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Iran: Mehr als 199.300 Tote durch den Coronavirus in 478 Städten

• Mazandaran Universität für medizinische Wissenschaften:“ 1.279 COVID-19 Patienten sind in dieser Provinz in stationärer Behandlung, 265 auf der Intensivstation (Nachrichtenagentur ISNA, 9. Januar 2021).
• Universität für medizinische Wissenschaften in West Aserbaidschan: „In den letzten 24 Stunden wurden 255 Patienten behandelt. Es gibt aktuell 416 Patienten, von denen 164 auf der Intensivstation sind.“ (Nachrichtenagentur IMNA, 8. Januar 2021).
• Nach den Aussagen von Khamenei zum Importverbot von Impfstoff aus den USA, Großbritannien und Frankreich, zeigte Rouhani seine Loyalität zu diesem kriminellen Akt. Im Gegensatz zu seinen vorherigen Behauptungen gab es keinen Plan für Impfungen im Land.
• Rouhani:“ Er gibt Impfstoffe, die für uns lieferbar sind und die uns einige Unternehmen angeboten haben. Unser Gesundheitsministerium hat sie richtigerweise abgelehnt. Einige haben uns Bedingungen (für die Lieferung von Impfstoffen) vorgeben, mit denen wir nichts mehr zu tun hatten.“
• Experte für Lungen, Asthma und Allergien: 70% der Menschen müssen geimpft werden, damit die Infektionskette unterbrochen wird. Der europäische Impfstoff ist durch eine Reihe von Tests an Tieren und Menschen gegangen und hat dabei wenige Nebenwirkungen gezeigt (ISNA, 9. Januar 2021).
• Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI): Das Rote Kreuz von Khamenei hat ein Verbot des Imports von 150.000 Impfdosen von Pfizer/BioNtech beschlossen. Dies wird weitere Menschenleben kosten und ist gleichbedeutend mit einem Massaker. Der Zugang zu einem Impfstoff ist ein nicht verhandelbares Recht für die Patienten und das iranische Volk.

Die Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) gaben am 9. Januar 2021 bekannt, dass mehr als 199.300 Menschen in 478 Städten am Coronavirus gestorben sind. Es gab folgende Opferzahlen: Teheran 48,771, Khorasan Razavi 13,515, Isfahan 12,470, Qom 7,775, Mazandaran 7,727, Ost Aserbaidschan 7,597, Gilan 7,066, Fars 6,078, Alborz 5,185, Golestan 4,970, Kerman 4,396, Zentralprovinz 4,118, Semnan 2,975, Zanjan 2,100, und Qazvin 2,087.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
9. Januar 2021

Die Erpressungstaktik des Iran wird durch einen Hang zu Worten ohne Folgen ermutigt

 

Von Alejo Vidal Quadras

Die Außenminister, die die drei europäischen Signatarstaaten des 2015 mit dem Iran geschlossenen Nuklear-Abkommens vertreten, reagierten in dieser Woche darauf, daß der Iran bekannt gab, er habe bis zu 20% Uran angereichert, mit der erwarteten Verurteilung. Dieser Schritt erfolgte ungefähr ein Jahr, nachdem der Iran alle Beschränkungen aufhob, die er, als das Abkommen 2016 in Kraft trat, zum Schein seiner Nuklear-Anreicherung und Lagerung auferlegt hatte.

Diese letzte Eskalation ist besonders bezeichnend; sie zeigt, daß die nuklearen Anlagen des Iran nur noch einen kurzen technischen Schritt entfernt sind von der Möglichkeit, Uran bis zu 90% anzu-reichern – zu dem für die Produktion von Waffen erforderlichen Maß. Außerdem findet die jetzige Anreicherung in der bekannten Anlage von Fordow statt; sie wurde für diese Tätigkeit ausgewählt, weil sie in die Seite eines Berges hinein gebaut worden war – zum Schutz vor Luftangriffen.


Iran – die Anreicherungsanlage in Fordow

Das Gelände der 20prozentigen Anreicherung legt den Schluß nahe, daß der Iran vor der Vergeltung durch ausländische Feinde auf der Hut ist. Weder die europäischen Nationen noch die Vereinigten Staaten haben angedeutet, sie hätten irgendein Interesse an konkreten Schritten, die geeignet wären, den Iran an der Fortsetzung seiner Verstöße zu hindern. Und während die USA sich derzeit immer noch mit wirtschaftlichen Sanktionen an die Politik der „stärksten Drucks“ halten, bleiben ihre europäischen Verbündeten von dem Willen, sich dieser Strategie zu bedienen, weiterhin frei.

Die drei europäischen Signatarmächte sagen in ihrer jüngsten Erklärung: „Wir fordern den Iran dringend auf, die Anreicherung von Uran bis zu 20% unverzüglich einzustellen.“ Und sie fahren fort: Sie erwarteten außerdem vom Iran, daß er „sein Anreiche-rungsprogramm auf die in dem (Abkommen) festgelegten Maße zurückfährt und sich jeglicher weiteren Steigerung enthält, die den Spielraum einer wirksamen Diplomatie beschränken würde.“ Jetzt sollte die internationale Gemeinschaft die Frage teilen, mit der der Iran zweifellos schon jetzt auf diese Erklärung antwortet: „Was würde andernfalls passieren?“

Die Erwartungen Europas sind klar und vernünftig; es ist aber überhaupt nicht klar, mit welchen Konsequenzen das iranische Regime für den Fall rechnen müßte, daß er sich weigerte, ihnen zu entsprechen. Bis das geklärt ist, kann die Erklärung der Außenminister nur als eine Anhäufung hohler Worte betrachtet werden. Und von Worten allein kann man nicht erwarten, daß sie auf das Regime, das so tief befangen ist in seiner bösartigen Tätigkeit, die nur auf Zugeständnisse seitens seiner Verhandlungspartner abzielt, eine irgend bedeutsame Wirkung ausüben.

Das Regime blickt auf eine lange Geschichte zurück, in der es sich dieser Strategie bedient. Es dafür in der Vergangenheit seinen schockierenden Preis entrichten müssen. Doch die Westmächte haben ihre Strategie diesem Zustand nur selten angepaßt. Sie beharrten weiterhin auf ihrer schlichtweg naiven Annahme, daß man, wenn man den „gemäßigten“ Elementen des iranischen Regimes freundlich die Hand reiche, es mit Erfolg zu mehr gemäßigtem Handeln ermutige, durch welches die westlichen Interessen, Territorien und Menschen nicht würden bedroht werden.

