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Iran: 19 weitere Märtyrer des landesweiten Aufstands identifiziert

Iran Protest-Nr. 146

Am 20. November, hat die Volksmojahedin (PMOI/MEK) die Namen von 19 weiteren Märtyrern des iranischen Volksaufstandes veröffentlicht. Bislang wurden die Namen und Daten von 485 Märtyrern aus 243 Städten in den letzten 65 Tagen ermittelt.

Es folgen die Namen von 19 weiteren Märtyrern, der Ort und die Daten:

1 Fuad Savari Javan  Divandareh  November 19, 2022
2 Habibollah Fathi  Divandareh  November 19, 2022
3 Ebrahim Sadri  Divandareh  November 19, 2022
4 Jamshid Fathi  Divandareh  November 19, 2022
5 Hossein Abd Panah  Sanandaj  November 19, 2022
6 Aziz Moradi  Divandareh  November 19, 2022
7 Kamal Ahmadpour  Mahabad  November 18, 2022
8 Majid Abdullahi Astaraki  Dezful  November 18, 2022
9 Haniyeh Moradi  Yazd  November 18, 2022
10 Omid Hasani  Sanandaj  November 18, 2022
11 Shirko Soltani  Bukan  November 18, 2022
12 Hamed Sedighi  Qeshm  November 17, 2022
13 Shahriar Mohammadi  Bukan  November 17, 2022
14 Saeed Pirmoghani  Bukan  November 17, 2022
15 Samaneh Niknam  Shiraz  November 16, 2022
16 Mohammad Barzegar  Shiraz  November 16, 2022
17 Mehdi Zare  Tehran  November 16, 2022
18 Alireza Shojaei  Behbahan  November 16, 2022
19 Milad Khoshkam  Shiraz  November 13, 2022

 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)

  1. November 2022

Der landesweite Aufstand im Iran, nächtliche Proteste – Tag 65


Iran Protest-Nr. 144
Mahabad Aufstand, Regime Angriffe mit Militärfahrzeugen und schweren Maschinengewehren
landesweite Proteste, robuste Antwort rebellischer Jugendlicher auf Khameneis Warnungen

Am Samstagabend, dem 19. November, dem 65. Tag des Aufstands, wurde die Stadt Mahabad, die schon der Schauplatz massiver öffentlicher Proteste nach dem Leichenzug von Kamal Ahmadpour gewesen war, von Unterdrückungskräften und Spezialeinheiten angegriffen. Die Kräfte des Regimes kamen in die Stadt mit Militärwaffen und Militärfahrzeugen und fingen an, auf Leute zu schießen und non-stop auf ihre Häuser zu zielen. Die Schüsse waren aus allen Teilen der Stadt zu hören. Das Regime stellte der Stadt auch den Strom ab.

Shiraz, Täbris, Sanandadsch, Mahabad, Malekan, Larestan, Lahidschan, Paveh, Golpaygan, Lali, Marivan, Sari, Ardabil, Khoi, Bonab, Kangavar, Garmsar, Dardschezin, Divandareh, Saqqez, Oshnavieh, Shahriar, Bukan, Qorveh, Razen, Ghom, Parsian, Dashti, Heydarabad in Karadsch und viele andere waren auch Schauplätze von nächtlichen Protesten und Zusammenstößen mit Unterdrückungskräften.

In Teheran veranstalteten die Menschen nächtliche Proteste in verschiedenen Teilen der Stadt, darunter Saadat Abad, Boulevard Ferdows, Parand, Narmak, Teheranpars, Ponak, Sattarkhan, Seyed Khandan und Shahrak Quds mit den Rufen: „Tod für Khamenei“ und „Tod dem Diktator“. In Garmsar gab es Schlag und Lauf Auseinandersetzungen mit den Unterdrückungskräften, wobei sie „Schande über euch, Schande über euch“ angeschrien wurden.

In der Provinz Ost-Aserbeidschan versammelten sich die Menschen nachts auf den Straßen von Malekan und skandierten gegen Khamenei. Nächtliche Proteste wurden in Bonab abgehalten, bei denen die Leute skandierten: „Tod für Khamenei“ und „Tod für den Diktator.

In der Provinz West-Aserbeidschan waren Khoi, Takab, Mahabad, Oshnavieh, Piranshahr, Bukan und Malekan Schauplätze von Nachtprotesten und die Menschen leisteten einem Angriff von Unterdrückungskräften Widerstand. Die Protestierer in Khoi riefen: „Von Khoi nach Kurdistan, mein Leben für Izeh“. In Piranshahr zündeten die Leute ein Feuer an und skandierten: „Kurde, Belutsche, Azeri, Freiheit und Gleichheit“. Frauen in Piranshahr machten Sandwiches für die Protestierer in den Straßen.

In der Provinz Kurdistan wurde der Massenprotest, der mittags begann, von Unterdrückungskräften angegriffen, die mehrere Protestierer mit Gewehrschüssen töteten oder verwundeten. In Marivan zündeten die Menschen nachts ein Feuer auf den Straßen an und veranstalteten Demonstrationen. Sie setzten die Statue von Qassem Soleimani in Brand, dem früheren Befehlshaber der Quds Armee. In den Städten Sanandadsch und Marivan benutzten die Kräfte des Regimes ausgiebig scharfe Munition gegen die Protestierer.

In Baharan, Vilashahr und Maskan-e Mehr in Sanandadsch riefen Protestierer: „Tod dem Diktator“ und „Tod für Khamenei“ und gerieten mit den Unterdrückungskräften aneinander. Agenten in Zivil griffen Shahrak-e Vilashahr an und beschädigten Wohnungen und Autos der Bewohner, aber die Proteste gingen weiter bis in die späten Nachtstunden des Samstag und es waren Gewehrschüsse zu hören.

In der Provinz Kermanshahr hielten die Leute aus Paveh eine nächtliche Demonstration ab und trieben die Unterdrückungskräfte in die Flucht. Die Menschen von Kangavahr protestierten nachts mit „Keine Angst, wir sind alle zusammen“.

In der Provinz Ardabil war die Stadt Ardabil Zeugin von Protesten und Zusammenstößen mit der Unterdrückungsagenten. Die Menschen begingen auch den 40. Tag der Märtyrerschaft von Asra Panahi, einer sechzehnjährigen Schülerin, die umgebracht worden war,
In der Provinz Isfahan veranstalteten die Menschen aus Golpavegan einen nächtlichen Protest: „Wir werden kämpfen, wir werden sterben und wir werden uns den Iran zurückholen“.
In der Provinz Ilam zog sich in der Stadt Murmuri im Gebiet Abdanan der Protest einer großen Menge, der am Samstagmorgen begonnen hatte, bis in späte Stunden hin.

Der Gouverneur von Abdanan meinte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA am 19. November: „Viele Regierungsämter und revolutionäre Institutionen wurden von Randalierern im Zentrum des Kalat Murmuri Bezirks angegriffen und diese Leute benutzten brennbares Material bei ihren Angriffen auf Teile der Gebäude der Distrikt-Verwaltung, der Stadtverwaltung, der Banken, des landwirtschaftlichen Dschihad und der Post“.

In der Provinz Fars in der Nachbarschaft Kelshan (Golshan) von Shiraz veranstalteten die Menschen nach einem Leichenzug für den umgebrachten Sadschad Qaemi einen Protest unter den Rufen „Tod für Khamenei“. Als die Menschen sich zur Ringstraße begaben, eröffneten Agenten in Zivil und Motorradfahrer, die auf die Menge warteten, das Feuer auf sie aus nächster Nähe und töteten oder verwundeten mehrere Protestierer.

In der Provinz Gilan war die Stadt Lahidschan Zeuge nächtlicher Proteste mit den Rufen „Tod dem Diktator“, was in der ganzen Stadt zu hören war.
In der Zentralprovinz hielten die Menschen in Mahalat eine nächtliche Demonstration ab und skandierten: „Tod dem Diktator“. Auf der Saveh Autobahn verbrannten die Menschen eine Plakatwand mit dem Bild von Ali Khamenei.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
20 . November 2022

Exklusivinterview mit Dowlat Nowruzi, der NWRI Repräsentantin in London, über die Revolution im Iran


Der Aufstand in Iran hat jetzt einen großen Meilenstein überschritten mit dem zweiten Monat in Folge und das spiegelt die Entschlossenheit der Nation wider, nicht zu ruhen, bis das Kleriker Regime gestürzt ist. Während viele geopolitische Experten und Beobachter des Vorderen Orients über das Ergebnis des Aufstands spekulieren, hat der Iranische Widerstand versucht, einen Einblick in die sozio-politischen Wurzeln der jetzigen Entwicklungen zu geben, um den künftigen Weg zu erläutern.
Hier ein Exklusivinterview mit Frau Dowlat Nowruzi, der Repräsentantin des NWRI im Vereinigten Königreich.
Frau Nowruzi ist seit mehr als drei Jahrzehnten Leiterin des Büros des Iranischen Widerstands auf der Insel und sie hat viele gesetzliche und politische Kampagnen erfolgreich im Ober- und Unterhaus des VK angeführt.
In ihrem Interview erläutert sie:

– Den Stand beim Aufstand im Iran
– Die verschiedenen Aussichten und Ergebnisse
– Die Wahrscheinlichkeit von Massendemonstrationen wie in der Schah Ära
– Die Rolle der Frauen in der revolutionären Bewegung
– Die Rolle und der Zustand der bewaffneten Kräfte
– Die Frage einer Alternative zum Regime und der Einigkeit unter den Oppositionsgruppen
– Die Möglichkeit eines Chaos angesichts einer politischen Leerstelle nach dem Sturz des Regimes
Hier das vollständige Interview mit der Vertreterin des NWRI in London:
F: Wie beurteilen Sie die Aussichten der jetzigen Proteste im Iran?

