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Großbrand im Evin-Gefängnis – Iranischer Widerstand warnt vor Ermordung politischer Gefangener

 

15.10.22 – Ein Großbrand hat das berüchtigte Evin-Gefängnis verschlungen, in dem viele politische Gefangene hinter Gittern festgehalten werden. Laut lokalen Quellen sind wiederholt Schüsse zu hören. Das Leben vieler Häftlinge ist in Gefahr.

Um 21:50 Uhr Teheraner Zeit war eine gewaltige Explosion zu hören, die die Fenster der umliegenden Gebäude erschütterte. Einige Gefangene sind auf dem Dach des Gefängnisses. Parolen wie „Tod dem Diktator, Tod Khamenei“ waren aus dem Inneren von Evin zu hören.
Berichten vom vorort zufolge sind Menschen aus verschiedenen Bezirken Teherans zum Evin-Gefängnis geeilt, um zu protestieren und zu verhindern, dass weitere Sicherheitskräfte das Gefängnis überfallen und Gefangene abschlachten. Sicherheitskräfte wurden entsandt, um die Menge zu zerstreuen.
Die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim behauptete: „Unmittelbar nach einem Konflikt zwischen Gefangenen und einem Brand, der in einer Nähwerkstatt ausbrach, ergriffen die Gefängnisbeamten Maßnahmen, um den Konflikt unter Kontrolle zu bringen, und die im Gefängnis befindliche Feuerwache begann sofort mit den Löscharbeiten und jetzt ist das Feuer eingedämmt und gelöscht.“
Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), forderte die Vereinten Nationen, den UN-Menschenrechtsrat, den Hohen Kommissar für Menschenrechte und die Europäische Union auf, unverzüglich einzugreifen, um ein Massaker an Evin-Gefangenen zu verhindern.

Maryam Rajavi rief die Menschen und Jugendlichen in Teheran dazu auf, den Familien zu helfen, die sich um Evin-Gefängnis versammelt haben, um das Leben der vom Feuer bedrohten Gefangenen zu retten, die gleichzeitig von der Revolutionsgarde IRGC beschossen werden.
Frau Rajavi erinnerte an einen ähnlichen Vorfall im Lakan-Gefängnis in der nordiranischen Provinzhauptstadt Rasht am 9. Oktober und stellte fest, dass mindestens 10 Gefangene durch die Schüsse der Gefängniswärter und das Feuer getötet wurden, während eine größere Anzahl von Gefangenen verletzt wurde.

Laut der offiziellen Website der Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) berichtete ein Augenzeuge in der Nähe des Evin-Gefängnisses um 22:30 Uhr Teheraner Zeit: „Die Gefangenen gingen zu den Gefängnismauern und die Sicherheitskräfte ließen die Hunde frei in das Gefängnis und banden ihre Halsbänder los. Außerhalb des Gefängnisses ist ohrenbetäubendes Bellen zu hören. Es gibt ein konstantes Geräusch von Granatenexplosionen, die das Trommelfeuer von Schüssen überlagern.“

Eine der Familien der Gefangenen vor dem Evin-Gefängnis sagte: „Wir haben drei Explosionen gehört, die RPGs-Granatwerfern oder Mörsern ähneln. Spezialeinheiten der Polizei überfielen das Evin-Gefängnis. Das Regime versucht paramilitärische Basij-Truppen aus verschiedenen Teilen Teherans zu entsenden, um gegen die Menschen zu kämpfen, die sich hier versammelt haben.“

Ein anderer Augenzeuge berichtete: „Im Evin-Gefängnis sind mindestens zwei Dächer eingestürzt. Mehrere Insassen sind im Gefängnishof. Ab und zu sind Explosionen zu hören. Die Anti-Aufruhr-Einheiten setzen Tränengas ein, um die vor dem Gefängnis versammelten Familien zu zerstreuen.“

 

Häftlinge werden im Teheraner Gefängnis für den Aufstand gefoltert, es wiederholen sich die Verbrechen, die 2009 in Kahrizak begangen wurden

Iran Protest-Nr. 51
Dringender Aufruf zur Freilassung politischer Gefangener und derer, die bei dem Aufstand festgenommen wurden, und zum Besuch einer internationalen Delegation in den Gefängnissen des Iran

Seit dem Beginn des landesweiten Aufstands im Iran hat die Justiz mindestens 2000 Häftlinge in die Strafanstalt der 6. Brigade von Großteheran gebracht.

Viel von ihnen haben schwere Verletzungen wegen der starken Schläge durch die Agenten oder sie wurden von Schrotkugeln getroffen und brauchen baldige besondere medizinische Behandlung; aber sie werden nicht nur nicht behandelt, sondern haben Folter zu erwarten und ihr Leben ist ernstlich in Gefahr.

Die Strafanstalt Großteheran oder Fashafouyeh ist eines der berüchtigtsten und größten Gefängnisse, das eine Fläche von 110 Hektar beansprucht und 32 km südlich von Teheran liegt.

Diesem Gefängnis fehlt es an einem Minimum an Einrichtungen zum Leben und für die Gesundheit. Das Regime bringt politische Gefangene in dieses Gefängnis, um sie zu schikanieren.

Schon bei der Ankunft wird der Gefangene schwer geschlagen und gedemütigt. Kranke Gefangene sind in diesem Gefängnis einem allmählichen Tod geweiht.

Der Iranische Widerstand ruft einmal mehr die Vereinten Nationen, den Menschenrechtsrat, den Hohen Kommissar für Menschenrechte, und Organisationen für Menschenrechte auf, umgehend etwas zu unternehmen.

Um die Freilassung der Gefangenen zu erreichen und er unterstreicht die Notwendigkeit, eine internationale Mission zusammenzustellen, die die Gefängnis besucht und sich mit den Gefangenen trifft, besonders mit politischen Gefangenen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
12. Oktober 2022

 

Die Proteste im Iran: Die Bedeutung des Streiks der Ölarbeiter


13. Oktober 2022
Am Montag sind Arbeiter in dem petrochemischen Komplex in Asaluyeh im südlichen Iran in den Streik getreten. Ihre Kollegen in der Ölraffinerie von Abadan haben sich ihnen am Dienstag angeschlossen. In den jetzt vierwöchigen großen Protesten im Iran wird der Streik der Arbeiter in der Öl- und Petrochemie-Industrie als Wendepunkt betrachtet.

Es ist dies nicht das erste Mal, dass Ölarbeiter, hauptsächlich Vertragsarbeiter, in den Streik getreten sind. Aber zuvor haben sie Proteste veranstaltet und sind für ihre eigenen Rechte eingetreten. Ihre Demonstrationen wurden niedergeschlagen und viele verarmte Arbeiter wurden verhaftet oder sie wurden entlassen.

