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Iran: Proteste gegen die Verbrechen des Regimes und seine Ausplünderungen des Volkes

• Mehr als 3000 Landwirte aus Isfahan protestieren für Wasserrechte und gegen die Teilung des Zayandeh-Rud Fluss
• Ausgeplünderte ‚Investoren des Unternehmens Azovico demonstrieren in Teheran – Angriffe durch staatliche Sicherheitskräfte (SSF)
• Investoren, die an der Börse ausgeplündert wurde, protestieren in Teheran, Mashhad, Kermanshah und Zanjan. Sie rufen:“ Rouhani, schäme dich, du lässt die Nation im Stich“ und „Wir werden nicht mehr wählen, weil wir zu viele Lügen gehört haben.“

Am 24. April 2021 protestierten Landwirte aus Isfahan zusammen mit 700 landwirtschaftlichen Fahrzeugen in Isfahan, um ihre Wasserechte und die Rückkehr des Zayandeh-Rud Flusswassers zu fordern.
Die Demonstration fand trotz der Warnungen des Büros des Staatsanwaltes des Regimes statt. Laut der staatlichen Medien hatte der Staatsanwalt die Öffentlichkeit informiert, dass „jede Demonstration ohne Erlaubnis des Sicherheitsrates der Provinz über landwirtschaftliche Fragen und den Zayandeh-Rud verboten ist.“ In der Erklärung wird betont, dass „diese Demonstrationen von der Opposition benutzt werden, um die Proteste für ihre politischen und anderen subversiven Ziel einzusetzen“.
Zuvor hatte Ahmad Rastineh, ein Vertreter aus Shahrekord im Parlament, über die Probleme mit den Wasserrechten in den Provinzen Isfahan und Chaharmahal und Bakhtiari gesprochen. Er sagte am 20. April gegenüber der Nachrichtenagentur Fars:“ Einige versuchen, die guten Beziehungen zwischen beiden Provinzen zu unterwandern und es wird in einigen kontrarevolutionären Mediennetzwerken darüber berichtet. Das zeigt, dass die Heuchler (Begriff des Regimes für die Mujahedin-e Khalq-MEK) Spannungen zwischen den beiden Provinzen provozieren wollen.“
Am Morgen protestierten zudem betrogene Aktien – Investoren vor der Börse in Teheran, Masshad, Kermanshah und Zanjan, um gegen die Ausplünderung ihrer Anlagen und Investitionen zu protestieren. Die Demonstranten riefen:“ Rouhani, schäme dich, du lässt diese Nation im Stich.“, „Wir werden nicht mehr wählen gehen, wir haben zu viele Lügen gehört“ und „Unsere Investitionen sind wie in einem Ofen verbrannt worden“.
Hunderte betrogene Investoren des Unternehmens Azovico trafen sich vor dem Ministerium für Industrie, Minen und Handel und blockierten die Straßen. Sie riefen:“ So lange wir unsere Rechte nicht erlangen, so lange werden wir protestieren.“. Sie griffen den Industrieminister verbal an und riefen:“ Komme raus und gib uns Antworten!“. Außerdem riefen sie:“ Wir werden nicht mehr wählen, wir haben zu viele Lügen gehört.“

Azovico hat ihre Investoren viele Jahre unter dem Vorwand ausgeplündert, ihnen dadurch Autos günstiger zu verkaufen. Um die Menge aufzulösen, griff die SSF die Demonstranten an, zerriss ihre Plakate und schlug die Demonstranten. Die Demonstranten konnten die SSF jedoch daran hindern, dass Teilnehmer verhaftet wurden.

Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI), grüßte die tapferen Landwirte von Isfahan, die ausgeplünderten Investoren von Azovico und an den Börsen von Tehran, Mashhad, Zanjan und Kermanshah, die trotz der Coronavirus Pandemie die unterdrückenden Maßnahmen ignoriert und für ihre Rechte protestiert haben. Die Proteste in verschiedenen Sektoren der Gesellschaft in den letzten Wochen und Monaten und die Slogans „Die Regierung betrügt, der Führer unterstützt“, „Wir haben genug Lügen gehört, wir werden nicht mehr wählen“ und „wir werden nicht ruhen, bis wir unsere Rechte haben“, zeigen, dass das iranische Volk den Sturz des Regimes und Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit im Land möchte, sagte Frau Rajavi.

Isfahan – Landwirte fordern auf einer Demonstration ihre Wasserrechte aus dem Zayandeh-Rud Fluss ein – 24- April, 2021, 

Teheran – Demonstration von betrogenen AZOVICO Investoren vor dem Ministerium für Industrie, Minen und Handel – 24. April 2021

 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
24. April 2021

 

Wer ist Mohammad Reza Fallahzadeh, der neue stellvertretende Kommandeur der Quds-Truppe?

Mohammad Reza Fallahzadeh (links) und Qassem Soleimani (rechts) in Syrien

Am 18. April gab das Corps der Islamischen Revolutionsgarden eine vage Erklärung heraus, in der mitgeteilt wurde, daß der stellvertretende Kommandeur seiner Division zum Einsatz im Ausland – der Quds-Truppe – gestorben sei. Es heißt in der Erklärung lediglich, Brigadegeneral Mohammad Hosseinzadeh Hejazi sei einer „Herzkrankheit“ erlegen, doch das Fehlen von Einzelheiten führt unmittelbar zum Zweifel an dieser Behauptung. Er wurde bald durch das Zirkulieren einer Botschaft, die von dem Sohn eines anderen getöteten Kommandeurs des IRGC auf Twitter gepostet worden war, noch verstärkt.

Muhammad Mehdi Hemmat schrieb: „Ich möchte nur sagen, daß die Todesursache nicht in einer Herzkrankheit bestand. Mein Führer, dieser euer Soldat, [wurde] für euch geopfert. Ich spreche mein Beileid aus; auch ich opfere mich für euch.“

Hemmat präsentierte keine weitere Aufklärung über die wirkliche Todesursache, aber es liegt auf der Hand: Wenn das IRGC und das iranische Regime darüber Lügen verbreiten, so geschieht es zur Vertuschung von Informationen, die das Regime in Verlegenheit brächten oder ihm auf irgendeine Weise schaden würden.

Hejazi spielte bei der bösartigen Tätigkeit des Regimes im Ausland eine bedeutende Rolle – sowohl vor als auch nach seiner Ernennung zum stellvertretenden Leiter der Organisation. Als Kommandeur der dem IRGC angehörenden paramilitärischen Bassij-Truppe trug er von 1998 bis 2007 wesentlich zur Niederschlagung des Dissensus im Iran bei. In den Jahren 2008 und 2009 amtierte er als stellvertretender Leiter des IRGC, und 2009 spielte er bei der Niederschlagung der Proteste eine führende Rolle.

Doch erst ab 2011 zeichnete Hejazi sich wirklich durch Verbrechen aus, die er an der Zivilbevölkerung beging; er koordinierte während des syrischen Bürgerkriegs die dem Regime Assads geleistete Hilfe. Sein Dienst in dem Projekt des iranischen Regimes sprach sehr dafür, daß er das Amt des stellvertretenden Leiters der Quds-Truppe übernehmen würde, nachdem Brigadegeneral Esmail Qaani diese Position verlassen hatte, um an die Stelle Soleimanis zu treten.

Wer war Qassem Soleimani?

