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Iran: Exklusiv-Interview mit Sarvnaz Chitsaz, Vorsitzende des Frauenausschusses des NWRI

 

Die Proteste gegen das Regime weiten sich im Iran weiter aus. Der Aufstand des iranischen Volkes wurde von Anfang an von Frauen angeführt.

Angesichts eines frauenfeindlichen Regimes sind die iranischen Frauen die motivierteste treibende Kraft hinter dem, was viele als die demokratische Revolution im Iran bezeichnen.

Doch ihre führende Rolle ist kein spontanes Phänomen. Sie hat ihre Wurzeln in 43 Jahren des Kampfes gegen die herrschende Frauenfeindlichkeit. Ein Beweis dafür ist die Rolle der Frauen im iranischen Widerstand, die nicht nur als Wegbereiterinnen des Freiheitskampfes fungieren, sondern auch führende Positionen innehaben.

Heute führten wir ein Exklusivinterview mit Sarvenaz Chitsaz, der Vorsitzenden des Frauenkomitees des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI). In diesem Interview beleuchtet Frau Chitsaz die Rolle der iranischen Frauen im aktuellen Aufstand und die Geschichte des Kampfes der Frauen für Freiheit und Gleichheit.

Die Welt beobachtet, dass iranische Frauen eine führende Rolle bei den aktuellen Protesten im Iran spielen.

Können Sie dies näher erläutern? Warum Frauen? Wie kommt es, dass sie die Proteste anführen?

Wir haben es mit einem frauenfeindlichen Regime zu tun, das in den letzten vierzig Jahren die elementarsten Rechte der Frauen verletzt hat, darunter auch das Recht auf freie Wahl der Kleidung. Deshalb sind Frauen besonders motiviert, gegen dieses Regime zu kämpfen.

Die Rolle der Frauen bei den Protesten ist kein spontanes Phänomen. Sie hat ihre Wurzeln im Kampf der iranischen Frauen in den letzten 43 Jahren, in denen Zehntausende von Frauen inhaftiert, gefoltert und hingerichtet wurden.

Die Zahl der Frauen, die im Iran wegen ihrer politischen Überzeugungen hingerichtet wurden, zumeist wegen ihrer Zugehörigkeit zur MEK, ist in der Neuzeit beispiellos.

Ihre Opfer sind ein untrennbarer Bestandteil der iranischen Zeitgeschichte und haben sich in das Bewusstsein des iranischen Volkes eingeprägt.
Darüber hinaus haben Frauen im iranischen Widerstand auf allen Ebenen eine Schlüsselrolle gespielt. 56 % der Mitglieder des NWRI sind Frauen.

Die gewählte NWRI-Präsidentin ist eine Frau. Die Generalsekretärin der Volksmodjahedin (MEK) ist eine Frau, und seit vielen Jahren stehen Frauen an der Spitze der Organisation.

Was sind die Forderungen der iranischen Frauen? Ist es eine reine Forderung nach Gleichstellung der Geschlechter, einschließlich des Rechts auf freie Kleiderwahl?

Die iranischen Frauen fordern zweifellos die Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen, einschließlich des Rechts, ihre Kleidung und ihr soziales Leben selbst zu wählen, und, was noch wichtiger ist, die rechtliche Gleichstellung in Bezug auf wirtschaftliche und politische Möglichkeiten.
Sie wissen jedoch, dass sie ihre Ziele nicht erreichen werden, solange das fundamentalistische Regime an der Macht ist.

Deshalb ist ihr oberstes Ziel, dieses Regime zu stürzen. Alles andere wäre eine Verfälschung der Forderungen des iranischen Volkes und ein Geschenk an das Regime der Mullahs.

Wie stehen Sie als Muslimin zu dem Recht der Frauen, ihre Kleidung frei zu wählen?

Ich glaube fest an die Wahlfreiheit von Frauen, über ihr soziales Leben, ihre Kleidung, ihr Studienfach und ihre Karriere zu entscheiden. Meiner Meinung nach besteht wahre Demokratie darin, die Ansichten anderer zu respektieren und ihre Rechte zu verteidigen. Was die Mullahs tun, ist gegen den Islam und eine Beleidigung für die wahren Gläubigen.

Diktatoren wollen dem Volk ihre Ansichten aufzwingen. Der Vater des abgesetzten Schahs versuchte, die Frauen zu zwingen, ihre Kopftücher abzunehmen, und das Regime der Mullahs versuchte, das Tragen von Kopftüchern zur Pflicht zu machen. Ich halte beides für falsch. Frauen müssen frei entscheiden können und dürfen nicht gezwungen werden, etwas zu tun.

Als Khomeini 1979 begann, die Frauen zum Tragen des Schleiers zu zwingen, standen die Anhängerinnen der MEK, die Muslime waren und das Kopftuch trugen, in den ersten Reihen der Demonstration gegen die Schleierpflicht.
Wir sind der Meinung, dass die iranischen Frauen frei entscheiden sollen, woran sie glauben, was sie tragen und wie sie leben wollen. Kurz gesagt, wir lehnen den Schleierzwang, den Religionszwang und den staatlichen Zwang ab.

Es gibt Berichte, wonach eine Reihe von Jugendlichen, darunter auch junge Mädchen, verhaftet oder sogar getötet worden sind. Das iranische Regime hat dies dementiert. Was ist die Wahrheit?

Wir haben mindestens 26 minderjährige Mädchen und Jungen identifiziert, die während des jüngsten Aufstandes vom Regime getötet wurden. Ein Beispiel ist die 15-jährige Asra Panahi. Sie wurde von Agenten in Zivil zu Tode geprügelt, weil sie sich geweigert hatte, an der Propagandazeremonie für Khamenei teilzunehmen.

