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Ausbreitung der Studentenproteste, Streiks der Lehrer und Markthändler am 19. Tag des landesweiten Volksaufstandes

I

Verfasst vom Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Am 19. Tag des iranischen landesweiten Volksaufstandes gingen am Dienstag in Teheran und in verschiedenen Städten im ganzen Land Proteste und Streiks weiter, besonders unter den Studenten.
In mehreren Schulen in der Hauptstadt Teheran protestierten Schüler und riefen: „Tod dem Diktator!“ Die Studenten in Karadsch westlich von Teheran skandierten: „Ich werden jeden töten, der meine Schwester getötet hat!“, „Collegestudenten müssen aus dem Gefängnis freigelassen werden!“ und „Tod den Basidsch!“, was sich auf die paramilitärischen Truppen der Revolutionsgarden (IRGC) bezieht.

Studenten in Shiraz, einer Stadt im südlichen Zentrum des Iran, gingen auf die Straße und riefen: „Dieses Jahr ist ein Jahr des Opfers. Seyyed Ali (Khamenei) wird gestürzt werden!“, „Schande über euch!“ und „Basidsch, haut ab!“.

Studentinnen in Saqqez, einer Stadt im West-Iran, protestierten und riefen: „Habt keine Angst, wir sind alle zusammen!“ und „Tod dem Diktator!“. Einige von ihnen wurden verhaftet.

In Marivan, auch im Westen des Iran gelegen, schlossen sich Studenten dem landesweiten Aufstand an und demonstrierten auf den Straßen und die Menschen äußerten ihre Solidarität mit ihnen, indem sie in den Autos hupten. In Maschhad, einer Stadt im Nordostiran protestierten Schülerinnen der High School und riefen „Die Mullahs müssen abhauen!“.

Lehrer an den High Schools in Städten der Provinz Kurdistan wie Sanandadsch und Saqqez traten in den Streik für die Freilassung ihrer inhaftierten Kollegen,

Heute gingen die Demonstrationen und Proteste an vielen Universitäten des Landes weiter. Die Studenten der Khajeh Nasir Universität in Teheran protestierten und riefen: „Die Iraner werden sterben, aber sie werden keine Erniedrigung hinnehmen!“.

Studenten an der Teheraner Universitätsfakultät für Management protestierten und riefen: „Wenn wir nicht zusammenstehen, werden wir einer nach dem anderen enden!“. Und Studenten der Meli Universität protestierten und riefen: „Basidsch ist ein Lügner!“.

Auch an der Imam Reza Universität in Maschhad setzten die Studenten ihre Proteste fort und bezeugten lautstark ihre Solidarität mit den Studenten der Sharif Universität. Studenten der Firdosi Universität hielten eine Protestversammlung ab, auf der sie skandierten: „Gerechtigkeit-Freiheit-Hidschab als Option!“.

Die Medizinstudenten der Gilan Universität in Rasht protestierten und trugen Schilder, auf denen unter anderem stand: „Freiheit ist unser Recht!“ und „Collegestudenten müssen aus dem Gefängnis freigelassen werden!“. Sie hatten auch Flugblätter, auf denen stand: „Ambulanzen sind für den Transport von Patienten!“, was sich darauf bezieht, dass die Behörden des Regimes Ambulanzen für den Transport von Unterdrückungstruppen zum Vorgehen gegen Protestierer und zu deren Verhaftung und zum Töten benutzten.

Im Bestreben, die Angehörigen von Studenten einzuschüchtern und Streiks und Proteste der letzteren zu verhindern, haben Sicherheitsagenten des Regimes in den Universitäten Aufrufe an die Angehörigen gemacht und ihnen gedroht, sie sollten die Aktivitäten ihrer Kinder stoppen.
Nach dem Töten von Betenden am letzten Freitag in Zahedan, einer Stadt im Südosten des Iran, wurden viele Läden geschlossen und sie sind immer noch im Streik.
Besitzer von Läden an der Taleghani Straße in der Stadt Isfahan im Zentraliran gingen in den Streik und schlossen ihre Geschäfte.

Bauern in Khorasgan, einer Stadt in der Provinz Isfahan, schlossen sich heute dem landesweiten Aufstand an und gingen auf die Straße. „Raisi ist ein Lügner! Wo ist unser Zayandeh Rud?“ waren ihre Rufe, was sich auf den örtlichen Fluss Zayandeh Rud bezieht, der ausgetrocknet ist. Außerdem skandierten sie: „Mit Gottes Hilfe ist der Sieg nahe! Nieder mit dieser betrügerischen Regierung!“.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
4. Oktober 2022

 

Iran: Universitätsstudenten im ganzen Iran solidarisieren sich mit den Studenten der Sharif-Universität


Studenten skandieren: “Von Sharif bis Kurdistan, Studenten sind im Gefängnis”, “Der inhaftierten Studierenden müssen freigelassen werden”

Am 18. Tag des landesweiten Aufstands und nach der heldenhaften Konfrontation der Studenten der Sharif University of Technology mit den Unterdrückungskräften des Regimes veranstalteten Dutzende von Universitäten in Teheran und Städten im ganzen Iran am Montag, dem 3. Oktober, Proteste zur Unterstützung der Sharif University of Technology und des landesweiten Aufstands und skandierten “Tod dem Diktator!”

Zu den Universitäten, an denen Proteste stattfanden, gehören die Universität Teheran, die Universität für Wissenschaft und Technologie, die Meli-Universität, Tarbiat Modares Teheran, Khajeh Nasir Teheran, Amir Kabir, die Azad-Universität Teheran, Ferdowsi Mashhad, die Azad-Universität Mashhad, die Sajjad-Industrie-Universität Mashhad, die Universität Urmia, die Universität Qom, Ardabil Universität, Pars Abad Ardabil Universität, Semnan Universität, Isfahan Universität, Isfahan Industrie Universität, Najaf Abad Universität Isfahan, Kurdistan Universität, Razi Kermanshah, Kermanshah Veterinärmedizin, Universität für natürliche Ressourcen, Birjand Universität, Khorasgan Azad Universität und Sanandaj Universität für medizinische Wissenschaften.

Die Studenten der Universität Teheran skandierten: “Haydar, Haydar, ist dein Slogan; das Verbrechen zu begehen ist deine Ehre.” Die Studenten der Meli-Universität skandierten: “Hossein, Hossein ist euer Slogan; das Volk zu töten ist euer Auftrag.” Die Studenten der Tarbiat Modares-Universität in Teheran protestierten seit heute Morgen und skandierten: “Die inhaftierten Studenten müssen freigelassen werden.” Außerdem skandierten sie: “Freiheit ist unser Recht, Scharif ist unser Codename” und “Iran ist eine Kriegsfront geworden; bist du ein Feind oder ein Landsmann?”.