Aus unserer Sicht ist der Ausblick klar, weil es objektive Bedingungen für eine Änderung gibt. Die Situation im Iran ist so, dass ein Wandel unvermeidlich ist. Vor den neuesten Protesten gab es ein Narrativ, wonach das Volk im Iran keine weitere Revolution will. Das ist das Narrativ, für das vom iranischen Regime, seinen Lobbys und von den Unterstützern der Appeasement Politik geworben wurde. Aber heute ist dieses Narrativ entkräftet worden.

Natürlich haben wir es mit einem unterdrückerischen Regime zu tun und es kann nichts automatisch oder spontan erreicht werden. Eine Änderung im Iran tritt nicht ein mit dem Abgeben von Erklärungen in Paris, London oder Washington. Eher wird die Kampfkraft vor Ort sich gegen die Brutalität dieses Regimes stellen.

Wir erwarten noch mehr Repression und mehr Verbrechen, die vom Regime begangen werden. Aber wir glauben, dass die Umstände nicht mehr dahin zurückkehren wie vor dem Aufstand. Deshalb ist der Sturz des Regimes näher als je zuvor.
F: Was ist Ihre Strategie für den Erfolg der jetzigen Proteste und einen Regimewechsel? Was sagen Sie denen, die behaupten, dass das Regime auch dieses Mal die Proteste unterdrücken wird?

Wie Sie wissen, hat die religiöse Diktatur im Iran, die das Corps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) und die Basidsch einsetzt, vom allerersten Tag an brutale Waffengewalt gegen die Demonstranten entfesselt. Es hat mit scharfer Munition geschossen und Schrotgewehre eingesetzt und die Demonstranten zu Tod geprügelt, besonders die Führerinnen der Demonstrationen.
Die Strategie des Iranischen Widerstands für den Sturz des Regimes gründet sich auf die Realitäten der iranischen Gesellschaft und des Regimes selbst. Das Regime wird definitiv die Repression verstärken und dies ist ein wichtiger Parameter.

Wie gesagt, erfordert ein Sturz dieses Regimes vor allem anderen Aktivisten vor Ort, die zum Opfer bereit sind und dazu, den notwendigen Preis zu zahlen. Als nächsten Schritt ist es das Wichtigste, diese Kräfte zu organisieren.
Der Iranische Widerstand hat eine Strategie mit vielen Facetten, die sich auf die Leute im Iran verlässt und besonders auf das Netz der Mujahedin-e Khalq (MEK) innerhalb des Iran, deren Schwerpunkt die Widerstandseinheiten sind. Die Verfügung über dieses Netz gibt uns die Macht des Zugangs zu Informationen und die Macht für die Organisation von Anti-Regime Protesten auf verschiedenen Ebenen, darunter Streiks, wenn die Zeit dafür gekommen ist.
Die Widerstandseinheiten sind die Kampfkraft in diesem Netz. Das Charakteristische dieser Einheiten ist, dass sie aus einfachen Männern und Frauen in der Gesellschaft zusammengesetzt sind, darunter Studenten, Arbeiter, Krankenschwestern, Ladeninhaber und Regierungsangestellte, die in eigenen Häusern wohnen.

Es handelt sich nicht um einen Untergrund oder heimliche Rebellen. Vielmehr sind sie überall gegenwärtig. Sie spielen eine aktive Rolle bei der Organisation der Proteste, sie leiten sie und verlängern sie. Wegen ihrer Anwesenheit im sozialen Milieu haben sie ausgedehnte Ressourcen und auch eine große Flexibilität.

Heute sind diese Widerstandseinheiten eine unleugbare Tatsache in der iranischen Gesellschaft. In einem vertraulichen Befehl des IRGC vom 19. Oktober 2022, den wir als erste offengelegt haben, gab es die Besorgnis über eine Zunahme von „schädlichen Aktionen der Elemente der MEK Rebellen, der Widerstandseinheiten“ und es erfolgte die Anweisung, dass sich die Regimekräfte ihnen entgegenstellen.

Am 31. Oktober hat der gesetzliche Vertreter des Präsidenten des Regimes seine Besorgnis auf andere Weise geäußert und gesagt, dass die MEK „die Jugend des Landes rekrutiert und leider sehen wir, dass einige Leute im Land sie unterstützen“.
Trotz der erstickenden Atmosphäre der Repression waren diese Widerstandseinheiten in der Lage, sich an Zahl zu erweitern und ihre Kommunikationsbedürfnisse für gemeinsame Aktionen zu lösen, während sie sich an die äußeren Bedingungen anpassen.

Innerhalb eines Jahres wuchsen diese Einheiten um 500 % trotz der weit verbreiteten Verhaftungen. In den allerletzten Jahren spielten die Widerstandseinheiten durch ihre extensiven Aktivitäten eine qualitative Rolle bei der Verbreitung der Kultur des Widerstands, besonders in der jungen Generation. Die Auswirkungen dieser Aktivitäten, darunter das Verbrennen und Zerstören von Bildern von Khamenei und Qassem Soleimani und anderen Symbolen des Regimes, waren klar sichtbar bei den landesweiten Protesten in den letzten 50 Tagen.

Die zahlenmäßige Zunahme dieser Einheiten hat es ihnen auch ermöglicht, lokale und partisanenartige Proteste in verschiedenen Städten zu bilden und sogar in großen Städten in verschiedenen Regionen, womit sie die Konzentration der Repressionskräfte verhindert haben. Wir haben detaillierte Berichte darüber, dass diese Taktik und die Fortsetzung des Aufstands für bisher 50 Tage für die repressiven Kräfte des Regimes ernst zu nehmende Probleme geschaffen haben.

In einem Interview hat der Minister für Nachrichtendienste Esmail Khatib am 9. November auf die Rolle dieser Widerstandseinheiten hingewiesen und gesagt, dass die jetzigen Proteste ein komplexes Design hätten und dass im Fokus sei, die Konzentration der Kräfte des Regimes zu stören. Das ist genau einer der Hauptgründe für das lange Anhalten der Proteste.

Am 11. November rief der Geheimdienst des IRGC die Bevölkerung auf, die MEK und die Widerstandseinheiten auszuspionieren und Informationen über sie zu sammeln.
Auf den tieferen Ebenen der Staatssicherheitskräfte ist die Unzufriedenheit gewachsen und wir haben schon einige Überläufer unter ihnen erlebt. Um also zusammenzufassen: Das Regime kann die Repression immer noch weiter steigern. Es kann Ebbe und Flut dabei geben. Aber der Zustand des Iran wird nicht zu dem vor dem Beginn der Proteste zurückfallen.

Der wichtige Punkt ist, dass die Entwicklungen und besonders die wachsende Zahl junger Leute, die sich dem organisierten Widerstand anschließen, und auf der anderen Seite die wachsende Desillusionierung innerhalb des Regimes, darunter in seinen Repressionskräften, ein Ausdruck der Bewegung auf eine unvermeidliche Verschiebung des Gleichgewichts der Macht zwischen Volk und Regime ist, die einen Sturz noch erreichbarer machen.

F: Es gibt jetzt massive Proteste im Iran, aber können wir große Demonstrationen von Millionen wie die Demonstrationen gegen den Schah erwarten? Wenn die Mehrheit des Volkes gegen dieses Regime ist, warum gibt es nicht Demonstrationen von Millionen von Personen?

Wegen der repressiven Natur und der Erfahrungen, die es beim Fall der Diktatur des Schahs gesammelt hat, wird das Regime sein Äußerstes tun, um Demonstrationen von Millionen zu verhindern. Mindesten 550 Leute wurden getötet und mehr als 30 000 Demonstranten wurden verhaftet, seit der jetzige Aufstand begonnen hat.

Beim Aufstand im November 2019 wurden mehr als 1500 Menschen von den repressiven Kräften auf den Straßen umgebracht oder öffentlich erhängt. Dies ist ein Regime, das in vier Jahrzehnten 120 000 politische Gefangene hingerichtet hat, darunter das Massaker an 30 000 politischen Gefangenen 1988 innerhalb weniger Monate. In seinem Bericht von 2018 hat Amnesty International dieses Massaker ein „laufendes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ genannt.

Wir haben es mit seinem Regime zu tun, das keine Tabus bei Repression und Töten kennt und jedes Verbrechen für das eigene Überleben begeht. Khamenei weiß besser als irgendjemand sonst, dass in dem Moment, wo er mit Folter, Hinrichtung und Repression aufhört, innerhalb von wenigen Stunden oder höchsten wenigen Tagen im ganzen Iran Millionen Demonstranten auf die Straßen strömen und dass der Sturz des Regimes dann unvermeidlich ist. Die Politik dieses Regimes besteht in maximaler Unterdrückung und vollständiger Störung des Internets und der Kommunikationskanäle, um die Menschen daran zu hindern, sich einander anzuschließen und große Demonstrationen zu bilden.

Angesichts dessen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die richtige Strategie im Umgang mit der brutalen Repression die ist, den Kampfgeist und die Organisation auszuweiten, und zum Glück haben wird schon wertvolle Erfolge in dieser Hinsicht erzielt, der Wirkungen wir in der Fortsetzung der derzeitigen Proteste sehen.

F: Bei den Protesten im Iran spielen Frauen eine prominente Rolle, Was ist der Grund dafür? Wie kam es dazu, dass Frauen an der vordersten Front stehen oder sogar führend bei dieser Bewegung sind? Was ist die Position Ihrer Bewegung in dieser Hinsicht?