An der Spitze dieser „Gemäßigten“ stehen der Präsident des iranischen Regimes, Hassan Rouhani, und sein Außenminister Javad Zarif. Beide bekleiden ihre Ämter seit einer Zeit, die weiter als zwei Jahre hinter den Abschluß der Verhandlungen zurück reicht, welche den „Gemeinsamen Plan umfassenden Handelns“ ergaben. Außerdem haben beide Männer ihre gesamte Zeit darauf verwandt, die Handlungen und ideologischen Ziele der mit ihnen „rivalisierenden“ Fraktion, nämlich der „Hardliner“ um den religiösen Höchsten Führer Ali Khamenei, zu fördern und zu verteidigen. Und während des vorigen Jahres haben Rouhani und Zarif wiederholt und gezielt betont, daß sie die Position jener Fraktion zum Nuklearabkommen und zu den Verstößen gegen es, die es wertlos gemacht haben, unterstützen.

Und das hätte die Politiker des Westens nicht überraschen sollen. Bei allem gehört zu der früheren Karriere Rouhanis eine Zeit, in der er der in nuklearen Angelegenheiten leitende Unterhändler seines Landes war; und darnach prahlte er offen damit, er und seine Kollegen hätten durch Erzeugung einer Atmosphäre scheinbarer Zusammenarbeit amerikanischen und europäischen Druck verhindert und dadurch Teheran den Zugang zu Aspekten seines Nuklearprogramms ermöglicht, die damals keiner genauen Kontrolle unterzogen worden seien. Viele Kritiker des JCPOA fürchteten eine ähnliche Folge in erheblich größerem Umfang; und diese Befürchtungen wurden durch die Nachricht von der raschen Beschleunigung der Uran-Anreicherung seitens des Iran nur gesteigert.

Worin immer genau die Folgen dieser Beschleunigung bestehen mögen, eine größere Gefahr ist vorhanden; sie stammt von dem Gefühl der Immunität, das in Teheran verstärkt wird, wenn das Regime seine Provokationen ohne Konsequenzen weiter fortsetzen kann. Es ist unvermeidlich, daß die „Hardliner“ und die „Gemäßigten“ im Ersinnen weiterer Provokationen einmütig zusammenarbeiten werden. Und wenn diese weiterhin ohne Konsequenzen bleiben – ohne wirtschaftliche Sanktionen, ohne Schließung diplomatischer Vertretungen und ohne die Ausdehnung von Bündnissen, die sich gegen den Einfluß des Iran in der Region richten -, so werden sie sich genau in derselben Richtung weiter bewegen.

Wenn die vorige Woche etwas anzeigt, so ist es der Umstand, daß Teheran solche Schritte sehr rasch unternehmen wird. An demselben Tage, an dem die Urananreicherung sich steigerte, kaperten iranische Marinetruppen einen Tanker unter südkoreanischer Fahne und nahmen ihn als Geisel – offensichtlich in der Hoffnung auf die Freigabe von Vermögen, die in südkoreanischen Banken eingefroren wurden. Dieser Schritt erinnert an zahlreiche weitere Beispiele terroristischen Kidnappings, die das Ziel hatten, von ausländischen Gegnern Gefangenenaustausch oder andere Formen des Lösegelds zu erzwingen. Außerdem ist dieser Schritt eines Sinnes mit den gegen das JCPOA begangenen Verstößen – insofern, als dies selbst als Geisel festgehalten wird – Symbol der lauernden Möglichkeit des Iran, deren Verwirklichung die Europäische Union verzweifelt zu verhindern sucht – der Möglichkeit, Atomwaffen herzustellen.

Unglücklicherweise ist diese Verzweiflung ohne Sinn; sie treibt den Westen nur zur Schwäche statt zum Handeln. Wenn der neueste Verstoß des Iran ohne Folgen bleibt, wird er darin nur einen Anreiz sehen, die Angelegenheit der Atomwaffe seinen westlichen Gegnern vor das Gesicht zu halten – in dem Wahn, es sei wenig zu verlieren und alles zu gewinnen. Doch was noch schlimmer ist: Wenn Europa sich weiterhin weigert, diesem Verstoß mit Konsequenzen zu antworten, dann bekräftigt es damit gegenüber dem iranischen Regime das Prinzip der Geiselnahme, so daß weitere europäische Staatsbürger dem Regime in die Hände fallen können, um als Druckmittel eingesetzt zu werden.

Dr. Alejo Vidal-Quadras
Alejo Vidal-Quadras, Professor für Nukleare Physik, war von 1999 bis 2014 Vizepräsident des Europäischen Parlaments. Er ist der Präsident des Internationalen Komitees Auf der Suche nach Ge-rechtigkeit (ISJ).

 

Iran: Aktivitäten der Widerstandseinheiten und der Unterstützer der MEK – Zerstörung von Bildern mit Qassem Soleimani

Vom Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)

  1. Januar 2021

Trotz massiver Sicherheitsmaßnahmen des klerikalen Regimes haben Unterstützer der Mujahedin-e Khalq (MEK) und Widerstandseinheiten in mehreren Städten Bilder verbreitet und Slogans auf Wände geschrieben, welche Nachrichten der Anführer des Widerstandes, Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) und Massoud Rajavi enthalten.

Die Aktivitäten fanden am 3. und 5. Januar 2021 in Teheran sowie in Isfahan, Karaj, Saravan, Ilam, Khorramabad, Borujerd, Shahrud, Hormozgan, Rasht, Ahvaz, Qazvin und Kerman statt. Die Anwohner begrüßten diese Aktionen.

Einige der Slogans waren:“ Massoud Rajavi: Das Zerschlagen der IRGC ist für den Sieg des iranischen Volkes unerlässlich.“, „Im Krieg des Schicksals wird Tod oder Freiheit stehen“, „Massoud Rajavi: Basierend auf ihrer freien Wahl erwarten die Mujahedin-e Khalq nicht mehr als ihre gegebenen Rechte und das Recht, ihren maximalen Preis für ihr Volk zu geben.“, „Nieder mit Khamenei, lang lebe Rajavi“ , „Nieder mit Khamenei, lang lebe die Freiheit“ , „Maryam Rajavi: Die herrschenden Mullahs sind in Angst vor ihrem Schicksal, gestürzt zu werden“ , „Im Iran ist die Wurzel jedes Verbrechens die IRGC und der oberste Führer“, „Tod für Khamenei – Rouhani ist der Grund für das Coronavirus Desaster und die Zerstörung“ . „Nieder mit dem Diktator“ und „Maryam Rajavi: Steht auf zum Sturz des Velayat-e Faqih Regime“.

