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Elf Hinrichtungen im Iran am 15. Dezember, darunter eine Frau und neun Belutschen, 20 Hinrichtungen am 11. und 12. Dezember

Lion and Sun11 Hinrichtungen, darunter eine Frau und 9 belutschische Landsleute, am Sonntag, dem 15. Dezember; 20 Hinrichtungen am 11. und 12. Dezember

Maryam Rajavi: Geschäfte, Verhandlungen und Beziehungen mit dem Paten der Hinrichtungen, des Terrors und der Kriegstreiberei in der heutigen Welt müssen beendet werden.

Ali Khamenei, der alternde „Kopf der Schlange“des Regimes, fürchtet sich vor einem Volksaufstand – besonders nach dem Sturz des syrischen Diktators – und lässt jeden Tag mehr Gefangene an den Galgen schicken.

Heute, am Sonntag, dem 15. Dezember, wurden in Yazd und Zahedan elf Gefangene, darunter eine Frau, gehängt. Diese Gefangenen sind: zwei Brüder, Mohammad Ali und Reza Kharkouhi, Abdolbaset Toutazehi, Ne’matollah Toutazehi, Abdolnaser Toutazehi, Salah Rahimi, eine weibliche Gefangene in Yazd, Mohammad Wazir Roudini, Alireza Golbacheh, Elyas Tardast (22 Jahre alt) und Yaqub Barahouei in Zahedan. Am Samstag, dem 14. Dezember, wurde Scheich Hassan Ebrahimi in Malayer gehängt und Hossein Kolivand in Arak hingerichtet.

Am Donnerstag, dem 12. Dezember, wurden drei Gefangene – Gholamali Roustai, Kheirollah Amiri und Farzad Khorrami – in Shiraz hingerichtet. Außerdem wurden drei Gefangene – Abdolkarim Shokati Teimouri, Mohammad Shah Achakzehi (22 Jahre) und Rahim Achakzehi (24 Jahre) – in Mashhad hingerichtet, und Majid Esmaeili wurde in Isfahan hingerichtet. Zuvor waren am Donnerstag, dem 11. Dezember, 13 Gefangene hingerichtet worden.

Frau Maryam Rajavi , die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), erklärte, dass der Kreislauf von Blutvergießen und Tod unter dem iranischen Regime unvermindert anhalte, Schweigen und Untätigkeit angesichts der beispiellosen Hinrichtungswelle im Iran jedoch eine Schande seien. Abkommen, Verhandlungen und Beziehungen mit dem Regime der Hinrichtungen, des Terrors und der Kriegstreiberei müssten beendet werden. Irans grausame Gefängnisse mit ihren täglichen Hinrichtungen seien das Gegenstück zum Schlachthaus des Saydnaya-Gefängnisses in Damaskus.

Sie fügte hinzu, dass Gefangene, insbesondere unsere belutschischen Landsleute, unter dem Vorwand von Drogendelikten gruppenweise an den Galgen geschickt würden, während die Revolutionsgarden (IRGC) – die größten Drogenhändler nicht nur im Iran, sondern in der ganzen Region, insbesondere in Syrien – nun der Aufmerksamkeit der Welt ausgesetzt seien.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
15. Dezember 2024

Ouest-France: Prominente französische Persönlichkeiten rufen Macron zum Ende des Schweigen zu den Hinrichtungen im Iran auf

In einem eindringlichen Point de Vue (Standpunkt), der am 10. Dezember 2024 von Ouest-France, einem der führenden französischen Medienunternehmen, veröffentlicht wurde, forderten zehn prominente französische Persönlichkeiten Präsident Emmanuel Macron auf, ein Ende der eskalierenden Hinrichtungen im Iran zu fordern, die sie als „Schandfleck der Zeitgeschichte“ bezeichnen.

