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Struan Stevenson – Die Explosion sollte ein Weckruf für den Todesgriff der Hisbollah auf den Libanon sein

Von Struan Stevenson

In einem Artikel vom 24. August in United Press International (UPI), beschreibt Stevenson die kürzliche Explosion in Beirut als „Weckruf für den Würgegriff der Hisbollah im Libanon“.

Die Proteste des Volkes haben sich nach der tragische Explosion in Beirut (Libanon) gegen das iranische Regime und seine Marionette der Terrorgruppe Hisbollah gerichtet. Dies hatte eine große Auswirkung auf die libanesische Gesellschaft und das iranische Regime und seine Terrorgang, schrieb Struan Stevenson, ein früherer Abgeordnert des EU Parlaments.
In einem Artikel vom 24. August in United Press International (UPI), beschreibt Stevenson die kürzliche Explosion in Beirut als „Weckruf für den Würgegriff der Hisbollah im Libanon“.
„Die Explosion von Beirut sollte ein Weckruf für alle sein. Das klerikale Regime im Iran ist das Problem und nicht die Lösung“, schrieb Stevenson.

Hier der vollständige Text seines Artikels auf der Webseite von UPI:

Seit drei Jahrzehnten steht der Libanon unter dem Würgegriff der Hisbollah, einer vom Iran unterstützten schiitischen Terrororganisation.
Die Hisbollah ist eine militärische Gruppe, die in nicht unerheblicher Zahl in der libanesischen Armee vertreten ist. Sie zahlt im Libanon keine Steuern und erhält Geld, Waffen und Waren aus dem Iran. Sie leiten ein großes Drogenimperium in Europa und in Amerika und sammeln dort jedes Jahr Milliarden Dollar aus dem Verkauf von Kokain, dem Waffenhandel und der Geldwäsche sowie anderen kriminellen Aktivitäten ein.

 

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Sie unterstützte Bashar al-Assad im blutigen Bürgerkrieg in Syrien und nutzte dabei seine Waffenkanäle und sein militärisches Personal und die anderen iranischen Söldnergruppen. Sie ist als terroristische Organisation in vielen Staaten gelistet, unter anderem in den USA und in den Golfstaaten und sie wurde mit Sanktionen und Boykotten überzogen, welche auch die Wirtschaft des Libanon zerstörten.
Die Hisbollah hat eine grausame Geschichte. Sie steht hinter Duzenden von großen terroristischen Anschlägen im Libanon und im Ausland, unter anderem bei dem Anschlag von 1983 auf eine Kaserne in Beirut, bei dem 307 Menschen getötet wurden, darunter 241 US Soldaten, 58 französische Soldaten, sechs Zivilisten und die beiden Angreifer. Die Hisbollah nutzte bei dem Anschlag zwei Lastwagen, die mit Ammoniumnitrat gefüllt waren.
Der Generalsekretär der Hisbollah, Hassan Nasrallah, hat immer wieder seine Treue gegenüber Ajatollah Ali Khamenei, dem obersten Führer des Iran, dokumentiert. Unter dem Einfluß des iranischen Regimes hat sich der Libanon quasi in eine iranische Provinz verwandelt. Die Hisbollah ist direkt für das Leid des libanesischen Volks verantwortlich.
Die Hisbollah ist auch für die schreckliche Explosion am 4. August 2020 verantwortlich, welche Beirut erschütterte. Über 180 Menschen wurden getötet und mehr als 5000 verletzt. Die Explosion in Beirut fand durch das Entzünden von 2750 Tonnen Ammoniumnitrat statt, welches seit 2013 am Hafen lagerte. Das Ammoniumnitrat wurde von einem russischen Frachtschiff entladen, welches in einem Hafen im Mittelmeer beschlagnahmt worden war.
Obwohl es mehrfach Warnungen gab, dass diese Lagermenge einer hoch explosiven Chemikalie zusammen mit weitreichender Inkompetenz und Korruption, zu der die Hisbollah mit seiner Kontrolle im Libanon beigetragen hat, zu einer Katastrophe führen könnte, wurde an der Lagerung fest gehalten.
Presseberichte zeigen, dass der Zollchef von Beirut, Badri Daher, das Ammoniumnitrat verkaufen wollte, aber von den Gerichten dafür keine Erlaubnis erhielt, welche behaupteten, dass dies außerhalb ihrer Zuständigkeit liegt. Das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Verkehr, das Innenministerium und die Hafenbehörde von Beirut sowie die libanesische Zollbehörde werden alle von separaten religiösen politischen Fraktionen geleitet und es gab Streitigkeiten darüber, wer von dem Kauf profitiert und wer dessen Gewinne in seine eigene Tasche steckt.
Wir überall in Beirut sonst auch, gab es keine Entscheidung ohne die Zustimmung der Hisbollah. Wucher und Korruption sowie die übliche institutionalisierte Unbeholfenheit sorgten dafür, dass das explosive Material langsam in einem Status der Zersetzung zerfiel, während die verschiedenen Gruppen immer noch um ihren persönlichen Vorteil stritten. Das Unvermeidliche war die größte nicht atomare Explosion der Geschichte, welche 300.000 Menschen obdachlos machte und die zahllose Leben, Eigentum und Geschäfte zerstörte.
Der Rücktritt der libanesischen Regierung und die folgenden Massenproteste auf den Straßen werden nicht dafür sorgen, dass der Würgegriff der Hisbollah im Libanon beendet wird. Diese rauchende Ruine, die von Paris bis in den Mittleren Osten reicht, ist eine tragische Erinnerung daran, dass das Krebsgeschwür des Fundamentalismus des iranischen Regime diese Zone gegeißelt hat. Die Hisbollah ist weiterhin präsent und sie wird die internationale Hilfe blockieren, welche so dringend benötigt wird, um die Stadt wieder aufzubauen.
Die Weltbank, der Westen und die arabischen Staaten werden nun sicher eine große Menge Geld in eines der korruptesten und terroristischen Länder der Welt schicken. Es wurden bereits zahlreiche große iranische Frachtflugzeuge gesehen, die seit der Explosion am Flughafen von Beirut gelandet sind und es wird dabei vermutet, dass die großen 747 Maschinen weder Notfallmaterial noch medizinische Ausrüstung dabei hatten. Die Mullahs waren schon immer groß darin, solche Operationen für ihre Propaganda auszunutzen und üblicherweise sind Teams von Fotografen und TV Kameras dabei, wenn sie solche Ereignisse dokumentieren.