Am 3. und 5. Januar verbrannten oder zerstörten Unterstützer der MEK und Widerstandseinheiten die Poster und Bilder von Qassem Soleimani, dem berüchtigten Kommandeur der terroristischen Quds Force. Die Aktionen kamen zeitgleich mit der Propagandashow des Regimes zum Todestag von Soleimani.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)

  1. Januar 2021

Teheran – Aktivitäten der Unterstützer der MEK und der Widerstandseinheiten – „Ich will meine Redefreiheit und die Freiheit der Menschen. Warum? Weil ich bei der MEK bin“ – 3. und 5. Januar 2021
Isfahan und Karaj – Aktivitäten der Widerstandseinheiten – „Massoud Rajavi: Im Krieg um das Schicksal wird Tod oder Freiheit geschrieben werden“ – 5. Januar 2021
Verschiedene Städte – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK – „Nieder mit Khamenei, lang lebe Rajavi“ – 5. Januar 2021
Teheran – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der Mujahedin-e Khalq – Zerstören von Bannern und Bildern mit dem getöteten Kommandeur der terroristischen Quds Force, Qassem Soleimani – 5. Januar 2021
Teheran – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der Mujahedin-e Khalq – Zerstören von Bannern und Bildern mit dem getöteten Kommandeur der terroristischen Quds Force, Qassem Soleimani – 5. Januar 2021
Teheran – – Aktivitäten der Unterstützer der MEK – Zerstören von Bannern und Bildern mit dem getöteten Kommandeur der terroristischen Quds Force, Qassem Soleimani – 3. Januar 2021
Teheran – Widerstandseinheiten – Verbrennen von Postern mit Qassem Soleimani – 3. Januar 2021
Rasht, Hormozgan, and Ahvaz – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK – Maryam Rajavi: „Wir müssen uns erheben, um die religiöse Diktatur zu beenden“ – 3. Januar 2021
Isfahan, Qazvin, and Kerman – Aktivitäten der Widerstandseinheiten und Unterstützer der MEK – Verbreiten von Bannern und Graffiti auf Wänden in verschiedenen Städten – 3. Januar 2021
Ilam – Schriftzüge mit Slogans der Widerstandseinheiten und der Unterstützer der MEK – Der Grund für jedes Verbrechen im Iran sind die Revolutionsgarden und der oberste Führer“ – 3. Januar 2021

Iran: Abriss des Geschäfts eines Ladenbesitzers in Teheran wegen Ablehnung des Bestechungsgeldes an die Gemeinde

Verfaßt vom Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)
den 7. Januar 2021

Am Morgen des Sonntags, des 3. Januar 2021 verdroschen Angestellte der Verwaltung des Dorfes Palayin in dem Bezirk Aftab der Provinz Teheran, unterstützt von den Staatlichen Sicherheitskräften, einen Ladenbesitzer und verwüsteten sein Lager, weil er die Zahlung eines Lösegeldes verweigerte.

Der Besitzer beschreibt wie folgt den Vorfall auf einem Clip der sozialen Netzwerke: „Montag, den 4. Januar 2021 (d. i. die Zeit, in der die Botschaft fotografiert wurde)“ – „Täglich erscheinen hier Agenten der Verwaltung von Distrikt 19 / Abteilung 4 von Palayin, um mich zu erpressen. Sie sagen, sie hätten 20, 30 bzw. 40 Millionen Toman von anderen Läden erhalten und fordern mich auf, 30, 40 oder 50 Millionen zu bezahlen. Ich sage ihnen, ich hätte das Geld nicht. Sie banden mich an Händen und Füßen, warfen mich unter das Vordach und kippten alle Überwachungs-Kameras. Sie vermißten diese eine – aus welchen Gründen auch immer. Was ist das für eine Recht und eine Ordnung? Wie konnten diese Agenten Lösegeld fordern? So viel Erpressung in der Islamischen Republik? Sie schlagen dich, gleichviel, ob du zahlst oder nicht.“

Nach Berichten, die am Dienstag, den 5. Januar 2021 in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden, griffen in einer weiteren unmenschlichen Maßnahme Mitarbeiter der Verwaltung und der Staatlichen Sicherheitskräfte um Mitternacht in der Umgebung von Molavi in Baneh (im Westen des Iran) Häuser an und zerstörten die Wohnungen.

Im November des vorigen Jahres verwüstete das religiöse Regime den einzigen Schutz eines weiblichen Haushalts in Bandar Abbas – ihren Schreien und Bitten und denen ihrer Kinder zum Trotz. Aus Protest zündete die beraubte Frau sich an.

Erpressung und Verwüstung von Wohnräumen und Geschäften armer Leute inmitten der vom Coronavirus hervorgerufenen Krise bezeugen die Grausamkeit der Führer des religiösen Regimes, die nichts anderes im Sinne haben als die Erhaltung ihrer Macht. Anstatt den verarmten Menschen den Lebensunterhalt zu beschaffen und Impfstoff und Mittel gegen die Luftverschmutzung bereit zu stellen, benutzt dies Regime jede Gelegenheit, um das Vermögen und Eigentum des Volkes auszuplündern.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)
den 7. Januar 2021

Irans nukleare Erpressung: Zeichen von Schwäche oder Macht? Wo liegt jetzt die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft?


VonSedighe Shahrokhi
7. Januar 2021

Das iranische Regime hat am Dienstag angekündigt, dass es mit einer Urananreicherung mit einem Reinheitsgrad 20 Prozent in 24 Stunden beginnen will. Indem es diesen Schritt tut, verletzt das Regime fast alle seine Verpflichtungen nach dem Gemeinsamen Umfassenden Plan von Maßnahmen (JCPOA), allgemein auch als Iran Atomabkommen von 2015 bekannt.