Das Regime behauptete fälschlicherweise, sie habe Selbstmord begangen. Derzeit befinden sich viele Jugendliche in Gefängnissen im ganzen Land, und die UN und die internationale Gemeinschaft müssen unverzüglich handeln, um das iranische Regime zu zwingen, sie freizulassen.

Was ist der NWRI-Plan für Frauen?

Der NWRI hat den Plan vor 35 Jahren ratifiziert, der die volle Gleichberechtigung der Frauen in allen Bereichen ihres Lebens garantiert.

Für uns beschränkt sich die Gleichberechtigung der Frauen nicht auf ihre Kleidung, sondern umfasst alle Grundrechte, die Gleichheit vor dem Gesetz und, was noch wichtiger ist, die gleichberechtigte Beteiligung an der politischen Führung und die Gleichberechtigung im wirtschaftlichen Bereich.
Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des NWRI, hat erklärt, dass alle geschriebenen oder ungeschriebenen Gesetze zur Kontrolle der Kleidung oder des Verhaltens von Frauen unter der Überschrift “unpassende Verschleierung”, die das Recht der iranischen Frauen auf Freiheit und Sicherheit verletzt haben, im Iran von morgen keinen Platz mehr haben werden.
Insbesondere hat sie erklärt, dass das Scharia-Recht der Mullahs im künftigen Iran abgeschafft und alle diskriminierenden Gesetze nach dem Sturz des Regimes aufgehoben werden.

19 weiteren Märtyrern des iranischen Volksaufstandes veröffentlicht.

Iran: 19 weitere Märtyrer des landesweiten Aufstandes identifiziert

Bis heute hat die PMOI die Namen von 260 Märtyrern des Aufstands, darunter 116 Märtyrer von Zahedan, veröffentlicht.

Die Volksmodjahedin (PMOI/MEK) hat heute, am 23. Oktober, die Namen von 19 weiteren Märtyrern des iranischen Volksaufstandes veröffentlicht. Bisher wurden die Namen von 260 Märtyrern des Aufstandes bekannt gegeben.

Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des „Nationalen Widerstandsrat Iran“, sagte, die Märtyrer des Aufstandes seien die leuchtenden Sterne in der Geschichte unseres Landes, die das ultimative Opfer für die Freiheit und die Souveränität des iranischen Volkes gebracht und das Ende der dunklen Ära des religiösen Faschismus garantiert hätten.

Das blutige Dossier dieses Regimes muss dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorgelegt werden, und seine Führer sollten für vier Jahrzehnte Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord sowie für die Verbrechen, die sie jeden Tag am iranischen Volk begehen, strafrechtlich verfolgt werden. Die Ermordung von Kindern, der Menschen in Zahedan und die Tötungen im Evin-Gefängnis sind drei eindeutige Beispiele für Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

[Liste der Märtyrer aus Homepage ist zu ergänzen]

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
23.Oktober 2022

Iran-Schiraz: Projektion des Bildes von Maryam Rajavi und des Slogans “Das besetzte Heimatland kann befreit werden”

Am Abend des 22. Oktober projizierten die Widerstandseinheiten im Rahmen ihrer Anti-Repressionskampagne ein großes Bild von Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin des „Nationalen Widerstandsrat Iran“ (NWRI), zusammen mit dem Slogan “Das besetzte Heimatland kann befreit werden” auf der Rahmat-Autobahn in Shiraz, im südlichen Zentrum des Iran.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat von Iran (NWRI)

  1. Oktober 2022

Keine medizinische Behandlung für verletzte Gefangene, Versammlung der Angehörigen politischer Gefangener vor dem Evin Gefängnis am 7. Tag


Iran Protest-Nr. 73
Am heutigen Samstag, dem 22. Oktober, versammelten sich die Familienangehörigen politischer Gefangener am siebten Tag in Folge vor dem Evin Gefängnis, um etwas über die Situation der Ihnen Nahestehenden herauszubekommen nach dem zügellosen Angriff der Unterdrückungskräfte am 15. Oktober im Evin Gefängnis auf politische Gefangene und den brutalen Morden. Die Angehörigen bekamen keine Antwort von den Unterdrückungskräften über den Zustand der Gefangenen.

Die meisten Gefangenen, die an schweren Verletzungen leiden, die ihnen beim brutalen Angriff der NOPO (Spezialtruppe im IRGC für den Schutz der Obersten Führers) zugefügt wurden, bekommen keinerlei medizinische Behandlung.

Auf diese Gefangenen wurde von der NOPO gezielt geschossen und sie wurden heftig mit Stöcken geschlagen. Darüber hinaus werden den Gefangenen im Trakt 8 kein Aufenthalt an der frischen Luft und keine Einkaufmöglichkeit von notwendigen Dingen im Gefängnisladen erlaubt.
Den Gefangenen, die aus dem Evin Gefängnis in das Gohardasht verlegt worden sind und die zumeist verwundet sind, werden auch der grundlegende Bedarf zum Leben und auch medizinische Behandlung versagt. Auch sie dürfen nicht an die frische Luft und in den Gefängnisladen. Kranke Gefangene kommen nicht die notwendigen Medikamente.

In diesem Zusammenhang hat die Khabar Fory („Eilnachrichten“) Webseite Ahmad Alirezabeigi zitiert, ein Mitglied des Ausschusses für Räte und internationale Angelegenheiten im Parlament des Regimes, der sagte: „Etwa 1300 Gefangene wurden aus dem Evin in das Fashafouyeh Gefängnis verlegt“.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
22. Oktober 2022

 

Verbreitete Studentenstreiks, Proteste und andere Arbeitsniederlegungen in verschiedenen Städten am 37. Tag der Aufstände


Iran Protest-Nr. 72
Am 37. Tag der landesweiten Erhebung, am 22. Oktober, veranstalteten Studenten an verschiedenen Universitäten Streiks und Demonstrationen. So in Teheran die Sharif, Allamah, Künste, Melli, Naturwissenschaften und Kultur, in Täbris Medizin, in Ahwaz Jondishapur Medizin, in Yazd Asdakan, in Isfahan Yasoudsch Mohadscher, in Yazd die Fakultät für Kunst und Architektur, in Isfahan Zahnmedizin, in Mazandaran, in Hamedan Medizin, und in Kermanshah Razi.

