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Nobelpreisträger Sir Richard Roberts besucht Ashraf 3 und trifft Maryam Rajavi

Am 26. Juni besuchte Sir Richard J. Roberts, der Nobelpreisträger von 1993 für Physiologie oder Medizin, Ashraf 3 und traf sich mit NWRI – Präsidentin Maryam Rajavi. Sir Roberts, ein britischer Biochemiker und Molekularbiologe, der den Nobelpreis für die Entdeckung von Introns in eukaryotischer DNA und den Mechanismus des Genspleißens erhielt, nahm ebenfalls an einem Treffen mit den Mitgliedern des iranischen Widerstands teil und hielt eine kurze, aber berührende Rede.

Bei der Begrüßung von Sir Roberts sagte die gewählte Präsident des Nationalen Widerstandsrat Iran, Maryam Rajavi: „Wir und das iranische Volk werden uns an diesen Besuch wegen Ihrer herausragenden wissenschaftlichen Karriere, wegen Ihrer Unterstützung der Aufstände des iranischen Volkes für die Freiheit und besonders wegen Ihrer aufrichtigen und tief empfundenen Verteidigung der MEK in Ashraf und Camp Liberty in den sieben Jahren von 2009 bis 2016 erinnern, bei denen 150 MEK-Mitglieder in sieben Blutbädern getötet und fast 1.500 verletzt wurden. Vom ersten Angriff bis heute sind Sie 22 Mal zur Unterstützung der iranischen Freiheitskämpfer und der Proteste des iranischen Volkes aufgestanden.“

Unter Betonung der wirksamen Aktivitäten von Sir Roberts erinnerte sich Frau Rajavi: „Im Juli 2021 schrieben Sie und ein Dutzend Ihrer Kollegen einen Brief an den UN-Generalsekretär, in dem Sie die Bildung einer Untersuchungsmission zur Untersuchung des Massakers an politischen Gefangenen im Jahr 1988 forderten. In diesem Brief haben Sie die Rolle des Präsidenten des Regimes, Ebrahim Raisi, bei der Begehung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit unterstrichen. Ihre Unterstützung für den Freiheitskampf des iranischen Volkes ist von unschätzbarem Wert.“

„Heute hält der Iran den Weltrekord im Braindrain“, sagte Frau Rajavi und fügte hinzu: „Allein in den letzten drei Jahren haben rund 4.000 Ärzte und 300.000 Fachärzte mit Master- und Doktortiteln, darunter 900 Universitätsprofessoren, den Iran verlassen.“

Unter Hinweis auf die blutige Geschichte des harten Vorgehens des Chomeini – Regimes gegen Studenten und Universitäten sagte Frau Rajavi: „Auch heute sind Universitäten und Studenten schwerer Repression und Kontrolle ausgesetzt.

Viele Universitätsprofessoren leben in Armut. Das Regime hat Zehntausende von Schülern und Lehrern hingerichtet. Derzeit werden Lehrer nur deshalb inhaftiert, weil sie gegen ihre mageren Gehälter protestieren.“

„Die Mullahs erlegen den Menschen die reaktionären Gesetze der vergangenen Jahrtausende auf, um die Gesellschaft zu regieren, einschließlich derjenigen, die sich auf rechtliche und gerichtliche Angelegenheiten beziehen. Aber sie nutzen die neuesten wissenschaftlichen und technologischen Fortschritte, um ihre dekadente Herrschaft zu bewahren und Atombomben und Raketen zu bauen.“

„Seit Jahren ist unser Widerstand einer Dämonisierungskampagne ausgesetzt, um ihn zu zwingen, seine Überzeugungen und Positionen aufzugeben und zu akzeptieren, dass Freiheit niemals kommen wird.

Aber wir haben uns verpflichtet, mit Leib und Seele die Freiheit im ganzen Iran zum Blühen zu bringen! Ich denke, es ist unsere gemeinsame Überzeugung, dass keine Macht der Welt den Fortschritt von Wissenschaft und Freiheit aufhalten kann“, schloss die gewählte Präsidentin des NWRI.

Sir Richard J. Roberts sagte, bewegt von dem, was er seine Beobachtungen im Ashraf 3 – Museum nannte: „Was ich getan habe, war winzig im Vergleich zu den Anstrengungen, die Sie unternommen haben, zu dem Mut, den Sie gezeigt haben, zu Ihrer festen Verteidigung der Freiheit, durch Ihren Wunsch, im Iran eine echte Demokratie zu errichten.

Ich denke, niemand könnte wie ich heute Morgen durch das Museum gehen, ohne die Irrungen und Wirrungen zu verstehen, die Sie und Ihre Kollegen, Ihre Freunde und Familien durchgemacht haben. Ich war wirklich zu Tränen gerührt, aber ich bemühte mich sehr, meine Fassung zu bewahren, wenn ich es konnte. Es war wirklich eine intensive Erfahrung und ich glaube, dass es etwas ist, was dem Rest der Welt breiter zugänglich gemacht werden sollte.“

„Hiermit verspreche ich, dass ich alles tun werde, um meine eigenen Anstrengungen zu verstärken, um Ihnen auf jede erdenkliche Weise zu helfen. Ich habe Zugang zu einer großen Anzahl von Nobelpreisträgern und ich denke, im nächsten Brief, der verschickt wird, werde ich dafür sorgen, dass viele, viele weitere Unterstützer aufgelistet sind, die helfen können, Ihren Fall vor die breite Öffentlichkeit zu bringen.

Nachdem ich heute Morgen durch das Museum gelaufen war, war meine feste Hoffnung, dass ich Sie alle in nicht allzu ferner Zukunft in Teheran oder einer anderen Stadt im Iran treffen kann“, sagte Prof. Roberts.

Über Sir Robert John Roberts
Sir Richard Roberts wurde 1943 in Derby, Großbritannien, geboren. Er erwarb seinen Ph.D. von der University of Sheffield im Jahr 1969. Von 1969 bis 1972 forschte er als Postdoktorand an der Harvard University.

Sir Roberts setzte seine Forschungen in der Molekularbiologie fort und veröffentlichte 1992 seine Entdeckung des RNA-Spleißens und im darauffolgenden Jahr erhielt er 1993 den Nobelpreis für Physiologie und Medizin.

Prof. Roberts Entdeckung des alternativen Genspleißens führte zu einer grundlegenden Veränderung unseres Verständnisses der Genetik und zur Entdeckung von gespaltenen Genen in höheren Organismen, einschließlich Menschen.

Professor Roberts war in den letzten 30 Jahren der aktivste Nobelpreisträger für Menschenrechtsfragen auf der Weltbühne. Bei mehreren Gelegenheiten hat er wichtige Erklärungen zur Verteidigung der Menschenrechte und der Freiheit unterstützt.

Während des Aufstands im Iran 2009 organisierte er einen Brief an den UN-Generalsekretär, in dem er das blutige Vorgehen gegen Millionen von Demonstranten durch das iranische Regime verurteilte. Die Erklärung wurde von 44 Nobelpreisträgern unterstützt und von der französischen Nachrichtenagentur verbreitet.

Professor Roberts ist der führende Nobelpreisträger zur Unterstützung des iranischen Widerstands und der MEK. Sowohl einzeln als auch zusammen mit anderen Nobelpreisträgern hat er in den letzten 13 Jahren bei 25 verschiedenen Gelegenheiten seine Unterstützung für den iranischen Widerstand zum Ausdruck gebracht.

in einem Brief an die Vertreter der Europäischen Union im Juni 2015 schrieb Prof. Roberts: „Sie können sicher sein, dass ich und meine Mitpreisträger nicht aufhören werden, Petitionen an Sie zu richten, bis das Lager geschlossen ist und die Bewohner menschenwürdige Lebensbedingungen gefunden haben.“

2021 nach der Wahl von Ebrahim Raisi zum Präsidenten schrieben Prof. Roberts und 24 weitere prominente Nobelpreisträger einen offenen Brief an den UN-Generalsekretär, in dem sie Raisis Präsidentschaft verurteilten und seine Rolle bei dem Massaker an 30.000 politischen Gefangenen im Jahr 1988 betonten.

Warum spielt das iranische Regime weiter sein gefährliches Atomspiel?

Der Hohe Repräsentant der Europäischen Union Josep Borrell hat am 24. Juni den Iran besucht in einem letzten verzweifelten Versuch, Teheran davon zu überzeugen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um den Atomvertrag mit dem Iran, formell als Gemeinsamer Umfassender Aktionsplan (JCPOA) bekannt, wieder zu beleben.

Borrell bezeichnete später seinen Besuch als „konstruktiv“ und gab der Hoffnung Ausdruck, dass das iranische Regime zu den Gesprächen zurückkehrt nach vielen vergeblichen Versuchen, den sehr fehlerhaften Vertrag von 2015 wieder zu beleben.

Der Besuch erfolgte fast zwei Wochen, nachdem das Direktorium der Internationale Atomenergie Organisation (IAEO) eine Resolution verabschiedet hatte, die das Fehlen von „Transparenz“ Teherans über seine Atomanlagen verurteilte.