Das ist ein Teil einer Kampagne der nuklearen Erpressung. Warum aber unternimmt Teheran diese Schritte?
Die Apologeten des Regimes versuchen, die USA dafür zu beschuldigen, dass sie sich vom JCPOA zurückgezogen haben unter Verweis auf die Nichteinhaltung des Vertrags von der Seite des Regimes. Sie versuchen die falsche Auffassung zu verbreiten, dass ein Druck auf die im Iran herrschende Theokratie den Bruch der Verpflichtungen des Regimes zum Ergebnis gehabt und näher an dessen Erwerb von Atomwaffen herangeführt habe.
„In dieser kritischen und komplizierten Situation muss sich [das Regime] mit der Weltgemeinschaft arrangieren“, schrieb die staatliche Tagesszeitung Setareh-Sobh am Dienstag. „Wir [das herrschende System] haben Verzweiflung erreicht und sind in einer Sackgasse“, schrieb die staatliche Tageszeitung Mostaghel am Dienstag.
„Wenn in einigen Monaten Rohani den Schatz an die neue Regierung übergibt, werden wir ein Schatzkonto mit einer negativen Bilanz mit einer Menge Schulden und einem Budget Defizit sehen“, erklärte Ehsan Arkani, ein Mitglied des Regimeparlaments am 31. Dezember.
„Diese Sackgasse hat uns zum Betteln [bei den USA] gebracht, obwohl wir wissen, dass wir null Ergebnis dabei haben werden“, schreibt die staatliche Tageszeitung Keyhan.
Teherans nukleare Erpressungskampagne kommt aus der Verzweiflung und ist kein Zeichen der Macht. Das Regime ist in Krisen befangen und die Sanktionen brechen in diesen korrupten Apparat ein. Der Präsident des Regimes Hassan Rohani erklärte, das Regime sei „in der härtesten Situation seit hundert Jahren“.
Das Regime sieht sich einer unruhigen Gesellschaft gegenüber, die das Regime und seine Amtsträger für die wirtschaftlichen und sozialen Härten verantwortlich macht. Die Menschen sind Zeuge davon, wie das Regime sie ausplündert. Sie sehen, wie es sie der frischen Luft beraubt, indem es mehr Gas exportiert und stattdessen Schweröl in Kraftwerken benutzt. Die Menschen werden Zeuge davon, wie das Regime sie beim Ausbruch des Coronavirus sich selbst überlassen hat und wie es mit ihrem Leben spielt, weil es keinen Impfstoff kauft.
Das Regime verliert seinen Griff zu den Machthebeln und versucht, sich mit dieser nuklearen Erpressung zu retten, indem es auf die Appeasement Politik des Westens zählt.
Aber dies ist ein Spielzug des Regimes. Das Regime beabsichtigt, die politische Situation in den USA auszunützen und mehr Druck auf die Europäische Union auszuüben, damit sie sich Teherans Forderungen fügt.
Die kurze Meldung des Regimes und seine Möglichkeit, zu 20 % Urananreicherung zurückzukehren, zeigen, wie fehlerhaft, unvollständig und unverständlich das JCPOA war. Deshalb ist trotz der nuklearen Erpressung der einzige Weg, das Regime zu kontrollieren und von der Erlangung der Atombombe abzuhalten, eine Erhöhung des internationalen Drucks.

Die US Administration hat die nukleare Erpressung des Regimes verurteilt, auch Japan verurteilte die Urananreicherung auf 20 %. Die EU hat am Montag (am 4. Januar) gewarnt, dass Irans Schritt, Uran auf 20 % anzureichern, eine „beträchtliche Abweichung“ von Teherans Verpflichtungen nach dem Atomabkommen von 2015 ist.
„Die Ankündigung des Regimes, dass es das Maß der Urananreicherung einmal mehr erhöht hat, ist eine Kriegserklärung an die internationale Gemeinschaft“, schrieb die Deutsche Welle dazu.
Die nukleare Erpressung des Regimes ist ein verzweifelter Schritt eines moribunden Regimes.
Die EU hat es mit Appeasement Politik versucht, ist aber gescheitert. Als die internationale Gemeinschaft das letzte Mal versucht hat, das Regime mit der Unterzeichnung des JCPOA im Zaum zu halten, ist es nicht so gut gelaufen. Das Regime machte mit seinen nuklearen Aktivitäten weiter und gelangte gleichwohl zu finanziellen Anreizen, die es für seinen Terrorismus benutzt hat.
Der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI), der die nuklearen Aktivitäten des Regimes als erster bloßgestellt hat, enthüllte im April 2017 Informationen darüber, wie das Regime heimlich sein Atomwaffenprogramm fortgesetzt hat.
Der Chef der Atomenergie Organisation des Iran hat zugegeben, dass bei den Atomverhandlungen betrogen wurde

Die Führer in der EU sollten zur Kenntnis nehmen, dass ihre Verhandlungen mit dem Regime, besonders mit Außenminister Mohammad Javad Sarif, es dem Regime nur erlaubt haben, mit seinen unheilvollen Aktivitäten weiterzumachen.

Sarif und sein Ministerium schickte als Antwort auf die Appeasement Politik der EU einen Diplomaten-Terroristen, nämlich Assadollah Assadi, aus, um 2018 im Herzen Europas eine Bombe zu legen. Bei Assadis Prozess enthüllten die belgischen Staatsanwälte am 27.

November und am 3. Dezember etwas darüber, wie Assadi seine Privilegien als Diplomat und die Einrichtungen des Ministeriums benutzt hat, um Sprengstoff mit einem kommerziellen Flugzeug nach Wien zu transportieren, wo er als dritter Sekretär in der Botschaft des Iran arbeitete, und wie er die Bombe an zwei andere Terroristen auslieferte und sie beauftragte, die Bombe bei der Kundgebung der Opposition in Paris im Jahr 2018 zu deponieren.

Die Geschichte lehrt, dass Diktatoren und expansionistische Regimes wie das im Iran oder Adolf Hitlers Regime in Deutschland sich nie an ihre Verpflichtungen halten.
Als Neville Chamberlain im Jahr 1938 das schändliche Münchner Abkommen unterzeichnet hatte, behauptete er, er sei aus Deutschland „mit Frieden in unserer Zeit“ zurückgekehrt. Aber weniger als ein Jahr nach dem Vertragsschluss, begann mit Hitlers Invasion in Polen der II. Weltkrieg.
Verhandlungen mit der herrschenden Theokratie werden sie nur ermutigen. Die EU sollte die Verhandlungen mit dem Regime stoppen und Sarif und andere Amtsträger mit Sanktionen belegen. Wie der Iranische Widerstand wiederholt festgestellt hat, sind die erneute Inkraftsetzung von sechs Resolutionen des Sicherheitsrats, der komplette Stopp der Anreicherung, die Schließung der Atomanlagen und Inspektionen zu jeder Zeit an jedem Ort unumgänglich dafür, dass das Regime daran gehindert wird, zur Atombombe zu gelangen.

Weitere iranische Vertreter rufen zu schweren Menschenrechtsverletzungen auf – Die EU bleibt weiterhin inaktiv


Von Shahriar Kia
7. Januar 2021

Neben der steigenden Zahl an Hinrichtungen rufen Vertreter des iranischen klerikalen Regimes zu weiteren unterdrückenden Maßnahmen auf und verteidigen die mittelalterlichen Methoden des Regimes.