Die Studenten an der Melli Universität skandierten: „Alle diese Jahre der Verbrechen, Tod diesem velayat (Khamenei)“ und „Hütet Euch vor dem Tag, wo wir zu den Waffen greifen“

Die Studenten an der Universität von Mazandaran stellten sich den Sicherheitskräften und Basidsch entgegen und riefen: „Befreit alle politischen Gefangenen“, die Studenten der Sharif Universität stimmten an: „Studenten, ruft nach euren Rechten“.

Die Studenten der Razi Universität skandierten: „Wurzellose Basidsch, Schande über euch“ und die Studenten der technischen Fakultät der Universität Teheran riefen bei ihrem Demonstrationszug „Kanonen, Tanks und Maschinengewehre sind nicht länger wirksam, erzählt meiner Mutter, dass sie keine Tochter mehr hat“.

Zur gleichen Zeit protestierten Studenten und junge Leute in manchen Distrikten von Teheran und sie riefen: „Tod dem Diktator“ und Autos im Verkehr schlossen sich ihnen an mit Hupen. Jugendliche in Maschhad demonstrierten in der Kowthar Straße mit den Rufen: „Habt keine Angst, wir sind alle zusammen“.

Heute Morgen waren Sanandadsch, Saqqez, Baneh, Bukan, Mahabad, Marivan und viele andere Städte Zeugen eines massiven Streiks auf den Märkten. Der mobile Handelsmarkt in der Jumouhri Straße in Teheran und die Ladeninhaber und Lastwagenfahren in Mavdasht, Rezvanshahr, Isfahan und auf der Saveh Straße gingen auch in den Streik.

Die Arbeiter der Aydin Schokoladefabrik in Täbris streikten und riefen den Amtsträgern, die ihren Sttreik beenden wollten entgegen: „Schande über euch! Schande über euch!“
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
22. Oktober 2022

Iran: Der Modus Operandi des IRGC im Umgang mit dem Aufstand

Der Ausschuss für Sicherheit und Terrorismusbekämpfung des Nationalen Widerstandsrates Irans (NWRI) hält es für notwendig, den Inhalt einiger Direktiven und Berichte der Revolutionsgarden (IRGC) über seinen Modus Operandi und die Politik des Regimes zur Bekämpfung des Aufstands zu veröffentlichen.

Einige der Dokumente, die mit den Unterschriften und Siegeln der IRGC-Kommandeure versehen sind, werden in späteren Erklärungen veröffentlicht und befinden sich im Besitz des Sekretariats des NWRI. Sie können von jeder zuständigen internationalen Behörde eingesehen werden.

Alle Unterdrückungskräfte, Einheiten und Organe des Regimes, einschließlich der IRGC, der Staatssicherheitskräfte und des Geheimdienstministeriums, einschließlich Agenten in Zivil und verschiedener Kräfte und Spezialeinheiten, operieren unter dem Kommando der Sarallah-Devision, die vom Oberbefehlshaber der IRGC, Generalmajor Hossein Salami, befehligt wird.

Sein Stellvertreter, der die Befehle unterzeichnet, ist Brigadegeneral Hossein Nejat vom IRGC. Brigadegeneral Hassan Hassanzadeh ist der Befehlshaber des Schutzkorps für den Großraum Teheran, sein Stellvertreter ist Brigadegeneral Mahmoud Tavakoli.

Dokument Nummer 1
„Datum: Oktober 9, 2022
An: Liste der Empfänger
Betrifft: Benachrichtigung über die Mission
Um die Sicherheitslage in Teheran zu stabilisieren und möglichen Unruhen vorzubeugen, ist es notwendig, am 9. Oktober 2022 Folgendes umzusetzen.

A- Stationierung von Kräften am Morgen:
Durch die Entsendung von Sicherheitskräften sowie von Brigaden der Hilfskommandos können die operativen Stützpunkte die Leistungsfähigkeit der Sicherheitskräfte unter Beweis stellen. Sie sollten diese Richtlinie ab 09:30 Uhr an den folgenden Punkten umsetzen.
1- Quds-Brigade:
Research Science Universität Imam Sajad-Einheit
Hashemi Rafsanjani Azad Universität Imam Hadi-Einheit
Punak-Platz Imam Hadi-Einheit
Tirajeh Commercial-Anlage Imam Hadi-Einheit
Sadeghieh (1. Und 2. Kreisverkehr) Modern Warfare-Einheit

2- Nasr-Garnison:

Amir Kabir Universität Aal-e Mohammed Brigade
Science and Technology University Aal-e Mohammed Brigade
Hakimiyeh Azad University Saheb Al-Zaman-Einheit
Tarbiat Modarres University Saheb Al-Zaman-Einheit
Tehran Technical University Saheb Al-Zaman-Einheit
Vali-e Asr Square Basidsch-Kräfte in Büros
Haft-e Tir Square Basidsch-Kräfte in Büros
Intersection of Jamalzadeh and Enghelab Arbeiter-Basidsch-Kräfte
Intersection of Garib and Enghelab Arbeiter-Basidsch-Kräfte
Ferdowsi square Paramilitärische Truppe der Basidsch-Veteranen
Enghelab Square Code 2 Bataillone des Teheraner IRGC-Hauptquartiers