Nun aber haben sich die Ölarbeiter der landesweiten Erhebung und der allgemeinen Forderung nach einem „Regimewechsel” angeschlossen.

Ursprünglich ausgelöst durch den Tod eines 22jährigen kurdischen Mädchens im Polizeigewahrsam, haben sich die Proteste des Iran jetzt in eine Revolution verwandelt, in der die Menschen nichts weniger als einen Regimewechsel fordern. Die Proteste sind beibehalten worden trotz des heftigen Vorgehens des Regimes.

Der erste Wendepunkt in der Erhebung im Iran waren die Proteste vom Samstag, als sich die Studenten angeschlossen haben. Diese Proteste flammten auf wenige Tage nach dem blutigen Vorgehen gegen unschuldige Betende in Zahedan und nachdem der Oberste Führer Ali Khamenei die Iraner bedrohte und seine Unterdrückungskräfte lobte.

Aus mehreren Gründen betrachten viele das als zweiten Wendepunkt, was die Erhebung im Iran erlebt, als die Vertragsölarbeiter ihren Streik begannen:

• In Anbetracht der Haupteinkommensquelle des Regimes bedeutet die sei’s auch teilweise Schließung der Ölindustrie einen großen Schlag für die herrschende Theokratie des Iran. Mit anderen Worten: Die Arbeiter kontrollieren die wichtigste wirtschaftliche Rettungsleine des Regimes.

• Die Arbeiter im Iran gehören zu den am meisten unterdrückten und unterprivilegierten Teilen der Gesellschaft. Die Korruption und Unfähigkeit des Regimes haben die Gesellschaft des Iran und besonders die Gemeinschaft der Arbeiter in ein Pulverfass verwandelt.

Der Iran hat fast 15 Millionen Arbeiter, die mit ihren Familien einen großen Bevölkerungsanteil bilden. Deshalb bedroht der Anschluss der Arbeiter ernsthaft die herrschende Theokratie.

• Die Arbeiter haben nichts zu verlieren wegen der Korruption des Regimes und der Ausplünderung des Reichtums der Nation. Ihre Teilnahme an dem derzeitigen Aufstand leitet eine neue Ära dafür ein.

• Die iranischen Ölarbeiter haben ihre Gewerkschaften und gehören zu den am meisten organisierten Teilen der Gesellschaft wegen der Geschichte ihres Aufbegehrens. Deshalb können sie leichter Proteste und Streiks organisieren und die schnelle Ausbreitung der Streiks ist ein Zeugnis dafür.

• Es ist zu beachten, dass in den letzten Monaten des Schah Regimes der Streik der iranischen Ölarbeiter 1979 diesem Regime einen irreparablen Schlag versetzt hat.

Die internationale Gemeinschaft hat das Schah Regime nicht mit Sanktionen belegt, dennoch hat der Streik der Arbeiter seiner Wirtschaft einen schweren Schaden zugefügt.

Kurz gesagt: Der Streik der Vertragsölarbeiter hat den unerschütterlichen Entschluss des iranischen Volkes zum Sturz der herrschenden Theokratie um jeden Preis bestätigt.

Das Regime plündert das Nationalvermögen des Iran aus, um seine Herrschaft durch den Export von Terrorismus ins Ausland und innere Unterdrückung zu verlängern. Die Weltgemeinschaft sollte ihren Druck auf das Regime erhöhen und den Iranern dabei helfen, zu bekommen, was ihnen als Recht zusteht..

 

27. Tag des Iran –Aufstands: Streiks auf Bazaren und bei Arbeitern petrochemischer Anlagen, Demonstrationen von Studenten

Iran Protest-No. 50
Clashes between people and suppressive forces in Tehran and other cities
Zusammenstöße zwischen Bürgern und unterdrückenden Einheiten in Teheran und anderen Städten

Der 27. Tag des landesweiten Aufstands, Mittwoch, der 12. Oktober, war geprägt von Händlerstreiks auf dem Basar, Demonstrationen von Studenten und Anwälten und später am Tag Demonstrationen und Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und Unterdrückungskräften an Dutzenden von Orten in Teheran und anderen Städten im Land.

Am Mittwochmorgen gingen die Streiks von Basarhändlern und Ladenbesitzern in Sanandaj, Kermanshah, Baneh, Marivan, Sarpol-e Zahab, Bukan, Dehgolan, Saqqez und anderen Städten weit verbreitet weiter. Teile der Basare in Teheran und Mashhad schlossen sich ebenfalls dem Streik an. Trotz der Drohungen und der Verhaftung einiger Ladenbesitzer konnten die Sicherheitskräfte sie nicht zwingen, den Streik zu brechen.

In Teheran versammelten sich Menschen in verschiedenen Teilen der Stadt, darunter auf den Straßen Vali-e Asr, Shariati, Taleghani, Kargar, Sadeghieh, Palästina und Lalezar, dem Azadi-Platz, dem Ferdows-Boulevard, den Einkaufszentren Alauddin und Kashani, Molvi und Sadeghieh und skandierten: „Tod dem Diktator“, „Wir haben keine Angst mehr, Mullahs müssen verschwinden“, „Dieses Jahr ist ein Jahr der Opfer, Seyyed Ali (Khamenei) wird gestürzt.“ Sie demonstrierten und stießen mit Unterdrückungskräften und Zivilagenten zusammen. An einigen Orten wie dem Azadi-Platz schossen die Agenten auf Menschen.

In Teheran versammelte sich eine Gruppe von Anwälten vor dem Gebäude der Anwaltskammer und rief „Politische Gefangene müssen freigelassen werden“ und „Von Zahedan bis Sanandaj, mein Leben ist für den Iran“. Sie wurden von Unterdrückungskräften angegriffen, die Tränengas auf die Menge abfeuerten.

Im Gohardasht-Gebiet in Karaj veranstalteten Bürger und Studenten Proteste und skandierten: „Tod dem Unterdrücker, sei es der Schah oder der Führer (Khamenei)“ und „Freiheit, Freiheit, Tod für Khamenei“. Demonstranten wurden angegriffen und die Unterdrückungskräfte eröffneten das Feuer auf sie.

Im Bezirk Fardis in Karaj blockierten die Demonstranten den Weg der Unterdrücker, indem sie Straßensperren errichteten und Feuer legten. In Saqqez führten Demonstrationen und Versammlungen von jungen Demonstranten zu Zusammenstößen mit den Unterdrückungskräften, als die Jugendlichen die Straßen verbarrikadierten.

