Start Blog Seite 362

Brief eines früheren Agenten des iranischen Nachrichtendienstes unterstreicht die Notwendigkeit einer proaktiven westlichen Politik


Ein früherer Agent des iranischen Ministeriums für Nachrichtendienste (MOIS) mit Namen Hadi Sani-Khani hat vor kurzem einen Brief an den Generalsekretär der Vereinten Nationen Antonio Guterres geschrieben, in dem er seine frühere Kollaboration mit dem iranischen Ministerium für Nachrichtendienste und Sicherheit näher ausgeführt hat. Der Brief wirft ein Licht auf die wahrscheinlichen Operationen eines Netzes von Agenten in Europa, dessen Existenz von dem bahnbrechenden Gerichtsfall offengelegt wurde, der den früheren dritten Rat in der iranischen Botschaft in Wien Assadollah Assadi betraf. Er bestätigt auch Schlüsselfakten hinter den lange geäußerten Warnungen in Bezug auf die Bemühungen des iranischen Regimes, westliche Medien zu beeinflussen und seine Hauptoppositionsgruppe der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI-MEK) zu dämonisieren.

Assadi wurde mit drei Mit-Angeklagten für ihr Vorbereitungen für das Legen von Sprengstoffen in einer internationalen Versammlung von iranischen Expatriierten nahe bei Paris gerichtlich belangt. Der versuchte Anschlag zielte insbesondere auf die Führerin des Iranischen Widerstands Maryam Rajavi als der gewählten Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI). Wäre er nicht von den europäischen Behörden durchkreuzt worden, hätte er sehr wahrscheinlich Hunderte von Todesfällen verursacht, darunter die von westlichen politischen Würdenträgern, die die Veranstaltung 2018 besucht hatten, um ihre Unterstützung für die Plattform der MEK eines Regimewechsels zu zeigen, der zu einer demokratischen Regierungsform im Iran führen sollte.

Die Unterstützung der MEK unter westlichen Parlamentariern ist viele Jahre lang gewachsen und schließt mittlerweile Mitglieder jeder großen politischen Partei sowohl in den USA als auch in der Europäischen Union ein. Um aber zu dem Grad an Unterstützung zu gelangen, musste die Organisation Hindernisse beseitigen, die von einem großen und wachsenden Netz der Beeinflussung errichtet worden sind, das das iranische Regime überall in der Welt vorangebracht hat.

Ein iranischer Diplomat von einem Gericht in Belgien zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt- Februar 2021

Sani-Khanis Brief beschreibt nur eine ziemlich kleine Episode aus der Operation jenes Netzes, wobei Albanien im Mittelpunkt steht, wo die MEK ein Hauptquartier errichtet hat, nachdem Tausende von ihren Mitgliedern aus ihrem bekriegten früheren Heim im Irak umgesiedelt worden waren. Trotzdem steht der Inhalt des Briefes für ein viel größeres Phänomen mit Implikationen für die internationale Sicherheit ebenso wie für die Integrität westlicher Medien. Dieser Tatbestand wird untermauert von früheren Enthüllungen beim Prozess gegen Assadi, nämlich dass der Vordenker des Terrorplanes von 2018 ein Netz von Agenten betrieben hat, das sich viele Jahre lang über mindestens 11 europäische Länder erstreckte.

Die genaue Funktion dieses Netzes bleibt noch zu bestimmen, aber es liegt nahe anzunehmen, dass es viele Facetten hatte und dass sein Zweck sich mit der Zeit ausgeweitet hat, da die Agenten mehr Erfahrungen sammelten und ihre Operationen ausgeklügelter wurden. Bekannt ist, dass Assadi persönlich Zahlungen an seine Kontaktpersonen leistete in den Monaten und Jahren bis zu seiner Verhaftung am 1. Juli 2018. Obwohl es möglich ist, dass einige seiner Aktivposten als Schläfer-Zellen für Operationen wie dem Terrorplan von Paris zurückgehalten wurden, bedeuten diese Zahlungen aktive und laufende Dienstleistungen, die wahrscheinlichere Operationen des Sammelns von Informationen und Einflussnahmen psychologischer Art involvieren.
Mit anderen Worten: Assadis Mission mag laufende Operationen wie diejenigen eingeschlossen haben, die in Sani-Khanis Brief beschrieben werden. Dieser Brief erläutert am Anfang, dass sein Autor 2003 aus dem Iran geflohen ist und sich im Irak der MEK angeschlossen hat, dann aber 2016 die Organisation verließ – kurz nach dem Umzug nach Albanien. Danach wurde er prompt vom iranischen Ministerium für Nachrichtendienste und Sicherheit rekrutiert, so dass es seine frühere Mitgliedschaft in der führenden Widerstandsorganisation des Iran benutzen konnte als einen Weg, um lange anhaltende diffamierende Sprachregelungen zu legitimieren.

Sani-Khani beschreibt, wie er von Ebrahim Khodabandeh kontaktiert wurde, dem Chef einer Organisation, die als Nejat bekannt ist, und die vom MOIS für den ausdrücklichen Zweck der Verbreitung von Propaganda im Gewand von Enthüllungen von Personen geschaffen wurde, die der Widerstandsbewegung „entkommen“ sind. Während ein großer Teil dieser Propaganda vom MOIS direkt über Websites und Konten in den sozialen Medien ausgestreut wurde, die Personen darstellen, die von Nejat rekrutiert wurden, findet einiges davon einen heimtückischeren Weg in westliche Medienorgane, was von Agenten ermöglicht wurde, die sich Journalisten gegenüber als unabhängige Experten für iranische Angelegenheiten und Terrorismusbekämpfung ausgaben.

Zu diesen Agenten gehören der Bruder Massoud von Ebrahim Khodabandeh und ebenso Massouds Frau Anne Singleton. Bis heute bekommen beide gelegentlich Nebenbeschäftigungen in westlichen Medienorganen trotz ihrer nachweisbaren Verbindungen zum iranischen Geheimdienst. Der Brief Sani-Khanis nennt ganz speziell Khodabandeh und Singleton als diejenigen, die eine Hauptrolle gespielt hätten bei der Herstellung von Verbindungen zwischen Reportern und iranischen Agenten in Albanien, die angeleitet wurden für das, was über die Anwesenheit der MEK auszusagen sei.


Diese Operation erbrachte schließlich Artikel in englischen und deutschen Medien, die 2019 rechtlichen Anfechtungen ausgesetzt wurden, die zum Ergebnis hatten, dass die betreffenden Organe, die sich schuldig gemacht hatten, beschieden wurden, falsche Behauptungen zurückzuziehen und Geldstrafen zu zahlen. Die MEK hat natürlich ihre Frustration darüber zum Ausdruck gebracht, dass solche rechtlichen Anfechtungen immer noch nötig waren, nachdem die Organisation so viele Jahre lang Alarm geschlagen hat wegen der wahren Ursprünge vertrauter Sprachregelungen in Bezug auf ihren „kultartigen“ Status und den Mangel an Unterstützung in der Bevölkerung innerhalb des Iran.

