Von Joerg Helge Wagner
Bremen. Sie schwanken zwischen Hoffnung und Skepsis: Gebannt verfolgen die Mitglieder des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI) die Proteste in ihrer Heimat. Via Handy und Internet hält man Kontakt zu Angehörigen, die nach der islamischen Revolution 1979 nicht ins Exil gingen, aber auch zum Netzwerk der Volksmudschaheddin in Iran. Javad Dabiran, stellvertretender Leiter der NWRI-Vertretung in Deutschland, rät dringend davon ab, den offiziellen Opferzahlen zu glauben: "Seit Sonnabend hat es mindestens 20 Tote gegeben – nicht nur in Teheran, sondern auch in Shiraz und Isfahan", betont er im Gespräch mit dem WESER-KURIER.
Irans wahre Opposition hofft auf einen entschlossenen Westen
Maryam Rajavi :Für von den UN überwachte Wahlen und die Ablehnung des klerikalen Establishments
Mir Hossein Moussavi traf sich mit dem Obersten Führer des Regimes, Ali Khamenei, und brachte
eine Erklärung heraus, in der er seine Ergebenheit gegenüber Khameneis “oberste Herrschaft” kundtat. Er forderte die Annulierung der Ergebnisse der Scheinwahlen und nahm am Montag an der Kundgebung teil, nur um die Atmosphäre zu beruhigen. Diesbezüglich sagte Maryam Rajavi, die vom iranischen Widerstand gewählte Präsidentin:
Rajavi: Volksaufstand ist ein Zeichen für die Ablehnung der beschämenden Wahl
Die Austände zeigen die Entschlossenheit des iranischen Volkes, das Regime zu stürzen
Maryam Rajavi, die vom Iranischen Widerstand gewählte Präsidentin, beschrieb den Aufstand des iranischen Volkes, der bis in den späten Samstagabend andauerte, als die Zuspitzung des landesweiten Boykotts der Wahlen der Mullahs. Der Aufstand im ganzen Land und der mutige Widerstand der Jugendlichen gegen den brutalen Druck der Einsatzkommandos sowie auch die Rufe „Iraner, lasst Euch die Blamage nicht gefallen“ und „Tod dem Diktator“, die in der ganzen Welt gehört wurden, waren ein Zeichen dafür, dass das Volk die beschämenden Wahlen der Mullahs ablehnt, sagte sie.
INTERVIEW – Exilgruppe sagt, dass der Wettlauf mit dem Iran um den Bau der Atombombe weitergeht
von Crispian Balmer
PARIS – Agenturen – Iran will nach Mahmoud Ahmadinejads Sieg bei den Präsidentschaftswahlen doppelt so schnell am Bau einer Atombombe arbeiten, kann aber immer noch durch die angedachten Sanktionen zum Stopp gezwungen werden, so die Äußerungen der Führerin einer iranischen Gruppe im Exil am Samstag.
Maryam Rajavi, Führerin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), erklärte Reuters, dass die Westmächte endlich die Beschwichtigungspolitik aufgeben sollten, wenn sie dem atomaren Streben Ahmadinejads entgegen arbeiten wollen.
Tausende protestieren mit Aufständen in Teheran gegen den Wahlbetrug der Mullahs
In vielen Stadtteilen von Teheran – wie die Fatemi Straße, die Straße und der Platz Vali-Asr, der Vanak Platz, die Shariati Straße, die Takht-e-Tavoos Straße und die Sa’adatabad – protestieren Tausende überwiegend Jugendliche gegen den gesetzwidrigen Wahlbetrug und die Feindseligkeiten zwischen den Fraktionen des klerikalen Regimes, die als Ergebnis der beschämenden Wahlen eskalieren.
Maryam Rajavi:85% der Iraner boykottierten die Wahlen der religiösen Diktatur
Maryam Rajavi:
85% der Iraner boykottierten die Wahlen der religiösen Diktatur
Ein "großes NEIN" der Iraner zum Mullah-Regime; politische und
gesellschaftliche Reife für eine demokratische Lösung.
Sprunghafter Anstieg der Unterdrückung, interne Säuberung, atomare Aufrüstung, Terrorismus und Kriegsführung mit der erneuten Ernennung Ahmadinedschads
Dem auf der Beobachtung von Augenzeugen von 25.000 Wahllokalen basierenden Bericht des Inlandsstabs der Volksmojahedin aus dem Iran zufolge, haben tatsächlich nur 7,5 Millionen an den Wahlen teilgenommen. Mehr als 85% der 51.200.000 Wahlberechtigten haben die Scheinwahl boykottiert.
Aschraf-Lager vor der Erstürmung?
wgl. FRANKFURT, Der Streit über das Lager Aschraf im Irak spitzt sich zu. Sondereinheiten der irakischen Polizeikräfte haben das Camp iranischer Regimegegner offenbar umstellt, während die amerikanische und irakische Armee den Vorgang "beobachten". Arbeitern, die sich im Lager um die sanitären Zustände kümmern sollten, soll der Zugang verweigert worden sein.
Waffen des Iranischen Regimes gehen an die Taliban
NWRI – Afghanische Grenzpolizisten sagten, dass sie in regelmäßigen Abständen an der Grenze Lieferungen von Anti-Panzer Minen und Mörsern abfangen, welche für afghanische Milizen bestimmt sind, die gegen die Nato geführten Streitkräfte kämpfen. Dies berichtet der Daily Telegraph am Mittwoch aus Kabul, Afghanistan.
France Libertés: Irak muss Rechte der Camp Ashrafbewohner anerkennen
NWRI – Die Stiftung „France Libertés“ unter Vorsitz der früheren First Lady während der Präsidentschaft von Francois Mitterand, Danielle Mitterand, veröffentlichte eine Erklärung, in der sie die irakische Regierung aufrief, die „Rechte der Ashrafbewohner“, die im Irak leben, „unter den Schutz des internationalen Rechtes und der Genfer Konvention, insbesondere des allgemeinen Artikels 3 der Genfer Konventionen zu stellen.“
Das Regime bereitet sich auf blutige interne Säuberungsaktionen und weit reichende Unterdrückung vor
Khamenei, Ahmadinejad und die Revolutionsgarden bereiten sich auf blutige interne Säuberungsaktionen und weit reichende Unterdrückung vor
Ali Khamenei, der oberste Anführer der Mullahs und seine Anhänger bereiten sich auf blutige interne Säuberungsaktionen und eine weit reichende Zerschlagung vor, nachdem die internen Machtkämpfe in den Präsidentschaftswahlen eskalierten. In der Zwischenzeit haben die Revolutionsgarden (IRGC) aus Angst von sozialen Unruhen und der Jugendlichen, die die Chance des Machtkampfes im Regime nutzen wollen, vor ähnlichen Entwicklungen wie damals in Georgien gewarnt. Der Vorsitzende des politischen Büros der Revolutionsgardisten, Javani, sagte: „Jede Aktion, die zu einer Revolution führen könnte, wird im Ansatz zerschlagen werden.“
