NWRI Die persische Sendung von Voice of America strahlte am 26. November ein Interview mit dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des NWRI, Mohammad Mohaddessin, aus. Schwerpunkt war der Besuch Maryam Rajavis in Belgien.
Frage: Was bedeutet die Einladung des belgischen Parlaments für Maryam Rajavi?
Mohammad Mohadessin: Maryam Rajavi, die vom iranischen Widerstand gewählte Präsidentin, wurde vom belgischen Senat und von einigen belgischen Parlamentariern eingeladen. Sie wurde am 24. Oktober von der Präsidentin des Senats, Anne-Marie Lizin, begrüßt. In einem Treffen mit Frau Lizin wurde über den Iran, den Widerstand und die Bedrohung, die vom iranischen System ausgeht, gesprochen.
Das Gespräch fand im Anschluss an ein Treffen im Senat statt, bei dem Frau Rajavi zu den Senatoren und zahlreichen Abgeordneten sprach. Sie erwähnte die Gefahr der Diktatur der Mullahs, die entsetzlichen Verstöße gegen die Menschenrechte und die nuklearen Intentionen des iranischen Regimes.
Belgische Parlamentarier fordern die Streichung der PMOI von der europäischen Terrorliste
Arbeiter gegen die neuen Arbeitsgesetze der Mullahs
NWRI – Am 30. Oktober protestierte eine Große Gruppe sozial benachteiligter Arbeiter aus Betrieben im Osten Teherans und Karaj gegen die Entscheidung der Kommission für Bergbau und Industrie im iranischen Majlis (Parlament) zu den neuen arbeitsvernichtenden Gesetzen.
Unter dem Vorwand, die Arbeitsgesetze reformieren zu wollen, versucht die Kommission Maßnahmen gegen die sozial benachteiligten Arbeiter im Iran zu erlassen. Die Gruppe skandierte vor dem Majlis Slogan gegen die Kommission für Bergbau und Industrie. Die Arbeiter riefen: "Die Arbeitsgesetze sind Verrat, Verrat. Schande über die Kommission, die die Arbeitsgesetze verraten hat", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur ILNA am Montag.
Urananreicherung: Iran weitet Atomprogramm aus
Agenturen – Der Iran hat nach Angaben eines leitenden Mitglieds seiner Atombehörde seine Kapazitäten zur Urananreicherung verdoppelt. Der stellvertretende Direktor der iranischen Atomenergiebehörde Ghanad bestätigte in der Zeitung "Iran" einen Bericht vom Vortag, im Atomforschungszentrum Natanz im Zentraliran sei eine weitere Gruppe von Zentrifugen in Betrieb genommen worden.
Das Uran sei zum Teil bis zu einem Grad zwischen drei und fünf Prozent angereichert worden. Damit hätte der Iran ungeachtet der Drohung des Weltsicherheitsrats mit Sanktionen bisher 328 Zentrifugen in Betrieb genommen. Das staatliche iranische Fernsehen betonte, Ziel sei es, bis zum 20. März 2007, dem Ende des iranischen Jahres, insgesamt 3000 Zentrifugen zum Laufen zu bringen. Beobachter bezweifeln angesichts technischer Probleme bei der Inbetriebnahme der Zentrifugen auch, dass der Iran seinen Zeitplan einhalten kann.
Iranische Oppositionsführerin zu einem kontroversen Besuch im belgischen Senat
Agenturen – Maryam Rajavi, die Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran weilte zu einem inoffiziellen Besuch im belgischen Senat. Aus Quellen einer Nachrichtenagentur wurde bekannt, dass Teheran darüber verärgert ist.
"Wir empfangen Sie nicht offiziell, trotzdem mit großem Interesse an dem, was Sie vorstellen", sagte die Senatspräsidentin Anne-Marie Lizin bei der Begrüßung von Rajavi, die in Frankreich lebt.
"Ich habe wirklich große Achtung vor dem Kampf, den Sie führen. Er ist sehr hart und wir hoffen, dass Sie bald eine wichtige Persönlichkeit ih Ihrem Land werden", fügte sie hinzu.