Als Antwort darauf hat das iranische Regime bekannt gegeben, dass es den Anschluss von Dutzenden der Kameras der IAEO zur Überwachung der Atomanlagen gekappt habe. Die Vereinigten Staaten verurteilten diese Maßnahme und nannten sie „extrem bedauernswert“ und „kontraproduktiv“.
Viele Beobachter haben geäußert, dass das Regime mit diesem Schritt die Westmächte dazu veranlasst habe, einen entschiedeneren Kurs gegenüber seiner nuklearen Erpressung aufzunehmen.

Mit den Spannungen am Horizont hat Borrell, ein Fürsprecher des Appeasements gegenüber Teheran, seine Bereitschaft erklärt, nach Teheran zu reisen.
Im Gegensatz zu seiner antiwestlichen Rhetorik und der hohlen Machtdemonstration hat der Iran diesen Besuch akzeptiert.

Tage nach Borrells Besuch hat Teheran seine Bereitschaft verkündet, in Verhandlungen einzutreten. Der Präsident des iranischen Regimes Ebrahim Raisi hat auch den Willen seiner Regierung betont, „dass die Sanktionen aufgehoben werden“ oder, anders gesagt, die Sanktionen zu umgehen, wobei sie das Fehlen einer festen Politik der Westmächte gegenüber den unheilvollen Aktivitäten des Regimes dafür benutzen.

Die Wirtschaft des Iran leidet an systematischer Korruption, an Missmanagement und Unfähigkeit. Die Sanktionen spielen eine sekundäre, aber wesentliche Rolle bei der Verstärkung der finanziellen Kalamitäten des Landes. Die schlechte wirtschaftliche Lage im Iran führt zu Protesten von Menschen aus allen Schichten, die in ihren Slogans das ganze Regime als die wirkliche Quelle ihrer Probleme ins Visier nehmen.

Trotz Teherans erfolgreicher Bemühungen, die Sanktionen zu umgehen, wobei sie viele Schlupflöcher und die Unfähigkeit des Westens, diese unerlaubten Aktivitäten zu unterbinden, benutzt haben, fehlt es dem Regime an ausreichend Geld, um seine terroristischen Ableger-Gruppen und den Unterdrückungsapparat zu finanzieren.

Die neuesten US Sanktionen gegen die petrochemische Industrie des Regimes waren ein weiterer Schlag für Teheran. Außerdem scheint es so, als ob sich in der Region eine vereinte Front gegen das Regime bildet.

Da es sich einer zunehmend unzuverlässigen Gesellschaft gegenüber sieht, ist das iranische Regime verzweifelt bestrebt, eine weitere internationale Isolation zu vermeiden. Teheran hat Versteck und auf Zeit gespielt, aber jetzt sieht es so aus, als ob die internationale Gemeinschaft das nicht länger hinnehmen kann.

Das Regime hat zwei Optionen: Entweder Rückkehr zum JCPOA und Milderung der Sanktionen oder Fortsetzung seines Schurkenverhaltens, was seine internationale Isolation vermehrt. Ein Schritt zurück wird schwere Konsequenzen für ein Regime haben, das sich vor einer heimischen Legitimationskrise sieht.

Die Zeit totzuschlagen und den Vertrag in der Schwebe zu halten, mag Teheran Zeit kaufen, aber es würde kurzfristig die Probleme des Regimes vermehren.

„Wenn wir Rache nehmen und Uran zu mehr als 60 % der Reinheit anreichern oder noch effektivere Zentrifugen verwenden, könnte die internationale Gemeinschaft reagieren. Dies ist eine komplizierte Situation, da wir in Krisen verwickelt sind.

Manche Amtsträger wie MPs warnen davor, noch mehr wirtschaftliche Probleme wie eine höhere Inflation im Sommer zu erleben“, schrieb die staatliche Arman-e Meli am 3. Juni.
Aus Angst vor einem Zurückschlagen des Volkes warnt das Blatt die Amtsträger des Regimes vor der „heimischen Bedrohung“.

„Wir sollten in der jetzigen Situation mehr wegen einer heimischen Bedrohung als wegen einer internationalen besorgt sein“.
Kurz gesagt: ein zunehmender Druck auf das Regime und es verantwortlich machen für seine unheilvollen Aktivitäten liegt auf der Linie des Bestrebens des iranischen Volkes, dieses Regime zu stürzen.

Aber würden die Weltmächte endlich den richtigen Weg einschlagen, nachdem sie Jahrzehnte lang all die falschen Wege ausprobiert haben? Oder werden sie sich weiterhin blind stellen gegen die Bedrohung durch einen religiösen Faschismus mit Atomwaffen?

 

Mike Pence besucht MEK und reiht sich in die lange Liste der Klagen Teherans ein

Mike Pence besucht MEK und reiht sich in die lange Liste der Klagen Teherans ein

Der Besu MEK Adds to the Long List of Tehran’s Grievances
Mike Pence besucht MEK und reiht sich in die lange Liste der Klagen Teherans ein

Der Besuch des ehemaligen US-Vizepräsidenten Mike Pence in Ashraf 3, Heimat von Tausenden von Mitgliedern der wichtigsten Oppositionsbewegung im Iran, den Mujahedin-e-Khalq (PMOI/MEK), sowie sein Treffen mit Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI), versetzte am 23. Juni die herrschende Theokratie in Angst und Schrecken. Obwohl staatliche Nachrichtenagenturen und streng kontrollierte Fernsehsender und Zeitungen einen gut orchestrierten Chor darboten, konnten sie den politischen Frust nicht verbergen.

Abgesehen davon, dass sie eine lange Liste von Verbrechen des Regimes besprachen, die sich aus der unerbittlichen, vier Jahrzehnte andauernden Kampagne der MEK und des NWRI zur Absetzung der mörderischen Herrschaft der Mullahs ergab, versuchten Staatsvertreter und Medien, die Gelegenheit zu nutzen, um den iranischen Widerstand mit den USA, Israel, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain zu verbinden und das sogar gleichzeitig.

Screenshot der staatlichen Nachrichtenagentur Fars, welche Neuigkeiten über Vizepräsident Mike Pence berichtet, der Ashraf 3 besucht

Einige Vertreter gingen über die üblichen Anweisungen hinaus und sprachen expliziter über die MEK und ihren zunehmenden Einfluss und drückten ihre Besorgnis über die Auswirkungen der Reise auf die Gesellschaft im Allgemeinen aus.

Ahmad Mahmoudi, der Vertreter des Obersten Führers in Isfahan, sagte am selben Tag gegenüber einem lokalen Fernsehsender: „Wir müssen die Dinge erklären. Lassen Sie unsere neue Generation wissen, dass die eingeschworenen Feinde, die Heuchler (abwertender Begriff des Regimes für die MEK), Verräter sind, die auf Geheiß der USA, Israels und Großbritanniens Verbrechen in diesem Land begangen haben.“

Am nächsten Tag äußerte Hassan Ameli, der Vertreter des Obersten Führers in Ardabil, ähnliche Bedenken. Es fällt uns sehr schwer, dass Mike Pence, Trumps Stellvertreter, gestern in Albanien unter den Heuchlern auftauchte und den Iran beleidigte. Er hatte Trump ermutigt, das JCPOA fallen zu lassen“, sagte er.

Ebenfalls am 24. Juni sagte Generalstaatsanwalt Mohammad-Jafar Montazeri gegenüber dem Staatsfernsehen: „Es ist notwendig, der jungen Generation und den Teenagern, die zu dieser Zeit (mit Bezug auf die 80er Jahre) nicht dort waren oder nicht über genügend Informationen verfügen, die Heuchler zu erklären. Denn heute begeht diese Gruppe leider Verbrechen unter dem Banner der globalen Arroganz.“

Am 24. Juni zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Mehr den Gouverneur von Shahreza in der Provinz Isfahan, Amir Jafari, mit den Worten: „Die Heuchler haben den Cyberspace monopolisiert … Der Feind versucht, zu zeigen, dass sich die Islamische Republik in einer Sackgasse befindet und will so die Menschen in Angst und Verzweiflung führen.“

Er forderte andere Staatsbeamte auf, strengere Maßnahmen zu ergreifen und sagte: „Wir sollten es den Familien der Märtyrer der Attentate erleichtern, ihre Erfahrungen auszudrücken. Hier können wir mit der Habilian Stiftung zusammenarbeiten. Wir sind bereit, zusammenzuarbeiten, um verschiedene Zeremonien mit den Abteilungen der Justiz, der Bildung und der Märtyrerstiftung, der islamischen Kultur und Führung und anderen Sektoren abzuhalten.“

Ali Jafari, Gouverneur von Shahreza, ruft zu härterem Vorgehen gegen die MEK auf

Die heftigste Reaktion kam von einem Mann, der normalerweise dafür verantwortlich ist, die internationale Verurteilung der flagranten Menschenrechtsverletzungen im Iran anzuprangern und zu beenden.
Der Stellvertreter des Regimes für internationale Angelegenheiten und Menschenrechte, Kazem Gharibabadi, gab am 24. Juni im Staatsfernsehen versehentlich die wachsende Macht der MEK im Iran zu und erklärte: „Vielleicht glaubte man zuweilen, dass dieses Grüppchen von Heuchlern (MEK) keine Unterstützung hat und jeder ist sich seines terroristischen Charakters bewusst und dass wir uns nicht mehr darauf beziehen müssen. Aber das ist nicht unsere Ansicht. In 1400 (iranisches Jahr, beginnend am 20. März 2021) begann eine sehr gute und gemeinsame Kampagne und es wurde starker Druck auf Länder ausgeübt, die Gastgeber der Heuchler sind.“