Worin auch immer die Ursache von Hejazis Tod bestand – seine Tötung wäre ähnlich berechtigt gewesen wie die Soleimanis. Ihr gemeinsamer bösartiger Einfluß auf die Region sollte zu Fragen nach dem Hintergrund des Offiziers führen, der zu Hejazis Nachfolger ernannt wurde. Wie es aussieht, wurde auch Brigadegeneral Mohammad Reza Fallahzadeh währen des syrischen Bürgerkriegs prominent; dort beaufsichtigte er – unter dem Kommando Soleimanis – verschiedene Verbrechen und erwarb sich den Spitznamen Abu Baqir.

Fallahzadeh, 59 Jahre alt, begann seine Karriere wie viele seiner Altersgenossen – durch Teilnahme an dem acht Jahre anhaltenden verheerenden Krieg gegen den Irak. Er kommandierte damals die 33. Division des IRGC, genannt „Al-Mahdi“; nach der Beendigung des Krieges im Jahre 1988 übernahm er das Kommando über die 19. Division „Fajr“. Seitdem erhielt er nacheinander das Kommando über die Truppen des IRGC, die drei iranische Provinzen überwachen: Yazd, Isfahan und Fars, und ebenso das Lager Kerbala des IRGC.

Nachdem er von 2007 bis 2013 als Gouverneur der Provinz Yazd amtiert hatte, übernahm Fallahzadeh die Leitung der Operationen der Quds-Truppe in Syrien und wurde zum stellvertretenden Koordinator ernannt. Seine Zeit in Syrien wurde durch Menschen-rechtsverletzungen gekennzeichnet; viele von ihnen gab er in Kommentaren gegenüber iranischen Kollegen und den staatlichen Medien unverblümt zu.


Mohammad Reza Fallahzedah in Syrien

Es folgen Auszüge aus einem Interview, das Fallahzadeh im Juni 2020 der Nachrichtenagentur „Fars“ gab; damals behaupteten der Höchste Führer des Regimes, Ali Khamenei, und das Regime im ganzen immer noch, seine Intervention in Syrien beschränke sich auf den Schutz der heiligen Schreine der Schia. In seinen Erklärungen räumte Fallahzadeh verbreitete paramilitärische Tätigkeit ein – und dies inmitten zahlloser, gut begründeter Aussagen, wonach in Syrien viele Zivilpersonen massakriert wurden.

„Der Höchste Führer der Revolution sagte: ‚Geh und bewahre die syrische Regierung vor dem Zusammenbruch … ‘

Die Hisbollah und das Lager Hazrat Zainab im Süden hatten sich bereit gemacht, der Armee zu helfen. Vom ersten Tage des Monats Eid bis zum 1. September 2015 kam es in dem Gebiet um Idlib ständig zu Kämpfen. Die Truppen von Soheil Hassan und unsere Einheiten, die Mojaher und die Hisbollah waren von Anfang 2015 bis Ende August in der Gegend von Idlib und südlich davon in Mustuma, Jericho und Jasr al-Shughur sowie dem gesamten Gebiet von Sahl al-Ghab in harte Kämpfe verwickelt – manchmal Mann gegen Mann. …“
„Diese Operation Nasr und Muharram begann unter dem direkten Kommando von Haj Qasim [Soleimani] und zusammen mit den Razavi-Truppen, der Verteidigung des Volkes und der Hisbollah sowie den Fatimiden, Zainab und Haidarion, wobei die Armee half. Durch die Anstrengungen aller Mojahedin der Armee, der Hisbollah, der Fatemion, Zainabion und der syrischen Armee und mit russischer Unterstützung wurde der Feind besiegt.“

„ … Unsere Feldkommandeure, die der Razaviun und der Hisbollah, gingen zusammen mit Haj Qasim in Tadmor an Bord eines Hubschraubers und landeten im Norden von Okashat in der Nähe von Tal Banyeh. Dabei waren auch Abu Mahdi al-Mohandes und die Kommandeure der irakischen Volks-Mobilisierung.“

„In derselben Zeit legten die Hisbollah und die Muhajireen an einem Tage 30 km zurück und kamen in die Nähe von Albukmal; sie befreiten in dessen Umgebung eine Reihe von Dörfern; diese Operation dauerte bis zum 30. November.“

 

Das iranische Regime zahlt den Söldnern der terroristischen Quds-Truppe fünfmal so viel wie den iranischen Krankenschwestern

Fallahzadeh war in Syrien der zweite Kommandeur des IRGC; einige Berichte besagen, daß er in der Schlacht von Aleppo der leitende Kommandeur war; dabei wurde die zweitgrößte Stadt Syriens erheblich zerstört.

Während der „Astana-Gespräche“ in Kasachstan saß er an der Seite von Hossein Jaberi Asari, dem höchsten Assistenten des iranischen Außenministers und offiziellen Vertreter der iranischen Regierung bei den Diskussionen über die Zukunft Syriens. Fallahzadeh selbst war als Ratgeber des Außenministers an den Gesprächen beteiligt, obwohl er im Ministerium keine Position bekleidete und die Interessen des Paramilitärs unter falschen Vorwänden repräsentierte.


Mohammad Reza Fallahzadeh (vorne links) bei den „Astana-Gesprächen“ in Kasachstan

Landesweite Kampagne von MEK Unterstützern und Widerstandseinheiten im Iran


Massengräber der Opfer des Massakers von 1988 auf dem Friedhof Kharavan von Teheran zerstört, um Spuren des Verbrechens gegen die Menschlichkeit zu zerstören

Es ist ein unmenschliches Verbrechen des religiösen Faschismus, der im Iran herrscht, wenn er, wie beabsichtigt, die Massengräber des Massakers von 1988 auf dem Friedhof Kharavan von Teheran zerstört, um die Spuren dieses schweren Verbrechens gegen die Menschlichkeit auszuradieren. Die Beseitigung der Spuren dieses Verbrechens gegen die Menschlichkeit ist Teil einer vorsätzlichen Politik des iranischen Regimes. Schon bisher wurden Gräber der Märtyrer in den 80er Jahren und des Massakers von 1988 in vielen Städten, darunter Ahwaz, Täbris und Maschhad zerstört.
Im Anschluss an den Aufruf von Frau Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), haben die Widerstandseinheiten und Unterstützer der Mujahedin-e Khalq (PMOI/MEK) die kriminelle Aktion des Kleriker Regimes verurteilt, die Massengräber der Opfer des Massakers von 1988 auf dem Friedhof Kharavan von Teheran zu zerstören. Sie brachten Plakate an, schrieben Graffitis und verteilten aufrüttelnde Flugblätter in verschiedenen Städten, darunter Teheran, Isfahan, Shiraz, Kermanshah, Khorramabad, Shushtar, Amlash (Provinz Gilan), Tonekabon, Neyshabur, Babol und Iranshahr.
Unter anderem schrieben sie: „Kharavan, Beweis für das Verbrechen Khomeinis“, „Maryam Rajavi: Ich verurteile die inhumane Zerstörung der Gräber der Märtyrer und die Beseitigung der Spuren ihrer Verbrechen“, „Das Kleriker Regime will Beweise seiner Verbrechen in Kharavan auslöschen“, „Die Zerstörung von Kharavan ist Khameneis Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und „Die Zerstörung von Kharavan ist der Beweis der Verbrechen der Mullahs“.
Frau forderte den Generalsekretär der Vereinten Nationen, die Hohe Kommissarin der UNO für Menschenrechte, den UN Menschenrechtsrat und die internationalen Menschenrechtsorganisationen auf, diesen kriminellen Akt zu verurteilen und sofort Maßnahmen zu ergreifen, um die fortgesetzte Zerstörung der Gräber Opfer des Massakers von 1988 zu verhindern und Druck und Zwang von den Bahais zu nehmen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran
25. April 2021