Die Studenten der Khajeh Nasir Toosi Universität brachten ihre Wut und Abscheu über den gestrigen Angriff auf wehrlose Studenten durch die Staatssicherheitskräfte (SSF) und die Spezialeinheiten zur Bekämpfung von Ausschreitungen zum Ausdruck und skandierten “Tod den Mullahs!” und “Schande über unsere entehrte Polizei!”

Studenten der Isfahan University of Science skandierten: “Hossein, Hossein, wo bist du; Yazid ist Mitglied des IRGC geworden!”, in Mashhad betonten Studenten der Ferdowsi University ihre Entschlossenheit, den Aufstand bis zum Sturz der Mullah-Diktatur fortzusetzen, und änderten: “Dies ist kein Protest mehr, es ist der Beginn einer Revolution!” Sie brachten auch ihre Solidarität mit den Studenten der Sharif-Universität zum Ausdruck und skandierten: “Sharif ist in Blut getränkt!”.

Studierende der Universität Shiraz skandierten: “Ihr habt die Sharifis getötet und sagt uns, wir sollen den Mund halten!”. In Täbris kam es zu Zusammenstößen zwischen Studenten und der Polizei, die das Feuer auf sie eröffnete. Medizinstudenten in Kurdistan skandierten: “Von Sharif bis Kurdistan, Studenten sind in Gefängnissen!”. In den Universitäten von Yazd, Zanjan und Urmia protestierten die Studenten trotz der starken Präsenz von Sicherheitskräften und skandierten: “Der inhaftierte Student muss freigelassen werden!”.

Letzte Nacht, in der 17. Nacht des Aufstands, waren Dutzende von Gebieten in Teheran, darunter Sattarkhan, Teheranpars, Shariati, der Imam-Hossein-Platz in Richtung Teymouri, Piroozi, Valiasr, Resalat, die Sadr-Autobahn, die Niayesh-Autobahn und der Keshavarz-Boulevard Schauplatz von nächtlichen Demonstrationen und Zusammenstößen mit den Unterdrückungskräften. Gleichzeitig waren viele Städte, darunter Isfahan, Karaj, Arak, Sanandaj, Mashhad und einige Städte in den Provinzen Sistan und Belutschistan, Schauplätze von Demonstrationen und Auseinandersetzungen zwischen rebellischen Jugendlichen und den Unterdrückungskräften.

Neben den Universitäten demonstrierten in vielen Städten auch Gymnasiasten gegen das Regime und unterstützten den landesweiten Aufstand im Iran. In Shiraz zum Beispiel skandierten Gymnasiasten “Tod dem Diktator” und “Mullahs müssen verschwinden”. In Mehrshahr in der Provinz Alborz, westlich von Teheran, skandierten Gymnasiastinnen “Tod dem Diktator!”.

Zu den heutigen Protesten von Universitätsstudenten im ganzen Land sagte Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI), dass nach der mutigen Konfrontation der Studenten der Sharif-Universität mit den Kräften des Regimes Studenten im ganzen Iran zur Unterstützung der Sharif-Universität gegen das kriminelle klerikale Regime protestierten und sich dessen Herrschaft widersetzten. Einigkeit und der fortgesetzte Kampf der mutigen Studenten ist der Schlüssel zum Sieg, fügte sie hinzu.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
3. Oktober 2022

Irans Revolution wird von Frauen angeführt


Die landesweiten Proteste im Iran gehen trotz der harten Niederschlagung durch das Regime weiter. Abgesehen von der Tapferkeit der Menschen verblüfft jeden Beobachter die Rolle, die die am meisten unterdrückten Bürger Irans bei diesem Aufstand spielen: die Frauen.

Ausgelöst durch den brutalen und tragischen Mord an der 22-jährigen Mahsa Amini durch die Sittenpolizei des Regimes, zeigt die neue Welle des Widerspruchs im Iran den nationalen Willen, ein korruptes und frauenfeindliches System zu stürzen, das den Iranern nichts als Elend gebracht hat.

Von der iranischen Oppositionspartei der Volksmojahedin (MEK/PMOI) beschafftes Filmmaterial zeigt mutige junge Frauen, die sich den brutalen, unterdrückerischen Kräften entgegenstellen und sie zurückdrängen. Ein Video aus Shiraz zeigt ein Mädchen auf einem Auto, das die Menge anfeuert, “Tod dem Diktator” zu skandieren.

Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass diese Tapferkeit nicht aus dem Stegreif kommt. Die Rolle der iranischen Frauen zeigt ein großes Potenzial, das das Regime nicht unterdrücken kann.

Seit der Machtübernahme im Jahr 1979 hat die herrschende Theokratie die iranischen Frauen ins Visier genommen, da ihr gesellschaftlicher Fortschritt in krassem Gegensatz zur mittelalterlichen Herrschaft und dem rückständigen Denken der Mullahs stand. Ein Jahr nach der Revolution von 1979 schrieb der Gründer des Regimes, Ruhollah Khomeini, das Tragen des Hidschabs vor.

Schon bald begannen Khomeinis Schläger, Frauen zu schikanieren, indem sie ihnen Säure ins Gesicht spritzten oder sie mit Messern angriffen. Hassan Rouhani, der spätere Präsident des Regimes, räumte ein, dass er der erste Beamte war, der Frauen in allen mit der Armee verbundenen Ämtern zum Tragen des Hidschabs zwang. Rouhani, der später von den Apologeten des Regimes als “gemäßigt” dargestellt wurde, hielt an seinen so genannten “gemäßigten” Ansichten gegenüber Frauen fest, indem er innerhalb von acht Jahren über 150 von ihnen hängen ließ.

1979 verurteilte die einzige progressive muslimische Oppositionsgruppe im Iran, Volksmojahedin (PMOI/MEK), die Zwangsverschleierung. Die MEK-Anhängerinnen, die freiwillig ein Kopftuch trugen, standen in den ersten Tagen nach der Revolution an vorderster Front der Proteste und verteidigten das Recht ihrer „Schwestern“, ihre Kleidung frei zu wählen. Zehntausende von mutigen MEK-Anhängerinnen wurden in den 1980er Jahren hingerichtet und bildeten die meisten Märtyrer, die für einen freien Iran gefallen sind.

Die Pflicht zur Verschleierung ist nur eines von vielen frauenfeindlichen Gesetzen, die das klerikale Regime im Iran erlassen hat. Die Verfassung des Regimes sieht die Rechte der Frau als halb so groß an wie die des Mannes, erlaubt Polygamie, ermöglicht grausame Ehrenmorde und verhindert, dass Frauen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können.

