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Eldar Mamedow: Berater für Brüssel oder Freund Teherans

Verfasst von Staff Writer
3. Januar 2023

Der Korruptionsskandal um Katar, auch Qatargate genannt, zu dem die Ermittlungen des belgischen Zentralamtes für die Bekämpfung von Korruption im Juli 2022 begonnen haben, legte ein tiefsitzendes und korruptes Benehmen bei mehreren Mitgliedern des Europäischen Parlaments und bei dort Angestellten offen. MEP Eva Kaili, die jetzt als frühere Vizepräsidentin des Europaparlaments gelten muss und das frühere MEP Antonio Panzeri und noch mehrere andere Personen wurden beschuldigt, von bestimmten Staaten

„Geschenke angenommen“ zu haben.

Zu den Verdächtigen gehörte Eldar Malmedov. Berater für Außenpolitik bei der sozialdemokratischen Fraktion im Europaparlament. Wegen der langen Geschichte der versteckten Kollaboration hat der frühere Vizepräsident des EU Parlaments Alejo Vidal einen wertvollen Artikel für NE Global geschrieben und seine dunklen Verbindungen offengelegt und die Art, wie Mamedow Teherans Interessen im grünen Kontinent sichern half.
Wegen der Bedeutsamkeit haben wir beschlossen, den Artikel vollständig auf der Website NCRI FAC zu veröffentlichen. Die Originalversion dieser Schrift findet man unten.
Irans Hausieren für Einfluss im Europäischen Parlament
Irans Hausieren für Einfluss im Europäischen Parlament
Anfang Dezember kamen Nachrichten heraus über einen großen Korruptionsskandal, der das Europaparlament betraf. Der Skandal, der die europäische politische Instanz durchrüttelte, bekam den Spitznamen „Qatargate“ und in seinem Zentrum stehen mutmaßliche Abmachungen mit Katar. Das bestürzende Ermittlungsverfahren beinhaltet Anklagen krimineller Unternehmungen, Geldwäsche und Korruption.
Die belgische Polizei erhob Anklage gegen heutige und frühere Mitglieder des Europaparlaments. Ganz besonders konzentrierten sich die Ermittlungen auf einen parlamentarischen „Berater“ mit Verbindungen zum iranischen Regime, der schon lange verdächtigt wurde, ein Lobbyist des Regimes in Europa zu sein.
Laut POLITICO hat die belgische Polizei mehrere Personen verhaftet, darunter die griechische Sozialistin Eva Kaili, eine Vizepräsidentin des Europaparlaments. Seit dem 9. Dezember hat die belgische Bundespolizei 20 Razzien in den Wohnungen und Büros in Brüssel durchgeführt und Smartphones, Computer und mehr als 1,5 Millionen € Bargeld beschlagnahmt.
Als Reaktion auf diese Ereignisse hat die Fraktion der Sozialisten & Demokraten (S&D) im Europaparlament einen ihrer Berater, Elmar Mamedov, suspendiert und bei den belgischen Behörden interne Ermittlungen gegen ihn veranlasst wegen mutmaßlicher ausländischer Einflussnahme in Brüssel, meldete POLITICO. Der lettische Staatsbürger Mamedov ist ein Berater der S&D im Ausschuss für Außenpolitik des Parlaments. S&D ist der zweitgrößte Block im Europaparlament.
Mamedov hatte diese Rolle als Berater mehr als ein Jahrzehnt lang inne und arbeitete an Themen des Vorderen Orients, darunter alles, was den Iran betraf. Mamedov hat Positionen für das iranische Regime vertreten und hat enge Verbindungen zur Lobby des Regimes in Washington und er hat regelmäßig die Hauptopposition gegen das Regime, die Mujahedin-e Khalq (MEK). diffamiert. In seinen Kontakten mit Parlamentsmitgliedern käute er die Anti-MEK Propaganda Teherans wieder und er schrieb zahlreiche Artikel zur Geißelung der MEK und zum Reinwaschen der Verbrechen und des aggressiven regionalen Verhaltens des Regimes.
Als ich selbst MEP und Vizepräsident des EP war (1999-2014), habe ich den Generaldirektor für die Sicherheit im Europaparlament und auch mehrere MEPs verschiedener Fraktionen, besonders der Sozialisten, vor Mamedovs Aktivitäten auf Geheiß des Mullah Regimes gewarnt. Meine Alarmrufe haben diese MEPS und die Parlamentsverwaltung auf ihn aufmerksam gemacht, aber damals gab es kein gesichertes Beweismaterial für seine Verbindungen zum iranischen Ministerium für Nachrichtendienste. Es scheint jetzt so, als sei er überführt, was wirklich eine gute Nachricht ist und die Glaubwürdigkeit solcher MEP wie ich in jenen Jahren stärkt, die die Europäischen Institutionen, die Kommission, den Rat, das Parlament und EEAS aufgefordert haben, dass die EU eine schärfere Gangart gegenüber der iranischen Theokratie einlegen müsse.
Es ist nicht hinnehmbar, dass die iranische Diktatur die Dienste von Agenten in Anspruch nehmen kann, die unter dem Deckmantel „politischer Berater“ den Interessen einer auswärtigen und feindlichen Macht im Herzen der europäischen Demokratie dienen.
Laut der italienischen Zeitung Corriere Della Sera ist Mamedov in Brüssel als ein „Iran-Lobbyist“ wohlbekannt. Der 50-jährige ist in den Iran gereist und es gibt Bilder von ihm mit Amtsträgern des Regimes, darunter dem früheren Präsidenten Ali Akbar Hashemi Rafsandschani.
Mamedov selbst zufolge war er zuletzt 2020 m Iran auf Einladung des Instituts für politische und internationale Studien (IPIS), eines Thinktanks des Außenministeriums des Regimes, um dabei zu helfen „eine Initiative“ voranzubringen, „für die Schaffung einer Plattform für einen umfassenden regionalen Dialog am Persischen Golf“.
Als er zuvor als Diplomat für Lettland tätig war, ersuchten die Vereinigten Staaten das Land, ihn zurückzurufen unter Berufung auf Gutachten von US Geheimdiensten, dass er Vertretern des Regimes in den USA viel zu nahe stehe. Das hat zum Austritt Mamedovs aus dem lettischen Außenministerium geführt. Zuletzt hat die S&D Fraktion nach dem Skandal, an dem Mamedov beteiligt ist, ihn wegen „schwerem Fehlverhalten“ im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen suspendiert. Seine Informationsseite auf der Website der S&D Fraktion wurde auch deaktiviert.
Verbindungen zu Leuten in Washington, die als Iran Lobbyisten verdächtigt werden.
Als jemand, der in Europa als Iran Lobbyist gilt, reichen Mamedovs Aktivitäten über den Atlantik hinweg und schließen enge Verbindungen zu Personen ein, die verdächtigt werden, Lobbyisten und Apologeten des iranischen Regimes in Washington DC zu sein wie Trita Parsi. Seine Ansichten werden regelmäßig von Parsis neuem Unternehmen, dem Quincy Institut veröffentlicht.
Vor der Mitbegründung des Quincy Instituts war Trita Parsi Gründer und Präsident des National Iranian American Council (NIAC) [Nationaler Iranisch Amerikanischer Rat]. Sowohl NIAC als auch Parsi wurde lange zugeschrieben, dass sie für das iranische Regime in Washington Lobby Arbeit betreiben. Bei einem Gerichtsverfahren vor einigen Jahren, das zu der Enthüllung der internen Dokumente des NIAC führte, hat eine Recherche der Washington Times ergeben, dass die Dokumente „Fragen aufwerfen, ob die Organisation diesen Einfluss benutzt, um für eine den Iran begünstigende Politik Lobby Arbeit zu machen, was eine Verletzung der Bundesgesetze darstellt“. Die Recherche verwies auf E-Mails zwischen Parsi und den UNO Botschafter des Regimes Javad Sarif, der später Außenminister wurde.
Als der NIAC gerichtlich gegen Kritiker vorging, die ihn der Lobby Arbeit für Teheran beschuldigte, hat eine Gerichtsentscheidung vom 10. Februar 2015 sein Erscheinungsbild in ein eher noch ungünstigeres Licht gestellt. Davor hat das US Distrikt Gericht für den District of Columbia 2012 herausgefunden, dass Parsis Arbeit „nicht der Idee widerspreche, dass er zuerst und zumeist ein Advokat für das Regime sei“. Dem Richter zufolge sei es nicht abwegig, dass der NIAC mit guten Gründen angeklagt werden könnte, auf Geheiß des iranischen Regimes Lobbyarbeit zu betreiben.
Einer andere Medien-Recherche ergab: „Es ist bemerkenswert, dass der NIAC in der Ermittlungsphase eine Prozesses Dokumente sammelte und abschirmte, die er selbst dem Gericht übergeben hatte. … der NIAC machte tatsächlich keine Kalenderaufzeichnungen … der NIAC hat anfangs die Existenz von vier seiner Computer vor dem Gericht verheimlicht und er war nicht vollständig ehrlich darüber, wofür diese Computer benutzt worden sind. … Der NIAC machte auch keine korrekten Angaben darüber, wie sein Computersystem konfiguriert war“, und viele andere fragwürdige Verhaltensweisen.
Parsi wird jetzt als amtierender Vizepräsident des Quincy Instituts geführt. Das Magazin Responsible Statecraft [Verantwortliche Staatskunst], für das Mamedov schreibt, wird vom Quincy Institut herausgegeben. Außerdem hat Mamedov mehrfach öffentlich den NIAC verteidigt, wobei er die Unterstellungen gegen ihn „toxisch“ nannte und häufig die schriftlichen Äußerungen Parsis über den Iran lobte und bei Twitter weiterverbreitete, für Parsis Veranstaltungen und Diskussionen über die Iranpolitik warb und prominente Mitglieder des NIAC und Apologeten des Regimes in den USA interviewte wie zum Beispiel Negar Mortazavi.