Er fügte hinzu: „Es hat kein Treffen zwischen uns und europäischen Delegationen gegeben, bei denen wir das Thema der Heuchler ausgelassen hätten. Bei der Sitzung des Menschenrechtsrates im Februar widmete ich mindestens 2-3 Minuten meiner siebenminütigen Rede der Terroristengruppe der Heuchler und den Verbrechen, die sie begangen haben und wir haben die internationalen Organisationen der europäischen Länder gewarnt, sich dessen bewusst zu sein, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und diese Terroristen nicht zu verteidigen.“

Unter Bezugnahme auf die Fälle des terroristischen Diplomaten des Regimes, Assadollah Assadi, und des ehemaligen Gefängniswärters Hamid Noury, die in Belgien bzw. Schweden inhaftiert sind, beschuldigte er die MEK, sich gegen beide verschworen zu haben. „Manchmal stehen wir unter dem Druck der öffentlichen Meinung. Also, wenn sie (Belgien und Schweden) unsere Gefangenen misshandeln, warum sollten wir ihre Gefangenen nicht ähnlich behandeln? Lassen Sie uns sie in Einzelhaft stecken, ihnen verbieten, ihre Familien und ihre Anwälte zu kontaktieren und sie ihrer medizinischen und gesundheitlichen Rechte berauben.“

In den letzten Monaten, als sozioökonomische Krisen immer mehr Menschen in Elend und absolute Armut trieben, wuchs das mit der MEK verbundene Netzwerk im Iran von Tag zu Tag. Die Widerstandseinheiten schlagen weiterhin in Städten und Dörfern im ganzen Land zu und fordern und lähmen das riesige und facettenreiche Sicherheits- und Geheimdienstnetzwerk, um andere Iraner zum Widerspruch zu ermutigen.

Bisher hat das Regime Hunderte von Dämonisierungskampagnen gestartet, darunter die Veröffentlichung von Büchern, die Produktion von Filmen und Fernsehserien, das Abhalten von Konferenzen und das Verbreiten von Propaganda durch Dutzende offizieller und halboffizieller Organisationen, um die MEK zu beschmutzen und zu diffamieren und die junge Generation so vom Eintritt in ihre Organisation abhalten. Aber in einem Land, in dem gewöhnliche Menschen auf der Straße immer wieder Geistliche und ihre Sicherheitskräfte beleidigen und sogar angreifen, haben diese Bemühungen den gegenteiligen Effekt, indem sie mehr Interesse für die MEK wecken.

Das ist vielleicht die erschreckendste Entwicklung für die herrschenden Geistlichen und deshalb versuchen sie alles, um die Organisation zu delegitimieren.

Heute, am 25. Juni, signalisierte der Geheimdienstminister Esmail Khatib in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Mehr veröffentlichten Bemerkung die äußerste Frustration der Mullahs über das Scheitern ihrer Anti-MEK Kampagnen und drohte der MEK offen mit Terrorismus: „In ihrem großen Kampf und Dschihad als Justizbeamte werden die anonymen Soldaten von Imam Mehdi (Begriff des Regimes zur Beschreibung von MOIS-Agenten) natürlich all ihre Bemühungen und Unterstützung einsetzen, um die ernsthafte Mission der Wahrung der Sicherheit der Grenzen und der Rechte unserer Nation auszuführen. Die in Albanien ansässigen Terroristen waren und werden niemals sicher sein vor dem Feuer der Rache für die 12.000 Märtyrer ihrer Verbrechen.“

 

Eine weitere Falschbehauptung Raisis im Iran: Die Kleriker haben die Krankenschwestern unterrichtet, wie man in der Pandemie arbeitet!


Ganz abgesehen von seiner berüchtigten Karriere als „hängender Richter” ist der Präsident des iranischen Regimes bekannt für seine bizarren und unsinnigen Äußerungen über Irans soziale und wirtschaftliche Krisen. Raisi, der ungebildet ist und nicht einmal die sechste Klasse abgeschlossen hat, hat vor kurzem behauptet, dass „Kleriker und revolutionäre“ Kräfte des Regimes iranische Krankenschwestern und Ärzte gelehrt hätten, wie man in der Pandemie arbeitet!
„Als ich den Präsidenten der Universität für Medizin in Gilan angerufen habe, teilte er mir mit, wie Kleriker und revolutionäre Kräfte ihn beeindruckt hätten, als sie während der Pandemie in die Krankenhäuser gekommen seien und Krankenschwester und Ärzte gelehrt hätten, wie man jetzt arbeitet. Unser ausgebildetes medizinisches Personal lernte von ihnen Resilienz!“ so Raisis Behauptung.
Der Präsident der Organisation der Krankenschwestern kommentierte das so: „Der Präsident der medizinischen Universität von Gilan sollte zur Hölle gehen mit solchen Äußerungen“.
„In den dunklen Tagen der Pandemie, als das Coronavirus das Land verheerte, als die Leute lieber zuhause geblieben sind und Seminare geschlossen wurden, haben die Leute mit medizinischer Ausbildung ihre Angehörigen und die eigenen Wohnungen verlassen, um anderen zu helfen. Mehr als 300 von ihnen haben ihr Leben geopfert.

Obwohl sie nicht genug Ausstattung hatten, haben sie vielen das Leben wiedergegeben“, wird Mohammad Mirza Beigi am 21 Juni von der staatlichen Website Asr-e Iran [„Nachmittag des Iran“ ] zitiert.
Außer Mirza Beigi haben Tausende Iraner auf sozialen Medien ihren Zorn zum Ausdruck gebracht. Sie erinnerten daran, dass genau in dem Augenblick, als Raisi und andere Amtsträger des Staates Hilfe verweigerten, iranische Krankenschwestern den Menschen zu Hilfe geeilt seien.
Der Iran hat enorm unter der Covid-19 Pandemie gelitten. Als die Iraner sehr besorgt auf die Hilfe der Regierung warteten, hat das Regime das ominöse Virus begrüßt und benutzt, um die unzuverlässige Gesellschaft ruhig zu stellen. Der Oberste Führer des Regimes Ali Khamenei hat das Virus als einen göttlichen „Segen“ und ein „Gottesurteil“ bezeichnet.

Er hat außerdem im Januar 2021 vertrauenswürdige amerikanische und englische Impfstoffe mit einem Bann belegt. Als sich seit Ende Dezember 2019 das Covid-19 Virus in einigen besonderen Zentren ausgebreitet hat, wurden die Menschen bis zum Februar 2020 im Dunkeln darüber gelassen und Amtsträger haben konstant versucht, die Krise herunter zu spielen.
Infolgedessen haben mehr als eine halbe Million Iraner dadurch ihr Leben gelassen. Das waren nicht einfach nur Nummern. Es waren Väter, Mütter, Töchter und Söhne. Viele von ihnen mussten in der Zeit der Pandemie hart arbeiten, weil sie Brotverdiener(-innen) der Familien waren.
In diesen dunklen Zeiten sind iranische Krankenschwestern und Ärzte herbeigeeilt, um den Menschen zu helfen, obwohl das Regime es abgelehnt hat, ihre Gehälter zu erhöhen oder sie mit angemessenen Ressourcen auszustatten.

Dutzende iranische Krankenschwestern haben in den letzten beiden Jahren wegen Burnout und Erschöpfung Selbstmord begangen.
Während Krankenschwestern im Iran monatelang keine Gehälter ausbezahlt bekommen haben, hat die herrschende Theokratie nicht davor zurückgeschreckt, den nationalen Reichtum für unerlaubte Aktivitäten zu verschwenden wie die Finanzierung von Terrorismus. Das monatliche Gehalt von IRGC Söldlingen in Syrien bewegt sich um 1000 $ im Monat, wie der Iranische Widerstand 2016 aufgedeckt hat.

Zugleich bekommen iranische Krankenschwestern etwa 100 Millionen Rial, das sind nach dem jetzigen Wechselkurs etwa 320 $ im Monat und die Armutslinie des Iran liegt bei 120 Millionen Rial. Das heißt, dass alle iranischen Krankenschwestern unter der Armutslinie leben.
Die unzuträgliche Arbeitsumgebung verbunden mit niedrigen Entlohnungen und mit Unsicherheit haben viele iranische Krankenschwestern veranlasst, das Land zu verlassen, was ein schwerer Schlag für Irans ruiniertes medizinisches System ist.

Laut Reza Laripour, dem Sprecher des Medizinischen Rates sind etwa 4000 iranische Ärzte dafür registriert, dass sie Zertifikate für Immigration bekommen.
Das ist das finstere Gesicht der Realität des Iran unter dem Mullah Regime, wo der Tod sehr billig ist. Warum also streut Raisi Salz in die Wunden der Angehörigen medizinischer Berufe im Land, die doppelt unter Druck stehen?

