Kaum beachtet von der Öffenlichkeit ist im Irak ein Blutbad in einer Flüchtlingssiedlung angerichtet worden. Ohne internationale Hilfe befürchtet der Iranische Widerstandsrat die totale Zerstörung der Siedlung.
Autor: PETER HEUSCH
Südwest Presse – Geboren wurde Hanif Kafil vor 28 Jahren in Teheran, gestorben ist der Informatiker im Morgenrauen des 8. April im Irak durch eine Kugel, die ihn in den Hinterkopf traf. Kafil ist das erste Opfer, welches der Überfall irakischer Regierungstruppen auf die Flüchtlingssiedlung Ashraf fordert.
Im Irak droht Camp Ashraf die Zerstörung
Internationale Konferenz in Paris: Aufforderung an die irakischen Truppen, das Lager Ashraf zu verlassen; Forderung eines Schutzes der Bewohner

Ernsthafte Änderung der Iran-Politik und Verständigung mit dem iranischen Widerstand sind notwendig
NWRI – Auf einer internationalen Konferenz, die am Mittwoch, den 27. 4. in Paris stattfand, verurteilten Abgeordnete und hochrangige Politiker aus Frankreich, den USA und weiteren Ländern Europas, Nobelpreisträger und Menschenrechtsanwälte das am 8. April an den wehrlosen Bewohnern Ashrafs begangene Massaker und forderten die UNO und die USA zu sofortigem Eingreifen mit dem Zweck auf zu bewirken, daß die irakischen Truppen das Lager Ashraf verlassen und der Schutz des Lagers sichergestellt wird.
Delegation des EU Parlamentes: Irak hat zwei Resolutionen des EU Parlamentes zu Ashraf ignoriert
Irakisches Außenministerium soll friedliche Maßnahmen im direkten Kontakt mit Camp Ashraf erarbeiten und die Menschenrechte respektieren
NWRI – Al-Hurra TV berichtete am 26. April in einem ausführlichen Bericht über ein Treffen einer Delegation des Parlamentes der Europäischen Union mit Abgeordneten des irakischen Parlamentes. In diesem Bericht sagte Herr Stevenson: Wir haben zwei Resolutionen an die irakische Regierung geschickt, die vom EU Parlament ratifiziert wurden und in denen es um den Umgang mit den Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) geht. Diese Resolutionen betonen, dass keine Gewalt gegen die Flüchtlinge gewünscht ist und das Vorbereitungen für ihre Ausweisung aus dem Irak ebenfalls zu unterlassen sind. Doch am 8.April hat die irakische Regierung diese Resolutionen ignoriert und 35 Bewohner in Ashraf getötet und viele weitere bei mehreren Anlässen verletzt. Wir wiederholen noch einmal, dass Gewaltanwendung gegen die Flüchtlinge in Camp Ashraf von der EU strikt abgelehnt wird.
Ein verlogener Vorwand des iranischen Regimes, in Camp Ashraf weiterhin Blut zu vergießen
Militärische Besetzung von Camp Ashraf – Nr. 89
NWRI. – Fars, die Nachrichtenagentur des iranischen Regimes, und ihre farsi-und arabischsprachigen Fernsehsender im Irak zitierten am Mittwoch Sadeq al-Husseini, einen Beauftragten des iranischen Regimes im Irak, mit folgenden Worten: „Die PMOI hat nicht nur in der Region al-Udhaim [Irak] Ackerland besetzt, sondern absichtlich verhindert, dass die übrigen Ländereien vom Wasser erreicht würden … sie hat den Ländereien das Wasser abgesperrt. Dazu blockierte sie den Wasserlauf, der durch das von ihr besetzte Land fließt; damit hat sie in der Provinz großen Schaden angerichtet.“
Diese erlogenen Behauptungen folgen der Aufdec
Der Kommandeur der 5. Division der Militärpolizei hat während des Überfalls auf Ashraf am 8. April 8 Mitglieder der PMOI ermordet