Internationaler Aufruf, die Zerstörung der Gräber der Märtyrer des Massakers von 1988 in Kharavan im Iran zu verhindern


Der Friedhof Kharavan im südlichen Teheran, Massengräber mit vielen politischen Gefangenen, die beim Massaker von 1988 hingerichtet wurden

Und damit die Beseitigung von Beweisen für ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Es ist ein unmenschliches Verbrechen des religiösen Faschismus, der im Iran herrscht, wenn er, wie beabsichtigt, die Massengräber des Massakers von 1988 zerstört im Bestreben, die Beweise für dieses riesige Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu vertuschen. Dazu ist das Kleriker Regime darauf verfallen, die Landsleute der Bahai zu zwingen, ihre Toten in Kharavan zu beerdigen. Das ist ein doppeltes Verbrechen gegen die Bahai und etwas, gegen das auch die Bahai Gemeinschaft protestiert.
Die Gräber der Märtyrer des Massakers von 1988 zu zerstören, um Beweise für das Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu beseitigen, ist eine wohlbekannte Praxis des Kleriker Regimes. Schon bisher wurden Gräber der Märtyrer in den 80er Jahren und des Massakers von 1988 in vielen Städten, darunter Ahwaz, Täbris und Maschhad zerstört. So wurden 2017 die Gräber der Märtyrer auf den Friedhöfen Behescht-e Reza in Maschhad und Vadi-e Rahmat in Täbris zerstört und es wurden Ende Juli 2018 unter dem Vorwand des Baus eines Boulevards Gräber der Märtyrer von 1988 in Ahwaz beschädigt und einzementiert.
Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), verurteilte den unmenschlichen Akt der Zerstörung der Gräber der Märtyrer und der Zerstörung der Beweise für die Verbrechen und forderte deren entschiedene Verurteilung durch den Generalsekretär der Vereinten Nationen, den UN Sicherheitsrat, die Hohe Kommissarin der UNO für Menschenrechte und den UN Menschenrechtsrat. Sie forderte sie auch auf, sofort Maßnahmen zu ergreifen, um die fortgesetzte Zerstörung der Gräber des Massakers von 1988 zu verhindern und Druck und Zwang von den Bahais zu nehmen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran
24. April 2021

Wirtschaftliche Unzufriedenheit beschleunigt Bewegung für einen Regimewandel im Iran

Die Vertreter des iranischen Regimes warnen seit mindestens drei Jahren vor neuen organisierten Revolten – seitdem der Iran von der ersten Serie von landesweiten Aufständen erschüttert wurde, in denen ein Regimewandel gefordert wurde. Diese Proteste fanden Ende 2017 und Anfang 2018 in mehr als 100 Städten statt. Doch sie waren nur der Höhepunkt eines Musters eskalierender Proteste, die schon mehrere Jahre zuvor begannen.
Während der Aufstand lief, sagte ein Sprecher des Innenministeriums des Regimes, dass es schätzungsweise 43.000 große Versammlungen in den letzten vier Jahren gegeben hatte und dass rund 30 Proteste am Tag stattfanden. Ein großer Teil der Demonstrationen basierte auf der Wut der Bürger über die wirtschaftliche Situation im Land.
Selbst der Aufstand vom Januar 2018 begann in der Stadt Mashhad mit einem Protest wegen Missmanagement im Regime, Inflation und Arbeitslosigkeit. Doch der Protest weitete sich auf die umliegenden Gegenden aus und die Teilnehmer begriffen, dass die Probleme von der theokratischen Diktatur herrühren und dass alle Probleme durch die Strukturen in der Regierung verursacht werden.
Mit diesem Hintergedanken begannen die Menschen, Anti – Regime Slogans wie „Tod dem Diktator“ zu rufen und explizit beide Fraktionen des Regimes abzulehnen, sowohl die „Hardliner“, die hinter dem Diktator Ali Khamenei stehen, wie auch die „Reformer“, dessen bekanntester Vertreter der aktuelle Präsident Hassan Rouhani ist.
Der Ärger ging über die finanzielle Korruption in der Fraktion um Rouhani bis hin zu der Unterdrückung durch die Hardliner. Rouhani’s jüngerer Bruder und enger Berater, Hossein Fereydoun, wurde danach (2019) zu fünf Jahren Haft verurteilt, weil er Bestechungsgelder angenommen hatte.

Aufstand im Südosten des Iran und Proteste der Rentner zeigen den Widerstand in der iransichen Gesellschaft

Khamenei hat die direkte Kontrolle über mehrere Finanzorganisationen, eine davon ist die Stiftung der Umsetzung der Direktiven des Imam, welche sich fast ausschließlich durch das Konfiszieren von Eigentum und Konten von Iranern unter falschen Vorwänden finanziert. Die Stiftung hat einen Wert von Hunderten Milliarden Dollar und nur Khamenei kann mit einer Anweisung Gelder frei geben oder sperren lassen.
Dies wurde im letzten Jahr durch die Coronavirus Pandemie auf die Probe gestellt, welche den Iran schlimmer als jedes andere Land in der Region traf. Laut der Statistiken des iranischen Gesundheitsministeriums sind 70.000 Menschen am Virus gestorben. Doch die Zahlen, welche der Nationale Widerstandsrat Iran vorlegt, gehen davon aus, dass mehr als eine viertel Million Menschen an Covid – 19 gestorben sind. Die Covid – 19 Krise im Iran ist auch ein Resultat der Weigerung des Regimes, ernsthafte Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Khamenei und sein Regime hatten keinerlei Gründe, einen Lockdown zu verhängen und Covid – 19 von Beginn an zu bremsen. Stattdessen hat das Regime aktiv die Verbreitung der Krankheit über zwei Monate verschwiegen und im März 2020, als der Virus längst im ganzen Land verbreitet war, rief Khamenei das neue iranische Kalenderjahr zum „Jahr der Produktionssteigerung“ aus. Viele Iraner wurden ermutigt, zur Arbeit zu gehen und viele anderen hatten keine andere Wahl, als noch tiefer in die Armut zu versinken und zu hungern.
All das war eine neue Erfahrung. Drei Jahre später wurde Ali Akbar Sayari, der frühere stellvertretende Gesundheitsminister, mit den Worten zitiert, dass rund ein Drittel des Volkes hungert. Heute leben 80% der Iraner unterhalb der Armutsgrenze und die Inflation ist außer Kontrolle geraten. Die Menschen müssen immer mehr arbeiten, um ihre täglichen Ausgaben finanzieren zu können. Einige Basisgüter sind alleine im letzten Monat 25% teurer geworden, wie die staatliche Nachrichtenagentur ILNA berichtet.