In Rasht skandierten Demonstranten: „Von Kurdistan bis Gilan, ich werde mein Leben für den Iran opfern“, und junge Menschen griffen Angehörige der Staatssicherheitskräfte an, die versuchten, eine Demonstrantin festzunehmen. Demonstrationen auf dem Moalem Boulevard in Rasht führten zu Zusammenstößen mit den Unterdrückungskräften. Ähnliche Demonstrationen und Zusammenstöße gab es in Shiraz, Isfahan, Babol, Shahinshahr, Mashhad und Abadeh.

Studenten an Universitäten, darunter Teheran, Tarbiat Moalem in Teheran, Gilan, Rajaei usw., führten Demonstrationen durch. In einigen Städten, darunter Teheran und Gorgan, gingen Studenten auf die Straße und riefen „Tod dem Diktator“. In Teheran wurden Grundschulmädchen in der Tarbiat-2-Schule mit Tränengas beschossen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
12. Oktober 2022

Iran – Proteste sorgen für Angst im Lager des Regimes

In seiner vierten Woche hat der landesweite Aufstand im Iran die Regimevertreter gezwungen, ihre Besorgnis zu äußern. Scheinbar hat sich die Angst ins Lager des Regimes verlagert, trotz seiner zahlreichen Versuche, die Proteste zu unterdrücken.

In den letzten Tagen sprachen Behörden und staatliche Medien davon, „die Forderungen und Kritik der Menschen anzuhören“ und „sich bei den Bürgern zu entschuldigen“. Diese Äußerungen von Regimevertretern, die ständig ihre Zähne gezeigt und hart durchgegriffen haben, sind ziemlich bezeichnend für die Macht des Aufstands.

„Wir sind bereit, die Kritik und Meinungen der Menschen zu hören. Wenn wir einen Fehler gemacht haben, werden wir es wiedergutmachen“, sagte Gholamhossein Mohseni Ejei, der für seine Brutalität bekannte Justizchef des Regimes, am 10. Oktober.

Neben seiner dunklen Bilanz bei der Unterdrückung von Dissidenten ist Ejei unter den Insidern des Regimes für seine Brutalität berüchtigt, z.B. als er den Journalisten Issa Saharkhiz im Parlament des Regimes angriff und ihn in sein Ohr biss.

Saeed Reza Ameli, Vorsitzender des Obersten Rates der Kulturrevolution des Regimes, forderte die Schaffung eines sogenannten „nationalen Hauses für freie Meinungsäußerung“, in dem die Menschen „ihre Meinungen frei äußern“ könnten. Ameli machte diese Bemerkungen nach einem Treffen mit dem Präsidenten des Regimes, Ebrahim Raisi, am 10. Oktober.

Am 10. Oktober sprach auch der Abgeordnete Mehdi Bagheri davon, „einen nationalen Dialog einzuleiten, um eine Lösung für die Probleme des Landes zu finden“.

„Wir sollten unsere Sicherheitsperspektive ändern. Die Strategie des Systems sollte darauf beruhen, „den Menschen zuzulächeln“ und nicht die Stirn zu runzeln“, wurde Mohammad Sadr, ein Mitglied des Expertenrates des Regimes, am 11. Oktober auf der staatlichen Jamaran-Website zitiert.

„Es ist ein Vorfall aufgetreten und wir haben uns viele Male entschuldigt. Die Menschen sollten nicht mit der Polizei aneinander geraten“, wurde Ghorbanali Dorri-Najafabadi, ehemaliger Minister für Geheimdienste und Sicherheit und derzeitiger Vertreter des Obersten Führers in Arak, am 11. Oktober im Staatsfernsehen zitiert.

Nebenbei verwies Najafabadi auf den tragischen Tod von Mahsa Amini, einem 22-jährigen kurdischen Mädchen in Polizeigewahrsam, das den aktuellen Aufstand auslöste.

„Hätten die Beamten ihr Fehlverhalten bei diesem Vorfall und das Missmanagement der Moralpolizei zugegeben und sich bei den Menschen für ihre Unfähigkeit bei der Verwaltung des Landkreises entschuldigt, würden wir nicht solche weit verbreiteten Unruhen in verschiedenen Städten erleben“, schrieb die staatlich geführte Zeitung Jahan-e Sanat am 11. Oktober.

Unter Millionen von Iranern, die „Tod dem Diktator“ skandieren und sich nach einem Regimewechsel sehnen, gibt es keine einzige Seele, die auf die falschen Behauptungen und erbärmlichen Gesten der Vertreter hereinfallen würde. Kein einziger Iraner glaubt den Krokodilstränen der Vertreter, wenn sie sehen, wie die Sicherheitskräfte auf sie schießen.

Je näher ihr Untergang rückt, desto mehr greifen alle Diktatoren zu diesen Manövern. Der Schah gab auch zu, „die Stimme der Volksrevolution“ gehört zu haben. Der Schah ergriff sogar einige Maßnahmen, wie die Entlassung und Inhaftierung seines Premierministers. Dennoch gelang es ihm nicht, sein Regime zu retten.

Die herrschende Theokratie des Iran befindet sich in einer weitaus schlimmeren Situation. Wie der Oberste Führer des Regimes, Ali Khamenei, wiederholt eingeräumt hat, würde ein „Rückschritt“ oder eine „Verhaltensänderung“ zum sofortigen Sturz des Regimes führen.

Regimevertreter sind sich dieser Situation bewusst. Daher befahl Ejei, der die Demonstranten zum „Dialog“ einlud, das Justizbeamten „die Fälle der Randalierer abschließen und sich entschieden mit denen zu befassen haben, die mit der [Opposition] in Verbindung stehen“.

Das klerikale Regime basiert auf Menschenrechtsverletzungen. Die Behörden machen diese Gesten, um mehr Zeit für ihre demoralisierten und erschöpften Kräfte zu gewinnen, die kläglich daran gescheitert sind, die wachsenden Proteste zu unterdrücken.

„Viele Sicherheitskräfte konnten in den letzten Tagen nicht nach Hause gehen. Mit seiner derzeitigen Infrastruktur kann unser Sicherheitsapparat die Situation nicht angemessen bewältigen“, wurde Mohsen Mansouri, Gouverneur von Teheran, am 8. Oktober auf der staatlichen Website Entekhab zitiert.

Ein Video aus dem Iran zeigte Graffiti auf einer großen Werbetafel mit der Aufschrift: „Wir haben keine Angst mehr; wir werden weiterkämpfen.“ Das iranische Volk hat bei den jüngsten Protesten seinen Mut bewiesen und auch die Schwäche des Regimes offengelegt. Jetzt, da das Regime versucht, seine Gewalt zu verstärken, sollte die Weltgemeinschaft ihrer moralischen und rechtlichen Verpflichtung nachkommen, indem sie das Recht des iranischen Volkes auf Selbstverteidigung und Widerstand mit allen möglichen Mitteln anerkennt.