Seine Äußerungen sind auf der gleichen Linie wie andere lachhafte Aussagen, die er zuvor von sich gegeben hat, wie etwa die, dass Armut innerhalb von zwei Wochen ausgemerzt sein könne. So etwas passiert, wenn jemand oberhalb seiner Liga zu spielen versucht.

Aber Raisi, berüchtigt für seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit, repräsentiert das Wesen dieses genozidalen Regimes. Seine dummen Äußerungen spiegeln die mittelalterliche und inhumane Natur und die entsprechenden Werte des Regimes.

Während sich aber Proteste ausbreiten und in allen Schichten im Land Änderungen verlangt werden, ergibt sich die Frage: Werden die Ajatollahs die Ketten weiter im Zugriff behalten können, mit denen sie die Iraner seit Jahrzehnten fesseln?

Wird Khamenei noch das Ende der Amtszeit seines “Schützlings” Raisi erleben?

Als der Oberste Führer des iranischen Regimes, Ali Khamenei, Ebrahim Raisi zum Präsidenten ernannte und segnete, begrüßten die staatlichen Medien diese Aktion in der Hoffnung, dass sie die zerstrittenen Reihen des klerikalen Regimes vereinen würde. Ein Jahr später zeigt der Lauf der Dinge weiterhin das Gegenteil.

Die großen Proteste im Iran im November 2019 erschütterten das Fundament des Regimes. Der herrschenden Theokratie des Iran gelang es, an der Macht zu bleiben, indem sie über 1500 Demonstranten tötete und indirekt über eine halbe Million Iraner tötete, indem sie die Covid-19-Pandemie absichtlich falsch verwaltete.

Aber bald begannen Proteste wütender Iraner wegen der wirtschaftlichen Probleme des Landes und der Korruption des Regimes. Der Aufwärtstrend der Demonstrationen seit 2018 hatte das Regime in Angst und Schrecken versetzt und seine Machtkämpfe verschärft.

Khamenei, der bei den Scheinwahlen zum Parlament im Jahr 2020 rivalisierende Kandidaten eliminierte, war bereit, die rivalisierende Fraktion ein für alle Mal loszuwerden, da er der Meinung war, dass die geringste Opposition im Regime weitere Aufstände anheizen könnte.

Also entschied er sich für Raisi, trotz seiner dunklen Menschenrechtsbilanz und seines internationalen Status als Krimineller aufgrund seiner Rolle bei dem Massaker von 1988 an 30.000 politischen Gefangenen. Er wählte auch Raisis Kabinett sorgfältig aus und ernannte berüchtigte Kommandeure der Revolutionsgarden (IRGC) oder Elemente aus seinem inneren Kreis.

Die Regierung von Raisi wurde mit zunehmender Unterdrückung beauftragt und was wird auch anderes von einem analphabetischen Präsidenten erwartet, der seine Tage damit verbracht hat, Todes- und Gefängnisstrafen zu verhängen?

Doch um die instabile Gesellschaft des Iran zu kontrollieren, schreckten Raisi und seine Regierung nicht davor zurück, leere Versprechungen von wirtschaftlichen und sozialen Reformen zu machen.

Raisis lächerliche Geste, die Anweisung zu geben, die Armut in zwei Wochen auszurotten oder die falsche Behauptung von Hojat Abdolmaleki (Arbeitsminister), dass Menschen mit 10 Millionen Rials – fast 31 US-Dollar – einen anständigen Job beginnen könnten, wurde sogar von den streng kontrollierten iranischen Medien verspottet.

„Explosive Preise, galoppierende Inflation und die ständige Abwertung der Landeswährung zeugen von der Unfähigkeit jener Vertreter, die mit dem Versprechen an die Macht kamen, die Probleme der Menschen schnell zu lösen. Jetzt sehen sie sich aufgrund der finanziellen Katastrophe rechtschaffenen Protesten von Menschen gegenüber“, bestätigte die staatliche Tageszeitung Jomhurie Eslami am 16. Juni.

In einem offenen Brief an das iranische Volk räumten im Iran ansässige Ökonomen einige Aspekte von Raisis katastrophaler Politik ein. „Der Trend der sozialen Unruhen und der öffentlichen Sorge um den Lebensunterhalt und die Nachhaltigkeit ihrer Unternehmen hat ein explosives Stadium erreicht“, warnten sie.

„Durch statt Reformen wurde der bevorzugte Wechselkurs von 42.000 Rial für einen US Dollar abgeschafft, was sich auf die Preise von Milchprodukten, Tierfutter, Geflügelzucht, Eiern, Pflanzenöl und einigen medizinischen Produkten und Medikamenten auswirkte. Zuvor waren die Subventionen und der Vorzugssatz für den Import von Mehl beenden worden und die Preise für Brot, Nudeln und Kuchen schossen in die Höhe.“

Raisi, der alle Probleme auf seinen Vorgänger Hassan Rouhani projiziert hat, wurde von den Unterstützern des Regimes zur Rede gestellt, die ihn fragten, warum er Wirtschaftskrisen nicht gelöst habe, obwohl er Öl für 110 Dollar pro Barrel verkauft hat. Natürlich vermeiden sie es, bewusst zu erwähnen, wie Teheran Milliarden von Dollar für den Terrorismus und sein ehrgeiziges Atomprogramm verschwendet.

Während die iranische Wirtschaft einbricht, nehmen die Proteste von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten weiter zu. Die Menschen skandieren Parolen gegen Raisi und seine Regierung, was im Regime viel Aufsehen erregt.

Die laufenden Demonstrationen zeigten die ersten Risse in Khameneis sogenannter „revolutionärer“ Regierung und seinem Parlament. Die sorgfältig ausgewählten und vom Wächterrat geprüften Abgeordneten forderten die Amtsenthebung von Raisis Ministern und einige Mitglieder der Bassidsch – Paramilitärs der IRGC forderten Khamenei bei einem Treffen am 25. Mai auf, das Majlis (Parlament) nicht mehr als „revolutionär“ zu bezeichnen.

Khamenei, der das Schicksal seines Regimes auf Raisi und das derzeitige Majlis gesetzt hat, schreckte nicht davor zurück, es zu unterstützen. Aber er forderte seine Abgeordneten auf, „revolutionär“ zu bleiben und „die Konfrontation mit anderen Zweigen zu vermeiden“ und räumte damit die zunehmenden und „gefährlichen“ Machtkämpfe ein.

Angesichts der wachsenden Forderungen im Parlament des Regimes, Abdolmaleki abzusetzen, trat er am 14. Juni zurück. Kurz darauf gab der Minister für Industrie, Bergbau und Handel, Reza Fatemi Amin, keine überzeugende Antwort auf die Fragen der Abgeordneten zur Schwäche des Ministeriums bei der Preiskontrolle und Ihm wurde ebenfalls mit Amtsenthebung gedroht.

Es scheint, dass das „revolutionäre“ Majlis nicht länger mit Raisis „junger Hizbollah-Regierung“ fertig werden kann. Wenn es nichts mehr zu plündern gibt, dann kämpfen die Diebe untereinander.

Die korrupten Abgeordneten des Regimes, die selbst offene Korruptionsfälle vor der Justiz haben, vergießen nur Krokodilstränen für die Menschen. Ihre eigentliche Angst ist die öffentliche Reaktion auf die sich verschärfende Wirtschaftskrise des Landes.

Die Parolen des Volkes gegen Raisi und Khamenei, die zunehmende Zahl von Angriffen auf die Geistlichen des Regimes in vielen iranischen Städten sowie die bemerkenswerte Zunahme der Operationen der iranischen Widerstandseinheiten weisen auf die instabile Situation im Iran hin und versetzen den Bemühungen von Khamenei zum Schließen der Reihen schwere Schläge in seinem sterbenden Regime.

Wird Khamenei dennoch das Ende seiner „geliebten“ und „lieben“ Regierung von Raisi erleben, wie er es einmal beschrieb?

Diskussionen über Teherans Atomdossier und PMD

Am 8. Juni stimmte der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit überwältigender Mehrheit für die Annahme der von den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich und Deutschland eingebrachten Resolution, in der das Regime in Teheran wegen Nichtkooperation bei der Untersuchung der Agentur zu nuklearen Spuren, die bei drei nicht deklarierten Anlagen gefunden wurden, gerügt wurde.

Die Behörden in Teheran lehnten den Entwurf dieser Resolution jedoch ab, noch bevor sie angenommen wurde und erhoben Vorwürfe der Voreingenommenheit und Verschwörung gegen die IAEA durch die westlichen Unterzeichner des Atomabkommens mit dem Iran von 2015 (Joint Comprehensive Plan of Action).

Als Antwort auf einen Bericht von IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi in der Woche vor dem Treffen des Gouverneursrates deutete Teheran sogar an, dass die ungeklärten Spuren von Nuklearmaterial in Turquzabad, Varamin und Marivan in einem „Sabotageakt“ platziert worden sein könnten und machte andere Länder für ihr eigenes Fehlverhalten verantwortlich.

Die Leugnungen und Ablenkungen des Regimes sind Teil der Bemühungen, das internationale Bewusstsein für die „möglichen militärischen Dimensionen (PMD)“ des iranischen Atomprogramms einzuschränken.

