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Fragen und Antworten mit Ali Safawi über den Terrorismus des iranischen Regimes und den Fall Assadollah Assadi


Ali Safavi vom Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten im Nationalen Widerstandsrat Iran

Für den 4. Februar wird erwartet, dass ein Gericht in Belgien sein Urteil über den im Gefängnis sitzenden Diplomaten-Terroristen Assadollah Assadi spricht, der versucht hat, 2018 einen Bombenanschlag gegen eine Oppositionskundgebung in Frankreich durchzuführen. Im Folgenden die Niederschrift von Fragen und Antworten mit Ali Safavi vom Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten des Nationalen Widerstandsrats Iran betreffend den Terrorismus des iranischen Regimes und den Fall von Assadollah Assadi.

F: Man könnte sagen, dass das iranische Regime vier Jahrzehnte lang mit staatlichem Terrorismus beschäftigt war. Wodurch sticht dieser Anschlag Ihrer Meinung nach hervor?

Welche Aspekte der Ergebnisse der Ermittler finden Sie am bedeutungsvollsten?
A: Während es stimmt, dass Terrorismus ein wesentlicher Teil der Außenpolitik des iranischen Regimes ist, sticht dieser Anschlagsplan aus drei Gründen hervor:

1) Es ist das erste Mal, dass ein akkreditierter höherer sogenannter Diplomat des Regimes persönlich und direkt an einem terroristischen Vorhaben beteiligt war.

2) Unwiderlegbare Beweise, darunter beschlagnahmte Dokumente, machen es überdeutlich, dass dies nicht eine persönliche Initiative Assadis war, sondern geplant, gebilligt und in Auftrag gegeben worden ist von den meisten hohen Amtsträgern des Regimes bis hinauf zu dem Obersten Führer, dem Präsidenten und dem Außenminister.

3) Die Dokumente, die von Assadi beschlagnahmt worden sind, legen das erhebliche Ausmaß der Operation Assadis bloß. Sie zeigen, wie ausgedehnt Assadis Operationen in Europa sind mit einem großen Netz an Agenten, denen Assadi riesige Geldsummen gezahlt hatte.

F: In Bezug auf die Art, wie das iranische Regime seinen Terror besonders in Europa durchführt, was sagt der Anschlagsplan uns über den Modus Operandi im Allgemeinen und die Rolle der iranischen Botschaften im Besonderen?

A: Einfach gesagt, die Diplomaten und Botschaften des Regimes sind Sendboten des Terrors. Seit dem ersten Tag sind sie ein integraler Teil der terroristischen Planung des Regimes im Ausland, ob in Europa, im Vorderen Orient oder irgendwo anders. Sie haben den diplomatischen Deckmantel geliefert für jede einzelne terroristische Operation und jeden Mord und sind ebenso als Unterstützer tätig gewesen. Jetzt sind zum ersten Mal Beweise für die Benutzung des diplomatischen Status für Terrorismus auf den Tisch gekommen.

F: Was war die Reaktion von Teheran, besonders von Javad Sarif und dem Außenministerium des Iranischen Regimes?

A: Formell hat Sarif, nachdem die Nachricht über die Verhaftung Assadis und seiner drei Komplizen öffentlich gemacht wurde, die Sache eine Operation unter „falscher Flagge“ genannt und jede wie auch immer geartete Verantwortung abgelehnt. Als aber die Ermittlungen weitergingen und mehr und mehr beinharte Beweise an die Oberfläche kamen, die das Außenministerium in den Anschlagsversuch verwickelt sahen, hat das Regime allgemein und besonders der AM demagogisch Assadis diplomatische Immunität ins Feld geführt , als ob es einem damit, dass man Diplomat ist, erlaubt ist, jeden zu töten, für den man den Befehl dazu erhalten hat, und überall eine Bombe zu legen, wo man den Befehl dazu bekommen hat. Sie haben nicht ein Wort verloren über die Substanz des Falles und die Unmenge an Beweisen, die unbestreitbar die Beteiligung des Außenministeriums und Sarifs selbst belegen.


F: Welche Art von Reaktion muss es Ihrer Meinung nach von Europa geben?

A: Die Ermittlungen der Justiz haben die Rolle des iranischen Regimes in diesem heimtückischen Verbrechen erwiesen. Deshalb sollten ungeachtet der Entscheidung des Gerichts europäische Länder Botschaften und Vertretungen Teherans schließen, die Verbindungen herunterfahren, ihre Botschafter zurückbeordern und eine Rückkehr zur Normalität in Aussicht stellen, falls das Regime zusichert, dass es sich an keinem Terror mehr in Europa beteiligt und seinen Terrorapparat abrüstet. Auf der nächsten Ebene sollte Europa Sarif dafür zur Verantwortung ziehen, und ein Weg, dies zu tun, ist, sich zu weigern, ihn als Gesprächspartner zu behandeln. Sarif gehört ins Gefängnis und sollte nicht von europäischen Amtsträgern empfangen werden.

F: Einen Diplomaten so direkt und tief in einen Terrorplan zu verwickeln, widersetzt sich konventioneller Logik. Warum nahm Teheran seine Zuflucht bei einem so dreisten Handeln?

A: Wenn Sie sich die derzeitige prekäre und verletzliche Lage des Regimes im Inneren klarmachen, seine regionalen Rückschläge und seine Isolation im Ausland, dann erscheint der Rückgriff auf so ein dreistes Handeln nicht mehr so unkonventionell. Schließlich sieht Teheran in dem organisierten Widerstand, namentlich der PMOI/MEK und dem NWRI, eine existentielle Bedrohung und die letztendliche Ursache seiner Probleme und seiner Krise. Der Oberste Führer der Mullahs Ali Khamenei hat mit dem Finger auf die MEK als Kraft hinter den Volksaufständen 2017 und 2019 gezeigt, die die Fundamente des Regimes erschüttert haben. Da es vermessen genug war zu glauben, dem Widerstand und seine Führung einen tödlichen Schlag zu versetzen, sah sich das Regime veranlasst, etwas zu tun, was es nie zuvor getan hatte: Einen gestandenen höheren Diplomaten zum Vordenker dieses Terrorplanes zu machen. Aus seiner Sicht machte die Enthauptung der Widerstandsbewegung es notwendig, ein solch großes Risiko einzugehen.

Die zunehmende Anzahl der Hinrichtungen im Iran deutet auf eine Verschlechterung der Menschenrechtslage

Am vergangenen Samstag richtete das iranische Regime im Zentralgefängnis von Zahedan, im Südosten des Landes, den aus Belutschistan stammenden politischen Gefangenen Javid Dehghan Khaled, der 31 Jahre alt war, hin. Seine Hinrichtung war die achte innerhalb einer Woche – was auf eine Verschlechterung der Menschenrechtslage deutet.

Die Gefängnisbehörden hatten Herrn Dehghan Khaled vor seiner Hinrichtung in Einzelhaft verlegt. Er war im Jahre 2015 verhaftet worden und erlitt schwere Folter, mit denen er gezwungen werden sollte, den gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zuzustimmen. Die Folterknechte des Regimes rissen ihm die Fingernägel ab und peitschten ihn mit Kabeln aus.