 

 

Die Proteste im Iran, die inneren Kämpfe des Regimes und die Verantwortung der Welt

Der landesweite Aufstand im Iran ging am Montag weiter, als die Ölarbeiter in den Streik traten und Kundgebungen gegen das Regime abhielten. Parallel zur zunehmenden und sich ausweitenden Unruhe haben auch die inneren Kämpfe im Regime und sich widersprechende Aussagen seiner Amtsträger zugenommen.

„Bei den jüngsten Vorfällen haben manche [Insider des Regimes] das Spiel des Feindes gespielt. Es tut einem weh, Zeuge von mehrdeutigen Stellungnahmen bei den jetzigen Unruhen und Aufrührern zu sein“, erklärte Ahmadreza Shahrokhi, der Führer der Freitagsprediger in Khoramabad, am 7. Oktober, wie das Staatsfernsehen meldete.

Die Proteste breiten sich aus, sie stellen eine volatile Gesellschaft zur Schau und legen das Scheitern des Regimes dabei bloß, das aufzuhalten, worin viele Irans demokratische Revolution sehen.

Das Regime ist wirklich in einer Sackgasse und dies wurde deutlich, als sich die Chefs der drei Hauptabteilungen der Regierung am Samstag, dem 8. Oktober, getroffen haben. Sie konnten keine Lösung anbieten, obwohl die Erhebung für das Regime eine Existenzbedrohung darstellt.

„Die Häupter der drei Hauptabteilungen der Regierung unterstrichen die nationale Einheit für die Weiterentwicklung und den Fortschritt des Landes und sahen es als notwendig an, für die wirtschaftlichen Aktivitäten und Geschäfte Ruhe zu bewahren“, so ihre Erklärung laut einer Meldung des Staatsfernsehens.

Diese Erklärung fällt in eine Zeit, wo die Behörden das Feuer auf unbewaffnete Protestierer eröffnen, die Geschäfte des Volkes mit Internetabbrüchen stören und weiter das Nationalvermögen für Terrorismus und Atomwaffen- und Raketenprogramme verschwenden.

Gleichzeitig zeigt die Erklärung, dass das von Krisen geschüttelte Regime jeder Lösung entbehrt, während die Proteste das Land überschwemmen. Der Generalmajor der IRGC Mohammad Bagheri, dem Stabschef der Streitkräfte des Regimes, meinte am 8. Oktober:: „der Feind ist eifrig bemüht, Chaos zu verbreiten“.

Mit dem Feind meinen Bagheri und andere Amtsträger das iranische Volk und seine organisierte Opposition, die Mujahedin-e Khalq (MEK). Die mit der MEK verbundenen Widerstandseinheiten haben bei den neuesten Protesten eine führende Rolle gespielt, was von den Behörden, einschließlich von Bagheri, bestätigt wird.

„Die sehr wenigen Szenen von Chaos in manchen Teilen des Landes und die Konzentration des Feindes auf ethnische und religiöse Minderheiten deuten alle darauf hin, dass der Feind einen vollständigen Krieg gegen [das Regime] angezettelt hat. In diesem Krieg sind das Böse [die MEK] und andere terroristische Grüppchen die Einsätze des Feindes“, wurde Bagheri in der staatlichen Webseite Entekhab („Die Auswahl“) am 8. Oktober zitiert.

Die Iraner betrachten tatsächlich die herrschende Theokratie als ihren Feind, weil die Verbrechen einer Eroberungsmacht gegenüber dem verblassen, was die Mullahs in den letzten vier Jahrzehnten dem iranischen Volk angetan haben. Während das Regime die Protestierer brutal unterdrückt, haben Amtsträger einschließlich des Obersten Führers Ali Khamenei die Theokratie gepriesen und damit bestätigt, dass das Regime keinen anderen

Feind hat als das iranische Volk.
Da aber die Proteste fortdauern, rufen manche Amtsträger nach mehr Gewalt. „Wenn die Sicherheitskräfte ihre Pflichten vernachlässigen [beim Zurückdrängen der Protestierenden], sollten sie zur Verantwortung gezogen werden“, wurde MP Ismail von der Webseite Entekhab am 10. Oktober zitiert.

Khamenei hat dem iranischen Volk den Krieg erklärt und sein Regime wird die repressiven Maßnahmen verstärken, weil die Proteste für das Regime eine existenzielle Bedrohung darstellen.
Es gab eine weltweite Verurteilung der Gräueltaten des Regimes und viele Erklärungen zur Unterstützung der Revolution des iranischen Volkes. Sie sind notwendig, aber unzureichend.

Die internationale Gemeinschaft sollte über Verurteilungen und Stellungnahmen hinausgehen. Sie sollte das Recht des iranischen Volkes auf Selbstverteidigung und den Sturz des Regimes in seiner Gänze anerkennen. Weil jedes Zögern bei der Anerkennung dieses Rechts es dem Kleriker Regime im Iran erlauben würde, mit seinen Verletzungen der Menschenrechte fortzufahren und dabei Straflosigkeit zu genießen.

 

Am 26. Tag der Erhebung, der Demonstrationen und Proteste der Studenten und der Zusammenstöße mit Unterdrückungskräften

Iran Protest-Nr. 49

Am 26. Tag der landesweiten Erhebung waren die Städte Sanandadsch und Divandareh Zeugen von Demonstrationen und Straßenkämpfen zwischen Jugendlichen und Unterdrückungskräften des Regimes.

Der Streik der Ladeninhaber ging weiter in Kermanshah. In Kerman wurde das Gebäude des Roten Halbmonds des Regimes in Brand gesteckt. Die jungen Protestierenden legten auch Feuer an das Amtsgebäude der Freitagsprediger in Fuladshahr, Isfahan, und eine Statue in Saqqez, die das Regime symbolisiert.

Große Poster von Qassem Soleimani und den Revolutionsgarden in Teheran wurden auch angezündet. Die Jugendlichen setzten eine Basis der paramilitärischen Basidsch in Ghom in Brand. In Yazd verbrannten sie das Banner von Qassem Soleimani und Brigadegeneral Hossein Hamedani und in Baneh  ging ein Symbol des Regimes auf dem Gefängnisplatz in Feuer auf.