Doch dieses Mal kommen und gehen all die Frachtflugzeuge ohne Ankündigung und das führt dazu, dass vermutet wird, dass diese Explosion eher dazu genutzt wird, um größere Mengen von Waffen und Truppen nach Damaskus zu schicken. Es wurden auch entsprechende Flugzeuge über Damaskus gesehen, welche verbotene Munition ausluden, welche von den USA unter die Sanktionsliste fallen, weil sie Teil der auf der Terrorliste befindlichen Islamischen Revolutionsgarden sind, der Gestapo des iranischen Regimes.
Der französische Präsident Emmanuel Macron war der erste ausländische Anführer, welcher die zerstörte Stadt besuchte. Er rief zu einer neuen Regierung von Technokraten auf, welche nun installiert werden soll und in der die Hisbollah nicht enthalten ist. Die iranischen Mullahs zeigten sofort eine wütende Reaktion darauf, weil dieser Zug ihren Einfluß im Libanon begrenzen würde. Macron wandte sich direkt an die Hisbollah und sagte, dass ihre Priorität die Bedürfnisse des libanesischen Volks und nicht die ihrer iranischen Unterstützer sein sollten. Seine Aussagen wurden schnell von Teheran verurteilt. Ein Sprecher des Außenministeriums, Abbas Mousavi, erklärte:“ Die Explosion sollte nicht für politische Ziele mißbraucht werden. Einige Länder versuchen, diese Explosion für ihre Interessen zu politisieren.“
Zwei Wochen nach der tödlichen Explosion ist der Libanon immer noch in einem Schockzustand. Doch die Mullahs in Teheran beobachten die Entwicklungen sehr genau. Ihre eigene Wirtschaft befindet sich im freien Fall, nachdem sich US Präsident Donald Trump aus dem Atomdeal zurück zog, den der vorherige Präsident Barack Obama abgeschlossen hatte und nachdem harte Sanktionen verhängt wurden. Das theokratische Regime kämpft nun um sein Überleben.
Die grassierende Korruption und die Inkompetenz der Mullahs zeigt sich in der Zahl von 93.000 Toten durch den Coronavirus und der schlimmen Armut im Land, welche mehr als 70% des iranischen Volkes zwingt, mit einem Einkommen zu überleben, welches unterhalb der internationalen Armutsgrenze liegt. Es gibt steigende Spannungen und die Mullahs haben Angst vor einer neuen Revolution, welche sie von der Macht stoßen könnte. Ihre Antwort darauf ist die Antwort, die sie immer gaben und geben. Sie steigern die Unterdrückung im Iran und ebenso ihre Aggressionen im Mittleren Osten.
Sie hoffen, dass die fortgesetzte Unterstützung von Bashar al-Assad in Syrien, der Huthi Rebellen im Jemen und der brutalen schiitischen Milizen im Irak und der Hisbollah im Libanon den Westen genug Angst einjagt, damit er mit seiner Politik der Beschwichtigung fortsetzt. Das Chaos durch die Explosion in Beirut sollte ein Weckruf für all diese Beschwichtiger sein. Das klerikale Regime im Iran ist das Problem und nicht die Lösung.

Struan Stevenson ist der Koordinator für die Kampagne für einen Wandel im Iran. Er war von 1999 – 2014 Abgeordneter im EU Parlament für Schottland, 2009 – 2014 Präsident der parlamentarischen Delegation für die Beziehungen mit dem Irak und von 2004 – 2014 Vorsitzender der Freunde für einen freien Iran im Parlament. Heute ist er ein internationaler Dozent für den Mittleren Osten und Präsident der Europäischen Vereinigung für einen freien Irak.

Iran: Eine Gruppe von Gefangenen in Einzelhaft zu einem Hungerstreik im Dastgerd-Gefängnis in Isfahan


Das Gefängnis von Dastgerd/Isfahan

Dringender Aufruf zum Handeln, um Häftlingen das Leben zu retten, und Aufruf zum Besuch der Gefängnisse durch internationale Ermittlungskommissionen

In dem Gefängnis von Dastgerd/Isfahan sind mindestens 20 junge Häftlinge, die sich in Einzelhaft befinden, vor einigen Tagen in einen Hungerstreik eingetreten, um gegen die unmenschlichen Zustände des Gefängnisses zu protestieren. Sie fordern ihre Verlegung in eine öffentliche Abteilung.

Diese Häftlinge, von denen sich einige schon seit sechs Jahren im Gefängnis befinden, werden seit vier Monaten in Einzelhaft gehalten. Die meisten von ihnen wurden wegen Zusammenstößen mit den repressiven Staatlichen Sicherheitskräften verhaftet.

Die Folter und die Mißhandlungen sowie die harten Zustände des Gefängnisses von Dastgerd und besonders der für die Einzelhaft bestimmten Zellen sind so unmenschlich, daß einige der Häftlinge in den zurückliegenden Monaten Selbstmord begangen haben. Die Angehörigen dieser Häftlinge dürfen sie nicht besuchen; diese können mit ihnen keinen Kontakt aufnehmen.

Der iranische Widerstand fordert die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft dringend zum Eingreifen auf, damit den Häftlingen im Iran das Leben gerettet wird. Er wiederholt die von Frau Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI), erhobene Forderung, eine internationale Ermittlungskommission zu bilden und sie in den Iran zu entsenden – zum Besuch der Gefängnisse und zum Gespräch mit den Häftlingen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)

den 25. August 2020

 

Iran: Botschaft von Massoud Rajavi am 26. August 2020

Außer den für das Attentat an meinem Bruder Kazem Verantwortlichen müssen alle, die die Verbrechen des herrschenden religiösen Faschismus im Iran und im Ausland im Auftrag gegeben bzw. ausgeführt haben, mit Sanktionen belegt und bestraft werden.

Dazu gehören jene, die für das

in Wien auf Ghassemblou,

in Paris auf Bakhtiar und Boroumand,

in Bonn auf Fereydoun Farokhzad,

in Istanbul auf Akbar Ghorbani,

in Berlin auf Sharafkandi,

in Rom auf Naghdi,

in Istanbul auf Zahra Rajabi und Ali Moradi,

in Karachi auf Mohammad Hassan Arbab

verübte Attentat sowie jene, die für Dutzende weiterer Attentate

verantwortlich waren.

Zu diesen Verbrechen kommen hunderte weitere Terror-Akte hinzu, die die den Iran beherrschende Theokratie am iranischen Widerstand, den Peshmargas und unseren kurdischen Brüdern auf irakischem Boden und im irakischen Kurdistan begangen haben.