Wie die Islamischen Revolutionsgarden IRGC die iranische Wirtschaft ausplündern

Diese Bedingungen sorgen dafür, dass die iranischen Pensionäre seit 13 Wochen in Folge protestieren und dass es auch für sie immer schwieriger wird, sich zu ernähren. Doch neben der Aufmerksamkeit, die sie über die Situation der iranischen Wirtschaft erzeugen wollen, helfen sie auch, die Dinge anzusprechen, die einst im Januar 2018 für den Aufstand und seine folgenden Bewegungen führten. Die Pensionäre riefen kürzlich zu einem Boykott der Scheinwahlen zum Präsidenten auf und machten deutlich, dass es keinen Einfluss auf ihre Situation hat, welche Person nun an der Spitze des Landes steht.
Der iranische Widerstand hat seit vielen Jahren zu solchen Boykotten aufgerufen und während der letzten Scheinwahl zum Parlament war dieser Aufruf erfolgreicher denn je, denn es gab die niedrigste Wahlbeteiligung in den letzten vier Jahrzehnten. Dies festigte die Allianz zwischen dem iranischen Widerstand und dem Volk – etwas was Teheran vehement abgestritten hatte, bis Khamenei während des Aufstandes von 2018 zugeben musste, dass der iranische Widerstand eine führende Rolle bei der Organisation der Proteste und der Verbreitung von Anti – Regime Slogans spielte.
Die Korruption und das wirtschaftliche Missmanagement im Regime hat weitere Iraner zum iranischen Widerstand geführt, vor allem den Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) und nichts konnte diesen Trend in den letzten Jahren stoppen. Das selbe Missmanagement existiert weiterhin und selbst iranische Vertreter und die staatlichen Medien beginnen, zuzugeben, dass all das nicht ein Effekt der US Sanktionen ist, sondern dass das Regime die Quelle der meisten Probleme in der Gesellschaft ist.
Letzten Freitag schrieb die iranische Zeitung Jahan-e Sanat, dass „die herrschenden Institutionen diese Situation mit ihrer ausgeuferten Korruption und ihrer Ineffektivität geschaffen haben“. Eine weitere staatliche Zeitung, Etemad, schrieb eine explizite Warnung an das Regime:“ Wenn sie die Unzufriedenheit der Menschen und das strukturelle Fehlverhalten (im Regime) nicht erst nehmen, dann wird der Tag kommen, wo nichts mehr von uns übrig bleibt.“
Solche Aussagen gaben das zu, was viele westliche Politiker immer noch nicht erkennen wollen. Das iranische Volk wünscht sich einen Regimewandel und das dies als einzige Lösung für die steigenden Probleme anerkannt wird.

Iran: COVID-19 Fatalities in 539 Cities Exceed 261,400


Die Zahl der Todesfälle im Iran durch COVID-19 überschreitet 261 400 in 539 Städten
Gesundheitsministerium: In den letzten 24 Stunden sind 453 Patienten gestorben, die höchste Verlustziffer in den letzten fünf Monaten

• Laut dem Gesundheitsministerium des Regimes wurden bisher nur 497 418 Menschen geimpft, d.h. weniger als 0,6 % der Bevölkerung (Nachrichtenagentur IRNA, 22. April 2021)
• Die Verzögerungen beim Eintreffen und bei der Injektion der COVID-19 Impfstoffe und der stündliche Anstieg bei den Todesfällen durch COVID-19 werden einen Ausbruch des öffentlichen Zorns verursachen. (Die Tageszeitung Aftab Yazd, 22. April 2021)
• Die Universität für Medizin von Ahwaz: Mehr als 1 500 COVID-19 Patienten wurden einfach stationär und mehr als 400 in Intensivstationen aufgenommen. Wegen der hohen Zahl der Patienten mussten wir den Bitten des Personals um Unterbrechungen weniger nachkommen, was sie sich erschöpfen lässt. (Nachrichtenagentur ISNA, 22. April 2021)
• Die Universität für Medizin von Isfahan: In der Provinz Isfahan sind 2 502 COVID-19 Patienten im Krankenhaus, 384 in der Intensivstation und 38 sind in den letzten 24 Stunden gestorben. (Nachrichtenagentur Mehr, 22. April 2021)
• Die Universität für Medizin von Alborz: In den letzten 24 Stunden sind 34 COVID-19 Patienten gestorben und die Zahl der Todesfälle dadurch hat die von 3 296 Menschen erreicht. (Nachrichtenagentur ISNA, 22. April 2021)
Die Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) hat am Donnerstag, dem 22. April 2021, bekannt gegeben, dass die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus die 261 400 in 539 Städten übersteigt. Die Zahl der Opfer in Teheran ist 59 801, Isfahan 17 060, Khorasan Razavi 16 590, Khusistan 15 804, Mazandaran 11 025, Luristan 10 998, Ost Aserbeidschan 10 718, West Aserbeidschan 9 818, Gilan 9 151, Ghom 9 055, Fars 7 857, Alborz 6 668, Golestan 6 655, Sistan und Belutschistan 5 946, Hamedan 5 883, Kerman 5 874, Zentralprovinz 5 433, Semnan 4 620, Kurdistan 4 557, Ardabil 3 257, Hormusgan 3 010, Qazvin 2 994, Zanjan 2 870, Ilam 2 696 und Buschehr 2 674.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
22. April 2021

Krise an der iranischen Börse und die folgenden Proteste

Mehrere Investoren, die an der iranischen Börse ausgeplündert wurden, hielten in den letzten Tagen in mehreren iranischen Städten Protestaktionen ab. Sie riefen zu einem Boykott der Scheinwahlen zum Präsidenten des Regimes auf. Die Menschen haben ihre Ersparnisse nach dem Zusammenbruch einer Blase an der Börse verloren. Regimepräsident Hassan Rouhani und der oberste Führer Ali Khamenei hatte zuvor noch die Bürger ermutigt, Aktien an der Börse zu kaufen, um so ihr Budgetdefizit decken zu können.
„Die Menschen vertrauen ihnen nicht mehr. 50 Millionen Iraner haben ihre Ersparnisse unter ihrer Verantwortung an der Börse verloren“, sagte am Dienstag Ahmad Alirezabeigi, einer der Parlamentarier des Regimes während der öffentlichen Sitzung des Parlamentes, wo der Wirtschaftsminister den Kabinetts Rouhani Rede und Antwort stehen musste.
Anfang der Woche gab Mohammad Ali Dehghan Dehnavi, der Präsident der Organisation für Wertpapiere und Börse, zu, dass das Regime einen Teil des Budgetdefizits damit finanzierte, dass es die Börse manipuliert hat. „Die Börse hat 6,8 Trillionen Rials (rund 28 Milliarden Dollar) für die Wirtschaft bereit gestellt. Die Börse war quasi die Haupteinnahmequelle für die Regierung im letzten Jahr.“, sagte Dehnavi am 16. April in der Social Media App Clubhouse.
Die Manipulation der Börse und seine Ergebnisse sind das aktuellste Beispiel für die Ausplünderung und systematische Korruption in der modernen iranischen Geschichte. Es bestätigt erneut, dass es eine institutionalisierte Korruption im Regime gibt und selbst Khamenei sagte, dass „die Hydra der Korruption“ die iranische Wirtschaft kontrolliert.
Am 22. Juni 2020 ermutigte Khamenei die iranischen Bürger, „an der Börse zu investieren“. „Es sollte nicht in Münzen und Dollar investiert werden, sondern an der Börse. Dort sollte man investieren“, sagte Rouhani am 12. August.
Diese Aussagen zeigen, dass Khamenei und Rouhani hinter diesem Plan der Ausplünderung stecken. Viele Wirtschaftsexperten im Regime und auf internationaler Bühne warnten davor, dass aufgrund der internationalen Situation in der Pandemie eine Blasenbildung unvermeidlich ist.