Unserer Meinung nach sind Frauen die treibende Kraft und die Kraft des Wandels im Iran.
Was die Gründe für dir führende Rolle bei dem jetzigen Aufstand im Iran anbelangt, so kann ich auf drei Parameter verweisen.
Der erste Parameter ist, dass die Theokratie der Mullahs ein frauenfeindliches Regime ist, das während der letzten vier Jahrzehnte am meisten die Frauen unterdrückt hat. Aus diesem Grund gibt es jede Menge an Motivation unter den iranischen Frauen, das Regime zu wechseln.

Der zweite Parameter liegt darin, dass in den letzten vier Jahrzehnten Zehntausende von iranischen Frauen ins Gefängnis gesperrt, gefoltert und aus politischen Gründen hingerichtet worden sind, hauptsächlich für ihre Verbindung zur Hauptoppositionsbewegung zum Regime.
Der dritte Parameter ist die Hauptoppositionskraft im Iran, die MEK, die seit mehr als drei Jahrzehnten von Frauen angeführt worden ist.

In dieser Organisation haben Frauen auf allen Ebenen der Führung ihre Fähigkeiten und Kompetenzen bewiesen. Die Gegenwart von Frauen in so einer Position hat eine einzigartige Bedeutung für die iranische Gesellschaft gehabt. Die MEK unter der Führung von Frauen ist die Antithese zum Fundamentalismus in der Aktion und in der Theorie.

Derzeit sind 57 % der Mitglieder des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI) Frauen und die gewählte Präsidentin des NWRI ist Frau Maryam Rajavi.
Was unsere Positionen anbetrifft, so hat Frau Rajavi vor Jahren bekannt gegeben, dass nach unserer Meinung das Kriterium für Demokratie und Fortschritt in jeder Gesellschaft die Gleichberechtigung von Frauen in verschiedenen Bereichen sind, besonders auf den Schlüsselgebieten der politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsfindung.

Unser Widerstand unter der Führung von Frau Rajavi hat Fortschritte in der Beteiligung von Frauen daran erlebt, schwere Verantwortlichkeiten zu übernehmen und sie in den Prozess der Entscheidungsfindung und in Schlüsselpositionen für die Realisierung von Freiheit, Demokratie und Gleichheit gegen die religiöse Diktatur zu bringen. Diese Bewegung hat große praktische Sprünge in dieser Hinsicht gemacht.
Heute können Sie die Nachbeben davon in der wachsenden Zahl von Führerinnen in den Widerstandseinheiten sehen, die eine prominente (bedeutende) Rolle bei der Ausbreitung und Fortsetzung der Aufstände des iranischen Volkes in allen Aspekten und in mehr als 230 Städten und in allen 31 Provinzen des Iran gespielt haben.

F: Welche Rolle spielt die Armee bei den Entwicklungen im Iran? Manche sagen, dass es nur möglich sei, das Regime zu stürzen, wenn die Armee das Volk unterstützt? Wie ist Ihre Meinung?

Im Iran gibt es zwei Gruppen von bewaffneten Kräften, das eine ist die reguläre Armee und die andere umfasst das IRGC und die Basidsch und die landesweiten Staatlichen Sicherheitskräfte. Während der Proteste sind wir Zeugen von Unzufriedenheit in der Organisation der sozialen Kräfte. In der Praxis sind die Hauptkräfte der Repression das IRGC und die Basidsch, die zumeist in Zivil den Schauplatz betreten und nicht in der offiziellen Uniform des IRGC.
In der regulären Armee hat das zivile Personal natürlich nichts mit dem Regime zu tun, obwohl das Regime ihre Kommandeure aus seinem Kreis bestimmt und sogar aus den Reihen des IRGC.
Das IRGC ist die loyalste Kraft und der Hauptpfeiler für das Überleben des Regimes. Zu erwarten, dass das IRGC seine Position wechselt, wäre eine Illusion, es entspricht nicht den Realitäten des IRGC und der iranischen Gesellschaft. Das IRGC ist ein Anhängsel der absoluten Herrschaft der Kleriker und es wird nur relevant wegen der Existenz des Obersten Führers. Aufs Ganze gesehen ist das IRGC schwächer als es erscheint.

Es ist im Kern morsch. Es hat nicht die Stärke, gegen eine organisierte Kraft standzuhalten, die sich auf das iranische Volk stützt. Das Gleichgewicht zwischen dem Volk und dem Regime wird nicht durch die Anzahl in den bewaffneten Kräften determiniert. Der Schah hatte die größte und am besten ausgerüstete Armee im Vorderen Orient, aber er wurde dennoch durch das Volk gestürzt.
Wenn Sie die Geschichte des Iran betrachten, so hat, im Gegensatz zu vielen Ländern in der Region, die Armee niemals eine entscheidende Rolle im Prozess der Entwicklung des Iran gespielt. Sogar bei dem Putsch von 1953 gegen die nationale Regierung von Dr. Mohammad Mossadegh war die Rolle eines äußeren Faktors entscheidend und die Armee wurde nur als ein Werkzeug benutzt und sie war kein unabhängiges Element aus sich selbst heraus.

Während der antimonarchischen Revolution war die Armee ein Werkzeug im Dienste der Politik der herrschenden Elite und auch als der Schah praktisch die Macht verlor, hat die Armee keine unabhängige Rolle gespielt und hat als Anhängsel der Politik der herrschenden Gruppen agiert.

Der Sturz des Regimes ist die Pflicht des Volkes und seines organisierten Widerstands, was aber die internationale Gemeinschaft und besonders die europäischen Länder tun sollten, das ist, das IRGC als eine terroristische Organisation zu listen und es mit Sanktionen zu belegen. Sie müssen die Kämpfe des iranischen Volkes anerkennen und sein Recht, dieses kriminelle Regime zu stürzen.

F: Eine weitere Frage erhebt sich in Bezug auf die Alternative zu diesem Regime. Gibt es eine Alternative? Manche sagen, dass das Problem in der fehlenden Einheit unter den Kräften der Opposition liegt. Was ist ihre Meinung dazu?

Die Einheit der oppositionellen Kräfte ist eines der wesentlichen Elemente des Widerstands gegen eine blutrünstige Diktatur, besonders den religiösen Faschismus, der derzeit im Iran regiert. Vom ersten Tag an hat diese Notwendigkeit die Philosophie und das Grundprinzip des Nationalen Widerstandsrats Iran gebildet.

Eine Koalition von Gruppen, Organisationen und politischen Tendenzen und von Vertretern verschiedenen Nationalitäten, um wirklich so weit wie möglich einen bedeutenden Teil der iranischen Gesellschaft zu repräsentieren. Diese Einheit existiert auf den Straßen. Die Slogans der Menschen von Kurdistan bis nach Zahedan und Teheran und in allen Teilen des Iran sind die gleichen. Ablehnung einer Diktatur in jeder Form, sei’s eine Monarchie oder Theokratie.

Das iranische Volk hat eine sehr bittere Erfahrung mit der antimonarchischen Revolution gemacht. Bei der Revolution von 1979 hat das Volk Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit gewollt. Leider hat aber, wegen der Unterdrückung der demokratischen Kräfte unter der Diktatur des Schahs einschließlich der Führer der MEK, die im Gefängnis hingerichtet wurden, Khomeini seinen Vorteil aus dem Vakuum gezogen und die Führung der Bewegung an sich gerissen. Damals fragte jeder Khomeini, was sein Plan sei und seine Antwort bestand aus einem einzigen Satz.

Er sagte, es ist jetzt nicht die Zeit, darüber zu sprechen, „Jeder muss sich mit jedem vereinigen“. Es war ein schöner Satz, Einheit unter allen. Und er sagte, er werde später nach Ghom gehen und nichts mehr mit Politik zu tun haben. Er ging also nie in die Details und präsentierte nie sein Programm und seine Sichtweise. Natürlich war die MEK schon vertraut mit seiner reaktionären Sichtweise, aber sie war dem allgemeinen Publikum nicht klar.
Aus diesem Grund war unsere Erfahrung die, dass eine Koalition verschiedener politischer Orientierungen gebildet werden muss. Der Slogan „alle zusammen“ ist attraktiv, aber er sollte auf gemeinsamen Prinzipien beruhen, über die Übereinstimmung besteht und an die sich jeder gebunden fühlt.

Zum Beispiel die Notwendigkeit, das ganze Regime mit allen seinen Fraktionen zu negieren. Das war das Prinzip des NWRI von Anfang an, Wir konnten nicht mit denen zusammenarbeiten, die immer noch hofften, die religiöse Diktatur werde ihr Verhalten mäßigen.
Ein weiteres Prinzip ist die Gleichheit aller vor dem Gesetz. Aus diesem Grund hat der NWRI von Anfang an bekannt gegeben, dass wir an einen freien und demokratischen Iran glauben, in dem niemand besondere Privilegien gegenüber anderen hat. Deshalb lehnen wir die Diktatur des Schahs und die religiöse Diktatur ab.