Fünfzehn Jahre Gefängnis, Beschlagnahmung des Hauses und Eigentums und Desintegration der Familie für den Vorwurf der Unterstützung der MEK


Hassan Sadeghi und seine Frau Fatemeh Mosanna wurden am 28. Januar 2013 mit ihren Kindern von den Sicherheitskräften des iranischen Regimes in Teheran bei einer Familienfeier für das Begräbnis seines Vaters verhaftet.
Hassan Sadeghi und seine Frau Fatemeh Mosanna wurden am 28. Januar 2013 mit ihren Kindern von den Sicherheitskräften des iranischen Regimes in Teheran bei einer Familienfeier für das Begräbnis seines Vaters verhaftet. Ihre Tochter wurde drei Tage später freigelassen und ihr minderjähriger Sohn wurde nach etwa eineinhalb Monaten aus dem Gefängnis entlassen.
Hassans Vater Gholam Hussain Sadeghi war ein Mitglied der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK). Er starb in einem Krankenhaus in Bagdad im Januar 2011. Hassan und Fatemeh lebten im Iran und waren politisch nicht aktiv. Sie wurden nur dafür festgenommen, dass sie ein Begräbnis für Hassans Vater begingen. Ihr Haus und ihr Eigentum wurden beschlagnahmt und sie wurden zu 15 Jahre Gefängnis verurteilt.
Am 19. August 2020 wurde Fatemeh Mosanna ins Taleghani Krankenhaus in Teheran gebracht, nachdem sich mehrere gesundheitliche Probleme bei ihr verschlimmert hatten. Frau Mosanna wurde mit Handschellen an das Bett im Krankenhaus gefesselt und der Zugang zu ihren Angehörigen wurde ihr verweigert. Ihre Kinder reisten ins Krankenhaus, erhielten aber keine Erlaubnis, sie zu besuchen. Zwischen Januar 2019 und heute konnte sich Fatemeh nur dreimal mit ihrem Mann im Rajai Shahr Gefängnis in Karadsch treffen.
Fatemeh Mosanna und Hassan Sadeghi wurden vom Zweig 26 des Revolutionsgerichts durch den Richter Ahmadzadeh beide zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, weil ihnen „Moharebeh“ oder „Wagen des Kriegs gegen Gott“ dadurch vorgeworfen wurde, dass sie die MEK unterstützt hätten. Das gleiche sogenannte Gericht hat die Beschlagnahmung des Eigentums der Familie angeordnet und das Hauptquartier für die Ausführung der Direktiven des Imam hat im Februar 2019 Herrn Sadeghis Geschäft beschlagnahmt. Das Haus wurde im April 2020 beschlagnehmt.
Das Hauptquartier für die Ausführung der Direktiven des Imam ist eine der Institutionen unter der Kontrolle des Obersten Führers des Regimes Ali Khamenei, die über 60 Prozent des Nationaleinkommens verfügen.
Fatemeh Mosannas Verhaftung im Jahr 2013 war nicht die erste ihrer Art. Schon als sie 13 Jahre alt war, wurde sie zusammen mit ihrer Mutter festgenommen und beiden wurde das Wagen des Krieges gegen Gott durch die Unterstützung der MEK zur Last gelegt. Ihre drei Brüder wurden wegen des gleichen Vorwurfs in den 1980er Jahren hingerichtet, ebenso die Frau eines ihrer Brüder.
Die Familie Sadeghi ist nur eine von Tausenden, die praktisch aufgelöst wurden, weil bestimmte Personen ins Gefängnis kamen und gefoltert und hingerichtet wurden für die Unterstützung der MEK. In den letzten vier Jahrzehnten haben die inhumanen Maßnahmen des Kleriker Regimes eine solche Atmosphäre des Terrors in der Gesellschaft geschaffen, dass es niemand wagt, sich der MEK zu nähern und Sympathie für sie zu äußern. Gleichzeitig propagieren das Regime und seine Lobbys außerhalb des Iran die Darstellung, dass die MEK keine Basis in der Bevölkerung innerhalb des Iran habe.
Trotz alledem sind die MEK und ihre Widerstandseinheiten klar in der iranischen Gesellschaft präsent mit täglichen Aktivitäten, die die breitgestreute Unterstützung der Gruppe in der Bevölkerung demonstrieren. Bei den Massenaufständen in den Jahren 2018 und 2019 haben der Oberste Führer Ali Khamenei und einige führende Amtsträger des Regimes ausdrücklich die Rolle der MEK und ihrer Widerstandseinheiten bei dem Voranbringen und bei der Organisation der Proteste eingeräumt.
Aber zugleich haben die Amtsträger versucht, die Gangbarkeit der MEK vor der internationalen Öffentlichkeit zu verbergen durch das Betreiben einer Dämonisierungskampagne in großem Stil, bei der Söldlinge des Ministeriums für Nachrichtendienste als Verwandte von Mitgliedern des MEK auftraten. Das Ziel dabei war, die eigenen Söldlinge in das albanische Hauptquartier der Gruppe zu schicken, wobei sie getarnt waren als Familienangehörige von MEK Mitgliedern und die Aufgabe hatten, Informationen für mögliche terroristische Operationen gegen die MEK zu sammeln. Dazu hat eine „Rescue Association“ [Rettungsorganisation], die mit dem Ministerium für Nachrichtendienste verbunden ist, mehrere Petitionen an albanische Behörden geschickt, die von „Angehörigen“ von MEK Mitgliedern unterzeichnet war und Visa für diese „Angehörigen“ beantragt hat.
Unter anderem heißt es in einer Erklärung der „Rescue Association“: „Am Montag, dem 20. April 2020, wurden Bemühungen unternommen, Unterschriften zu sammeln für ein Schreiben an die Regierung und das Außenministerium in Albanien, in dem Visa für Angehörige beantragt wurden für einen Besuch der ihnen Nahestehenden… In der zweiten Woche wurden Vertreter der Rescue Association in 27 Provinzen des Landes aktiv. Es gab Unterschriften aus verschiedenen Städten des Iran und sogar aus anderen Ländern“.
Die wohlmeinende Erklärung des Regimes für diese Aktivitäten ist natürlich absurd und besteht aus blanken Lügen. Es ist nicht vorstellbar, dass das Regime Sympathie für Familienangehörige von MEK Mitgliedern hegt oder ein Interesse daran haben sollt, dass sie wieder miteinander vereint werden, wenn man in Betracht zieht, dass bei den wirklichen Angehörigen Häuser und Eigentum beschlagnahmt worden sind und dass sie zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt wurden nur für die Ausrichtung einer Begräbnisfeier für einen nahen Verwandten, der die MEK unterstützt hatte.

Die iranischen Grenzhändler sind die Opfer von Unterdrückung und Armut : 24 Tote in 5 Monaten


Das iranische Regime und seine Grenztruppen setzen mit ihrer Ermordungswelle von verarmten Grenzhändlern fort, welche schwere Lasten tragen müssen, um ihre Familien zu ernähren. Diese Jobs sind ein direktes Resultat der institutionalisierten Korruption und der Ausplünderung des nationalen Wohlstandes durch das iranische Regime. Mit anderen Worten: Die armen iranischen Grenzhändler stehen unter dem doppelten Druck von Unterdrückung und Armut.

Hadi Khedri, ein 22 Jahre alter Grenzhändler, wurde am 13. August 2020 von IRGC Soldaten getötet.