Viele Menschenrechtsorganisationen und -anwälte nahmen zu Dehghan Khaleds Hinrichtung Stellung; viele hatten zuvor ihre Unterlassung gefordert. Am Donnerstag forderte Amnesty International die Behörden des Regimes auf, „die Maßnahmen zur Hinrichtung von Javid Dehghan unverzüglich einzustellen – einem Mitglied der benach-teiligten belutschischen Minorität“.

„Amnesty International tritt“ – so fährt die Erklärung fort – „der Todesstrafe in allen Fällen entgegen. Sie bedeutet einen Verstoß gegen das Recht auf Leben und stellt die grausamste, unmenschlich-ste und erniedrigendste Strafe dar.“

Am 28. Januar wurde Ali Motayeri, ein iranisch-arabischer Häftling, in dem Sheiban-Gefängnis von Ahvaz wegen „Moharebeh (Feindschaft gegen Gott)“ und „Verderben auf Erden“ hingerichtet. Er war während seiner Verhaftung im Mai 2018 verwundet und später zum Zwecke der Erzwingung eines Geständnisses gefoltert worden.

Vor der Hinrichtung von Javid Dehghan erhängte das Regime am 25. Januar den iranischen Ringkämpfer Mehdi Ali Hosseini – dem internationalen Aufschrei zum Trotz, der die Behörden aufforderte, die Hinrichtung zu unterlassen. Ali Hosseini war seit dem September der zweite Athlet, der hingerichtet wurde; im September erhängte das Regime den nationalen Helden des Iran Navid Afkari wegen seiner Beteiligung an den Demonstrationen des Jahres 2018 im Iran.

Die Anzahl der im Iran durchgeführten Hinrichtungen nimmt zu. Das völkermordende Regime hat in den letzten Monaten fast 40 Personen exekutiert.

Das Menschenrechtsamt der Vereinten Nationen hat die Zunahme der Hinrichtungen im Iran ebenfalls verurteilt. Sein Twitter-Account postete am Freitag: „Wir verurteilen entschieden die Serie der Hinrichtungen – seit Mitte Dezember mindestens 28 -, darunter die der Hinrichtung von Personen, die Minderheiten angehörten. Wir fordern die Behörden auf, die bevorstehende Hinrichtung von Javid Dehghan zu unterlassen und seinen Fall wie auch andere Fälle, in denen die Todesstrafe droht, im Einklang mit dem Völkerrecht zu revidieren.“

Das Regime sieht sich einer unruhigen Gesellschaft gegenüber und versucht, die Öffentlichkeit durch Steigerung seiner repressiven Maßnahmen einzuschüchtern. Dabei ermutigt die Tatenlosigkeit der internationalen Gemeinschaft es zur Fortsetzung seiner Mord-Orgie und seiner Verbrechen.

Am 12. Dezember exekutierte es Ruhollah Zam, der in Frankreich gelebt hatte. Die europäischen Länder hatten nichts getan außer einer „Verurteilung“ seiner Todesstrafe. Nach seiner Hinrichtung sagte der Präsident des Regimes, Hassan Rouhani, während die europäischen Länder ihr Geschäftsforum mit dem Teheraner Regime absagten, die Hinrichtung Zams werde auf die Beziehungen des Regimes zu Europa keinerlei Auswirkung haben.

Außerdem bestellte das Außenministerium des Regimes die Botschafter einiger europäischer Länder ein, die die Hinrichtung Zams verurteilt hatten.

Die neuen Hinrichtungen und die Art, wie das Regime die weltweite „Verurteilung“ verachtet, legen die Annahme einer „systematischen Straflosigkeit“ auf Seiten der Mullahs nahe.

Diese systematische Straflosigkeit ist im wesentlichen auf die Tatenlosigkeit der westlichen Demokratien zurückzuführen, die, wenn es sich um den Iran handelte, die Wirtschaft höher stellten als die Menschenrechte.

Die Spuren der von den Behörden des Regimes systematisch begangenen Menschenrechtsverletzungen und der von ihm genossenen Straflosigkeit reichen zurück zu den im Jahre 1988 begangenen schrecklichsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Im Sommer 1988 richtete das iranische Regime außergerichtlich mehr als 30 000 politische Gefangene hin. Sieben Menschenrechts-Experten der Vereinten Nationen unterstrichen in einem Brief, der im Dezember 2020 veröffentlicht wurde, dies Massaker könnte aus einer Vielzahl von „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bestanden haben.

Außerdem unterstrichen sie: Die Tatenlosigkeit der Weltgemein-schaft „hat sich auf die Überlebenden und Angehörigen sowie auf die allgemeine Menschenrechtslage im Iran verheerend ausgewirkt“.

Die neuen Hinrichtungen im Iran belegen die verheerende Menschen-rechtslage im Iran. Tatsächlich hat das Regime bereits die Absicht geäußert, weitere Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen – nicht allein in Form von Hinrichtungen, sondern auch dadurch, daß Ebrahim Raisi der Leiter seiner Justiz ist. Denn Raisi ist einer der für das Massaker von 1988 Hauptverantwortlichen; man nennt ihn auch den „Hänge-Richter“.

Iran: Wer ist Ebrahim Raisi?

Das Regime macht sich die Tatenlosigkeit der internationalen Ge-meinschaft zu Nutze, um Hinrichtungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Iran und vor den Augen der Welt als Normalität auzusgeben.

Die internationale Gemeinschaft, vor allem die europäischen Regierungen, sind moralisch verpflichtet, der Tendenz zur Zunahme der Menschenrechtsverletzungen im Iran Einhalt zu gebieten.

Der gegenwärtige Prozeß gegen den inhaftierten Terror-Diplomaten Assadollah Assadi, der im Jahre 2018 versucht hatte, die Versammlung der iranischen Opposition in Frankreich zu bombardieren, zeigt, daß die Verbrechen des Regimes keine Grenzen kennen.

Unlängst haben die europäischen Länder ein neues weltweites Regime von Sanktionen angenommen, der sich weltweit gegen die für Verstöße gegen die Menschenrechte Verantwortlichen richtet. Die Führer Europas sind in der Lage, das Regime und seine Behörden wegen dessen düsterer Menschenrechtslage von Beweisen gestützt aufs Korn zu nehmen.

Sie sollten über die Behörden des Regimes Sanktionen verhängen und alle Beziehungen zu ihm aussetzen, bis die Menschenrechtsver-letzungen im Iran aufhören.

Es ist, wie Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin der Opposition, es unlängst ausdrückte: „Dies Regime könnte sich keinen Tag länger halten – außer durch Folter und Hinrichtung.“

Frau Rajavi forderte die Vereinten Nationen und die Menschen-rechtsorganisationen sowie die europäischen Länder und die Vereinigten Staaten auf, sofort zur Rettung der Häftlinge, die sich auf der Todesliste befinden, tätig zu werden. Sie forderte die Vorlage der Bilanz des Regimes zu willkürlichen Hinrichtungen, zum Massaker an politischen Gefangenen und zur Tötung von Demonstranten beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen; sie forderte, daß die Leiter des Regimes wegen ihrer vier Jahrzehnte lang begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden.