Ausgeplünderte Anleger an der Börse rufen in Teheran: Tod für Rouhani

Rouhani hatte dennoch am 12. August behauptet:“ Unsere Börse ist gut, das ärgert sie. Sie sagen, dass die ganzen Börsen in der Welt gestört sind. Warum ist die iranische Börse also so gut? Stecken sie sich einfach Watte in die Ohren bei solchen Stimmen.“
Die Ausplünderung durch das Regime ist nicht nur auf die Börse limitiert. Das Regime hat viele andere Methoden eingesetzt, um die Iraner auszuplündern und eine kollabierende Wirtschaft zu verhindern, was zu landesweiten Protesten führte. Es gab unter anderem folgende Pläne:
– Die Regierung von Rouhani hat in massivem Ausmaß Banknoten drucken lassen, im Wert von 2.000 Milliarden Tomans bzw. 70 Milliarden Dollar, um das Budgetdefizit zu decken. „Es scheint so, als hätte die Regierung keine andere Wahl gehabt, als Banknoten zu drucken, um das Budgetdefizit zu kompensieren. 500 – 700 Milliarden Tomans wurden so täglich durch die Zentralbank in die iranische Wirtschaft gespült. Die Zentralbank sagte, dass sie vom Februar letzten Jahres bis Februar diesen Jahres 106.640 Milliarden Tomans zur monetären Basis hinzu gefügt hat. Diese Zahlen stellen einen Rekord im Drucken von Banknoten dar“, schrieb am 13. März die staatliche Zeitung Eghtesad-e Saramd.

– Am 26. Februar sagte Mahmoud Vaezi, der Chef des Beraterstabes von Präsident Hassan Rouhani, explizit:“ Wir haben den Wechselkurs zum Dollar erhöht, um die iranische Wirtschaft zu kontrollieren.“ Durch die Erhöhung des Wechselkurses steigen die Inflationsrate und die Preise, vor allem für Importgüter. Es gab mehrere Proteste aus allen Bereichen des Lebens im Iran, vor allem von den Rentnern, welche in ihren Slogans „unsere Ausgaben sind in Dollar, unsere Löhne in Rial“ riefen.
– Das Regime hat die Steuern in mehreren Bereichen erhöht.
Das Resultat der Ausplünderung durch das Regime ist, dass noch mehr Iraner in die Armut abgleiten. Die iranische Mittelklasse ist verschwunden und die Menschen in dieser Klasse gehören nun zu der Schicht der Armen dieses Landes.
Daher sind die Proteste in allen Lebensbereichen im Iran angestiegen und haben sich intensiviert. Von den Rentnern über den Investoren an der Börse bis hin zu den Lehrern, Krankenschwestern, Ärzten und Landwirten gehen die täglichen Proteste, die mit ihren Slogans auf das Regime und seine Vertreter abzielen.
Während der Proteste am Montag riefen die Investoren an der Börse:“ Wir werden so lange protestieren, bis unsere Forderungen erfüllt sind“, „Wir werden nicht mehr wählen gehen“, „Die Regierung hat ein Budgetdefizit und stiehlt deshalb unser Geld“, „Die Regierung betrügt, das Majlis (Parlament) unterstützt.“, „Wir werden nicht mehr wählen, wir wollen keine Ungerechtigkeit mehr unterstützen“ und „Wir werden nicht mehr wählen, wir haben zu viele Lügen gehört.“
Die Korruption im Regime und seine falsche Wirtschaftspolitik haben die iranische Gesellschaft in ein Pulverfass verwandelt. Die staatliche Zeitung Jahan-e Sanat schrieb dazu am Sonntag:“ Die Menschen leben wie Feuer unter der Asche“ und die Korruption bei den Mullahs „hat den Ärger der Menschen erhöht“. Daher wird weitere Unterdrückung „kondensieren (Hass auf das Regime erhöhen) und eine unangenehme Reaktion hervorrufen“.

Was das iranische Regime seiner größten Gefahr aussetzt

Seit dem Beginn des Jahres 2018 werden die Funktionäre des iranischen Regimes und die staatlichen Medien des Landes gezwungen, sich den Herausforderungen zu stellen, die von der organisierten demokratischen Opposition ausgehen. In den vergangenen drei Jahren vollzog sich der wirksame Abschied von der Kampagne der Propaganda, die die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) als unorganisierte, unpopuläre Sekte hingestellt hatte – die zu einer erheblichen Bedrohung des theokratischen Systems nicht imstande sei.

Am vergangenen Dienstag bezeichnete das staatliche Studenten-Netzwerk SNN die MEK als „den geschworenen Feind des Systems und der Revolution“; sie sei verantwortlich für eine „Explosion in den Herzen und Köpfen der Jugend“; diese werde stärker und länger wirken als die Explosion in der Nuklear-Anlage von Natanz, die sich unlängst ereignet hatte.

„Der destruktive Vorfall in Natanz war bedeutend und zwingt zum Nachdenken. Wir müssen uns aber darüber im klaren sein, daß sich eine erheblich größere Zerstörung ereignet, die unglücklicherweise von vielen ignoriert wird. Wie es scheint, sind die Alarmglocken, die einem weit bedeutenderen und gefährlicheren Ignorieren entgegengesetzt werden müssen, immer noch nicht angeschaltet: dem Ignorieren der Art, wie Bewußtsein, Gewissen und Seele der Jugend von dem geschworenen Feind des Systems und der Revolution: den Mujahedin-e Khalq (MEK) – hauptsächlich mittels des Internet – zerstört werden.“

Dazu bezieht sich der Artikel vor allem auf die aktive Präsenz der MEK im Internet und in den sozialen Medien des Iran. Der Artikel des SNN bringt außerdem wie folgt die Angst des Regimes vor den Widerstandseinheiten der MEK zum Ausdruck: „Warum sehen wir nicht, daß die Rebellionseinheiten der MEK Nacht für Nacht empfindliche Zentren der Sicherheit verbrennen? Sehen wir denn nicht, daß sie Tag für Tag in der Gesellschaft die Herrschaft der Unzufriedenheit auszudehnen suchen? Sehen wir nicht, wie junge Leute von ihren Pulten, Klassenräumen und Universitäten hinweg gezerrt werden auf das Schlachtfeld der Gefahr, der Gefahr und der Erhebung und aus ihnen Aufständische gemacht werden, die mit einseitiger Ansicht der Probleme und Verhältnisse den einzigen Ausweg in der Konfrontation zu sehen glauben … ?“

„Meine Stimme gilt dem Wandel des Regimes im Iran“: Der Slogan der Iraner gegen die Wahlfarce des Regimes im Juni 2021

All dies zeigt wirklich: Die iranischen Funktionäre und staatlichen Medien erkennen an, daß die Widerstandseinheiten überall im Lande tätig sind – und dies mehr als drei Jahre nach dem Ereignis, das das Regime gezwungen hatte, ihre Präsenz an vorderster Front anzuerkennen.
Dies Ereignis war ein Aufstand im ganzen Lande – nahezu ohne früheres Beispiel; er begann in der Stadt Mashhad, wobei er sich auf die wirtschaftlichen Probleme konzentrierte; darnach dehnte er sich auf mehr als 100 Städte aus – mit der ausdrücklichen Forderung des Regimewandels. Der Höchste Führer des Regimes, Ali Khamenei, sah sich Slogans ausgesetzt, die ihn persönlich verurteilten und zugleich die beiden politischen Fraktionen der „Hardliner“ und der „Reformer“ als die beiden Seiten derselben Medaille zurückwiesen; er sah sich gezwungen, den Widerhall eines Programms anzuerkennen, das seit langem von den MEK und ihrer Mutter-Koalition, dem Nationalen Widerstandsrat des Iran, gefördert wird.

Der NWRI wird als eine gangbare Alternative der Regierung anerkannt; er ist darauf vorbereitet, den Iran nach dem Sturz der Mullahs durch eine Übergangszeit zu führen und für die ersten freien und fairen Wahlen des Landes den Rahmen zu schaffen. Die voraussichtliche Leiterin der Regierung, Maryam Rajavi, hat für die Zukunft des Landes einen 10-Punkte-Plan entworfen; er sichert die Trennung der Religion vom Staat zu, garantiert die Rechte der Frauen und Minderheiten und die Abschaffung von Initiativen einer kriegtreibenden Außenpolitik wie der des gegenwärtigen Nuklear-Programms des Regimes.