Aktivitäten gegen die MEK

Um Teheran wirksam zu verteidigen, müssen Apologeten auf beiden Seiten des Atlantiks wie Parsi und Mamedov gegen die Hauptopposition gegen die Mullahs Mujahedin-e Khalq (MEK) auskeilen. In den vergangenen 13 Jahren hat Mamedov zahlreiche Artikel geschrieben, in denen er die MEK dämonisiert und die Propaganda des Regimes wiederkäut. Er hat auch in europäischen Kreisen Lobbyarbeit gegen die Organisation betrieben, besonders im Europaparlament, wobei er sein Publikum mit abgestandenen Sprachformeln und Beschuldigungen gegen die MEK versorgte. Was er schreibt wird regelmäßig in bekannten von der Intelligenz des Regimes betriebenen Websites wie der der Nejat Assoziation gelobt und publiziert. Seine Behauptungen gegen die MEK werden vom Regiebuch des Regimes aufgegriffen. Zum Beispiel behauptete er, dass auf der Seite des iranischen Volkes die MEK keinerlei Unterstützung erfahre. Er hat auch mehrfach Teherans Narrativ wiedergegeben, dass die MEK keine gangbare Alternative darstellt.
Beim Herunterspielen der Rolle der MEK bei jeder Gelegenheit behauptet Mamedov: „Die Gremien für außenpolitische Entscheidungen bei der EU – der Rat der EU und der Europäische Auswärtige Dienst (EEAS) – betrachten die MEK nicht als ernstzunehmende Alternative gegenüber der derzeitigen Regierung in Teheran, weil sie nahezu keine Unterstützung in der iranischen Bevölkerung bekommt. … Es muss mehr getan werden, um der Propaganda der MEK entgegenzutreten, die alle diplomatischen Bemühungen gegenüber dem Iran behindern, die vielleicht die Regierung von innen reformieren könnten.“.
Laut Official Wire hat 2011 „hat ein Brief, der anscheinend von Mamedov unter der Anleitung der iranischen Botschaft entworfen wurde, und der in der S&D Fraktion von Maria Muniz verteilt wurde, die MEPs davor gewarnt, sich einer Petition anzuschließen, die mehrere hundert Kollegen unterzeichnet hatten, die den Irak auffordert, die Frist für die Schließung von Ashraf auszudehnen, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern“.
Hier einige Beispiele der vielen Artikel und Twitter-Botschaften, die Mamedow gegen die MEK verfasst hat:
Lobe Log- 17. Juni 2014: „Die große Mehrheit der Iraner im Iran betrachten die Gruppe entweder als bedeutungslos oder als schädlich für reformistische Bemühungen … Die MEK und ihre Unterstützer sehen in Mailiki ein iranisches Pfand und denken, wenn Maliki geht, so werde die iranische Regierung (die die MEK verabscheut) darunter leiden … [Die MEK Unterstützer und ISIS haben einen gemeinsamen Grund gefunden, sich für Malikis Absetzung einzusetzen [Die MEK wird sicherlich versuchen, mehr MEPs für ihre Sache zu gewinnen. Natürlich wäre jeder, dem sich die MEK nähert – und die meisten MEPs werden angesprochen werden, wenn sie es nicht schon wurden – gut beraten, zweimal darüber nachzudenken, ob er sich mit einer Organisation zusammentun will, die versucht, Handlungen einer Gruppe kleinzureden, die so mörderisch und fanatisch ist, das selbst Al Kaida sie als zu extrem erklärt hat.“
Lobe Log 6. November 2019: „Im Juli 2018, genau als der iranische Präsident Hassan Rohani eine Reise nach Paris antreten wollte, um das gefährdete Atomabkommen zu retten, bekannt als Gemeinsamer umfassender Aktionsplan oder JCPOA, tauchten Meldungen auf über einen Bombenanschlag gegen eine MEK Versammlung, angeblich von Agenten des iranischen Nachrichtendienstes ausgeheckt. Der Fall ist niemals schlüssig aufgeklärt worden. Es bleibt eine gewisse Möglichkeit, dass der „Anschlagsplan“ in Wirklichkeit eine Operation unter falscher Flagge war, die von der MEK und deren auswärtigen Verbündeten entwickelt worden ist mit dem Ziel, die Diplomatie zwischen EU und Iran zu einem kritischen Zeitpunkt zu sabotieren“.
Responsible Statecraft 7. Januar 2022: „Vor genau zwei Jahren war ich in Teheran auf Einladung des Instituts für politische und internationale Studien (IPIS), des Thinktanks des iranischen Außenministeriums, wo ich an einer Konferenz teilgenommen habe über Irans Hormus Friedensbemühung (HOPE), eine Initiative für einen alle einschließenden regionalen Dialog über den persischen Golf.
Positionen zu der Iranpolitik des Westens
Sowohl innerhalb des Europaparlaments als auch außerhalb davon hat Mamedov beständig auf einen weichen Ansatz gegenüber Teherans Klerikern unter der Fassade der „Diplomatie“ gedrängt und das Regime als machtvoll, aber rational dargestellt und immer wieder die falsche Dichotomie von Diplomatie oder Krieg ins Spiel gebracht. Er hat jede feste und entschiedene Politik gegen das Regime als „Kriegstreiberei“ gegeißelt. Für Mamedov war nicht einmal der beseitigte Befehlshaber der Quds Armee Qassem Soleimani kritikwürdig. Aus seiner Sicht war Soleimani „charismatisch und einflussreich“ und er „inspirierte Iraner mit einem Sinn für nationalen Stolz. Seine Erfolge erlaubten ihnen, sich als siegreich zu fühlen“.
Laut Mamedov war es trotz der „Übertreibung“ beim Wunsch des Regimes für regionalen Expansionismus in Wirklichkeit Teheran, das eine lange Leistungsbilanz eines praktischen Versuchs hinterlassen habe, die Spannungen mit Washington zu deeskalieren. Wenn das Regime als Dialog zurückweisend angesehen werde, so sei es Washington, das dafür verantwortlich gemacht werden sollte, dass es sich aus dem Atomabkommen zurückgezogen hat, nicht Teheran. Deshalb „ist es hohe Zeit, zu deeskalieren und eine neue Ära des Dialogs mit Teheran einzuläuten“.
Hier wiederum ein paar Beispiele für Mamedovs Argumente und Positionen zum Iran:
Responsible Statecraft – 11. Juli 2022: „…Die wirkliche Leistungsbilanz der Islamischen Republik, die gleichzeitig mit ihrem ideologischen Anti-Amerikanismus auch Bemühungen einschließt, Spannungen mit den Vereinigten Staaten zu verringern – vom Angebot des früheren Präsidenten Hashemi Rafsandschani eines größeren Ölvertrags mit dem US amerikanischen Ölgiganten Conoco bis zum „Dialog der Zivilisationen“ seines Nachfolgers Mohammad Khatami und zu Hassan Rohanis JCPOA, einschließlich einer Kooperation in einem Afghanistan nach den Taliban und einem defacto Bündnis gegen ISIS im Irak. Der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei hat angedeutet, dass, sobald der JCPOA vertrauensvoll umgesetzt sei, so sei ein Dialog über andere Themen, darunter die regionale Sicherheit, möglich. Wenn die jetzige Hardliner Regierung in Teheran einen solchen Dialog zurückweist (wofür sie sogar von Insidern des Regimes kritisiert wird), so liegt das zumeist nicht an dem „Hass auf Amerika“, sondern eher an der Erfahrung des Rückzugs Trumps aus dem JCPOA und seiner Kampagne des „maximalen Drucks“ – eine Politik für die die FDD starke Lobbyarbeit betrieben hat.
Responsible Statecraft – 8. Januar 2021: „In den frühen Morgenstunden des 8. Januar 2020 war ich dabei, an Bord eines Flugzeugs auf dem Flughafen in Teheran zu gehen, um nach Europa zurückzukehren nach der Teilnahme an den „Teheran Dialogen“, einer internationalen Konferenz, die vom Außenministerium des Iran organisiert worden ist. Auf einer sonst verlassenen Fahrbahn sah ich ein einzelnes Flugzeug, dass den Ukrainian Airlines gehörte, geparkt am Terminal. Kurz bevor ich an Bord ging, erfuhr ich ,dass iranische Sicherheitskräfte eine Reihe von Schlägen gegen eine amerikanische Basis im Irak als Vergeltung für die Ermordung des Generals Qassem Soleimani gestartet hätten, den charismatischen und einflussreichen iranischen Befehlshaber von Al-Quds, der Elitetruppe im Corps der Islamischen Revolutionsgarden. … Es ist eigenartig, dass Gen. Soleimani sich als zweckmäßiger beim Zusammenschmieden in seinem Tod als in seinem Leben erwiesen hat. Beim Gang durch Teheran in den Tagen der Trauer, die seiner Ermordung folgten, war ich direktere Zeuge von deren Macht und Mechanik. … Etwa 7 Millionen Menschen marschierten, wie es hieß, zum Gedenken an Soleimani allein in Teheran. Entgegen den unsinnigen Behauptungen der iranisch monarchistischen und pro MEK Exilleute und ihren neokonservativen Verbündeten im Ausland, wurden diese Menschen weder von der Regierung zur Teilnahme gezwungen noch waren sie einer Gehirnwäsche unterzogen worden. Wenn das Regime bis zu einem gewissen Grad damit erfolgreich war, Soleimani zu einer nationalen Figur zu erheben, so lag das daran, dass er von vielen als solcher wahrgenommen wurde, darunter auch von Opponenten der Islamischen Republik. … Sehr wichtig ist, dass Soleimani den Iranern zu einem Sinn nationalen Stolzes inspirierte. Seine Erfolge erlaubten ihnen, sich siegreich zu fühlen. … trotz der Abneigung vieler Iraner gegen die Islamische Republik, hatten sie, wenn es hart auf hart kam, die Gewissheit, den Iran zu verteidigen, seine Unabhängigkeit, territoriale Integrität und nationale Würde gegen äußere Bedrohungen. Das stimmte schon vor Soleimanis Tod, aber er verstärkte den Klebstoff für die Vereinigung der Iraner ungeachtet ihrer politischen und religiösen Anschauungen … Es ist hohe Zeit, zu deeskalieren und eine neue Ära des Dialogs mit dem Iran einzuläuten“.
Der Korruptionsfall im Europaparlament war beispiellos. Er hat zu politischen Skandalen, juristischen Anklagen, dem Verlust von Positionen und sogar dem von Parlamentssitzen geführt, Eldar Malmedov ist einer der Hauptakteure in dem sich entfaltenden Korruptionsfall.
Für die iranische Politik belegt die Saga Mamedows einmal mehr, dass Personen sich nicht einfach entschließen, Angriffe gegen die MEK durchzuführen. Die Beweislage zeigt, dass dieses Verhaltensmuster im Laufe von mehr als einem Jahrzehnt genügend an Rechtfertigung für die Schlussfolgerung liefert, dass die Lobbyisten und Apologeten des iranischen Regimes die MEK auf Weisung des Kleriker Regimes angreifen.
In einem Interview im Juli 2017 mit dem staatlichen Apart TV hat der frühere Minister für die Nachrichtendienste Ali Fallahian enthüllt, dass das Ministerium für Nachrichtendienste und Sicherheit (MOIS) sich schon lange der Dienste „freundlicher Journalisten“ oder „Gelehrten“ bedient, um seine Agenda im Ausland voranzubringen, darunter seine Desinformationskampagne. „Wir schicken keinen Agenten nach Deutschland oder Amerika, der zum Beispiel sagt: Ok ich bin ein Agent des Ministeriums für Nachrichtendienste. … Klar würden wir unter dem Deckmantel von Geschäften oder anderen Berufen, darunter Reportern arbeiten. Wissen Sie, viele unserer Reporter sind in Wirklichkeit Agenten des Ministeriums“, prahlte er.
Dass Mamedov von seiner Position mit Einfluss auf einer so hohen Entscheidungsebene wie dem Europaparlament entfernt wird, ist ein guter Anfang. Besser spät als nie, wie man sagt. Was mich aber doch umtreibt, ist die Frage, warum brauchte es dafür so lange trotz der zahlreichen Hinweise, die seine Verbindungen zum iranischen Regime belegt haben, ein Regime, das so weit entfernt von unseren Werten und Prinzipien steht.
Während die Entfernung von seiner einflussreichen Position zu begrüßen ist, würde es, um eine solche Situation in Zukunft zu vermeiden, hilfreich sein für unsere Demokratie und für das Europaparlament als eine respektable Institution, wenn mehr Details über sein Verhalten in einem so langen Zeitraum von vielen Jahren zu Tage gefördert würden.
Als jemand, der den Europäern und dem Europaparlament viele Jahre lang glücklich gedient hat, verdienen ich und meine Kollegen es, zu wissen, wie tief diese Verbindung reichte, als eine Lektion, die zu lernen ist.
All das sollte die Alarmglocken in den westlichen Hauptstädten läuten lassen. Das Regime hat es jetzt mit einem starken landesweiten Aufstand zu tun, der den Sicherheitsapparat Teherans und sein politisches System durchrüttelt. Es ist mehr denn je zuvor international isoliert. Auf ein verlierendes Pferd zu setzen, sollte nicht Teil der Politik des Westens gegenüber dem Iran sein.
Die Uhr tickt und der Westen sollte die Lobbyisten und bezahlten Agenten des Regimes mit Namen nennen und der Schande aussetzen und das Haus reinigen, um eine pragmatische Politik zu formulieren, die das iranische Volk und seinen legitimen und organisierten Widerstand unterstützt.

Der Iran beendet 2022 mit Protesten und Aufständen und beginnt ein siegreiches 2023

Verfasst von Farid Mahoutchi
2. Januar 2023
Der Iran ist in das Jahr 2023 eingetreten und hat ein Jahr voller Proteste und Streiks von Menschen
aus allen Lebensbereichen hinter sich gelassen. Diese Proteste kündigten einen landesweiten
Aufstand an, der zuletzt im September ausgebrochen ist und sich bis heute fortgesetzt hat trotz der
Unterdrückungsmaßnahmen des Regimes.
Die Iraner begingen das neue Jahr 2022 mit sozialen Protesten, die sich auf das ganze Land
erstreckten nach einer fast zweijährigen Unterbrechung wegen der Covid-19 Pandemie. Die
schlechte Bewältigung der Krise durch das Kleriker Regime hatte mehr als eine halbe Million
Todesfälle zur Folge und verhinderte einen weiteren Aufstand nach den großen Protesten im Iran im
November 2019.

Belutschische Protestierer vor dem Gouverneurspalast

in Saravan.
Nach Monaten im ganzen Land verstreuter Proteste haben sich schließlich im Februar 2021
belutschische Minderheiten in der Provinz Sistan und Belutschistan gegen systematische
Diskriminierung erhoben. Diesem Protest folgten verschiedene größere Demonstrationen von Bauern
in Isfahan,
Die erste Serie von Protesten fing im April 2022 bei Lehrern und Erziehern an. Dieser landesweite
Protest war Teil einer Bewegung von Lehrern, der Ende 2021 anfing und sich gegen ihre schlechte
wirtschaftliche Lage richtete.. Es wurde die Freilassung inhaftierter Lehrer und Aktivisten verlangt
und gegen die Vernachlässigung der Beschäftigung des Regimes mit ihren Problemen protestiert.
Laut .Berichten, die von der iranischen Opposition der Mujahedin-e Khalq (MEK) zusammengestellt
wurden, hielten am 21. April 2022 Lehrer und Erzieher in mindesten 50 Städten Proteste ab. Die
Protestierer skandierten Slogans wie „Lasst die Lehrer aus den Gefängnissen frei“, „Lehrer und
Arbeiter vereinigt euch“, „Die Regierung verrät uns, das Parlament unterstützt sie“ , die Lehrer sind

aufgewacht und sie verabscheuen Diskriminierung“ und „Dies ist die letzte Botschaft, die Bewegung
der Lehrer ist bereit sich zu erheben“.
Die zweite Serie landesweiter Streiks und Proteste gehörte den Rentnern und Pensionären der
Organisation für soziale Sicherheit des Iran. Rentner und Pensionäre begannen ihre Proteste Ende
2021, wobei sie ihre in Verzug geratene Auszahlung von Pensionen forderten und höhere Bezüge
angepasst an die steigende Inflationsrate und die steigenden Preise.
Am Sonntag dem 15. Mai haben Rentner und Pensionäre landesweit Proteste abgehalten vor den
örtlichen Büros der Organisation für soziale Sicherheit. Sie skandierten Slogans wie: „Wir
bekommen unsere Recht nur auf der Straße“.
Trotz des Versuchs des Regimes, die Menge zu zerstreuen und die Bewegung abzubauen mit der
Verhaftung mehrerer Aktivisten, setzten die Rentner ihre Proteste im Juni landesweit fort. Am
Montag, dem 6. Juni, waren Dutzende iranischer Städte Zeugen von Demonstrationen von Rentnern
und Pensionären., die trotzig anti-Regime Slogans riefen, wobei sie den neu gewählten Präsidenten
Ebrahim Raisi aufs Korn nahmen. Obwohl das Regime die Pensionen erhöhte, blieben wegen der
viel höheren Inflationsrate die Rentner und Pensionäre unter der Armutslinie. Deshalb riefen sei bei
ihren Protesten „Tod für Raisi“, „Genug der Versprechungen, unsere Tische sind leer“ und „Die
Inflation ist 100 %, die Bezüge haben sie nur um 10 % erhöht“.