Am Dienstag besuchte Innenminister Ahmad Vahidi Sanandadsch, um die Unterdrückung der Proteste in der Stadt zu überwachen. Am Dienstagabend hielten die Menschen in Sanandadsch   wieder nächtliche Demonstrationen ab und gerieten mit Unterdrückungskräften aneinander. Die Jugendlichen brachten den Behesht Mohammadi Ring unter ihre Kontrolle, indem sie Feuer anzündeten und in manchen Gebieten die Agenten zur Flucht zwangen.

In Saqqez hielten die Menschen abends Demonstrationen ab und in Baneh versperrten die Jugendlichen den repressiven Agenten die Durchfahrt, indem sie Straßenblockaden aufstellten.  Fahrer zeigten ihre Solidarität durch Hupen. In Borazdschan führten die Demonstrationen zu Auseinandersetzungen mit den Unterdrückungskräften.

Am Dienstagabend hallten die Rufe „Tod dem Diktator“ und „Tod dem IRGC“ im Vahdat-e Islami Bezirk von Teheran wider. In Sadeghieh, Teheran konnte man die Rufe „Tod dem Diktator“ von den Hausdächern hören. Jugendliche Protestierer übernahmen die Kontrolle von manchen Straßen in Yazdahnshahr. In Ghom hielten die Menschen eine nächtliche Demonstration im Gebiet Nirougah ab und riefen „Khamenei ist ein Mörder, seine Herrschaft ist nichtig“.

Auch am Dienstag  stimmten Universitätsstudenten in Teheran, Gilan, Tarbiat Modarres, in der Hochschule der Künste in Teheran und in Noshirvani in Babol Slogans gegen das Regime an wie „Würdige Studenten, unterstützt, unterstützt“, „Wir werden die Studenten der Sharif Universität nicht allein lassen“, „der Iran ertrinkt im Blut von Sanandadsch bis Zahedan“ und „Von Kurdistan bis Gilan, ich opfere mein Leben für den Iran“. Sie veranstalteten auch Demonstrationen und Streiks und verurteilten die Verhaftung und das Töten von Studenten.

Die Studenten protestierten in einigen Bezirken von Teheran und ebenso in Mahabad, Saqqez, Bandar Anzali, Sanandadsch  und Maschhad mit Slogans wie „Tod dem Diktator“, „Ich will den töten, der meine Schwester getötet hat, wer es auch sei“ und „der Iran ist zum Internierungslager geworden“.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Mehr hat am 11. Oktober der Bildungsminister Youssef Nouri die Verhaftung von Studenten zugegeben und gesagt: „Ich kann keine exakten statistischen Zahlen über die Zahl der Verhafteten nennen. Nach der Rehabilitierung  werden die Studenten zur Hochschule zurückkehren. Einige inhaftierte Studenten wurden an psychologische Zentren überwiesen zur Rehabilitation, um zu verhindern, dass sie antisoziale Charaktere werden“.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)

  1. Oktober 2022

 

Iran: Namen von weiteren 14 Märtyrern des Aufstands veröffentlicht

206 martyrs had already been identified

206 Märtyrer wurden bereits identifiziert

Die Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) veröffentlichte heute, am 11. Oktober, die Namen von 14 weiteren Märtyrern des Aufstands. Bis heute wurden die Namen von 206 Märtyrern des Aufstands veröffentlicht.

Frau Maryam Rajavi ehrte die heldenhaften Märtyrer, die den ultimativen Preis für die Sache der Freiheit und Demokratie und der Volkssouveränität bezahlt haben. Sie forderte den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um die Morde und das Blutvergießen zu beenden und Maßnahmen zu beginnen, um die Freilassung der Gefangenen sicherzustellen. Die Führer des Regimes müssten für ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ihren Völkermord in den vergangenen vier Jahrzehnten vor Gericht gestellt werden, sagte sie.

Die Namen von 14 Menschen mit ihren Orten und Daten des Martyriums lauten wie folgt:

1. Mohammad Javad Zahedi Sari 23 September 2022
2. Mohammad Reza Sorouri Teheran 21 September 2022
3. Nadia Arefani Fardis in Karaj 9 Oktober 2022
4. Yahya Rahimi Sanandaj 8 Oktober 2022
5. Mohsen Mousavi Teheran 8 Oktober 2022
6. Daryoush Alizadeh Sanandaj 8 Oktober 2022
7. Peyman Manbari Sanandaj 8 Oktober 2022
8. Mohammad Amini Sanandaj 8 Oktober 2022
9. Mohammad Rakhshani (age 12) Zahedan 30 September 2022
10. Lal Mohammad Anshini (son of Sharif) Zahedan 30 September 2022
11. Mostafa Beriji Zahedan 3 Oktober 2022
12. Esmail Dezvar Saqqez 9 Oktober 2022
13. Seyyed Ahmad Shokrollahi Isfahan 9 Oktober 2022
14. Arian Moridi Kermanshah 9 Oktober 2022

The names of 206 with their locations and dates of martyrdom are as follows:

No. Name City Date
1. Fereidoun Mahmoudi Saqqez 19 September 2022
2. Mohsen Mohammadi Divandareh 19 September 2022
3. Reza Lotfi, Dehgolan 19 September 2022
4. Zakaria Khayal Piranshahr 20 September 2022
5. Farjad Darvishi Oroumieh 20 September 2022
6. Milad Zare’ Babol 20 September 2022
7. Minoo Majidi Kermanshah 20 September 2022
8. Farzin Lotfi Rezvanshahr 20 September 2022
9. Reza Shahparnia Kermanshah 20 September 2022
10. Sasan Bagheri Rezvanshahr 20 September 2022
11. Nika Shakarami Teheran Am 20 September 2022  verschwunden, ihre Familie wurde am 29. September über ihren Tod informiert und der Leichnam übergeben
12 Sadr al-Din Litani Oshnavieh 21 September 2022
13 Danesh Rahnama Oroumieh 21 September 2022
14 Amin Marefi (Marefat) Oshnavieh 21 September 2022
15. Milan Haghighi Oshnavieh 21 September 2022
16 Mohsen Qaysari Ilam 21 September 2022
17. Ghazaleh Chalavi Amol 21 September 2022
18. Abdullah Mahmoudpour Oroumieh 21 September 2022
19. Matin Abdallahpour Oroumieh 21 September 2022
20. Fouad Qadimi Divandareh 21 September 2022
21. Ali Mozaffari Qouchan 21 September 2022
22. Behnam Layeghpour Rasht 21 September 2022
23. Saeed Mohammadi Islamabad 21 September 2022
24. Hananeh Kia Noshahr 21 September 2022
25. Amir Ali Fouladi Islamabad 21 September 2022
26 Iman Mohammadi Islamabad 21 September 2022
27. Amir Hossein Shams Noshahr 21 September 2022
28. Mehrdad Qorbani Zandjan 21 September 2022
29 Erfan Rezaei Amol 21 September 2022
30. Mehdi Asgari Garmsar 21 September 2022
31. Mohammad Farmani, Shahr-e-Ray 21 September 2022
32. Yasin Jamalzadeh Rezvanshahr 21 September 2022
33. Fereidoun Ahmadi Saqqez 21 September 2022
34. Pouya Sheida Oroumieh 21 September 2022
35. Mehrab Najafi Zarinchahr 21 September 2022
36. Arash Pahlavan Machad 21 September 2022
37. Mohsen Mal Mir Noshahr 21 September 2022
38. Saeed Iranmensh Kerman 21 September 2022
39. Abolfazl Akbari Doust Langroud, 21 September 2022
40 Erfan Khazaei Shahriar 21 September 2022
41 Mehdi Babr-Nejad Qouchan 21 September 2022
42. Roshana Ahmadi Boukan 21 September 2022
43. Abolfazl Mehdipour Babol 21 September 2022
44. Mohammad Hasan Torkaman Amol 21 September 2022
45. Hossein Ali Kia Noshahr 21 September 2022
46. ​​​​ Mohammad Fallah Amol 21 September 2022
47. Seyyed Sina Mousavi Amol 21 September 2022
48. Fardin Bakhtiari Sanandaj, 21 September 2022
49. Alireza Fathi Sanfar 21 September 2022
50. Mahsa Mogoui Foulad Shahr 21 September 2022
51. Seyyed Abbas Mir-Mousavi Langroud 21 September 2022
52. Mohsen Mohammadi Kochaksarai, Qaemchahr 21 September 2022
53 Mohammad Zamani, Teheran 21 September 2022
54. Amir Hossein Mahdavi, Rasht 21 September 2022
55 Mohammad Zarei Sanqar 21 September 2022
56 Amir Bastami Kermanshah 21 September 2022
57. Mazia Salmanian Rasht 22 September 2022
58. Sasan Qorbani Razvanshahr, 22 September 2022
59. Mehrdad Behnam Asl Dehdasht 22 September 2022
60. Pedram Azarnoosh Dehdasht 22 September 2022
61. Amir Nowroozi Bandar Anzali 22 September 2022
62. Roozbeh Khademi Karaj 22 September 2022
63. Mehdi Mousavi Zanjan 22 September 2022
64. Javad Heydari Qazvin 22 September 2022
65. Mehrdad Avazpour Nowshahr 22 September 2022
66. Mohammad Hosseinkhah Mazandaran 22 September 2022
67. Hadis Najafi Alborz 22 September 2022
68. Mehdi Leylazi Karaj 22 September 2022
69. Mohsen Pazouki Pakdasht Varamine 22 September 2022
70. Mohammad Rasool Momenizadeh Rasht 22 September 2022
71. Mohammad Reza Eskandari Pakdasht Varamine 22 September 2022
72. Kanaan Aghaei Karaj 22 September 2022
73. Mohammad Amin Takoli, Teheran 22 September 2022
74. Yaser Jafari Ilam 22 September 2022
75. Hossein Morovati Qarchak Varemin 23 September 2022
76. Pouya (Ali) Ahmadpour Pasikhani, Rasht 23 September 2022
77. Hediyeh Naimani Noshahr 23 September 2022
78. Alireza Hosseini Teheran 23 September 2022
79. Javad Khansari Teheran 23 September 2022
80. Parsa Rezadoust Hashtgerd 23 September 2022
81. Sarina Ismailzadeh Karaj 23 September 2022
82. Hamid Foulad Vand Pakdasht 23 September 2022
83. Ehsan Alibazi Shahr-e-Qods 23 September 2022
84. Morteza Nowroozi Langroud 24 September 2022
85. Mahmoud Keshvari Karaj 24 September 2022
86. Mohammad Jameh Bozorg Karaj 25 September 2022
87. Abdolsalam Golvani (Qadir Golvan) Oshnavieh 26 September 2022
88. Siavash Mahmoudi Teheran 27 September 2022
89. Samad Bargi Niya Piranshahr 28 September 2022
90. Amir Reza Naderzadeh Noshahr 28 September 2022
91. Amir Mehdi Farokhipour Teheran 29 September 2022
92. Erfan Nazar Beigi Teheran 29 September 2022
93. Mohammad Reza Adib Toutazehi Zahedan 30 September 2022
94. Lal Mohammad Anshini Zahedan 30 September 2022
95. Balal Anshini, Zahedan 30 September 2022
96. Mohammad Barahui, Zahedan 30 September 2022
97. Mahmoud Barahui, Zahedan 30 September 2022
98. Riassat (Badel) Balouch Zahedan 30 September 2022
99. Abdurrahman Balouchi Zahedan 30 September 2022
100. Ali Akbar Halgheh-Begoush Zahedan 30 September 2022
101. Mohammad Farooq Rakhsh Zahedan 30 September 2022
102. Mansour Rakhshani, Zahedan 30 September 2022
103. Jalil Rakhshani, Zahedan 30 September 2022
104. Abdul Majeed Rigi Zahedan 30 September 2022