Der Zehn-Punkte-Plan von Maryam Rajavi stellt die wahre Vision eines freien Iran dar – so die Widerstandseinheiten der MEK

Der Aufstand von Januar 2018 bezeugte mit Sicherheit, daß eine umfassende Rekonstruktion der Regierung des Iran vom Volk unter-stützt wird. Doch das ganze Ausmaß jenes Aufstands ging zweifellos auf elementarere Sorgen zurück – z. B. die systematische Korruption innerhalb der Regierung und ihren Beitrag zu der Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der iranischen Zivil-bevölkerung. Seitdem er – nach der Verhaftung von tausenden – unter Kontrolle gebracht worden war, hat sich die Verschlechterung nur beschleunigt; neue Probleme sind entstanden, die die regimekritischen Gefühl stärkten. Das wichtigste davon ist die Epidemie des Coronavirus; sie betraf den Iran weit schwerer als irgendein anderes Land des Mittleren Ostens und die meisten Länder der Welt. Das iranische Gesundheitsministerium schätzt, daß seit Februar 2020 etwa 70 000 Menschen an Covid-19 gestorben sind, doch eine unabhängige Analyse, die vom NWRI erstellt wurde, besagt, daß die Verbreitung dieser Krankheit schon zwei Monate früher, als die Regierung angibt, ausbrach und die Todesfälle sich inzwischen auf mehr als 260 000 belaufen.

Der Ernst dieser und anderer Krisen ist mit Gewißheit auf die verheerende Mißwirtschaft und Korruption der Regierung zurück-zuführen. Der NWRI hat immer wieder darauf hingewiesen, daß Khamenei den Ausbruch der Epidemie als die beste Möglichkeit ansah, die Unruhe im Volke zu einzudämmen.

Nachdem der erste Aufstand zustande gebracht worden war, hielt Frau Rajavi eine Rede, in der sie die Gemeinschaft der Engagierten aufrief, das folgende Jahr des iranischen Kalenders zu einem „Jahr der Aufstände“ zu machen. Zahllose ähnliche Demonstrationen und Streiks erzeugten den Eindruck, daß die Iraner diesen Aufruf eifrig befolgten. Zugleich verdient es erwähnt zu werden, daß es sich hier um die Fortsetzung einer Tendenz handelte, die schon vorher begründet worden war. Im Januar 2018 räumte das Innenministerium des iranischen Regimes ein, daß es in den vorigen vier Jahren zu insgesamt etwa 43 000 großen öffentlichen Versammlungen gekommen war – also etwa 30 pro Tag.

Erinnerung an die Demonstrationen im ganzen Iran nach der sprunghaften Zunahme des Benzinpreises

Durchweg trugen die Erinnerungen an die Unruhe von Ende 2018 und Anfang 2019 dazu bei, daß herausfordernde Slogans wie „Tod dem Diktator“ weiterhin allgemein zirkulierten und damit einem weiteren Aufstand im November 2019 den Boden bereiteten. Diesmal nahm die Zahl der teilnehmenden Ortschaften auf annähernd 200 zu; die gesamte Bevölkerung reagierte spontan auf die Zunahme der vom Regime festgesetzten Benzinpreise – womit die Gleichgültigkeit des Regimes gegenüber den Leiden des Volkes offenkundig wurde.

Diese Gleichgültigkeit verwandelte sich fast sofort nach Beginn des Aufstandes in unverhohlene Bösartigkeit, als das Corps der Islamischen Revolutionsgarden mit der Eröffnung des Feuers auf die Mengen der Demonstranten begann. Viele von den damals Verhafteten wurden monatelang gefoltert; so beschreibt es Anmesty Internat-ional genau in seinem Bericht „Menschlichkeit mit Füßen getreten“. Doch noch während die Folter anhielt, gingen iranische Studenten und andere Engagierte Januar 2020 in großer Zahl erneut auf die Straße, nachdem herausgekommen war, daß die Behörden es unternommen hatten, einen Raketenschlag des IRGC zu vertuschen, der in der Nähe von Teheran ein Handelsflugzeug zum Sturz brachte.

Dieser dritte Aufstand nahm das reaktionäre Paramilitär des Regimes direkt aufs Korn – und den terroristischen Kommandeur seiner Division für besondere Einsätze im Ausland, die Quds-Truppe. In der Öffentlichkeit angebrachte Bilder von Qassem Soleimani wurden verbrannt, und die Demonstranten verurteilten die früheren Anstrengungen des Regimes, Konflikte im Ausland zu schüren – mit Slogans wie diesem: „Der Feind ist hier; sie lügen, wenn sie sagen, es sei Amerika.“ Dies alles führt zu dem rationalen Schluß, daß der Konflikt zwischen dem iranischen Volk und seinem Regime schon lange vor dem Ausbruch der Epidemie des Coronavirus begonnen hatte und es sich nun vor einer Fortsetzung dieser Tendenz und der darin führenden Rolle der MEK fürchtet.

Daher diente der heutige Artikel des SNN den staatlichen Medien als Gelegenheit, die unvermeidlichen Äußerungen der Beschwerden beiseite zu setzen und den Eindruck zu hinterlassen, daß es ihm nicht um den wirklichen Zustand der iranischen Gesellschaft, sondern eher darum geht, die MEK zu manipulieren. „Täglich [bläht]“, so behauptet der Artikel, „die Opposition die wirklichen Probleme der Gesellschaft auf und stachelt so die Jugend zu Chaos und Zerstörung an.“ Wenn das zuträfe, würde es bedeuten, daß die MEK schon seit mindestens drei Jahren und wahrscheinlich schon viel länger die öffentliche Wahrnehmung der Probleme des Landes aufblähen.

Wenn das Regime wirklich glaubt, daß die Opposition derart mächtig ist, so kann es nicht glauben, daß es bei einer zukünftigen Konfrontation gewinnen wird. Doch dasselbe gilt, wenn der Artikel des SNN lügt und die von den MEK vorgelegte Beschreibung der sozialen und wirtschaftlichen Probleme des Iran weithin zutrifft. In beiden Fällen stellen sich die Aussichten des Regimes als verheerend dar, und das iranische Volk verfügt sowohl über das Motiv als auch die organisierte Unterstützung seiner Arbeit an dem Sturz – ein- für allemal – derer, die es unterdrücken.