Noch ein weiteres Prinzip ist das der Transparenz. Von Anfang an hat der NWRI seine Meinungen und Pläne über lebenswichtige Probleme, vor denen die iranische Gesellschaft steht, offen gelegt. Zum Beispiel war der NWRI gegen die Fortsetzung des Iran-Irak-Krieges, nachdem der Irak sich nicht mehr auf dem Territorium des Iran befand. Das war ein unpatriotischer Krieg und Khomeini trieb mit seinem Slogan der Eroberung von Jerusalem über Kerbela Hunderttausende Menschen, darunter Schüler, auf Minenfelder. Wir sind stolz auf unsere Politik. Diejenigen, die Khomeinis Kriegstreiberei unter dem Schleier der heiligen Verteidigung oder der Verteidigung des Vaterlands unterstützt haben, müssen heute die Frage beantworten, warum sie die Flammen eines Krieges angefacht haben, der gegen die Interessen des iranischen Volkes gerichtet war. Im Gegenzug haben sie die MEK und den NWRI beschuldigt.

Der NWRI glaubt an das Recht der Selbstbestimmung der iranischen Nationalitäten im Rahmen der Unantastbarkeit des iranischen Territoriums und er hat einen besonderen Plan in Bezug auf Kurdistan präsentiert. Vor fünfunddreißig Jahren hat der NWRI den Plan der Gleichberechtigung von Männern und Frauen auf allen Gebieten gebilligt und bekannt gemacht, ebenso die Ablehnung jeglichen Privilegs derjenigen, die zu einer besonderen Religion oder einem Glauben konvertieren.

Dies sind wesentliche Prinzipien für eine Koalition. Wegen dieser Prinzipien und der Verpflichtung aller seiner Mitglieder darauf, ist der NWRI die Koalition in der heutigen Geschichte des Iran, die sich am längsten gehalten hat, und auf der anderen Seite waren Menschen oder Bewegungen, die sich aus verschiedenen Gründen nicht angeschlossen haben, niemals imstande, eine Koalition zu bilden, oder wenn doch, so haben ihre Koalitionen nicht länger als wenige Monate lang gehalten.

F: Gibt es die Möglichkeit, Bewegungen, die nicht im NWRI sind, beizustehen, oder sich mit ihnen zu vereinigen?

Ja, die Möglichkeit, existiert schon lange. In dieser Hinsicht war der NWRI ein Pionier. Der NWRI hat einen. Plan gebilligt, der den Titel trägt „Nationale Solidaritätsfront“ und der auf drei Prinzipien gegründet ist: Der Ablehnung der religiösen Diktatur insgesamt, der Einrichtung einer Republik und der Trennung von Religion und Staat.

In diesem Plan gibt es keine Privilegien für den NWRI oder seine Mitglieder. Es wird außerdem darin akzeptiert, dass es sogar unterschiedliche Meinungen über andere Probleme geben kann, die für unsere Sichtweise sehr wichtig sind. Das sind die Minimalbedingungen, die notwendig sind, um eine vereinte Front zu schaffen, um die Herstellung einer realen demokratischen Republik sicherzustellen, die auf freien Wahlen und einer Volksverfassung beruht.

Unser Ziel ist, Freiheit, Demokratie und eine Republik zu etablieren, die auf demokratischen Standards basiert, wo alle Mitglieder der Gesellschaft gleiche Rechte haben. Niemand sollte Privilegien haben oder gleicher Rechte beraubt sein wegen rassischer, religiöser oder familiärer Verbindungen. Deshalb betone ich, dass die die bittere Erfahrung von Khomeinis Usurpation der antimonarchischen Revolution uns lehrt, dass jede Koalition auf gemeinsamen Prinzipien beruhen muss. Transparenz ist ein unumstößliches Prinzip.
F: Eine der Besorgnisse, die manchmal vorgebracht werden, ist die, dass es, wenn das Regime gestürzt ist, im Iran Chaos gibt. Es kann so kommen wie in Libyen oder Syrien. Was denken sie darüber?

Das iranische Regime und seine Lobbys machen Reklame für ein solches Narrativ mit dem Ziel, die religiöse Diktatur beizubehalten. Den Iran mit Libyen oder Syrien zu vergleichen ist keine objektive oder passende Analogie. Es gibt verschiedenen Nationalitäten im Iran, aber die Grenzen des Iran wurden niemals in Zweifel gezogen.

Sehen Sie sich die jetzigen Demonstrationen an! Von Kurdistan bis Zahedan und bis Khusistan, Aserbeidschan und Teheran, sind sie alle vereint. Sie skandieren: „Von Zahedan nach Teheran, ich opfere mein Leben für den Iran“. Oder: „Zahedan und Kurdistan sind die hellen Lichter des Iran“. Deshalb sind die Zusammensetzung und Struktur der iranischen Gesellschaft vollkommen anders als die der erwähnten Länder.
Abgesehen davon gibt es einen landesweit organisierten Widerstand im Iran mit mehr als vier Jahrzehnte langen umfassenden Erfahrungen des Kampfes gegen das Mullah Regime und mit 120 000 politischen Hinrichtungen, die Nationalitäten und Gefolgsleute aus verschiedenen Religionen und Glaubensarten einschließen.

Zusätzlich zu dem konkreten Programm, dessen allgemeine Umrisse im Zehn Punkte Plan von Frau Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin des Widerstands, dargelegt sind, hat der NWRI 40 Jahre an demokratischer Erfahrung mit verschiedenen Denkschulen und er hat seine politische Reife und organisatorischen Fähigkeiten demonstriert, wobei er seinen Prinzipien treu geblieben ist angesichts aller Komplotte des Regimes gegen ihn. Eine Vielfalt iranischer Experten auf verschiedenen Gebieten, die heute in europäischen Ländern, auf dem amerikanischen Kontinent einschließlich von Kanada leben, arbeiten eng mit dem NWRI zusammen.

Zudem gibt die Anwesenheit der MEK und ihrer starken Organisation mit 57 Jahren Kampferfahrung gegen die zwei Diktaturen des Schahs und der Mullahs dieser Alternative die Stärke und Fähigkeit, um einen reibungslosen Übergang der Macht am Tag nach dem Sturz des Regimes zu garantieren.

 

Erneuter Höhepunkt des Bürgeraufstandes im Iran

Jahrestag des Iran-Aufstandes vom November 2019 – Das Fundament der heutigen Aufstände im Iran:

In diesen Tagen jährt sich der Jahrestag des Aufstandes vom November 2019 im Iran, bei dem mindestens 1500 unbewaffnete Demonstranten starben und Tausende in den Folterkellern des Regimes leiden mussten. Der Aufstand, der heute mit dem Namen Mahsa Amini verbunden ist, war damals mit dem Namen Navid Afkari verbunden, einem berühmten Ringerchampion, der für seine Teilnahme an einer der Demonstrationen im Iran sterben musste.

Der Volksaufstand 2019 war der Nährboden für die heutigen Entwicklungen im Iran. Die Erkenntnisse dieses Aufstandes veränderten den iranischen Widerstand noch einmal und im ganzen Land wurden weitere Widerstandseinheiten gegründet, die heute die landesweiten Aufstände im Iran in den bald dritten Monat führen.

In dieser Zeit zwischen den beiden Aufständen, wo die Coronavirus – Pandemie weitere Aufstände verhinderte, wuchs in der jungen Generation des iranischen Volkes ein neues Verständnis von der Art des Widerstandes, seiner Organisationsstruktur und seinen Zielen, dessen Ergebnisse heute zu sehen sind.

Die fortschreitende Vernetzung des Widerstandes, das Aufbrechen der Atmosphäre der Angst und die Standhaftigkeit, das Opfer der Menschen von 2019 nicht vergessen zu lassen, waren große Triebfedern für die heutigen Massenproteste im Iran.

Der Widerstand hatte aus 2019 gelernt und veränderte seine Taktik und seine Art der Proteste, nahm Elemente des Aufstandes vom November mit und fügte neue Elemente hinzu und kreierte so eine neue Form des Protestes.

Das iranische Regime hingegen verharrte auf seiner alten Struktur der Repression. Es dachte, dass es den Aufstand auch dieses Mal wie 2019 mit äußerster Brutalität niederschlagen könnte. Über 500 Menschen wurden bisher getötet und Zehntausende verhaftet, ähnlich wie 2019, aber der Aufstand war dieses Mal mit kleineren und flexibleren Gruppen aktiv, spaltete die Sicherheitskräfte auf und ermüdete sie.

Was der Widerstand zudem gelernt hatte, war, alle ethnischen und religiösen Gruppen im Iran zu vereinen.

Das iranische Regime griff nicht umsonst Gebiete im irakischen Kurdistan während der Aufstände an oder musste feststellen, dass der Widerstand in der Provinz Sistan und Belutschistan besonders aktiv ist. Aber vor allem musste das Regime erleben, dass alle Bereiche des Landes ihren Protest zeigten, von den Studenten über den Bazar-Händlern bis hin zu den Mädchen in den Gymnasien riefen alle vereint „Tod dem Diktator“.

Der Aufstand vom November 2019 war das Fundament für eine neue iranische Protestbewegung, eine Bewegung, die das Potential für eine Revolution hat.

Es ist eine unbeugsame Bewegung, die aus politischen Idealen handelt, die sich nicht durch die Sicherheitskräfte einschüchtern lässt und die Normen bricht, die zuvor über 43 Jahr undenkbar waren, wie das Verbrennen von Statuen und Bildern von Ali Khamenei und Qassem Soleimani.

Der Jahrestag des Aufstandes vom November 2019 wird daher für immer ein leuchtender Tag für den iranischen Widerstand und alle aufbegehrenden Menschen im Iran sein.

Er setzte den Beginn einer neuen Volksbewegung, den Beginn des Durchbrechens der Atmosphäre der Angst und den Beginn einer neuen Generation von unbeugsamen jungen Menschen im Iran, die nun gemeinsam den letzten Schritt zur Freiheit gehen wollen.