Es ist, wie Frau Rajavi sagte: „Das Regime ist eine Schande für die zeitgenössische Menschheit und muß von der internationalen Gemeinschaft ausgeschlossen werden.“

Graffitis und Plakate wurden von MEK Unterstützern und Widerstandseinheiten in verschieden Städten im Iran geschrieben und angebracht


In der letzten Woche des Januar 2021 haben Unterstützer der Mujahedin-e Khalq (MEK/PMOI) und Widerstandseinheiten in verschiedenen Städten im ganzen Iran Graffitis geschrieben und Transparente und Plakate in Bezug auf die Führung des Widerstands, Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), und Massoud Rajavi, den Führer des Iranischen Widerstands, angebracht. Solche Aktivitäten gab es in Teheran, Maschhad, Rascht, Neyschabur, Karadsch, Isfahan, Ilam, Kermanschah und Ahwaz und sie wurden von den Menschen in diesen Gebieten enthusiastisch begrüßt.

Einige der Slogans lauteten: „Maryam Rajavi: Keine Macht in der Welt ist stärker als unser Wille zur Freiheit“, „Massoud Rajavi: Die Flamme der Aufstände wird weiterbrennen“, „Nieder mit Khamenei, sei gegrüßt, Rajavi“, „Der rebellische Iran wird sich erheben“, „Khamenei ist ein Mörder, seine Führung nicht legitimiert“, „Die Mullahs müssen verschwinden“, „Die Wurzel jedes Verbrechens ist das IRGC und der Oberste Führer des Regimes“, „Maryam Rajavi: Die Angst vor dem Sturz wird von der religiösen Diktatur im Innersten gefühlt“, „Massoud Rajavi: Die Armee der Hungrigen ist bereit zur Revolte und zum Aufstand“, „Lasst die Völker in der Welt wissen, dass Massoud (Rajavi) unser Führer ist“.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
30. Januar 2021


Teheran – Aktivitäten der MEK Unterstützer und Widerstandseinheiten – „Maryam Rajavi: Es gibt keine Kraft im Universum, die stärker ist als unser Wille zur Freiheit und Selbstbestimmung” – Letzte Woche des Januar 2021

Teheran – Aktivitäten der MEK Unterstützer und Widerstandseinheiten – „Massoud Rajavi: Das Volk und sein Widerstand haben sich zum Sturz dieses Regimes verpflichtet“ – 27. und 28. Januar 2021

Ilam und Rascht – Aktivitäten der MEK Unterstützer und Widerstandseinheiten – „Gegrüßt sei Rajavi, nieder mit Khamenei” – 26. Januar 2021

Isfahan – Aktivitäten der MEK Unterstützer und Widerstandseinheiten – „Nieder mit Khamenei” – Letzte Woche des Januar 2021

Kermanschah – Aktivitäten der MEK Unterstützer und Widerstandseinheiten – „Wir werden kämpfen und uns unseren Iran wieder holen” – 26. Januar 2021

Ahwaz – Schreiben von Graffitis durch MEK Unterstützer und Widerstandseinheiten – „Die Welt soll wissen, Massoud ist unser Führer”- Letzte Woche des Januar 2021
 
Karadsch und Neyschabur – Aktivitäten der MEK Unterstützer – 30. Januar 2021

Maschhad – Aktivitäten der MEK Unterstützer und Widerstandseinheiten – „Maryam Rajavi: Die Mullahs müssen verschwinden” – 30. Januar 2021

Iran: Gesundheitszustand der politischen Gefangenen Fatemeh Mosanna verschlechtert


Authorities prevent her hospitalization and treatment outside prison
Verantwortliche verhindern Einlieferung in das Krankenhaus und Behandlung außerhalb des Gefängnisses
Call for urgent action for the release of Fatemeh Mosanna and for an international fact-finding mission to visit prisons, especially women’s prisons in Iran

Aufruf zu dringenden Aktionen zur Freilassung von Fatemeh Mosanna und einer internationalen Fakten – Findungskommission zum Besuch der Gefängnisse, vor allem der iranischen Frauengefängnisse
Der Gesundheitszustand der politischen Gefangenen Fatemeh Mosanna, die seit fünfeinhalb Jahre in Haft sitzt, hat sich verschlechtert, weil die Verantwortlichen des Evin Gefängnisses ihre zeitweilige Freilassung für eine Behandlung und einen Krankenhausaufenthalt verweigern. Sie leidet an chronischen Koliken und schwerer Migräne. Sie hat seit Juli 2020 starke innere Blutungen und die Ärzte sagen, dass sie nicht länger in Haft bleiben sollte.
Am 19. August 2020 wurde Mosanna wegen einer Blutung bewusstlos. Die Verantwortlichen des Gefängnisses mussten sie daraufhin in das Taleghani Krankenhaus einweisen lassen, doch während der Behandlung waren ihre Hände und Füße am Krankenhausbett angekettet. Am 26. August kam sie gegen den Rat der Ärzte wieder zurück ins Gefängnis. Ihre Testresultate waren zu diesem Zeitpunkt nicht da und sie hatte die Behandlung auch noch nicht abgeschlossen. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich am 7. September 2020 erneut. Dieses Mal wurde sie für eine Endoskopie und eine Darmspiegelung ins Krankenhaus geschickt, wurde jedoch wieder zurück ins Gefängnis gebracht, bevor ihre Tests beendet waren.
Im Dezember 2020 bestätigte ein Arzt im Taleghani Krankenhaus, dass Fatemeh körperlich nicht in der Lage ist, die Inhaftierung fortzusetzen. Er fordertet eine genauere Untersuchung an, doch Amin Vaziri, der Staatsanwalt von Evin, lehnte diese Anfrage ab.
Fatemeh ist die Schwester von Ali, Mustafa und Morteza Mosanna. Die drei Mitglieder der Mujahedin-e Khalq (MEK / PMOI) wurden 1981 und 1982 vom Mullahregime hingerichtet. Sie wurde im Januar 2013 zusammen mit ihrem Ehemann Hassan Sadeghi und ihren beiden Kindern verhaftet, als sie zu Hause Trauergäste nach der Beerdigung von Gholam-Hossein Sadeghi, dem Vater von Hassan, empfangen hatte. Herr Sadeghi, ein Mitglied der MEK, starb bei der medizinischen Belagerung von Camp Liberty im Iran, welche die Söldner des iranischen Regimes verhängt hatten.
Nachdem sie auf Kaution frei gelassen worden waren, wurden Fatemeh und ihr Ehemann später als „Moharebeh („Im Krieg mit Gott befindend“) und für die Unterstützung der MEK zu 15 Jahren Haft verurteilt und all ihr Eigentum konfisziert. Im Oktober 2015 trat sie ihre Haftstrafe an.
Der iranische Widerstand erinnert den UN Generalsekretär, den UN Menschenrechtsrat und den UN Kommissar sowie andere Menschenrechtsorganisationen an das Schicksal von Fatemeh Mosanna und fordert dringende Aktionen zu ihrer Freilassung. Er erinnert daran, dass es eine Fakten – Findungskommission benötigt, welche die Gefängnisse im Iran besucht und dort die Gefangenen trifft, vor allem die politischen Gefangenen und die Insassinnen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
30. Januar 2021