Gier und Furcht vor Unruhen bedeuten, dass dem Regime bei den Impfstoffen nicht getraut werden kann


Wenn die Verteilung von Impfstoffen im Iran zu irgendeiner Hoffnung darauf Anlass geben soll, dass sie effizient, gerecht und effektiv verläuft, dann muss sie in die Hände internationaler Experten gelegt werden. Das iranische Regime ist von Grund auf selbstbezogen und hat zudem die größte Verantwortung für den Schweregrad der Ausbrüche des Coronavirus in dem Land. Es bedeutet Leichtgläubigkeit, sich vorzustellen, dass die Regierungsbehörden plötzlich dabei helfen würden, die Krise zu bewältigen, die sie mit geschaffen haben, nachdem die Impfstoffe jetzt verfügbar sind.
Die Situation ist unermesslich schlimmer gemacht worden dadurch, dass die Verfügbarkeit von Impfstoffen im Iran vorsätzlich gering gehalten wurde durch Verfügungen des Obersten Führers des Regimes Ali Khamenei. Zu Beginn dieses Jahres stoppte er die geplante Verteilung von 100 000 Impfdosen, als er bekannt gab, dass die Dosen, die in den Vereinigten Staaten oder in Europa hergestellt wurden, vom Import ausgeschlossen werden sollten.
Das erste Ziel wird zweifellos diejenigen befremden, die erwarten, dass nationale Regierungen das mindeste Interesse am Leben ihrer Bevölkerung haben. Teherans Politik und seine Praktiken sind alleine von der Bewahrung der Macht für die Autoritäten des Klerus angetrieben und das ist besonders offensichtlich nach den vielfachen landesweiten Aufständen, von denen sich zwei nur wenige Monate vor dem Anfang der globalen Pandemie ereigneten.
Khamenei hat einmal bekannt, dass er, wenn er zur Wahl zwischen der Bewahrung des herrschenden Systems und der Wahrung theokratischer Prinzipien gezwungen würde, eher den Islam verletzen würde. Das besagt nichts anderes, als dass er und seine Mullah Kameraden absolut alles opfern würden bei der Verteidigung der eigenen Machtposition. Deshalb sollte es nicht schwer sein, sich vorzustellen, dass sie offen Hunderte von Iranern töten, wie sie es schon beim Aufstand im November 2019 taten, oder dass sie den Tod von Tausenden zulassen unter Bedingungen wie denen der Pandemie.
Khamenei verbietet den Import von Covid-19 Impfstoffen

Als der Aufstand 2019 noch im Gang war, beobachtete Amnesty International, dass Sicherheitskräfte und der Corps der Islamischen Revolutionsgarden offensichtlich „mit Tötungsabsicht schossen“ bei ihren Zusammenstößen mit Protestierern im ganzen Land. Der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) berichtete später, dass die Zahl der Toten auf 1 500 innerhalb einer Woche angestiegen ist und dass 12 000 Iraner außerdem verhaftet und dem Risiko der Folter und langen Gefängnisstrafen oder sogar der Hinrichtung ausgesetzt wurden. Amnesty hat diese Folterungen in einem Bericht im September danach genauer dargestellt.
Zu diesem Zeitpunkt war die Pandemie in vollem Gange und der NWRI half auch dabei, die Lücke zwischen der Schätzung Teherans in Bezug auf die Auswirkungen und derjenigen von unabhängigen Quellen zu verdeutlichen, die die Aufzeichnungen von Krankenhäusern und Totenhallen und die Aussagen von Augenzeugen gesammelt haben. Diese Lücke hat sich niemals merklich verringert und auch heute noch berichtet das Gesundheitsministerium eine Zahl von Todesfällen durch Covid-19 von unter 70 000, während der NWRI die Zahl bei mehr als 260 000 ansetzt.
Es ist kaum fraglich, dass die Aufstände sich 2020 und bis hinein nach 2021 fortgesetzt hätten, wenn das Coronavirus nicht eine andere Art von Furcht vor großen öffentlichen Versammlungen hervorgebracht hätte. Khamenei hat diese Situation zweifellos als eine hilfreiche Ergänzung für die Repression des Regimes betrachtet und das erklärt auch, warum er sich geweigert hat, Hunderte von Milliarden Dollar an Vermögen, über die er persönlich die Kontrolle hat, verfügbar zu machen, die hätten benutzt werden können, um die ausgedehnte Armut zu verringern und die Menschen nicht gerade dazu zu ermutigen, zur Arbeit zu gehen, und die Interventionen des Gesundheitsministeriums und am Ende den Kauf von Impfstoffen durch es zu finanzieren.

Heute spielen nicht nur Hardliner Autoritäten wie Khamenei keine bedeutende Rolle bei diesen Einkäufen; die Regierung hat alles andere getan, als sich mit dem Projekt hervorzutun. Zu Beginn hat das Gesundheitsministerium des Iran geplant, die Beschaffung in den Händen seines Gremiums von Vertrauensleuten zu lassen, aber unter dem Druck hochgestellter privater Organisationen hat es zuletzt pharmazeutischen Unternehmen und Geschäftsführern erlaubt, Einkäufe auf Geheiß des Ministeriums vorzunehmen. Dies wiederum öffnete den Besitzern solcher Organisationen – oft den Revolutionsgarden oder allen möglichen Geschäftsleuten mit engen Verbindungen zu Khamenei – Tür und Tor geöffnet von den Wiederverkäufen zu profitieren.
Konfrontiert mit Kritik daran, hat das iranische Regime zuerst versucht, jede Unterstellung einer korrupten Absicht zurückzuweisen und darauf zu bestehen, dass Impfstoffe weiter so frei seien wie anfänglich versprochen. Aber zu diesem Zeitpunkt hatte Teheran schon mehrere Versprechungen im Zusammenhang mit der Pandemie gebrochen; darunter das Versprechen, dass 2,8 Millionen Dosen des Impfstoffs am Ende des iranischen Kalenderjahrs im März verfügbar sein würden. Eine Million davon würden, so dachte man sich das, aus Russland kommen, wo nach vorläufigen Forschungsergebnissen weniger Impfwirkung vorhanden war als auf den verbotenen Importmärkten in Amerika und Europa. Weniger als die Hälfte davon erreichten den Iran termingerecht und seitdem gab es immer mehr Fragen über deren Verwendung.
Mitten in die massive Unterversorgung fiel der Beginn der Verbreitung von Berichten von unabhängigen iranischen Medien über Amtsträger in der Regierung und über andere Personen mit guten Beziehungen, die sich den Zugang zu Impfstoffen kauften, sei’s vom Gesundheitsministerium, sei’s direkt von privaten Unternehmen, die mit dem IRGC in Verbindung stehen, die mit dem Erwerb beauftragt sind. Auch das versuchte das Regime abzuleugnen. Das Gesundheitsministerium bestätigte aber genau das, was die Berichte besagten.
Zur gleichen Zeit, wo die Vertreiber mit ihren Profiten beschäftigt waren, hatte die Regierung kein Interesse daran, einzuschreiten, weil die Form der unausgeglichenen Verteilung dabei helfen würde, Ausbrüche der Krankheit im Land zu verlängern und außerdem die Autoritätspersonen und wohlhabenden Leute vor wieder aufflammenden Unruhen zu schützen.
Neueste Vorfälle wie landesweite Demonstrationen iranischer Rentner und größere Zusammenstöße mit den Revolutionsgarden in Sistan und Belutschistan erwecken den Eindruck, dass Unruhen in größerem Maßstab trotzdem an die Oberfläche drängen. Unter diesen Umständen ist es undenkbar, dass die theokratische Diktatur ihre Politik hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit oder ihrer Form der Repression ändern könnte und anfangen würde, im wahren Interesse des iranischen Volkes zu handeln. Solange das so bleibt, wird Covid-19 im Iran außer Kontrolle bleiben und die Ansteckungen werden sich weiterhin auch jenseits seiner Grenzen ausbreiten. Mit Rücksicht darauf sollte die internationale Gemeinschaft Teheran dazu drängen, seine Oberhoheit über die Verteilung der Impfstoffe aufzugeben und es Experten zu überlassen, den wirklichen Grad der Zuspitzung dieser Krise zu begutachten und zu bestimmen, wie ihr entgegenzuwirken ist.