Ob sie diesen Weg nun gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft gehen können oder ob auch dieses Mal das Schweigen siegen wird, liegt nun an der internationalen Gemeinschaft. Es liegt an ihr, ob auch für sie die Opfer des November 2019 Aufstands das Fundament für eine neue Iran – Politik des Westens waren.

 

 

Eine Nacht des Zorns und der Wut; Schlag und Lauf Auseinandersetzungen im ganzen Iran


Iran Protest-Nr. 136
Unschuldige Protestierer wurden getötet und unterdrückerische Agenten bestraft.

Wehrlose Leute in Izeh (Provinz Khusistan) von Khameneis Agenten in Zivil umgebracht – noch ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Am Mittwochabend, dem 16. November, dem 62. Tag des Aufstands, veranstalteten die Menschen in der Nacht Proteste in Teheran und anderen Städten. Unter den Rufen „Tod dem Diktator“, „Tod für Khamenei“ und „Dieses Jahr ist das Jahr des Opfers, Seyed Ali (Khamenei) wird gestürzt“ errichteten sie Straßenblockaden mit Feuer und gerieten mit unterdrückerischen Agenten aneinander.

In verschiedenen Städten eröffneten Gardisten das Feuer auf die Menschen und dadurch wurden mehrere getötet oder verletzt. In Izeh in der Provinz Khusistan begingen die Agenten des Regimes noch ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, indem sie eine große Zahl an Leuten töteten und verletzten. Sie zielten auf Protestierer mit Maschinengewehren.

Mehrere Leute der Sicherheitskräfte und des paramilitärischen Basidsch Personals sowie der Agenten in Zivil wurden von den Jugendlichen bestraft.
In Teheran wurde auf dem Enghelab Platz, in Teheran Pars, in Shahrak Gharb und Saadat Abad protestiert.

Frauen skandierten: „Nieder mit Khamenei. Wir wollen keine Regierung, die Kinder tötet“ in der Metro Station in Teheran. Ziba Shahr und Haravi Straße waren Schauplätze nächtlicher Proteste von Leuten die skandierten: „Tod dem Diktator“ und „Die Mullahs müssen abhauen“.

In Arak setzten Jugendliche die sogenannten Hauptquartiere der „Förderung der Tugend und der Verhinderung des Lasters“ mit Molotow Cocktails in Brand. In Abadan (im Süden der Provinz Ilam) wurde eine Statue der Basidsch von Jugendlichen verbrannt.

In Izeh brannte das Zentrum für Theologie. In Dschunaqan (SW Iran) griffen junge Leute eine Basis der Basidsch an. Agenten in Zivil in Sari (im Norden) zielten direkt auf Protestierende.

Im Bezirk Shahnaz von Täbris schossen Agenten des Regimes auf Protestierende. Borhan Karami kam durch direkten Beschuss von Gardisten ums Leben in Kamiyaran (Kurdistan).

Mehrere Städte wie Gohardasht, Fardis Karadsch, Rasht, Babol, Behshahr, Saqqez, Bukan, Shahr Kurd, Hafshedschan, Durud, Bidschar, Abdanan, Khondsch, Larestan, Bandar Abbas, Sar Bandar Mahshahr und Abadeh waren Schauplätze nächtlicher Proteste mit Rufen wie „Tod für Khamenei und Tod für den Diktator“.

In Sharyar, Ilam und Mehran führten Volksproteste zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften. In Eslamshahr gingen die Menschen nachts auf die Straße und skandierten „Tod dem Unterdrücker, ob Schah oder Führer (Khamenei)“. In Saveh protestierten Leute in der Shariati Straße und setzten einen Bus der Sicherheitskräfte in Brand.

Sanandadsch war Schauplatz des Protests und der Blockierung der Straße mit Feuer. Proteste am Abend von Leuten in Kermanshah führten zu heftigen Zusammenstößen mit Agenten des Regimes.

In Ravansar (Provinz Kermanshah) blockierten Jugendliche die Straße mit Molotow Cocktails und riefen „Tod dem Diktator“.

In Mahabad schossen repressive Agenten auf Leute. In Urmia gab es nächtliche Protestzüge, die sich vom Zentrum für Telekommunikation bis zum Armeekrankenhaus hinzogen und Regimeagenten schossen auf die Menschen.

In Qorveh (Provinz Kurdistan) bestraften die Menschen einen paramilitärischen Basidsch Agenten,
In Maschhad gerieten Leute mit Sicherheitsagenten aneinander, die in der Kolahdoz Straße Tränengas gegen sie einsetzten.

In Sabzevar (Razavi Khorasan) legten die Protestierer Feuer an ein Motorrad von Basidsch Agenten und an ein großes Banner der Regierung auf dem Hauptplatz der Stadt.

In Lakan (Rasht) rissen die Menschen Verkehrszeichen nieder und blockierten Straßen. In Hamedan gingen Menschen auf die Straße und verwickelten sich in Kämpfe mit Sicherheitskräften, Schlag-und-Lauf ging weiter auf dem Universitätsplatz.
Proteste von Jugendlichen in Foulad Shahr (Provinz Isfahan) führten zu einem starken Zusammenstoß mit Unterdrückungsagenten des Regimes. In Kerman veranstalteten die Leute auch Proteste und riefen: „Dies ist das Jahr des Opfers, Seyed Ali (Khamenei) wird gestürzt“ und setzten ein großes Banner in Brand.

In Larestan lieferten sich Jugendliche eine Schlacht mit Unterdrückungsagenten und schlugen sie in die Flucht. Semirom (Provinz Isfahan) war auch Schauplatz von Schlag-und Lauf Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften.

Am Mittwochabend, dem 15. November, gab das IRGC bekannt, dass zwei Mitglieder der Basidsch von „Aufrührern” getötet worden sind und dass auch sieben Männer von den Sicherheitskräften und ein Basidsch Agent verletzt wurden.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
16 . November 2022

69. UN Resolution verurteilt die Menschenrechtsverletzungen im Iran

Maryam Rajavi: In den vergangenen vier Jahrzehnten hat das iranische Regime ständig Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Ihre derzeitigen Führer sind direkt in diese Gräueltaten verwickelt. Ihr Dossier muss an den UN-Sicherheitsrat verwiesen werden, und die Führer des Regimes müssen vor Gericht gestellt werden

Der Dritte Ausschuss der Generalversammlung der Vereinten Nationen hat heute mit der Mehrheit der Stimmen eine Resolution verabschiedet, in der die Menschenrechtsverletzungen im Iran verurteilt werden. Dies ist die 69. UN-Resolution, welche die brutalen und systematischen Menschenrechtsverletzungen im Iran tadelt.

Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI), begrüßte die Verabschiedung der Resolution und sagte: Während die Resolution nur einen kleinen Teil der Verbrechen des herrschenden menschenfeindlichen Regimes im Iran widerspiegelt, da nicht genügend Zeit war, um die Verbrechen des Regimes in den letzten Wochen aufzuklären, macht sie dennoch überdeutlich, dass dieses Regime systematisch gegen alle anerkannten Prinzipien und Standards der Menschenrechte verstoßen hat.

Jeder Aspekt der Rechte des iranischen Volkes, einschließlich des Rechts auf Leben, Redefreiheit, Rechte ethnischer und religiöser Minderheiten und der Rechte von Frauen, wurde vom Regime auf die grausamste Weise verletzt.

Frau Rajavi sagte, dass das Mullah-Regime seit mehr als vier Jahrzehnten Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord begangen habe, vom Massaker an der Bevölkerung Kurdistans und der Massenexekution politischer Gefangener in den 1980er Jahren bis zu den Massakern von 1988 und November 2019 sowie das Massaker an unbewaffneten Demonstranten in den letzten zwei Monaten, darunter die Ermordung von mindestens 60 Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis 17 Jahren, das Massaker in Zahedan am 30. September, der brutale Angriff auf das Evin-Gefängnis am 15. Oktober und das Massaker in Khash am 4. November. All dies sind klare Beispiele für Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Die derzeitigen hochrangigen Vertreter dieses Regimes, darunter Ali Khamenei, Ebrahim Raisi, Gholam Hossein Mohseni Eje’i und Mohammad Bagher Ghalibaf, sind seit den 1980er Jahren alle direkt in diese Verbrechen verwickelt gewesen. Die herrschende Theokratie ist ein Regime des Massakers und Verbrechens gegen die Menschlichkeit und muss von der Weltgemeinschaft gemieden werden.

Während sie das außerordentliche Treffen des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen zur Verschlechterung der Menschenrechtssituation im Iran begrüßte, sagte Frau Rajavi, dass nach 69 UN-Maßnahmenentschließungen zu Menschenrechtsverletzungen im Iran und während sich die Menschenrechtssituation im Iran jeden Tag verschlechtere, ist es an der Zeit, das Dossier über die Verbrechen des Regimes an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu verweisen und seine Führer vor Gericht zu stellen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran

16. November 2022

 

Iran: 25 weitere Märtyrer des Aufstands identifiziert


Iran Protest-Nr. 135

560 Demonstranten wurden in 227 Städten ermordet, mindestens 427 wurden identifiziert. Am 15. November starben mindestens zehn weitere Demonstranten

Am 16. November 2022 veröffentlichte die Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) die Namen von 25 weiteren Demonstranten, die von den Unterdrückungskräften getötet wurden. Die Zahl der Märtyrer während des landesweiten Aufstands in 227 Städten, der sich nun am 61. Tag befindet, hat 560 überschritten.

