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Zweiter Protesttag an der Teheraner Universität

NWRI – Am Sonntag protestierten wieder 1.500 Studenten auf dem Kampus der Teheraner Universität.

Immer neue Teilnehmer gesellten sich zu der Protestaktion hinzu, deren Slogans gegen die Führer des Regimes gerichtet waren. Die Studenten skandierten: "Tod dem Diktator", "wir wollen keine Herrschaft, die sich selbst verherrlicht", "Wir wollen keine Polizei, die uns unterdrückt", "Mahmoud Ahmadinejad steht für Korruption und Diskriminierung" und "Die Studenten sterben lieber, bevor sie sich einschüchtern lassen".

Die Studenten boykottierten ihre Vorlesungen, nahmen auf dem Kampus an dem Protest gegen die Gefangennahme bzw. Vorladung ihrer Kommilitonen vor Disziplinkomitees der Universitätsverwaltung und gegen die Trennung von männlichen und weiblichen Studenten in der Mensa und in anderen öffentlichen Bereichen.
 

Unterschiedliche Büchertexte für Mädchen und Jungen

NWRI – Ali Reza Ahmadi, der amtierende Direktor des Bildungsministeriums forderte Bücher mit getrennten Texten für Mädchen und Jungen der Grundschulen und der fortführenden Schulen.

"Die Texte sollten an die zukünftigen Anforderungen an die Schüler im realen Leben angepasst werden, wenn sie die Schule verlassen. Mädchen und Jungen haben während ihrer Entwicklung unterschiedliche geistige Bedürfnisse. Es ist eine Tatsache, dass die psychologischen und geistigen Anforderungen bei Jungen und Mädchen unterschiedlich sind und das sollte in den Texten der Bücher zum Ausdruck kommen", sagte Ahmadi.

Aserbaidschan versucht die Einmischung der iranischen Mullahs abzuwehren

NWRI – Die Republik Aserbaidschan hat mehr als 4.000 Kopien von Büchern konfisziert, in denen die Lehren des Höchsten Führers der Mullahs, Ali Khamenei, über die Südgrenze in ihr Land eingeschleust werden sollten.

Die aserbaidschanischen Sicherheitsbehörden entdeckten etwa 500 Kopien der Bücher allein in einem Bücherladen in Baku.

Der mittelasiatische Staat, in dem die Mehrheit der Bevölkerung Schiiten sind und es gemeinsame Kulturbezüge zu der südlich gelegenen Provinz Aserbaidschan im Iran gibt, befürchtet Einmischungsversuche des iranischen Regimes.

Der Iran produziert 300 Tonnen UF6 in den Nuklearanlagen von Isfahan

TEHERAN, 27. Januar (Xinhua) – Der stellvertretende Vorsitzende des Höchsten Nationalen Sicherheitsrates Irans, Javad Vaeedi, erklärte am Sonntag, dem 27. Januar, dass sein Land bereits 300 Tonnen Uran Hexaflurid (UF6) Gas produziert habe, dass bei der Anreicherung in der Nuklearanlage Isfahan zum Einsatz gekommen ist.

Auf einer Versammlung der Islamischen Revolutionären Garden (IRGC) sagte Vaeedi: "Die Konvertierungsanlagen für Uran in Isfahan sind aktiv und es wurden mehr als 300 Tonnen UF6 produziert." Das berichtete die lokale farsische Nachrichten Agentur.

EU Präsidentschaft besorgt über mittelalterliche Hinrichtungen im Iran

NWRI – In einer Erklärung der Präsidentschaft vom 25. Januar äußert die EU Besorgnis über die Hinrichtungen im Iran und die barbarischen Methoden der Todesstrafen.

Die Erklärung prangert Todesstrafen für jugendliche Straftäter an, die im völligen Gegensatz zu internationalen Normen und Standards stehen.