Pensionäre des Bankennetzes in Teheran

Die Proteste gingen weiter trotz vieler Warnungen und Einschüchterungsversuchen des Regimes.
Am 8. Juni haben betrogene Gläubiger und Investoren sich vor der Bank-e Meli in Teheran
versammelt. Dieser Protest reihte sich ein in die dreijährige Bewegung von Investoren und
Gläubigern an vielen mit dem Staat verbundenen Kreditinstituten und Banken, die die lebenslangen
Ersparnisse von bestimmten Leuten verbrauchten, indem sie Bürger ermutigten, zu höheren
Zinsraten zu investieren.
Nach der Krise der Währungsfluktuationen im Iran, die mit der Entwertung des Rial im Juni und Juli
endete, hielten Händler in Teheran und anderen Städten Proteste ab und traten in den Streik. Sie
protestierten gegen ihre schlechten Lebensbedingungen und das Missmanagement des
wirtschaftlichen Zusammenbruchs des Landes durch das Regime.
Große Straßenproteste
Am 23. Mai stürzte der zehnstöckige Metropol Komplex in Abadan im Südwesten des Iran ein, was
Dutzende Tote hinterließ. Die Zwillingstürme des Metropol, die in einem verkehrsreichen Gebiete in
der Innenstadt von Abadan lagen, waren zuvor von vielen Experten als baulich geringwertig
betrachtet worden. Aber wegen der engen Beziehungen zu hochgestellten Befehlshabern des IRGC
und örtlichen Amtsträgern hat der Besitzer des Metropol Hossein Abdolbaghi viele Warnungen von
Experten ignoriert und sie als Halluzinationen bezeichnet. „Die Formel für den Reichtum von
Abdolbaghi ist smartes Management und der Aufbau von Beziehungen [zu Organen des Regimes],

privilegierte Gelegenheiten und das Knüpfen enger Bande zu politischen und administrativen
Figuren“, gab die staatliche Website Fidous am 3. August 2020 zu. Das Regime verzögerte die
Beihilfe an angebliche Überlebende und verärgerte örtliche Einwohner einmal mehr. Dadurch
brachen in Abadan und in anderen Städten im Südwesten des Iran Proteste aus.
Das war aber nicht die erste Serie von Protesten im Südwesten des Iran. Als Brutstäte von Protesten
gegen das Regime betrachtet, war die Provinz Khusistan im Mai und Juni 2022 Zeuge mehrerer
anderer Demonstrationen örtlicher Einwohner, die gegen elende Lebensbedingungen und
unerträgliche wirtschaftliche Zumutungen protestierten. Die Sicherheitskräfte führten Kampfeinsätze
gegen diese Proteste durch und nahmen Dutzende Bürger fest und schlugen auf unschuldige
Protestierer ein.
Im Mai und Juni 2022 strömten Iraner in Dutzenden von Städten auf die Straße und prangerten
Raisis Wirtschaftspolitik an, so die Beseitigung der sogenannten „Vorzugsrate“ von 42000 Rial für
einen Dollar. Statt sich der wirtschaftlichen Beschwerden der Menschen anzunehmen, wurden
Sicherheitskräfte ausgeschickt, die viele Protestierende verhafteten und gegen viele andere Gewalt
übten.
Dennoch gelang es dem Regime nicht, dem wachsenden öffentlichen Hass und der Explosivität der
Gesellschaft Einhalt zu gebieten, die aus vier Jahrzehnten Missmanagement, Unfähigkeit, Korruption
und Unterdrückung herrührten. Für dieses Pulverfass brauchte es nur einen Funken, um in die Luft
zu fliegen und dieser Funken war der tragische Mord an Mahsa Amini in Polizeigewahrsam. Seither
haben sich die Proteste überall im Iran fortgesetzt, bei denen die Menschen einen Regimewechsel
zum Ziel haben und die herrschende Theokratie als Ganze aufs Korn genommen haben.
Wenige Wochen vor dem Anfang der Anti-Regime Demonstrationen hat die Oberste Universität für
Nationale Verteidigung des Regimes einen Bericht veröffentlicht und die Behörden gewarnt, dass
„drei von vier Iranern sich an den Protesten beteiligen“.
Der Bericht „Iran nach [dem persischen Jahr] 1400“ unterstreicht, dass die beiden ausgedehnten
Proteste im Januar 2018 und im November 2019 zusammen mit den Sanktionen, dem
Missmanagement wirtschaftlicher Impulse und seiner Politik in den letzten drei Jahrzehnten „einen
tiefen sozialen Wandel in der nahen Zukunft versprechen“.
Parallel zu der Unterdrückung und dem Töten von mehr als 750 Protestierenden haben die Behörden
viele hohle Versprechen von wirtschaftlichen und sozialen Reformen abgegeben und ihre Pandits im
Ausland versuchen verzweifelt, den Konflikt zwischen dem Volk und den Regime irgendwie als
reine wirtschaftliche Auseinandersetzung darzustellen, die durch die von außen auferlegten
Sanktionen geschaffen worden sei. Sie haben auch versucht, die Forderungen des iranischen Volkes

als begrenzt hinzustellen, besonders die der Frauen auf die Beseitigung der Pflicht zum Hidschab
tragen zu reduzieren.
Jedoch haben Slogans des iranischen Volkes wie „Mit oder ohne Hidschab, vorwärts zur Revolution“
oder „Armut, Korruption, hohe Preise, wir marschieren zum Umsturz [des Regime]“ oder „Tod für
Khamenei“, „Nieder mit dem Unterdrücker, ob Schah oder Führer [Khamenei]“ und „Unser Feind ist
hier, sie lügen, wenn sie sagen, es seien die USA“ haben diese Behauptungen den Boden entzogen,
da sie den Wunsch der Nation hervorheben, ein demokratisches und säkulares Land zu errichten.
Das Kleriker Regime hat viele Jahre Wind gesät und erntet jetzt Sturm. Die einzige Lösung für
Teheran ist Unterdrückung, die es bis jetzt brutal durchgesetzt hat. Die Ausdauer der Proteste unter
solchen Umständen bestätigt allein, dass der Aufstand organisiert ist. und das wurde auch von vielen
Amtsträgern des Regimes und den staatlichen Medien eingeräumt.
„Der neueste Aufruhr wurde vollständig geleitet und organisiert zum Umsturz im Staat. Mit dem
Versuch, fingierte Aufstände auszubeuten, schauen die Feinde auf Straßenkrawalle, Angriffe auf
öffentliches Eigentum und das der Regierung“, zitierte die staatliche Nachrichten Agentur Tasnim
den Oberbefehlshaber der Polizeikräfte Hossein Ashtari mit einer Aussage vom17. Dezember.
Neben der führenden Rolle in der jetzigen Revolution im Werden haben die Widerstandseinheiten
eine Kultur des Trotzes entwickelt mit dem Anzünden von Symbolen der Mullahs, von Postern, und
Statuen. Außerdem hat der Iranische Widerstand erfolgreich die Weltgemeinschaft mobilisiert, um
die herrschende Theokratie weiter zu isolieren.
Die Rolle des Netzwerks der Widerstandseinheiten der MEK als große treibende Kraft hinter den
Protesten und die Bemühungen des Regimes, das Bild einer gangbaren Alternative um jeden Preis
anzuschwärzen, enthüllen auch, dass die Mullahs mit einer existenziellen Krise zu kämpfen haben.
Das iranische Volk und sein organisierter Widerstand hat das Jahr 2023 mit einer unerschütterlichen
Entschlossenheit begonnen, das Regime zu stürzen und einen lange überfälligen demokratischen
Wandel zu realisieren. Die Zeit ist gekommen, dass die Welt sich auf seine Seite stellt und den
Wunsch der Iraner unterstützt, ein demokratisches Land zu bekommen. Die internationale
Gemeinschaft sollte die Bande zu dem Regime durchschneiden und das Recht des iranischen Volkes
auf Selbstverteidigung gegenüber seiner zunehmenden Repression anerkennen. Das wären die
praktischsten Grüße zum Jahreswechsel und ein Akt der Solidarität mit dem Volk im Iran.

Achtzehn Gefangene in einer Woche in Shiras, Karadsch, Sari, Zabul, Rasht, Zandschan, Qazvin hingerichtet


Mindestens 61 Hinrichtungen in einem Monat
Aus Angst vor dem landesweiten Aufstand und dem unvermeidlichen Umsturz zögern das iranische Regime und sein Oberster Führer Ali Khamenei nicht einen Augenblick bei Hinrichtung und Töten. Allein in einem Monat, vom 22. November bis zum 21. Dezember, wurden mindestens 61 Gefangene hingerichtet.

Heute am Mittwoch, dem 21. Dezember, wurden ein belutschischer Gefangener namens Abdullah Shahuzei im Adel Abad Gefängnis in Shiras, am Dienstag, dem 20. Dezember, ein Gefangener namens Mehdi Kamrani Far und zwei andere Gefangene im Zentralgefängnis von Karadsch; am Sonntag, dem 18. Dezember ein Gefangener namnes Mohammad Akbari und ein weiterer im Gefängnis von Sari, am Samstag, dem 17. Dezember zwei belutschische Gefangene namens Qasim Salarzehi und Aziz Gergidsch im Gefängnis von Zabul und zwei Gefangene namens Abbas Abdullahi und Fariborz Shabazi im Gefängnis von Rasht, am Donnerstag, dem 15. Dezember, ein Gefangener namens Abolfazl Heydarzadeh im Zentralgefängnis von Zandschan und zwei Gefangene namens Yousuf Mirza und Mohammad Ali Seyyedi im Zentralgefängnis von Qazvin von den Henkern der Justiz erhängt.

Am Samstag, dem 17. Dezember, haben Gefangene der drei Hallen im Zentralgefängnis von Karadsch protestiert mit den Rufen „Tod dem Diktator“ und „Tod für Khamenei“.

Die Unterdrückungskräfte griffen die Gefangenen mit Tränengas und Elektroschockern an, sie eröffneten das Feuer auf sie und töteten mindestens einen Gefangenen und verletzten mehrere, von denen einige ins Krankenhaus gebracht wurden,

Der Iranische Widerstand betont einmal mehr die Notwendigkeit umgehender Maßnahmen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten, um das Mullah Regime zu zwingen, die Exekutionen und das Töten zu beenden, und die einer internationalen Kommission, die die Gefangenen besucht und sich mit ihnen trifft. Das Kleriker Regime, das eine Schande für die heutige Menschheit ist, muss von der Weltgemeinschaft zurückgewiesen und seine Führer für vier Jahrzehnte Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
21 . Dezember 2022

Iran: Mehr als 750 Märtyrer des landesweiten Aufstands; 601 Namen wurden bereits veröffentlicht


Iran Protest-Nr. 198
Der IRGC hat zugegeben, in den ersten zwei Monaten des Aufstands 29.000 Menschen verhaftet zu haben

Die Volksmodschahedin Iran (PMOI/MEK) hat heute, am 20. Dezember, die Namen von fünf weiteren Märtyrern des Aufstands veröffentlicht und bekannt gegeben, dass die Zahl der Märtyrer des landesweiten Aufstands des iranischen Volkes, der sich in den letzten 95 Tagen auf 280 Städte ausgeweitet hat, mehr als 750 beträgt. Bislang wurden

die Namen von 601 Märtyrern veröffentlicht.
Unter Berufung auf vertrauliche Nachrichten des IRGC schrieb die staatliche Website Bahar News am 18. Dezember: “Die Zahl der in den ersten beiden Monaten der Proteste verhafteten Demonstranten beträgt mehr als 29.000.“