Berichte aus dem Iran zeigen, dass das Regime mindestens 24 Grenzhändler in den letzten 5 Monaten getötet hat. Diese Menschen gehören zu den ärmsten Bevölkerungsteilen des Landes, sie müssen ihre Waren auf dem Rücken tragen, um ihre Familien zu ernähren und sie arbeiten unter schwersten Wetter- und Arbeitsbedingungen. Duzende Grenzhändler wurden verletzt und viele weitere inhaftiert. Einige Medien berichteten, dass zwischen April und Juli 2020 mindestens 32 Grenzhändler ermordet wurden. Die Statistiken einiger iranischer Nachrichtenagenturen zeigen, dass die Revolutionsgarden (IRGC) mindestens 79 Grenzhändler im letzten Jahr aus kürzester Distanz erschossen haben.
In der letzten Woche haben die IRGC Soldaten mindestens sechs Grenzhändler in Nowsud, Baneh und Urmia (Nordwestiran) durch direkte Schüsse verwundet. Fünf Grenzhändler wurden am 18. August in Baneh und Nowsud verwundet. Am 15. August schossen Grenztruppen des iranischen Regimes im Grenzgebiet von Urmia direkt auf Grenzhändler und verwunderten einen von ihnen und drei weitere wurden verhaftet.

Farhad Khosravi, ein 14 Jahre alter Grenzhändler, starb an Unterkühlung an der iranischen Grenze nahe Marivan.

Der gleiche Bericht zeigt auch, dass am 13. August die IRGC das Feuer auf eine Gruppe von Grenzhändlern eröffnete, welche sich nahe der Ortschaft Kuran in Urmia befand. Dabei wurde der 37 Jahre alte Grenzhändler Seraj Ahmadi getötet und zwei weitere Grenzhändler verletzt.
In der Statistik der letzten Monate über tote oder verletzten Grenzhändler sind nicht diejenigen enthalten, welche zu Tode stürzten, erfroren oder unter Geröll verschüttet wurden.
Der Job des Grenzhändlers ist einer der schwierigsten und gefährlichsten Jobs, doch die armen Bürger der Grenzregionen im Iran in den Provinzen Kurdistan und Ost – Aserbaidschan sind wegen der katastrophalen wirtschaftlichen Bedingungen gezwungen, diese Arbeit zu machen.
Natürlich ist die institutionalisierte Korruption und die Ausplünderung des nationalen Wohlstandes sowie die Reduzierung von Jobmöglichkeiten dafür verantwortlich, dass eine große Zahl der Bürger in Kurdistan und Ost – Aserbaidschan in Armut leben. Dies alles sorgt dafür, dass der schwierige Job des Grenzhändlers immer stärker genutzt wird. Der Grund liegt einzig und allein darin, dass die Menschen so arm und verzweifelt sind, dass sie alles tun, nur um zu überleben. Viele der jungen Grenzhändler sind gut ausgebildet und haben hochwertige Abschlüsse, doch sie finden einfach keine andere Arbeit.
Der kriminelle Umgang des iranischen Regime mit den Grenzhändler sorgt für eine gewaltige soziale Welle der Empörung und Wut.

Iranische Grenzhändler sind Opfer von Unterdrückung und Armut

Ende Juli 2020 verurteilte das Gericht von Baneh zehn Bürger aus Baneh zu insgesamt 30 Monaten Haft und 250 Peitschenhieben. Diese Menschen hatten 2017 nach der Ermordung von zwei Grenzhändler in Baneh protestiert und wurden dabei verhaftet und inhaftiert.
Am 2. August berichteten Nachrichtenagenturen, dass es eine Erklärung von 80 Gewerkschaften und Handelsunionen in der Welt mit dem Titel „Die Grenzhändler dürfen nicht vergessen werden“ gibt, in der die Politik des klerikalen Regime gegen die Grenzhändler verurteilt und zu einem Ende des Massakers an den Grenzhändlern aufgerufen wird.

Das harte Leben der Grenzhändler im iranischen Kurdistan
Zeitgleich begann eine Kampagne auf den sozialen Medien unter dem Hashtag #کولبر_نکشید oder #don’t kill porters, die nun weltweit Beachtung findet. Diese Kampagne erlebt eine breite Berichterstattung und zwang die staatlichen Medien des Regimes, auf diese Volksbewegung mit ihrem berechtigten Ärger zu reagieren. Es war nicht verwunderlich, dass sie dabei als „kriminelle Kampagne, getragen von ausländischen Elementen und Dissidenten“ bezeichnet wurde.
Die staatliche Noor (Licht) News, die in enger Verbindung zum Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Regimes steht, reagierte auf die Forderungen in den sozialen Medien zum Ende der Ermordungen der Grenzhändler mit folgenden Worten:” Die Welle der „Stoppt die Ermordung der Grenzhändler“ wurde von Dissidenten und organisierten Usern aufgebaut“

Das harte Leben der Grenzhändler im iranischen Kurdistan

Die Verbrechen der IRGC und der Staatlichen Sicherheitskräfte beschränken sich nicht nur auf die Grenzhändler. Es gibt tägliche Berichte darüber, wie Menschen von den Staatlichen Sicherheitskräften und der Polizei erschossen werden, weil sie Wasser oder Benzin transportieren, um ihre Lebenskosten zu decken. Diese tragischen Vorfälle passieren vor allem in dem Armenvierteln im Süden und Südwesten des Iran.
Das Mullahregime unterdrückt die verarmte Bevölkerung in den Grenzregionen. Die Menschen versuchen, mit dieser Arbeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Zur gleichen Zeit werden Milliarden Dollar des iranischen Wohlstandes für Terrorismus und terroristische Gruppen wie die Hisbollah im Libanon verschleudert. Das iranische Volk hat auch aufgrund dieser Tatsache während der Aufstände „Nein zu Libanon, Nein zu Gaza, mein Leben gehört dem Iran“ gerufen und deutlich gemacht, dass der Sturz des Regimes die einzige Lösung ist, die aktuelle Situation zu beenden.

Iran: Die in dem berüchtigten Gefängnis von Qarchak aus politischen Gründen inhaftierten Frauen leiden unter gefährlichen, katastrophalen Zuständen


Der Frauenausschuß des NWRI

Frau Maryam Rajavi ruft dringend zu Maßnahmen auf, die geeignet wären, das Leben der aus politischen Gründen inhaftierten Frauen zu retten; sie fordert die Bildung einer internationalen Ermittlungskommission, die die iranischen Gefängnisse und die politischen Gefangenen, besonders die inhaftierten Frauen, besuchen sollte.

Das Leben der in dem berüchtigten Gefängnis von Qarchak bei Varamin aus politischen Gründen inhaftierten Frauen ist in Gefahr. Nicht nur sind – während der Epidemie – ihre Lebensumstände, besonders die sanitären Verhältnisse, katastrophal; sie ermangeln auch der Sicherheit, denn sie werden von gefährlichen Verbrechern, die das Geheimdienstministerium anheuert, mißhandelt und bedroht.