Die Erklärung hebt die alarmierende Zahl der Hinrichtungen hervor – 850 seit Anfang 2024, die höchste Zahl pro Kopf weltweit. Die Autoren betonten, diese Zahlen spiegelten „zerstörte Leben und Helden wider, deren Namen für immer eingraviert bleiben werden“. Sie bezogen sich insbesondere auf das Schicksal von sechs kürzlich verurteilten Personen, darunter Mohammad Taghavi und Abolhassan Montazer, die wegen ihrer Verbindung zur Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) inhaftiert wurden.

Die Unterzeichner warfen dem iranischen Regime vor, die Todesstrafe anzuwenden, um abweichende Meinungen zu unterdrücken und an der Macht zu bleiben. „Diese Urteile offenbaren die Verzweiflung des Regimes, das sich bewusst ist, dass der Widerstand im Inland trotz Verfolgung und Desinformation wächst“, heißt es in dem Appell.

Der Brief kritisiert außerdem die fehlende globale Reaktion auf Teherans Brutalität und fordert dringendes internationales Handeln: „Das Regime fürchtet die internationale Meinung. Frankreich, als Land der Menschenrechte und der Abschaffung der Todesstrafe, kann nicht stiller Zuschauer bleiben.“

Angesichts der harten Repressalien, die Irans Oppositionsaktivisten und Minderheiten, darunter Belutschen und Kurden, ausgesetzt sind, betont der Appell, dass Frankreich eine führende Rolle bei der Druckausübung auf den Iran übernehmen muss. Die Unterzeichner forderten Macron auf, Schritte einzuleiten, um iranische Vertreter vor die internationale Justiz zu bringen, und wiederholten damit die Empfehlungen des jüngsten UN-Menschenrechtsberichts.

Ihr Appell endet mit einem Aufruf zur Solidarität: „Freiheit und Menschenwürde dürfen nicht auf dem Altar der Interessen geopfert werden. Frankreich muss eine klare Botschaft senden: Die Ära der Straflosigkeit für Menschenrechtsverletzungen ist vorbei.“
Die kraftvolle Erklärung, die wenige Tage vor dem Internationalen Tag der Menschenrechte veröffentlicht wurde, spiegelt die wachsende Besorgnis über Teherans eskalierende Repression wider und fordert Frankreich auf, seine Außenpolitik an seinen Grundwerten der Gerechtigkeit und der Menschenrechte auszurichten.

Stadtrat von Cueno verabschiedet Resolution gegen die Todesstrafe im Iran

Am 27. November 2024 verabschiedete der Stadtrat von Cuneo, Italien, einstimmig eine Resolution zur Verurteilung der Todesstrafe im Iran. Die von verschiedenen politischen Gruppen unterstützte Resolution verdeutlicht die eskalierende Zahl von Hinrichtungen im Land, wobei allein im Jahr 2023 über 850 Hinrichtungen gemeldet wurden. Der Rat betonte, dass der Iran unter seinem derzeitigen Regime seine gewaltsame Unterdrückung seiner eigenen Bevölkerung, darunter Frauen, Kinder und politische Gegner, fortsetzt.
In der Erklärung wurde auf die alarmierende Häufigkeit von Hinrichtungen im Iran hingewiesen, insbesondere unter der derzeitigen Regierung, welche die Anwendung der Todesstrafe verschärft hat. In der Erklärung wurde insbesondere auf die Hinrichtung politischer Gefangener verwiesen, darunter mehrere Dissidenten und Aktivisten, von denen viele bei Protesten im Jahr 2022 festgenommen wurden.