Militärische Besetzung des Lagers Ashraf – Nachricht Nr. 90
NWRI – Nach Berichten aus Kreisen des klerikalen Regimes hat Major Jasem Mohamad Alivi Altamimi, Kommandeur der 5. Division der Militärpolizei, von der terroristischen Quds-Truppe wegen seiner am 8. April gegen die Bewohners Ashrafs gerichteten verbrecherischen Handlungen Preis und Empfehlung erhalten.
Delegation des EU Parlamentes: Haben einen sehr kritischen Standpunkt zum Massaker in Camp Ashraf

Presseerklärung
Wir hatten in dieser Woche eine historische erste Mission in Bagdad und Erbil, wo wir die Partnerschaft zwischen dem Irak und der EU diskutierten. Schlüsselthemen waren unsere Sorgen über die Menschenrechtslage, vor allem in Ashraf, der arabische Frühling und seine Auswirkungen für den Irak, das wirtschaftliche Wachstum und mögliche Investitionen, Sicherheitsfragen und die generelle politische Situation. Wir trafen uns mit allen höchsten Stellen, außer mit Regierungschef al-Maliki, der in Südkorea war. Wir trafen Al-Nujeifi und den Rat der Politik, den Außenminister Zebari, Präsident Talabani und den kurdischen Präsidenten Barzani, den Sprecher des kurdischen Parlamentes und den Regierungschef von Kurdistan. Wir trafen uns mit Dr. Saleh Mutlak und Dr. Ayad Allawi. Am Freitag trafen wir uns mit einigen Mitgliedern der Goran (Wandel) Opposition.
NEHRI Symposium: Frühere hochrangige Vertreter in den USA, Europa und der UN rufen zu Schutz von Ashraf und Delistung der PMOI auf

WASHINGTON – 28. April 2011 – Auf einem am Dienstag, den 26. April stattfindenden Symposium riefen frühere hochrangige US Regierungsvertreter die US Regierung und die UN auf, Aktionen zum Schutz von 3400 iranischen Dissidenten in Camp Ashraf einzuleiten und forderten die Delistung der iranischen Hauptoppositionsbewegung der Mojahedin vom Khalq (MEK) von der US Terrorliste.
19 Tage nach dem blutigen Freitag verhindern irakische Soldaten die Beerdigung der Toten
NWRI – Die Tageszeitung al-Dastur berichtete am 26. April, dass selbst 19 Tage nach dem Massaker des blutigen Freitags in Camp Ashraf irakische Soldaten immer noch den Friedhof von Ashraf besetzen und damit gegen alle islamischen und arabischen Traditionen verstoßen. Sie verhindern zudem die Beerdigung der Leichen von 35 Todesopfern.
Verlegung neuer Agenten des iranischen Geheimdienstes nach Ashraf ; Intensivierung der psychologischen Folter
Militärische Besetzung von Camp Ashraf – Nr.88
NWRI – Am Mittwoch, den 27. April wurde eine Reihe von Agenten des Ministeriums für Geheimdienste (MOIS) an den Eingang von Ashraf verlegt, um die psychologische Folter der Mojahedin in Ashraf zu intensivieren und weitere unterdrückende Maßnahmen vorzubereiten. Die psychologische Folter mit 240 Lautsprechern erfolgt seit 15 Monaten. Diese Maßnahmen werden 3 Wochen nach dem Massaker an den Bewohnern von Ashraf ausgeführt, zu einer Zeit, wo die unmenschliche Politik der Folterung der Verwundeten der Bewohner fortgesetzt wird.
Studentenaktivist nach Ablauf der Strafe weiterhin inhaftiert
NWRI – Houad Yazerlou, ein junger politischer Gefangener im Iran, wurde in die Zelle 209 des Evin Gefängnisses verlegt, obwohl seine dreijährige Strafe abgelaufen war.
Yazerlou verbracht die Haftstrafe in den Gefängnissen in Evin und Gohardasht und sollte laut Berichten am 23. April frei gelassen werden.