Die PMOI/MEK hat bisher die Namen von 427 veröffentlicht. Am 15. November erschossen die Unterdrückungskräfte mindestens zehn weitere Demonstranten. Die Namen von sieben von ihnen sind unten aufgeführt. Nach der Überprüfung werden die Namen der übrigen veröffentlicht.

Die Namen von 25 weiteren Märtyrern lauten wie folgt:

Nr. Name Stadt Datum
1 Foad Mohammadi Kamiyaran 15. November 2022
2 Saman Qader Beigi Bukan 15. November 2022
3 Milad Saidi Shaheswar 15. November 2022
4 Saeed Moradi Kamiyaran 15. November 2022
5 Isa Biglari Sanandaj 15. November 2022
6 Zaniarullah Moradi Sanandaj 15. November 2022
7 Saeed Assadi Bojnoord 15. November 2022
8 Sepehr Esmaili Kiashahr-Gilan 14. November 2022
9 Saman Rahmani Teheran-Quds 13. November 2022
10 Mehrshad Talatof Iranshahr 12. November 2022
11 Ali Abiyar Takab 12. November 2022
12 Hamid Goli Sanandaj 11. November 2022
13 Yalda Agha Fazli Teheran 11. November 2022
14 Mohammad Hossein Hajiani Bushehr 11. November 2022
15 Mohammad Salehi Behshahr 11. November 2022
16 Ardalan Qassemi Gilangharb 10. November 2022
17 Shoaib Haidari Mashhad 11. November 2022
18 Hafiz Olad Amr-ali Neishabour 9. November 2022
19 Darya (Marzieh) Nazm Deh Karaj 8. November 2022
20 Abbas Shafiei Karaj 8. November 2022
21 Amir Mahdi Palai Kish 8. November 2022
22 Payman Raki Izeh 26. Oktober 2022
23 Navid Badpa Gonbad Kaus 24. Oktober 2022
24 Omid Qamsari Teheran Oktober 2022
25 Ismail Shanbadi Shiras 19. Oktober 19, 2022
Secretariat of the National Council of Resistance of Iran (NCRI)
November 12, 2022
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
12. November 2022

560 Demonstranten wurden in 227 Städten ermordet, mindestens 427 wurden identifiziert. Am 15. November starben mindestens zehn weitere Demonstranten

Am 16. November 2022 veröffentlichte die Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) die Namen von 25 weiteren Demonstranten, die von den Unterdrückungskräften getötet wurden.

Die Zahl der Märtyrer während des landesweiten Aufstands in 227 Städten, der sich nun am 61. Tag befindet, hat 560 überschritten.

Die PMOI/MEK hat bisher die Namen von 427 veröffentlicht. Am 15. November erschossen die Unterdrückungskräfte mindestens zehn weitere Demonstranten. Die Namen von sieben von ihnen sind unten aufgeführt. Nach der Überprüfung werden die Namen der übrigen veröffentlicht.

Die Namen von 25 weiteren Märtyrern lauten wie folgt:

Nr. Name Stadt Datum
1 Foad Mohammadi Kamiyaran 15. November 2022
2 Saman Qader Beigi Bukan 15. November 2022
3 Milad Saidi Shaheswar 15. November 2022
4 Saeed Moradi Kamiyaran 15. November 2022
5 Isa Biglari Sanandaj 15. November 2022
6 Zaniarullah Moradi Sanandaj 15. November 2022
7 Saeed Assadi Bojnoord 15. November 2022
8 Sepehr Esmaili Kiashahr-Gilan 14. November 2022
9 Saman Rahmani Teheran-Quds 13. November 2022
10 Mehrshad Talatof Iranshahr 12. November 2022
11 Ali Abiyar Takab 12. November 2022
12 Hamid Goli Sanandaj 11. November 2022
13 Yalda Agha Fazli Teheran 11. November 2022
14 Mohammad Hossein Hajiani Bushehr 11. November 2022
15 Mohammad Salehi Behshahr 11. November 2022
16 Ardalan Qassemi Gilangharb 10. November 2022
17 Shoaib Haidari Mashhad 11. November 2022
18 Hafiz Olad Amr-ali Neishabour 9. November 2022
19 Darya (Marzieh) Nazm Deh Karaj 8. November 2022
20 Abbas Shafiei Karaj 8. November 2022
21 Amir Mahdi Palai Kish 8. November 2022
22 Payman Raki Izeh 26. Oktober 2022
23 Navid Badpa Gonbad Kaus 24. Oktober 2022
24 Omid Qamsari Teheran Oktober 2022
25 Ismail Shanbadi Shiras 19. Oktober 19, 2022
Secretariat of the National Council of Resistance of Iran (NCRI)
November 12, 2022
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
12. November 2022

Landesweiter Aufstand im Iran – Tag 61


Iran Protest-Nr. 133
Nightly demonstrations, clashes with suppressive forces and setting fire to regime centers, vehicles, and symbols.
Nächtliche Demonstrationen, Zusammenstöße mit unterdrückenden Einheiten und in Brand setzen von Regimezentren, Fahrzeugen und Symbolen

Am Dienstagabend, dem 15. November, zu Beginn des dritten Monats des Aufstands, der mit dem Jahrestag des Aufstands im November 2019 zusammenfiel, gingen die Proteste, Demonstrationen und Zusammenstöße bis spät in die Nacht weiter. In vielen Städten blockierten Demonstranten die Straßen, indem sie Feuer anzündeten und mit Unterdrückungskräften zusammenstießen.

Teile von Teheran, einschließlich Sadeghieh, Janat Abad, Ponak, Ariashahr, Shahrak-e Gharb, Jomuhri, Saadi, Vali-e Asr, Teheransar und Ashrafi Streets, Naziabad, Saadat Abad, Ferdows Boulevard und eine Reihe anderer Orte waren Schauplätze von nächtlichen Demonstrationen mit großen Menschenmengen, die skandierten: „Tod dem Diktator“, „Tod dem Unterdrücker, sei es der Schah oder der Anführer“, „Tod dem Prinzip von Velayat-e Faqih (absolute Herrschaft des Klerus)“, „Das Jahr ist ein Jahr der Opfer, Seyyed Ali (Khamenei) wird gestürzt werden.“

15. November – Fuladshahr, Zentral-#iran
Szenen von Demonstranten, die sich einer Einheit der Sicherheitskräfte des Regimes stellen#IranRevolution2022#مرگ_بر_ستمگر_چه_شاه_باشه_چه_رهبر pic.twitter.com/SIjAmGJJaT

– Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) (@Mojahedineng) 16. November 2022

Bürger von Shahrak-e Gharb blockierten die Straße mit großen Steinbrocken und stießen mit den Agenten zusammen. Demonstranten in der Enghelab Straße riefen: „Versprechen an Mahsa, Hadith, Siavash, Feuer wird durch Feuer erwidert.“ Auf dem Enghelab-Platz, in Tehranpars und in der Ordibehesht-Straße zündeten sie Motorräder der Unterdrückungskräfte an.

Überwachungskameras der Ariafar Kreuzung am Merzdaran Boulevard
wurden zerstört. Die Unterdrückungskräfte eröffneten das Feuer auf Menschen in der Andisheh Shahriar Straße und der U-Bahn Station Dowlatabad.
Andere Städte, darunter Mashhad, Arak, Dorud, Golshahr und Fardis in Karaj, Kamyaran, Sanandaj, Mahabad, Bandar Abbas, Hafshajan of Shahrekord, Isfahan, Marvdasht, Qaemshahr, Shiraz, Kerman, Fulad Shahr, Shahin Shahr, Behbahan, Bukan, Kermanshah, Sari, Babol, Täbris, Qorveh, Borazjan, Ahvaz, Dezful, Zanjan, Shahrud, Abhar, Eqlid, Abdanan, Urmia, Gorgan, Izeh, Semirom, Abadeh, Lahijan, Mahshahr, Ruidar in Hormozgan, Konarak in Belutschistan, Insel Kish und Bolghan in Larestan in der Provinz Fars waren Zeugen von nächtlichen Demonstrationen, Feuern und Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Unterdrückungskräften.

In Izeh kam es im Sakhrei-Park zu einem Zusammenstoß zwischen den Demonstranten und den Unterdrückungsagenten und die Jugendlichen zündeten das IRGC-Emblem auf dem Stadtplatz an.

Jugendliche zündeten ein Fahrzeug der Staatssicherheitskräfte in Arak an. In Dorud mussten die Agenten aus Angst vor den Demonstranten in das Büro des Gouvernements flüchten. In Golshahr von Karaj zwangen Jugendliche die Unterdrücker mit Brandgranaten zur Flucht. In Kamyaran eroberten Demonstranten einen Bassidsch-Stützpunkt und blockierten die Straße, indem sie Feuer legten.

In Sanandaj und Saqqez übernahmen junge Menschen die Kontrolle über die Straßen, indem sie Feuer entzündeten. In Bandar Abbas kam es vor dem Kinderkrankenhaus zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Unterdrückungskräften.

In Mahabad übernahmen Jugendliche die Kontrolle über die Torshkan-Kreuzung, die ein wichtiger Punkt auf den Autobahnen ist, die nach Urmia, Mahabad und Miandoab führen. In Hafshajan von Shahrekord wurde ein geistliches Zentrum mit Molotow-Cocktails angegriffen.

In Isfahan fanden an verschiedenen Orten wie Chaharbagh-e Pa’in, Chaharbagh-e Abbasi, der Motahari-Straße und Malek Shahr nächtliche Demonstrationen statt und es kam zu Zusammenstößen mit den Streitkräften des Regimes. In Rasht stießen Demonstranten mit den Agenten auf der Moalem Straße und dem Madar Platz zusammen und blockierten den Deylaman Boulevard.

