Beckstein: "Ein nicht vorneherein auszuschließendes Szenario ist, daß unter Umständen iranische Stellen etwas anstellen, um es den Volksmudschahedin in die Schuhe zu schieben und sie international zu diskreditieren"
von Martin Lutz
Die Welt – Berlin – Auf dem Prüfstand der heute beginnenden Innenministerkonferenz (IMK) in Garmisch-Partenkirchen steht zum letzten Mal vor der Fußball-WM das Sicherheitskonzept. Probleme werden beim Schutz der iranischen Mannschaft sowie bei einem möglichen Besuch des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadi-Nedschad erwartet. "Für mich ist der iranische Präsident kein erwünschter Gast. Er hat mehrfach den Holocaust geleugnet. Das ist in Deutschland eine Straftat", sagte der IMK-Vorsitzende und bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) der WELT. Falls der Iraner einreise, müsse er geschützt werden, damit ihm nichts passiert. "Ich gehe davon aus, daß es dann zu Demonstrationen kommt", so Beckstein. Visa für Fußballfans aus dem Iran sollten äußerst sorgfältig geprüft werden.