Nachfolgend finden Sie die Liste der 601 bisher identifizierten Märtyrer des Aufstandes:
No. Name City Date
1 Mohammad Haji Rasoolpour Bukan December 19, 2022
2 Mohsen Mansouri Karaj December 17, 2022
3 Soroush Pourahmadi Karaj December 17, 2022
4 Bahman Ma’roufi Oshnavieh December 16, 2022
5 Saeed Karimi Ilam December 3, 2022
6 Mahsa Amini (from Saqqez) Tehran September 16, 2022
7 Fereydoun Mahmoudi Saqqez September 19, 2022
8 Mohsen Mohammadi Divandareh September 19, 2022
9 Reza Lotfi Dehgolan September 19, 2022
10 Iman Behzadpour Sanandaj September 19, 2022
11 Milad Ostad Hashem Tehran September 19, 2022
12 Zakaria Khayal Piranshahr September 20, 2022
13 Farjad Darvishi Urmia September 20, 2022
14 Milad Zare’ Babol September 20, 2022
15 Minoo Majidi Kermanshah September 20, 2022
16 Farzin Lotfi Rezvanshahr September 20, 2022
17 Reza Shahparnia Kermanshah September 20, 2022
18 Sasan Bagheri Rezvanshahr September 20, 2022
19 Nika Shakarami Tehran September 20, 2022
20 Diako Mehrnavaei Bukan September 20, 2022
21 Sadr al-Din Litani Oshnavieh September 21, 2022
22 Danesh Rahnama Urmia September 21, 2022
23 Amin Marefi (Marefat) Oshnavieh September 21, 2022
24 Milan Haghighi Oshnavieh September 21, 2022
25 Mohsen Qaysari Ilam September 21, 2022
26 Ghazaleh Chalavi Amol September 21, 2022
27 Abdollah Mahmoudpour Urmia September 21, 2022
28 Matin Abdollahpour Urmia September 21, 2022
29 Fouad Qadimi Divandareh September 21, 2022
30 Ali Mozaffari Qouchan September 21, 2022
31 Behnam Layeghpour Rasht September 21, 2022
32 Saeed Mohammadi Islamabad September 21, 2022
33 Hananeh Kia Nowshahr September 21, 2022
34 Amir Ali Fouladi Islamabad September 21, 2022
35 Iman Mohammadi Islamabad September 21, 2022
36 Amir Hossein Shams Nowshahr September 21, 2022
37 Mehrdad Qorbani Zandjan September 21, 2022
38 Erfan Rezaee Amol September 21, 2022
39 Mehdi Asgari Garmsar September 21, 2022
40 Mohammad Farmani Shahr-e-Ray September 21, 2022
41 Yasin Jamalzadeh Rezvanshahr September 21, 2022
42 Fereydoun Ahmadi Saqqez September 21, 2022
43 Pouya Sheida Urmia September 21, 2022
44 Mehrab Najafi Zarinchahr September 21, 2022
45 Arash Pahlavan Machad September 21, 2022
46 Mohsen Mal Mir Nowshahr September 21, 2022
47 Saeed Iranmensh Kerman September 21, 2022
48 Abolfazl Akbari Doust Langroud September 21, 2022
49 Erfan Khazaee Shahriar September 21, 2022
50 Mehdi Babr-Nejad Qouchan September 21, 2022
51 Roshana Ahmadi Boukan September 21, 2022
52 Abolfazl Mehdipour Babol September 21, 2022
53 Mohammad Hasan Torkaman Amol September 21, 2022
54 Hossein Ali Kia Nowshahr September 21, 2022
55 Mohammad Fallah Amol September 21, 2022
56 Seyyed Sina Mousavi Amol September 21, 2022
57 Fardin Bakhtiari Sanandaj September 21, 2022
58 Alireza Fathi Sanfar September 21, 2022
59 Mahsa Mogoui Foulad Shahr September 21, 2022
60 Seyyed Abbas Mir-Mousavi Langroud September 21, 2022
61 Mohsen Mohammadi Kochaksarai Qaemchahr September 21, 2022
62 Mohammad Zamani Tehran September 21, 2022
63 Amir Hossein Mahdavi Rasht September 21, 2022
64 Mohammad Zarei Sanqar September 21, 2022
65 Amir Bastami Kermanshah September 21, 2022
66 Mohammad Reza Sorouri Tehran September 21, 2022
67 Mohammad Mam Saleh Sardasht September 21, 2022
68 Setareh Tajik Tehran September 21, 2022
69 Amir Mehdi Malak Mohammadi Tehran September 21, 2022
70 Mehdi Zahedi Urmia September 21, 2022
71 Mazia Salmanian Rasht September 22, 2022
72 Sasan Qorbani Razvanshahr September 22, 2022
73 Mehrdad Behnam Asl Dehdasht September 22, 2022
74 Pedram Azarnoosh Dehdasht September 22, 2022
75 Amir Nowroozi Bandar Anzali September 22, 2022
76 Roozbeh Khademi Karaj September 22, 2022
77 Mehdi Mousavi Zanjan September 22, 2022
78 Javad Heydari Qazvin September 22, 2022
79 Mehrdad Avazpour Nowshahr September 22, 2022
80 Mohammad Hosseinkhah Mazandaran September 22, 2022
81 Hadis Najafi Alborz September 22, 2022
82 Mehdi Leylazi Karaj September 22, 2022
83 Mohsen Pazouki Pakdasht Varamin September 22, 2022
84 Mohammad Rasool Momenizadeh Rasht September 22, 2022
85 Mohammad Reza Eskandari Pakdasht Varamin September 22, 2022
86 Kanaan Aghaei Karaj September 22, 2022
87 Mohammad Amin Takoli Tehran September 22, 2022
88 Yaser Jafari Ilam September 22, 2022
89 Arvin Malamali Golzari Fuladshahr September 22, 2022
90 Shirin Alizadeh Ramsar September 22, 2022
91 Esmail Heydari Ardabil September 22, 2022
92 Hossein Morovati Qarchak Varamin September 23, 2022
93 Pouya (Ali) Ahmadpour Pasikhani Rasht September 23, 2022
94 Hediyeh Naimani Nowshahr September 23, 2022
95 Alireza Hosseini Tehran September 23, 2022
96 Javad Khansari Tehran September 23, 2022
97 Parsa Rezadoust Hashtgerd September 23, 2022
98 Sarina Esmailzadeh Karaj September 23, 2022
99 Hamid Fouladvand Pakdasht September 23, 2022
100 Ehsan Alibazi Shahr-e-Qods September 23, 2022
101 Mohammad Javad Zahedi Sari September 23, 2022
102 Ahmad Reza Qoliji Hamedan September 23, 2022
103 Javad Khansari Tehran September 23, 2022
104 Morteza Nowroozi Langroud September 24, 2022
105 Mahmoud Keshvari Karaj September 24, 2022
106 Lina Namour Tehran September 24, 2022
107 Samira Noori Tehran September 24, 2022
108 Reza Saed Tehran September 24, 2022
109 Shahram Zandi Tehran September 24, 2022
110 Ashkan Noori Tehran September 24, 2022
111 Mohammad Jameh Bozorg Karaj September 25, 2022
112 Nader Kokar Rudsar September 25, 2022
113 Abdolsalam Golvani (Qadir Golvan) Oshnavieh September 26, 2022
114 Siavash Mahmoudi Tehran September 27, 2022
115 Samad Bargi Niya Piranshahr September 28, 2022
116 Amir Reza Naderzadeh Nowshahr September 28, 2022
117 Ghazaleh Ghasemi Tehran September 28, 2022
118 Amir Mehdi Farokhipour Tehran September 29, 2022
119 Erfan Nazar Beigi Tehran September 29, 2022
120 Mohammad Reza Adib Toutazehi Zahedan September 30, 2022
121 Lal Mohammad Anshini Zahedan September 30, 2022
122 Balal Anshini Zahedan September 30, 2022
123 Mohammad Barahui Zahedan September 30, 2022
124 Mahmoud Barahui Zahedan September 30, 2022
125 Riassat (Badel) Balouch Zahedan September 30, 2022
126 Abdorrahman Balouchi Zahedan September 30, 2022
127 Ali Akbar Halgheh-Begoush Zahedan September 30, 2022
128 Mohammad Farooq Rakhsh Zahedan September 30, 2022
129 Mansour Rakhshani Zahedan September 30, 2022
130 Jalil Rakhshani Zahedan September 30, 2022
131 Abdol Majid Rigi Zahedan September 30, 2022
132 Mohammad Rigi Zahedan September 30, 2022
133 Ahmad Sargolzaee Zahedan September 30, 2022
134 Ali Akbar Barahui (son of Khan Mohammad) Zahedan September 30, 2022
135 Ahmad Shah-Bakhsh Zahedan September 30, 2022
136 Abdol Malik Shah-Bakhsh Zahedan September 30, 2022
137 Imran Shah-Bakhsh Zahedan September 30, 2022
138 Farzad Shah-Bakhsh Zahedan September 30, 2022
139 Amin (Badr al-Uloum Seminary) Zahedan September 30, 2022
140 Yaser Shah-Bakhsh Zahedan September 30, 2022
141 Heydar Narui Rashid (son of Mohammad Ali) Zahedan September 30, 2022
142 Omar Shahnavazi Zahedan September 30, 2022
143 Mohammad Eqbal Shahnavazi Zahedan September 30, 2022
144 Amir Hamzeh Shahnavazi Zahedan September 30, 2022
145 Mohammad Sediq Naroui Zahedan September 30, 2022
146 Lal Mohammad Ali Zehi Zahedan September 30, 2022
147 Abu Bakr Ali Zehi Zahedan September 30, 2022
148 Hamid Isa Zehi Zahedan September 30, 2022
149 Aminullah Qoljai Zahedan September 30, 2022
150 Mohammad Qoljei Zahedan September 30, 2022
151 Nematullah Kabedani Zahedan September 30, 2022
152 Ibrahim Gorgij Zahedan September 30, 2022
153 Mohammad Ali Gamshadzehi Zahedan September 30, 2022
154 Mohammad Amin Gamshadzehi Zahedan September 30, 2022
155 Vahed Gamshadzehi Zahedan September 30, 2022
156 Salahuddin Gamshadzehi Zahedan September 30, 2022
157 Jalil Mohammad Zehi Zahedan September 30, 2022
158 Hamzeh Naroui Zahedan September 30, 2022
159 Younes Naroui Zahedan September 30, 2022
160 Hamid Naroui Zahedan September 30, 2022
161 Rafi Naroui Zahedan September 30, 2022
162 Mohiuddin Shahbakhsh (son of Mohammad) Zahedan September 30, 2022
163 Abdol Ghafoor Noor Barahui Zahedan September 30, 2022
164 Mukhtar Ahmadi Marivan September 30, 2022
165 Abdol Samad Barahui (Aidouzehi) Zahedan September 30, 2022
166 Mohammad Omar Shahnavazi Zahedan September 30, 2022
167 Mohammad Qoljaei Zahedan September 30, 2022
168 Amin Goleh Bacheh Zahedan September 30, 2022
169 Hamzeh Naroui son of Mohammad Zahedan September 30, 2022
170 Hamid Naroui fils de Mohammad Ali Zahedan September 30, 2022
171 Abubakr Nahtani Zahedan September 30, 2022
172 Musa Nahtani Zahedan September 30, 2022
173 Samer Hashem Zehi Zahedan September 30, 2022
174 Ali Barahui Zahedan September 30, 2022
175 Zacharie Barahui Zahedan September 30, 2022
176 Ali Aqli (Naroui) Zahedan September 30, 2022
177 Mohammad Eqbal Naib Zehi Zahedan September 30, 2022
178 Omid Shahnavazi Zahedan September 30, 2022
179 Matine Qanbar Zehi Gorgij Zahedan September 30, 2022
180 Sedis Keshani Zahedan September 30, 2022
181 Musa Doveira Zahedan September 30, 2022
182 Imran Hasan Zehi Zahedan September 30, 2022
183 Mohsen Gamshadzehi Zahedan September 30, 2022
184 Abdol Ghafoor Dehmordeh Zahedan September 30, 2022
185 Abdolmanan Rakhshani Zahedan September 30, 2022
186 Balal Rakhshani Zahedan September 30, 2022
187 Omid Sarani Zahedan September 30, 2022
188 Jaber Shirouzhi Zahedan September 30, 2022
189 Soleiman Arab Zahedan September 30, 2022
190 Gholam Nabi Noti Zehi Zahedan September 30, 2022
191 Abdol Jalil Qanbar Zehi Zahedan September 30, 2022
192 Abdollah Naroui Zahedan September 30, 2022
193 Abdol Vahid Towhid Nia Zahedan September 30, 2022
194 Omid Safar Zehi Zahedan September 30, 2022
195 Behzad Rigi Zahedan September 30, 2022
196 Najm al-Din Tajik Zahedan September 30, 2022
197 Mohammad Ali Esmail Zehi (Shah Bakhsh) Zahedan September 30, 2022
198 Esmail Abil Zahedan September 30, 2022
199 Musa Anshini Zahedan September 30, 2022
200 Mehdi Anshini Zahedan September 30, 2022
201 Majid Baloch Zehi (Sheh Bakhsh) Zahedan September 30, 2022
202 Vahid Hout Zahedan September 30, 2022
203 Javad Pousheh Zahedan September 30, 2022
204 Abdol Samad Thabitizadeh (Shahouzehi) Zahedan September 30, 2022
205 Ahmad (Jamma) Sarani (Alizehi) Zahedan September 30, 2022
206 Mohammad Rakhshani (age 12) Zahedan September 30, 2022
207 Lal Mohammad Anshini (son of Sharif) Zahedan September 30, 2022
208 Hamid Reza Saneipour Hamedan September 30, 2022
209 Danial Shahbakhsh Zahedan September 30, 2022
210 Khalil Qanbar Zehi (the only son of Aligur) Zahedan September 30, 2022
211 Mahmoud Shahnavazi (son of Amanullah) Zahedan September 30, 2022
212 Amir Mohammad Gumshadzehi (son of Qadir) Zahedan September 30, 2022
213 Hasti Narui (son of Balal) Zahedan September 30, 2022
214 Amir Hossein Parnian Mirkazehi Rigi Zahedan September 30, 2022
215 Hafez Mohammad Brahui Zahedan September 30, 2022
216 Lal Mohammad Brahoui Zahedan September 30, 2022
217 Esmail Hossein Zahi Zahedan September 30, 2022
218 Majid Shah Bakhsh Zahedan September 30, 2022
219 Thamershahnawazi Zahedan September 30, 2022
220 Abdol Khaleq Shahnawazi Zahedan September 30, 2022
221 Azizollah Kabdani Zahedan September 30, 2022
222 Mirshekar Zahedan September 30, 2022
223 Abdol Majid Naroui Zahedan September 30, 2022
224 Sami Hashem Zehi, son of Nabi (16 years old) Zahedan September 30, 2022
225 Gungo Zehi Rigi Zahedan September 30, 2022
226 Mansour Dehmardeh Zahedan September 30, 2022
227 Saeed Gergige Zahedan September 30, 2022
228 Mehrab Dolat Panah Talesh October 1, 2022
229 Pouya Rajab Nia Babol October 1, 2022
230 Ehsan Khan Mohammadi Tehran October 1, 2022
231 Ali Bani Assad Ahvaz October 1, 2022
232 Omid Qamsari Tehran October 22, 2022
233 Khodanour Laje’i Zahedan October 2, 2022
234 Salman Maliki Zahedan October 2, 2022
235 Jamal Abdol Naser Mohammad Hasani Barahui Zahedan October 2, 2022
236 Morteza Hasan Zaee Zahedan October 2, 2022
237 Zolfaqar Hasan Zaee Zahedan October 2, 2022
238 Arman Hassan Zaee Zahedan October 2, 2022
239 Mahmoud Hasan Zaee Zahedan October 2, 2022
240 Ali Akbar Rabi’i Isfahan October 2, 2022
241 Seyyed Mohammad Hosseini Saqqez October 2, 2022
242 Maheddin Shiro Zehi Zahedan October 3, 2022
243 Mostafa Beriji Zahedan October 3, 2022
244 Mohammad Mehrdadi Tehran October 3, 2022
245 Farid Maleki Tehran October 3, 2022
246 Messam Moghadasi Tehran October 4, 2022
247 Yazdan Farmani Tehran October 4, 2022
248 Nemia Shafiqdoust Urmia October 5, 2022
249 Poriya Kayani Shushtar October 5, 2022
250 Suleiman Shukri Bukan November 20, 2022
251 Maisam Jafari Varamin Persian month of Mehr-23 September 22 October
252 Milad Javidpour Mogoie Tehran Persian month of Mehr-23 September 22 October
253 Morteza Soltanian Esfahan Persian month of Mehr-23 September 22 October
254 Emad Heydari Ahvaz October 6, 2022
255 Reza Bonyadi Tehran October 6, 2022
256 Yahya Rahimi Sanandaj October 8, 2022
257 Mohsen Mousavi Tehran October 8, 2022
258 Daryoush Alizadeh Sanandaj October 8, 2022
259 Peyman Manbari Sanandaj October 8, 2022
260 Mohammad Amini Sanandaj October 8, 2022
261 Sopher Sharifi Tehran October 8, 2022
262 Ainaz Javaheri Kermanshah October 8, 2022
263 Nagin Salehi Tehran October 8, 2022
264 Kamran Shahbazi Tehran October 8, 2022
265 Maryam Ghavasi Mashhad October 8, 2022
266 Sajjad Jafari Shiraz October 8, 2022
267 Simeh Mahmoudinejad Kerman October 8, 2022
268 Nadia Arefani Fardis in Karaj October 9, 2022
269 Esmail Dezvar Saqqez October 9, 2022
270 Seyyed Ahmad Shokrollahi Isfahan October 9, 2022
271 Arian Moridi Kermanshah October 9, 2022
272 Aref Ashouri Rasht Lakan prison October 9, 2022
273 Milad Derakhshan Rasht Lakan prison October 9, 2022
274 Mehran Rajabi Rasht Lakan Prison October 9, 2022
275 Mehrzad Behrouz Rasht Lakan Prison October 9, 2022
276 Mohammad Anoush Niya Rasht – Lakan prison October 9, 2022
277 Farzin Farrokhi Saqqez October 10, 2022
278 Elaheh Sa’idi Saqqez October 10, 2022
279 Omid Mahdavi Tehran October 10, 2022
280 Abolfazl Adinezadeh Mashhad October 12, 2022
281 Sina Naderi Kermanshah October 12, 2022
282 Kamal Feqhi Bukan October 12, 2022
283 Mehrgan Zahmatkesh Rasht October 12, 2022
284 Aziz Moradi Sanandaj October 12, 2022
285 Armin Sayadi Kermanshah October 12, 2022
286 Farzaneh Kazemi Qazvin October 12, 2022
287 Helen Ahmadi Bukan October 12, 2022
288 Negin Abdolmaleki Hamadan October 13, 2022
289 Esra Panahi Ardabil October 14, 2022
290 Parisa Askari Tehran October 14, 2022
291 Reza Esmailzadeh Tehran October 14, 2022
292 Hossein Jezi Tehran – Evin October 15, 2022
293 Hamid Saeed Mozafari Tehran – Evin October 15, 2022
294 Seyyed Farhad Hosseini Tehran-Evin October 15, 2022
295 Ali Basaki Tehran October 15, 2022