Nach Artikel 942 des iranischen Zivilgesetzbuchs können Männer mehrere Ehefrauen haben, sowohl auf Dauer als auch vorübergehend. Diesem Artikel zufolge erben Männer doppelt so viel wie Frauen. “Im Falle mehrerer Ehefrauen wird ein Viertel oder ein Achtel des Erbes, das an die Ehefrau geht, zu gleichen Teilen unter ihnen aufgeteilt.”

In anderen Artikeln des Gesetzbuchs werden Frauen als Sexsklaven der Männer dargestellt. So muss beispielsweise ein neunjähriges Mädchen, das mit Erlaubnis ihres Vaters zwangsverheiratet wird, überall dort leben, wo ihr “Ehemann” es wünscht, und darf ohne seine Erlaubnis weder das Haus verlassen noch arbeiten gehen oder reisen.

In Artikel 1041 heißt es: “Eine Eheschließung vor der Pubertät ist angemessen, wenn der Vormund sie erlaubt, sofern die Interessen des betreuten Mädchens berücksichtigt werden.” Darüber hinaus wird in einer Anmerkung zu Artikel 1210 das Alter der Reife und der rechtlichen Verantwortlichkeit für Mädchen auf neun Jahre festgelegt. Diese Maßnahme setzt die Mädchen einem Höchstmaß an sozialer und rechtlicher Verwundbarkeit aus.

Grundsatz 2 der Verfassung des Regimes unterstreicht die “Würde, den hohen Wert und die Freiheit des Menschen in Verbindung mit der Verantwortung vor Gott, die durch die ständige Auslegung durch die Rechtsgelehrten aktualisiert wird”. In Grundsatz 10 dieser mittelalterlichen Verfassung heißt es: “Da die Familie die grundlegende Einheit der islamischen Gesellschaft ist, müssen alle Gesetze, Vorschriften und einschlägigen Planungen darauf ausgerichtet sein, die Familienbildung zu erleichtern, ihre Heiligkeit zu schützen und ihre Beziehungen auf der Grundlage islamischer Rechte und Ethik zu festigen.”

Diese frauenfeindlichen Gesetze erleichtern die grausamen “Ehrenmorde” im Iran. Die Welt war schockiert, als sie die Aufnahmen eines Mannes sah, der im Februar am helllichten Tag in der Provinz Khuzestan seine Frau enthauptet hatte. Das Opfer, die 17-jährige Mona Heydari, war das jüngste Opfer von Ehrenmorden im Iran unter dem frauenfeindlichen Regime. Jährlich werden durchschnittlich 375 bis 450 Ehrenmorde registriert. Anstatt die Mörder zu bestrafen, lässt die Verfassung des Regimes den Ehemann oder Vater, der dieses abscheuliche Verbrechen begangen hat, ungestraft davonkommen.

Nach Artikel 382 des islamischen Strafgesetzbuchs wird ein muslimischer Mann, der vorsätzlich eine Frau ermordet, nicht mit einer Geldstrafe belegt (wie es der Grundsatz der Vergeltung vorsieht), es sei denn, die Eltern des Opfers zahlen die Hälfte des Blutgeldes des Mannes an seine Eltern. Wenn hingegen eine Frau einen Mann tötet, selbst wenn dies in Notwehr geschieht, kann sie auf Antrag der Eltern des Opfers hingerichtet werden.

Frauen, die Kraft des Wandels

Trotz der institutionalisierten Frauenfeindlichkeit des Regimes haben die iranischen Frauen nicht kapituliert. Die iranische Opposition, die MEK und ihr Dachverband, der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI), werden von mutigen Frauen geführt, die alles aufgegeben haben, was ihnen lieb und teuer war, um einen grundlegenden Wandel im Iran herbeizuführen.

Seit den 1980er Jahren haben die Frauen des iranischen Widerstands ihr Potenzial unter Beweis gestellt, die Bewegung gegen die herrschende Theokratie im Iran anzuführen. Das Regime setzte die mutigen MEK-Anhängerinnen verschiedenen Arten von Schikanen und unmenschlichen Folterungen aus. Während des Massakers von 1988 wurden fast alle MEK-Anhängerinnen hingerichtet. Aber sie gingen mit geballten Fäusten und unter rebellischen Gesängen zum Galgen.

Bei den jüngsten Protesten im Iran haben die Frauen ihre Stärke und ihre Führungsrolle unter Beweis gestellt und die Schwäche des Regimes entlarvt. Diese Frauen haben die Demonstrationen gegen das herrschende frauenfeindliche Regime organisiert und angeführt.

Aus diesem Grund hat der iranische Widerstand immer wieder auf die Notwendigkeit hingewiesen, Frauen zu befähigen, ihre Rolle nicht nur im heutigen Kampf, sondern auch in einem freien und demokratischen Iran zu spielen.

In seinem Plan für die Rechte und die Freiheit der Frauen legt der iranische Widerstand fest, dass die individuellen Freiheiten der Frauen, einschließlich der Glaubens-, Religions-, Arbeits- und Reisefreiheit sowie der freien Wahl der Kleidung, unabdingbare Voraussetzungen sind.

Diesem Plan zufolge werden im Iran von morgen alle Formen des Zwangs gegen Frauen in Familienangelegenheiten, Polygamie, physische, sexuelle und psychische Gewalt sowie alle Formen der sexuellen Ausbeutung von Frauen und alles, was das reaktionäre und patriarchalische Regime den iranischen Frauen auferlegt haben, verschwunden sein.

In ihrer Rede am 21. Juni 1996 in London hob Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des NWRI, das große Potenzial der iranischen Frauen hervor. Sie betonte, dass zur Überraschung des Regimes die Frauen der herrschenden Misogynie “den Todesstoß” versetzen und ihre unterdrückerische Herrschaft hinwegfegen werden.

“Ich betone noch einmal, dass die Frauen, die vor Ihnen die Geschichte und den Schmerz der geschlechtsspezifischen Diskriminierung erlitten haben, und die Kinder, Männer und Frauen der Zukunft auf Sie blicken werden. Ihr seid diejenigen, die unsere Geschichte in ein goldenes Zeitalter der Gleichheit, des Friedens, der Demokratie und der Entwicklung führen werdet”, sagte Frau Rajavi.

“Der Sieg liegt vor euch, er gehört euch und wartet auf euch. Ja, die Unterdrückten (Frauen) von heute sind die Siegerinnen von morgen. Ihre Stimmen werden auf ewig widerhallen.”