Die Stadt Cuneo, die seit langem für ihre Unterstützung des iranischen Widerstands bekannt ist, bekräftigte ihre Solidarität mit dem iranischen Volk in seinem Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit. Der Rat brachte seine Entschlossenheit zum Ausdruck, sich weiterhin weltweit gegen die Todesstrafe zu stellen und Initiativen zur Beendigung solcher Praktiken im Iran zu unterstützen.
Die vom Stadtrat von Cuneo angenommene Resolution fordert die Abschaffung der Todesstrafe im Iran und verurteilt die anhaltenden Hinrichtungen des iranischen Regimes. Die Resolution betont die Notwendigkeit internationaler Maßnahmen zur Beendigung dieser Menschenrechtsverletzungen und unterstützt die Bemühungen, das iranische Regime zur Rechenschaft zu ziehen.
Hier die Erklärung im Originalwortlaut:

Mit diesem Plan kann auch im Iran ein Regimewechsel gelingen

Von Maryam Rajavi, erschienen in WELT – 20. Dez. 2024

Der Sturz von Assad in Syrien hat die herrschenden Mullahs in Teheran geschwächt. Jetzt ist der geeignete Zeitpunkt, um den Widerstand gegen das Regime zu organisieren, meint unsere Gastautorin, die Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran.

Der Sturz von Baschar al-Assad, dem wichtigsten Verbündeten der Mullahs, der zusammen mit seinem Vater in den letzten 54 Jahren zahlreiche Verbrechen gegen das syrische Volk und die Region begangen hat, bedeutet einen strategischen und verheerenden Schlag für das iranische Regime.

Terrorexport, Einmischung in die Region und Kriegsführung – neben der Unterdrückung im Inland – bilden seit 1979 die Grundpfeiler der herrschenden Theokratie im Iran. Syrien war das Rückgrat des Regimes in der Region. Insbesondere seit 2003 verband es die Revolutionsgarden (IRGC) über Land mit dem Mittelmeer, dem Libanon und seiner zentralen Stellvertreterkraft, der Hisbollah.

Daher investierte das Mullah-Regime zwischen 2012 und 2020 mindestens 50 Milliarden Dollar in Syrien. Tausende IRGC-Kämpfer, darunter Dutzende hochrangige Kommandeure, kamen beim Versuch, Assad an der Macht zu halten, ums Leben. Diese Strategie ist nun vollständig gescheitert, und das iranische Regime befindet sich sowohl national als auch regional in seiner verwundbarsten Position seit Jahrzehnten.

Diese Katastrophe ereilt das Regime zu einer Zeit, in der die iranische Gesellschaft unruhiger ist denn je, und das Regime versucht, mit einer beispiellosen Hinrichtungswelle die Kontrolle zu bewahren. Es gab mehr als 600 Hinrichtungen in weniger als fünf Monaten seit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Pezeshkian.

Die Faktoren, die in den letzten sechs Jahren zu vier landesweiten Aufständen und Tausenden kleinerer Proteste führten, haben sich verschärft: eine kollabierende Wirtschaft, außer Kontrolle geratene Inflation, weitverbreitete Arbeitslosigkeit, institutionelle Korruption und insbesondere die Unterdrückung von Frauen.

Während die iranische Gesellschaft auf den nächsten Funken für einen weiteren Aufstand wartet, sendet der Sturz Assads eine klare Botschaft an die rebellische Jugend und das Volk: Die herrschenden Mullahs und ihre Revolutionsgarden sind stark geschwächt und verwundbar. Die bis an die Zähne bewaffneten Truppen Assads und Zehntausende Kämpfer der Quds-Einheit sind innerhalb von elf Tagen wie Schnee in der Sommersonne geschmolzen. Die Täuschung des Regimes, ein starkes und stabiles Bild von sich zu vermitteln, wurde weiter entlarvt.

Die Herrscher in Teheran stehen nun an einem Scheideweg: Rückzug vom Terrorexport, der Kriegsführung und der Entwicklung von Atomwaffen – oder die Fortsetzung der Konfrontation mit der internationalen Gemeinschaft. Der erste Weg führt unweigerlich zum Zusammenbruch und Sturz des Regimes. Es wird bis zu seinem letzten Tag von Unterdrückung, Hinrichtungen, Terrorismus und Kriegsführung nicht ablassen.
Internationale Bemühungen, die Mullahs dazu zu bringen, diese Politik aufzugeben, werden wie in den letzten drei Jahrzehnten auf Täuschung und Erpressung stoßen. Nach dem Sturz des syrischen Diktators wird das Mullah-Regime sein Atomwaffenprogramm intensivieren, um das verlorene Gleichgewicht wiederherzustellen.