3- Fath-Garnison:
Imamzadeh Hassan Hilfs-Hauptquartier der IRGC-Brigade der Bodentruppen
Yaft Abad – Kreuzung HQ-Hilfsbrigade des Shahid Motahari College
Möbel-Basar HQ-Hilfsbrigade des Shahid Motahari College
Vali-e Asr-Stadt HQ-Hilfsbrigade des Shahid Motahari College

 

 

 

4- Qadr-Garnison:
15 Khordad – Platz Imam Hassan-Einheit
Nasser Khosrow / Amirkabir – Kreuzung Hilfs-Hauptquartier der IRGC-Brigade der Bodentruppen
Lalezar Straße Hilfs-Hauptquartier der IRGC-Brigade der Bodentruppen
Sa’adi / Lalezar Kreuzung Hilfs-Hauptquartier der IRGC-Brigade der Bodentruppen
Ekbatan / Mellat Kreuzung Hilfs-Hauptquartier-Brigade der Basidsch-Organisation
Amin Hozour Fork Kreuzung IRGC-Generalstabs-Hilfsbrigade des Hauptquartiers
Sirus Kreuzung IRGC Generalstab HQ Brigade
Mowlavi Kreuzung Hilfs-Hauptquartier der IRGC-Brigade der Bodentruppen
Ferdowsi / Nofel Loshato Kreuzung Basidsch Veteranen
Saadi / Manouchehri Kreuzung Hazrat Zahra Brigade
Baharestan / Zahirul Islam Kreuzung Hilfs-Hauptquartier-Brigade der Basidsch-Organisation
Mokhber al-Dowleh Kreuzung Hazrat Zahra Brigade
Jomhuri / Vali-e Asr Kreuzung Hazrat Zahra Brigade
Vali-e Asr Kreuzung zu Vali-e Asr – Platz. Hazrat Zahra Brigade
Enghelab Str. von Quds Kreuzung zu 16th Azar Hazrat Zahra Brigade

5- Operative Abteilung:
Die Einsatzabteilung sollte in Form von mobilen Motorradbataillonen ab 09:30 Uhr an den folgenden Orten eingesetzt werden:
• Imam Khomeini Platz
• Lalezar-Straße
• Baharestan-Platz
• Sepahsalar Garten
• Ekbatan – Mellat

B- Stationierung von Kräften am Nachmittag:
Die operative Garnison ruft ab 15.00 Uhr 100 % aller Basidsch-Bataillone und Offiziere der Brigaden, Einheiten und Basidsch-Widerstandsgebiete zurück und setzt ihren Einsatz vorrangig an den folgenden Punkten fort:

• Hazrat-Zahra-Brigade
• Drei Bataillone im Bezirk Nasi-Abad unter der Verantwortung von Bruder Abedini
• Enghelab-Straße vom Enghelab-Platz bis zur Vali-e Asr-Kreuzung unter der Verantwortung von Bruder Ma’navi
• Aal-e Mohammad-Brigade
• Haft Howz-Platz unter der Verantwortung von Bruder Qassam – Teheranpars Bezirk unter der Verantwortung von Bruder Yar Mohammadi – Tajrish Platz unter der Verantwortung von Bruder Sheikhi
• Saheb al-Zaman-Brigade
• Vali-e Asr-Platz – Taleghani-Kreuzung – Fatemi-Platz – Laleh-Park und die Kreuzung von Keshavarz Blvd und Hejab-Straße.
• Imam Sajjad-Brigade
• Das Gebiet Sattar Khan untersteht dem Kommandanten Khorasani
• Imam Hussain-Brigade
• In der Pirouzi-Straße von der Koka-Kreuzung bis zum Kolahdoz-Platz
• Imam Reza-Brigade
• Gebiet Imamzadeh Hassan
• Fatehin-Brigade
• Vier Bataillone unter der operativen Kontrolle der Fat’h-Garnison im Gebiet Imamzadeh Hassan
• Neuer Krieg-Brigade
• Sadeghieh erster und zweiter Kreisverkehr

C- Koordinierungsanweisungen
• Hinsichtlich der Überwachung von Nachteinsätzen sollten die Einheiten und Gebiete des Basidsch-Widerstands Maßnahmen ergreifen.
• Die operativen Stützpunkte sollten die Bataillone Beit Al-Moqadas, Imam Hossein und Imam Ali, in denen Einheiten und Brigaden in Gefechte verwickelt sind, sorgfältig organisieren und stationieren.
• Aktivieren Sie Ihren Gefechtsstand ab 09:00 Uhr morgens.
• Achten Sie bei der Durchführung des Einsatzes auf Sicherheitserwägungen.

Unterschrift: Brigadegeneral Hassan Hassanzadeh, Kommandeur des Korps Muhammad Rasulullah für den Großraum Teheran, IRGC
Brigadegeneral Mahmoud Tavakoli, Stellvertretender Koordinator des Muhammad Rasulullah Korps für den Großraum Teheran“

Nationaler Widerstandsrat Iran (NWRI)
Ausschuss für Sicherheit und Terrorismusbekämpfung
18. Oktober 2022

Der Aufstand jetzt im Iran kommt für manche etwas überraschend, aber er verdient die Unterstützung von jedermann


Von Alejo Vidal-Quadras

Der Iran unterliegt seit mehr als einem Monat einer landesweiten Erhebung. Die Langwierigkeit, die Intensität und das Ausmaß dieser Proteste sind anscheinend für westliche Führer überraschend gekommen, denen man eine lange und unselige Geschichte der Unterschätzung des Zorns des iranischen Volkes und der Verwundbarkeit des iranischen Regimes zuschreiben kann.

Jetzt gibt es immer mehr Politiker und Analysten in Europa und in den Vereinigten Staaten, die zu der Einschätzung kommen, dass diese Erhebung direkt zu einer neuen Revolution und Absetzung der Diktatur der Mullahs führen könnte.