Die Proteste der Teheraner Studenten dauern den zweiten Tag an

Iran: Second day of protests by Tehran University students NWRI – Am Samstag, dem 26. Januar, protestierten 1.500 Studenten wegen des schlechten Essens und stießen dabei mit den Staatlichen Sicherheitskräften (SSF) zusammen. Augenzeugen berichteten, dass Krankenwagen herbeigerufen wurden.

Mehr als 20 Menschen wurden bei den Auseinandersetzungen mit den Studenten verletzt, die regierungsfeindliche Slogans skandierten und – wie ein Augenzeuge berichtete – zwangen die SSF die Studenten auf das Kampus zurückzukehren.

Iranische Minen in Talibanverstecken gefunden

HERAT, Afghanistan (Agenturen) — Der Iran wird beschuldigt, den Taliban Waffen zu liefern, nachdem am Samstag, dem 26. Januar 2008 in einem Versteck der Aufständischen im Westen Afghanistans im Iran produzierte Minen gefunden wurden.

Afghanische Polizei und Sicherheitsbeamte durchsuchten in der Provinz Farah am Donnerstag ein Grundstück der Taliban und entdeckten 130 Minen, von denen 60 aus iranischer Produktion stammen, berichtete der Mohyddin Balouch, der Gouverneur von Fara.

SSF gegen Teheraner Universitätsstudenten

NWRI – Am Freitag, dem 25. Januar, kam es zu Auseianandersetzungen zwischen den Staatlichen Sicherheitskräfte (SSF) und nahezu 1.000 Studenten über das schlechte Essen in der Mensa der Schule. Daraus entstand sehr bald eine gegen die Regierung gerichtete Demonstration der Studenten auf dem Campus. Sie skandierten Slogans in denen sie die klerikalen Regimevertreter und Mahmoud Ahmadinejad anklagt.

Die Sicherheitsgarden an der Universität unterstützten die SSF, in dem sie die Haupteingangstore absperrten und der Menschenmenge nicht ermöglichten, auf die Straße zu gelangen. Die Amir-Abad Straße war voll von Mitarbeitern der SSF, die die Studenten, denen dennoch eine Flucht über den Zaun gelang, möglichst  abzufangen.

Chaos im Gohardasht Gefängnis

NWRI – Mehr als 24 Stunden verhinderten die politischen Gefangenen, dass zwei der Mitgefangenen in den Block sechs des berüchtigten Gohardasht Gefängnisses in einem westlichen Teheraner Vorort verlegt wurden.
 
Die Gefangenen verbarrikadierten die Tür zum Block zwei und verhinderten so, dass die Garden in den Bereich gelangen konnten. Sie skandierten dabei regierungsfeindliche Slogans. Die politischen Gefangenen forderten die Gefängniswärter auf, auf ihre Forderungen nach besseren Lebensbedingungen im Gefängnis einzugehen. Dennoch drangen mehr als 50 Wächter mit Agenten des Ministeriums für Nachrichtendienst und Staatssicherheit (MOIS) in den Block ein und schlugen die Gefangenen, die schwere Verletzungen davon trugen. Die Gefangenen Farhad Vakili, Farzad Kamangar und Ali Heidari wurden mitgenommen. Alle drei sind seit 16 Monaten ohne Gerichtsprozess im Gefängnis.

Parteifehden bei den Wahlen für das Majlis (Parlament) der Mullahs

Eine große Zahl von Kandidaten, darunter auch jetzige Abgeordnete wurden disqualifiziert
NWRI- Bei den Vorbereitungen zu den Wahlen des Majlis der Mullahs ist eine unvorhergesehene Parteienfehde ausgebrochen. Die Partei, die zum Höchsten Führer der Mullahs, Ali Khamenei gehört, disqualifizierte die Kandidaten des rivalisierenden Lagers, um so das nächste Parlament beherrschen zu können.

Zuvor wollte das Innenministerium alle Kandidaten bestätigen und die Wahlaufsichtsbehörde, der Gardenrat wollte die "unerwünschten" Kandidaten für die nächste Legislaturperiode disqualifizieren.