Iran’s offizielle Nachrichtenagentur ISNA: Die MEK ist eine größere Gefahr als die Explosion in Natanz

Iran – Proteste, November 2019 – Archivfoto

Am 20. April 2021 veröffentlichte die staatliche Nachrichtenagentur ISNA einen Artikel mit dem Titel „Gefährlicher als die Explosion in Natanz“. Dort wird betont, dass zwar solche Explosionen gefährlich für das Regime sind, doch dass die Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK), die führende Oppositionsgruppe gegen das Mullahregime, noch gefährlicher ist. In dem Artikel wird die Attraktivität der MEK für die Jugend und ihre Fähigkeiten zur Organisation von Aufständen und Protesten beschrieben. In dem Artikel wird auch vor den Aktivitäten der Widerstandseinheiten der MEK gewarnt und dass sich junge Menschen aus allen Bereichen des Lebens ihnen anschließen und sich auf einen Aufstand gegen das Regime vorbereiten. In dem Artikel wird auch darauf hingewiesen, dass nur ein kleiner Teil im Regime Angst vor der Hauptopposition und seiner Rolle bei der Organisierung der Jugend zu Aufständen hat.

Hier die Übersetzung der wichtigsten Auszüge des Artikels der Nachrichtenagentur ISNA:

Gefährlicher als die Explosion in Natanz

Laut der politischen Gruppe der Nachrichtenagentur ISNA hat der terroristische Akt des zionistischen Regimes in der Shahid Ahmadi Roshan Atomanlage die Alarmglocken schrillen lassen, weil eine erhöhte Wachsamkeit aller militärischen, geheimdienstlichen und sicherheitstechnischen Organe im System nötig ist. In einer Zeit, wo der zionistische Feind vom Widerstand der Islamischen Republik gegen seinen Druck verwundet ist, benötigt dieser solche Vergeltungsakte. Der Vorfall in Natanz war signifikant und sollte eine Provokation darstellen. Doch wir sollten uns bewusst sein, dass eine weit größere Zerstörung in unserem Land vor sich geht, die leider viele ignorieren. Es scheint, als würden die Alarmglocken für diese weit größere und gefährlichere Bedrohung nicht schrillen. Die Weigerung der Erkenntnis, dass die Köpfe unserer Jugendlichen, ihr Gewissen und ihre Psyche durch einen Erzfeind des Systems und der Revolution, die Mujahedin-e Khalq – MEK, vor allem durch den Cyberspace beeinflusst werden, ist extrem gefährlich.

Ali Khamenei macht MEK für die Proteste vom November 2019 verantwortlich und weist die Niederschlagung der Demonstrationen an

Natürlich hat der oberste Führer bereits zuvor davor gewarnt, dass „der Cyberspace leider leer ist“ und er hat damit Voraussicht und Taktik bewiesen. Es wurde damals erwartet, dass dieses Signal aufgenommen wird und dass bei dem Apparat im System die Alarmglocken schrillen würden und nun alle Kräfte mobilisiert werden, um gegen einen Feind vorzugehen, der in Sachen psychologischer Kriegsführung bis an die Zähne bewaffnet ist. Doch bisher haben wir keine angemessene Reaktion erlebt. Nach der Explosion bei der Anlage in Natanz haben wir eine Welle von Reaktionen und praktischen Maßnahmen (wie die Anreicherung auf 60% und die Installation von RIA 6 Zentrifugen) erlebt.
Der Grund dafür ist klar. Die Explosion in Natanz ist physisch sichtbar und jeder kann den Schaden mit seinen eigenen Augen sehen. Doch niemand sieht die zerstörerische Neutronenbombenexplosion, welche die MEK in den Herzen und Köpfen der Jugendlichen zündet. Der Feind redet seit 40 Jahren in seiner eigenen Sprache und er will nichts anderes, als die Islamische Republik zu stürzen. Imam Khomeini warnte bereits vor 41 Jahren vor ihr, vor allem nach der Rede von Rajavi in Amjadiyeh, wo Hunderttausende Jugendliche getäuscht und aufgehetzt wurden. Damals sagte der Imam in Bezug auf Rajavi:“ Unser Feind ist weder in den USA oder in der Sowjetunion oder sonst wo, er ist direkt hier in Teheran!“ (1982)
Heute führt der selbe Erzfeind seine Angriffe weiter auf unsere Jugend aus und setzt sie im Cyberspace einem heftigen Bombardement aus. Jeden Tag wird auf die wahren Probleme der Gesellschaft hingewiesen und die Jugend zu Chaos und Zerstörung verleitet. Jeden Tag wird versucht, zu vermitteln, dass die Menschen dem Coronavirus geopfert werden, um das System aufrecht zu erhalten und dass es ein „Corona des Velayat“ gibt, welches in der Gesellschaft verbreitet und zum Slogan der Menschen gemacht wird. Der Feind versucht, die Jugend davon zu überzeugen, dass Arbeitslosigkeit keine wirtschaftlichen Gründe hat und auch nicht, dass die Regierung dafür verantwortlich ist oder die Sanktionen des Westens oder die Verhandlungen, sondern das Korruption und Diebstahl in der gesamten Struktur des Systems der Grund dafür sind.
Die MEK ist in ihrem psychologischen Krieg so weit fortgeschritten, dass Massoud Rajavi eine Audio – Nachricht verbreitet, in der er explizit betont, dass „es einen großen Bürgerkrieg im Iran zwischen den Menschen gibt, zwischen denen, die für die Volksmojahedin (MEK) und für das Regime sind.“ Neue Wellen mit armen und unzufriedenen Jugendlichen produzieren neue Rekruten. Es ist nicht ohne Grund, dass bereits vor 41 Jahren der Imam in seiner historischen Rede über die MEK sagte:“ Der Feind startet einem Überfall nach dem anderen, er arbeitet mit den enttäuschten Jugendlichen, er spaltet sie und versucht, sie vom Weg abzubringen.“
Seine Warnung ist sehr ernst und sie lässt Raum für Reflektionen und spezifische Aktionen zu. Warum sehen wir nicht, dass die Rebelleneinheiten der MEK jede Nacht unsere Sicherheitszentren verbrennen und zerstören? Sehen wir nicht, dass sie jeden Tag versuchen, den sozialen Unmut zu vergrößern? Sehen wir nicht, wie sie die Jugendlichen aus ihren Arbeitsplätzen, Klassen und Universitäten heraus zerren und auf das Schlachtfeld der Gefahr und des Aufstandes werfen und wie sie mit einer eindimensionalen Sicht auf Probleme und Fragen ausgestattet werden, deren einzige Lösung dann die Konfrontation mit dem System ist…?

„Ein Aufstand erwartet die Mullahs im Iran“ – MEK Netzwerk vor den Präsidentenwahlen im Juni 2021

Ihre Arbeit hat einen Punkt erreicht, wo die psychologische Kriegsführung der MEK selbst bei den Bassidsch und den jungen Kräften im System einen zerstörerischen Effekt erreicht hat. In vielen Fällen finden sie dies sogar attraktiv. Der oberste Führer sagte einst:“ All unsere Bemühungen sollten darauf abzielen, die Jugendlichen zu schützen. Der Feind wird die Jugendlichen anziehen, sie wieder herunter bringen und dann für ihre Zwecke ausnutzen.“ Wir müssen lernen, dass diese zerstörerische Kraft größer ist als die Zerstörung einer Atomanlage oder anderen Sicherheitsanlagen. Der Anschlag auf unsere Sicherheitszentren ist eine ernste und wichtige Frage, aber dies sind nur taktische Schläge, die zu kompensieren sind. Doch der Schlag, den die Angreifer auf die menschliche Struktur unserer Gesellschaft und das System verüben, sind ein strategischer und irreparabler Schlag.