gemeinsame Erklärung französischer Politiker nach der Freilassung einer Geisel durch den Iran
Die Manipulation der Presse und des Justizsystems zur Beschwichtigung des Mullah-Regimes muss beendet werden
Wir begrüßen die Freilassung des Geisels Olivier Grondeau , die heute, Donnerstag, 20. März 2025, bekannt gegeben wurde. Wir freuen uns für ihn und seine Familie. Diese vom iranischen Regime provozierte Tortur hat für ihn endlich ein Ende. „Staatsgeiseln“ sind die neue Waffe dieser Tyrannei. Wir sind erleichtert, dass Olivier Grondeau nicht länger ungerechtfertigt und willkürlich inhaftiert ist, vergessen aber nicht seine beiden Zellengenossen Cécile Kohler und Jacques Paris sowie alle anderen europäischen Staatsgeiseln, die sich noch in Gefangenschaft befinden.
Darüber hinaus sind wir zutiefst besorgt über das, was wie ein Handel aussieht, dessen Ziel darin besteht, im Austausch für die Freilassung europäischer Geiseln einen gezielten Angriff und die Dämonisierung der demokratischen Opposition im Iran – des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI) – und seiner gewählten Präsidentin Maryam Rajavi zu fordern.
Je me réjouis de la libération Olivier Grondeau, retenu en Iran depuis octobre 2022. Cependant, la manière dont cette libération a été obtenue encourage le régime iranien à multiplier les prises d'otages. Depuis 1986, la Résistance iranienne est systématiquement ciblée pour…
Die jüngsten unbegründeten Anschuldigungen gegen Frau Rajavi, die in einigen französischen Medien veröffentlicht wurden, sind nichts weiter als wiederverwertete Erfindungen, die den Forderungen des iranischen Regimes gerecht werden sollen und einer persönlichen Verleumdungskampagne gleichkommen. Wir verurteilen diese schändliche Erpressung des iranischen Regimes aufs Schärfste. Wie die Erfahrung der Vergangenheit zeigt, wird sie nur weitere Geiselnahmen begünstigen.
Berichten zufolge wurden der Staatsanwaltschaft außerdem Vorwürfe wegen finanziellen Fehlverhaltens vorgelegt.
Diese offensichtliche Manipulation der Justiz und der Medien zu politischen Zwecken ist unethisch und gefährlich. Es ist zutiefst beunruhigend, dass, anstatt das iranische Regime für seine „Geiseldiplomatie“ und seine anhaltenden Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft zu ziehen, versucht wird, diejenigen zu untergraben, die für Demokratie und Freiheit im Iran eintreten.
Die Vorwürfe finanzieller Verfehlungen – die auf Falschinformationen des iranischen Regimes beruhten und Teheran beschwichtigen sollten – waren bereits Gegenstand einer zwölfjährigen (2002–2014) gerichtlichen Untersuchung , die von französischen Steuerzahlern finanziert wurde. Der Fall erwies sich als unbegründet, und der für seine Integrität und Kompetenz bekannte Untersuchungsrichter Marc Trévidic sprach schließlich eine endgültige Klageabweisung aus.
Wir kennen Frau Maryam Rajavi gut. Sie hat ihr Leben der Sache der Demokratie, Gleichheit und Menschenrechte gewidmet.
Je me réjouis également de la libération de l’otage #oliviergrondeau , mais ce qui est véritablement honteux, c’est cette mise en scène savamment orchestrée, où la presse est manipulée pour servir des marchandages politiques. Une manœuvre qui, après avoir accompli son rôle,… https://t.co/4iX0JIppAVpic.twitter.com/nLBBzriC0X
Jeder Versuch, sie durch haltlose Anschuldigungen zu diskreditieren, dient ausschließlich den Interessen eines Regimes, das für seine Unterdrückung und seinen Terrorismus bekannt ist.
Die Ereignisse der letzten Tage haben erneut gezeigt, dass solche Anschuldigungen gegen den NWRI und die PMOI ausschließlich darauf abzielen, sich beim iranischen Regime beliebt zu machen. Wir wenden uns entschieden gegen diese Diffamierungskampagne und fordern, dass demokratische Institutionen nicht mehr als Werkzeug für politische Zugeständnisse missbraucht werden.