Schon seit fünf Tagen sind die Toiletten der Abteilungen nicht mehr in Gebrauch. Der Gestank des Abwassers durchdringt sämtliche Abteilungen. Doch die Gefängnis-Behörden sehen vorsätzlich von jeglicher Aktion ab, die das Problem beheben könnte. Diese Situation trägt unter den Häftlingen zu der Verbreitung ansteckender Krankheiten undAtemstörungen bei.

Obwohl viele von den Häftlingen mit dem Coronavirus infiziert wurden, wird ihnen nicht einmal ein Mindestmaß von Desinfektions-mitteln und sonstiger Ausrüstung zur Verfügung gestellt; sie müssen sie für teures Geld kaufen.

Die Gefängnisärzte vernachlässigen die infizierten Häftlinge; sie suchen die Abteilungen in zwei oder drei Monaten nur einmal auf.

Der Preis zahnärztlicher Dienste ist so groß, daß die inhaftierten jungen Frauen und Mädchen, wenn sie Zahnschmerzen haben, ihre Zähne ziehen lassen müssen.

Unlängst wurden auf Befehl des Gefängnisleiters von Qarchak in die Abteilung der politischen Gefangenen gefährliche Verbrecher geschickt, die unter ihnen Streit anzetteln und sie brutal behandeln sollten. Das Leben der aus politischen Gründen gefangenen Frauen Forough Taqipour, Parastoo Mo‘ini und Zahra Safaei ist ernsthaft in Gefahr. Schon am 13. Juni 2020 hatte Zahra Safaei von einigen angeheuerten Häftlingen Todesdrohungen erhalten.

Im vergangenen Jahr bediente sich das religiöse Regime derselben Taktik: es ließ den politischen Gefangenen Alireza Shir Mohammad Ali in der Haftanstalt von Groß-Teheran (a. k. a. Fashafouyeh) am 10. Juni 2019 erstechen.

Weithin verteilen die Behörden in dem berüchtigten Gefängnis von Qarchak Tramadol und Methadon, so daß die Häftlinge abhängig werden und dadurch die Fähigkeit zum Protest verlieren. Die Lage in diesem Gefängnis ist so unerträglich, daß gelegentlich normale Häftlinge Selbstmord begehen.

Im Evin-Gefängnis verlor die politische Gefangene Fatemeh Mosanna am 19. August 2020 wegen Fieber und Erkältung das Bewußtsein; darnach wurde wurde sie in das Teheraner Taleghani-Krankenhaus gebracht. Höchstwahrscheinlich ist sie mit dem Coronavirus infiziert worden. Doch selbst ihre Kinder durften sie nicht besuchen. Fatemeh Mosanna und ihr Ehemann wurden beide zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt – wegen „Schürens zum Krieg gegen Gott und Ungehorsams“ -, weil sie die „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK)“ unterstützen. Sie wurden vor fünf Jahren ins Gefängnis gebracht. All ihr Eigentum, darunter ihr Haus und ihr Geschäft, wurden vom „Hauptquartier zur Ausführung des Befehls von Imam Khomeini“ konfisziert.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran, rief erneut den Generalsekretär der Vereinten Nationen, die Hohe Kommissarin für die Menschenrechte, den Menschenrechtsrat, die zuständigen Sonderberichterstatter und internationale Organisationen, die für die Menschenrechte und die Rechte der Frauen eintreten, dazu auf, umgehend Schritte zur Rettung der aus politischen Gründen inhaftierten Frauen zu unternehmen. Sie wies erneut auf die Notwendigkeit hin, eine internationale Ermittlungskommission zum Besuch der iranischen Gefängnisse und Häftlinge, besonders der politischen Gefangenen und der inhaftierten Frauen, zu entsenden.

Iran_ Women Political Prisoners in the Notorious Qarchak Prison Are in Dangerous and Catastrophic Conditions – NCRI

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Frauenausschuß des Nationalen Widerstandsrates des Iran

den 24. August 2020

Um die Erklärung anzusehen, klicken Sie hier, bitte, die offizielle Website des Frauenausschusses des NWRI an.

Um die verhängnisvollen Aktivitäten des iranischen Regimes zu beenden, sollte man mit seinem schlimmsten Verbrechen anfangen