Aber es bleibt die Frage, ob die Europäische Union oder ihre Mitgliedstaaten wirklich ihre Außenpolitik ändern werden, um sie mit dieser neu gefundenen Erkenntnis des Potentials der Iraner, einer neue Zukunft für sich selbst zu entwerfen, in Einklang zu bringen.

Es ist zu erwähnen, dass einige westliche Politiker dieses Potential schon vor vielen Jahren erkannten. Und wenn man nach Reaktionen unter ihnen fragt, so findet man sehr wenige Äußerungen der Überraschung in Bezug auf den jetzigen Verlauf der Entwicklungen innerhalb des Iran.

Zum Beispiel hat eine politisch heterogene Gruppe von Mitgliedern des europäischen Parlaments, die Freunde eines Freien Iran (FoFI), sich für eine energischere westliche Politik eingesetzt mit dem Hintergedanken, dass dies dem iranischen Volk helfen werde bei der Erreichung seines lange versagt gebliebenen Ziels eines Regimewechsels.

Jetzt haben die FoFI eine Erklärung abgegeben, die von mehr als170 europäischen Parlamentariern unterzeichnet wurde, die eindeutig klarstellt: „Die Aussicht auf einen Wandel im Iran war niemals so sehr mit Händen zu greifen“ und „es wird Zeit, die Rechte des iranischen Volkes anzuerkennen, sich zu verteidigen, dieses Regime zu stürzen und einen freien und demokratischen Iran aufzubauen“.

Diese Erklärung .hat festgestellt, dass die jetzige Erhebung sich auf 170 Städte und 45 Universitäten in allen 31 Provinzen des Iran ausgebreitet hat und dass die Bewegung von Frauen und der Jugend des Landes angeführt wird.

Sie vermerkt auch: „Widerstandseinheiten und die organisierte Opposition nehmen hohe Risiken auf sich, um eine vitale Rolle bei der Organisation und der Aufrechterhaltung dieser Proteste zu spielen“, wie sie es im Zusammenhang von mehreren anderen landesweiten Aufstände allein seit 2017 getan haben.

Im Januar 2018, mitten in der ersten der weiter bestehenden Reihe der Proteste, hat niemand anders als der Oberste Führer des Regimes Ali Khamenei die Herausforderungen zugegeben, denen sein eigenes Regime von der organisierten Opposition, nämlich der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK), sich gegenüber sieht.

Diese seit langem bestehende prodemokratische Gruppe, habe, wie er sagte, „seit Monaten geplant“, die landesweite Unruhe möglich zu machen und solche provokativen gegen die Regierung gerichteten Slogans wie „Tod dem Diktator“ populär zu machen.

Die gleichen Slogans werden auch jetzt noch wiederholt im Zusammenhang mit einer Erhebung, die mit Äußerungen eines Volkszorns über den Tod der 22jährigen Mahsa Amini unter den Händen der Teheraner „Sittenpolizei.” angefangen hat.

Die Breite und Einheitlichkeit dieser Botschaften sind ein Zeichen für den allgemeinen Wunsch nach einem Regimewechsel ebenso wie die Rolle der Opposition dabei, jede neue Erhebung unmittelbar an ihre Vorgänger anknüpfen zu lassen.

Auch das ist etwas, was Unterstützer der MEK sowohl im Europäischen Parlament als auch sonst überall auf der Welt lange erkannt haben, während westliche Führer im Allgemeinen von der falschen Annahme ausgingen, dass es keine gangbare Alternative zum Mullah Regime gebe.

Es ist nur natürlich, dass diese Führer zögern würden, das Recht des iranischen Volkes auf Selbstbestimmung anzuerkennen, wenn es ihnen unklar war, zu was diese Selbstbestimmung führen würde und ob das dann mit den Interessen der westlichen Nationen im Einklang steht. Aber Gruppen wie FoFI wissen sehr genau, wohin die nächste Revolution im Iran führen wird.

Sie haben offen den 10-Punkte Plan der gewählten Präsidentin des Iranischen Widerstands für die Zukunft des Iran befürwortet.

Dieser Plan enthält Schlüsselprinzipien einer Demokratie wie Säkularität, Gleichberechtigung der Geschlechter und gleichen Schutz nach dem Recht und er bereitet die Bühne dafür, dass das iranische Volk zum ersten Mal an wirklich freien und fairen Wahlen teilnimmt.

Er beschreibt eine Plattform, für die unermüdlich von den MEK Widerstandseinheiten geworben wird, besonders nach der Erhebung im Januar 2018. Zwischen damals und dem Ausbruch der jetzigen Erhebung im vergangenen Monat haben die Aktivistenkollektive ihre Aktivitäten beständig beschleunigt und dabei ihre Taktiken ausgedehnt, so dass sie die Übernahme der Sendeeinrichtungen staatlicher Medien, die Zerstörung von Denkmälern für das Regime und so weiter einschlossen.

Die neuesten Erfolge der Widerstandseinheiten und der MEK im Allgemeinen hätten westlichen Politikern ausreichend Gründe geliefert, die breit unterstützte wochenlange Erhebung nach dem Tod Mahsa Aminis vorauszusehen, wenn es nicht Fakt gewesen wäre, dass so viele jener Politiker ihre ganzen Karrieren darauf aufgebaut haben, den Iranischen Widerstand zu marginalisieren und das zu beschwichtigen, was sie fälschlich als ein politisch stabiles iranisches Regime betrachteten.

Jetzt, wo die kollektive Überraschung über die Erhebung diese Annahme zu untergraben beginnt, ist es lebenswichtig, dass die internationale Gemeinschaft dem Rat in der Erklärung der FoFi folgt.