Die Falschheit solcher Sprachregelungen wurde einem besonders großen Publikum bloßgestellt beginnend mit den letzten Tagen von 2017, als der Iran ganz plötzlich von einem landesweiten Aufstand erschüttert wurde, den Autoritäten des Regimes widerwillig der MEK zuschrieben. Zeichen öffentlicher Unterstützung für die MEK häuften sich weiterhin, nachdem Maryam Rajavi eine Erklärung abgab, die Aktivisten aufrief, aus dem Jahr 2018 ein „Jahr voller Aufstände“ zu machen. Die Antwort auf diesen Appell verhalf anscheinend dazu, das Zurückschlagen des Regimes anzuheizen, was in dem Versuch des Bombenanschlags gegen die Kundgebung Freier Iran von 2018 kulminierte, die von der die MEK umfassenden Koalition organisiert worden war, nämlich dem Nationalen Widerstandsrat Iran.

Wachstum und Funktion der iranischen terroristischen nachrichtendienstlichen Netze sollten europäische und amerikanische Politiker aufhorchen lassen und zu der Einsicht bringen, dass sie viel mehr entschiedene Maßnahmen ergreifen sollten, um diese Netze aufzulösen und ihren Operationen entgegenzuwirken.

Die fraglichen Maßnahmen sollten die Schließung von Botschaften wie diejenige, aus der heraus Assadi tätig war, einschließen oder sie sollten die Ausweisung eines jeden beinhalten, der der Kollaboration mit dem iranischen Nachrichtendienst überführt wird. Aber wie auch immer die Einzelheiten sein mögen, das Ergebnis muss die Schaffung von Medienstandards einschließen, die weit weniger gutgläubig in Bezug auf Behauptungen sind, die den Iranischen Widerstand verunglimpfen. Und dies wiederum sollte zu einer Neuorientierung der westlichen Politik führen zugunsten einer Unterstützung dieses Widerstands.

 

Iran: 10 Hinrichtungen in fünf Tagen

Aufruf zum Retten der zum Tode verurteilten Gefangenen, einer Debatte über Menschenrechte im UN Sicherheitsrat und die Anführer des Regimes zur Rechenschaft zu ziehen

Am Morgen des 17. Februar 2021 hängte das klerikale Regime sieben Gefangene im Gohardasht Gefängnis in Karaj. Zu den Gefangenen zählte auch Zahra Esmaili (42), eine Mutter von zwei Kindern, die zuvor aus dem Qarchak Gefängnis nach Gohardasht verlegt wurde.
Das Regime ließ am Montag auch zwei Beluchen im Zentralgefängnis von Birjand hängen. Ein weiterer Gefangener wurde am 13. Februar 2021 im Meshkinshahr Gefängnis hingerichtet. Damit wurden in verschiedenen Städten des Landes 10 Gefangene hingerichtet.
Inmitten schwerer Probleme auf internationaler und inländischer Ebene hat das Regime seine Folterungen und Hinrichtungen erhöht, weil es sie als einzige Lösung sieht. Die Wut im Volk und seine Proteste steigen und das Regime würde ohne Unterdrückung und Hinrichtungen nicht einen Tag überleben.
Der iranische Widerstand fordert erneut den UN Generalsekretär, den UN Hochkommissar für Menschenrechte, den UN Sicherheitsrat und die Menschenrechtsorganisationen auf, dringende Aktionen zu beginnen, um das Leben der zum Tode verurteilten Gefangenen zu retten und eine internationale Delegation zu entsenden, welche die iranischen Gefängnisse und die Gefangenen besucht, vor allem diejenigen, die zum Tode verurteilt sind. Die systematischen und schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran müssen im UN Sicherheitsrat debattiert werden und die Anführer des iranischen Regimes müssen für vier Jahrzehnte der Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Rechenschaft gezogen werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
18. Februar 2021

217.600 Menschen in 480 Städten im Iran am Coronavirus gestorben


• Alireza Zali, Leiter der Nationalen Taskforce zur Bekämpfung des Coronavirus (NCCT) in Teheran: Die Situation in Teheran ist kritisch und die Zahl der Todesfälle wird sich in den nächsten zwei oder vier Wochen ändern. Die Zahl der ambulanten Patienten ist im Vergleich vor vier Wochen um 23% gestiegen und um 4,9% im Vergleich zu gestern (Nachrichtenagentur Mehr, 18. Februar 2021)
• Gouverneur von Teheran: Die Covid-19 Situation in der Provinz ist sehr fragil. Aufgrund des Anstieges von ambulanten Patienten und der Patienten auf den Intensivstationen durch die britische Variante des Virus, sind wir gezwungen, spezielle Maßnahmen in der Provinz Teheran zu beginnen (Nachrichtenagentur Tasnim, 18. Februar 2021).
• Gesundheitszentrum von Khuzestan: Verglichen mit der letzten Woche ist die Zahl der ambulanten Patienten in der Provinz um 75% gestiegen, der Krankenhausaufenthalte um 65% und die Todesrate um 52% (Staatliches Fernsehen, 17. Februar 2021).
• Izeh Märtyrer Krankenhaus: Die Zahl der Patienten in den Intensivstationen ist seit letztem Mittwoch um 100% gestiegen (Nachrichtenagentur IRNA, 17. Februar 2021)
• Gouverneur von Zanjan: Jeder mit einem positiven PCR Test kann davon ausgehen, dass er mit der britischen Covid-19 Variante infiziert ist und muss in Quarantäne gehen (Nachrichtenagentur ISNA, 18. Februar 2021).

Die Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) gaben am 18. Februar bekannt, dass in 480 Städten im Iran 217.600 Menschen am Coronavirus gestorben sind. Es gab folgende Opferzahlen: Teheran 52,026, Isfahan 13,975, Khuzestan 10,995, Mazandaran 9,152, Lorestan 8,953, Qom 8,270, West Aserbaidschan 8,078, Gilan 7,776, Golestan 5,655, Hamedan 5,143, Zentralprovinz 4,363, Yazd 4,012, Ardabil 2,707, Ilam 2,246, Zanjan 2,360 und Süd Khorasan 2,091

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
18. Februar 2021

Europa – Iran Business Konferenz bestätigt Iran’s Straffreiheit und setzt die EU unter ein Sicherheitsrisiko


Im letzten Monat unterzeichneten Duzende Politiker aus Europa eine Erklärung an den Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, in denen sie „jegliche Politik der Beschwichtigung und der Konzessionen gegen das iranische Regime“ verurteilten und „ernsthafte und effektive Maßnahmen“ als Alternative forderten. Die Erklärung ruft vor allem dazu auf, die Handelsbeziehungen der EU mit dem iranischen Regime zu überdenken und sie von Aktionen des Regimes abhängig zu machen, welche seine Menschenrechte verbessern und die Förderung von Terrorismus im Ausland beenden.

Die Erklärung verweist auf den steigenden Trend der politischen Unterdrückung im Iran und auf einen terroristischen Prozess, der in einem belgischen Gericht stattfand. Dort ging es um die Verurteilung des iranischen Diplomaten Assadollah Assadi. Eine Woche nach der Erklärung wurde der frühere dritte Botschaftsrat der iranischen Botschaft in Wien für schuldig befunden und zu 20 Jahren Haft verurteilt. Seine drei Komplizen erhielten Haftstrafen von 15 bis 18 Jahren. Der Prozess bestätigte, dass es eine Bedrohung durch den iranischen Staatsterrorismus gibt und dass dieser immer noch existiert. Und somit bleibt auch dieser Punkt aus der Erklärung von PACE offen.