Im September wird die nächste Vollversammlung der Vereinten Nationen stattfinden. Eines der wichtigsten weltweiten Themen derzeit ist der Iran. Da der Vordere und Mittlere Osten und die internationale Gemeinschaft unter Terrorismus und Verletzungen der Menschenrechte leiden, ist es dringend notwendig, dass sie eine vereinte Front gegen das Mullah Regime bilden, das der größte staatliche Förderer von Terrorismus ist und den Rekord bei der Zahl der Hinrichtungen pro Kopf innehat.
Das Regime ist weithin als führender staatlicher Förderer von Terrorismus anerkannt und das ist offensichtlich ein Anreiz zu multilateralem Handeln, besonders bei denen, die riskieren, Ziel dieses Terrorismus zu werden. Ein großer Teil der terroristischen Aktivität des iranischen Regimes wird durch ein ausgeklügeltes Netz von Verbündeten und Stellvertretergruppen kanalisiert und damit wird angezeigt, wieweit die Forderungen der Welt nach Rechenschaft gehen sollten.
Der vom Iran gedeckte Terrorismus sollte ein großes Thema der Diskussionen in der UNO Vollversammlung sein. Die Mitgliedstaaten der UNO können mehr Gemeinsamkeiten finden, wenn sie die Diskussionen aus der Rechenschaftspflicht für verhängnisvolle Aktivitäten ableiten, die sowohl unbestreitbar als auch unleugbar dem Einflussbereich der Autoritäten des Regimes zuzuordnen sind und von niemandem sonst.
Leider haben die Verletzungen der Menschenrechte im Inland des Iran in der Regel nicht die Behandlung erfahren wegen der Appeasement Politik. Für die demokratischen Nationen der Welt ist es ein moralischer Imperativ, dies mit einer Top Priorität in den Diskussionen über die internationale Politik zu versehen. Und sicherlich schadet es nichts, dass es einen praktischen Wert hat, wenn das geschieht. Falls irgendjemand sich dagegen stellt, das iranische Regime für seinen Terrorismus im Ausland zur Rechenschaft zu ziehen, würde seine Ausrichtung für alle sichtbar bloßgestellt, wenn er zuerst herausgefordert würde, eins der schlimmsten Verbrechen zu verteidigen, das sich seit dem Zweiten Weltkrieg ereignet hat.
Genauso haben einige Experten das Massaker des iranischen Regimes an politischen Gefangenen 1988 charakterisiert. Eine Tonbandaufzeichnung, die ein Amtsträger gemacht hat, der damals als Erbe Ruhollah Khomeinis ausersehen war, enthüllt, wie einige Augenzeugen des Massakers es erlebt haben, als es sich ereignete. Der Amtsträger, Hossein Ali Montazeri, nannte die monatelange Kampagne der Massenhinrichtungen „das schlimmste Verbrechen der Islamischen Republik“.
Die genannte Aufzeichnung sickerte nicht an die Öffentlichkeit durch bis 2016, als sie das aber tat, half sie dabei, einige der schockierendsten Details zu bestätigen, darunter die Tatsache, dass zu den Opfern schwangere Frauen und Kinder im Alter von 13 Jahren gehörten. Einiges davon war schon bloßgestellt worden, weil die Organisation der Volksmudschahedin des Iran ( PMOI-MEK ) im Laufe der Jahre zahllose Zeugenaussagen von Überlebenden des Massakers präsentiert hatte. Die MEK war das Haupt-Ziel des Massakers und die Zahl der Todesopfer des Massakers von 1988 belief sich insgesamt auf mehr als 30 000 Personen.
Teheran hat mehrere Versuche unternommen, das Töten im Rückblick zu rechtfertigen. Aber die Wahrheit ist, dass ein Augenzeuge nach dem anderen hervorgetreten ist, um zu bestätigen, dass den Menschen, die vor die „Todeskommissionen“ in den iranischen Gefängnissen kamen, keine Beweise für schwere Verbrechen vorgelegt wurde, sondern dass sie nur aufgefordert wurden, ihre politischen Verbindungen und ihre Ansichten über die theokratische Diktatur offenzulegen. Alle, die ihre Bindungen an die MEK erklärten und sich den Forderungen des Regimes nicht unterwarfen, wurden ohne weiteres hingerichtet. In vielen Fällen, dauerten ihre Gerichtsverhandlungen nur wenige Minuten und die Betreffenden wurden gruppenweise aufgehängt.
Das Massaker von 1988 und die Straflosigkeit, die das Mullah Regime seither genossen hat, wurde ein beispielhaftes Muster für die nachfolgenden drei Jahrzehnte der Niederschlagung von Abweichungen. Und dieses Muster ist immer noch gültig, wie es die Reaktion der Behörden auf einen prodemokratischen Aufstand im November2019 beweist, die 1500 friedliche Protestierer als Tote und Tausende in den Gefängnissen hinterließ.
Das Fortdauern diese Menschenrechtsverletzungen kann auf ein Gefühl der Straflosigkeit zurückgeführt werden, das sich im iranischen Regime breitgemacht hat. Dies wiederum kommt daher, dass die internationale Gemeinschaft es beständig nicht geschafft hat, dem Massaker den prominenten Platz einzuräumen, den es in den Diskussionen über die internationale Politik, soweit sie den Iran und sein herrschendes Regime betreffen, verdient.
Bis heute ist keine einzige Person für das Töten zur Rechenschaft gezogen worden, obwohl mehrere Täter noch leben und in der Führungsstruktur des Regimes fest etabliert sind. Sowohl der derzeitige Chef der Justiz als auch der derzeitige Justizminister waren in den Todeskommissionen von 1988 tätig. Ihr Handeln heute lässt wenig Zweifel daran, dass sie zu der politischen Gewalt stehen, die zu der Zeit offene staatliche Politik wurde.
Dasselbe kann gesagt werden über das Handeln des gesamten Regimes. Seine politische Gewalt im Inland ist nur die andere Seite der Medaille seiner terroristischen Operationen im Ausland. Aber die Niedertracht hinter dem Massaker von 1988 ist offensichtlicher als alles sonst. Deshalb muss die internationale Gemeinschaft das iranische Regime für sein Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Jahr 1988 zur Rechenschaft ziehen.

Überlebende des Massakers von 1988, Politiker und Rechtsexperten rufen die UN zur Untersuchung des Verbrechens gegen die Menschlichkeit auf

Überlebende des Massakers von 1988 an politischen Gefangenen, Politiker und internationale Rechtsexperten riefen am Sonntag in einer virtuellen Konferenz zusammen mit Menschenrechtsvertretern die Vereinten Nationen und ihre Mitgliedsstaaten auf, eine unabhängige Untersuchung über das Massaker zu beginnen.
Nach einer Fatwa der damaligen oberstes Führers des iranischen Regimes, Ruhollah Chomeini, wurden Mitte Juli 1988 „Todeskomitees“ gegründet, welche in den Gefängnissen des Iran agierten und die Tausende politische Gefangene in den Tod schickten.
Mehr als 30.000 politische Gefangene, meist Anhänger der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK), wurden geheim innerhalb weniger Monate hingerichtet, nachdem sie fünf Minuten in den Komitees befragt wurden. Ihre Leichen wurden mit Desinfektionsmittel behandelt, in Kühllaster gepackt und in der Nacht in Massengräbern im ganzen Land verscharrt.
Rt Hon David Jones, ein Abgeordneter aus Großbritannien, sagte auf der Konferenz, dass er dem britischen Außenminister Dominic Raab Anfang des Monats einen Brief schrieb und darin darauf hinwies, dass:“ Die FCO darüber im Klaren ist, dass vor fast drei Jahrzehnten fast 30.000 politische Gefangene hingerichtet wurden und dass dafür außergerichtliche Komitees in den Gefängnissen im Iran zuständig waren, welche die Gefangenen innerhalb weniger Wochen im Sommer des Jahres zum Tode verurteilten.“
Jones ergänzte, dass die internationale Gemeinschaft darin gescheitert ist „das internationale Rechte zu schützen und zu verteidigen, vor allem wenn es um die Verhinderung von Genoziden und Massakern geht“. Dies, sagte er, würde durch die „besorgniserregende Kultur der schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran“ dokumentiert.

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Executions, Means to the Mullahs’ Survival Call on UN for the 1988 Massacre Accountability Online event calling for an international probe #1988Massacre #NoImpunity4Mullahs Live Sat, 22 Aug 18:00 CEST

https://twitter.com/i/broadcasts/1ZkKzmEveAyxv?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1297162214219091971%7Ctwgr%5E&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.ncr-iran.org%2Fen%2Fnews%2Fsurvivors-of-irans-1988-massacre-lawmakers-and-legal-experts-call-on-un-to-investigate-regimes-crime-against-humanity%2F
Der frühere italienische Außenminister Giulio Terzi sagte bei der Veranstaltung:“ Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Ermordungen von 1988 ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen. Sie waren der klare Anfang eines größeren politischen und ethnischen Genozids, der immer noch läuft und welchen die iranische Theokratie gegen alle Oppositionsgruppen sowie religiöse und nationale Minderheiten begeht.“
„Viele der Verantwortlichen von damals sitzen heute in hohen Positionen. Der Leiter der iranischen Justiz, Ebrahim Raisi, sowie der Justizminister Alireza Avaei waren Mitglieder in den „Todeskomitees“. Mostafa Pour-Mohammadi war ebenfalls Mitglied eines „Todeskomitees“. Er ist heute ein enger Berater von Präsident Hassan Rouhani“, ergänzte Terzi.
Baronin Verma aus dem britischen Oberhaus sagte auf der Veranstaltung:“ Wenn wir uns die Entwicklungen im Iran seit Anfang 2019 anschauen, dann hat sich die Menschenrechtslage im Iran noch einmal verschlechtert. Das Regime hat zudem den Volksprotest brutal nieder geschlagen, un den steigenden Unmut im Land zum Schweigen zu bringen.“
„Wir hatten die Ermordung von 1500 Demonstranten sowie die Verhaftung von Tausenden bei den Protesten im November 2019. Wir hatten den Abschuß eines ukrainischen Passagierflugzeuges über Teheran im Januar 2020, der für weitere Proteste sorgte und in den letzten Monaten sehen wir immer mehr Todesurteile und Hinrichtungen von Personen, die im letzten Jahr an den Protesten teil nahmen.“