So ist es nicht verwunderlich, dass Mahsa Aminis Name zum Symbol dessen wird, was viele für die Revolution des iranischen Volkes halten. Die iranischen Frauen haben für ihren Widerstand mit Blut bezahlt. Aber sie färben auch die Zukunft mit ihrem Blut. Die iranischen Frauen sind die Wegbereiterinnen im Freiheitskampf des Landes. Aragon, der berühmte französische Dichter, schrieb einmal: “Die Frauen sind die Zukunft der Menschen.” Die iranischen Frauen sind die wahre Verkörperung dieser einen großartigen Prophezeiung.

Die iranischen Frauen kämpfen nicht nur für die Freiheit des Einzelnen; sie symbolisieren die Notlage der Nation und ihren Kampf gegen die herrschende Theokratie. Und wie Frau Rajavi sagte, sind sie eine Kraft des Wandels.

Aufstand der Studenten der Teheraner Sharif Universität und ihr Widerstand gegen die Angriffe der Repressionskräfte

 

Verfasst vom Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

Iran Proteste-Nr. 32

Frau  Maryam Rajavi: Eilt den Studenten zu Hilfe; Solidarität ist der Schlüssel  für den Sieg über ihre Ränke

Am Abend des Sonntag, des 2. Oktober 2022, haben die Unterdrückungskräfte des Kleriker Regimes aus Furcht vor den Protesten der Studenten die Sharif Universität für Technologie in Teheran umzingelt, das Feuer eröffnet und mehrere Studenten verletzt und viele andere verhaftet. Jedoch setzten sich die Studenten mit bemerkenswertem Widerstand zur Wehr.

Zuvor waren viele Teheraner zur Sharif Universität geeilt. Die unterdrückerischen Kräfte, darunter Sondereinheiten gegen Aufruhr,. Staatssicherheitskräfte (SSF) und Agenten in Zivil wollten der Menge nicht erlauben, sich der Universität zu nähern; aber die Menschen sind dennoch den Studenten zu Hilfe geeilt und riefen „Schande über euch! Schande über Euch!“ und „Lasst die Studenten frei!“. Die Unterdrückungskräfte schossen mit Tränengas auf die protestierenden Menschen.

Frau Maryam Rajavi forderte die Jugend von Teheran auf, den Studenten der Sharif Universität zu helfen und erklärte: „Lasst sie nicht allein; Solidarität ist der Schlüssel, um ihre Ränke zu besiegen“.

Zur gleichen Zeit deuten Meldungen darauf hin, dass in anderen Teilen von Teheran, so unter anderem auf der Shariati Straße,  die Aufstände weitergehen. Auf der Shariati Schnellstraße und in der U-Bahn-Station stellten sich Jugendliche den Unterdrückungskräften entgegen und riefen: „Tod dem Diktator!“ Die kriminellen Agenten der Spezialeinheit gegen Aufruhr und die Zivilen versuchten, die Menschen mit Schrotflinten zu zerstreuen. Auch im Teymouri Bezirk der iranischen Hauptstadt gingen die Menschen auf die Straße und versperrten die Durchfahrt.

Ferner stellten sich die Protestierer den Unterdrückungskräften auf dem Valiasr und dem Pirusi Boulevard und in vielen anderen Bezirken von Teheran in den Weg.

In Isfahan protestierten die Menschen von Zainabieh und Dschogabad und zündeten Feuer an und blockierten die Straßen; die Unterdrückungskräfte wagten es nicht, sich dem Gebiet zu nähern, Ferner gab es in Zahedan und Umgebung einen heftigen Konflikt zwischen den Menschen und den Unterdrückungskräften.

Sekretariat des  Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

  1. Oktober 2022

Die Proteste im Iran und die zunehmende Entschlossenheit der Menschen: Wie wird die Welt reagieren?


Verfasst von Mehdi Oghbai
3. Oktober 2022
Im ganzen Iran erheben sich Proteste. Ausgelöst durch den Tod einer jungen Frau in den Fängen der Moralpolizei des Regimes, verwandelten sich die Demonstrationen schnell in etwas, was viele Beobachter als die iranische Revolution betrachten. Die Iraner haben ihren blanken Willen zum Sturz des Regimes gezeigt. Aber was werden Antwort und Reaktion der Welt sein?
Die Straßen überall im Iran sind Augenzeugen eines wachsenden Zorns und zugleich eines Hochgefühls der Menschen. Die Vielfalt der Protestierenden spiegelt ihren gemeinsamen Wunsch nach einem Regimewechsel wieder.

In seiner Reaktion auf die wachsende Welle der Opposition überall im Iran hat das Kleriker Regime seine Zuflucht bei brutaler Repression durch die Entsendung von Anti-Aufruhr- und anderen bewaffneten Kräften in verschiedene Städte genommen. Meldungen und Videos, in deren Besitz die iranische Opposition gelangt ist, zeigen, dass die Sicherheitskräfte das Feuer auf unbewaffnete Zivilisten eröffnet haben.

Am 2. Oktober sind die Sicherheitskräfte in die Sharif Universität für Technologie eingedrungen. Videos lassen erkennen, dass die repressiven Trupps scharfe Munition benutzt und mit Knüppeln auf protestierende Studenten eingeschlagen haben.

Laut den staatlichen Medien wurden Dutzende der Protestierer, die das Regime als „Rädelsführer“ bezeichnet hat, verhaftet und ins Evin Gefängnis und auf eine Militärbasis im Afsarieh Bezirk gebracht.

Am Freitag, dem 1. Oktober, haben Angehörige des IRGC das Feuer auf Betende in Zahedan in der Provinz Sistan und Belutschistan eröffnet und Dutzende getötet und Hunderte verletzt.

Erkenntnissen der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK), zufolge wurden bisher mehr als 400 Protestierer von der herrschenden Theokratie getötet.

Trotz des heftigen Vorgehens setzen die iranischen Protestierer ihren Aufstand fort. Ihr Geist ist nicht zu brechen und ihre Hingabe für die Befreiung ihres Landes ist eisern. Sie haben alle Angst verloren. Jede Kugel, die die Schufte des Regimes abfeuern, trägt zur Entschlossenheit der Protestierenden bei.

An die Stelle eines jeden Märtyrers, der fällt, tritt ein anderer mutiger Protestierer. Iranische Frauen und Jugendliche, die die Proteste anführen, haben mit ihrer Tapferkeit eine moderne Legende geschaffen und das Regime kann nichts gegen sie ausrichten.