Die Unterdrückungskräfte eröffneten das Feuer auf Demonstranten in der Beeston Straße. In Ghaemshahr errichteten Demonstranten Barrikaden auf der Straße und stießen mit Unterdrückungskräften zusammen.

15. November – Izeh, Südwest-#Iran
Demonstranten setzen ein Denkmal der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) des Regimes in Brand#IranRevolution2022#مرگ_بر_ستمگر_چه_شاه_باشه_چه_رهبر pic.twitter.com/Pc98DRQMTH

– Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) (@Mojahedineng) 16. November 2022

In Shiraz wurde die Paramont Straße bis Ma’ali Abad, Qasr al-Dasht und die Kreuzung Mulla Sadra zum Schauplatz von Protesten und Zusammenstößen. In Farhang Shahr blockierten Demonstranten die Straße, indem sie Reifen anzündeten. In Afif Abad eröffneten Unterdrückungskräfte das Feuer auf die Menschen.

In Kerman fanden Demonstrationen in den Straßen Shariati, Azadi und Hezaro-Yek-Shab sowie an der Nord-Süd Kreuzung statt und die Agenten des Regimes eröffneten das Feuer auf junge Menschen, die versuchten, die Statue des ehemaligen Befehlshabers der Quds-Brigaden, Qassem Soleimani, anzuzünden.
In Mashhad veranstalteten die Menschen eine massive Demonstration in Ahmedabad und Piroozi. In Shahrekord protestierten Menschen an der Kashani-Straße und der Kreuzung des Gouvernements und die Agenten des Regimes setzten Tränengas ein und eröffneten das Feuer auf sie. In Fuladshahr schossen die Streitkräfte blindlings aus Angst vor Demonstranten.

In Behbahan eröffneten Agenten das Feuer auf Demonstranten und junge Menschen zündeten das große Transparent von Qassem Soleimani an. In Bukan marschierten Menschen zum Büro des Gouvernements. In Kermanshah demonstrierten Menschen auf den Straßen Nobahar und Ferdowsi und stießen mit den Agenten zusammen. In Babol stießen die Menschen mit den Unterdrückungskräften zusammen, die das Feuer auf sie eröffneten. In Sari demonstrierten Menschen vor dem Gemeindegebäude und rissen das Bild von Chomeini herunter.

Die staatliche Nachrichtenagentur Mehr gab am Dienstag, dem 15. November, bekannt, dass ein IRGC-Oberst namens Reza Almasi bei einem Zusammenstoß in Bukan getötet worden sei.

Am Dienstag sagte Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI): Heute hat sich der Iran mit seinen Basarhändlern, Arbeitern, Jugendlichen, Frauen und Studenten am dritten Jahrestag des Aufstands vom November 2019 trotz der maximalen Mobilisierung des Regimes erhoben. Von morgens bis Mitternacht, von Nord nach Süd und von Ost nach West, riefen sie: „Wir werden kämpfen, wir werden sterben, wir werden den Iran zurückerobern“ und „Versprechen an Mahsa, Hadith, Siavash, Feuer wird durch Feuer erwidert.“

Die Welt war Zeuge der Entschlossenheit des Volkes, das Regime zu stürzen und eine demokratische Republik auf der Grundlage der Volksabstimmungen und der Trennung von Religion und Staat zu errichten. Die Unterdrücker haben nicht die Fähigkeit, sich einer Nation zu stellen, die sich erhoben hat. Die Welt muss die demokratische Revolution des iranischen Volkes anerkennen.

National observation of the anniversary of November 2019 uprising – Businessmen & shop owners went on strike in Tehran, Shiraz, Rasht, Bandar Abbas

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
16. November 2022

15. November – Semnan, östlich von Teheran, #Iran
Die Einheimischen streikten heute und setzten damit die landesweiten Proteste gegen das Regime am 61. Tag des Aufstands fort#IranRevolution2022#اعتصابات_سراسری pic.twitter.com/TAnNi3Ngn3

– Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) (@Mojahedineng) 16. November 2022

 

Der Iran steht gemeinsam zum 3. Jahrestag des Aufstandes vom November 2019 und dem Start des dritten Monats des landesweiten Aufstands auf


Iran Protest-Nr. 132

Proteste und Zusammenstöße in mindestens 50 Universitäten, 30 Orten in Teheran und den meisten Provinzen, größter Streik der Ladeninhaber seit Beginn des Aufstands

Seit heute Morgen, Dienstag, dem 15. November, dem 61. Tag des landesweiten Aufstands und dem 3. Jahrestag des blutigen Aufstands vom November 2019, haben sich Teheran und andere Städte im ganzen Iran mit den Parolen „Tod Khamenei“ und „Tod dem Diktator“ erhoben. Studenten an Universitäten organisierten Sitzstreiks und Proteste, Händler auf Märkten streikten und Jugendliche in mehreren Stadtteilen nahmen ihre Proteste wieder auf und stießen mit repressiven Kräften zusammen.

Laut Berichten, die bis 15:00 Uhr Teheraner Zeit eingegangen sind, protestierten mindestens fünfzig Universitäten, darunter die größten und ältesten Universitäten des Landes und organisierten Sitzstreiks.

In Teheran demonstrierten Studenten der Sharif-Universität, Fakultät für Elektrotechnik und Computertechnik und Fakultät für Psychologie und Erziehungswissenschaften der Nationalen Universität, zentrale Zweigstelle der Azad-Universität Teheran, Azad-Universität Teheran – Fakultät für Forschungswissenschaften, Khajeh Naseer-Universität – Fakultät für Elektrotechnik, Juristische Fakultät der Universität Teheran, Soureh-Universität, Omran-Universität (Bauwesen), West-Teheran-Azad Universität, Universität für Wissenschaft und Kultur, Yaftabad Technische Schule der Islamischen Revolution, Universität von Teheran-Pardis Schule, Tarbiat Modares Universität, Pars Universität für Architektur und Kunst, Zweigstelle Abbaspur der Nationalen Universität.

Ebenso in anderen Städten, einschließlich der Azad-Universität in Karaj, Razi in Kermanshah, Khorasgan in Isfahan, Ferdowsi in Mashhad, Jabarian in Hamedan, Azad in Najaf Abad, Mathematik und Grundwissenschaften in Gilan, Homayunshahr, Urmia, Yazd, Azadin Täbris, Jundishapour , Amol, Azad in Abadan, Azad in Rasht, Noshirwani in Babol, Azad in Birjand und die technische und berufliche Fakultät der Universität Täbris.

Die Fakultät für Leibeserziehung der Universität Täbris, die geisteswissenschaftliche Fakultät von Isfahan, Azad in Schiras, die technische Fakultät der Universität von Schiras, die technische Fakultät von Bahoner von Schiras und die Isfahan Technikschule für Mädchen führten ihre Proteste und Sitzstreiks durch.

Die Studenten skandierten bei ihren Protesten: „1500 Menschen starben in Aban (November 2019)“, „All diese Jahre der Kriminalität, nieder mit dem Velayat-e Faqih“, „Dies ist die letzte Botschaft, das Regime selbst ist das Ziel, „Wir schwören auf das Blut der Gefallenen, dass wir diesen Weg bis zum Ende fortsetzen werden“ und „Wir haben unsere Liebsten nicht geopfert, um die Mörder [Khamenei] zu besänftigen.“ Studenten des zentralen Campus der Teheraner Universität wurden mit den paramilitärischen Basidsch-Kräften konfrontiert. Die Studenten der Teheraner Amir-Kabir Universität stießen mit Unterdrückungskräften, einschließlich Agenten in Zivil, zusammen und bestraften sie.

Der größte Streik seit Beginn des Aufstands begann heute auf Teherans traditionellem Basar und in anderen Städten des Landes. Im Großen Basar von Teheran, dem berühmten Schmuckbasar, dem Gepäck- und Kofferbasar, dem Buchmacherbasar, dem Basar in der Innenstadt und in anderen Bezirken von Teheran wie Abbas Abad, Tajrish, Manochehri, Cheraq Barqh, Teheran-Pars, Pole-Chooby, Parsian, Koucheh Berlan, Sattar Khn, Suhrvardi, Ala-eddin Passage, Sepehsalar streikten Händler.

Die Kaufleute auf Teherans Großem Basar skandierten: „Tod dem Diktator“ und „Dieses Jahr ist das Jahr der Opfer; Seyed Ali (Khamenei) wird gestürzt“. Sie zündeten ein Motorrad der Agenten des Regimes an.

Händler streikten in den meisten Städten, darunter Shiraz, Shahryar, Diesel-abad of Kermanshah, Sanandaj, Oshnavieh, Javanrood, Saqez, Bukan, Baneh, Marivan, Divandarreh, Kamiyaran, Zahedan, Garmsar, Azad Shahr in Yazd, Sabzevar, Kazeroon, Shahrekord, Marv Dasht, Malek Shahr, Isfahan, Rasht, Kish, Markt im Stadtzentrum von Bandar Abbas, Abresan in Täbris und Abadan.

An dreißig Orten in Teheran wurden öffentliche Proteste bis 15:00 Uhr Ortszeit gemeldet. Teheraner protestierten an verschiedenen Orten wie der Teheraner U-Bahn, dem Großen Basar von Teheran, der Noor-Passage, Koucheh Berlan, der Coca-Cola Kreuzung, der Amir-Kabir Straße, Cherag Bargh und dem Sanat-Platz; region2, Labafinejad Bezirk 11, Gharb Township, Kargar South, Valiasr, Baharestan, Nazi Abad, Jumuri Straße, Nemat Abad Polizei Station, Bwezirk 19, etc. Sie riefen „Tod dem Diktator“ und errichteten an vielen Orten Straßensperren, Mülltonnen wurden verbrannt und Verkehrszeichen demontiert. Tapfere Frauen aus Teheran protestierten in der Kargar-Straße. Auf der Fath-Autobahn in Teheran zündeten rebellische Jugendliche ein Motorrad der repressiven Agenten an. Die Zahl der Demonstranten wuchs allmählich.