296 Hossein Akbarzadeh Tehran-Evin October 16, 2022
297 Mohammad Abdollahi Ilam October 17, 2022
298 Hamed Baji Zahi (Brahoui) Zahedan October 17, 2022
299 Sadaf Movahedi Tehran October 18, 2022
300 Ismail Shanbadi Shiraz October 19, 2022
301 Ramin Karami Kermanshah October 20, 2022
302 Reza Khoshnoud Holari Sari October 20, 2022
303 Ali Jalili Tehran October 20, 2022
304 Fardin Khosh Ghaem Oshnavieh October 21, 2022
305 Ramin Fatehi Sanandaj October 22, 2022
306 Arnica Ghaem Maghami Tehran October 22, 2022
307 Sina Malayeri Arak October 22, 2022
308 Mehdi Farahani Khorramshahr October 22, 2022
309 Mohammad Khawajui Dezful October 22, 2022
310 Rahim Kalij Qaimshahr October 22, 2022
311 Abolfazl Bahu Qaimshahr October 22, 2022
312 Ezzatollah Shahbazi Tehran-Evin October 22, 2022
313 Sarina Shiri Kermanshah October 23, 2022
314 Mona Naqib Saravan October 24, 2022
315 Navid Badpa Gonbad Kaus October 24, 2022
316 Esmail Moloudy (Semko) Mahabad October 25, 2022
317 Mohammad Shariati Sanandaj October 25, 2022
318 Afshin Asham Qasreshirin October 25, 2022
319 Kivan Darvishi Sanandaj October 25, 2022
320 Mohammad Lotfollahi Sanandaj October 25, 2022
321 Maedeh Javanfar Rasht October 25, 2022
322 Parmis Hamnava Iranshahr October 25, 2022
323 Marzieh Doshman Ziyari Bushehr October 25, 2022
324 Shahu Khezri Mahabad October 26, 2022
325 Kobra Sheikh Saqqa Mahabad October 26, 2022
326 Zaniar Abu Bakri Mahabad October 26, 2022
327 Matlab Saeed Peyrow Baneh October 26, 2022
328 Hadi Haqshenas Isfahan October 26, 2022
329 Seyed Ali Seiedi Tehran October 26, 2022
330 Sarina Saedi Sanandaj October 26, 2022
331 Behnaz Afshari Tehran October 26, 2022
332 Hamid Reza Malmir Karaj October 26, 2022
333 Ebrahim Mirzaei Sanandaj October 26, 2022
334 Rasoul Haddadi Zanjan October 26, 2022
335 Amirhossein Rumiani Nazari Tehran October 26, 2022
336 Ali Rouzbahani Tehran October 26, 2022
337 Pacman Raki Izeh October 26, 2022
338 Fereshteh Ahmadi Mahabad October 27, 2022
339 Mehrshad Shahidi Arak October 27, 2022
340 Fereydon Faraji Baneh October 27, 2022
341 Masoud Ahmadzadeh Mahabad October 28, 2022
342 Kabdani, son of Khodabakhsh (12-year-old child) Zahedan October 28, 2022
343 Dastan Rasul Mohammad Agha Baneh October 28, 2022
344 Farid Koravand Asaluyeh October 28, 2022
345 Adel Kochakzaei (Berichi) Zahedan October 28, 2022
346 Omid Narouie Zahedan October 28, 2022
347 Amir Shahnavazi Zahedan October 28, 2022
348 Dr. Parisa Bahmani Tehran October 28, 2022
349 Ali Fazeli Amol October 28, 2022
350 Amir Aref Ghorbanpour Rasht October 29, 2022
351 Koumar Daroftadeh Piranshahr October 29, 2022
352 Diana Mahmoudi Piranshahr October 29, 2022
353 Saman Qadirpour from Ashnavieh Tehran October 29, 2022
354 Mohammad Keshavarz (Saremi) Borujerd October 31, 2022
355 Moulavi Youssef Raisi Lashar October 31, 2022
356 Jafar Qurbani Kamyaran October 31, 2022
357 Nasim Sedghi Urmia October 31, 2022
358 Mohammad Hossein Faraji Tehran November 1, 2022
359 Momin Zand Karimi Sanandaj November 2, 2022
360 Morteza Shirmohammadi Shahin Dez November 2, 2022
361 Milad Khavari Bandar Abbas November 2, 2022
362 Mehdi Zakir Dehloran November 2, 2022
363 346 Karaj November 3, 2022
364 Yaser Naroi Zahedan November 3, 2022
365 Shoaib Darghale Chabahar November 3, 2022
366 Irfan Zamani Lahijan November 3, 2022
367 Mehran Shekari Karaj November 3, 2022
368 Prasto Mouradkhani Karaj November 3, 2022
369 Mehdi Hazrati Karaj November 3, 2022
370 Mohammad Reza Sarvi Shahr-e Rey November 3, 2022
371 Mohammadreza Bali Lashak Nowshahr November 3, 2022
372 Mehdis Hosseini Amol November 3, 2022
373 Ali Abu-Mohammad Karaj November 3, 2022
374 Mohammad Shah Bakhsh
Khash November 4, 2022
375 Murad Zahi Khash November 4, 2022
376 Ali Kurd Kalahori Khash November 4, 2022
377 Mobin Mirkazehi, son of Murad Khash November 4, 2022
378 Azim Mahmoud Zahi, the son of Pir Dad Khash November 4, 2022
379 (unknown) son of Haj Khoda Murad Brahoi Khash November 4, 2022
380 Rahim Dad Shahli on the son of Ismail Khash November 4, 2022
381 Mohammad Selahshuran Khash November 4, 2022
382 Yunus Shah Bakhsh Khash November 4, 2022
383 Sadegh Brahui Khash November 4, 2022
384 Mohammad Shah Bakhsh, son of Nader Khash November 4, 2022
385 Abdul Malik Shahnawazi (Kamal Khan Zehi) Khash November 4, 2022
386 Younes (Mirbaloch Zehi), the son of Anwar Salahshuran Khash November 4, 2022
387 Shahli Bar (son of Esmail) Khash November 4, 2022
388 Saeed Sohrab Zehi, son of Vahed Khash November 4, 2022
389 Yasir Bahadur Zehi, son of Be Barg Khash November 4, 2022
390 Kambiz Regi, son of Allah Bakhsh Khash November 4, 2022
391 Mohammad Amin Heshmatian Karaj November 4, 2022
392 Nasrin Qaderi Tehran November 5, 2022
393 Mohammad Hossein Salari Mahshahr November 5, 2022
394 Mozhgan Kadkhodaei Tehran November 5, 2022
395 Abbas Louiemi Ahvaz November 5, 2022
396 Pegah Gavasieh Shiraz November 5, 2022
397 Maria Gavasieh Shiraz November 5, 2022
398 Mohammad Ghaemi Far Astaraki Dezful November 6, 2022
399 Oveis Shekarze’i Sarbaz November 6, 2022
400 Amir Mehdi Hassani Quchan November 6, 2022
401 Zia Mir Baloch Zehi, son of Abdul Aziz Saravan November 7, 2022
402 Sina Firouzabadi Shiraz November 7, 2022
403 Mohammad Reza (Hessam) Tehran (Qarchak) November 8, 2022
404 Komeil Amir Khanlou Karaj – Khorram Dasht November 8, 2022
405 Darya (Marzieh) Nazm Deh Karaj November 8, 2022
406 Abbas Shafiei Karaj November 8, 2022
407 Amir Mahdi Palai Kish November 8, 2022
408 Sepehr Biranvand Khorramabad November 9, 2022
409 Faieq Mom Qadri Mahabad November 9, 2022
410 Alireza Karimi Arak November 9, 2022
411 Matin Nasri Sanandaj November 9, 2022
412 Mehdi Salehipour Karaj November 9, 2022
413 Hafiz Olad Amrali Neishabour November 9, 2022
414 Ardalan Ghasemi Gilangharb November 10, 2022
415 Hayman Hamzeh Sardasht November 11, 2022
416 Hamid Goli Sanandaj November 11, 2022
417 Yalda Agha Fazli Tehran November 11, 2022
418 Mohammad Hossein Hajiani Bushehr November 11, 2022
419 Mohammad Salehi Behshahr November 11, 2022
420 Shoaib Haidari Mashhad November 11, 2022
421 Mehrshad Telatof Iranshahr November 12, 2022
422 Ali Abiyar Takab November 12, 2022
423 Saman Rahmani Tehran-Quds November 13, 2022
424 Milad Khoshkam Shiraz November 13, 2022
425 Sepehr Ismaili Kiashahr-Gilan November 14, 2022
426 Fawad Mohammadi Kamiyaran November 15, 2022
427 Saman Kader Beigi Bukan November 15, 2022
428 Milad Saidi Shaheswar November 15, 2022
429 Saeed Moradi Kamiyaran November 15, 2022
430 Isa Biglari Sanandaj November 15, 2022
431 Zaniarullah Moradi Sanandaj November 15, 2022
432 Saeed Assadi Bojnoord November 15, 2022
433 Burhan Karmi Kamiyaran’s November 16, 2022
434 Salar Mojaver Bukan November 16, 2022
435 Daniyal Pabandi, 16 Saqqez November 16, 2022
436 Reza Shariati Izeh November 16, 2022
437 Kian Nikpour (Pirfalak),10 Izeh November 16, 2022
438 Ashraf Nickbakhat Izeh November 16, 2022
439 Artin Rahmani,13 Izeh November 16, 2022
440 Bahram Moradian Samirum November 16, 2022
441 Ali Abbasi Samirum November 16, 2022
442 Moslem Hooshanghi Samirum November 16, 2022
443 Milad Asefi Samirum November 16, 2022
444 Mohammad Hassan-zadeh Bukan November 16, 2022
445 Ali Iraqi Tabriz November 16, 2022
446 As’aad Rahimi Bukan November 16, 2022
447 Javad Rezaei Lahijan November 16, 2022
448 Sepehr Maqsoodi, 17 Izeh November 16, 2022
449 Aylar Haghqi Tabriz November 16, 2022
450 Ali Molaei Izeh November 16, 2022
451 Ali Mohammadi Izeh November 16, 2022
452 Sajjad Ghaemi Shiraz November 16, 2022
453 Samaneh Niknam Shiraz November 16, 2022
454 Mohammad Barzegar Shiraz November 16, 2022
455 Mehdi Zare Tehran November 16, 2022
456 Alireza Shojaei Behbahan November 16, 2022
457 Shahoo Bahmani Sanandaj November 17, 2022
458 Aram Habibi Sanandaj November 17, 2022
459 Ghafoor Moloodi Bukan November 17, 2022
460 Abdulrahman Bakhtiari Saqqez November 17, 2022
461 Hezhar Mom Khosravi Bukan November 17, 2022
462 Amjad Enayati Bukan November 17, 2022
463 Heyva Janan Bukan November 17, 2022
464 Azad Hossein Poori Mahabad November 17, 2022
465 Hamed Moulaei Dashti Parsian November 17, 2022
466 Doran Totazahi Zahedan November 17, 2022
467 Hamid Reza Rouhi Tehran November 17, 2022
468 Aso Qadri Baneh November 17, 2022
469 Arman Emadi Marvdasht November 17, 2022
470 Javad Mousavi Isfahan November 17, 2022
471 Mustafa Shabani Bukan November 17, 2022
472 Hamed Sedighi Qeshm November 17, 2022
473 Shahriar Mohammadi Bukan November 17, 2022
474 Saeed Pirmoghani Bukan November 17, 2022
475 Mohammad Ahmadi Gagesh Mahabad November 18, 2022
476 Amir Farasati Shad Piranshahr November 18, 2022
477 Mehran Rahmani Mahabad November 18, 2022
478 Milad Maroofi Bukan November 18, 2022
479 Kamal Ahmadpour Mahabad November 18, 2022
480 Mojtaba Abdullahi Astaraki Dezful November 18, 2022
481 Haniyeh Moradi Yazd November 18, 2022
482 Omid Hasani Sanandaj November 18, 2022
483 Shirko Soltani Bukan November 18, 2022
484 Mehran Tawana Fuman November 19, 2022
485 Hossein Shirazipour Shiraz November 19, 2022
486 Fuad Salari (Savari Javan) Divandareh November 19, 2022
487 Habibollah Fathi Divandareh November 19, 2022
488 Ebrahim Sadri Divandareh November 19, 2022
489 Jamshid Fathi Divandareh November 19, 2022
490 Hossein Abd Panah Sanandaj November 19, 2022
491 Aziz Moradi Divandareh November 19, 2022
492 Farshid Mousavi Amol November 20, 2022
493 Erfan Kakai Javanrud November 20, 2022
494 Bahaldin Veisi- 16 years old Javanrud November 20, 2022
495 Karvan Qader Shukari Piranshahr November 20, 2022
496 Luqman (Milad) Kakai Javanrud November 20, 2022
497 Mohsen Niazi Dehgolan November 20, 2022
498 Taher Azizi Piranshahr November 20, 2022
499 Sattar Rahimi Marivan November 20, 2022
500 Jalal Qorbani Piranshahr November 20, 2022
501 Haider Mahali Piranshahr November 21, 2022
502 Jamal Azami Javanrud November 21, 2022
503 Johar Fattahi (Miraki) Javanrud November 21, 2022
504 Tahsin Miri Javanrud November 21, 2022
505 Masoud Teimuri Javanrud November 21, 2022
506 Ismail Gul’anbar Javanrud November 21, 2022
507 Nahid Mostafapour Yasouj Persian month of Aban – October 23 to November 21
508 Adnan Kamali Hormozgan Persian month of Aban – October 21 to November 21
509 Hossein Mohammadi Kermanshah Persian month of Aban -October 21 to November 21
510 Sanaz Keshavarz Karaj Persian month of Aban -October 21 to November 21
511 Ribaz Salehi-vand Mahabad November 22, 2022
512 Hossam Hosseini Javanroud November 21, 2022
513 Kurosh Pazhakh Islamabad November 21, 2022
514 Soroush Sidi Javanroud November 20, 2022
515 Reza Sharfi Seesakht November 20, 2022
516 Imran Abarkar Rask November 19, 2022
517 Mansour Qurbani Isfahan November 18, 2022
518 Rashid Rashidi Shooshtar November 16, 2022
519 Farhad Khosravi Kermanshah November 16, 2022
520 Amir Mohammad Deliri Lahijan November 16, 2022
521 Vahid Khani Isfahan November 15, 2022
522 Ali Akbar Jafari Tehran, Evin November 14, 2022
523 Mohammad Reza Mashadi Farahani Tehran, Evin November 14, 2022
524 Shomal Khediri-poor Mahabad November 24, 2022
525 Ali Akbar Haidarzadeh Kashmar November 23, 2022
526 Saadi Shahrokhi Far Bukan November 23, 2022
527 Hossein Zarrin Jooei Khorramabad November 21, 2022
528 Aram Majd Ghaemshahr November 21, 2022
529 Amirjavad Asa’ad-zadeh Mashhad November 20, 2022
530 Idris Gharib-zadeh Bandar Abbas November 17, 2022
531 Mahdi Kaboli Kafshgirei Gorgan November 16, 2022
532 Asghar Aghaei Tehran November 16, 2022
533 Omid Zare Moaeiydi Shiraz November 15, 2022
534 Mohammad Reza Bad Brut Malekshahi November 21, 2022
535 Shouresh Nicknam Mahabad November 27, 2022
536 Reza Kazemi Kamiyaran November 27, 2022
537 Arshiya Imam Qolizadeh Hadishahr November 26, 2022
538 Neda Bayat Zanjan November 26, 2022
539 Owais Masoudizadeh Torbat-e-Jam November 25, 2022
540 Mehdi Bahrnjad Torbat-e-Jam November 25, 2022
541 Amanullah Khan Baji Zehi (Mingal) Zahedan November 24, 2022
542 Maedeh Hashemi (Mahak) Shiraz November 24, 2022
543 Jabar Farghizadeh Marivan November 24, 2022
544 Amin Nazari Abadan November 24, 2022
545 Mohammad Hossein Kamandalou Tehran, Moshiriyeh November 22, 2022
546 Afshin Shehamat Tehran September 25, 2022
547 Hamed Salahshoor Izeh November 30, 2022
548 Avat Qaderpour Bukan November 30, 2022
549 Mena Chamani Rasht November 29, 2022
550 Farzin Maroufi Tehran November 29, 2022
551 Mehran Samuk Bandar Anzali November 29, 2022
552 Ebrahim Sharifi Bukan November 29, 2022
553 Hassan Nasseri Khor Mashhad November 26, 2022
554 Atefeh Na’ami Ahvaz November 22, 2022
555 Arash Sheikh Alizadeh Shiraz, Lar November 20, 2022
556 Negin Radfar Sanandaj November 19, 2022
557 Sohra Mostafavi Tehran November 17, 2022
558 Youssef Qanbarzadegan Shiraz November 17, 2022
559 Milad Saeidian Izeh November 16, 2022
560 Asghar Hazhir Lotf Tehran November 16, 2022
561 Ehsan Ghasemifard Karaj November 30, 2022
562 Ali Ka’abi Ahvaz November 28, 2022
563 Massoud Dolatshah Tehran November 28, 2022
564 Behrouz Tamandani Iranshahr November 24, 2022
565 Dr. Peyman Jasemi Ilam November 24, 2022
566 Yazdan Aghajani Tehran November 2022
567 Mohammad Khalili Mashhad November 21, 2022
568 Milad Zamani Karaj November 2, 2022
569 Meghdad Azizi Tehran Oct-Nov 2022
570 Maytham Padidar Rasht October 9, 2022
571 Mohsen Shekari Tehran December 8, 2022
572 Shadman Ahmadi Dehgolan December 8, 2022
573 Shahabuddin Hashemi Tehran December 8, 2022
574 Hooman Abdullahi Sanandaj December 7, 2022
575 Alireza Khoshkar Bayati Tehran December 7, 2022
576 Sepehr Azami Kangavar December 6, 2022
577 Reza Dehboyd Sari December 4, 2022
578 Zahra Jalilian Tehran December 4, 2022
579 Amir Nezafat Karaj December 4, 2022
580 Amir Mohammad (Iliad) Rahmanipour Firozabad, Fars December 2, 2022
581 Ruhollah Abedini Tehran December 1, 2022
582 Shahrokh Zandi Baneh November 29, 2022
583 Mohammad Reza Ghorbani Karaj November 22, 2022
584 Hamid Reza Nahbe Zaim Karaj November 22, 2022
585 Payman Jalilian Kermanshah November 19, 2022
586 Donya Farhadi Ahvaz December 15, 2022
587 Samira Ebrahimi Kerman December 13, 2022
588 Majid Reza Rahnavard Mashhad December 12, 2022
589 Shahriar Adeli Sardasht December 12, 2022
590 Ahmad Goodarzi Borujerd December 12, 2022
591 Aida Rostami Tehran December 12, 2022
592 Habitullah Yaqoubi Zahedan December 12, 2022
593 Abbas Mansouri Shush December 11, 2022
594 Mostafa Akbarian Baba Haider December 9, 2022
595 Ghazal Amiri Shiraz December 9, 2022
596 Shahin Moradi Tehran December 8, 2022
597 Faranak Jabari Tehran December 7, 2022
598 Mostafa Mobasher Shiraz November 26, 2022
599 Behzad Ahmadpour Samani Tehran Between Nov. 22 and Dec. 15
600 Ebrahim Ahmadpour Samani Tehran Between Nov. 22 and Dec. 15
601 Zoleikha Tarzi Zahedan September 30, 2022