Während Sanktionen und internationaler Druck unerlässlich sind, liegt der Schlüssel zur Lösung der Iran-Frage in einem iranischen Ansatz. Die Voraussetzungen für diesen Wandel sind gegeben: ein organisierter Widerstand mit Tausenden erfahrenen Mitgliedern, eine Alternative mit breiter sozialer Unterstützung und internationaler Anerkennung, ein bekanntes politisches Programm und eine praktische Roadmap für den Regimewechsel sowie den Aufbau einer freien und demokratischen Gesellschaft. Die äußerst unzufriedenen und wütenden Menschen – mit ihren Widerstandszellen, die den Kern der Freiheitsarmee bilden – sind die treibende Kraft des Wandels im Iran.

Der Weg zu einem freien Iran

Nach dem Sturz des Regimes würde gemäß dem Programm des Nationalen Widerstandsrates Iran eine Übergangsregierung für maximal sechs Monate gebildet, deren Hauptaufgabe die Durchführung freier und fairer Wahlen für eine verfassungsgebende Versammlung wäre.

Danach würde die Macht an die Vertreter des Volkes in dieser Versammlung übertragen. Sie würden für maximal zwei Jahre eine neue Übergangsregierung zur Ausarbeitung der Verfassung der neuen Republik wählen. Die Existenz einer demokratischen Alternative lässt keinen Raum für Chaos.

Ein freier Iran wird sich auf Wahlurnen als einziges Kriterium für Legitimität stützen, die Freiheit und die Gleichberechtigung der Frauen betonen, die Autonomie der ethnischen Gruppen fördern, die Gleichstellung von Schiiten, Sunniten und anderen Religionen gewährleisten und die Trennung von Religion und Staat sicherstellen. Zudem wird sich ein freier Iran für Frieden im Nahen Osten einsetzen und ein atomwaffenfreies Land anstreben.

Ein zentraler Aspekt der Rolle der EU besteht darin, einerseits das Recht des iranischen Volkes und seines Widerstands auf den Sturz des Regimes anzuerkennen und andererseits das iranische Regime ernsthaft und mit konkreten Maßnahmen für die Unterdrückung des eigenen Volkes, seinen Terrorismus, seine Kriegstreiberei sowie seine Programme zur Entwicklung von Atomwaffen und Raketen zur Rechenschaft zu ziehen. Diese Politik dient dem Frieden und der Stabilität in der Region und der Welt und positioniert Europa an der Seite des iranischen Volkes und seines Strebens nach Freiheit.

Maryam Rajavi ist die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article254917674/Iran-Mit-diesem-Plan-kann-auch-in-Teheran-ein-Regimewechsel-gelingen.html?icid=search.product.onsitesearch 

71. UN Resolution zur Verurteilung der Menschenrechtsverletzungen im Iran verabschiedet

                       Annahme der 71. Resolution der Vereinten Nationen in der GeLion and Sunneralversammlung zur Verurteilung schwerer Menschenrechtsverletzungen im Iran

Maryam Rajavi begrüßte die Resolution und erklärte, die zunehmenden Menschenrechtsverletzungen und die Missachtung der Resolutionen der Vereinten Nationen durch das Regime unterstreichen die Notwendigkeit, den Fall an den Sicherheitsrat zu verweisen und die Führer des Regimes vor Gericht zu stellen.