105. Mohammad Rigi Zahedan 30 September 2022
106. Ahmad Sargolzaei, Zahedan 30 September 2022
107. Samad Shahouzehi Zahedan 30 September 2022
108. Ahmad Shah-Bakhsh Zahedan 30 September 2022
109. Abdul Malik Shah-Bakhsh Zahedan 30 September 2022
110. Imran Shah-Bakhsh Zahedan 30 September 2022
111. Farzad Shah-Bakhsh Zahedan 30 September 2022
112. Amin (Badr al-Uloum Seminary) Zahedan 30 September 2022
113. Yaser Shah-Bakhsh Zahedan 30 September 2022
114. Iqbal Shahnavazi Zahedan 30 September 2022
115. Omar Shahnavazi Zahedan 30 September 2022
116. Mohammad Iqbal Shahnavazi, Zahedan, 30 September 2022
117. Amir Hamzeh Shahnavazi Zahedan 30 September 2022
118. Mohammad Sediq Narouyi Zahedan 30 September 2022
119. Lal Mohammad Ali Zehi Zahedan 30 September 2022
120. Abu Bakr Ali Zehi Zahedan 30 September 2022
121. Hamid Isa Zehi Zahedan 30 September 2022
122. Aminullah Qoljai Zahedan 30 September 2022
123. Mohammad Qoljei Zahedan 30 September 2022
124. Nematullah Kabedani Zahedan 30 September 2022
125. Ibrahim Gorgij Zahedan 30 September 2022
126. Mohammad Ali Gamshadzehi, Zahedan 30 September 2022
127. Mohammad Amin Gamshadzehi Zahedan 30 September 2022
128. Vahed Gamshadzehi Zahedan 30 September 2022
129. Salahuddin Gamshadzehi, Zahedan 30 September 2022
130. Jalil Mohammad Zehi Zahedan 30 September 2022
131. Hamzeh Narouyi Zahedan 30 September 2022
132. Younes Narouyi Zahedan 30 September 2022
133. Hamid Narouyi Zahedan 30 September 2022
134. Rafi Narouyi Zahedan 30 September 2022
135. Abu Bakrfarzand Shakur Zahedan 30 September 2022
136. Abdul Ghafoor Noor Barahui Zahedan 30 September 2022
137. Mukhtar Ahmadi Marivan 30 September 2022
138. Abdul Samad Barahui (Aidouzehi), Zahedan 30 September 2022
139. Mohammad Omar Shahnavazi, Zahedan 30 September 2022
140. Mohammad Qoljaei Zahedan 30 September 2022
141. Amin Goleh Bacheh Zahedan 30 September 2022
142. Hamzeh Narouyi, son of Mohammad Zahedan 30 September 2022
143. Hamid Narouyi, fils de Mohammad Ali Zahedan 30 September 2022
144. Abou Bakr Nahtani Zahedan 30 September 2022
145. Musa Nahtani, Zahedan 30 September 2022
146. Samer Hashem Zehi Zahedan 30 September 2022
147. Ali Barahui Zahedan 30 September 2022
148. Zacharie Barahui, Zahedan 30 September 2022
149. Ali Aqli (Narouyi) Zahedan 30 September 2022
150. Mohammad Iqbal Naib Zehi Zahedan 30 September 2022
151. Omid Shahnavazi Zahedan 30 September 2022
152. Matine Qanbar Zehi Gorgij Zahedan 30 September 2022
153. Sedis Keshani Zahedan 30 September 2022
154. Musa Doveira Zahedan 30 September 2022
155. Imran Hasan Zehi, Zahedan 30 September 2022
156. Mohsen Gamshadzehi, Zahedan 30 September 2022
157. Abdul Ghafoor Dehmordeh Zahedan 30 September 2022
158. Abdulmanan Rakhshani, Zahedan 30 September 2022
159. Bilal Rakhshani Zahedan 30 September 2022
160. Omid Sarani Zahedan 30 September 2022
161. Jaber Shirouzhi Zahedan 30 September 2022
162. Soleiman Arab Zahedan 30 September 2022
163. Ghulam Nabi Noti Zehi Zahedan 30 September 2022
164. Abdul Jalil Qanbar Zehi Zahedan 30 September 2022
165. Abdullah Narouyi, Zahedan 30 September 2022
166. Abdul Vahid Towhid Nia Zahedan 30 September 2022
167. Omid Safar Zehi Zahedan 30 September 2022
168. Behzad Rigi Zahedan 30 September 2022
169. Najm al-Din Tajik Zahedan 30 September 2022
170. Mohammad Ali Ismail Zehi (Shah Bakhsh) Zahedan 30 September 2022
171. Ismail Abil Zahedan 30 September 2022
172. Musa Anshini Zahedan, 30 September 2022
173. Mehdi Anshini Zahedan 30 September 2022
174. Majid Baloch Zehi (Sheh Bakhsh) Zahedan 30 September 2022
175. Vahid Hout Zahedan 30 September 2022
176. Javad Pousheh Zahedan 30 September 2022
177. Abdul Samad Thabitizadeh (Shahouzehi), Zahedan 30 September 2022
178. Ahmad (Jamma) Sarani (Alizehi) Zahedan 30 September 2022
179. Mehrab Dolat Panah Talesh 1 Oktober 2022
180. Khodanour Laje’i Zahedan 1 Oktober 2022
181. Poyia Rajab Nia Babol 1 Oktober 2022
182. Ehsan Khan Mohammadi Tehran 1 Oktober 2022
183. Salman Maliki Zahedan 2 Oktober 2022
184. Jamal Abdul Naser Mohammad Hasani Barahui Zahedan 2 Oktober 2022
185. Morteza Hasan Zaei Zahedan 2 Oktober 2022
186. Zulfiqar Hasan Zaei Zahedan 2 Oktober 2022
187. Arman Hassan Zaei Zahedan 2 Oktober 2022
188. Mahmoud Hasan Zaei Zahedan 2 Oktober 2022
189. Maheddin Shiro Zehi Zahedan 3 Oktober 2022
190. Nemia Shafiqdoust Oroumieh, 5 Oktober 2022
191. Emad Heydari Ahvaz 6 Oktober 2022
192. Morteza Soltanian Esfahan September 2022
193. Mohammad Javad Zahedi Sari 23 September 2022
194. Mohammad Reza Sorouri Teheran 21 September 2022
195. Nadia Arefani Fardis in Karaj 9 Oktober 2022
196. Yahya Rahimi Sanandaj 8 Oktober 2022
197. Mohsen Mousavi Teheran 8 Oktober 2022
198. Daryoush Alizadeh Sanandaj 8 Oktober 2022
199. Peyman Manbari Sanandaj 8 Oktober 2022
200. Mohammad Amini Sanandaj 8 Oktober 2022
201. Mohammad Rakhshani (age 12) Zahedan 30 September 2022
202. Lal Mohammad Anshini (son of Sharif) Zahedan 30 September 2022
203. Mostafa Beriji Zahedan 3 Oktober 2022
204. Esmail Dezvar Saqqez 9 Oktober 2022
205. Seyyed Ahmad Shokrollahi Isfahan 9 Oktober 2022
206. Arian Moridi Kermanshah 9 Oktober 2022