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
20. Dezember 2022

Iran: Proteste in Teilen Teherans und anderen Städten in der 95. Nacht des Aufstands ausgebrochen


Iran Protest-Nr. 197
Tod für Khamenei”, “Mit Hijab oder ohne, auf dem Weg zur Revolution” skandieren
Am Montagabend, dem 19. Dezember, der 95. Nacht des Aufstandes, hielten junge Menschen und Einwohner nächtliche Demonstrationen und Proteste in verschiedenen Teilen Teherans ab.

In den Straßen Enghelab und Jamalzadeh skandierten die Demonstranten “Armut, Korruption, hohe Preise, wir werden marschieren, um sie zu stürzen”, “Wir wollen keine kindermordenden Machthaber”, “Politische Gefangene müssen freigelassen werden” und “Für jeden Gefallenen werden sich tausend erheben”. Die jungen Leute stießen mit Polizisten zusammen, die das Feuer auf sie eröffneten.

Im Viertel Ekbatan skandierten die Demonstranten: “Die Antwort liegt auf der Straße, Seyyed Ali [Khamenei] wird zerrissen.” In der Gemeinde Chitgar und in der Kashani-Straße ertönten Rufe wie “Tod dem Diktator” und “Tod dem Khamenei”.

In der Gemeinde Naft zündeten Jugendliche mitten auf der Straße Feuer an und skandierten “Tod dem Diktator”, “Die Antwort liegt auf der Straße, Seyyed Ali [Khamenei] wird zerrissen” und “Mit Hidschab oder ohne, vorwärts zur Revolution”. In der U-Bahn-Station Enghelab skandierten die Demonstranten “Die Armut grassiert, Seyyed Ali ist mit der Hinrichtung beschäftigt”. In der Sattar-Straße wurde ein großes Staatsbanner in Brand gesetzt.

In Rasht skandierten wütende Demonstranten “Tod für Khamenei”. In Karaj kam es zu nächtlichen Demonstrationen. In einer großen Straße in Golshahr in Karadsch kamen die Jugendlichen auf die Straße und riefen “Khamenei, der Mörder, wir werden dich umhauen” und riefen den Namen von Majidreza Rahnavard, der letzte Woche gehängt wurde. In Mashhad skandierten die Menschen während ihrer nächtlichen Demonstration “Tod dem Diktator”.

Am Montagabend wurden bei einem Zusammenstoß in der Nähe der Jakigur-Brücke in der Stadt Rask in der Provinz Sistan und Belutschistan zwischen den mutigen Jugendlichen und einer Kommandoeinheit zwei Fahrzeuge der Unterdrückungskräfte zerstört, und mindestens drei von ihnen wurden verwundet und ins Krankenhaus eingeliefert. In Islamshahr setzten aufständische Jugendliche das Banner des Hauptquartiers für Informationsschutz der Staatssicherheitskräfte mit Molotowcocktails in Brand.

Am Montagmorgen hielten die Familien der Opfer des vom IRGC abgeschossenen ukrainischen Flugzeugs eine Protestkundgebung vor dem mit diesem Fall befassten Scheingericht ab und riefen Slogans wie “Der IRGC begeht ein Verbrechen, das Gericht unterstützt es”.

Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrat Iran, sagte: „Heute Abend haben Frauen und junge Menschen in verschiedenen Teilen Teherans den Obersten Führer des Regimes, Ali Khamenei, erneut mit den Sprechchören “Wir schwören auf das Blut unserer Kameraden – wir werden bis zum Ende stehen” in Angst und Schrecken versetzt.

