Die iranische Oppositionelle Maryam Rajavi über die Wahlen in ihrem Land und Teherans Rolle im Atomstreit mit dem Westen
Maryam Rajavi, Chefin der iranischen Oppositionsbewegung, befürchtet unter Präsident Ahmadinedschad eine Eskalation der Gewalt im Mittleren Osten. Gegenüber Thomas Gack fordert sie mehr Unterstützung für Regimegegner ihres Landes.
– Stuttgarter Zeitung –
Die Wahlen im Iran haben trotz Zugewinnen für seine Kritiker die Position von Staats- und Regierungschef Mahmud Ahmadinedschad scheinbar stabilisiert. Kann sich das Regime jetzt mehr Offenheit leisten? Oder geht es in die andere Richtung?
Rajavi : Ahmadinedschad ist nur eine Schachfigur des Staatsoberhaupts Ajatollah Chamenei. Das iranische Regime ist insgesamt schwächer geworden. Deshalb wird das fundamentalistische Regime einen noch härteren, noch extremeren Kurs einschlagen – sowohl gegenüber dem eigenen Volk als auch nach außen.

Der Bundesrat hat auf Donnerstag neue Zwangsmassnahmen gegen die Islamische Republik Iran verhängt. Die Schweiz setzt mit der Verordnung eine Resolution des UNO- Sicherheitsrats vom 3. März um.