Unterzeichner:
Dominique Attias– Rechtsanwalt, Vorstandsvorsitzender der Europäischen Anwaltskammer, ehemaliger Vizepräsident der Pariser Anwaltskammer
Ingrid Betancourt– Autorin, ehemalige Geisel, ehemalige kolumbianische Senatorin und Präsidentschaftskandidatin
Yves Bonnet– Ehemaliger Regionalpräfekt, ehemaliger Direktor des französischen Spionageabwehrdienstes (DST)
Jean-Pierre Brard– Präsident des Französischen Komitees für einen demokratischen Iran (CFID), ehemaliger Abgeordneter und Bürgermeister
Jean-François Legaret– Präsident der Stiftung für Nahoststudien (FEMO), ehemaliger Bürgermeister des 1. Arrondissements von Paris
Gilbert Mitterrand– Präsident der Danielle Mitterrand Foundation – France Libertés, ehemaliger Abgeordneter und Bürgermeister
Senator Giulio Terzi (unten rechts), Senator Marco Scurria (oben rechts), Senator Raffaele Speranzon (unten links), Senatorin Cinzia Pellegrino (unten Mitte), Abgeordneter Naike Gruppioni und Abgeordneter Emanuele Pozzolo (oben links)
Das italienische Komitee der Parlamentarier für einen freien Iran, das sich aus Senatoren und Abgeordneten verschiedener Parteien der italienischen Legislative zusammensetzt, hat die jüngste Diffamierungskampagne gegen Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), scharf verurteilt, wie französische Medien berichteten. In einer Erklärung vom 21. März 2025 verurteilte das Komitee die Verleumdung als Teil einer umfassenderen Strategie des Geheimdienstministeriums des iranischen Regimes, oppositionelle Stimmen im Ausland zum Schweigen zu bringen.
Die Abgeordneten äußerten sich besorgt über den verdächtigen Zeitpunkt des Angriffs, der kurz vor der Freilassung des französischen Geisels Olivier Grondeau erfolgte, und warnten vor dem gefährlichen Präzedenzfall, politische Zugeständnisse gegen Geiseln einzutauschen. Sie bekräftigten ihre uneingeschränkte Solidarität mit Frau Rajavi und bekräftigten ihre Unterstützung für ihren Zehn-Punkte-Plan für einen demokratischen Iran, der auf Freiheit, Gleichberechtigung der Geschlechter, Menschenrechten und einer säkularen Regierung basiert.
Unten folgt eine übersetzte Version der vollständigen Erklärung.
Gemeinsame Erklärung italienischer Parlamentsabgeordneter zur Freilassung einer französischen Geisel durch den Iran
Rom – 21. März 2025
Das Interparlamentarische Komitee für einen freien Iran, das Senatoren und Abgeordnete aus nahezu allen politischen Kräften des italienischen Parlaments vereint, verurteilt aufs Schärfste die Verleumdungskampagne, die vor kurzem in der französischen Presse gegen Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), gestartet wurde.
„Wir bringen unsere Empörung über die wiederholte Desinformations- und Hasskampagne gegen den iranischen Widerstand zum Ausdruck, der in den letzten Tagen erneut eine diffamierende Episode erlebt hat.
Am 18. März veröffentlichte die satirische Wochenzeitung Le Canard Enchaîné einen Bericht mit einer Reihe von Anschuldigungen gegen Maryam Rajavi – Anschuldigungen, die sich bereits vor über zehn Jahren als unbegründet erwiesen hatten.
Diese Vorgehensweise spiegelt eine gezielte Strategie des iranischen Geheimdienstes wider – das, wie wir uns erinnern, seit 2019 unter Sanktionen der Europäischen Union steht –, um abweichende Stimmen außerhalb der iranischen Grenzen zu diskreditieren.
Was unsere Besorgnis noch verstärkt, ist der verdächtige Zeitpunkt der Veröffentlichung, die nur wenige Tage vor der Freilassung des französischen Geisels Olivier Grondeau erfolgte.