Diese Erklärung war nicht die Einzige dieser Art. Zuvor hatte das Internationale Komitee auf der Suche nach Gerechtigkeit einen Brief an führende EU Vertreter geschickt, unter anderem auch an den EU Außenbeauftragen Josep Borrell. Die Erklärung wurde von mehr als 20 früheren Regierungsvertretern aus mehr als einem Duzenden Staaten in Europa unterzeichnet. Die Erklärung fokussiert weniger auf die wirtschaftlichen Beziehungen, doch im Grunde stellt sie die gleichen Forderungen im Hinblick auf Konzessionen gegenüber dem Iran und fordert die Regierungen in Europa auf, ihre diplomatischen Beziehungen mit dem Iran herunter zu fahren.

Beide Erklärungen zielen direkt auf den Außenminister des iranischen Regimes, Javad Zarif, ab und betonen dabei seine Rolle als höchster Diplomat der Nation, welche es unmöglich macht, dass er nichts von den Aktionen und den Planungen von Assadi wusste. Zu diesen Aktionen gehört auch, dass der Sprengstoff der Bombe von Assadi an zwei Söldner übergeben wurde, welche die Bombe auf der Veranstaltung der Exiliraner im Juni 2018 zünden sollten, die vom Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI) veranstaltet wurde. Assadi sagte dabei den Komplizen, dass sie die Bombe so nahe wie möglich an die gewählte Präsidentin des NWRI, Maryam Rajavi, bringen sollen. Neben Frau Rajavi saßen an diesem Tag viele politische Würdenträger aus dem Westen im VIP Bereich und dort hielten sie Reden vor rund 100.000 Zuhörern.

Die Ankläger im Fall Assadi ließen keinen Zweifel daran aufkommen, dass der Organisator dieses Anschlages auf Grundlage von Anweisungen agierte, die er von oberster Stelle im Regime erhalten hatte. Der NWRI hat detailliert aufgezeigt, dass diese Anweisungen vom Obersten Nationalen Sicherheitsrat im Iran kamen, in dem sowohl der Präsident als auch der oberste Führer ein wichtiges Wort haben.

Der iranische terroristische Diplomat Assadollah Assadi, Leiter eines großen Spionage & Terrornetzwerks in der EU

Der Fall Assadi machte auch deutlich, wie groß die Gefahr immer noch ist, wenn diese politischen Instanzen wieder ihre Schläferzellen in Europa aktivieren, so wie es im Fall des versuchten Anschlages auf den NWRI war. Assadi’s Helfer hatten die belgische und iranische Staatsbürgerschaft und lebten viele Jahre in Europa, ohne sich etwas zu Schulden kommen zu lassen. Die Analyse der Dokumente, die zu seiner Verhaftung führten, zeigen, dass er in mindestens 11 Ländern solche Personen besucht hatte und dass er einigen von ihnen Geld für unbekannte Dienste gab.

Die Verhaftung und Verurteilung von Assadi mag die Arbeit dieses Netzwerkes kurzzeitig gestoppt haben, doch es bleibt bestehen und vielleicht ist es auch nur der Teil von einem größeren Projekt des Regimes in der Zukunft. Daher ist die Erklärung des Internationalen Komitees auf der Suche nach Gerechtigkeit wichtig, in der es heißt, dass „die Aktivitäten der iranischen Botschaften, seiner religiösen und kulturellen Zentren eingeschränkt werden müssen“. Europa muss diejenigen zur Verantwortung ziehen, die in der höheren Befehlskette dieses Kommandos waren, welches versucht hatte, in 2018 einen Bombenanschlag zu verüben.

Zarif gehört zu dieser höheren Befehlskette und er ist das am besten erreichbare Ziel für eine Bestrafung der führenden iranischen Vertreter. Dass auch er verhaftet und verfolgt werden könnte und für eine lange Zeit hinter Gittern kommt, würde deutlich machen, dass er keinen Status der Straffreiheit mehr hat, so wie es die Rouhani Regierung in der Vergangenheit hatte und als so viele Politiker im Westen optimistisch waren, dass es vielleicht eine Normalisierung der Beziehungen mit dem iranischen Regime geben könnte.
Der Terroranschlag von 2018 sollte jedem dieser Politiker deutlich gemacht haben, dass dieser Traum der Normalisierung ein leerer Traum ist und dass ein Hoffieren der iranischen Diplomaten am Verhandlungstisch nur eine steigende Gefahr der europäischen Sicherheitsinteressen bedeutet. Leider bleibt immer noch ein großer Teil resistent gegenüber dieser Lektion und viele Politiker in Europa proklamieren öffentlich, weiterhin unbeschränkte Handelsbeziehungen und diplomatische Beziehungen mit dem Iran zu tätigen.


Dieses Klammern am Status Quo ist vor allem deshalb besorgniserregend, weil es unter den höchsten Kreisen der politischen Führung in Europa populär ist. Josep Borrell, der EU Außenbeauftragte, nimmt zum Beispiel persönlich an der Seite von Javad Zarif Anfang März am Europa – Iran Business Forum teil, dass bereits im Dezember stattfinden sollte, dann aber abgesagt wurde, weil ein Dissident des iranischen Regimes hingerichtet worden war.
Kurz vor der Konferenz sickerte damals die Nachricht durch, dass die iranischen Machthaben einen Journalisten aus Frankreich, der im Irak tätig war und dann in den Iran entführt wurde, hingerichtet worden ist. Ruhollah Zam war bereits ein größeres internationales Problem, als er zum Tode verurteilt worden war, doch all die Aufrufe in der Welt brachten das Regime nicht dazu, das Todesurteil zurück zu ziehen oder es nicht zu vollstrecken.

Borrell und andere Vertreter der EU in der Außenpolitik sollten erkannt haben, dass diese Missachtung des internationalen Drucks gezeigt hat, dass der Iran diesen nur zur Kenntnis nehmen wird, wenn er mit harten Konsequenzen und längeren Auswirkungen verbunden ist. Sie sollten auch verstanden haben, dass die Hinrichtung von Zam zeigte, dass das Regime auch hier von Straffreiheit ausgeht, wenn es westliche Bürger attackiert oder hofft, einen Schlag gegen den NWRI auszuüben.

Wenn Borrell und seine Kollegen daran festhalten, am Europa – Iran Business Forum zu sprechen, dann drehen sie den Prinzipien den Rücken zu, welche dafür sorgten, dass die Konferenz damals abgesagt wurde. Doch noch viel schlimmer ist, dass sie damit ihre eigene Region weiter unter ein Risiko setzen.