 

Der Prozess gegen Assadollah Assadi sollte die EU zu entschlossenen Aktionen gegen das iranische Regime bewegen


Am 4. Februar soll ein Gericht in Belgien das Urteil gegen den inhaftierten iranischen Terrordiplomaten Assadollah Assadi fällen, der versucht hatte, einen Bombenanschlag auf die große Veranstaltung der Opposition 2018 in Frankreich zu verüben. Eine Erklärung von 20 früheren europäischen Ministern zu diesem Fall fordert, dass Europa einen klaren Standpunkt gegen den staatlich geförderten Terrorismus des Iran einnimmt.

Die Unterzeichner dieser Erklärung fordern den Präsidenten der EU Kommission, den Hohen Vertreter der Europäischen Union für auswärtige Angelegenheiten und Sicherheitspolitik, den Präsidenten des EU Parlamentes und die Anführer der EU Mitgliedsstaaten auf, konkrete Aktionen gegen den staatlich geförderten Terrorismus des iranischen Regimes einzuleiten.

Sie fordern vor allem die Anführer der EU auf, den Außenminister des Regimes, Mohammad Javad Zarif, auf die Terrorliste zu setzen. „Javad Zarif muss für seine nachgewiesene Rolle bei dem Bombenanschlag auf eine friedliche Kundgebung in Villepinte (Frankreich) zur Rechenschaft gezogen werden.“, heißt es in der Erklärung.

Die europäischen Würdenträger fordern weiter, dass „die Aktivitäten der iranischen Botschaften sowie der religiösen und kulturellen Zentren des Regimes beendet und die diplomatischen Beziehungen mit dem Iran heruntergefahren werden müssen. Normale diplomatische Beziehungen sind erst wieder möglich, wenn der Iran seinen terroristischen Apparat in Europa abbaut und Zusagen macht, dass er sich nie wieder an Terrorismus in Europa beteiligt.“

Das Regime hat lange Zeit seine diplomatischen Missionen ausgenutzt, um über sie terroristische Akte in Europa zu verüben. Ein terroristischer Diplomat des Regimes sorgte unter anderem dafür, dass 1990 Professor Kazem Rajavi in der Schweiz auf offener Straße erschossen werden konnte, als dieser als Vertreter des iranischen Widerstandes fungierte.

28 Jahre später, im Juni 2018, nutzte das Regime in Teheran einen anderen terroristischen Diplomaten, Assadi, um einen Bombenanschlag auf die Versammlung des Widerstandes im Herzen von Europa zu begehen. Wäre dieser Anschlag nicht aufgedeckt worden, hätten Tausende Anhänger der iranischen Opposition und Hunderte Persönlichkeiten und Bürger aus Europa getötet werden können.

Versammlung Freier Iran 2018 – 30. Juni 2018 – Villepinte, Paris

Diesbezüglich unterstreichen die früheren Minister in ihrer Erklärung, dass „Europa keine ausreichenden Aktionen unternommen hat, um die iranischen Machthaber in ihren destruktiven Aktivitäten zu stoppen, zu denen auch der Terrorismus in Europa gehört. Vielmehr wurde das Gefühl vermittelt, dass sie stets straffrei ausgehen, egal was sie in Europa tun.“

Sie unterstreichen, dass „Europa seinen eigenen Anteil an dieser aktuellen Situation trägt.“

Natürlich sind die terroristischen Aktivitäten des Regimes und auch die Rolle von Assadi als Vertreter Teherans nicht auf den Bombenanschlag in Paris begrenzt.

Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) untersucht nun laut Deutsche Welle Persisch über den Generalbundesanwalt die Aktivitäten von Assadi. Als Assadi am 1. Juni 2018 in Deutschland verhaftet wurde, fanden die Beamten zwei Notizbücher, ein grünes und ein schwarzes, welches zahlreiche Informationen enthielt. In dem schwarzen Notizbuch waren die Instruktionen zum Bombenanschlag von 2018.

Das grüne Notizbuch erhält Aufzeichnungen von Assadi’s Reisen in 11 Ländern in Europa, die er als Diplomat unternahm und wo er sich mit mehreren Iranern traf.

Laut des Notizbuches hat Assadi mindestens 289 Besuche in verschiedenen Ländern gemacht. 140 von ihnen waren in Deutschland. In seinem Notizbuch gibt es auch Quittungen von großen Summen an Geld, unter anderem 5000 Euro, die an Iraner oder Agenten des Regimes in Europa geflossen sind.

Der iranische Terrordiplomat Assadollah Assadi, Anführer eines großen Spionage- & Terrornetzwerkes in der EU. Am 22. Januar sagte Javad Dabiran, der Sprecher der Deutschlandvertretung des iranischen Widerstandes in Deutschland, gegenüber Al-Arabiya:“ Der iranische Widerstand hat spezifische Informationen über Schläferzellen des Regimes in ganz Europa, welche von Assadi kommandiert werden. Das MOIS des iranischen Regimes hat ein Netzwerk von Agenten in Europa, welche von den Botschaften des Regimes unterstützt werden. Diese missbrauchen ihre diplomatischen Einrichtungen für diesen Zweck. Assadollah Assadi war der Leiter dieses Geheimdienstnetzwerkes des iranischen Regimes in Europa.“

Dabiran ergänzte, dass „40% bzw. 144 der 289 Treffen von Assadi mit Agenten stattfanden, die in Deutschland leben. Dies zeigt zwei Dinge: Erstes ist ein Großteil des Netzwerkes des Regimes in Deutschland aktiv und Zweitens ist Deutschland das Zentrum der terroristischen Aktivitäten des iranischen Regimes.“

Diese neuen Informationen zeigen, dass Assadi als Leiter des iranischen Netzwerkes für Spionage und Terrorismus in Europa agierte, während er im Schutz des Diplomaten als dritter Botschaftsrat der Botschaft des Regimes in Wien agierte.

Mit anderen Worten: Der Fall Assadi ist nur die Spitze des Eisbergs. Obwohl er inhaftiert ist und auf sein Urteil wartet, ist sein Netzwerk weiterhin aktiv und sicherlich hat das Regime nun eine andere Person beauftragt, dies weiter zu führen.


Dieses Netzwerk wird also weiterhin eine ernste Bedrohung für die Sicherheit der EU bleiben. Der Prozess von Assadi könnte jedoch der Beginn für die EU Ländern sein, den Terrorismus des Regimes in Europa zu beenden.