„Einer der Gründe für diese Verschlechterung ist die jahrzehntelange Straffreiheit, welche die Vertreter des Regimes genießen und sie genießen diese im Iran und im Ausland. Die Vertreter des Regimes werden sogar noch für ihre Teilnahme an Menschenrechtsverbrechen belohnt. Ein Beispiel dafür findet sich in der Justiz, wo der aktuelle und der vorherige Vorsitzende der Justiz Mitglieder der Todeskomitees waren, welche das Massaker von 1988 an Tausenden politischen Gefangenen im Iran überwachten. Dies trifft auch auf den amtierenden Justizminister zu.“, ergänzte Baronin Verma.
Der frühere Menschenrechtsvertreter der UN, Tahar Boumedra, der heute die in London sitzende NGO „Gerechtigkeit für die Opfer des Massakers von 1988 im Iran“ (JVMI) leitet, sagte in dem Webinar, dass die Verfolgung der politischen Gefangenen im Iran auf ihren politischen, religiösen und ethnischen Ausprägungen beruht und das dies ein „fortgesetztes Verbrechen“ ist, welches gestoppt werden muss. Die Verantwortlichen müssen dafür zur Rechenschaft gezogen werden.
„32 Jahre nach dem Massaker von 1988 an politischen Gefangene ist offensichtlich, dass die iranischen Vertreter nicht gewillt sind, auf die Aufrufe der UN zu Untersuchung und Enthüllung der Wahrheit zu reagieren.“
Er wies darauf hin, dass die Angehörigen der Opfer mehrfach zur Aufarbeitung des Massakers und einer „universellen Rechtsprechung“ aufgerufen haben.
„Die meisten Iraner sehen die Mitglieder der Kommissionen von 1988 als Verbrecher gegen die Menschlichkeit an. Diese stehen bereits wegen ihrer Beteiligung an Terrorismus und anderen Verbrechen auf den Sanktionslisten der EU, der USA, Kanada und anderer Nationen. Es ist also möglich, dass diese Staaten diese Personen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit anklagen. Obwohl politische Erwägungen in einer Erhebung der Anklage mit einfließen, bestehen Menschenrechtsaktivisten darauf, dass Beweise erstellt und dokumentiert werden und dass die Bereitschaft dazu erklärt wird, die Verantwortlichen dafür anzuklagen.“
„Die Menschenrechtsverteidiger fordern auch, dass der Chefankläger die Bedingungen für eine Anklage vor dem ICC schafft und dass die entsprechende Kammer des ICC damit beginnt, im Voraus eine Untersuchung der schlimmsten Verbrechen zu beginnen.“, ergänzte Boumedra, der früher selbst der Leiter des UN Menschenrechtsbüros im Irak war.
Professor Alfred de Zayas, der frühere unabhängige Experte für die Verteidigung einer demokratischen internationalen Gesellschaft, sagte auf dem Event, dass er und eine Reihe weiterer UN Sonderberichterstatter eine unabhängige Kommission im Rahmen der Untersuchung des Massakers von 1988 befürworten.
Der frühere EU Politiker Struan Stevenson sagte auf der Konferenz:“ Das Massaker von 1988 an politischen Gefangenen im Iran ist sowohl ein Beispiel für eine Verbrechen gegen die Menschlichkeit als auch für einen Genozid, wenn man die internationalen Konventionen anwendet. Beide Verbrechen können nicht verjähren. Das iranische Volk hat durch seine Ablehnung und seine fortlaufenden und landesweiten Proteste gezeigt, dass es genug von dem aktuellen Regime und seinen fortgesetzten Menschenrechtsverbrechen hat. Es ist ganz klar die Verpflichtung der internationalen Gemeinschaft und vor allem der Vereinten Nationen, auf ihren Aufruf zur Gerechtigkeit zu antworten.“
Mindestens 13 Überlebende des Massakers von 1988 sowie Angehörige von Opfern bezeugten auf der Veranstaltung die Existenz dieses Verbrechens..
Weitere renommierte internationale Redner waren: Prof. Jean Zeigler, der frühere Vizepräsident eines beratenden Komitees für den Menschenrechtsrat der UN, Prof. Eric David, bekannter internationaler Rechtsexperte, Dominique Attias, Präsident der Europäischen Anwaltskammer ab Oktober 2020, Kirsty Brimelow, frühere Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses von England und Wales sowie Bob Blackman, Abgeordneter im britischen Unterhaus.

Iran: Mehr als 93 400 Tote durch den Coronavirus; Stand 23. August

Die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) hat heute nachmittag, am 23. August 2020, bekanntgegeben, daß das Coronavirus in 403 Städten des Iran mehr als 93 400 Menschen das Leben gekostet hat. Der Todeszoll in verschiedenen Provinzen:
22725 in Teheran, 6666 in Khorasan Razavi, 6339 in Khuzestan, 4495 in Qom, 4151 in Isfahan, 3932 in Lorestan, 2735 in Alborz, 2628 in Fars, 2222 in Kermanshah, 1254 in Hormozgan, 1181 in Markazi (Zentral), 1129 in Yazd, 1097 in Arbadil, 622 in Chaharmahal und Bakhtiari, 545 in Kohgiluyehn und Boyer Ahmad. Aus anderen Provinzen liegen weitere Berichte vor.

Die Verurteilung libanesischer Hizbollah-Agenten sollte die Grundlage für Aktionen gegen iranische Handlanger bilden


Das Sondergericht der Vereinten Nationen für den Libanon in Den Haag, in den Niederlanden

Am vergangenen Dienstag brachte ein Sondergericht in Den Haag ein schon 15 Jahre dauerndes, mit dem Terrorismus befaßtes Verfahren zu einem vorläufigen Abschluß. Imme wieder war es durch eine Fülle von Komplikationen und Behinderungen ins Stocken geraten; viele von ihnen gehen auf das iranische Regime und sein Bemühen zurück, seine älteste terroristische Helfergruppe im Ausland, die libanesische Hisbollah, der Rechenschaft zu entziehen.