Die Standfestigkeit des iranischen Volkes, besonders die Ausdauer iranischer Frauen, hat eine beispiellose internationale Solidarität ausgelöst. Bekannte Politiker, Abgeordnete, Regierungen und sogar Schauspieler und Sänger haben die Tapferkeit des iranischen Volkes gepriesen und die Gräueltaten des Regimes verurteilt.

Aber je mehr Zeit vergeht, desto dringlicher wird es, dass die Weltgemeinschaft ihre Unterstützung der bedeutenden iranischen Proteste auf die nächste Stufe hebt.

Der Iran steht an der Schwelle zur Revolution ganz wie die antimonarchische Revolution von 1979.

Anders als das Regime des Schahs, das unter internationalem Druck und dem Aufstand der Menschen nachgab, kennt das Kleriker Regime keine Grenzen bei der Gewaltanwendung, wenn es um den Machterhalt geht.

Die neuesten Filmaufnahmen, die zeigen, wie die Repressionskräfte Protestierende töten, und die steigende Zahl der Opfer bezeugen das.

Laut der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat das iranische Volk ein Recht auf legitime Selbstverteidigung gegen die ungezügelte Gewalt des Regimes. Den Iranern steht auch das Recht auf Selbstbestimmung zu und sie haben deshalb das Recht, ihre Zukunft frei zu wählen.

Als es den syrischen Aufstand gab, folgten Tausende von internationalen Verurteilungen. Aber die Führer der Welt waren nicht in der Lage zu handeln, als es notwendig gewesen wäre, das Blutvergießen Bashar al-Assads zu stoppen. Dasselbe passierte 2009, als die US-Administration sich gegenüber dem Aufstand des iranischen Volkes blind stellte.

Die Untätigkeit der Weltgemeinschaft hat die autoritären Regimes nur darin bestärkt, straflos Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen.

Jetzt haben die Iraner und ihr organisierter Widerstand gezeigt, dass sie nicht mehr zurückweichen von ihrem Anspruch, ein freies Land zu haben. Der Ball liegt nun auf der Seite der internationalen Gemeinschaft. Werden sie da auf der richtigen Seite der Geschichte stehen und ihren moralischen und rechtlichen Verpflichtungen nachkommen oder werden sie nur dabei stehen und mit ihren Verurteilungen fortfahren?

 

Iran: Am 17. Tag des landesweiten Aufstandes protestieren und demonstrieren Studenten an Dutzenden Universitäten in verschiedenen Städten

Iran Protest-Nr. 31

Am Sonntag, dem 2. Oktober 2022, dem 17. Tag des landesweiten Aufstands im Iran, führten Universitätsstudenten den zweiten Tag in Folge Demonstrationen und Streiks durch und wiederholten die Forderung des iranischen Volkes nach dem Sturz des klerikalen Regimes.

Demonstrationen und Proteste fanden an vielen Universitäten statt, darunter an der Universität Teheran, der Shahr Qods Azad Universität, der Farhang Universität von Teheran, der Bahonar Universität von Teheran, der Khajeh Nasir Universität für elektrische- und Computerwissenschaften, der Tarbiat Modarres Teheran, der Sohank Branch Azad Universität und der Isfahan Universität, der Najafabad Universität in Isfahan, der Ferdowsi Universität von Mashhad, der Razi Universität von Kermanshah, der Täbris Universität, der Kashan Universität für medizinische Wissenschaften, der Schiras Universität, der Zanjan Universität und der Babolsar Universität.

Die Studenten skandierten: „Teheran ist zu einem Internierungslager geworden“, „Inhaftierte Studenten sollten freigelassen werden“, „Mashhad, Zahedan, ich habe mein Leben für den Iran geopfert“, „Stolze Studenten, Unterstützung, Unterstützung.“ Studenten der Eslamshahr Azad Universität riefen die Einwohner der Stadt auf, sich zu erheben und skandierten: „Edle-Mitbürger, unterstützen, unterstützen.“ Die Studenten der Razi- Universität von Kermanshah betonten die Fortsetzung des Aufstands bis zum Sturz der Mullahs und skandierten: „Wir werden jeden Tag kommen, glaube nicht, dass es nur heute ist.“

Gleichzeitig fanden in vielen Städten des Iran Demonstrationen und Proteste statt. In Teheran, in der Lalezar-Straße, kamen die Kaufleute auf die Straße und skandierten: „Die Mullahs müssen verschwinden.“ In Schiras protestierten die Menschen und stellten sich den Unterdrückungskräften.

In Isfahan protestierten die Menschen, indem sie Reifen verbrannten und auf der Moshir al-Doula-Straße mit Unterdrückungskräften zusammenstießen. In der Industriestadt Isfahan in Shapur versperrten die Demonstranten den Unterdrückungskräften den Weg und riefen: „Stolze Iraner, unterstützt, unterstützt.“

Gestern brach der landesweite Aufstand des iranischen Volkes in mindestens 48 Universitäten in verschiedenen Städten des Iran und Demonstrationen in 35 Städten aus. Kaufleute und Händler in 30 Städten und Lkw-Fahrer in mehreren Städten traten in den Streik.

In Isfahan attackierten Jugendliche vier paramilitärische Basidsch-Agenten, die eine Frau mit einem Fahrzeug überfahren hatten. In Mashhad wehrten sich die Demonstranten trotz anhaltender Schüsse und des Einsatzes von Tränengas durch die Unterdrückungskräfte und zwangen sie zum Rückzug. In den meisten Städten blockierten die Jugendlichen die Verkehrswege der Unterdrückungskräfte und hinderten sie daran, sich den Demonstranten zu nähern.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
2. Oktober 2022

Iran: Am 16. Tag des landesweiten Aufstands: Proteste in Dutzenden von Städten und an über 45 Universitäten

Am Samstag, dem 1. Oktober 2022, dem 16. Tag des landesweiten Aufstands des iranischen Volkes, kam es neben den Studentenprotesten an den Universitäten im ganzen Land und den Protesten in Dutzenden von Bezirken in Teheran in vielen Städten des Irans zu Zusammenstößen mit den Unterdrückungskräften des Regimes.

In Birjand setzte eine große Menschenmenge ihre Proteste fort, obwohl die Unterdrückungskräfte den ganzen Tag über immer wieder auf sie eindrangen.

In Täbris planten die Unterdrückungskräfte, die Studenten zu verhaften, indem sie die Universität umzingelten und ihr Tor schlossen. Doch junge Menschen und Familien von Studenten versammelten sich um die Universität.

Die Studenten durchbrachen das Tor der Universität und schlossen sich der Menge draußen an, wodurch sie die Belagerung durch die Staatssicherheitskräfte durchbrachen und den Protest in die Stadt trugen.