Der Prozess von Assadi ist historisch, denn er ist der erste Diplomat im Amt, der für Terrorismus verurteilt wird. Dies ist ein Prozess gegen das ganze Regime, nicht nur gegen Assadi. Laut der Anklage des Staatsanwaltes hat Assadi auf Anweisung der Vertreter des Regimes und nicht eigenständig gehandelt. Wenn Assadi und seine drei Komplizen verurteilt werden, dann sollten die EU – Anführer dies als Präzedenzfall ansehen. Das iranische Regime hat davor Angst, der Sprecher von Zarif hat mehrfach betont, dass die Verurteilung von Assadi und der Prozess ein „gefährlicher Präzedenzfall“ ist.

Der Prozess und die Verurteilung von Assadi ist eine Chance für die Anführer aus Europa, das Heft in die Hand zu nehmen und Jahrzehnte des Terrorismus und der Spionage durch das iranische Regime in Europa zu beenden.

Die Anführer der EU müssen dafür konkrete Schritte tätigen. Sie sollten die Botschaften und die sogenannten Kulturzentren des Regimes schließen und seine Agenten aus Europa ausweisen. Das Regime versteht nichts anderes, als die Sprache der Entschlossenheit und die Anführer der EU können nun ein für alle Mal den Terrorismus der Mullahs in Europa beenden.

Iran: 8 Hinrichtungen in einer Woche; trotz der Empörung im Lande und im Ausland wird Javid Dehghan hingerichtet

Maryam Rajavi fordert dringend zum Eingreifen auf, damit das Leben der Häftlinge, die auf der Todesliste stehen, gerettet und die Verbrechen des Regimes dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorgelegt werden

Heute morgen hat – trotz im Lande wie im Ausland verbreiteten Protesten – die Justiz des religiösen Regimes auf Druck der Revolutionsgarden im Gefängnis von Zahedan den belutschischen politischen Gefangenen Javid Dheghan Khald erhängt. Javid, 31 Jahre alt, war im Mai 2015 verhaftet und nach schwerer Folter, mit der ein Geständnis erzwungen wurden sollte, von dem Gericht in Zahedan verurteilt worden.

Das religiöse Regime befürchtet, daß sich wegen der Repression, der Armut und der vom Coronavirus bewirkten Epidemie die Proteste des Volkes steigern und ist verzweifelt bemüht, die Situation durch die Schaffung einer Atmosphäre von Terror und Einschüch-terung, hartes Durchgreifen und Steigerung von Folter und Hinrichtung unter Kontrolle zu bringen. Allein in der vergangenen Woche – vom 23. bis zum 29. Januar – wurden in verschiedenen Städten des Iran sieben Hinrichtungen registriert. Geheime Hinrichtungen sind nicht inbegriffen.

Am 23. Januar wurde ein Häftling in Qom hingerichtet; am 25. Januar wurde Mehdi Aloi Hoseini, ein weiterer iranischer Ring-Meister, im Gefängnis von Dezful hingerichtet. Am 2. Januar wurde Abbas Ali Hosseini im Gefängnis von Zanjan exekutiert, und am 28. Januar ein weiterer belutschischer Häftling namens Anvar Naroui im Gefängnis von Dastgerd (Isfahan). Am 29. Januar erhängten – ein weiteres abscheuliches Verbrechen – Khameneis Henker im Zentralgefängnis von Sanandaj eine inhaftierte Frau.

Am 28. Januar wurde Ali Motayeri, ein iranisch-arabischer Häftling unter dem Vorwand von „Moharebeh“ (Feindschaft gegen Gott) und „Verderbnis auf Erden“ hingerichtet. Er war während seiner Verhaftung im Mai 2018 verletzt und später zum Zwecke der Erzwingung eines Geständnisses gefoltert worden.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran, wiederholte: Das Regime könnte sich ohne Folter und Hinrichtung nicht einen Tag länger halten. Erneut forderte sie die Vereinten Nationen und die Menschenrechtsorga-nisationen sowie die europäischen Länder und die Vereinigten Staaten auf, sofort Maßnahmen zur Rettung der Häftlinge, die sich auf der Todesliste befinden, zu ergreifen. Sie forderte die Vorlage des Dossiers des Regimes zu willkürlichen Verhaftungen, Massakern an politischen Gefangenen und Tötung von Demonstranten beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen; sie forderte, daß die Führer des Regimes wegen vierzig Jahren voller Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden. Dies Regime ist eine Schande für die zeitgenössische Menschheit; es muß, so betonte Frau Rajavi, von der internationalen Gemeinschaft isoliert werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran
den 30. Januar 2021

 

 

Online-Panel: Experten diskutieren über den Staatsterrorismus des Iran und die Politik der EU gegenüber Teheran

Am 4. Februar wird ein belgisches Gericht gegen Assadollah Assadi, einen Terror-Diplomaten des iranischen Regimes, und seine drei Komplizen die Urteile verkünden. Während einer überparteilichen Podiumsdiskussion sprachen ehemalige europäische Politiker und Fachleute zu dem Terrorismus Teherans darüber in einem Webinar am Donnerstag; sie fragten sich, welche Botschaft die Europäische Union mit ihrer Iran-Politik verbinden sollte, und erörterten die Folgen einer schwachen Haltung.

Assadi und seinen Mit-Verschwörern – Amir Saadouni und seiner Frau Nasimeh Naami sowie einer dritten Person: Mehrdad Arefani – wird vorgeworfen, im Jahre 2018 einen Terror-Angriff auf die jährliche Versammlung der iranischen Opposition geplant zu haben. Es wird angenommen, daß Assadi ein großes Netzwerk von Spionen und Agenten betrieb, das ganz Europa überspannte. Die Versammlung, der der Anschlag gelten sollte, wurde vom Nationalen Widerstandsrat des Iran (NWRI) organisiert und fand in Villepinte bei Paris statt. Nach den verhafteten Verdächtigen war Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des NWRI, das Hauptziel des Anschlags.

Die belgischen Ankläger haben für Assadi wegen versuchten terroristischen Mordes und Beteiligung an der Tätigkeit einer Gruppe von Terroristen die Höchststrafe beantragt: 20 Jahre Haft. Am 4. Februar wird das Strafgericht in Antwerpen das Urteil verkünden.

Die an der Podiumsdiskussion Teilnehmenden erörtern die Politik der Europäischen Union gegenüber dem Iran. Auf dieser Seite werden die neuesten Bemerkungen und Entwicklungen während der Konferenz hinzugefügt werden.

Alejo Vidal-Quadras, Vizepräsident des Europäischen Parlaments von 1999 bis 2014


Alejo Vidal-Quadras während der Podiumsdiskussion

Das iranische Regime ist seinem Wesen nach repressiv. Das sollte der auf dies Land bezogenen Politik der Europäischen Union höchste Priorität verleihen. Ich möchte den Politikern raten: Wenn es Ihnen um Frieden und Stabilität in der Region zu tun ist, wenn Sie wollen, daß im Iran die Menschenrechte geachtet werden, dann lassen Sie sich auf dies Regime nicht ein! Darin besteht unsere Schlüsselbotschaft an die Politiker des Westens. Lassen Sie sich mit diesem Regime nicht ein, denn das ermutigt es zu seinen Verstößen gegen die Menschenrechte, seinem Terrorismus und seinen Stellvertreterkriegen. Engagieren Sie sich statt dessen für das leidende iranische Volk und seine demokratische Opposition! Sie sind Ihre wahren Freunde, Sie müssen sie unterstützen. Das ist notwendig für die Stabilität, den Frieden und die Menschenrechte im Iran.