 

Entlarvende Einzelheiten von einer Verteufelungskampagne, der Spionage und den Terroranschlägen, die vom Irans Geheimdienst und dessen Botschaft in Albanien betrieben werden

Der Nationale Widerstandsrat des Iran – Ausschuß für Sicherheit und die Bekämpfung des Terrorismus

Der Ausschuß für Sicherheit und zur Bekämpfung des Terrorismus des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI) veröffentlicht den aufklärenden Brief eines ehemaligen Agenten des iranischen Mini-steriums für Nachrichten und Sicherheit (MOIS), der in Albanien lebt, an den Generalsekretär der Vereinten Nationen. Kopien dieses Briefes wurden an die Hochkommissare der Vereinten Nationen für die Menschenrechte und die Flüchtlinge gesandt, ferner an den Generalsekretär von Amnesty International, die Internationale Föderation für die Menschenrechte, die Gruppe „Freunde eines freien Iran“ im Europäischen Parlament sowie den Innenminister und den Generaldirektor der Staatspolizei in Albanien und den Ausschuß für Sicherheit und zur Bekämpfung des Terrorismus des NWRI.

Der Brief enthüllt und dokumentiert Details einer neuen, schockierenden Verteufelungskampagne sowie von der Spionage und dem Terrorismus, die sich gegen die Organisation der Volksmoja-hedin des Iran (PMOI/MEK) richten. Der Autor betont die Bereit-schaft, seine Enthüllungen vor jeglichem Gericht und jeglicher unparteiischen Behörde zu bezeugen und mit zahlreichen Dokumenten zu belegen.

Er schreibt: „Mein Name ist Hadi Sani-Khani; ich bin 41 Jahre alt. Im Jahre 2003 begab ich mich vom Iran in die Türkei; darnach ging ich in den Irak und schloß mich der Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) in Camp Ashraf an; in der Folgezeit wurde ich nach Camp Liberty – in Albanien – umgesiedelt. Im September 2016 förderte die PMOI meine Umsiedlung nach Albanien. Nach zwei Monaten – im November 2016 – entschloß ich mich, da ich den Kampf nicht fortsetzen konnte, die Reihen der PMOI zu verlassen und begab mich zu dem Flüchtlingsamt der UNO in Tirana. Zwei Wochen später suchte ich die iranische Botschaft in Tirana auf. Vier Jahre lang verblieb ich in der Falle, die mir das Ministerium für Nachrichten und Sicherheit (MOIS) des iranischen Regimes und seine iranische Botschaft in Albanien gestellt hatten. Während dieser Zeit begann ich eine Zusammenarbeit mit offiziellen Agenten des MOIS in der Botschaft in Albanien, z. B. Fereidoun Zandi Ali-Abadi und berüchtigten Agenten des MOIS wie Ebrahim und Massoud Khodabandeh, Gholamreza Shekari, Ehsan Bidi und – später – Hassan Heyrani. Sie setzten mich zur Verteufelung, Spionage, Sammlung von Nachrichten und Erkundungsoperationen zum Zwecke gegen die PMOI gerichteter Terror-Operationen ein.“

Ferner heißt es in dem Brief: „Zandi bestand darauf, daß ich Informationen über die Umstände von Frau (Maryam) Rajavi und ranghohen Mitarbeiter der PMOI sammelte. Er interessierte sich besonders dafür, wo sie sich aufhielten und über wie viele Leibwachen sie verfügten. Zwei weitere Agenten, Manouchehr Abdi und Sa‘adollah Seifi halfen mir dabei. … Im März 2016 wurde ich mit der Leitung eines Netzwerks von Agenten beauftragt. Dessen Hauptaufgabe bestand in der Abfassung von gegen die PMOI gerichteten Artikeln. Die Brüder Khodabandeh und Zandi bestimmten die Themen und stellten für diese Artikel Material zur Verfügung.
… Diese Agenten mußten mindestens ein Konto bei Facebook und eines auf Instagram führen; sie mußten jeden Monat 12 gegen die Mojahedin gerichtete Artikel schreiben und kontinuierlich Topoi und Material weitergeben, das von der Botschaft bzw. dem Geheim-dienstministerium bestätigt worden war.“

Außerdem stellt der Brief Informationen zur Verfügung, die Art und Umfang der Entlohnung dieses Agenten und den Einsatz seines Materials auf Kanälen von You Tube, z. B. „Mardom TV“, betrafen. Der Brief enthüllt den Einsatz von Journalisten (durch das MOIS), z. B. im Jahre 2018 einem Reporter der Wochenzeitschrift DER SPIEGEL – zur Produktion von gegen die PMOI gerichteten Geschichten – sowie an lokale Agenten, darunter Olsi Jazexhi (der als Journalist posierte, welcher in Malaysia studiert hätte) und Gjergij Thanasi (der oft in den Iran reiste), gerichteten Direktiven – zur Verifikation der Erklärungen, die in diesen Dingen vom iranischen Widerstand herausgegeben worden waren.

Angesichts der Bedeutung der in diesem Brief mitgeteilten Informationen – besonders nachdem ein belgisches Gericht den modus operandi des MOIS in Europa enthüllt hat – bittet der Ausschuß für Sicherheit und zur Bekämpfung des Terrorismus alle iranischen Landsleute um sorgfältige Lektüre.

Die Schließung der Botschaften der Mullahs in Albanien und anderen europäischen Ländern sowie die Verfolgung und Ausweisung der Agenten des MOIS, des IRGC und der Quds-Truppe sind, wenn es sich darum handelt, dem vom iranischen Regime begangenen Terrorismus und seiner Spionage entgegenzutreten und das MOIS an der Benutzung diplomatischer Vertretungen und ihrer Kapazitäten zu hindern, unverzichtbar.

Der Nationale Widerstandsrat des Iran(NWRI)
Ausschuß für Sicherheit und zur Bekämpfung des Terrorismus

Anstatt Geschäfte mit dem Iran zu machen, sollte Europa seine Führung bestrafen


Von Alejo Vidal Quadras

Am 1. März treffen sich Diplomaten und Geschäftsleute virtuell mit iranischen Vertretern in einer drei Tage andauernden Konferenz, um dort über zukünftige wirtschaftliche Möglichkeiten und Handelsbeziehungen zwischen beiden Regionen zu sprechen. Diese Veranstaltung war bereits im Dezember angesetzt worden, wurde dann aber von den Organisatoren in Europa im letzten Moment abgesagt, nachdem die Welt über die Hinrichtung des oppositionellen Journalisten Ruhollah Zam entsetzt war.

Nun soll also diese Konferenz erneut mit dem gleichen Titel und den gleichen Protagonisten stattfinden. Zu ihnen gehört auch der EU Außenbeauftrage Josep Borrell und der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif. Zarif wird als einer der Hauptredner sicher die Augenbrauen einiger Kritiker des Regimes in Höhe schnellen lassen, denn dann wird der Top – Diplomat des Regimes für seinen destruktiven Einfluss in globale Angelegenheiten legitimiert werden und einen warmen Willkommensgruß von seinen Gesprächspartnern im Westen erhalten.

Zahlreiche Kritiker von Zarif setzten ihre Namen unter eine Erklärung, die von der EU fordert, seine Iran – Politik und insbesondere das Verhältnis zu Zarif zu überdenken. Obwohl das Europa – Iran Business Forum nun mit dem Fall Zam und dem Muster der Menschenrechtsverletzungen im Iran verbunden ist, stellt die Erklärung noch eine andere Sache in Frage: Den seit langer Zeit praktizierten Terrorismus des Iran als Form einer Staatskunst.