Die Erklärung bietet der EU, den Vereinten Nationen und ihren Mitgliedstaaten fünf konkrete Empfehlungen an. Erstens fordert sie die Überweisung der Verstöße gegen die Menschenrechte an den UNO Sicherheitsrat und andere Maßnahmen, um die Repression zu stoppen, die bisher 400 Teilnehmern an der gegenwärtigen Erhebung das Leben gekostet hat.

Zweitens empfiehlt sie die Schließung der Botschaften und andere Formen der Isolation des iranischen Regimes, solange es die Gewaltausübung nicht definitiv beendet.

Drittens fordert sie die internationale Gemeinschaft auf, den Iranern einen verlässlichen Zugang zum Internet zu geben, um ihre Organisationsbemühungen zu unterstützen.

Viertens empfiehlt sie die Verhängung der Magnitsky Sanktionen und anderer Strafmaßnahmen für die für die Unterdrückung von Opposition und andere unheilvolle Aktivitäten Verantwortlichen.

Und schließlich ruft die Erklärung alle demokratischen Nationen und ihre Führer auf, den grundlegendsten Schritt zu tun, der von den Freunden eines Freien Iran und ihresgleichen schon getan wurde, nämlich „die demokratischen Bestrebungen des iranischen Volkes und ihrer organisierten Widerstandsbewegung und ihr Recht, einen freien, demokratischen und säkularen Iran einzurichten, anzuerkennen“.

Manchen mag dies als eine rein symbolische Geste erscheinen, aber nachdem die Iraner im Laufe der letzten fünf Jahre mehrere autonome Aufstände gegen die Regierung unternommen haben, wäre es schwierig, den Wert klarer unzweideutiger Bekundungen internationaler Unterstützung für die Prinzipien und die Führung hinter der Bewegung für einen Regimewechsel zu überschätzen.

Alejo Vidal-Quadras, spanischer Professor für Atom- und Kern-Physik, war Vizepräsident des Europäischen Parlaments von 1999 bis 2014. Er ist Präsident des in Brüssel ansässigen International Committee In Search of Justice (ISJ) [Internationales Komitee für die Suche nach Gerechtigkeit]

Englische Parlamentarier unterstützen die Proteste im Iran und die organisierte Opposition unter der Führung von Frau Maryam Rajavi


Das British Committee for Iran Freedom [Englisches Komitee für die Freiheit im Iran] hat bei einem Treffen im Unterhaus am Dienstag, dem 18. Oktober 2022, die Meinungen ausgetauscht. Dieses Treffen war auch mit einer Online Zuschaltung der Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran /NWRI) Frau Maryam Rajavi. verbunden.

Dutzende von englischen Parlamentariern aus allen Parteien im Unter- und Oberhaus nahmen an diesem Treffen teil und drückten ihre starke Unterstützung für den großen Protest im Iran aus. Sie lobten auch die Tapferkeit iranischer Frauen, die in der derzeitigen Erhebung die Wegbereiter sind.
Unter anderem betonte Frau Rajavi: „Die iranischen Frauen wissen sehr gut, dass die Freiheit der Wahl – in allen persönlichen, sozialen und politischen Belangen – darunter die Freiheit, ihre Kleidung zu wählen. und das Recht auf politische und soziale Teilnahme nur möglich ist, wenn die religiöse Diktatur der Mullahs gestürzt wird.

„Deshalb dient ihre Entschlossenheit im Kampf gegen das Regime der Freiheit aller Menschen im Iran. Die Einheit der iranischen Menschen in ihrem Kampf für den Sturz der religiösen Diktatur heute garantiert die Gleichheit und Gerechtigkeit im Iran von morgen“, füge sie hinzu.

Frau Rajavi unterstrich, dass es nötig sei, dass die Weltgemeinschaft „das Recht des iranischen Volkes, den religiösen Faschismus der Mullahs abzuwerfen, und sein Recht aus Selbstverteidigung angesichts der brutalen Angriffe des Regimes anzuerkennen.

Bei dem Treffen am Dienstag lobten die englischen MPs und Lords die Rolle Frau Rajavis und der „Widerstandseinheiten” der Volksmudschahedin (MEK) an der Speerspitze und Wegbereitung des Volksaufstands.

Baroness Sandip Verma, die frühere Ministerin für Energie, Klimawandel und Internationale Entwicklung, die bei dem Treffen den Vorsitz hatte, betonte auch die Rolle der Frauen bei der jetzigen Erhebung.

„Die Rolle der Frauen bei den Protesten kam nicht über Nacht und spontan, sondern sie hat ihre Wurzel in den 40 Jahren des Kampfes gegen das frauenfeindliche Regime.

Die Rolle der Frauen in der demokratischen Opposition des NWRI und der PMOI/MEK ist ein Quelle der Inspiration für iranische Frauen, dem berühmten Wort von Frau Rajavi : „Wir können und wir müssen“ zu folgen“.

„Dass es Frau Rajavi gelungen ist, diese Widerstandseinheiten innerhalb des Iran trotz der erstickenden Repression und Unterdrückung des Regimes zu gründen, ist wirklich bemerkenswert und zeigt einerseits die Bereitschaft der iranischen Gesellschaft für eine weitere Revolution des Volkes und andererseits ihre Qualifikation und Befähigung zur Führung“, ergänzte Baroness Verma. „Deshalb muss die Regierung des VK und müssen die anderen Weltführer sie heranziehen und mit ihr und ihrer organisierten Widerstandsbewegung über künftige Beziehungen sprechen“.

Andere namhafte englische Parlamentarier schlossen sich Baroness Verma an und äußerten ihre Unterstützung für das iranische Volk und den organisierten Widerstand.
„Wir hatten die Gelegenheit, diese Sache im Plenum des Unterhauses, der Mutter der Parlamente, zur Sprache zu bringen und es gab eine starke Unterstützung aus allen Parteien für die Protestierer und ihr Recht, ihre Stimme in der Debatte zu Gehör zu bringen.