Ihre Aussagen bestätigen die Weigerung des Regimes, weltweit geltende humanitäre Standards einzuhalten und dies braucht eine entschlossene Reaktion der internationalen Gemeinschaft
„Die Arroganz der internationalen Gemeinschaft bezüglich der Amputation von Händen sowie Fragen zur Umsetzungen des islamischen Kodex haben die Hände der Richter gefesselt. Doch die Verhängung von Amputationen für Diebe muss weiterhin umgesetzt werden, damit diese kriminellen Elemente ihr teuflisches Handeln beenden.“, schrieb die Zeitung Entekhab am Dienstag und zitierte dabei Mousavi Largani, ein Mitglied im Präsidium des Parlamentes des Regimes (Majlis).
Während die Regimevertreter, vor allem die Revolutionsgarden (IRGC) und der oberste Führer Ali Khamenei, den Wohlstand des Volkes ausplündern, bestraft das Regime in brutalster Form die sogenannten „Diebe“, welchen die Hände oder Finger abgetrennt werden. Die Umsetzung dieses mittelalterlichen Urteils verschweigt den Fakt, dass die wahren Diebe des Iran, welche das Land beherrschen, für ihre systematische Ausplünderung davon kommen, während die verarmten Bevölkerungsteile des Landes gezwungen werden, Diebstahl zu begehen, um überleben zu können.
Am Donnerstag sagte Brigadegeneral Qassem Rezaei, der stellvertretende Kommandeur der staatlichen Sicherheitskräfte (SSF), gegenüber seinen Agenten im TV, „Die Arme von rebellischen Jugendlichen zu brechen“, welche das Regime auch gerne als „Schurken“ bezeichnet. Rezaei sagte:“ Wenn ihr sie auf frischer Tat ertappt und ich sehe, dass ihr sie unbeschadet festnehmt, dann solltet ihr mir antworten, warum sie noch unbeschadet sind.“
Iran’s Deputy Police Chief ords pure suppression in front of media-IRGC General Qassem Rezaei
Iranischer stellvertretender Polizeichef ordnet massive Unterdrückung vor den Medien an – IRGC General Qassem Razaei

Mit anderen Worten: Das Regime beschreibt arme Menschen als „Kriminelle“ und rebellische Jugendliche als „Schurken“, um seine inhumanen Aktionen zu rechtfertigen. Das Missmanagement des Regimes in der Wirtschaft und seine institutionalisierte Korruption haben das Leben des iranischen Volkes zerstört.
Die steigenden Inflationsraten und die steigende Armut zusammen mit dem Ausbruch des Coronavirus und nun auch noch die Luftverschmutzung – all das ist das direkte Resultat der Inaktivität des Regimes und seines Missmanagements, welches die iranische Gesellschaft in einen „Vulkan“ verwandelt hat, der jederzeit ausbrechen kann.
„Wir sollten vor dem Moment Angst haben, wo niemand mehr in der Lage ist, den Ausbruch des Vulkans der hungernden Menschen zu stoppen.“, schrieb am 29. November 2020 die staatliche Zeitung Arman-e Melli
Die aktuelle Hinrichtungswelle im Iran, vor allem die Hinrichtung des minderjährigen Straftäters Mohammad Hassan Rezai und des europäischen Bürgers Ruhollah Zam trotz eines internationalen Aufschreis zeigt, dass das Regime keinerlei Respekt für internationale Menschenrechtsstandards hat und die globalen „Verurteilungen“ ignoriert.

Diese „Verurteilungen“, welche meist die EU Mitgliedsstaaten äußern und die sich als die „Menschenrechtsverteidiger“ darstellen und laut EU Außenbeauftragtem Josep Barrell Menschenrechte „in ihrer DNA haben“, haben keinen Effekt auf das Regime in Teheran.
All diese schönen Worte hindern das Regime nicht daran, weitere Menschenrechtsverbrechen zu begehen. Der Fakt, dass die internationale Gemeinschaft gegenüber den größten Verbrechen des iranischen Regimes, dem Massaker von 1988 an politischen Gefangenen sowie dem Massenmord an 1500 Demonstranten im November 2019, inaktiv bleibt, zeigt, dass das Regime mit einer Art Straffreiheit belegt ist und somit seine Verbrechen weiter ausüben und seine Verantwortlichen dafür belohnen kann.
Der aktuelle Leiter der Justiz, Ebrahim Raisi, der als „Richter der Erhängungen“ berüchtigt ist, ist einer der zentralen Verantwortlichen des Massakers an über 30.000 politischen Gefangenen 1988. Der aktuelle und frühere Justizminister im Kabinett Rouhani, Alireza Avaii bzw. Mostafa Pourmohammadi, waren ebenfalls direkt und nachweislich an diesem Massaker beteiligt.

Die UN muss das Massaker von 1988 untersuchen
In einem Brief, der im September an die iranischen Behörden geschickt und im Dezember öffentlich gemacht wurde, unterstreichen sieben Experten der UN, dass das Massaker von 1988 „als Verbrechen gegen die Menschlichkeit angesehen werden könnte“.
Sie betonen vor allem, dass die internationale Gemeinschaft in Bezug auf das Massaker von 1988 darin gescheitert ist, „zu handeln“ und dass dies einen katastrophalen Effekt auf die Überlebenden und die Familien der Opfer und die generelle Situation der Menschenrechte im Iran hatte. All dies hat den Iran ermutigt, die Aufarbeitung des Schicksals der Opfer zu vertuschen und weiterhin eine Strategie der Täuschung und der Verweigerung fortzusetzen, die bis heute andauert.
Wenn Borrell mit dem iranischen Außenminister Mohammad Javad Zarif verhandelt, welcher dieses mittelalterliche Regime als „die größte Demokratie im Mittleren Osten“ bezeichnet, dann ermutigt dies das Regime weiterhin, all die „Sorgen“ und „Verurteilungen“ der EU weiterhin zu ignorieren.
Borrell hatte am 10. Dezember zugegeben, dass es in Sachen Menschenrechtsverletzungen so ist, dass die EU „weiter als Briefe, Sanktionen und Verurteilungen gehen sollte“.
Die EU sollte sofort Raisi, Zarif und all die anderen Vertreter des Regimes für ihre Menschenrechtsverletzungen auf die Sanktionsliste setzen. Die Anführer der EU sollten ihre Verhandlungen mit dem Regime vor allem davon abhängig machen, dass dieses seine Menschenrechtsverletzungen im Iran komplett einstellt.

Die iranischen Staatsmedien bestätigen die systematische Anwendung der Erpressung durch das Regime, um seine bösartigen Ziele zu erreichen

Verfaßt von Shahriar Kia
den 6. Januar 2021

In den vergangenen Wochen hat das iranische Regime seine Erpressungskampagne gesteigert; damit will es die internationale Gemeinschaft zwingen, seinen bösartigen Forderungen zuzustimmen. Teheran gab bekannt, es habe in seiner Nuklear-Anlage Fordow mit der Anreicherung von Uran bis zu 20% begonnen. Am Montag kaperten die Revolutionsgarden des Regimes (IRGC) im Persischen Golf ein südkoreanisches Schiff.

Die internationale Gemeinschaft sollte eine entschiedene Haltung annehmen, denn die Kriegstreiberei Teherans hält an, obwohl die Westmächte in ihrer Beschwichtigungspolitik verharren.

Das Regime hat versucht, die internationale Gemeinschaft zu beschuldigen, sie halte sich nicht an das 2015 mit den Welt-mächten geschlossene Nuklearabkommen, das formell als „Umfassender Handlungsplan zu gemeinsamem Handeln (JCPOA)“ bekannt ist. Nun versucht Teheran, das südkoreanische Schiff zu bezichtigen, es verschmutze den Persischen Golf.