Vor der Bekanntgabe des neuen Termins des Forums wurde dieser Terrorismus wieder sichtbarer als es sonst in der internationalen Gemeinschaft üblich ist. Anfang des Monats wurde ein hochrangiger iranischer Diplomat zusammen mit drei Komplizen wegen eines versuchten Bombenanschlages auf eine Veranstaltung von Exiliranern mit Hunderten prominenten internationalen Persönlichkeiten verurteilt, die außerhalb von Paris im Sommer 2018 an der Veranstaltung teil nahmen. Der Hauptverantwortliche dieses Anschlages, Assadollah Assadi, wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt, doch der Fall blieb insoweit ungelöst, als dass deutlich wurde, dass er auch der Leiter eines weit größeren Netzwerkes von Agenten in Europa war, als nur diejenigen zu leiten, die direkt an dem geplanten Anschlag beteiligt waren.

Ein iranischer Diplomat wird von einem belgischen Gericht zu 20 Jahren Haft verurteilt – Februar 2021

Auf Basis dieser Enthüllung schrieb das Internationale Komitee auf der Suche nach Gerechtigkeit (ISJ) einen Brief an Josep Borrell und andere Anführer der EU und schlug ihnen vor, „die Aktivitäten der iranischen Botschaften sowie seiner religiösen und kulturellen Zentren zu beschränken und die diplomatischen Beziehungen mit dem Iran herunter zu fahren“, so lange der Iran sein terroristisches Netzwerk nicht offenlegt und Garantien gibt, dass es niemals wieder einen Terroranschlag auf europäischem Boden verüben wird.

Im Kontext dieses Herunterfahrens sagt die Erklärung der Organisation auch, dass Außenminister Zarif persönlich für diesen Terroranschlag zur Rechenschaft gezogen werden muss. Seine Rolle als leitender Diplomat der Nation macht es quasi unmöglich, dass der nichts von den Aktionen seines Untergebenen gewusst hat. Auch die Anwälte in dem Prozess von Assadi brachten diesen Punkt auf die Tagesordnung und es gab klare Beweise dafür, dass der Angeklagte nicht auf eigene Faust handelte, sondern explizite Anweisungen von oberster Stelle im Regime erhalten hatte.


Der Nationale Widerstandsrat Iran, der die Veranstaltung organisierte und auf den der Anschlag verübt werden sollte, wurde hier noch spezifischer. Er berichtete, dass die Anweisung zu dem Anschlag im iranischen Obersten Nationaler Sicherheitsrat getroffen worden sein muss. Dieser Rat bekommt seinen Input sowohl vom obersten Führer Ali Khamenei als auch vom Präsidenten Hassan Rouhani.

Rouhani und Zarif gelten allgemein als die beiden höchsten Vertreter der sogenannten Fraktion der Moderaten in der iranischen Politik. Doch dies wurde immer und immer wieder von echten Kritikern des Regimes ad absurdum geführt und so haben Politiker im Westen es immer schwerer, sie noch zu verteidigen. Alleine der Gedanke, dass Rouhani und Zarif an einem Terroranschlag in Europa beteiligt waren, ist der letzte Nagel im Sarg für das Narrativ der Moderaten, vor allem auch in der Hinsicht, welche öffentlichen Erklärungen beide vor der Verurteilung von Assadi abgaben.

Die Erklärung des Internationalen Komitees auf der Suche nach Gerechtigkeit wurde von mehr als 20 früheren Regierungsvertretern aus mehr als einem Duzend Ländern unterzeichnet. Weitere Duzend Unterzeichner gab es bei der Parlamentarischen Versammlung im Europarat und dem Leiter der ALDE Gruppe der Parlamentarischen Versammlung, Rik Daems. Auch hier hieß es, dass „Europa Javad Zarif für seinen diplomatischen terroristischen Akt zur Rechenschaft ziehen muss“. Sie alle lehnen die moderaten Attitüden ab und beide Erklärungen fordern eine eindeutige und klare Umkehr der Politik in Europa gegenüber dem Iran, zu denen auch eine massive Beschneidung der diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen gehört.

he organizers of the Europe-Iran Business Forum have clearly chosen exactly the opposite path, and if Josep Borell participates in the Forum, he will be sending a message that Europe is open for business from the Iranian regime no matter what that regime’s business entails. He and the EU will be turning a blind eye to the politically motivated execution that caused the event to be cancelled in the first place, and they will disregard all the other malign activities that have been placed in the spotlight since then. Dishonorable behavior is a shame, but if to this you add absolute lack of strategic vision, then you combine lack of principles with lack of intelligence, which do not seem the most appropriate qualities to lead EU vital foreign interests.

Die Organisatoren des Europa – Iran Business Forum gehen hingegen eindeutig den entgegengesetzten Weg. Und da Josep Borrell an dem Forum teilnimmt, sendet er die Nachricht, dass Europa weiterhin offen für Geschäfte mit dem iranischen Regime ist, egal was die Geschäfte mit dem Regime bedeuten. Er und die EU schauen weiter mit einem blinden Auge auf die politisch motivierten Hinrichtungen, welche einst für die Absage dieser Konferenz sorgten und auch die anderen destruktiven Aktivitäten des Regimes spielen keine Rolle. Es ist ein beschämendes und ehrenloses Verhalten und es fehlt jegliche strategische Vision. Es fehlen auch die Prinzipien von Intelligenz und das sollten nicht die Qualitäten sein, welche die außenpolitischen Interessen der EU leiten.

Dr. Alejo Vidal-Quadras, ein Professor für Atom – und Nuklearphysik, war von 1999 – 2014 Präsident des EU Parlamentes. Er ist der Präsident des Internationalen Komitees auf der Suche nach Gerechtigkeit (ISJ)

Dr. Alejo Vidal-Quadras

Landesweite Proteste der Rentner im Iran könnten Auftakt zu Aufstand sein


Rentner und Pensionäre protestieren in mindestens 18 Städten im Iran – 14. Februar 2021

Am Sonntag gab es in Duzenden Städten des Iran Proteste aus allen Bereichen des Lebens, die vom Regime ausgeplündert wurden. Diese Proteste zeigen, dass die Gesellschaft zum Widerstand und einem unvermeidlichen Aufstand bereit ist.

Die verarmten Rentner und Pensionäre protestierten in mindestens 18 Städten im Iran, darunter in Teheran, Karaj, Nishapur, Shiraz, Ahvaz, Ilam, Khorramabad, Yazd, Isfahan, Arak und anderen Städten. Sie riefen dabei „Genug der Unterdrückung, unsere Tische sind leer“, „Die Antwort auf die hohe Inflation ist Rouhani (Präsident des Regimes)“, „Wir werden nicht aufhören, bis wir unsere Rechte haben“, „Nur auf der Straße bekommen wir unsere Rechte“ und „Die Armutsgrenze liegt bei 12 Millionen Tomans und wir bekommen 3 Millionen Tomans“.

Der Ruf „Unser Feind (das Regime) ist hier, sie lügen, wenn sie sagen, es ist Amerika“ zeigt, dass die Pensionäre ebenfalls die Propaganda des Regimes und seiner Apologeten ablehnen, welche die Sanktionen für die iranischen Wirtschaftsprobleme verantwortlich machen. Dieser Slogan wurde auch von den Menschen gerufen, die an dem Aufstand im November 2019 teilnahmen.