Nachdem der NWRI 2002 die Existenz der Atomanlagen Natanz und Arak sowie verschiedener anderer Standorte und Programme, die in mehr als 100 Enthüllungen für die internationale Gemeinschaft beschrieben wurden, aufgedeckt hat, hat er immer die Gefahr betont, ein Abkommen voranzutreiben, wenn kein vollständiges Bild über die militärischen Dimensionen vorliegt.

Während die Position der IAEA bereits als potenziell unüberwindbares Hindernis für die Wiederbelebung des JCPOA angesehen wurde, sind alle Teilnehmer an diesem Abkommen nicht bereit, die Verhandlungen aufzugeben. Diese Situation änderte sich auch nach dem Misstrauensvotum des IAEA-Gouverneursrates nicht.

Aber Teheran triggerte diese Reaktion sogar bevor die Rüge offiziell angenommen wurde und schaltete zwei Überwachungsgeräte aus, auf die sich die IAEA zur Überwachung der Anreicherung von Urangas in der Kernanlage Natanz stützte.

Diese Maßnahme wurde von einer Erklärung des Sprechers der iranischen Atomenergieorganisation begleitet, in der die westlichen Nationen aufgefordert wurden, „zur Vernunft zu kommen“ und die vorgeschlagene Kritik fallen zu lassen.

Als dies nicht geschah, initiierte die iranische Atomenergiebehörde AEOI Pläne, 27 Überwachungskameras aus mehreren Nuklearanlagen zu entfernen. Viele Kommentatoren reagierten schnell auf Teherans Reaktionen, indem sie sagten, dass sie dem Prozess einen endgültigen oder tödlichen Schlag versetzen könnten.

Diese Änderungen kommen zu einer Zeit, in der der Iran bereits plant, zwei neue Kaskaden fortschrittlicher Anreicherungszentrifugen wie in Natanz zu installieren, welche die Rate, mit der Uran auf das derzeitige hohe Niveau des Iran mit einer Reinheit von 60 Prozent und möglicherweise darüber hinaus zu 90 Prozent oder Waffenqualität angereichert wird, erheblich beschleunigen könnten.

Für diejenigen, die Teherans Absichten verstehen wollen, sprechen Taten mehr als Worte.

Experten haben erklärt, dass die Mullahs selbst unter den gegenwärtigen Umständen nur wenige Wochen brauchen würden, um einen Teil ihres derzeitigen Vorrats an 60-prozentigem Uran auf das Niveau anzureichern, das für eine Atomwaffe benötigt wird.

Darüber hinaus hat die IAEA erklärt, dass die bekannte Größe eines Vorrats von 43,1 kg bereits für eine solche Waffe ausreicht.

Die Entfernung von Überwachungsgeräten wird es der IAEA zweifellos erschweren, genaue Schätzungen der Echtzeit-Lagerbestände im Iran vorzunehmen. Vertreter der Agentur sagten den Medien am 9. Juni, dass sie davon ausgehen, dass die „Kontinuität des Wissens“ innerhalb von drei bis vier Wochen als Folge der von Teheran ergriffenen Vergeltungsmaßnahmen verloren gehen wird.

Einige Kritiker würden jedoch argumentieren, dass die IAEA diese Kontinuität längst verloren hat, wenn sie sie überhaupt jemals erlangt hatte.

Diese Schlussfolgerung wird gestützt durch Äußerungen wie die von Mohammad Eslami, dem Leiter der AEOI, im vergangenen Jahr, als er versuchte, sein Regime bei den Konflikten um die Zukunft des Atomabkommens als führend darzustellen. Eslami verwies auf die damals neueste IAEA-Schätzung der iranischen Lagerbestände an 20 Prozent angereichertem Uran und erklärte, dass die tatsächlichen Lagerbestände um mindestens 50 Prozent größer seien.

Niemand kann Teheran bei seinem Wort nehmen. Man muss sich dazu auch ansehen, wie ihre Führer mit ihrem heimischen Publikum kommunizieren.

Die staatliche Website Farhikhtegan, die mit Ali-Akbar Velayati, dem leitenden Berater des Obersten Führers und ehemaligen Außenminister, verbunden ist, schrieb am 16. Juni in einen Artikel: „Bevor eine endgültige Einigung in Wien erzielt wird, muss der Iran darauf bestehen, die Anschuldigungen gegen sein friedliches Programm, das er hat, einzustellen, welches unter dem PMD-Label geführt wird. Damit werden mögliche Vorwürfe in Zukunft weitgehend neutralisiert.“

Wie der iranische Widerstand immer wieder gesagt hat, wurde das Atomwaffenprogramm des klerikalen Regimes nie beendet, sondern nur tiefer in den Untergrund verlegt.

Die gewählte Präsidentin des NWRI, Maryam Rajavi, veröffentlichte am 8. Juni eine Erklärung, in der sie die Resolution des Gouverneursrates als einen „Schritt nach vorne“ beschrieb, der jedoch schnell zur Wiedereinführung von sechs Resolutionen des UN-Sicherheitsrates führen sollte, die mit der anfänglichen Umsetzung des JCPOA ausgesetzt wurden.

Teherans aggressives Verhalten am Verhandlungstisch und um ihn herum ist nur ein weiterer Hinweis auf böswillige Absichten. Wenn die internationale Gemeinschaft eine weitere Atomkrise verhindern will, muss sie Teherans geschönte Lippenbekenntnisse ignorieren und sowohl ihre interne Kommunikation als auch ihr Handeln überdenken.

Pensionäre setzen Demonstrationen und Streiks in verschiedenen Städten fort

Ahvaz – Protestversammlung von Pensionären

„Raisi, du Lügner, was ist mit deinen Versprechungen“, „Raisi hat sich verrannt“, „Hohe Preise und Inflation, das Leid des Volkes“

Proteste und Demonstrationen von Rentnern wurden am Sonntag, dem 19. Juni, mehrere Tage hintereinander in Ahvaz, Shushtar und Shush in der Provinz Chuzestan fortgesetzt.

Ähnliche Proteste fanden heute in vielen anderen Städten statt, darunter in Kermānshāh, Arak, Rasht, Khorramabad, Sari, Dorud und Zanjan.

Die Demonstranten skandierten „Lügner Raisi, was ist mit deinen Versprechen passiert“, „Raisi muss verschwinden“, „Sechstklässler (Raisis) Regierung wird bald verschwinden“, „Hohe Preise und Inflation sind das Leid der Menschen“, „Jeder Tag wird sein wie heute, bis wir unsere Rechte bekommen“, „Die Versprechungen sind so nett, aber es sind alles Lügen“, „Unsere Tische sind leer, genug der leeren Versprechungen“, „Wir werden nicht unter Unterdrückung leben, wir werden für die Freiheit unser Leben opfern und diese Unterdrückung beenden“ und „Lehrer werden lieber sterben, als Demütigung hinzunehmen.“

Verkäufer und Basarhändler in Sahneh (Provinz Kermanshah) und im Abbasabad – Basar in Arak streikten, um gegen die hohen Warenpreise und hohe Steuern zu protestieren. In Isfahan setzten Steinmetze in der Industriestadt Mahmoud Abad ihren Streik am zweiten Tag fort, um gegen steigende Strom- und Gaspreise, Steuern und Produktionskosten zu protestieren.

In Saqqez versammelten sich die Familien der inhaftierten Lehrer am zweiten Tag in Folge vor dem Stadtgefängnis. In Langarud protestierten Bauern aus Daryasar gegen den Wassermangel und die Austrocknung ihrer Reisfelder.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
19. Juni 2022

Ahvaz – Protestversammlung von Pensionären


Rasht – Protestversammlung von Pensionären


Arak – Protestversammlung von Pensionären

Kermānshāh – Protestversammlung von Pensionären

Shushtar – Protestversammlung von Pensionären


Isfahan – Steinmetze im Streik

Arak – Abbas Adad Bazar im Streik

Sages – Protestversammlung von Angehörigen inhaftierter Lehrer

Langerud – Protestversammlung von Landwirten

 

Ein Flugzeug Teherans mit Startverbot in Argentinien 


Tage nachdem Argentinien einem iranischen Flugzeug Startverbot erteilt und die Pässe seiner Crewmitglieder beschlagnahmt hat, haben die Behörden von Paraguay bekannt gegeben, dass der Pilot ein Mitglied der Quds Armee in den Revolutionsgarden (IRGC) ist. Diese Information hat einmal mehr unterstrichen, wie bedrohlich Teherans Anwesenheit in Lateinamerika ist.

Während Teheran sich gerne als antiamerikanischen Pfeiler in der neuen unipolaren Weltordnung darstellt, ist es mehr als politisches Muskelspiel, wenn es auf dem amerikanischen Kontinent Einfluss gewinnt und seinen Stützpunkt verstärkt.

Die Person, die als Gholamreza Ghasemi identifiziert wurde, soll, wie angenommen wird, ein Mitglied der extraterritorialen Quds Armee und ein Verwandter der derzeitigen Innenministers des Regimes Ahmad Vahidi sein, gegen den ein Haftbefehl von Interpol ausgestellt wurde, wegen seiner Rolle bei dem AMIA Bombenanschlag im Jahr 1994.