Wir begrüßen seine Freilassung und schließen uns anderen Parlamenten in ganz Europa an, die ihre Empörung über einen weiteren Vorfall der brutalen „Geiseldiplomatie“ zum Ausdruck bringen, die im vergangenen Januar auch vom Europäischen Parlament angeprangert wurde.
Ein Fall unter vielen ist der des iranischen Diplomaten Assadollah Assadi, der vom Antwerpener Gericht wegen Terrorismus verurteilt wurde, weil er 2018 einen Anschlag auf eine Kundgebung des iranischen Widerstands geplant hatte, an der Zehntausende teilnahmen. Später wurde er im Rahmen eines Gefangenenaustauschs mit westlichen Geiseln freigelassen und im Iran mit den Ehren eines Nationalhelden empfangen.
Wir bekunden unsere uneingeschränkte Solidarität mit Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin des NWRI, und werden ihren „Zehn-Punkte-Plan für die Zukunft des Iran“ weiterhin unterstützen. Er basiert auf den Prinzipien von Freiheit, Demokratie, universellen Menschenrechten, Gleichberechtigung der Geschlechter und der Trennung von Religion und Staat. Dieser Plan bildet die Grundlage für die Werte und die Glaubwürdigkeit der iranischen Widerstandsbewegung.“
Unterzeichnet von:
Sen. Giulio Terzi (Präsident)
Sen. Marco Scurria
Sen. Raffaele Speranzon
Sen. Cinzia Pellegrino
MP Naike Gruppioni
MP Emanuele Pozzolo
Die kanadische Abgeordnete Judy Sgro hielt eine Rede zur Unterstützung des iranischen Volkes und seines organisierten Widerstands (NCRI/PMOI) unter der Führung von Frau Maryam Rajavi für eine freie, demokratische und atomwaffenfreie Republik Iran.
In einem scharf formulierten Brief an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron verurteilte die kanadische Parlamentsabgeordnete Judy A. Sgro die „Inszenierung von Justiz und Medien “, um das iranische Regime zu beschwichtigen. Sie begrüßte zwar die kürzlich erfolgte Freilassung zweier französischer Geiseln aus dem Iran, warnte aber, dass solche Zugeständnisse – insbesondere im Zusammenhang mit diffamierenden Angriffen auf den Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI) und seine gewählte Präsidentin Maryam Rajavi – Teherans anhaltende Strategie der Geiseldiplomatie und Repression nur bestärken.
Sie verurteilte die jüngsten in den französischen Medien veröffentlichten Vorwürfe als wiederverwertete Propaganda, die auf diskreditierten Behauptungen des iranischen Regimes basiere, und bekräftigte ihre langjährige Unterstützung für Rajavis demokratische Vision für den Iran. Sgro forderte ein sofortiges Ende des Missbrauchs demokratischer Institutionen für die Interessen einer „rücksichtslosen Diktatur“, wie sie es nannte.
Der vollständige Text der Erklärung von Abgeordneter Judy Sgro folgt unten.
In einer eindringlichen Erklärung vom 21. März 2025 verurteilte der britische Abgeordnete Bob Blackman, Präsident des Internationalen Komitees der Parlamentarier für einen demokratischen Iran (ICPDI) , die seiner Ansicht nach gefährliche Beschwichtigungspolitik gegenüber dem iranischen Regime. Blackman verurteilte die jüngsten diffamierenden Angriffe auf Maryam Rajavi , die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), als politisch motivierte Lügen im Zusammenhang mit Verhandlungen über die Freilassung der Geiseln.
Blackman nannte Beispiele wie die Verleumdungskampagne im Canard Enchaîné und frühere Gefangenenaustausche mit iranischen Terroristen und warnte, dass die gezielte Bekämpfung der iranischen Opposition die seit 46 Jahren verfolgte Strategie der Geiseldiplomatie und Repression des Regimes nur bestärke. Er bekräftigte seine Unterstützung für Rajavi und den NWRI und rief westliche Regierungen dazu auf, Zugeständnisse an ein Regime abzulehnen, das, wie er es formulierte, „von Erpressung und Lügen lebt“.
Der vollständige Text der Erklärung von Bob Blackman ist unten aufgeführt.