In Zahedan setzte sich die Auseinandersetzung von Jugendlichen mit den Repressionskräften fort. In Chorramabad stellten sich die Menschen den paramilitärischen Basidsch-Einheiten entgegen, die auf die Demonstranten schossen. Die rebellischen Jugendlichen stellten sich den Basidsch-Agenten entgegen und zwangen sie zur Flucht.

In Gohardasht, Karadsch, kam es den ganzen Tag über zu Konflikten, Verfolgungsjagden und regierungsfeindlichen Demonstrationen, und viele Stunden lang skandierten die Jugendlichen: “Hütet euch vor dem Tag, an dem wir zu den Waffen greifen.”

In Qazvin skandierten die Demonstranten “Tod für Khamenei” und setzten Überwachungskameras zur Identifizierung von Demonstranten in Brand. In Rasht kam es den ganzen Tag über zu Demonstrationen und zu Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften.

In Arak war die Jahanpanah-Straße Schauplatz einer Demonstration, bei der “Tod dem Diktator” skandiert wurde. In Mahabad wurde die Auseinandersetzung mit den Repressionskräften unter den Rufen “Tod dem Diktator” bis spät in die Nacht fortgesetzt.

In Isfahan attackierten rebellische Demonstrierende einen Basidsch-Agenten, der die Demonstranten angegriffen hatte. In Täbris wurde zudem ein junger Mann befreit, der von den Repressionskräften verhaftet worden war.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
2. Oktober 2022

Der landesweite Aufstand geht weiter und in den 13. Tag, Ausbreitung auf 163 Städte


Iran-Proteste-Nr. 22
Die Fortsetzung der Streiks und Proteste in 62 Universitäten im ganzen Iran
Am Mittwoch, dem 28. September, ist trotz der Sicherheitskordons und des Aufmarschs einer Horde von Revolutionsgarden (IRGC), Staatssicherheitskräften (SSF) und Agenten der Nachrichtendienste auf der Szene die landesweite Erhebung des iranischen Volkes weitergegangen und in den 13. Tag eingetreten.

Teheran und verschiedene Städte, darunter Shiras, Susangerd, Ahwas, Isfahan, Ghom, Sabsevar, Bandar Abbas, Yasd, Maschhad, Nadschaf Abad, Desful, Sanandadsch, Kerman, Mallard und Gohardasht Karadsch, waren Schauplätze von Demonstrationen und Zusammenstößen zwischen den einfachen Menschen und Jugendlichen mit den unterdrückerischen Kräften.
Demonstrationen und Kollisionen sind in mehreren Bezirken von Teheran, wie Sattar Khan, Narmak, Ferdous Gharb, Sazman Barnameh, Vahidiya, Saei Park, Sadeghieh, Keshavarz Boulevard, Azadi, Naziabad, Khaniabad, Nezamabad, Chitgar, Valendschak, Marzdaran Bezirk, Imam Hossein Platz und Darabad zu sehen gewesen.

Am Imam Hossein Platz wurde eine Basis der paramilitärischen Basidsch, die eine bedeutende Rolle bei der Unterdrückung und Tötung von Protestierenden spielte, in Brand gesetzt.
Am Mittwoch haben um 10:00 Uhr abends Jugendliche das Gebäude der Gefängnisorganisation am Dschouriki Boulevard in Saadat Abad in Teheran angegriffen. In diesem Zentrum werden Todesurteile und Folter gegen die verhängt, die bei dem Aufstand verhaftet worden sind.
In Khani Abad und Nazi Abad haben die unterdrückerischen Kräfte das Feuer auf die Menschen eröffnet. Sogleich sind viele junge Motorradfahrer aus den umgebenden Bezirken zur Hilfe herbeigeeilt. In den Bezirken Marzdaran, Valendschak, Chitgar und Shahrek Farhangian stimmten die Menschen auf den Dächern „Tod dem Diktator” und „Tod für Khamenei” an, während Gewehrschüsse zu hören waren. In Valiasr herrschte praktisch ein Kriegsrecht; eine Gruppe vom IRGC wurde alle hundert Meter aufgestellt und zwei Kontrollpunkte wurden in dem Bezirk eingerichtet.

In Maschhad, waren die Ahmedabad, Kodsch Talab, Dschalal Al Ahmed Straße und die Tabarsi Distrikte Schauplätze des Aufstands der Leute und von Zusammenstößen mit den Unterdrückungskräften des Regimes, in den Gebieten Tabarsi und Talab kam es zu Kollisionen zwischen den Menschen und den Unterdrückungskräften.

In Nadschafabad in Isfahan hat sich um 7:30 abends Ortszeit eine große Zahl von Menschen auf dem Mirdamad Platz und im Nationalgarten versammelt, wo es zu harten Auseinandersetzungen zwischen einfachen Leuten und dem IRGC kam. Wegen des Widerstands und der Ausdauer konnten die Sicherheitskräfte der Proteste nicht Herr werden.
In Gohardasht, Karadsch, eröffnete das IRGC das Feuer auf die Menschen, die das mit dem Werfen von Steinen beantworteten. Auch in Mallard eröffneten die Unterdrückungskräfte das Feuer auf die Menschen. Jugendliche setzten das Fahrzeug eines Agenten des Nachrichtendienstes in Brand.
Auch in Ghom, Sanbil Abad, Safia, Amini und Bayat fanden Demonstrationen statt. Die Menschen bestraften einen Agenten, der die Leute angegriffen hatte, und setzten sein Motorrad in Brand.
In Yasd sind die Menschen sehr heftig mit dem IRGC aneinandergeraten, das das Feuer auf sie eröffnete, wobei viele verletzt wurden. Die Jugendlichen bestraften einen Agenten der Kriminalpolizei.
In Desful gab es in dem Ort Modarres einen Zusammenstoß zwischen Jugendlichen und den Unterdrückungskräften. Die SSF eröffneten das Feuer und verschiedene Demonstranten wurden verwundet.
Am Mittwoch protestierten die Studenten der Universitäten in Isfahan, Shiras und Kashan und skandierten „Der Student wird sterben, aber er wird niemals eine Erniedrigung hinnehmen“ und „Die inhaftierten Studenten müssen freikommen“. In Sabsevar demonstrierten die Studenten der Hakim Sabsevari Universität und riefen: „Geehrter Professor, unterstützt, unterstützt!“. In Rasht verbrannten Studenten ein Banner mit dem Abbild von Khamenei.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), erklärte, die Frauen und jungen Leute blieben trotz der brutalen Repression aufsässig und forderten das Regime in seiner Gänze heraus. Ihre Sprüche „Tod dem Diktator“ hallen im Iran wider und rufen zum Ende der Herrschaft Khameneis auf.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
29. September 2022

 

Die Namen von 13 weiteren Märtyrern des Aufstands im Iran


Iran Proteste-Nr. 23
Die Erhebung breitet sich auf 164 Städte aus, 300 Märtyrer und 15 000 Verhaftungen wurden in 13 Tagen gezählt
Die Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) hat die Namen von 13 weiteren Märtyrern beim Aufstand des iranischen Volkes gegen den religiösen Faschismus, der im Iran herrscht, veröffentlicht. Die Namen noch weiterer Märtyrer werden nach genauer Überprüfung veröffentlicht.