Vor dem Parlament des Regimes protestierten nicht nur die Pensionäre aus Teheran. Mit ihnen protestierte eine Gruppe von Menschen, die ihre Ersparnisse an der Börse durch die Wirtschaftskrise verloren hat, sowie eine Gruppe von verarmten Lehrern.

Die Rentner trafen sich zum vierten Mal im ganzen Iran, um ihre Forderungen kund zu tun. Der Preis der nationalen Währung, der Rial, hat in den letzten Jahren mehr als 80% seines Wertes verloren und die Pensionen sind im gleichen Zeitraum kaum angestiegen. Das Regime hat die Renten nicht an die Inflation und den Wechselkurs angepasst. Daher leben nun viele Rentner unterhalb der Armutsgrenze.

Das Regime konnte die Proteste der Rentner nicht unterdrücken, obwohl diese öffentlich kund taten, dass sie am Sonntag eine Demonstration planen. Die fortgesetzten Proteste im Iran zeigen einen dramatischen Wandel des Konfliktes des Volkes mit dem Regime in den letzten 40 Jahren.

Das Abhalten erfolgreicher und vorher angekündigter landesweiter Proteste zeigt, dass es eine neue Balance der Macht gibt Die Menschen sind „am Ende ihres Weges angekommen“, sagte am 31. Januar Mohsen Esmaili, ein Mitglied im Parlament des Regimes. Die unterdrückenden Maßnahmen werden nur in noch mehr Protesten enden, welche dann das Ausmaß der großen Proteste vom November 2019 erreichen werden.

Obwohl das Regime den Aufstand vom November unterdrücken konnte, indem es über 1500 Demonstranten ermordete, haben dieses Proteste dafür gesorgt, dass sie einen Alptraum für das Regime darstellen, der immer noch in ihren Köpfen ist. In wenigen Stunden brachen nach einer Erhöhung der Benzinpreise Proteste im ganzen Iran aus und die Menschen griffen dabei Zentren der Unterdrückung und der Ausplünderung des Regimes an.

Die Menschen riefen damals „Tod dem Diktator“, „Nieder mit dem obersten Führer“ und machten damit ihren Wunsch eines Regimewandels deutlich.

 

Iran – Proteste: Landesweiter Aufstand im Iran – November 2019

Das Regime konnte wegen seiner inhumanen Coronavirus – Politik bisher einen weiteren Aufstand vermeiden. Durch systematische Inaktivität und Vertuschung konnte es die Covid-19 Krise nutzen, um Massenopfer im Volk zu produzieren und so eine Barriere gegen einen weiteren Aufstand schaffen.

Doch die Coronavirus – Krise hat auch den Hass des Volkes gegenüber dem Regime erhöht. Selbst die staatliche Zeitung Arman schreibt am 26. Dezember, dass das Regime „eine ungewisse Zukunft in der Zeit nach der Coronavirus – Krise haben wird“.

Die steigende Inflation und die Rate der Armut, die durch das Missmanagement des Regimes verursacht wurde, hat den Widerstand der Gesellschaft in den letzten zwei Jahren steigen lassen. Viele Medien und Vertreter des Regimes haben verstanden, dass sie Teil der iranischen Wirtschaftskrise sind und sie warnen vor einem neuen kommenden Aufstand.


„Das aktuelle (persische) Jahr 1399 zeigt, dass viele Untersuchungen davon ausgehen, dass die Armutsgrenze in Teheran nun bei 10 Millionen Tomans liegt, weil die Preise steigen und daher hat sich die Kaufkraft der Menschen verringert. Viele können nicht mehr ihre notwendigen Dinge kaufen“, schrieb am Sonntag die staatliche Mardom Salarie.

Die staatlichen Medien geben auch zu, dass das Volk nicht mehr länger der Propaganda des Regimes vertraut und dass es nicht mehr die internationalen Sanktionen als einziges Problem des Volkes ausmacht. „Selbst wenn die ganze Welt unser (das Regime) Verbündeter würde, selbst wenn alle Sanktionen aufgehoben würden und wir unser Öl wieder so exportieren können, wie wir wollen, dann würden die Probleme und Herausforderungen (für das Regime) weiter bestehen“, schrieb am Sonntag die staatlich Jahan-e Sanat. Sie unterstrich auch, dass die Wurzel der aktuellen Krise die systematische Korruption und „Strategien“ sind, welche die Schwere der iranischen Wirtschaftsprobleme verdoppelt haben.

Die steigende wirtschaftliche und soziale Krise wird in einem Aufstand enden, der weit größer wird, als derjenige im November 2019.

Die Zeitung Mardom Salarie warnte am Sonntag:“ Wenn die wirtschaftlichen Bedingungen sich nicht ändern, sondern noch ansteigen, dann werden wir eine Unruhe in der Gesellschaft erleben, die nicht mehr angenehm sein wird. Dieses Problem wird in den Kern gehen und es wird den Kern der Gesellschaft schädigen und dann wird es Unruhe und Chaos in allen sozialen Klassen geben.“

Ein weiterer Aufstand ist unvermeidbar, weil das iranische Volk weis, dass das Regime die Wurzel aller Probleme ist. Die Oppositionsanführerin Maryam Rajavi sagte dazu am Sonntag: „So lange das klerikale Regime an der Macht ist, so lange werden Armut, Inflation, Arbeitslosigkeit und Veruntreuung weiter gehen.“

Der Westen und die Erpressung des iranischen Regimes mit Kernwaffen


Iran: Atomanlagen

Das iranische Regime gab bekannt, das es weiter seine Verpflichtungen unter dem Atomdeal von 2015 mit den Weltmächten brechen wird. Seine provokativen Schritte sind Teil der Erpressungskampagne des iranischen Regimes mit Kernwaffen.

Laut Reuters sagte das Regime am Montag:“ Wir werden die Inspektionen der UN Inspektoren ab nächster Woche blockieren, wenn die anderen Vertragsparteien des Atomabkommens von 2015 sich nicht an ihre Verpflichtungen halten.“

2015 unterzeichneten die Weltmächte den Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) mit dem iranischen Regime, um irgendwie dieses am Bau von Kernwaffen zu hindern.

Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), erklärte im Juli 2015: „Wäre die P5+1 entschlossener gewesen, dann hätte das Regime keine andere Wahl gehabt, als vollständig und dauerhaft von seinem Atomwaffenprojekt zurückzutreten. Es hätte alle Möglichkeiten zur Urananreicherung abbauen und seine Projekte zum Bau von Kernwaffen einstellen müssen.“

Doch weil dies nicht geschah, hatte das JCPOA mehrere Schlupflöcher, welche das Regime nutze, um geheim sein Atomwaffenprogramm fortzusetzen.

Der NWRI, der zuerst das geheime Atomwaffenprogramm des Regimes enthüllte, enthüllte auch 2015, dass das Regime trotz der formalen Unterzeichnung des JCPOA niemals seine Verpflichtungen aus dem Vertrag erfüllen wird. Im April 2017 veröffentlichte die Vertretung des NWRI in den USA die Fortsetzung der atomaren Aktivitäten des Regimes in einem Zentrum, dass als Forschungsakademie im Parchim Komplex – südöstlich von Teheran – getarnt war.