Das Urteil des Gerichts beseitigt endgültig die Zweifel daran, daß die militante libanesische Gruppe für das Selbstmordattentat verantwortlich ist, durch welches der libanesische Premierminister Rafiq al-Hariri und 21 weitere Personen getötet wurden. Ein Mitglied der Zelle, die den Anschlag ausführte, erfuhr eine förmliche Überführung. Doch die Implikationen des Falles sind weit umfassender; zu ihnen gehört der deutliche Hinweis auf die Drohung, die vom iranische Regime gemeinsam mit seinen terroristischen Verbündeten immer noch auf die ganze Welt ausgeht.

Wenn man einmal absieht von den langen Verzögerungen des Verfahrens, das schon 11 Jahre lang andauert, so kann man sagen: Sein Abschluß erfolgte in einem günstigen Moment. Es erteilte der Immunität, die gewisse gewalttätige Institutionen seit vielen Jahren genießen, ersichtlich einen leichten Schlag. Damit bereitete es der internationalen Gemeinschaft den Boden, in weiteren Verfahren der Immunität entgegenzutreten, besonders dort, wo das iranische Regime betroffen ist.

Während das Verfahren im Haag zum Abschluß kam, stehen in Brüssel andere vor ihrem Beginn. Denn dort werden ein angesehener iranischer Diplomat und zwei ihm unterstellte Agenten mit Beschuldigungen konfrontiert, die mit dem Anschlag zu tun haben, durch den eine Versammlung von Exiliranern, die im Jahre 2018 vom Nationalen Widerstandsrat des Iran organisiert worden war, gesprengt werden sollte.

Wäre dieser Anschlag gelungen, so wäre sein Todeszoll um ein Vielfaches größer gewesen als der des Bombenanschlages, durch den in Beirut Hariri getötet wurde. Im Hinblick auf den politischen Konflikt zwischen dem iranischen Regime und dem iranischen Wider-stand muß geurteilt werden, daß er der politischen Bedeutung des früheren Vorfalls gleichgekommen oder sie sogar übertroffen hätte. Denn besagter Konflikt hat schon zahlreiche angesehene Persönlichkeiten dazu gebracht, dem NWRI weltweit ihre Hilfe anzutragen, und in diesem Sinne wurde auch die Versammlung von 2018 von amerikanischen und europäischen Abgeordneten und Würdenträgern besucht.

Das vollständige Scheitern des Bombenanschlags sollte nicht zu dem Schluß führen, daß sein Leiter, Assadollah Assadi, nicht ein Beispiel dessen dargestellt hätte, wie gründlich die Welt die Ära der Immunität des Iran hinter sich gelassen hat. Das wiegt um so schwerer, als der in Wien ansässige Diplomat vorliegenden Berichten zufolge auf Befehl der höchsten Kreise des iranischen Regimes handelte, indem er seine Agenten anwies, 500 g hoch-explosiven Sprengstoffs zu der Versammlung zu bringen, die bei Paris stattfand.

Eine französische Ermittlung des Anschlags hat bestätigt, daß er vom Höchsten Führer, Ali Khamenei, und von Präsident Hassan Rouhani gebilligt worden war. Somit wird die Tatsache unterstri-chen, daß Teheran sich weiterhin des Terrorismus als eines Mittels der Staatskunst bedient – nicht anders als im Jahre 2005, in der Zeit, in der Hariri ermordet wurde, und nicht anders als in der Zeit der Mordanschläge, die sich in den 80er und 90er Jahren an verschiedenen Orten Europas ereigneten.

Die wirkungslose Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf diese Art von Vorfällen ist die Hauptursache des beträchtlichen Risikos, daß sich weitere von ihnen in naher Zukunft ereignen könnten. Das am Dienstag gegen die Hisbollah ergangene Urteil weist der juristischen und politischen Infrastruktur den richtigen Weg, doch selbst das würde sich am Ende als wirkungslos erweisen, wenn es nicht zu dem umfassenderen, stärker koordinierten Unternehmen führen würde, Rechenschaft zu fordern nicht nur für jene, die die die vom Iran gedeckten Terrorhandlungen ausführen, sondern auch für jene, die sie planen.

Fast immer gehören zu diesen Planern führende Funktionäre des Iran. Selbst wenn die wirklichen Operationen von Dritten ausgeführt werden wie im Libanon, muß gesagt werden: Schwerwiegende Maßnahmen werden nicht ausgeführt, wenn sie nicht vom Höchsten Führer autorisiert werden – der in allen politischen Angelegenheiten des Iran unbedingt maßgeblichen Autorität, nicht anders als – unter seinen fundamentalistischen Gefolgsleuten – in allen religiösen Angelegenheiten.

„Es liegt“ – so die Erklärung des NWRI zu dem Urteil vom Dienstag – „am Tage, daß die Ermordung Rafik Hariris von Khamenei selbst angeordnet und von Qassem Soleimani geplant wurde – als Teil des umfassenden Plans des religiösen Regimes, den gesamten Libanon unter seine Kontrolle zu bringen. Das Gerichtsurteil zeigt erneut: Die einzige Möglichkeit, die Krise im Libanon zu lösen, besteht darin, daß das iranische Regie aus dem Libanon ausgewiesen wird und daß man dem IRGC und seinen Söldnern wie der libanesischen Hisbollah die nach dem Libanon ausgreifenden Fangarme abschneidet.“

Allein der destruktive Einfluß Teherans reicht noch viel weiter. Zu seinen Helfern gehören die „Truppen der Mobilisation des Volkes“ im Irak, ähnliche militante Gruppen in Syrien, die Huthi-Rebellen, die den legitimen Präsidenten des Jemen im Jahre 2015 aus seinem Amt vertrieben, und viele andere. Ernsthafte Kritiker des iranischen Terrorismus treten schon seit langem dafür ein, daß die Agenten des Regimes aus allen diesen betroffenen Gebieten ausgewiesen werden. Viele fordern auch die Schließung iranischer Botschaften wie der in Wien befindlichen, die dem versuchten Anschlag auf Exiliraner und westliche Staatsangehörige als Operationsbasis diente.

Inzwischen finden gerichtliche Verfolgungen statt, die hoffen lassen, daß das iranische Regime wirklich zur Rechenschaft gezogen wird. Die einzelnen Gerichte sowie die internationale Gemeinschaft sollten diese Gelegenheit nicht aus den Augen verlieren. Jeder, den der iranische Terrorismus in Sorge versetzt, sollte dazu beitragen, daß die Öffentlichkeit diese Fälle nicht aus den Augen verliert; und er sollte mit dem Hinweis auf sie die Notwendigkeit begründen, daß weitere Ermittlungen auch die höheren Ränge des iranischen Regimes einbeziehen.