Ich fordere die Minister auf, das Gespräch mit iranischen Oppositionsgruppen aufzunehmen. Ich habe meinen Appell wiederholt, das IRGC auf die Terrorliste zu setzen und ich habe eine harte Gangart mit Sanktionen verlangt“, so die Rt Hon [Right Honourable ist eine Anredeform für Parlamentarier in England, die im Schriftverkehr verwendet wird] Theresa Villiers MP, die frühere Staatssekretärin für Umwelt und Nordirland, in der Konferenz.
Der früherer Verteidigungsminister, der Rt. Hon Dr. Liam Fox MP, erklärte: „Ich habe Freunde gehabt, die vom Regime in Teheran im Gefängnis eingesperrt worden sind, und ich habe einen Freund, der niemals aufgefunden wurde, den das Regime hat verschwinden lassen. Deshalb verstehe ich die Opfer, die die Menschen bringen“.

„Wir können moralische Unterstützung anbieten und wir können die Herrschaft der Widerstandsbewegung der jungen Frauen und die Beteiligung der jungen Leute anerkennen.

Wir müssen zu jeder Zeit bereit sein, die Bemühungen des iranischen Volkes zu unterstützen, seine Freiheit und faire demokratische Wahlen sicherzustellen“, mit diesen Worten schloss sich Steve McCabe MP, der Ko-Präsident des British Committee for Iran Freedom, seinen Kollegen in der Unterstützung des Strebens des iranischen Volkes nach einem freien Land an.
Der Rt Hon Sir Roger Gale MP und der Rt Hon Lord Navnit Dholakia OBE DL, die schon viele Jahre lang des Iranischen Widerstand unterstützt haben, waren auch in der Konferenz dabei.

Andere MPs, Lords und Experten für Menschenrechte, die bei dem Treffen zugegen waren, waren unter anderen: Anna Firth MP; der Rt Hon Hilary Benn MP; der Rt Hon Sammy Wilson MP; Jim Shannon MP; Ian Paisley MP; Martyn Day MP; Lord Singh of Wimbledon CBE; Lord Bellingham; der Rt Rev Lord Harries of Pentregarth DD; Baroness Meacher und Dr. Tahar Boundera, früherer hoher UN Beamter.

Iran-Proteste und die Jugend: Eine Generation der gestohlenen Freiheit toleriert keine Unterdrückung

Die landesweiten Proteste im Iran gingen trotz des harten Vorgehens des Regimes und des Todes von über 400 Demonstranten in den zweiten Monat.

Die iranische Jugend spielt eine führende Rolle bei den aktuellen Demonstrationen und zwingt die streng kontrollierten staatlichen Medien, diese Tatsache anzuerkennen.

„Offensichtlich ist die Jugend das Rückgrat der Proteste. Für viele von ihnen ist die Teilnahme an Demonstrationen ihre erste politische und soziale Aktion“, schrieb die staatlich geführte Zeitung Hamandishan in diesem Zusammenhang.

Dieser Artikel beleuchtet, wie der tragische Tod von Mahsa Amini, der von der Polizei verursacht wurde, diese Proteste ausgelöst hat. „Aber diese Tragödie ist nicht mehr der Nenner dieser Demonstrationen und die protestierende Bevölkerung besteht nicht mehr nur aus der Jugend.

Alle, die heutzutage auf die Straße gehen und in irgendeiner Weise protestieren, trotzen dem herrschenden System. Sie revoltieren gegen diesen „Frieden des Friedhofs““, heißt es in dem Artikel.

Viele Beobachter glauben, dass sich die Proteste in eine Revolution verwandelt haben. Tiefe Wut baute sich seit Jahren auf und der aktuelle Aufstand ist die breiteste Darstellung einer widerspenstigen Gesellschaft. Generation für Generation nach der Revolution von 1979 haben die Iraner Korruption, Unterdrückung, Restriktionen und Misswirtschaft des Regimes erlebt.

„Die iranische Gesellschaft ist voller aufgegebener Probleme. Zweifellos wird die Ignorierung von sozialer Vielfalt und Pluralismus oder das Auferlegen der ideologischen Kriterien und Standards [des Regimes] im Alltag zu einer sozialen Explosion führen“, schrieb die staatliche Tageszeitung Sharq am 14. Oktober in diesem Zusammenhang.

Die Sicherheitskräfte haben zu maximaler Gewalt gegriffen, aber es ist ihnen bisher nicht gelungen, die Proteste niederzuschlagen und iranische Jugendliche und Frauen zu demoralisieren. Die Menschen rufen auf den Straßen: „Wenn jemand fällt, stehen tausend auf.“

„Diese Generation ist sowohl mutig als auch engagiert und belastbar. Sie aktualisieren und verdeutlichen ihre Lösungen ständig. Sie sind engagierte Streitkräfte, die keine Angst vor Krieg und Minenfeldern haben und solche Streitkräfte sind für die Unsterblichkeit bestimmt und werden zweifellos jede klassische Streitmacht ermüden“, schrieb Hamandishegan in diesem Zusammenhang.

Diese Aussagen und Werte werden von allen Iranern in verschiedenen Generationen geteilt.

Im Laufe der Jahre gingen iranische Jugendliche auf die Straße, um ihre Rechte einzufordern, aber das Regime reagierte gewaltsam und tötete und verhaftete Tausende. Wie andere Generationen will die iranische Jugend jetzt Freiheit und ist auf dem Weg, den Zehntausende von Märtyrern mit ihrem Blut gepflastert haben.

Junge Iraner teilen die gleichen Werte wie diejenigen, die in den letzten vier Jahrzehnten Widerstand gegen das Regime geleistet haben. Diese Werte leiten sie, indem sie die alten Regeln und Gesetze ablehnen und eine freie Gesellschaft, freie Kommunikation und freie Meinungsäußerung anstreben.