Die Zahl der Märtyrer beim landesweiten Aufstand, der sich auf 164 Städte ausgedehnt hat, geht über die 300 und die Zahl der verhafteten Protestierer übersteigt die 15 000.

Frau Maryam Rajavi ehrte die Märtyrer beim Aufstand des iranischen Volkes und erklärte, dass der religiöse Faschismus, der im Iran herrscht, vergeblich versucht, die Flammen des Zorns der Menschen zu ersticken, indem er sie unterdrückt und tötet: das Blut der Märtyrer stärkt ihre Entschlossenheit zu der Erhebung und Revolte.

Frau Rajavi forderte sofortiges Handeln der Vereinten Nationen und ihrer Mitgliedstaaten, um das Abschlachten der Demonstranten zu stoppen, und es müsse eine internationale Delegation gebildet werden, um über die Märtyrer und Inhaftierten bei der Erhebung Ermittlungen anzustellen.

Die Namen der weiteren 13 Märtyrer sind:
R Name Stadt Date of martyrdom
1 Sasan Bagheri Razvanshahr September 20, 2022
2 Alireza Fathi Sanfar September 21, 2022
3 Mahsa Mogoie Foulad Shahr September 21, 2022
4 Mohammad Fallah Amol September 21, 2022
5 Sayed Sina Mousavi Amol September 21, 2022
6 Fardin Bakhtiari Sanandadsch September 21, 2022
7 Mohammad Reza Eskandari Pakdasht Varamin September 22, 2022
8 Parsa Reza Doust (17 Jahre alt) Hashtgerd September 20, 2022
9 Hamid Fouladvand Pakdasht September 20, 2022
10 Seyyed Abbas MirMousoi Langroud September 20, 2022
11 Mohammad Jameh Bozorg Karadsch September 20, 2022
12 Sarina Esmailzadeh Karadsch September 20, 2022
13 Samad Bargieniya Piranshahr September 20, 2022

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
29. September 2022

 

EU Abgeordneter Jan Zahradil unterstützt in einem Interview mit Iran NTV die Iran – Proteste

MEP Jan Zahradil Supports Iran’s Protests in Interview with Iran NTV
EU Abgeordneter Jan Zahradil unterstützt bei einem Interview mit Iran NTV die Iran – Proteste
Die landesweiten Proteste im Iran nehmen weiter zu. Nach 13 Tagen der Demonstrationen hat das iranische Volk erneut seinen Wunsch nach einem Regimewechsel durch Proteste bekundet. Trotz des harten Vorgehens des Regimes bei anhaltenden Protesten wächst die internationale Unterstützung für die Proteste des Iran.

In diesem Zusammenhang drückte der Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Jan Zahradil aus der Tschechischen Republik, seine uneingeschränkte Unterstützung für das iranische Volk und seine Proteste aus und beleuchtete gleichzeitig die Verpflichtung der Europäischen Union in Bezug auf den aktuellen Aufstand. Hier sein Interview mit dem iranischen oppositionellen Satellitensender Iran NTV (Simaye Azadi):

Frage: Herr Zahradil, seit dem Tag, an dem im Iran ein neuer Aufstand gegen das Regime ausbrach, sind zwölf Tage vergangen und vor drei Tagen hat die EU eine Erklärung dazu abgegeben. Es war am Sonntag, glaube ich. Was ist danach auf europäischer Seite zu erwarten? Erwarten Sie, dass der Rat für Auswärtige Angelegenheiten diesbezüglich entschiedene Maßnahmen ergreift?

Herr Zahradil: Ja, es stimmt, dass es schon einige Beschlüsse gegeben hat, einige Erklärungen von europäischer Seite, die aus europäischen Institutionen stammen. Ich glaube, dass diesen Erklärungen Taten folgen sollten, insbesondere auf der Ebene des Rates der EU. Es gibt einen EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs nächste Woche in Prag und anschließend wird es einen regulären EU-Rat geben. in der dritten Oktoberwoche in Brüssel wird auch für den Rat für Auswärtige Beziehungen tagen. Daher denke ich, dass entweder bei all diesen drei Veranstaltungen oder zumindest bei einigen von ihnen ein Punkt auf der Tagesordnung stehen sollte, der sich mit der Situation im Iran befasst und unsere Verurteilung dessen, was dort vor sich geht, das Verhalten des Regimes usw. Es sollten dort eine Ermutigung demokratischer Kräfte erfolgen, welche die Freiheit und mehr Demokratisierung des Regimes fordern.

F: Dies könnte der längste Aufstand im Iran seit Jahren sein. Was sehen Sie darin aus Ihrer Sicht anders als in den Jahren 2019 und 2020 bzw. 2017? Soweit ich weiß, haben sie Sie den iranischen Kampf intensiv verfolgt.

Herr Zahradil: Es ist irgendwie ähnlich und doch auch anders, wie Sie richtig angemerkt haben. Die Sache ist die, dass es wie üblich mit einer Gewalttat des Regimes begann, nämlich der de facto Ermordung eines unschuldigen Opfers, einer jungen Dame durch die sogenannte Sittenpolizei aus sehr überflüssigen Gründen. Und es hat wieder einmal das repressive Gesicht des iranischen Regimes gezeigt. So haben wir diese Situation leider in der Vergangenheit erlebt.

Was diese besondere Situation, diesen besonderen Aufstand, anders macht, ist, dass Prozesse im ganzen Land stattfinden, die wir gesehen haben, zum Beispiel Dinge, die wir noch nie zuvor gesehen haben, wie das Entfernen von Plakaten oder Transparente oder Statuen von Khamenei, Qassem Soleimani und anderen Führern des Regimes oder der Insignien des Regimes, die von jungen Menschen in den meisten Städten angezündet werden. Außerdem haben wir eine viel organsiertere Natur hinter dem Protest gesehen.