Wir stehen der Beschwichtigungspolitik sehr kritisch gegenüber; sie funktioniert nicht. Sie richtet nichts aus, hat niemals etwas ausgerichtet und ist kontraproduktiv für immer.

Was den Assadi-Prozeß betrifft, so haben wir uns zu dieser Konferenz entschlossen, um die davon betroffenen Angelegenheiten ins Blickfeld zu rücken. Assadollah Assadi, der ehemalige Dritte Berater der iranischen Botschaft in Wien, befindet sich in Haft; ihm wird vorgeworfen, drei weitere Agenten bei dem Unternehmen eines Bombenanschlags auf die Versammlung der iranischen Opposition in Paris geleitet zu haben.

Zum Glück wurde dieser Anschlag durch die Zusammenarbeit europäischer Regierungen vereitelt. Die jüngsten Enthüllungen vom Prozeß zeigen: das iranisch-belgische Ehepaar Nassimeh Naami und Amir Saadouni, denen Assadi die Bombe direkt übergeben hat, waren angewiesen, den Sprengkörper so nahe wie möglich bei der gewählten Präsidentin des NWRI, Maryam Rajavi, zu plazieren. Ich saß ganz in ihrer Nähe, und höchstrangige Politiker saßen in einem Abstand von wenigen Metern um sie herum. Sie können sich die Folgen eines solchen Anschlags – hätte er Erfolg gehabt – vorstellen.

Er hätte hunderte von Todesopfern zur Folge haben können. Die Folgen wären katastrophal gewesen. Die belgischen Ankläger haben den Beweis vorgelegt, daß Assadi ein halbes Kilogramm des Sprengstoffs TATP mitgebracht hatte.

Er brachte ihn in einem Handelsflugzeug von Teheran nach Wien – in seinem Diplomatenkoffer. Ferner hatte er 22 000 Euro in bar bei scih, um für die Kosten der Operation aufzukommen. Assadi wies das Paar an, den Sprengkörper zur Detonation zu bringen.

An dem Fall war noch ein dritter Verschwörer beteiligt. Den Beweisen zufolge handelte es sich um einen professionell organisierten Terror-Anschlag. Alle diese Personen müssen mit langjährigen Haftstrafen rechnen. Die Ankläger fordern 15 bis 20 Jahre. Auf Anweisung des Regimes weigerte Assadi sich, vor Gericht zu erscheinen; er beruft sich auf seine diplomatische Immunität. Welche Ironie, daß solch einem Verbrecher nach dem Versuch des Mordes an hunderten Unschuldiger die diplomatische Immunität zugestanden werden sollte!
Außerdem drohte Assadi der belgischen Regierung; er sagte, Gruppen im Mittleren Osten könnten für den Fall seiner Verurteilung Rache nehmen. Einen sehr interessanten Punkt bilden auch seine Beziehungen zur politischen Führung des Iran. Er ist nicht einfach ein Terror-Schurke. Er ist ein Teil des Regimes; er befindet sich an der Spitze der Hierarchie und gehört zu den prominentesten Gestalten des Regimes.

Die Ankläger haben festgestellt: Diese Leute haben ihre Instruktionen direkt von iranischen Regime erhalten. Assadi ist der führende Kopf eines Terror-Netzwerks, das bis in elf europäische Länder reicht. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Wir wissen: Der Höchste Führer Ali Khamenei, der Präsident des Regimes Hassan Rouhani und der ewig lächelnde Außenminister Mohammad Javad Zarif – sie alle drei wußten von dem Anschlag, billigten ihn, befahlen ihn. Wenn Sie darüber nachdenken, können Sie das Ausmaß dieses Anschlages ermessen.

Die belgische Justiz wird bald das Urteil in diesem Fall verkünden. Gleichviel, wie es ausfällt – wir müssen uns auf die Bedeutung dieses Falls konzentrieren. Dabei läuten für die Europäische Union und die europäischen Staaten die Alarmglocken. Wenn sie das nicht ernst nehmen, wird es sich wiederholen. Und wenn es zu einem weiteren Anschlag kommt, könnte er Erfolg haben. Und er könnte noch größere Ausmaße annehmen. Alle diese Regierungen und die an dem Auswärtigen Dienst Beteiligten, der Hohe Vertreter und der Rat – sie alle müssen das Ergebnis dieses Prozesses aufmerksam zur Kenntnis nehmen.

Wenn sie es ignorieren und weiterhin ihr business as usual betreiben, wird es zu einem noch schlimmeren Anschlag kommen.

Giulio Terzi, ehemaliger Außenminister Italiens


Giulio Terzi spricht während der Podiumsdiskussion online

Dies ist nicht ein Fall wie jeder andere; dies ist nicht einfach nur ein juristisches Ereignis. Es ist ein Wendepunkt – hin zu dem Verständnis des Ausmaßes, in dem der Iran und sein verbreche-rischer Apparat terroristischen Handelns Europa bedrohen. Dies Regime ist die Nummer eins des staatlichen Terrorismus und des Kriegsschürens im Mittleren Osten.

Als Assadi von der deutschen Polizei verhaftet wurde, fand sich in seinem Fahrzeug ein grünes Notizbuch mit wichtigen Informationen zu dem Schlag, seinen Maßnahmen und Auskunft über das Geld, das er verschiedenen Agenten in Europa übergeben hatte. Assadi hat verschiedenen europäischen Ländern mindestens 289 Besuche abgestattet. Ich bin selbst Diplomat gewesen und muß sagen, daß es sich hier um eine unglaublich umfangreiche Tätigkeit handelt. Er kam mit Menschen zusammen und bezahlte sie in bar. Diese gesamte Tätigkeit betrieb er unter dem Deckmantel eines in Wien tätigen Diplomaten. Nur vier Personen sind gefunden worden. Wie steht es um die anderen Mitglieder seines Netzwerks, die sich immer noch in Europa befinden? Ein beträchtliches Netzwerk von Verbrechern wartet immer noch auf Befehle zu Terroranschlägen.

Dieser Fall richtet viele Fragen an die Politik Europas. Wie soll es diese Terror-Maßnahmen zum Halten bringen? Werfen wir einen Blick auf die Geschichte, so ist es auf europäischem Boden zu vielen Terror-Aktionen gekommen, die das iranische Regime leugnete, obwohl ein gewaltiges Maß von Indizien auf es deuteten. Wie soll Europa diesen Terroranschlägen auf Europäer und politische Flüchtlinge Einhalt gebieten?