Doch die Tageszeitung des Regimes „Vatan-e Emmrooz“, die mit dem IRGC verbunden ist, bestätigte am Montag die wahre Absicht dieser Maßnahme: Sie gehört zu seiner Erpressungskampagne.

„Die Anreicherung des Urans um 20% – das war der Trumpf (des Regimes) gegenüber den westlichen Regierungen. Zu Beginn der Nuklear-Verhandlungen in Genf vor zwei Jahren erklärte sich die Regierung von (Hassan) Rouhani generös bereit, als Gegenleistung für die Aufhebung der Sanktionen und die Anerkennung des Rechts des Iran auf Anreicherung diese einzustellen; doch nichts davon wurde realisiert. Unter diesen Umständen kann dies Zugeständnis die Signatarmächte des JCPOA erneut zwingen, sich an die in dem Abkommen vorgesehenen Verpflichtungen zu halten und auf diese Weise zurückzukehren zu den in der Nuklear-Vereinbarung enthaltenen Pflichten. Mit anderen Worten: Fachleute glauben, daß der Beginn der Anreicherung um 20% im Iran die Wahrscheinlichkeit, daß die Sanktionen aufgehoben werden, erheblich steigern könnte.“ So schreibt die Zeitung „Vatan-e Emrooz“ am Montag.


Die Tageszeitung „Vatan-e Emrooz“ des iranischen Regimes

Das Regime begann im Jahre 2018, gegen die im JCPOA enthaltenen Verpflichtungen zu verstoßen. Mit dieser nuklearen Erpressung wollte es die europäischen Signatarmächte zwingen, es, während es noch unter den von den USA verhängten Sanktionen litt, mit finanziellen Anreizen zu unterstützen.

Die USA zogen sich im Jahre 2018 aus dem JCPOA zurück; sie verwiesen darauf, daß der Iran sich an das Abkommen nicht halte und durch Verbreitung des Terrorismus in der Region gegen seinen „Geist“ verstoße.

Der Nationale Widerstandsrat des Iran (NWRI), der an der Enthüllung der nuklearen Tätigkeit des Regimes maßgeblich beteiligt war, enthüllte später die Art, wie es die internationale Gemeinschaft täuschte, und – während es das JCPOA unterzeichnete – sein Atomwaffenprogramm fortsetzte.

Die überraschende Treue der Europäischen Union zu dem totgesagten JCPOA ermutigte das Regime, weiterhin auf deren Beschwichtigungs-politik zu setzen, um seine nukleare Erpressung fortzusetzen und die sog. Experten dahin zu zitieren, daß die Anreicherung des Uran um 20% zu der Aufhebung der Sanktionen führen werde.

Das südkoreanische Schiff

„Daß dieser Tanker im Persischen Golf gekapert wurde, sendet“ – so schreibt „Vatan-e Emrooz“ – „der südkoreanischen Regierung eine ernste Botschaft. Sie offeriert Seoul zwei Optionen: entweder Teheran seine alten Schulden zu bezahlen oder die Sicherheit seines Verkehrs auf den Wasserstraßen des Persischen Golfs bei dem Handel mit den arabischen Partnern aufs Spiel zu setzen.“

Diese Worte bestätigen klar und deutlich die vom Regime betriebene Piraterie und seinen Terrorismus. Doch bisher hat die internationale Gemeinschaft nicht entschieden reagiert.

Das Teheraner Regime bedient sich eben zur Erreichung seiner bösartigen Ziele der Erpressung – zum ersten Mal während der Geiselkrise des Iran im Jahre 1979, als die Truppen des Regimes die US-Botschaft in Teheran stürmten und das amerikanische Personal als Geiseln nahm.

Der iranische Diplomat-Terrorist Assadollah Assadi wurde 2018 auf frischer Tat ertappt, als er einen Bombenanschlag auf die Versammlung des NWRI in Paris, Frankreich, versuchte.

Während Assadis Gerichtsverhandlung in Belgien am 3. Dezember gab das Regime bekannt, es werde Dr. Ahmadreza Djalali, einen in Schweden lebenden Iraner, der in Belgien lehrte, erhängen. Der Außenminister des Regimes, Mohammad Javad Zarif, forderte aus-drücklich einen Gefangenenaustausch; er betonte die Absicht des Regimes, sich Djalalis zu bedienen, um im Sinne einer Freilassung Assadis Druck auf die belgische Regierung auszuüben.

Mit der Kaperung des südkoreanischen Schiffs und der Steigerung seiner Uran-Anreicherung versucht das Regime, sich die politische Situation in den Vereinigten Staaten zu Nutze zu machen und auf die internationale Gemeinschaft im Sinne seiner bösartigen Ziele Druck auszuüben.

Die Europäische Union verfolgt seit langem eine Beschwichtigungs-politik und hat dem Regime Zündstoff geboten, doch es damit nur ermutigt.

Tatsächlich würde die Verhandlung mit Zarif, der als Assadis Vorgesetzter in den in Frankreich vorgesehenen Bombenanschlag des Jahres 2018 verwickelt war und weiterhin in die Erpressungspolitik des Regimes verwickelt ist, das Regime nur zur Fortsetzung des von ihm eingeschlagenen Weges ermutigen.

Die internationale Gemeinschaft – hauptsächlich die Europäische Union – sollte der vom Regime betriebenen Erpressungskampagne nicht erliegen.

Die unlängst von Teheran betriebene Piraterie, sein Export des Terrorismus und die systematischen Verstöße gegen das JCPOA – all das unterliegt der Ahndung durch das Völkerrecht. Die Leiter des Regimes – z. B. sein führender Apologet Zarif – sollten sanktioniert werden; die internationale Gemeinschaft sollte es wegen seiner destruktiven Maßnahmen zur Rechenschaft ziehen.

 

Iran: Mehr als 197.400 Tote durch den Coronavirus in 478 Städten

Verfasst vom Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
5. Januar 2021

• Ali Rabei, der Sprecher von Rouhani’s Kabinett, wiederholt die absurden Lügen von Rouhani und sagt:“ Wir gehören zu den führenden Nationen bei der Produktion von Impfstoffen und anderer medizinischer Ausrüstung zur Behandlung des Coronavirus. Die Verbreitung von Misstrauen gegenüber dem iranischen Impfstoff führt zu nichts und entmutigt die Menschen nur.“ (Staatliches TV, 5. Januar 2021).