Heute, am 17. Dezember 2024, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen ihre 71. Resolution verabschiedet, in der sie die weit verbreiteten und systematischen Menschenrechtsverletzungen durch das herrschende Regime im Iran verurteilt. Die Resolution wurde mit 80 Ja- und 27 Nein-Stimmen angenommen. Sie verurteilt aufs Schärfste den hemmungslosen und unrechtmäßigen Einsatz der Todesstrafe, willkürliche Verhaftungen, Folter, die Unterdrückung friedlicher Proteste und die schwere Diskriminierung von Frauen, ethnischen und religiösen Minderheiten und sogar Minderjährigen. Die Resolution beschreibt diese Maßnahmen als Instrumente politischer Unterdrückung und fordert das Regime auf, diese Hinrichtungen – von denen viele auf der Grundlage erzwungener Geständnisse ohne faire Gerichtsverfahren vollstreckt werden – sofort einzustellen und alle Todesurteile auszusetzen.
Die Resolution drückt ihre Besorgnis über die beklagenswerten Bedingungen in iranischen Gefängnissen aus, einschließlich der absichtlichen Einschränkung des Zugangs der Gefangenen zu medizinischer Versorgung, sauberem Trinkwasser und Kontakt zu ihren Familien, die manchmal nur im Austausch gegen erzwungene Geständnisse oder unter anderen Formen des Drucks gewährt werden. Sie verurteilt außerdem entschieden die Anwendung sexueller und geschlechtsbezogener Gewalt gegen Gefangene, die einen eklatanten Verstoß gegen internationales Recht darstellt, und fordert das Regime auf, diese unmenschlichen Praktiken unverzüglich einzustellen.
Die Resolution prangert auch die schwere und gezielte Unterdrückung von Frauen und Mädchen im Iran an und betont, dass solche Gesetze internationalen Standards und grundlegenden Menschenrechtsprinzipien zuwiderlaufen.

Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI), begrüßte die Annahme dieser Resolution und betonte, dass das Dokument nur einen kleinen Teil der umfangreichen Verbrechen des Regimes wiedergibt. Sie fügte hinzu, dass das iranische Regime durch exzessive Hinrichtungen und brutale Unterdrückung versucht, öffentliche Proteste zu verhindern. Am 30. November verurteilte die Justiz des Regimes sechs politische Gefangene wegen Mitgliedschaft in der Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) zum Tode. Darüber hinaus wurden in den letzten Monaten vier weitere wegen ähnlicher Anklagen zum Tode verurteilt.
Sie fügte hinzu, dass seit der Amtseinführung des neuen Präsidenten des Regimes etwa 625 Gefangene, darunter 22 Frauen, hingerichtet wurden. Massoud Pezeshkian hat diese brutalen Hinrichtungen persönlich und öffentlich verteidigt.
Frau Rajavi erklärte weiterhin, dass die eskalierenden Menschenrechtsverletzungen im Iran und die Missachtung der UN-Resolutionen durch das Regime die Weiterleitung der Verbrechen des Regimes an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen noch dringlicher machen. Ali Khamenei und andere Regimeführer müssen für vier Jahrzehnte Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord vor Gericht gestellt werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
17. Dezember 2024

Kanadische Abgeordnete Judy Sgro ruft zu dringenden Maßnahmen gegen iranische Todesurteile auf

In einem Brief vom 5. Dezember 2024 forderte Judy Sgro, Mitglied des kanadischen Parlaments, den Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Turk, auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um sechs politische Gefangene im Iran zu retten, die zum Tode verurteilt wurden. Abolhassan Montazer, Pouya Ghobadi, Vahid Bani-Amrian, Babak Alipour, Ali Akbar Daneshvarkar und Mohammad Taghavi wurden von der iranischen Justiz in einem „Scheinprozess“, wie Sgro es nannte, zur Hinrichtung verurteilt.
Die Abgeordnete Sgro betonte die düstere Bilanz des Iran als weltweit größter Hinrichtungsstaat pro Kopf und äußerte ihre tiefe Besorgnis über den jüngsten Anstieg der Hinrichtungen. Sie bezeichnete die Bestrafung als „eine Form der Rache an einer unruhigen Bevölkerung, die ihre Grundrechte wahrnehmen will“. Sie betonte ferner die Notwendigkeit einer internationalen Rechenschaftspflicht der iranischen Führung und verwies auf weit verbreitete interne Repressionen und die grassierende Anwendung der Todesstrafe.
Die ehemalige kanadische Ministerin forderte die UNO auf, sofort einzugreifen, um das Leben dieser politischen Gefangenen zu retten und die Freilassung aller politischen Gefangenen im Iran zu gewährleisten. Sie betonte, dass diese Eskalation der Hinrichtungen den Versuch des iranischen Regimes unterstreiche, Andersdenkende vor dem Internationalen Tag der Menschenrechte zum Schweigen zu bringen.