Politische Flüchtlinge habe ein Recht darauf, vor Anschlägen von Agenten Irans, die sich in dessen Botschaften aufhalten, geschützt zu werden. Die europäischen Politiker hoffen, blinde Beschwichtigung werde das Verhalten des Regimes ändern. Glauben denn die Führer Europas immer noch, daß der Terrorismus, der ein Grundpfeiler der iranischen Außenpolitik ist, wie durch ein Wunder von selbst verschwinden wird? Europas Publikum und Öffentlichkeiten fordern zunehmend entschiedenere Maßnahmen zur Verhinderung der Terror-Tätigkeit des Iran.

Business as usual – das reicht nicht mehr aus. Dies Bewußtsein teilen viele Abgeordnete des Europäischen Parlaments miteinander. Ich unterzeichnete gemeinsam mit etwa 20 ehemaligen Mitarbeitern europäischer Regierungen einen Brief mit Vorschlägen an den Präsidenten der Europäischen Kommission, an den Leiter der Außenpolitik der Europäischen Union, Joseph Borrell, und andere von ihren leitenden Politikern; wir fordern sie darin zu entschiedenen Maßnahmen gegen die Terror-Tätigkeit des iranischen Regimes auf.

Der EU stehen ernsthafte Maßnahmen bevor. Sie hat bezogen auf diesen außerordentlichen Fall nur zwei Personen geächtet. Sie setzt ihr business as usual fort und hat nur zwei Personen mit Sanktionen belegt. Das ist inakzeptabel, denn das Ausbleiben geeigneten Handelns in Europa ermutigt die iranischen Behörden zur Fortsetzung ihrer bösartigen Tätigkeit. Das iranische Regime ist überzeugt, es könne in Europa straflos tun, was es wolle.

Für die Europäische Union bestehen klare Gründe, ihr Verhalten zu ändern. Die Beziehungen zwischen Europa und dem Iran müssen davon abhängig gemacht werden, daß er zur Beendigung seiner bösartigen Tätigkeit in Europa konkrete Maßnahmen ergreift. Wir müssen außerdem praktische Maßnahmen ergreifen, um Teheran klar zu machen, daß wir es ernst meinen. Das bedeutet, wenn ernsthafte Beweise terroristischer Maßnahmen vorliegen, die Schließung iranischer Botschaften und Ausweisung iranischer Diplomaten.

Zarif trägt Verantwortung für diese kriminelle Tätigkeit; denn die Struktur des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten ist darin verwickelt. Es besteht eine Verbindung zwischen dem Versuch der iranischen Regierung, Assadi zu befreien, und den Hinrichtungen sowie Geiselnahmen, verübt an Ausländern im Iran.

Jene, die in diesen Anschlag verwickelt sind – darunter iranische Funktionäre – müssen vor Gericht gestellt werden. Zarif muß wegen seiner Mitwirkung an diesem Anschlag zur Rechenschaft gezogen werden. Die Revolutionsgarden des Regimes (IRGC) und das Mini-sterium für Nachrichten und Sicherheit (MOIS) müssen als terroristische Institutionen geächtet werden.

Daß man diesen Agenten und Söldnern politisches Asyl gewährt, muß verboten werden. Es bedarf, um Erpressung und Geiselnahme auf Seiten des Regimes zu verhindern, einer entschiedenen Haltung. Es zu beschwichtigen bedeutet, einem Krokodil Futter zu geben. Letztendlich ist der Wettlauf des Regimes hin zu Atomwaffen damit verbunden, daß es sie zu Zwecken des Terrors einsetzt. Es wird seine Terror-Tätigkeit mit Massenvernichtungswaffen betreiben wollen. Das sollte von den Anführern Europas entschieden verur-teilt werden. Die Idee einer raschen Rückkehr zu dem Nuklearabkommen und die Idee einer Aufhebung der Sanktionen – sie sind töricht und verstoßen gegen die Sicherheit der Europäer.

Struan Stevenson, ehemals Mitglied des Europäischen Parlaments für Schottland (1999 bis 2014), ehemaliger Präsident der Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zum Irak (2009 bis 2014) und Vorsitzender der Interfraktion ‚Freunde eines freien Iran‘ des Europäischen Parlament (2004 bis 2014)


Struan Stevenson spricht während der Podiumsdiskussion online

Wir müssen über die Jahrzehnte lang von der EU praktizierte Beschwichtigungspolitik nachdenken. Wir wissen, daß Assadi ein Agent des MOIS ist. Er bediente sich seines diplomatischen Deckmantels, um einen Anschlag herbeizuführen, der hunderte von Männern, Frauen und Kindern hätte töten können. Assadi ist in Deutschland weiteren Terrorismus-Vorwürfen ausgesetzt. Sein Notizbuch enthielt alle Einzelheiten über die Bombe und das Geld, das er seinen Agenten ausgezahlt hatte.

Als Diplomat kann man ohne Genehmigung durch seinen Botschafter nicht hunderte von Besuchen in verschiedenen Ländern abstatten. Und der Botschafter empfängt seine Befehle von Teheran. Es duldet keinen Zweifel, daß dieser Anschlag von Khamenei, Rouhani, Zarif und Geheimdienstminister Mahmoud Alavi angeordnet worden war. Die EU muß sie alle zur Rechenschaft ziehen. Doch von Europa geht betäubende Stille aus. Typischerweise hat Borrell bisher nichts gesagt.

Er versprach sogar die Rettung des fehlerhaften Nuklearabkommens; er versprach dem Iran, er werde ökonomisch profitieren, wenn Europa seine Sanktionen aufhebe. Während seines Besuches im Iran erwähnte er dessen Menschenrechtsverletzungen nicht – und nicht den Mord an unbewaffneten Demonstranten. Das Versprechen, alle Sanktionen aufzuheben – das war seine Botschaft. Darin konnten die Mullahs die Botschaft sehen, daß für die Europäische Union zwar der Handel von Interesse ist, nicht jedoch die Menschenrechte.

Borrell mag ein neuer Sänger sein, doch sein Lied ist alt. Die Europäische Union sendet Teheran ein fürchterliches Signal, wenn sie eine Konzession nach der anderen macht. Der Prozeß gegen Assadollah Assadi ist nur die Spitze des Eisbergs. Das Regime benutzt seine Botschaften als Terrorzellen – zu Bombenanschlägen und Entführungen.

Borrell hat die Pflicht, die Bürger der Europäischen Union zu schützen. Seine Politik bringt jedoch unsere Bürger in Gefahr. Sein Schweigen ist inakzeptabel. Die Europäische Union muß das IRGC zu einer terroristischen Organisation erklären und die Botschaften des Regimes schließen.

Wenn das Urteil über den Terror-Diplomaten verhängt wird, werden die Augen der Welt auf Borrell gerichtet sein.

Paulo Casaca, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments aus Portugal


Paulo Casaca spricht während der Podiumsdiskussion online

Die Mullahs verlassen sich auf den Mangel an politischer Courage und Redlichkeit bei denen, die für die europäischen Länder verant-wortlich sind. Als einer der potentiellen zehntausenden von Opfern des Pariser Anschlags möchte ich den belgischen Behörden für den professionellen Umgang mit dem Fall danken.