• „Unser System hat nicht nur keinen Covid – 19 Impfstoff bestellt, sondern es hat einen Impfstoff hergestellt, dessen Tests erst jetzt starten. Das bedeutet, dass noch mehr Landsleute infiziert werden und sterben.” (Staatlich kontrollierte Tageszeitung Shargh, 5. Januar 2021).
• Ein Spezialist für Infektionskrankheiten: Bis der Impfstoff nicht eingesetzt wurde, kann man keine Voraussagen über Covid – 19 machen (ISNA Nachrichtenagentur, 5. Januar 2021).
• Alireza Zali, Leiter der Nationalen Taskforce zur Bekämpfung des Coronavirus (NCCT) in Teheran: Aufgrund der fehlenden Infrastruktur ist das fehlende Abstandhalten in den öffentlichen Verkehrsmittel die zentrale Ursache für die Verbreitung von Covid – 19 (Nachrichtenagentur IRNA, 5. Januar 2021).
• Der Sprecher des Gesundheitsministeriums: Die Provinz Mazandaran erlebt einen Anstieg der Covid – 19 Infektionen. Bald werden andere Städte in der Provinz in den Status rot gehen. (IRNA, 5, Januar 2021).
• Yazd Universität für medizinische Wissenschaften: Gestern hat sich die Zahl der Personen in den Krankenhäusern im Vergleich zum Vortag verdoppelt. (IRNA, 5. Januar 2021).

Die Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) gaben am 5. Januar 2021 die Zahl der Todesfälle durch den Coronavirus in 478 Städten im Iran mit über 197.400 an. Es gab folgende Opferzahlen: Teheran 48,401, Isfahan 12,285, Qom 7,715, Mazandaran 7,577, West Aserbaidschan 7,328, Gilan 7,006, Fars 6,040, Golestan 4,882, Sistan und Beluchistan 4,791, Hamedan 4,688, Kerman 4,352, Yazd 3,487, Kurdistan 3,376, Semnan 2,960 und Ardabil 2,427.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
5. Januar 2021

Mit aufeinanderfolgenden Prozessen geht Europa dazu über, das iranische Regime zur Rechenschaft zu ziehen


VonSedighe Shahrokhi
6. Januar 2021

Am 22. Januar wird ein belgisches Gericht das Urteil für den iranischen terroristischen Diplomat Assadollah Assadi bekannt geben, der seine diplomatischen Privilegien dazu ausnutzte, um Sprengstoff nach Europa zu bringen und diesen an zwei iranisch – belgische Agenten auszuhändigen, damit diese den Sprengsatz bei einer Versammlung von Exiliranern nahe Paris explodieren lassen. Es ist der erste Fall dieser Art, obwohl er beileibe nicht der erste iranische Diplomat ist, der bei den terroristischen Aktivitäten des iranischen Regimes eine Rolle spielte.
Der Fall Assadi ist ein hoffnungsvolles Zeichen, dass die westlichen Regierungen endlich ernsthaft mit den iranischen Vertretern umgehen und sie für ihr destruktives Verhalten in der Welt zur Rechenschaft ziehen. Dies ist ein entscheidender Test für die EU. Nachdem das Gericht in Belgien sein Urteil verkündet hat, besteht die Hoffnung, dass es die Eröffnung eines weiteren Verfahrens in Schweden gibt. Dieser Fall hätte nicht nur Auswirkungen auf mögliche Opfer im Westen durch iranischen staatlichen Terrorismus, sondern auch auf die Opfer der Teheraner Politik im Iran selbst.

Der Angeklagte in dem schwedischen Fall ist ein früherer stellvertretender Staatsanwalt, Verhöroffizier und Mitglied der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) mit dem Namen Hamid Noury. Er spielte eine Rolle in dem schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Iran, dem 1988 über 30.000 politische Gefangene im Iran zum Opfer fielen. Im Sommer 1988 arbeitete er mehrere Jahre unter Assadollah Lajevardi, dem berüchtigten Wärter im Evin Gefängnis, der die Neigung hatte, Geständnisse von Gefangenen unter der Folter zu erpressen. Seine Position und sein Ruf machten ihn zu einem bevorzugten Kandidaten in einem der „Todeskomitees“, die im Sommer nach einer Fatwa des obersten Führers Chomeini gegründet wurden und in denen alle politischen Gefangenen, die weiter loyal zu den Volksmojahedin Iran (POMI/MEK) standen, hingerichtet wurden.

Kurz nachdem die Todeskommissionen überall im Land aufgestellt wurden, begannen die Massenhinrichtungen.

Innerhalb weniger Monate verhängten diese Kommissionen schätzungsweise 30.000 Erhängungen. In einer Audioaufnahme, die 2016 an die Öffentlichkeit gelangte, wurden die Aussagen der Opposition, vor allem bezüglich der MEK, bestätigt, die bereits lange zuvor ein Ende der Straffreiheit der Anführer des Regimes und den Beginn einer unabhängigen Untersuchung und die Anklage der Verantwortlichen gefordert hatte.
Das Massaker von 1988 an politischen Gefangenen im Iran
Obwohl Hamid Noury nicht formal in den Kommissionen saß, haben Augenzeugen ihn in den Verhörräumen erkannt und wie er persönlich an den Hinrichtungen von Gefangenen im Gohardasht Gefängnis beteiligt war.

Im letzten Monat veröffentlichten sieben UN Menschenrechtsexperten einen offenen Brief an die iranischen Behörden, in dem sie die internationale Gemeinschaft für ihr Scheitern im Umgang mit diesem Verbrechen kritisierten, welches ihrer Meinung nach ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist.

Die Experten schrieben:“ Im Dezember 1988 hat die UN Vollversammlung eine Resolution verabschiedet…in der die „große Sorge“ über eine neue Welle der Hinrichtungen im Zeitraum von Juli – September 1988 geäußert wurde, die gegen Gefangene wegen ihrer politischen Einstellung verübt wurde. Doch dieser Fall kam nicht vor den UN Sicherheitsrat und auch die UN Vollversammlung tat nach der Resolution nichts mehr und auch der UN Hochkommissar für Menschenrechte blieb tatenlos.“
Der Brief schließt, dass der Westen drei Jahrzehnte mit einer Art Laissez-faire gegenüber der schrecklichen Menschenrechtssituation im Iran umgegangen ist. Seit der Veröffentlichung im Dezember sehen dies einige Menschenrechtsaktivisten als eine Änderung in der Iran – Politik an.

Der schwedische Fall gegen Hamid Noury ist ein weiteres Beispiel. Auf den Grundlagen der universellen Gerichtsbarkeit ist die schwedische Justiz befugt, jede Person anzuklagen, welche Verbrechen nach den internationalen Gesetzen außerhalb Schwedens begangen hat.

Jetzt müssen wir hoffen, dass diese Erkenntnis unter den westlichen Nationen weitgehend geteilt wird und nicht nur unter denen, die in der Lage sind, iranische Terroristen auf ihrem eigenen Boden zu verfolgen, sondern auch unter denen, die Einfluss auf die Vereinten Nationen ausüben und das internationale Gremium vorantreiben können, eine gründliche Untersuchung des Massakers von 1988 einzuleiten. Im Zuge dieser Untersuchung wird sicherlich auf der ganzen Welt bekannt werden, dass derzeitige hochrangige iranische Beamte wie der Justizchef Ebrahim Raisi zu den Hauptarchitekten des Massakers gehörten und immer noch das Blut von Tausenden unschuldiger Iraner an ihren Händen zu kleben haben.