Den vollständigen Text des Briefes der Abgeordneten Judy Sgro finden sie unten:

Schweizer Komitee fordert Aktionen zum Ende der Hinrichtungen von politischen Gefangenen im Iran

Das Schweizer Komitee für Demokratie und Säkularismus im Iran hat am 6. Dezember 2024 einen Brief an internationale Institutionen, darunter das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte, herausgegeben, in dem es seine tiefe Besorgnis über die Todesurteile gegen sechs politische Gefangene im Iran zum Ausdruck bringt.
Das Komitee hob die ungerechte Behandlung und die schweren Bedingungen hervor, denen die Gefangenen ausgesetzt sind, darunter langwierige Verhöre, Folter und haltlose Anschuldigungen der Verbindung zur Organisation der Volksmojahein Iran (PMOI/MEK). Der Brief unterstrich den schlimmen Gesundheitszustand der Gefangenen und bezeichnete ihre Verurteilung als eklatanten Verstoß gegen internationale Menschenrechtsstandards.
Das Komitee forderte die Vereinten Nationen, die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten auf, rasch zu handeln, um die Todesurteile aufzuheben und die sofortige Freilassung aller

politischen Gefangenen im Iran sicherzustellen. Die Schweizer Gesetzgeber betonten, dass ein Versäumnis, zu handeln, das Leben der Gefangenen gefährden und das internationale Vertrauen in Menschenrechtsinstitutionen untergraben würde.
Den vollständigen Text des Briefes des Schweizer Komitees finden sie unten:

Stilllegungen in 23 iranischen Provinzen aufgrund von Treibstoffmangel, Stromausfällen und Umweltverschmutzung

 

ٰLion and SunVٰٰٰollständiger Shutdown in 23 Provinzen und Teilschließungen in anderen Gebieten aufgrund von Treibstoffmangel, Stromausfällen und Luftverschmutzung

Maryam Rajavi: Das Mullah-Regime verschleudert den Reichtum des Landes durch Plünderung, Unterdrückung, Krieg und Atomprojekte. Und obwohl es über riesige Öl- und Gasreserven verfügt, kann es weder Elektrizität noch Treibstoffe bereitstellen. Durch die Verwendung der schlechtesten Treibstoffe hat es schwere Luftverschmutzung verursacht, die zahllose Opfer fordert.