Und dabei möchte ich auf die Existenz und auch die Strategie sogenannter Widerstandseinheiten hinweisen, die mit der am besten organisierten iranischen Exilopposition, der PMOI, in Verbindung stehen. Und ich denke, was offensichtlich ist, ist, dass sich diese Widerstandseinheiten als ziemlich effektiv erwiesen haben. Sie begannen damit, Slogans zu schreiben, Botschaften zu verteilen und Plakate an öffentlichen Orten anzubringen.

Jetzt sind sie auch sehr effizient darin, sich mit Menschen zu vernetzen, Videobotschaften zu senden und diese Gruppen von Protestierenden miteinander zu verbinden, damit sie zu größeren Gruppen werden können. Und ich denke, dass dies eine wachsende Ungeduld und wachsende Besorgnis der iranischen Bevölkerung gegenüber dem Regime zeigt und hoffentlich, wenn der Druck anhält, könnte dies zu einigen Veränderungen führen, die wir alle fordern und wünschen.
F: Wir haben eine beträchtliche internationale Unterstützung für den aktuellen Aufstand festgestellt, der eine Spezifizierung dieses Falls ist, aber man fragt sich, mit welchen Maßnahmen die internationale Gemeinschaft über Worte hinausgehen kann, um dem iranischen Volk bei seinem Streben nach Freiheit zu helfen. Was könnten Sie dazu vorschlagen?

Herr Zahradil: Nun, wir haben im Europäischen Parlament eine interparlamentarische Gruppe namens Freunde für einen freien Iran und ihr gehören Mitglieder oder Abgeordnete aller relevanten Fraktionen im Europäischen Parlament an. Wir haben versucht, aktiv zu sein und wir haben versucht, die europäischen Institutionen zu einer lautstarken Unterstützung und auch zu einer schärferen Position und einer klarer definierten Position gegenüber dem Iran zu drängen.

Ich denke, das Mindeste, was wir tun können, ist, die Beschwichtigung des Regimes nicht fortzusetzen, insbesondere wenn es um einige Bemühungen geht, das Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran zu erneuern. Wir haben festgestellt, dass es anders ist als bei der vorherigen US Regierung. Von der derzeitigen US Regierung kommt ein eher versöhnlicher Ton. Aber wir können von Europa aus nicht beeinflussen, was die US Administration tut.

Wir können beeinflussen, was die europäische Verwaltung tut, was die Europäische Kommission tut, das Europäische Parlament und der Europäische Rat und natürlich denken wir, dass wir unsere Führer zumindest in eine Situation bringen sollten, in der sie es nicht schaffen, weitere Zugeständnisse an das iranische Regime zu machen.

Letzte Woche sahen wir zum Beispiel ein Treffen zwischen Charles Michel, dem Präsidenten des Rates der EU, und dem iranischen Präsidenten Raisi in New York und zur Überraschung vieler von uns schien Herr Michelle voller Wohlwollen zu sein. Er bekräftigte wiederholt seine Bereitschaft, das Atomabkommen zu erneuern und weiter voranzutreiben und so schnell wie möglich voranzukommen. Ich denke nicht, dass wir in dieser Situation solche Signale an das Regime senden sollten.

Ich denke nicht, dass wir Gesten des guten Willens machen sollten. Wir sollten eher Bedingungen stellen oder erhöhen, denn wenn das Land und das Regime von einem Volksprotest getroffen werden, können wir nicht so tun, als wäre nichts passiert. Und ich glaube, dass dies in den zuständigen europäischen Institutionen bei den zuständigen EU-Mitgliedern erneut diskutiert werden sollte.

Ich bin absolut entschlossen und absolut sicher, dass eine Reihe von EU Mitgliedsländern mit dem, was Herr Michelle in New York gesagt hat, nicht zufrieden waren und sie werden einige Fragen haben. Daher glaube ich, dass die Europäische Union gegenüber dem iranischen Regime eine schärfere und klarer definierte, viel kritischere Position einnehmen sollte.

F: Das ist ein guter Punkt. Wir haben in den letzten zwei Wochen erlebt, wie iranische Jugendliche und Frauen vor allem mit unterdrückerischen bewaffneten Polizei- und Militärkräften mit bloßen Händen konfrontiert waren. Denken Sie, wenn wir über die EU reden, sollte die internationale Gemeinschaft auch außerhalb der EU in der Lage sein, zu einer Art Präventivmaßnahmen zurückzukehren, um unschuldige Leben zu retten?

Herr Zahradil: Ehrlich gesagt weiß ich nicht, warum wir nicht eingreifen sollten. Wir können nicht direkt in die Situation involviert sein. Eine andere Tatsache ist, dass, wenn ich mich zum Beispiel an den Sturz des kommunistischen Regimes Ende der 80er Jahre erinnere, die Situation ganz anders war, insbesondere in der Technologie.

Wir hatten kein Internet und wir hatten kein Facebook, wir hatten keine sozialen Medien. Damals gab es noch keine Mobiltelefone. Die Interkonnektivität ist heute viel besser und viel weiter fortgeschritten. Und ich denke, dass es gründlicher verwendet werden sollte. Ich verlasse mich immer auf die solide internationale Unterstützung.

Wir, als Gruppe der Freunde für einen freien Iran, sind dazu bereit, Ihnen all unsere mögliche Unterstützung zukommen zu lassen. Und wir denken, dass Institutionen sich zu Wort melden müssen. Weiterhin denke ich, dass das Minimum, das wir tun können, oder das Minimum, das die internationale Gemeinschaft tun kann, ist, einige Schritte nicht fortzusetzen und einige Gespräche nicht fortzusetzen, die am Ende nur für das Regime nützlich sind und das Regime weiter legitimieren.

Die internationale Gemeinschaft sollte sich lieber zurückhalten und zeigen, dass sie sich um die Situation kümmert, sich um die Demonstranten kümmert. Sie dürfen nicht zulassen, dass diese Menschen unterdrückt oder gedemütigt werden.

Und ich denke, wir müssen es so stark wie möglich tun.

Interviewer: Vielen Dank für die Zeit und die Antworten auf unsere Fragen. Wir wünschen Ihnen alles Gute, nochmals vielen Dank für all die Unterstützung, die Sie für die iranische Widerstandsbewegung und das Komitee für einen freien Iran gezeigt haben und nochmals danke.

Herr Zahradil: Vielen Dank. Mein Land führt jetzt den Vorsitz im Rat der EU und ich kann Ihnen versichern, dass wir unser Bestes tun werden, um diesen Punkt auf die Tagesordnung zu setzen und weiter voranzukommen, damit wir sehr bald einige sichtbare Ergebnisse erzielen werden. Vielen Dank. Alles Gute. Viel Glück.