Bis jetzt haben die argentinischen Behörden es abgelehnt, sich mit der Sache zu befassen, was Sorge bereitet im Hinblick auf die Straflosigkeit des Terrorismus und anderer unheilvoller Aktivitäten des iranischen Regimes in Lateinamerika.

Am 8. Juni haben argentinische Behörden ein Flugzeug von Mahan Air gezwungen, in Buenos Aires zu landen. Das Frachtflugzeug vom Typ 747 wurde amtlich beschlagnahmt. Laut Reuters wurde diese Emtrasur Frachtmaschine „vor einem Jahr von Irans Mahan Air an Venezuela verkauft, wie die iranische Fluggesellschaft mitgeteilt hatte“.

Während die argentinische Regierung die Beschlagnahmung offiziell nicht bestätigt hat, hat das iranische Regime sehr schnell den Vorfall eingeräumt, aber versucht, sich davon zu distanzieren.
Am Montag hat der Sprecher des Außenministeriums des iranischen Regimes Said Khatibzadeh behauptet, dass das festgehaltene Flugzeug von der Frachtabteilung des venezolanischen Spediteurs Conviasa benutzt werde und nicht der iranischen Mahan Air gehöre. Er bestätigte jedoch, dass einige Mitglieder der Crew Iraner seien.

Mahan Air gehört dem IRGC. Die Vereinigten Staaten haben die Fluglinie 2011 mit Sanktionen belegt für ihre Rolle bei der Verbreitung von Terrorismus und Chaos auf der ganzen Welt und „für die finanzielle, materielle und technologische Unterstützung, die sie dem IRGC zukommen lässt“.

Laut einer vertieften Studie des Iranischen Widerstands von 2011 „gehören Schlüsselfiguren in diesem Unternehmen zu den hohen Offizieren bei den Revolutionsgarden und besonders zu Befehlshabern der Quds Armee“.

„Außer dem Transport von Passagieren, den sie betreiben, spielen die iranischen Fluglinienunternehmen eine wichtige Rolle bei Irans Einmischung in den Ländern der jeweiligen Region.

Die Benutzung des Ausdrucks ‚privat‘ für diese Unternehmen ist im Wesentlichen ein Deckmantel, der dem iranischen Regime das Recht verschafft, sie für seine eigenen Zwecke zu benutzen, darunter für den Transport von Gerät, für die logistische Unterstützung, die

Bereitstellung von Personal usw.“, heißt es weiter in dem Bericht.
Dass ein Mitglied der Quds Armee Pilot bei einem Flug der Mahan Air ist, ist nichts Neues.

Im Juni 2020 hat Amir Assadollahi, auch ein sogenannter „Pilot“, zugegeben, dass er im Juni 2013 Qassem Soleimani, den beseitigten Befehlshaber der IRGC Quds Armee, mit „sieben Tonnen“ von „verbotener Fracht“, d.h. Waffen, zusammen mit 200 Passagieren an Bord nach Syrien gebracht hat. Er bekannte sich als IRGC Mitglied und Gefolgsmann Soleimani.
„Beim Flug über Bagdad hat das US Militär uns gezwungen, auf dem Flughafen von Bagdad zu landen.

Bei den Inspektionen durch Iraker und Amerikaner habe ich Haji Qassem gebeten, die Uniform unseres Flugingenieurs anzuziehen, [damit niemand ihn erkennen würde].

Sie waren hinter ihm her“, berichtete er laut einem Zitat der halboffiziellen Nachrichtenagentur des Clubs junger Journalisten. „Als die Amerikaner ihn nicht gefunden haben und das Flugzeug verließen, forderten die Iraker, unsere Fracht zu überprüfen.

Das war ein sehr heikler Augenblick. Wir gingen zur Fracht, da habe ich meine Brieftasche geöffnet und dem irakischen Inspektor die Dollars gezeigt. Er winkte mir zu, nahm die Dollars und ging raus“.
Die Bedrohung durch den Iran in Südamerika sollte ernst genommen werden. Weil das Regime in Teheran immer mehr heimische Krisen erlebt, tendiert es dazu, sie nach außen zu exportieren, und Lateinamerika ist eine perfekte Bestimmungsregion. In den letzten Jahren wurde Lateinamerika zur „Operationszone“ des Regimes.

Die tödliche Explosion einer Autobombe im Jahr 1994 vor dem Gebäude der Argentine Israelite Mutual Association (AMIA) [Assoziation für argentinisch-israelischen Austausch] kam nicht über Nacht.

Das Regime hat am 27. August 1983 den Weg für seinen Agenten Mohsen Rabbani nach Buenos Aires gebahnt, somit schon elf Jahre vor dem Angriff auf AMIA.

In dem exklusiven Report des Iranischen Widerstands im Februar 2022 heißt es: „Als der Leiter der at-Tauid Moschee begann Rabbani, nach potentiellen Zielen für Terrorangriffe mit iranischen Unterstützung zu suchen.

In späteren Zeugenaussagen haben drei Schüler Rabbanis in der at-Tauid Moschee mitgeteilt, dass er ihnen gegenüber 1990 geäußert habe, es gehe um den ‚Export der Revolution‘ und ‚wir seien alle Hisbollah‘“.
Dieser Plan führte letztendlich zu dem tödlichen Bombenanschlag von 1994, der 85 Tote hinterließ.

Leider haben die argentinischen Behörden sich entschieden, die Beweise für diesen Terroranschlag unter den Teppich zu kehren, hauptsächlich, um jeden Konflikt mit Teheran über den Mord an Dr. Alberto Nisman zu vermeiden, der als Staatsanwalt bei dem AMIA Bombenanschlag tätig war und laut dem Wall Street Journal „über eine mutmaßliche argentinische Vertuschung der Rolle des Iran bei dem Bombenanschlag auf AMIA ermittelt hatte“.

Das Startverbot für das Flugzeug des Regimes, das seine Terroristen mit sich führte, und deren Gerichtsverfahren bietet Argentinien die Gelegenheit, eine klare Botschaft der Ausdauer an Teheran zu senden.

Jede „politische Erwägung“ und jedes Nachgeben gegenüber der Erpressungspolitik des Regimes wird den größten staatlichen Förderer von Terrorismus ermutigen und zuletzt werden unschuldige Menschen mit ihrem Leben und ihrem Geld bezahlen müssen.

 

Iran: Kampagne von Widerstandseinheiten am 41. Jahrestag des Beginns des Widerstandes gegen die religiöse Diktatur

Verbrennen von Bildern von Chomeini, Khamenei, Soleimani und Emblemen von Zentren der Unterdrückung und der religiösen Indoktrinierung
Unterstützung der Volksaufstände mit den Slogans „Tod für Khamenei und Raisi, lang lebe Rajavi, lang lebe die Freiheit“

Am Vorabend des 20. Juni, dem 41. Jahrestag des Beginns des landesweiten Widerstands und dem Tag der Märtyrer und politischen Gefangenen sowie dem Jahrestag der Gründung der Nationalen Befreiungsarmee Iran, zündeten Widerstandseinheiten und rebellische Jugendliche im ganzen Iran Bilder von Khamenei, Khomeini, Qassem Soleimani und Embleme von Repressions- und Spionagezentren an.

Durch das Posten von Nachrichten in sozialen Netzwerken bekundeten sie ihre Bereitschaft, den Widerstand und die Aufstände voranzutreiben und die sozialen Aufstände zu unterstützen.

In 41 erfolgreichen Aktionen haben Widerstandseinheiten Bilder von Khomeini, Khamenei, Qasem Soleimani und Schilder an Eingängen von Bassidsch -Stützpunkten, Zentren religiöser Indoktrination sowie Spionage- und Repressionszentren in Teheran, Mashhad, Shiraz, Ahvaz, Kermānshāh, Qazvin, Shahrekord, Yasuj, Semnan, Lahijan, Dezful, Shush, Neishabour, Sabzevar und Dehdasht angezündet.

Widerstandseinheiten in Teheran und anderen Städten wie Eslamshahr, Täbris, Sari, Lahijan, Schiras, Shahrekord, Kuhdasht, Sari, Khorramabad, Sanandaj, Shahrekord, Eslamabad-e Gharb, Andimeshk, Ramsar und Ghaemshahr bekräftigten ihre Entschlossenheit, soziale Aufstände zu unterstützen.

Hinze kam das Posten von Nachrichten in sozialen Netzwerken mit den Worten: „Wir können und müssen den Iran befreien und diesem Elend ein Ende setzen“, „Tod dem Unterdrücker, sei es der Schah oder der Führer (Khamenei)“, „Diktator! Begrüßen Sie Ihr Ende!“, „Es lebe die Nationale Befreiungsarmee Iran; Tod von Khamenei und Raisi; Lang lebe Rajavi“, „Zu Ehren des historischen Aufstands vom 20. Juni 1981“, „Wir können und müssen das klerikale Regime entwurzeln“ und „Zu Ehren des 20. Juni, Tag der Märtyrer“.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
19. Juni 2022

 

Quellen des Feinstaubs im Iran und seine Auswirkungen auf die Umwelt


In den letzten Monaten hat eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Staubstürmen mit Feinstaub (PM) Teile des Irak, Iran, Syrien, Kuwait und Saudi-Arabien erfasst. Die anhaltende Serie von Stürmen hat Tausende von Zivilisten mit Atemwegsproblemen in Krankenhäuser in der gesamten Region geschickt und zur Schließung von Flughäfen, Schulen und Regierungsbüros geführt. Vertreter und Experten machen die Misswirtschaft bei natürlichen Ökosystemen, landwirtschaftlichen Flächen, den Missbrauch von Wasserressourcen, die anhaltende Dürre und die Auswirkungen des Klimawandels für die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Staubstürmen in der Region verantwortlich.