Die Schließung von Schulen und Büros aufgrund von Luftverschmutzung, extremer Kälte und Treibstoffknappheit, die in einigen Städten vor einigen Tagen begann, breitete sich am Montag, dem 16. Dezember 2024, landesweit aus. Behörden und Einrichtungen in Teheran und 22 andere Provinzen wurden vollständig geschlossen, während sie in anderen Provinzen teilweise geschlossen wurden.
Der stellvertretende Gouverneur von Teheran erklärte: „Angesichts des anhaltenden kalten Wetters werden alle Schulen, Universitäten, Büros und Banken in der Provinz am Montag, dem 16. Dezember, geschlossen sein“ (IRNA, 15. Dezember).
Rastegar, der Vorsitzende der Teheraner Gildenkammer, kündigte an: „Große Geschäfte, die nicht lebensnotwendige Waren verkaufen, müssen schließen, und nur Geschäfte, die Grundbedürfnisse anbieten, bleiben geöffnet … Wenn solche Geschäfte, einschließlich Haushaltsgerätemärkte, ihren Betrieb wieder aufnehmen, werden sie geschlossen“ (Tasnim News, 16. Dezember).
„Das anti-iranische Regime der Mullahs plündert den Reichtum der Nation aus oder verschwendet ihn durch Repression, Krieg und anti-nationale Atom- und Raketenprojekte.“, sagte Frau Rajavi zu der Situation im Iran. Sie fügte hinzu: „Obwohl das Regime über riesige Öl- und Gasreserven verfügt, kann es nicht einmal die Grundversorgung mit Strom und Treibstoff sicherstellen. Seine Abhängigkeit von den schlechtesten Brennstoffen hat zu extremer Luftverschmutzung geführt und viele Opfer gefordert. Solange dieser religiöse Faschismus an der Macht ist, werden Armut, Inflation, Arbeitslosigkeit, Luftverschmutzung und Strom- und Treibstoffknappheit täglich schlimmer werden. Die wachsenden und zahlreichen Probleme des Iran können nur durch den Sturz dieses Regimes und die Errichtung von Demokratie und Volkssouveränität gelöst werden.“
Zuvor hatten staatliche Medien angekündigt, dass es am Donnerstag, dem 12. Dezember 2024, in Großstädten, insbesondere in Teheran, zu Stromausfällen gekommen ist (ISNA, 12. Dezember).
Am Donnerstag, dem 12. Dezember, hielt die Luftverschmutzung in Teheran, Täbris, Maschhad, Arak und Alborz den dritten Tag in Folge an, was in einigen Städten zur Schließung von Schulen, Universitäten und Büros führte (Asr Iran, 11. Dezember).
Jamalian, ein Abgeordneter des Regimes aus Arak, erklärte: „Die Umweltorganisation bestätigt die durch die Masut-Verschmutzung verursachten Schäden und das Gesundheitsministerium gibt zu, dass in Arak jährlich durchschnittlich 661 Menschen an den Folgen von Schadstoffen sterben.“
Er fügte hinzu: „Der erneute Befehl, Masut zu verbrennen, war medizinischen Erkenntnissen zufolge ein Befehl, Menschen zu töten“ (Javan Online und Tabnak, 14. Dezember).
Der Druck durch Stromausfälle und Lockdowns in den Provinzen betrifft vor allem Arbeiter, Hilfsarbeiter und kleine Ladenbesitzer, die nach dem Verlust ihrer Arbeit nicht mehr in der Lage sind, ihre grundlegenden Lebensbedürfnisse zu decken.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
16. Dezember 2024

Iran: Landesweite Proteste aufgrund von Stromausfällen und wirtschaftlichen Sorgen

Am 16. Dezember kam es im ganzen Iran zu Protesten, bei denen Arbeiter, Rentner und Industrielle ihren Unmut über Stromausfälle, verspätete Lohnzahlungen und unzureichende Renten zum Ausdruck brachten. Aus Teheran, Isfahan, Schiras, Borujerd und anderen Städten wurden Demonstrationen gemeldet, welche die zunehmende Frustration über den Umgang der Regierung mit wirtschaftlichen Herausforderungen und wesentlichen Dienstleistungen widerspiegeln.
In der Hauptstadt blockierten Bewohner der Industriestädte Saba, Golgoon und Arvin die Autobahn Teheran-Saveh, indem sie Reifen anzündeten, um gegen die anhaltenden Stromausfälle zu protestieren, die ihre Lebensgrundlagen stark beeinträchtigt haben. Die Demonstranten warnten, dass die anhaltende Nachlässigkeit der Behörden sie an den Rand des Abgrunds gebracht habe und viele Industrien und Unternehmen vor dem finanziellen Ruin stünden.