Ein Hoch auf die Kinder von Mirza Kuchak Khan (historischer revolutionärer Anführer) in Rasht (Nordiran), die auf die Straße gingen und “Tod dem Khamenei” skandierten. Gemeinsam mit den Menschen in Bukan, Sanandaj, Mahabad, Saqqez, Baneh, Ilam, Kamyaran, Ravansar, Eivangharb, Karaj, Islamshahr, Rudsar und anderen Städten schworen sie, das klerikale Regime zu stürzen. Dies ist eine Revolution bis zum Sieg.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
20. Dezember 2022

Landesweiter Aufstand im Iran – Tag 96

Iran Protest – Nr. 199

Eine große Menschenmenge ehrt die heldenhafte Ärztin Aida Rostami in Gorgan
Nächtliche Demonstrationen in Teheran und in anderen Städten
Am Dienstag, dem 20. Dezember in der 96. Nacht des landesweiten Aufstands nahm eine große Menschenmenge an der Zeremonie teil zum 7. Tag für Aida Rostami, eine heldenhafte Ärztin, die getötet wurde für die Behandlung von Leuten, die bei dem Aufstand verwundet wurden.

Die zornige Menge versammelte sich in Imamzadeh Abdullah in Gorgan und verwandelte die Zeremonie in einen weiteren Schauplatz des Anti-Regime Protests mit den Rufen „Tod dem Diktator“, „Sie haben uns unsere Aida genommen und ihren Leichnam wiedergegeben“, „Tod dem Obersten Führer nach mehreren langen Jahren an Verbrechen“, „Du bist obszön, ich bin eine befreite Frau“ und „Diese zugrunde gegangene Blume, der Heimat geweiht“.

Die unterdrückerischen Kräfte versuchten, die Menge mit Drohungen, Einschüchterungen und Prügeln aufzulösen, aber sie scheiterten damit und griffen deshalb die Protestierenden mit Tränen- und Reizgas an.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran, erklärte, dass die Menschen aus Gorgan bei der Gedenkzeremonie für die mutige Frau Dr. Aida Rostami, die unter brutalen Folterungen zur Märtyrerin wurde, zum Sturz des Regimes aufgerufen hätten. Sie forderte alle Ärzte und medizinischen Organisationen auf der ganzen Welt dazu auf, das Regime für seine ruchlosen Verbrechen zu verurteilen.

Am Dienstagabend skandierten Protestierer auf der Enghelab Straße in Teheran „Tod dem Diktator“. In den Siedlungen Ekbatan und Sadegieh riefen Demonstranten „Tod dem Diktator“, „Tod für Khamenei“, „Tod den Basidsch“, „Khamenei ist ein Mörder, seine Herrschaft ist null und nichtig“ und „Armut, Korruption, hohe Preise, vorwärts zum Umsturz“. Mutige junge Leute ließen Schlingen von der Brücke an der Hemet Schnellstraße herab, um damit symbolisch gegen die Hinrichtungen zu protestieren.

In Golshahr in Karadsch veranstalteten mutige Jugendliche nächtliche Demonstrationen, zündeten Feuer an und riefen „Tod für Khamenei“ und „Tod dem Diktator“. In Gohardasht in Karadsch, in Maschhad und Isfahan skandierten junge Protestierer „Tod dem Diktator“ und „Dieses Jahr ist das Jahr des Opfers, Seyyed Ali (Khamenei) wird gestürzt“ bei ihren nächtlichen Demonstrationen. Die aufbegehrenden Jugendlichen in Nahavand haben die Masten für Telekommunikation des Regimes im Laleh Park in Brand gesetzt und zerstört.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
20 . Dezember 2022

 

Es wird keinen Krieg mit dem Iran geben

Von: Alejo Vidal-Quadras

Die Invasion in den Irak am 19. März 2003 hätte ein historischer Wegweiser sein können, jede präventive konventionelle Kriegführung für die Zukunft abzulehnen, mindestens in der westlichen Welt.

Nach der Verwirrung darüber, dass im Irak keine Massenvernichtungswaffen (WMD) gefunden wurden, und nach fast zwei Jahrzehnten des Blutvergießens und der Verheerung durch weit reichende globale Konsequenzen könnte man zu dem Schluss kommen, dass der Moment des „Nie wieder“ heute ein Fels ist, der so hart ist wie nach dem II, Weltkrieg 1945.

Ob zum besseren oder schlechteren, der Irakkrieg hat den Verlauf der Geschichte geändert. Während es eine gute Nachricht war, dass kein Führer in der zivilisierten Welt ebenso wenig wie irgendein Parlamentarier den Weg für einen Krieg ebnen will, wurde das politische Spektrum von ‚Kriegshysterie‘ geplagt, worunter es auch nach dem I. Weltkrieg gelitten hat. Diese Weltsicht ist immer bereit, zu einer dominanten Appeasement Politik zu führen und dazu, dass tyrannische Regime wissen, wie sie sie am besten für sich nutzen können.

Eines der Länder, deren Name schon lange mit Kriegführung in der modernen Welt verbunden ist, war und ist der Iran. Als östlicher Nachbar des Irak hat er fast zwei Jahrzehnte lang ein heimliches Atomwaffenprogramm betrieben, bis das von der iranischen Oppositionsgruppe der Organisation des Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) bloßgestellt wurde. Wäre das Regime Nuklearmacht geworden, würde das geostrategische Kalkül heute anders aussehen.

Seither liegt das Land im Konflikt mit der IAEO und dem UNO Sicherheitsrat wegen seines Atomprogramms. Für den Westen war das Kleriker Regime im Iran immer ein Zusammenlaufen komplexer und miteinander verwobenen Krisen, ohne dass eine Lösung in Sicht war, und das nukleare Dossier ist dabei nur eines von vielen.

Vor der neuen Protestwelle, die Teheran durchgerüttelt hat, gab es in Washington einige besondere Think Tanks und sogenannte Iranexperten, die die Biden Administration dazu bringen wollten, Flexibilität zu zeigen und Teherans Bedingungen um jeden Preis zu akzeptieren.

Ohne eine Vereinbarung mit dem Regime wäre es den USA bestimmt, wieder einen Krieg zu beginnen, so lautete ihr Argument. Diese Stimmen sehen sich als die echten Pazifisten. Sind sie das womöglich?

Seit Mahsa Amini am 16. September brutal von der Sittenpolizei in Teheran getötet worden ist und seit der Aufstand in der Welt Schlagzeilen macht, haben die gleichen Iranexperten ihren Ton geändert und „die Proteste begrüßt“, aber sie blieben bei der Argumentation, dass sie eher führungslos und spontan seien.

Sie haben ihre Bemühungen vergessen, darzulegen, dass die Pflicht zum Hidschab tatsächlich eine „Tradition“ sei und begannen sich mit dem Rest darüber zu synchronisieren, wie sehr die Führer im Iran inzwischen verabscheut werden.

Der Iran hatte lange eine Bevölkerung, die unabhängig von der Führung kurz nach der Revolution von 1979 wuchs. Es braucht keinen Doktorgrad in politischer Wissenschaft, um einzuräumen, dass die systematische Unterdrückung und zahlreiche Aufstände seit den 1990er Jahren nicht gerade ein Zeichen dafür sind, dass das Volk regiert.

Schon vor dem 16. September haben Iraner auf den Straßen skandiert: ‚lasst ab von Syrien, kümmert euch um uns’ oder „unser Feind ist genau hier, sie lügen, wenn sie sagen, er sei Amerika“.

Es konnte kaum klarer ausgesprochen werden, um auf den Schirm zu bringen, wie das Volk im Iran über die Führung des Landes denkt. Der historische Boykott der Präsidentschaftswahlen von 2020 oder der Tatbestand, dass leere Stimmzettel 6 von 7 Kandidaten ausscheiden ließen, waren aussagekräftig. Obwohl alle Beschäftigten in der Regierung, Mitglieder der bewaffneten Kräfte und ihre Angehörigen buchstäblich gezwungen wurden, ihre Stimme abzugeben, hatte die herrschende Elite ihre liebe Not damit, das Ergebnis zu erklären.

Heute, wo einige Gruppen innerhalb des Iran verdächtig oft nach einer Deradikalisierung der Proteste rufen, ist durchaus zu erwarten, dass die gleichen alten Iranexperten vielleicht ihre Sprachregelungen anpassen und argumentieren möchten, dass der Oberste Führer Khamenei imstande sein wird, die Unruhen wieder zum Schweigen zu bringen.

Daraus ergibt sich: wenn man glaubt, dass das Regime imstande ist, „die Unruhen beizulegen“ und „die Ordnung wieder herzustellen“, dann ist die Botschaft, die das vermittelt, die, dass es sich empfiehlt, die gewohnten Geschäfte wieder aufzunehmen, sonst werde der Krieg die einzige Option sein, einen nuklear bewaffneten Pariah-Staat zu stoppen.

Es ist an der Zeit, zu zeigen, dass der Westen mehr tun kann, als naiv zwischen Kriegstreiberei und Appeasement hin und her zu oszillieren. Es wird Zeit für eine kluge Politik, die dort vorstößt, wo es Teheran am meisten wehtut.

Den Ausschluss des iranischen Regimes von den VN, die Beendigung der diplomatischen Beziehungen mit dem Iran und die Aktivierung des UNSC 2231 [Resolution des UNO Sicherheitsrats] Rückfallmechanismus werden eine klare Botschaft schicken, dass die Welt genug hat. Der Krieg kann erwiesenermaßen die Menschheit zerstören; lasst uns beweisen, dass es eine Politik gibt, die sie retten könnte.
Dr. Alejo Vidal-Quadras

Dr. Alejo Vidal-Quadras
Alejo Vidal-Quadras, spanischer Professor für Atom- und Kern-Physik, war Vizepräsident des Europäischen Parlaments von 1999 bis 2014. Er ist Präsident des in Brüssel ansässigen International Committee In Search of Justice (ISJ) [Internationales Komitee für die Suche nach Gerechtigkeit]

Die Revolution im Iran oder eine Krise stammt aus dem Abstand der Generationen

Der landesweite Aufstand im Iran ist in den vierten Monat gegangen. Menschen aus allen Lebensbereichen verlangt es nach einem radikalen Wandel.

Obwohl viele die Generation Z im Land als treibende Kraft hinter den Protesten betrachten, zeigt eine genauere Überprüfung, dass die nationale Forderung nach Freiheit und Demokratie die Generationen übergreift.

Zweifellos sollte die bewundernswerte Rolle der iranischen Jugendlichen und Frauen bei der Führung und Fortsetzung der Proteste trotz des heftigen Vorgehens des Regimes nicht unterschätzt werden. Aber das, was viele Experten als eine Revolution betrachten, nur als quälenden Konflikt zwischen alten und neueren Generationen darzustellen, würde nicht nur heißen, dass man die Anwesenheit der älteren Generationen des Iran übersieht, sondern es würde auch dem Regime in die Hände spielen.

Seit die Proteste im September ausgebrochen sind, hat das Kleriker Regime im Iran mehrere Taktiken ausprobiert, um die ständig wachsende landesweite Welle der Opposition propagandistisch zu überlisten.

Das geht von der Bezeichnung der Protestierenden als Apostel oder der Kennzeichnung als auswärtige Agenten bis zur Charakterisierung der Aktivitäten der iranischen Jugendlichen als „reines Suchen nach prickelnden Erlebnissen“ wegen des Generationsabstands.
„Unser System hat zwei Pfeiler: Das Volk und den Obersten Führer. Ihre Verbindung ist sehr wichtig. In diesem Aufruhr [die abfällige Bezeichnung des Regimes für den Aufstand] zielt der Feind auf beide Pfeiler.

Sie zielen auf die Kräfte, steigern die Gleichgültigkeit im Volk und verstärken die Furcht der Autoritäten“, erklärte Hossein Taeb, der Berater des Befehlshabers der Revolutionsgarden (IRGC) des Regimes, am 8. Dezember laut dem staatlichen Fernsehen des Iran.

„Wir sind jetzt Zeugen eines Generationsabstands. Wie wirkt sich dieser Abstand aus? Zum Beispiel stellt das jüngste Kind die Rolle seines Vaters in der Revolution oder im [Iran-Irak] Krieg in Frage. Der öffentliche Hass ist das Ergebnis dieser zunehmenden Abstände zwischen den Genrationen“ fügte er hinzu.

Taebs Äußerungen bestehen trotz seiner Bemühungen, die Wahrheit zu verdrehen, indem er das Regime mit „Revolution“ oder „Islam“ gleichsetzt, aus der Betrachtung zweier wichtiger Faktoren, was das soziopolitische Milieu im Iran anbetrifft:• Es gibt zu, dass das hauptsächliche Zielobjekt der Bevölkerung das Regime und sein Oberster Führer Ali Khamenei ist.

• Taeb spricht von der Lücke zwischen den Generationen und bringt das Beispiel einer für das Regime eingestellten Familie, in der der Nachwuchs die Rolle seiner Eltern bei der Unterstützung des Regimes oder der Teilnahme am verheerenden Iran-Irak Krieg zurückweist, den Teheran versucht hat, als „heilige Verteidigung“ darzustellen.

• Er gibt außerdem den zunehmenden Trend des Abfalls unter den staatlichen Amtsträgern zu, die sich Sorgen um ihre Zukunft machen, je klarer und näher die Aussicht auf einen Sturz des Regimes rückt.