Staubstürme und Waldbrände in natürlichen Ökosystemen können beträchtliche Quellen von Suspensionsstaub und -aerosolen sein. Die Hauptstaubquellen befinden sich in ariden Klimazonen mit jährlichen Niederschlagsmengen unter 200–250 mm im sogenannten „Staubgürtel“. Dieser „Staubgürtel“ erstreckt sich von der Westküste Nordafrikas über den Nahen Osten bis nach Zentralasien und China.

In den letzten Jahrzehnten hat die Häufigkeit dieser Stürme zugenommen und Studien haben berichtet, dass diese Stürme viele verschiedene Teile der Welt betreffen, darunter den Nahen Osten, Zentral- und Ostasien, Nordafrika, Südeuropa, Australien und den Westen der Vereinigte Staaten.

Verschiedene Studien haben die kurzfristigen Staubauswirkungen von Stürmen auf die Gesundheit der Bürger in verschiedenen Regionen untersucht, darunter im Nahen Osten, in Ostasien, in Europa sowie in Nordamerika. In einigen Ländern des Nahen Ostens kam es häufig zu Staubstürmen mit hohen Feinstaub- und Aerosolbelastungen. Bisher haben jedoch nur wenige Forschungsstudien über die Auswirkungen von Staubstürmen auf die menschliche Gesundheit in dieser Region berichtet. Die Länder des Nahen Ostens, insbesondere der Irak, Syrien, der Iran und Saudi-Arabien, sind zum Epizentrum großer und intensiver Staubstürme geworden. Diese Länder haben nicht nur ihre eigene Bevölkerung Gesundheitsrisiken ausgesetzt, sondern auch Staubpartikel in sehr hohen Konzentrationen, manchmal dem Zehnfachen der zulässigen Grenze, in andere Länder der Region, einschließlich des Iran, geliefert, was bei der Bevölkerung weit verbreitete gesundheitliche Bedenken auslöst.
Im Iran waren 22 Provinzen Staubstürmen mit Feinstaub ausgesetzt. Die westlichen und südlichen Provinzen sind seit vielen Jahren am stärksten betroffen, wobei die im Südwesten des Landes gelegene Provinz Chuzestan seit dem Jahr 2000 mit einem ernsthaften Staubphänomen konfrontiert ist. Der durchschnittliche Feinstaub mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 10 μm PM10 in der Provinz Chuzestan lag häufig über den WHO-Standardwerten. Verschiedene Städte der Provinz litten in den letzten Jahrzehnten an durchschnittlich mehr als 84 Tagen pro Jahr unter Staubstürmen. Die Provinz Chuzestan ist durch Staubstürme der höchsten PM10-Menge ausgesetzt. Besonders in diesem Bereich ist die Auswirkung von Staubstürmen auf die Sterblichkeit durch tägliche nicht unfallbedingte kardiovaskuläre und respiratorische Erkrankungen signifikant hoch.

Es gibt verschiedene Schadstoffe in der Luft des Iran. Die am häufigsten gemessenen sind: Feinstaub (PM), Kohlenmonoxid (CO), Stickstoffdioxid (NO2), Schwefeldioxid (SO2) und Ozon (O3).

Feinstaub (PM) ist definiert als feine, inhalierbare Partikel, die in der Luft schweben. Die beiden häufigsten Größenfraktionen von PM-Ausmaßen sind PM10 und PM2,5. PM10, auch als „Grob-PM“ bezeichnet, Partikel mit einem Durchmesser von zehn Mikrometern oder kleiner; PM2,5, auch als „Feinstaub“ bezeichnet, sind eine Untergruppe dieser Partikel, nämlich solche mit einem Durchmesser von 2,5 Mikrometern oder kleiner. Zu den PM10-Quellen gehören Partikel aus Brech- oder Mahlvorgängen, wie z. B. Staub, der von Fahrzeugen und Straßen aufgewirbelt wird. PM2,5 hingegen stammt aus allen Arten von Verbrennung, einschließlich Kraftfahrzeugen, Kraftwerken, Holzverbrennung in Wohngebieten, Waldbränden, Verbrennung in der Landwirtschaft und einigen industriellen Prozessen. PM2,5 stellt von allen messbaren Partikelgrößen die schwerwiegendsten gesundheitlichen Auswirkungen dar, da die feinen Partikel tiefer in die Alveolarregion der Lunge und möglicherweise in den Blutkreislauf gelangen können.

Sand- und Staubstürme sind häufige meteorologische Gefahren in ariden und semiariden Regionen. Sie werden in der Regel durch Gewitter oder starke Druckgradienten in Verbindung mit Zyklonen verursacht, welche die Windgeschwindigkeit großflächig erhöhen. Diese starken Winde heben große Mengen von Sand und Staub von nackten, trockenen Böden in die Atmosphäre und transportieren sie Hunderte bis Tausende von Kilometern entfernt. Etwa 40 % der Aerosole in der Troposphäre, der untersten Schicht der Erdatmosphäre, sind Winderosionsstaubpartikel.

Die Hauptquellen dieses Mineralstaubs befinden sich in den Trockengebieten Nordafrikas, der Arabischen Halbinsel, Zentralasiens und Chinas. Australien, Amerika und Südafrika leisten vergleichsweise kleine, aber immer noch wichtige Beiträge. Globale Schätzungen der Staubemissionen, die hauptsächlich aus Simulationsmodellen stammen, schwanken zwischen einer und drei Gigatonnen pro Jahr.

Die Staubzusammensetzung wird durch eine Vielzahl von Faktoren natürlicher und anthropogener Art beeinflusst. Partikelgröße und Form werden weitgehend durch die Struktur und Zusammensetzung des Quellgesteins mit spezifischen physikalischen und chemischen Verwitterungsprozessen bestimmt. Es ist allgemein bekannt, dass Windgeschwindigkeit und atmosphärische Bedingungen den Staubmischungsprozess während des Transports stark beeinflussen können.

Staubsturmpartikel bestehen oft aus witterungsbeständigen Mineralien wie Quarz, titanhaltigen Mineralien und Zirkonium. Diese Partikel, die weit entfernt vom Ursprung des Sturms gefunden werden, bestehen normalerweise aus Tonmineralien und Phyllosilikaten. Partikel bestehen im Allgemeinen aus Siliziumdioxid (SiO2), Aluminiumoxid (Al2O3), Eisenoxid (Fe2O3) und Titanoxiden (TiO2). Andere übliche Partikel sind Calcium- (CaO) und Magnesiumoxide (MgO) sowie Oxide von Natrium und Kalium (Na2O und K2O). Basierend auf der Zusammensetzung des Quellgesteins und der Mineralogie des Staubs sind häufig auch eine Reihe von Spurenelementen wie Zirkonium (Zr), Strontium (Sr), Rubidium (Rb) und andere Seltenerdelemente vorhanden.

Staubpartikel, die aus Wüsten stammen, enthalten in ihrer Matrix auch große Mengen an Abfallmineralien (Salz), organische Inhaltsstoffe, Krankheitserreger und anthropogene Schadstoffe wie Schwermetalle, Pestizide, Sulfate, Nitrite und polyzyklische aromatische Kohlenstoffe.

Mineralogie, chemische Zusammensetzung und Partikelgröße von Mineralstaub werden häufig verwendet, um die Staubpartikel zu ihren Quellregionen zu verfolgen. Letztendlich scheint die Verwendung von Isotopen-Tracern von Sr, Nd und Hf zuverlässigere Informationen über die Herkunft, Quelle und Beiträge der Staubpartikel zu liefern.

Unter den Partikeln von Staubstürmen wurden viele Mikroorganismen identifiziert, darunter Bakterien, Pilzsporen und sogar Viren. Diese Partikel haben es geschafft, lange Zeit zu überleben, wie die Analyse von Staub zeigt, der vor über 150 Jahren von Charles Darwin gesammelt wurde. Einige dieser Krankheitserreger, insbesondere solche in Sporenform, beispielsweise Bacillus, wurden als in der Lage beschrieben, UV- und Gammastrahlenstrahlung, niedrige Temperaturen und Austrocknung, die durch den Transport in großen Höhen verursacht wird, auszuhalten.

Die negativen Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die menschliche Gesundheit wurden bereits erkannt. Das Einatmen von in der Umgebungsluft schwebenden Partikeln kann viele ernsthafte Probleme für die öffentliche Gesundheit verursachen und das Wohlergehen der Anwohner in den betroffenen Gebieten gefährden.