In Sanandaj protestierten rebellische Jugendliche, indem sie in verschiedenen Straßen Feuer legten. In Marv-Dasht stießen die Menschen mit den repressiven Agenten des Regimes zusammen und zwangen sie zur Flucht. In einer Moschee stationierte Agenten des Regimes begannen, auf Menschen zu schießen. In Sharaa blockierten Jugendliche die Straße, indem sie Straßenschilder abmontierten.

Tapfere Jugendliche aus Yazd haben heute Morgen mit Molotow-Cocktails das Büro von Khamenei in der Provinz angegriffen. In Kermanshah protestierten Jugendliche in der Gemeinde Imam und zündeten Mülleimer an. Unterdrücker griffen Menschen in Schiras brutal an und schlugen die Fenster der Autos und Geschäfte der Streikenden ein.

Menschen versammelten sich und protestierten in Rasht, Koohdasht in Lorestan, Karaj, Gohardasht, Kerman, Kermanshah und Homayunshahr. In Isfahan kam es zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften des Regimes. Einheimische in Chalus (Nordiran) protestierten und Jugendliche zündeten eine Polizeistation an. In Kermanshah und Gorgan wurde eine Bassidsch-Basis angezündet.

In mehreren Schulen in Teheran skandierten Schüler „Tod dem Diktator“ und „Freiheit, Freiheit, Freiheit“. Studentinnen protestierten in der Labafinejad-Straße, indem sie skandierten: „Du bist unzüchtig; Ich bin eine edle Frau“ und in Naziabad (Süd-Teheran) machten Studenten einen Protest, wo sie skandierten: „Ich werde töten, wer auch immer meine Schwester getötet hat.“

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)

15. November 2022

15. November – Teheran, #Iran
Distrikte Gisha und Ferdows
Große Menge von Demonstranten, die skandieren: „Freiheit! Freiheit! Freiheit!“ #IranRevolution2022#مرگ_بر_ستمگر_چه_شاه_باشه_چه_رهبر pic.twitter.com/JqhWjxpQlF

– Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) (@Mojahedineng) 15. November 2022

15. November – Teheran, #Iran
Die unterdrückenden Sicherheitskräfte des Regimes eröffneten das Feuer auf Menschen in einer U-Bahn Station#IranRevolution2022#مرگ_بر_ستمگر_چه_شاه_باشه_چه_رهبر pic.twitter.com/R2RD2NwIUO

– Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) (@Mojahedineng) 15. November 2022

15. November – Shiraz, Süd-Zentral-#Iran
Große Menge von Demonstranten, die skandieren: „Tod dem Diktator!“ #IranRevolution2022#مرگ_بر_ستمگر_چه_شاه_باشه_چه_رهبر pic.twitter.com/VjHhtn18H5

– Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) (@Mojahedineng) 15. November 2022

 

Unterstützt Irans Aufstand und beendet das Schweigen, das die Straflosigkeit des Regimes verstärkt


Es ist jetzt, wo der iranische Volksaufstand fast zwei ganze Monate lang andauert, schon überfällig, dass die internationale Gemeinschaft die reale Möglichkeit eines Regime-Wechsels anerkennt und entsprechend zu handeln beginnt.

Westliche Führer haben den Protestierenden verbale Ermutigung angeboten. Aber solche Statements sind im Allgemeinen hinter einer angemessenen Rückenstärkung der Volksbewegung für einen Regimewechsel oder der Anerkennung des Rechts auf Selbstverteidigung angesichts einer sich eskalierenden staatlichen Repression zurückgeblieben.

Natürlich haben die westlichen Mächte und die internationalen Gremien diese Repression angeprangert, aber sie müssen eben auch eine Strategie in Gang setzen, die wirklich darauf abzielt, sie zu stoppen oder die Täter dabei zur Verantwortung zu ziehen.

Es gibt hingegen viel, was sie für die Erreichung solcher Ziele tun können und das meiste davon sollte auch dem iranischen Volk dabei helfen, seine eigenen Ziele zu erreichen, ohne dass der Grad der direkten auswärtigen Intervention in iranische Angelegenheiten erhöht wird.

Die iranischen Behörden haben etwa 550 Protestierer getötet, während 10 000 verhaftet worden sind. Um die 1000 Anklagen wurden allein in Teheran in den vergangenen zwei Wochen erhoben. Einige davon sind politische Vorwürfe wie „Feindschaft gegen Gott“, was die Todesstrafe nach sich zieht.

Das Volk hat sich tapfer widersetzt gegen alle Versuche der Repression, wobei es oft schwer bewaffneten Sicherheitskräften gegenüberstand und selber nur Steine werfen konnte. Aber ohne einen spürbaren Druck von der Außenwelt kann der Widerstand gerade nur so viel tun.

Die Gegenmaßnahmen werden unvermeidlich weitergehen, bis entweder das Regime ein für allemal in sich zusammenfällt oder bis die Mullahs zur Einsicht gebracht werden, dass sie sich selbst in größere Gefahr bringen mit Durchhalten als mit einem Rückzug. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sie diesen Schluss irgendwann bald ziehen, wenn sie es aber jemals tun, so deshalb, weil sie zweifachem Druck ausgesetzt sind von der heimischen Bevölkerung und von der Außenwelt.

Das iranische Volk hat seinen Teil dazu beigetragen, diese Situation zu schaffen seit dem Tod von Mahsa Amini in den Händen der „Sittenpolizei“ Teherans. An jeder Wegbiegung hat es klar gemacht, dass es nichts in ein Sich Schicken in den Status quo zurückzwingen wird. Die Sicherheitskräfte bleiben beschäftigt mit Demonstrationen in mehr als 200 Städten, die Rufe wie „Tod dem Diktator“ wiederholen und erklären, dass das Regime in „diesem blutigen Jahr“ fallen wird.

Zudem gewann im Gegensatz zu früheren Aufständen die jetzige Bewegung für einen Regimewechsel an Kraft mit jedem Tod, der folgte unter den Händen der Sicherheitskräfte. Die schiitische Tradition bestimmt, dass Gedenkfeiern 40 Tage nach dem Tod einer Person abgehalten werden und diese Zeremonien wurden zu Funken für zahlreiche Versammlungen von Tausenden und Tausenden von Protestierern, die nicht nur ihre Trauer über ihre gefallenen Kollegen bekundeten, sondern auch garantierten, das der Tod jener nicht umsonst sein werde.

Die schiere Größe und Häufigkeit dieser Versammlungen sind klar eine Herausforderung für die lange geübte Strategie des Regimes des Stoppens öffentlicher Unruhe. So setzte sich der Aufstand in seinen dritten Monat fort, auch nachdem das Haupt des Corps der Iranischen Revolutionsgarden ein Ende des „Krawalls“ verkündete und jedem drohte, der weiterhin auf die Straße geht.

Ähnliche Drohungen wurden von niemand anderem als dem Obersten Führer Ali Khamenei zum Ausdruck gebracht, dennoch verurteilen ihn die Protestierer weiterhin unter der Nennung seines Namens und bestehen darauf, dass seine Regentschaft zu Ende sei.
Leider macht es das relative Schweigen der internationalen Gemeinschaft fast gewiss, dass die derzeitige Zahl der Todesfälle sich weiter eskaliert.

Dieses Schweigen hat die seit je vorhandene Auffassung verstärkt, dass Teheran in Sachen Menschenrechte Straflosigkeit genießt und dass es immer noch als legitimer Spieler auf der Weltbühne behandelt werden wird gleichgültig, wie schwerwiegend seine Verstöße sein mögen.

Es gibt direkte Schritte, die die Weltmächte unternehmen können, um dieses Gefühl der Straflosigkeit zu beseitigen, wenn sie das ihre tun wollen, um Teheran davon zu überzeugen, dass es nicht darauf hoffen kann, sein Festhalten an der Macht beizubehalten und zugleich jede Opposition Maßregelungen zu unterwerfen. Die iranischen Botschaften sollten durchweg geschlossen werden und alle noch ausstehenden Verhandlungen mit dem Regime sollten beendet werden.

Die Führer der Welt sollten auch in Betracht ziehen, den Dialog mit der Kraft hinter den jetzigen Unruhen zu eröffnen, nämlich dem Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI), der eine gangbare demokratische Alternative zum theokratischen System darstellt.
Die internationale Gemeinschaft kann auch die Bemühungen dieser Organisation abstützen und dabei helfen, den internen Druck auf das Kleriker Regime zu erhöhen, einfach indem sie die Rechte des iranischen Volk bestätigt, sich gegen die Tyrannei und Repression aktiv zu verteidigen.

Das ist ein Schritt, den die westliche Welt schon vor langer Zeit hätte tun sollen, genauso wie sie die Verantwortlichkeit derer hätte zum Thema machen sollen, die die Niederschlagung des Aufstands im November 2019 durchgeführt haben. Aber auch drei Jahre nach jener Niederschlagung ist es nicht zu spät, Position zu beziehen im Kampf zwischen dem iranischen Regime und dem Volk, besonders weil die Iraner diesem Kampf für eine übersehbare Zukunft verpflichtet sind.