Taeb ist nicht der erste Amtsträger, der verzweifelt darauf besteht, dass die jetzige Revolution nichts als die Aufregungen suchende Reaktion von Jugendlichen auf die neuesten Vorfälle ist, hauptsächlich wegen der sogenannten Generationslücke. Es stimmt, dass die vibrierende Gesellschaft des Iran und die Jugend ablehnend sind gegenüber dem rückwärtsgewandten Denken und der mittelalterlichen Form der Herrschaft. Aber das kam nicht über Nacht und auch ist es nicht auf eine bestimmte Generation beschränkt.

Seit die Mullahs 1979 die Revolution gekapert haben, haben Iraner Generation für Generation für die Freiheit gekämpft. Der religiöse Faschismus hat Zehntausende von intelligenten Jugendlichen an den Galgen gebracht oder Hunderttausende von ihnen als Kanonenfutter benutzt, als Menschenmaterial, um während des Krieges die Minenfelder zu räumen.

Die Werte, die in einer Gesellschaft einmal entstanden sind, verschwinden nicht einfach so. Ein leuchtendes Beispiel ist der „Widerstand“ der Urkrainer gegen alle Wettchancen, der diesen Wert in Europa wieder belebt hat fast acht Jahrzehnte nach den Widerstandsbewegungen, die gegen die Nazis gekämpft haben.

Den Mut solcher Iraner, wie der 30 000 politischen Gefangenen, die 1988 dafür umgebracht wurden, dass sie sich geweigert haben, sich dem Regime zu beugen, haben in der Tat die iranischen Jugendlichen geerbt, die ohne aufzugeben ihren Aufstand fortsetzen.

Daneben sollte das Vorhandensein einer organisierten Widerstandsbewegung, der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMO/MEK), die den Wert des Widerstandes gegen Tyrannei koste es, was es wolle, bewahrt hat, nicht übersehen werden. Ganz zu schweigen von Dutzenden von großen Protesten, die die Nation seit den 1990 Jahren durchgeschüttelt haben, wo die Jugendlichen zu Tausenden auf die Straße gegangen sind und nach einem Regimewechsel gerufen haben, aber brutal niedergeschossen wurden oder in den Verliesen landeten.

Diese Werte wie der Widerstand und das gemeinsame Ziel, eine Demokratie herzustellen, haben tatsächlich die Iraner verschiedener Generationen und Lebensbereiche vereint, um einen Regimewechsel zu fordern.

In dieser Hinsicht hat Taeb ebenso wie andere staatliche Amtsträger versucht, eine andere abgenutzte Taktik der Überbetonung der sogenannten „sozialen Trennlinie“ anzuwenden. Es ist erwähnenswert, dass das Kleriker Regime vergeblich versucht hat, die Protestierer in Gebieten ethnischer Minoritäten als Separatisten hinzustellen. Aber die nationale Einheit des Volkes, die demonstriert wird in Slogans wie „Von Kurdistan bis Teheran, mein Leben für den Iran“, hat den falschen Behauptungen des Regimes den Boden entzogen.

Die Gesellschaft des Iran ist stärker vereint als je. Die sogenannten „Lücken“ oder „Risse“, die Taeb und andere Amtsträger versuchen auszunützen, verraten nur den Versuch, die Furcht des Regimes vor einer unruhigen und vereinten Gesellschaft abzuwehren.

Im Juni 2017 erklärte Khamenei: „Wir haben soziale Brüche innerhalb des Landes. Wenn sie aktiv werden, wird es ein Erdbeben geben“.

Das Erdbeben hat sich jetzt wirklich ereignet und es hat an den Fundamenten des Regimes gerüttelt. Es wird sicherlich andauern bis zum Sturz der Mullahs, gleichgültig in welcher Zeitspanne oder unter welchen Umständen. Die Welt sollte wirklich den Wandel am Horizont und das Streben des iranischen Volkes nach einem demokratischen Land auf der Basis von Rechtsstaatlichkeit erkennen.

Landesweiter Aufstand im Iran – Tag 95

Iran Protest – Nr. 196
Streiks in Basaren, feindliche Zentren in Brand gesetzt, nächtliche Proteste
Am Montag, dem 19. Dezember und dem 95. Tag des Aufstandes, ist in Teheran eine Gruppe junger Leute zur Enghelab Straße marschiert mit den Rufen „Armut, Korruption, hohe Preise, wir werden zum Umsturz marschieren“ und „Für jede gefallene Person erheben sich tausend andere“. Dies trotz einer zahlreichen Anwesenheit von Unterdrückungskräften und Agenten in Zivil.

Basarhändler traten in den Streik in den Städten Kerman, Rasht, Sanandadsch, Ilam, Saqqez, Baneh, Kamyaran, Ravansar und anderen mehr.

Sie begannen den Streik, obwohl die Unterdrückungsorgane schwere Repression übten und die Ladeninhaber unter Druck setzten, die sich an früheren Streiks beteiligt hatten. Zu den repressiven Maßnahmen gehörte, dass mehrere Händler verhaftet und dass viele Läden versiegelt oder dass ihre Bankkarten ungültig gemacht wurden.

In Teheran traten die Bewohner des Rasul Akram Krankenhauses und Studenten an der iranischen Universität für Medizin und in Qeshm die Beschäftigten im Öl Terminal in den Streik und veranstalteten Proteste. Mehrere Künstler haben eine Protestkundgebung vor dem Evin Gefängnis am zweiten Tag hintereinander abgehalten.

Am Sonntagabend haben Einwohner Teherans in den Bezirken Süd Shahin, Darband, Sattar Khan, Darvazeh Dowlat Metro und einigen anderen nächtliche Proteste abgehalten und skandiert: „Tod für Khamenei“, „Tod dem Diktator“ und „Tod dem IRGC“.
In Dschavanrud skandierten Schüler „Tod für Khamenei“ und „Tod für den Diktator bei ihrer Demonstration.

In Kermanshah riefen Protestierende „Tod für Khamenei“ auf den Straßen und im Basar. Die Unterdrückungskräfte griffen die Protestierer an. In der vergangenen Nacht waren Maschhad und Kermanshah Zeugen von Anti-Regime Demonstrationen und Slogans.

Aufbegehrende Jugendliche in Golpaygan im Zenraliran griffen mit Molotowcocktails eine Basidsch Basis und in Saqqez und Takab die Häuser zweier Regime Agenten an und setzten sie in Brand. Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA meldete heute Morgen, dass in Saravan vier Agenten des IRGC getötet wurden bei einem Zusammenstoß mit Jugendlichen.

Die Begräbniszeremonie für Muhammad Hadschi Rasulpour wurde in dem Dorf „Eli Kand“ nahe Bukan mit einer großen Menge abgehalten mit den Rufen „Der Märtyrer stirbt niemals“. In Mahabad besuchte eine große Menge die Gedenkfeier zum 40. Tag der Märtyrerschaft von Faiq Mam Qaderi und sang ihm zu Ehren die Hymne „O Märtyrer“.

Die staatliche Nachrichtenagentur ISNA hat heute gemeldet, dass bei einem Treffen des Obersten Justizrates der Justizchef Gholam Hossein Ejei’i aufrief zur „… Expedition zur Umsetzung der Urteile, die verhängt und ergangen sind auf jedem Gebiet, darunter Fälle von Aufruhr und so weiter“.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
19 . Dezember 2022

Die strategische Waffe der Mullahs im Iran

Am 8. Dezember wurde in Teheran Mohsen Shekari hingerichtet, ein Protestierer, der an dem im Iran seit 3 Monaten ausgebreiteten Aufstand teilgenommen hatte. Ungeachtet der beispiellosen internationalen Proteste wurde vier Tage später Madschidreza Rahnavard öffentlich in der Stadt Maschhad unter der gleichen Anklage Moharebeh, d.h. Krieg gegen Gott, erhängt.

Dutzende andere der mehr als 30 000 Protestierer, die in den letzten drei Monaten für die Beteiligung an dem Aufstand festgenommen worden sind, wurden von den Gerichten des Mullah Regimes zum Tode verurteilt und erwarten die Vollstreckung dieses grauenvollen Urteils.

Drei Monate nach Beginn des landesweiten Volksaufstandes kommt die Islamische Republik auf ihre strategische Taktik der Selbstverteidigung, der Hinrichtung, zurück. Gleichzeitig wurden vom 7. bis zum 14. Dezember, somit innerhalb einer Woche, 24 weitere Personen in 13 Städten hingerichtet. Zwölf von ihnen wurden an nur einem Tag, am 12. Dezember, erhängt.

Vom ersten Tag an hat das Mullah Regime seine Macht auf der Grundlage von interner Repression und dem Export von Terrorismus ins Ausland etabliert. Obwohl die interne Repression des Regimes in ihren Methoden keine Grenzen kennt, besteht die primäre und symbolische Art der Repression im Erhängen und in der öffentlichen Hinrichtung.
Seit Anbeginn benutzen die Mullahs die Hinrichtung, um den notwendigen Schrecken zu erzeugen, der für ihre Regierung und für die Sicherstellung der Kontinuität ihrer Herrschaft. notwendig ist.

Wenige Monate, nachdem die Mullahs nach dem Sturz des Schahs die Macht übernommen hatten, musste die Regierung als Reaktion auf die Forderungen der Bevölkerung in Kurdistan und derjenigen anderer Nationalitäten ihre Zuflucht bei Hinrichtungen suchen. Sadegh Khalkhali, Khomeinis für das Erhängen lassen im Namen der Religion zuständiger Richter, wurde damals weltweit berüchtigt.

Im Juni 1981 ließ der politische Würgegriff, der vom Regime geschaffen wurde, dem iranischen Volk keine andere Wahl als den bewaffneten Widerstand. Die Welle der Hinrichtungen zur Unterdrückung dieses Widerstandes war ohne Vergleich gegenüber den Verhaltensweisen irgendeines vorherigen Regimes und entsprach der existenziellen Bedrohung des Regimes.

Zwölf Studentinnen wurden unmittelbar nach der Demonstration am 20. Juni 1981 erschossen, ohne dass auch nur ihre Identität überprüft worden wäre. Die Behörden veröffentlichten ihre Fotos einen Tag später in staatlichen Zeitungen und verlangten, dass die Angehörigen ihre Leichname abholten. Im Oktober des gleichen Jahres hat das Regime fast 200 Kinder hingerichtet.

Nachdem am 27. September 1981 Demonstrationen Teheran überschwemmten, richteten die Mullahs eilig 1200 Menschen hin, die bei dem Protest verhaftet worden waren. Vom Juli 1988 an wurden in wenigen Monaten auf Grund einer Fatwa Khomeinis 30 000 politische Gefangene hauptsächlich von den Volksmudschahedin, die gegenüber der Opposition loyal blieben, hingerichtet.

Es war eine Fehleinschätzung, dass nach einer so massiven Säuberung von Oppositionellen die Hinrichtungsmaschinerie des Regimes sich irgendwann verlangsamen und stoppen werde. Jedoch zeigen Statistiken von Menschenrechtsgruppen und die Gutachten von UNO Berichterstattern, dass das Regime weltweit die höchste Zahl an Hinrichtungen im Verhältnis zu seiner Bevölkerungszahl aufweist.
Dass sich Khomeini und jetzt Khamenei hinter der Scharia und dem religiösen Gesetz versteckt haben bzw. verstecken, um die Anwendung von Todesurteilen zu rechtfertigen, ist reine Täuschung. Der Betrug der Mullahs zeigt sich an dem doppelten Standard, den sie bei der Umsetzung dieses „göttlichen Dekrets“ anwenden.

Zum Beispiel wird die Hinrichtung für moharebeh, die laut dem Regime bedeutet, Waffen gegen Wehrlose gebrauchen, eine Anklage, die benutzt wird, um unbewaffnete Demonstranten hinzurichten, niemals gegen solche angewendet, die die geringste Beziehung zu offiziellen Instanzen des Regimes haben.

Said Askar, der 1999 Said Hadscharian erschossen hat, einen früheren Amtsträger, der zum Kritiker wurde, wurde seither niemals bestraft und er wurde sogar rückfällig, indem er Studenten angriff, die gegen die Regierung opponiert haben.
Mahmoud Karimi, ein religiöser Sänger, der Khamenei nahesteht und der eine Pistole gegen ein junges Paar zog, als er mit ihm einen Autounfall auf der Straße hatte, wurde überhaupt nicht bestraft.

Ali Akbar Heydari Far, ein Berater des berüchtigten Richters Saied Mortazavi, wurde freigelassen statt wegen moharebeh bestraft zu werden, nachdem er für das Ziehen einer Waffe in einer Tankstelle und das Schießen zur Einschüchterung der Leute verhaftet worden war.

Mohsen Fallahian, der Sohn von Ali Fallahian, einem früheren Minister für Nachrichtendienste des Regimes, der seine Pistole zog und einen Polizisten tötete, wurde nie dafür bestraft.

Die Hinrichtung ist ein hauptsächlicher stabilisierender Faktor in diesem System ebenso wie der Erwerb von Atomwaffen als eine Art Lebensversicherung für es angesehen wird.
Anders als bei den Mullahs ist in dem 10-Punkte Plan von Frau Maryam Rajavi die Beseitigung der Todesstrafe und der Verzicht auf Atomwaffen eingeschlossen. Keine demokratische Regierung im Iran kann die Stabilitätselemente des Mullah Regimes aufrechterhalten.

Das Blutvergießen der Mullahs, selbst an den besten Kindern des Iran, garantiert, dass nach dieser Regierung niemals mehr jemand den Iran mit dem Galgen oder einem Exekutionskommando regieren können wird.