 

 

 

Iran: Demonstrationen und Zusammenstöße mit unterdrückenden Einheiten gehen in der 25. Nacht des Aufstandes in Teheran und anderen Städten weiter


Iran Protest-Nr. 47

Am Montag, in der 25. Nacht des Aufstands, waren Teheran und andere Städte, darunter Sanandaj, Saqqez, Yazdanshahr, Isfahan, Kazeroon, Schiras, Mashhad, Hamedan, Rasht, Karaj, Varamin, Fuladshahr, Marivan, Baneh, Hamedan und Marvdasht Orte von nächtlichen Demonstrationen und Hit and Run Szenerien mit Unterdrückungskräften, bei denen die Menschen „Tod Khamenei“ und „Tod dem Diktator“ skandierten.

In Teheran hallten Schreie „Tod dem Diktator“ von den Dächern verschiedener Gegenden, darunter Zargandeh, Saadat Abad, Geisha, Zafar und Shariati. Im südlichen Vali-e Asr, dem 18. Bezirk von Teheran, kam es zu Demonstrationen und Zusammenstößen mit den Unterdrückungskräften.

In Sanandaj blockierten Anwohner trotz des brutalen und blutigen Angriffs am Sonntagabend einige Straßen, indem sie Reifen verbrannten und mehrere Unterdrücker verprügelten. Mehrere Stunden lang war aus verschiedenen Teilen der Stadt das Geräusch von Schüssen zu hören. Aufgrund der großen Anzahl von Häftlingen sind alle Gefängnisse voll und die Häftlinge wurden in ein Lagerhaus am Ende der Kar-Amoozi-Straße gebracht.

Verschiedene Gebiete von Mashhad, darunter Hashemiya, Jalal Al Ahmad, Vakil Abad und Mellat Park, waren Schauplätze von Demonstrationen und Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und Unterdrückungskräften. In Kermanshah übernahmen die Jugendlichen die Kontrolle über einige der Straßen, indem sie Feuer anzündeten. Die jungen Leute von Marvdasht rissen ein großes Poster von Qassem Soleimani herunter. In Shiraz gelang es den Menschen, einen Festgenommenen zu befreien und anschließend die Sicherheitskräfte zu verprügeln. In Roudehen war von den Dächern „Tod dem Diktator“ zu hören.

Am Montag führten Studenten verschiedener Universitäten, darunter Amir Kabir, Teheran, Sohanak in Teheran, Allameh, Arak, Babol, Qazvin und die Technische Universität Rasht Demonstrationen durch. In Amir Kabir skandierten sie: „Wir haben keine Angst mehr vor Panzern und Maschinengewehren, sag meiner Mutter, dass sie keine Tochter mehr hat“.

Gymnasiasten veranstalteten Demonstrationen in Teheran und vielen anderen Städten, darunter Isfahan, Malayer, Miandoab, Kamyaran und Baneh, während sie „Tod Khamenei“, „Tod dem Diktator“, „Verdammt seien die Verbrecher, Tod dem Obersten Führer (Chamenei)“ riefen. und „Würdige Lehrer streiken, streiken“. In vielen Gymnasien zerrissen Schüler Bilder von Chomeini und Khamenei in ihren Büchern und trampelten über sie.

Die staatliche Nachrichtenagentur Mehr berichtete am 11. Oktober, dass die Teheraner Stadtverwaltung aus „Sicherheitsgründen“ und „um Staus zu vermeiden“ „Müllcontainer entfernt, aber leider keine Lösung für die Müllabfuhr angeboten hat “ und „viel Müll wurde in der Stadt verstreut“, „was Chaos in der Stadt verursacht hat“.

Am 10. Oktober zitierte die Nachrichtenagentur Mehr auch Brigadegeneral Qassem Rezaei, der stellvertretende Kommandeur der Staatssicherheitskräfte. Er sagte: „Mehr als 2.000 unserer Kollegen wurden durch Steine, Stöcke und Schüsse verletzt und eine Reihe von Mitgliedern der Staatssicherheitskräfte, der Bassidsch und der Revolutionsgarden haben den Märtyrertod erlitten“.

Unter Berufung auf Seyyed Majid Mirahmadi, stellvertretender Sicherheits- und Strafverfolgungsbeamter des Innenministeriums, schrieb die staatliche Tageszeitung Entekhab am 10. Oktober: „178 Banken wurden zerstört und niedergebrannt, 35 Regierungsgebäude wurden beschädigt und zerstört“.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)

11. Oktober 2022

 

Angehörige von Mitgliedern und Unterstützer der PMOI/MEK sowie ehemalige politische Gefangene wurden verhaftet

Während sich die landesweite Erhebung steigert, hat das Mullah-Regime einige Angehörige von Mitgliedern und Unter-stützer der Organisation der Volksmojahedin (PMOI/MEK) sowie ehemalige politische Gefangene verhaftet. Die Agenten des Regimes durchsuchten ihre Wohnungen und beschlagnahmten ihre Computer und Mobiltelefone.

Ali Moezi, 70 Jahre alt, ehemaliger politischer Gefangener, wurde am Samstag, den 1. Oktober verhaftet; die Sicherheits-agenten durchsuchten seine Wohnung und brachten ihn zur Abteilung 209 des Evin-Gefängnisses. Er leidet an Krebs und einer Nieren-Erkrankung und hatte sich soeben einer Prostata-Behandlung unterzogen. Herr Moezi, dessen beide Töchter der PMOI/MEK angehören, hat bereits in den 1980er Jahren mehrere Jahre im Gefängnis verbracht, zwei Jahre während der 2000er und fünf Jahre während der 2010er Jahre – wegen Unterstützung der PMOI/MEK.

Auch Assadollah Hadi, 65 Jahre alt, ehemaliger politischer Gefangener, wurde am 1. Oktober verhaftet und zur Abteilung 209 gebracht. Er hatte sich schon während der 80er, der 2000er und der 2010er Jahre in Haft befunden. Er leidet am Herzen und an den Nieren.

Ali Khademi – ein Unterstützer der PMOI/MEK – wurde gleichfalls am 1. Oktober verhaftet und ins Evin-Gefängnis gebracht. Er wird als Geisel festgehalten, damit sie seinen Sohn gefangen nehmen können.

Frau Houri (Fatemeh) Ziaei Azad, 60 Jahre alt, ehemalige politische Gefangene und Mutter von zwei Mitgliedern der PMOI/MEK, wurde im September in ihrer Teheraner Wohnung verhaftet und in die Abteilung 209 des Evin-Gefängnisses transportiert. Sie leidet an MS und erhält keine Arznei und kein ärztliche Versorgung. Frau Ziaei gehört zu den politischen Gefangenen der achtziger Jahre; sie wurde erneut in den 2000er und 2010er Jahren verhaftet.

In demselben Monat wurde Khosrow Rahnama, der während der 80er Jahre sieben Jahre im Gefängnis verbrachte, verhaftet und zum Evin-Gefängnis gebracht.

Erneut fordert der iranische Widerstand die Vereinten Nationen und die Menschenrechtsorganisationen zu sofortigem Eingreifen auf, damit die Entlassung der politischen Gefangenen und jener, die im Lauf der Erhebung verhaftet wurden, gesichert wird; er unterstrich die Notwendigkeit der Bildung einer internationalen Mission zum Besuch der Gefängnisse im Iran und zur Zusammenkunft mit den Häftlingen, besonders den politischen Gefangenen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NCRI)

den 8. Oktober 2022