 

NWRI enthüllt: Neues iranisches Zentrum setzt atomare Aktivitäten fort – 16. Oktober 2020

Maryam Rajavi sagte am 19. Juni, dass das Mullahregime „Das Projekt zum Bau von Kernwaffen nie beendet hat und seine Täuschungen und Vertuschungen fortsetzte. Das Regime nutzt all seine Anlagen und die Konzessionen, die ihnen der Atomdeal gibt, um Terrorismus, Kriegstreiberei und Unterdrückung im Iran voran zu treiben.“

In einem Interview am 5. April mit der Fars Nachrichtenagentur sagte Ali Akbar Salehi, der Leiter der Atomenergiebehörde des Regimes: „Die atomaren Aktivitäten, wie Forschung und Entwicklung eines atomaren Treibstoffkreises, die Umwandlung von Uran und seine Anreicherung (Produktion und Lagerung) gehen ohne Restriktionen weiter. Unsere Bestände an angereichertem Uran sind nun so hoch wie vor dem JCPOA. Die Lagerung von Schwerwasser erfolgt in dem Reaktor von Arak ebenfalls ohne Restriktionen (mit neuem Design) und nutzt dabei auch die Technik von ausländischen Partnern sowie seine Ausrüstung.“

2018 zogen sich die USA aus dem JCPOA zurück und zitierten dabei die destruktiven Aktivitäten des Regimes und dass der Deal nicht diese Aktivitäten berücksichtigt hat, zu denen Terrorismus und Kriegstreiberei in der Region zählt.

Nachdem internationale Sanktionen das Regime an den Rand des Kollaps brachten, begann es eine Erpressungskampagne, in der es schrittweise seine Verpflichtungen unter dem JCPOA beendete. Anstatt darauf entschlossen zu reagieren, eilten die Mächte in Europa dem iranischen Regime zu Hilfe. Diese schwache Reaktion ist Teil der Beschwichtigungspolitik Europas gegenüber dem Regime. Diese hat es ermutigt, weiter mit seiner Erpressungskampagne fortzuführen.


Das Regime hat seine provokativen Maßnahmen dann noch einmal erhöht, nachdem die neue US Administration an die Macht kam. Es hofft, dass die Biden Administration wieder in den Deal zurück kehrt und so dem Regime hilft.

Das Regime und seine Lobbyisten versuchen nun, die internationale Gemeinschaft dazu zu drängen, dem Regime Angebote zu machen und weiterhin mit einem blinden Auge auf das Rennen des Regimes in Richtung einer Atombombe zu schauen.

Der Westen sollte dem Regime nicht erlauben, mit seiner atomaren Erpressungskampagne fortzuführen. Er sollte klare Schritte unternehmen, damit der Terrorismus des Regimes und seine atomare Erpressung beendet werden.

 

Iran: Landesweite Proteste von Rentnern in mindestens 22 Städten


Chants included: “We will not rest until we get our rights,” “Only by taking it to the streets, we could gain our rights,” “Our salary is 30 million rials, while poverty line is at 120 million rials).”

Die Demonstranten rufen:“ Wir werden nicht ruhen, bis wir unsere Rechte bekommen“, „Nur wenn wir auf die Straßen gehen, werden wir unsere Rechte zurück erlangen“, „Unsere Rente beträgt 30 Millionen Rial, die Armutsgrenze liegt bei 120 Millionen Rial“.

Am 14. Februar 2021 gingen, trotz unterdrückender Maßnahmen des Regimes und leerer Versprechungen, zahlreiche Rentner der sozialen Sicherung in Teheran und 21 weiteren Städten im Iran auf die Straßen, um gegen Inflation, hohe Preiste und niedrige Renten zu protestieren. Sie riefen:“ Wir werden nicht ruhen, bis wir unsere Rechte bekommen“, „Nur wenn wir auf die Straßen gehen, werden wir unsere Rechte zurück erlangen“, „Wir sind müde von all der Ungerechtigkeit“, „Unser Land ist reich an Ressourcen, doch seine Rentner leiden“, „Die Versammlungen gehen weiter, bis wir unsere Ziele erreichen“ und „Unserer Feind ist hier, sie lügen, wenn sie sagen, es ist Amerika“.

Die Rentner in Teheran hielten den größten Protest in den letzten Monaten ab. Sie riefen:“ Genug der leeren Versprechungen, wir haben nichts zu essen“, „(Mohammad) Qalibaf (Sprecher des Parlamentes des Regimes) komm raus, Qalibaf, komm raus“.

Außer in Teheran trafen sich Rentner und Pensionäre der sozialen Sicherheit vor der Organisation der sozialen Sicherheit in Tabriz, Neyshabur, Arak, Ahvaz, Kermanshah, Yazd, Khorramabad, Isfahan, Ardabil, Shush, Ilam, Qazvin, Shiraz, Karaj, Mashhad, Sanandaj, Kerman, Bojnurd, Dezful, Zanjan und Hamedan, um für ihre Rechte zu protestieren. Auch in Ahvaz gingen Rentner auf die Straßen.

Am 3. Februar 2021 hatten bereits die Rentner und Pensionäre der sozialen Sicherheit einen Protest in 20 Städten im Iran abgehalten.

Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), grüßte die Rentner und betonte, dass sie ihren Willen zu weiteren Protesten mit dem Ruf: „Wir werden nicht ruhen, bis wir unsere Rechte erlangen“ und „Nur wenn wir auf die Straßen gehen, werden wir unsere Rechte erlangen“ gezeigt haben. Sie forderte die Jugendlichen des Landes auf, die Rentner in ihrer landesweiten Bewegung zu unterstützen und ergänzte:“ So lange dieses Regime an der Macht ist, so lange werden Armut, Inflation und Arbeitslosigkeit, sowie Korruption und Unterdrückung weiter fortgesetzt werden.“

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
15. Februar 2021

Das Europa-Iran-Wirtschaftsforum würde den Iran nur ermutigen, seine bösartigen Aktivitäten zu beschleunigen

Im Dezember hätte das Internationale Handelszentrum eine Gipfelkonferenz über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den europäischen Nationen und dem Iran halten sollen. Doch kurz vor dem Beginn dieser Veranstaltung exekutierte das Land einen oppositionellen Journalisten, den es aus dem Irak entführt hatte, wohin es ihn im Rahmen einer als Aufmacher einer Geschichte getarnten Operation gelockt hatte. Die internationale Empörung über den Mord führte dazu, daß eine Reihe der Europäer, die an besagter Konferenz hätten teilnehmen sollen, sich zurückzog, wonach die gesamte Veranstaltung um kurze Zeit verschoben wurde.

Gründliche Beobachter dieses Ereignisses hätten bemerkt, daß das Europäisch-Iranische Geschäftsforum niemals wirklich abgesagt wurde – und dies aufgrund einer Tatsache, die die implizite Botschaft, die Absage sei erfolgt, um die Tötung von Ruhollah Zam zu verurteilen, untergräbt. Natürlich bedienten sich die Organisatoren der Veranstaltung, während sie die Verschiebung begründeten, einer Sprache, mit der sie ihren Glauben an den Wert „wirtschaftlichen Austauschs“ zwischen dem Iran und seinen westlichen Gegnern bekräftigten. Diese ihre Position kam unlängst noch deutlicher heraus, als für den Beginn des Forums ein neuer Termin bekannt gegeben wurde.