Werte sind mentale Prozesse, sowohl kognitive als auch emotionale. Sie kombinieren Repräsentationen, Konzepte, Ziele und Überzeugungen mit positiven oder negativen emotionalen Einstellungen. Daher neigt jede Generation dazu, den Idealen und Werten gerecht zu werden, mit denen sie aufgewachsen ist.

Die Aufstände der vorherigen Generationen hatten unterschiedliche soziale Gründe und manchmal den Machtkampf an der Spitze. Aber die Proteste von 2022 entzündeten sich an einem Konflikt zwischen der Einschränkung des Regimes und der Forderung der Menschen nach Freiheit.

Während die Proteste trotz des harten Vorgehens andauern, nähern sich immer mehr Jugendliche der führenden iranischen Opposition, den Mujahedin-e Khalq (MEK) und schließen sich dem Netzwerk der „Widerstandseinheiten“ der Organisation an. Die Widerstandseinheiten sind die Wegbereiter der aktuellen Proteste und haben mit ihren Operationen als Vorschlaghämmer fungiert, um die Atmosphäre der Angst zu brechen.

Masoud Faruzandeh, ein staatsnaher Forscher, sagte gegenüber der offiziellen Nachrichtenagentur IRNA: „Die treibende Kraft hinter der jüngsten Bewegung neigt zur Mittelschicht, darunter Frauen, Studenten und Künstler. Der Kern besteht aus Studierenden und Frauen und einer nichtradikalen Mehrheit. Natürlich sind auch radikale und rebellische Strömungen in Richtung der MEK und der Demokratischen Partei Kurdistans zu sehen.“

Dies ist kein Zufall. Die MEK kämpft für einen freien und demokratischen Iran und verteidigt die Werte, nach denen sich die iranische Jugend sehnt.

Kurz gesagt, die landesweiten Proteste im Iran sind nicht nur eine emotionale Reaktion einiger „betrogener Jugendlicher“, wie die entschuldigenden Staatsvertreter zu implizieren versuchen. Diese Proteste sind organisiert und haben ein klares Ziel: Einen Regimewechsel. Dies ist das Ziel, das mehrere Generationen gefordert und den Preis dafür bezahlt haben.

Die Weltgemeinschaft sollte diese gerechte Forderung unterstützen und das Recht des iranischen Volkes auf Selbstbestimmung und Selbstverteidigung angesichts eines brutalen Regimes anerkennen. Die Iraner, insbesondere die neue Generation, sind dazu bestimmt, Freiheit zu erlangen. Wird die internationale Gemeinschaft auf der richtigen Seite der Geschichte stehen und ihnen helfen?

 

Iran: Nächtliche Proteste und Demonstrationen, Streiks von Händlern, Universitäten und Hochschulstudenten am 34. Tag des landesweiten Aufstands

Iran Protest-Nr. 67

Am Mittwoch, dem 19. Oktober, dem 34. Tag des landesweiten Aufstands, gingen die Studentenproteste in Teheran und verschiedenen Städten weiter.

Die Studenten der Razi-Universität von Kermanshah im Westen des Iran protestierten und skandierten: „Bis die Mullahs nicht begraben sind, wird unser Heimatland nicht frei sein.“ Sie riefen auch vor paramilitärischen Bassidsch, die auf dem Campus beteten: „Ihr betet mit blutigen Händen.“

Studenten der Allamah-Universität in Teheran veranstalteten eine Protestkundgebung zur Unterstützung inhaftierter Studenten und riefen „Freiheit, Freiheit, Freiheit“.

Studenten der Zahedan University für medizinische Wissenschaften protestierten und skandierten: „Von Zahedan bis Teheran, ich opfere mein Leben für den Iran.“

In Bukan und Sanandaj marschierten Studenten und skandierten: „Tod dem Diktator“, „Schande über unsere Polizei“ und „Wir werden kämpfen, wir werden sterben und wir werden den Iran zurückerobern.“

In Mashhad und Babolsar besprühen Jugendliche Wände mit Graffiti. Ladenbesitzer in Divandarreh, Bukan und Mahabad setzten ihren Streik aus Solidarität mit dem Aufstand fort.

Am Mittwochabend waren in den Teheraner Bezirken Shariati Straße, Zafar und Teheran Pars „Tod dem Diktator“-Rufe zu hören.

In Sultanabad übernahm die Jugend die Kontrolle über das Gebiet, indem sie Feuer auf den Straßen entzündeten.

In Ekbatan hielten die Jugendlichen Nachtdemonstrationen ab und stellten sich den Unterdrückungskräften entgegen.

Die Jugendlichen blockierten die Straßen in Bandar Abbas im Süden des Iran und riefen „Tod dem Diktator“.

Khameneis Banner wurde in Karaj westlich von Teheran angezündet. In Mahabad, Kamyaran, Sanandaj, Arak, Javanshir und Dehgolan veranstalteten die Menschen nächtliche Demonstrationen und riefen „Tod Khamenei“.

In Saveh, südwestlich von Teheran, übernahm die rebellische Jugend die Kontrolle über die Saveh-Autobahn, indem sie Feuer legte. In Sanandaj zündeten Jugendliche das Motorrad einer Spezialeinheit an.

Unterdessen berichtete die staatliche Jamaran-Website am 19. Oktober, dass Jalal Mahmood Zadeh, ein Parlamentsabgeordneter aus Mahabad, sagte: „Durch die schwerwiegende Störung des Internets haben wir sieben bis acht Millionen Internetjobs verloren und inländische Plattformen sind nicht auf einer Ebene, um die Probleme der Menschen zu lösen.“

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
20. Oktober 2022