Iran: Wer ist Ebrahim Raisi?
Obwohl die Gerechtigkeit für die Opfer dieses Massakers für eine lange Zeit verzögert wurde, so muss diese nicht generell verweigert werden. Eine Anklage von Hamid Noury wäre ein Schritt in die richtige Richtung und ein Zeichen dafür, dass zumindest Schweden nicht bereit ist, Menschenrechtsverbrechen einfach so hinzunehmen. Doch das ist nicht genug. Es muss ein einheitliches Vorgehen der demokratischen Nationen geben, um die größeren Fische aus dem Teich zu holen, die im iranischen Regime sitzen, damit auch in Zukunft die politische Gewalt von Teheran entschieden bekämpft wird, wenn sie im Iran stattfindet oder das Leben von Bürgern im Westen bedroht.

 

 

Krise der Luftverschmutzung: Tödliches Mittel des Regimes für mehr wirtschaftlichen Profit


Von Mahmoud Hakamian
6. Januar 2021

Der Iran befindet sich mitten in einer Krise durch die Luftverschmutzung, was den Ausbruch des Coronavirus für die Iran noch tödlicher werden lässt. Wie der Ausbruch von Covid-19 ist die Luftverschmutzung ein direktes Ergebnis der falschen Politik des Regimes, und die Mullahs benutzen sie, um stillschweigend noch mehr Iraner zu töten und zu mehr Geld zu kommen.

Am Sonntag unterbrach das Regime zu Mitternacht in Qazvin, Golestan, Ghom und in einigen anderen Provinzen ohne vorherige Ankündigung die Stromversorgung und zwang Millionen, mit dem kalten Wetter mit bis zu -6° zurechtzukommen.
Am Montagmorgen gaben Amtsinhaber des Regimes bekannt, dass die Menschen lange Zeiten ohne Strom aushalten müssten. Die Elektrizitätsgesellschaft von Qazvin erklärte, dass es in jeder Nacht von Mitternacht bis 4:30 Uhr einen Stromausfall geben werde. Der staatliche Rundfunk und das Fernsehen brachten die Auskunft, dass in großen Gebieten bei Gorgan in der Provinz Golestan ein Stromausfall geplant sei. Dennoch wurde die Versorgung mit Elektrizität ohne Vorankündigung abgeschnitten.

Die Amtsträger des Regimes behaupten, dass sie wegen des hohen Gasverbrauchs durch die Menschen nicht mehr in der Lage seien, die nötige Menge an Gas für die Kraftwerke aufzubringen. Deshalb müssten die Kraftwerke Öl als Treibstoff für die Erzeugung von Elektrizität benutzen. Mit anderen Worten: Das Regime zwingt die Bevölkerung, zwischen einer stark verschmutzten Luft und dem Erfrieren im Winter zu wählen. Der Hauptgrund für die gefährliche Luftverschmutzung im Iran ist der Verbrauch von Masut (Schweröl oder schwarzes Öl) in Kraftwerken und großen Industrien.
Die Aussagen der Amtsträger, dass es im Iran an Gas fehle, ist eine krasse Lüge und ein Versuch, die Rolle des Regimes bei der Luftverschmutzung zu vertuschen. Die im Iran entdeckten Gas Reserven haben derzeit einen Umfang von 33,2 Billionen m3 und er verfügt über 17,3 % der gesamten Gasvorkommen in der Welt.
Das Regime exportiert Gas an mindestens fünf Länder und die Menge an aus dem Iran exportierten Gas soll, wie berichtet wird, 25 Millionen m3 am Tag betragen, womit laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA fünf große Kraftwerke des Irak beliefert werden.
Entgegen den Behauptungen des Regimes sieht sich der Iran keiner Knappheit an Gas gegenüber. Das wirkliche Ziel ist die Verfolgung der Politik der Ausplünderung der nationalen Reichtümer durch das Regime für die Finanzierung ihrer unerlaubten Aktivitäten. Um mehr Einkünfte zu haben will das Regime mehr Gas exportieren, was es erforderlich macht, weniger Gas an die heimischen Kraftwerke zu liefern.
Deshalb versorgt das Regime die Kraftwerke mit mehr Schweröl, das die schlimmste und am meisten toxische Art von Treibstoff ist hinsichtlich der Luftverschmutzung. Gleichzeitig beschuldigen sie die Bevölkerung. „Wenn der Verbrauch von Stromenergie zum Heizen um ein Grad verringert wird, wird der Bedarf an Gas in der Industrie, auf den sie verzichtet hat, kompensiert“, erklärte der Gouverneur von Teheran Mohsen Bandpei am 30. Dezember.
Die absichtliche Untätigkeit des Regimes angesichts der Krisen im Iran verschlimmert diese. Wie die derzeitige Krise durch die Luftverschmutzung zielt das Missmanagement des Coronavirus Ausbruchs und das Offenhalten der Wirtschaft trotz der steigenden Zahl der Todesfälle einerseits auf eine Ausplünderung der Nation und andererseits auf ein Stillstellen einer unruhigen Gesellschaft, die in einen Sumpf des Elends und der Passivität getrieben wird mittels der hohen Rate der Mortalität, die sich aus den natürlichen Krisen ergeben.
Dennoch liegt in dem kriminellen Spiel des Regimes mit dem Leben der Menschen ein Paradox. Auf der einen Seite will es in Zeiten der wirtschaftlichen Erstickung den Verbrauch des tödlichen Schweröls nicht aufgeben. Auf der anderen Seite sieht sich das Regime dem Zorn der verelendeten Bevölkerung gegenüber. Der Albtraum der großen Proteste im Iran im November 2019, der an den Fundamenten des Regimes gerüttelt hat, wurde ursprünglich durch einen hohen Preis für Treibstoff ausgelöst. Dieser Albtraum sucht die Führer des Regimes immer noch heim. Die Furcht des Regimes vor der unruhigen Gesellschaft des Iran spiegelt sich in den vermehrten Hinrichtungen der Mullahs.
In Bezug auf die Luftverschmutzung erklärte Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), dass das inhumane Kleriker Regime auf der einen Seite die Reichtümer des iranischen Volkes verschwendet für unpatriotische Atom-, Raketen- und Terrorismus-Projekte. Auf der anderen Seite töte es die Menschen durch den Verbrauch von Schweröl. Die einzige Sorge der Mullahs ist die Bewahrung ihres Regimes. Für sie sind das Leben, die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen wertlos. Solange dieses Regime an der Macht ist, wird es keinen Versuch geben, Impfstoffe zu kaufen, es wird keine saubere Luft und keine Lösungen geben, um die Schäden zu begrenzen, die durch Überschwemmungen und Erdbeben entstehen.