Staubsturmpartikel sind wichtige Quellen von Luftschadstoffen, die aus Wüsten- oder Trockengebieten übertragen werden. Staubstürme können Feinstaub aus abgelegenen Trockengebieten und Wüstengebieten in Wohngebiete transportieren und die Konzentration von atmosphärischem Feinstaub in diesen Gebieten auf ein Vielfaches der empfohlenen Gesundheitsstandards erhöhen.

Aufgrund ihrer geringen Größe können diese Partikel in die Atemwege gelangen und, wenn sie in die Lunge gelangen, spezifische Organschäden sowie nachfolgende systematische Schäden an anderen Körperteilen, einschließlich Herz und Gehirn, verursachen.

Infolgedessen ist gut dokumentiert, dass Staubstürme die Gesundheit der Menschen beeinflussen und die Sterblichkeit und Morbidität erhöhen, indem sie mit mikroskopisch kleinen Organismen wie Pilzen, Bakterien, Viren und inhalierbaren übertragenen metallischen Elementen interagieren.

Auch für den Transport von Krankheitserregern und Schadstoffen ist das Verteilen von Staub ein effektiver Faktor. Es beeinträchtigt die Luftqualität in Windrichtung von Staubquellenregionen, indem es die Sicht verringert, Autounfälle verursacht, Eigentum verschmutzt und Krankheiten verursacht.

Es ist bekannt, dass das Einatmen von Staubpartikeln Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkte, Atemprobleme, schwere und chronische Kopfschmerzen, schwere Allergien und Hautkrankheiten verursacht.

Nach Angaben der Environmental Protection Agency (EPA) aus den USA könnte eine lang- und kurzfristige Exposition gegenüber Umweltpartikeln aus Staubstürmen verheerende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Die gesundheitlichen Auswirkungen von Staubstürmen sind oft von Ort zu Ort unterschiedlich.

Die chemische Zusammensetzung des Staubs und seiner Quellen, die Konzentration der enthaltenen Schadstoffe und die Dauer ihres Aufenthalts in der Atmosphäre können in verschiedenen Bereichen stark variieren.

Obwohl es einige Studien gibt, die berichten, dass Staubstürme keine negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hatten, haben andere in beträchtlicher Zahl ihre Auswirkungen inzwischen bewiesen.

Staubstürme kommen von weit entfernten Orten, erreichen neue Ziele und verlieren dabei ihre größeren Partikel. Verbleibende Feinstaubpartikel in Kombination mit anthropogenen und biologischen Schadstoffen können toxischer sein als ursprüngliche Staubpartikel.

Tatsächlich ist es unbestreitbar, dass der Ursprung von Staubstürmen in Chuzestan und anderen iranischen Provinzen größtenteils endemisch oder lokal und nicht von ausländischem Ursprung ist.

Die meisten Partikel, die in den Staubstürmen in der Provinz Chuzestan enthalten sind, stammen aus zwei Zentren, darunter die westliche Region Ahvaz und das Hoor-al-Azim-Feuchtgebiet.

Als Gründe für den deutlichen Anstieg der Sterblichkeit können die Lokalität der aus dem Hoor-al-Azim-Feuchtgebiet stammenden Stürme sowie die geringe Entfernung zu ausländischen Quellen angesehen werden.

Sich überschneidende Probleme der nicht nachhaltigen Umweltpolitik des klerikalen Regimes gehen über die Grenzen des Iran hinaus und dazu gehören Staubstürme, der Klimawandel und die globale Erwärmung, die miteinander verbunden sind. Die Verschmutzung der Luft und des Wassers trägt zu langfristigen Veränderungen der anthropogenen Aktivitäten bei, hauptsächlich durch die Aktivitäten der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), verschiedener Regierungsvertreter und verschiedener religiöser Stiftungen.

Die Feuchtgebiete von Horolazim und Shadegan, die für die Ölexploration ausgetrocknet wurden, sind zu einer der Hauptquellen für Staubpartikel geworden. Die Flüsse Karun, Karkheh und Jarrahi, die wichtigsten Wasserressourcen der Provinz, sind inzwischen erschöpft und enthalten beispiellose Mengen an Giftmüll.

Auch der Bau zahlreicher Dämme auf ihnen hatte trockene Flussbetten als zusätzliche Quelle für Staubpartikel hinterlassen.
Der Mangel an Feuchtigkeit in trocknenden Ebenen lässt Staub aufsteigen, wenn der Wind weht und ihn wegträgt. Während Chuzestan vor allem als energiereiche Provinz bekannt ist, liegt es auch im fruchtbaren Halbmond, auf einigen der besten Gewässer und Böden der Erde. Mehr als eine Million Hektar des Landes sind landwirtschaftlich genutzt und versorgen das Land in der kalten Jahreszeit mit wichtigen Ernten. Dies ändert sich jedoch, da die Flüsse aussterben.

Eine solche nicht nachhaltige Politik mit verheerendem Einfluss und Raubbau an der natürlichen Umwelt hat zu ernsthaften Schäden an den Ökosystemen des Iran geführt. Schwere Luftverschmutzung, Verschmutzung durch Pestizide, Bodenerschöpfung, Erosion, Wassermangel, Verlust natürlicher Ressourcen, Mangel an geeigneter Abfallbewirtschaftung, Bleivergiftung, Entwaldung und Wüstenbildung sind nur einige der Probleme.

Die Umweltpolitik und ihre Umsetzung sind schlecht oder nicht vorhanden. Der Iran ist von miteinander verbundenen Krisen der Umweltzerstörung, extremer Misswirtschaft, Korruption, Arbeitslosigkeit, Armut und Bevölkerungswachstum heimgesucht.

Jetzt ist das Land aufgrund von Missmanagement, Korruption und Wasserausplünderung des herrschenden klerikalen Regimes mit massiver Wasserknappheit sowie Staubstürmen konfrontiert. Die Vertreter des Regimes und einige seiner ausländischen und einheimischen Experten bemühen sich sehr, diese Schwere als Dürre, Klimawandel und globale Erwärmung darzustellen, anstatt die berüchtigte iranische Wassermafia dafür verantwortlich zu machen, deren Abschaffung protestierende Bauern fordern.

Die Wasserressourcen des Iran sind aufgrund der massiven und übermäßigen Ausbeutung unterirdischer Wasserressourcen und der mit dem IRGC verbundenen Unternehmen, die Dämme bauen, ungeachtet ihres Nutzens für die Nation, ohne Rücksicht auf die Umwelt, so gut wie erschöpft. Der Anbau von wasserintensiven Pflanzen, die wiederum unter der Kontrolle wohlhabender IRGC-Mitglieder, Elitekleriker oder Stiftungen stehen, steht jetzt unter der Aufsicht des Obersten Führers des Iran.

Bauern, die von dieser Wasserknappheit und Staubstürmen betroffen sind, fliehen aus ihren Dörfern, um in Hütten und minderwertigen Siedlungen am Stadtrand zu leben.
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Iran nach China und Japan zum drittgrößten Dammbauer der Welt entwickelt.

Die meisten dieser Staudämme wurden unter der Aufsicht des Obersten Führers von Unternehmen im Besitz des IRGC oder mit religiösen Stiftungen verbundenen Unternehmen gebaut.

Das Ergebnis dieser Aktivitäten war die Austrocknung vieler Flüsse und verursachte Landabsenkungen, riesige Erdlöcher und große Wasserknappheit, auch in den Nachbarländern. Dies hat zu ernsthaften Konflikten geführt, die zusätzliche Spannungen in einer bereits turbulenten Region geschaffen haben.

Die Iraner haben in den vergangenen Jahrzehnten in verschiedenen Teilen des Landes, wie Chuzestan, Isfahan und Bakhtiari, viele wasserbezogene Demonstrationen veranstaltet. Das iranische Volk hat nicht nur gegen die Dammbaupolitik der IRGC protestiert, sondern auch gegen die Umleitung von Wasser aus der südlichen Provinz Chuzestan in Richtung der Städte Rafsanjan, Ghom und Kashan.

Sie haben auch den massiven Verbrauch von Süßwasser für wasserhungrige Industrien in Trockengebieten in Frage gestellt, die den Bankkonten korrupter IRGC-Generäle, dem Obersten Führer, Eliteklerikern und Regierungsvertretern zugute kommen, ohne dass dies den gewöhnlichen Menschen einen Nutzen bringt.

Die Summe dieser Aktivitäten des iranischen klerikalen Regimes hat nicht nur den Wasserbankrott des Landes verursacht, sondern auch die trockenen Flussbetten, Feuchtgebiete und abgesenkten landwirtschaftlichen Gebiete zur Hauptquelle von Staubstürmen gemacht.

Wie die Forschung gezeigt hat, haben Staubpartikel erhebliche Auswirkungen auf das Klima, indem sie sowohl direkt als Streuung und Absorption von Strahlung wirken als auch indirekt, indem sie die optischen Eigenschaften von Wolken auf das Strahlungsgleichgewicht der Erde verändern, was zu enormen Gesundheitsproblemen für die Menschen führt.

* Khalil Khani ist Umweltspezialist und Menschenrechtsaktivist. Er hat einen Doktor in Ökologie, Botanik und Umweltwissenschaften aus Deutschland und hat an der Universität Teheran und an hessischen Hochschulen in Deutschland gelehrt. Er ist in den Vereinigten Staaten auch ein Doktor der medizinischen Psychologie.