China und Frankreich einig in der Frage des Nuklearprogramms von Iran und Nordkorea
China und Frankreich haben als Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen eine Einheitsfront gegen die separaten nuklearen Vorhaben von Nordkorea und Iran präsentiert. Einer Agenturmeldung zufolge verlass der chinesische Präsident Hu Jinato ein gemeinsames Kommuniqué und äußerte bei einem Besuch des französischen Präsidenten Jacques Chirac, große Bedenken über den Atombombentest Nordkoreas am 9. Oktober. Er forderte den Iran auf, das UN Mandat über sein Atomprogramm zu beherzigen.
Die beiden Staatsmänner forderten Teheran ebenfalls auf, sich an die Resolution des Sicherheitsrates zu halten, nach der dem Iran eine Frist bis zum 31. August 2006 gesetzt wurde, um seine Urananreicherungsprogramm einzustellen.
Klage gegen den Iran und Hisbollah
Wegen Anschlags auf jüdisches Kulturzentrum 1994
Der Standard Buenos Aires Zwölf Jahre nach dem Anschlag auf ein jüdisches Kulturzentrum in Buenos Aires, bei dem 85 Menschen getötet und 300 weitere verletzt wurden, haben argentinische Staatsanwälte Klage gegen den Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz eingereicht. Die Staatsanwaltschaft beantragte am Mittwoch internationale Haftbefehle gegen den früheren iranischen Präsidenten Akbar Hashemi Rafsanjani und sechs weitere ranghohe Regierungsvertreter sowie gegen den ehemaligen Hisbollah-Auslandssicherheitschef, Imad Fajes Mughnieh.
Rajavi: Der Westen muss eine härtere Haltung Teheran gegenüber einnehmen
Agenturen – In Brüssel teilte die Führerin einer iranischen Widerstandsgruppe dem belgischen Senat mit, dass sie es gern sehen würde, wenn der Westen Teheran gegenüber in Bezug auf sein Urananreicherungsprogramm eine konsequentere Haltung einnähme.
"In den vier Verhandlungsjahren über die Atomenergie hat das Regime mehr als ein Dutzend Ultimaten der internationalen Gemeinschaft ignoriert", sagte Maryam Rajavi, die Führerin des Nationalen Widerstandsrats Iran. "Europa leidet unter einer fehlenden Entschlossenheit und an Prinzipienlosigkeit, wenn es mit dem Mullahregime verhandelt."
Exiliraner fordern kompromisslose Bestrafung
von Mark John
Der Westen hat bei seiner Beschwichtigungspolitik im Hinblick auf den Iran und dessen Nuklearprogramm versagt und muss gegen Teheran mit kompromisslosen wirtschaftlichen und diplomatischen Sanktionen vorgehen, sagte am Dienstag der Vorsitzende einer Oppositionsgruppe im Exil.
Maryam Rajavi, die Führerin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), mit Sitz in Frankreich, sagte, dass das in diesem Monat erfolgte Eingeständnis Europas, dass die Bemühungen, Teheran an den Verhandlungstisch zu bringen gescheitert seien, sollte neue härtere Taktiken einleiten.
Maryam Rajavi und belgische Senatoren bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Belgien
Der belgische liberale Senator Patrik Vankrunkelsven, rechts, artikuliert sich bei einer Pressekonferenz mit der Führerin des Nationalen Widerstandsrates im Iran, Maryam Rajavi (links) am Ende ihres Treffens im belgischen Senat in Brüssel am Dienstag, dem 24. Oktober 2006 auch mit den Händen.
Maryam Rajavi legt die Liste von Hinrichtungsopfern im Iran vor
NWRI – Maryam Rajavi (L), die vom Nationalen Widerstandsrat Iran gewählte Präsidentin, legt der Sentatspräsidentin Anne-Marie Lizin eine Liste von Hinrichtungsopfern des iranischen Widerstandes bei ihrem Besuch im belgischen Parlament in Brüssel am 24. Oktober 2006 vor. Diese Lister beinhaltet die Namen und Personalien von über 20.000 Mitgliedern und Anhängern der iranischen Hauptwiderstandsgruppe Volksmojahedin, die in den letzten 25 Jahren von der religiösen Diktatur im Iran hingerichtet wurden.