Bei einer separaten Kundgebung protestierten Schweißer der Teheraner Ölraffinerie gegen vier Monate verspätete Lohnzahlungen. Die Demonstranten forderten sofortige Zahlungen und Reformen, um weitere Verzögerungen zu verhindern. Rentner der Sozialversicherungsorganisation versammelten sich auch vor deren Hauptsitz in Teheran, um Korruption, schlechte Lebensbedingungen und unzureichende Renten anzuprangern. Die Demonstranten skandierten Slogans, in denen sie die Regierung dafür verurteilten, dass sie ihre sich verschärfenden finanziellen Probleme nicht bewältigt.

In Schiras im Süden des Iran protestierten Rentner der iranischen Telekommunikationsgesellschaft (TCI) vor dem Hauptsitz des Unternehmens und forderten Rentenerhöhungen und die Lösung langjähriger Missstände. Die Demonstranten warfen dem Regime Misswirtschaft und Vernachlässigung ihrer Grundbedürfnisse vor. Zu den Slogans gehörte: „Das Exekutivbüro des Imam [Setad Ejraei] hat uns unsere Rechte gestohlen.“

In Borujerd im Westen des Iran setzten Rentner aus der Telekommunikationsbranche ihre Proteste gegen das Versagen der Regierung bei der Umsetzung von Rentenreformen und der Verbesserung ihrer schlechten Lebensbedingungen fort. Demonstranten hielten Transparente mit Aufschriften wie „Ein umsatzstarkes Unternehmen – was ist aus dir geworden?“ und „Die Umsetzung von Vorschriften ist unser unbestreitbares Recht.“

Stromausfälle haben die Spannungen im ganzen Iran verschärft. Weitere Proteste wurden aus Isfahan und Nassim Shahr (südlich von Teheran) gemeldet. Unternehmer in Industriegebieten haben ihre Besorgnis über steigende Verluste aufgrund von Stromausfällen geäußert, wobei einige Industrien vorübergehend schließen mussten. Berichte aus Isfahan zeigten, dass ein lokaler Unternehmer öffentlich gegen Stromausfälle protestierte und die Auswirkungen auf Handel und Produktion hervorhob.

Unterdessen erschossen Sicherheitskräfte am 15. Dezember in Javanrud, Provinz Kermanshah, den 20-jährigen Soheib Ahmadi im Viertel Baba Jani. Ahmadi wurde von drei Kugeln in Kopf und Nacken getroffen, was zu seinem sofortigen Tod führte. Sein Leichnam wurde anschließend in das Hazrat Rasoul Krankenhaus überführt. Dieser Vorfall hat die Empörung über das gewaltsame Vorgehen des Regimes gegen Dissidenten weiter angeheizt.

Diese Proteste sind die jüngsten in einer Reihe von Demonstrationen, welche den wachsende Unmut im ganzen Land unterstreichen. Da Stromausfälle die wirtschaftlichen Herausforderungen verschärfen, äußern verschiedene Sektoren, von Rentnern bis zu Industriearbeitern, ihre Unzufriedenheit mit der Politik des Regimes. Die Proteste spiegeln den wachsenden Druck auf die Regierung wider, das systemische Missmanagement anzugehen, welches das Vertrauen der Öffentlichkeit weiterhin untergräbt.

Rebellische Aktion als Antwort auf die Welle der brutalen Hinrichtungen im Iran

Mutiger Angriff auf den IRGC
Mutiger Angriff auf den IRGC

Mutiger Angriff auf den IRGC-Industriekomplex in Homayounshahr, Isfahan, die Repressionsbasis in Ahvaz und die IRGC-Basidsch in Teheran

Als Reaktion auf die Welle brutaler Hinrichtungen von Gefangenen (596 Hinrichtungen während der Präsidentschaft von Masoud Pezeshkian) griffen rebellische Jugendliche den IRGC-Industriekomplex in Homayounshahr und Isfahan sowie ein Repressions-, Seminar- und Spionagezentrum in Ahvaz und eine IRGC-Basidsch Basis an der Imam Ali Autobahn in Teheran an.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
14. Dezember 2024