Wenn es nun zwischen dem 1. und dem 3. März stattfindet, wird dabei offenkundig dieselbe Zusammensetzung von Teilnehmern zu sehen sein, wie sie im vorigen Jahr angekündigt worden war. Auch jetzt sind der Außenminister des iranischen Regimes, Javad Zarif, und der Leiter der Außenpolitik der Europäischen Union, Josep Borrell, als Hauptredner vorgesehen. Zu den weiteren Rednern gehören der Botschafter von mindestens einem der europäischen Länder, die sich nach der Hinrichtung Zams öffentlich zurück-gezogen hatten. Kaum etwas könnte klarer machen, daß in den Augen vieler führender Politiker das Problem des ursprünglich vorgesehenen Ereignisses nicht darin lag, einen Dialog mit der Macht zu eröffnen, die in der Welt die meisten Verstöße gegen die Menschenrechte begeht, sondern nur in der Nähe dieser Veranstaltung zu dem jüngsten Fall besagter Verstöße, der internationale Aufmerksamkeit erregt hatte.

Das neue, für die Gipfelkonferenz vorgesehene Datum entspricht der Annahme, daß bis dahin der Staub sich gelegt hat und mithin die Europäische Union ihr business as usual wieder aufnehmen kann – in der Hoffnung auf Zugang zu den iranischen Märkten und darauf, daß man eine Konfrontation mit dem theokratischen Regime des Iran vermeiden kann.

Diese Handlungsweise schlägt jenen Empfehlungen ins Gesicht, die von Dutzenden europäischer Abgeordneter und ehemaligen Regierungsbeamten in den Monaten nach der Hinrichtung Zams geäußert wurden. Eine Erklärung, die an Rik Daems, den Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, gerichtet wurde, insistierte darauf, daß „alle wirtschaftlichen Beziehungen zur Islamischen Republik des Iran von der Verbesserung der Menschenrechtslage in diesem Lande und dem Ende des vom Regime auf europäischem Boden betriebenen Terrorismus abhängig gemacht werden“.

Der erste Teil dieser Forderung beweist, daß die Hinrichtung Zams einen Antrieb zu dieser Erklärung hervorgerufen hatte. Es war aber mitnichten die einzige Menschenrechtsangelegenheit, die die Unterzeichner auf die Notwendigkeit einer nachweisbaren Verbesserung der Haltung des Iran zu den Menschenrechten aufmerksam gemacht hatte. Im Gegenteil, die Erklärung beginnt ja mit den Worten: „Seit vier Jahrzehnten unterdrückt das iranische Regime sein Volk brutal.“ Sie erwähnt im weiteren, daß diese brutale Repression sich nach dem bedeutenden regimekritischen Aufstand im November 2019 nur verschärft hat. Demokratisch Engagierte im Iran schätzen, daß die Behörden während besagten Aufstandes annähernd 1 500 Demonstranten erschossen und tausende verhaftet haben, von denen viele immer noch in Lebensgefahr schweben.

Dies Risiko wird noch unterstrichen durch die wie immer auch verheimlichte Tatsache, daß der Iran von allen Ländern der Welt die Todesstrafe am häufigsten verhängt. Die Zahl der Exekutionen ist in dem von den Mullahs beherrschten Lande größer als in irgendeinem anderen Land außer China. Im Jahre 2020 wurden mindestens 236 Hinrichtungen durchgeführt; und dies Jahr – allein im Januar sind 27 Hinrichtungen bestätigt worden – ist auf gutem Wege, diese Rekordzahl wieder zu erreichen oder noch zu übertreffen.

In den zurückliegenden Jahren hat das Regime unübersehbar seine Bereitschaft, nicht nur Personen des Westens, die in die Fänge seiner Justiz geraten sind, sondern auch solche, die seinen außenpolitischen Zielen im Wege sind, zu töten, unübersehbar demonstriert.

Dieser Umstand war im Spiel, als – im Juni 2018 – vier iranische Agenten, darunter ein ranghoher Diplomat von der Wiener Botschaft einen Bombenanschlag auf eine Versammlung von Exulanten in Frankreich planten, an der auch hunderte politischer Würdenträger aus aller Welt teilnahmen. Das vornehmliche Ziel des Anschlages bestand darin, die Leiterin des Widerstandes, Maryam Rajavi, zu töten. Wenn die Bombe nicht von europäischen Behörden abgefangen worden wäre, hätte sie ohne Zweifel auch westliche Abgeordnete und außenpolitische Experten das Leben gekostet.

Zu Beginn dieses Monats rückten die aus diesem Fall zu ziehenden Lehren ins Rampenlicht, als alle diese Terror-Agenten von einem belgischen Gericht verurteilt wurden. Doch die darauf folgende Bekanntgabe eines neuen Datums für das Europäisch-Iranische Geschäftsforum machte deutlich, daß sich dieser Lehren nicht jedermann bewußt ist. Sonst hätten die Organisatoren der Veranstaltung auch die Erklärungen verfolgt, die bei laufendem Verfahren herausgegeben wurden und betonten, wie wichtig es sei, das iranische Regime in Distanz zu halten, bis die von ihm auf den Westen ausgeübte Drohung überzeugend beendet wird.

Eine Erklärung, die von mehr als 20 ehemaligen Regierungsbeamten aus mehr als einem Dutzend europäischer Länder unterzeichnet wurde, drückt es wie folgt aus: „Die Tätigkeit der iranischen Botschaften sowie seiner religiösen und kulturellen Zentren muß untersucht, die diplomatischen Beziehungen zum Iran müssen eingeschränkt werden, und die Rückkehr zu normalen diplomatischen Beziehungen [muß] davon abhängig gemacht werden, daß der Iran seinen Terror-Apparat in Europa abbaut und zusichert, er werde sich in Europa niemals mehr terroristisch betätigen.“

Wenn das Geschäftsforum unter den gegenwärtigen Umständen stattfindet, dann kann es die iranischen Behörden nur in ihrem Gefühl bestärken, sie seien straflos, indem man ihnen den Eindruck vermittelt, die Europäische Union betreibe die Handelsbeziehungen zum Iran ohne jede Bedingung. Diese und andere freundliche Gesten würden das Regime nicht nur zu weiteren Bombenanschlägen im Herzen Europas, sondern auch zu schweren, sich steigernden Menschen-rechtsverletzungen im Iran ermutigen. Diese Steigerung ist in bedeutendem Maße der allzu versöhnlerischen europäischen Politik und der westlichen Neigung geschuldet, sich des Eingreifens in die inneren Angelegenheiten des Iran zu enthalten. Wenn solche Beschwichtigung anhielte, oder – was Gott verhüten möge – noch zunähme, so würde durch sie das iranische Regime offen eingeladen, die Zahl seiner bösartigen Maßnahmen zu steigern – mit furchtbaren Folgen für die ganze Welt.