Die Mullahs haben sich erneut auf ihre übliche Taktik der Erpressung verlegt. Jetzt behaupten sie, der Anführer ihrer Terror-Zelle besitze diplomatische Immunität. Darüber war schon 2018 befunden worden, als ein deutsches Gericht erklärte, der Beschuldigte könne sich nicht auf seine diplomatische Immunität berufen, als er sich zu einer Ferienreise außerhalb des Landes befand, in dem er Dienst tut. Selbst wenn er sich in Wien aufhielt, hatte er in Bezug auf terroristische Tätigkeit keinen Anspruch auf diplomatische Immunität. Und schließlich entschuldigt diplomatische Immunität nicht den Transport von Bomben mit Handelsflugzeugen. Selbst dem Regime wurde die diplomatische Immunität verweigert, nachdem – in Folge der Revolution von 1979 – die Botschaft der USA in Teheran geplündert hatte.

Die terroristische Straflosigkeit, die es Teheran gestattete, in der Welt Tod und Verwüstung zu verbreiten, ist das Ergebnis einer Ideologie, die sich von der der Nazis in nichts unterscheidet. Es verdient bemerkt zu werden, daß der Iran während der zurück-liegenden Jahre das einzige Land war, von dem ganze Zweige seiner Regierung durch europäische Behörden zu terroristischen Institutionen erklärt wurden.

Der Europäische Dienst zum Handeln im Ausland bewahrt angesichts des häßlichen Angriffs des iranischen Regimes auf Europa Schweigen. Die Europäische Union hat das aggressive Gebaren des Regimes noch dadurch belohnt, daß es ihm eine Wiederbelebung des Nuklearabkommens bescherte.

Die europäischen Institutionen sollten zur Stärkung der Einheit Europas beitragen, zur Stärkung des Rechts und zur Sicherung des Schutzes der Werte, die unsere Länder miteinander verbinden, darunter der Freiheit und des Schutzes vor dem Terrorismus. Sie dürfen sich fremden terroristischen Mächten nicht fügen, die von uns verlangen, daß wir uns vor ihnen verbeugen. Das Regime darf für die Verursachung von Terrorismus nicht mit Straflosigkeit belohnt werden.

 

 

 

Am Internationalen Tag des Holocaust darf die Menschenrechtslage im Iran nicht vergessen werden


Bilder einiger Opfer des Massakers von 1988 im Iran in einer öffentlichen Fotoausstellung
Der 27. Januar ist der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, somit an eines der größten Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Geschichte der Menschheit. Dieses Verbrechen war das direkte Ergebnis der Politik des Schweigens und des Appeasements der internationalen Gemeinschaft. Die Geschichte hat bewiesen, dass ein Appeasement mit genozidalen Regimes wie dem der Nazis oder dem im Iran sie nur darin bestärkt, Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen.
Das Regime in Teheran hält den Rekord der größten Zahl an Hinrichtungen pro Kopf in der Welt und setzt die Verletzung von Menschenrechten an der Bevölkerung des Iran fort. Das Ausmaß der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das von diesem Regime begangen wird, ist weit größer als das was an Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern passiert.
Am Montag hat das Regime den Ringer Mehdi Ali Hosseini hingerichtet trotz internationaler Appelle, diese Hinrichtung zu stoppen. Diese Hinrichtung erfolgte Monate nach der von Navid Afkari, dem nationalen Ringmeister des Iran.
Ali Hosseinis Hinrichtung war auch die letzte in einer Reihe von Hinrichtungen im Iran in den letzten Wochen. Bis jetzt geht die Zahl der Hinrichtungen über die 34.
Am 12. Dezember hat Teheran Ruhollah Zam erhängt, einen Bewohner Frankreichs, womit es einmal mehr seine Missachtung von mündlichen „Verurteilungen“ durch die internationale Gemeinschaft unterstreicht, besonders die europäischer Länder.
Neben den derzeitigen Verletzungen der Menschenrechte hat das Regime in Teheran im Sommer 1988 ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen mit der Tötung von über 30 000 politischen Gefangenen.
Sieben Experten der Vereinten Nationen haben in einem Brief, der im Dezember veröffentlicht wurde, betont, dass das Massaker von 1988 „an Verbrechen gegen die Menschlichkeit heranreichen könnte“.
Das Massaker von 1988 ist, wie Geoffrey Robertson QC, ein früherer Richter bei den Vereinten Nationen und bekannter Anwalt für die Menschenrechte, am 19. Juli 2020 sagte, „das schlimmste Verbrechen gegen die Menschlichkeit seit dem II. Weltkrieg“.

NCRI-FAC
@iran_policy
Ex UN Judge Geoffrey Robertson QC: “32 years ago, I interviewed 40 survivors of the #1988Massacre massacre, & I was staggered by my findings. I described it as the worst crime against humanity since the World War 2. #FreeIran2020
Live: #FreeIran2020 Global Summit-Day2 Call for Justice|#1988Massacre, a Crime against Humanity, Remains Unpunished 32 Years After #EndImpunity
pscp.tv

https://t.co/kfwzRNkDwh?amp=1
Viele Organisationen und Menschenrechtsanwälte wie die Menschenrechtsexperten der UNO haben zu einer internationalen Untersuchung des Massakers von 1988 aufgerufen oder in einem breiteren Ansatz zu einem sofortigen Stopp der Menschenrechtsverletzungen im Iran.
Während der zunehmenden internationalen Rufe nach Gerechtigkeit hat der Oberste Führer des Regimes Ali Khamenei Ebrahim Raisi (auch als der hängende Richter bekannt) zum Justizchef ernannt. Raisi war zugleich mit anderen Figuren des Regimes wie dem früheren und dem jetzigen Justizminister Mostafa Pourmohammadi und Alireza Avaei Haupttäter beim Massaker von 1988.
Raisis Ernennung hat bestätigt, dass das Regime das Massaker von 1988 als eine Ehre ansieht, wie es von Mostafa Pourmohammadi später ausgedrückt wurde. Das Regime hat auch gezeigt, dass es nicht die Absicht hat, seine Menschenrechtsverletzungen zu stoppen.
Die letzten Hinrichtungen und willkürlichen Verhaftungen im Iran ebenso wie das Massaker an 1500 Protestierern beim Aufstand vom November 2019 bezeugen diesen Sachverhalt.
Der zunehmende Trend zu Menschenrechtsverletzungen im Iran ist auch ein Ergebnis der „verheerenden Folgen“ der Untätigkeit der internationalen Gemeinschaft in Bezug auf das Massaker von 1988.
Dies wurde auch in dem Brief der UNO Experten im Dezember hervorgehoben. Sie haben unterstrichen, dass dieses Nichthandeln „verheerende Folgen für die Überlebenden und ihre Angehörigen hat ebenso wie für die allgemeine Situation der Menschenrechte im Iran und dass es den Iran dazu ermutigt hat, das Schicksal der Opfer weiterhin im Dunkeln zu lassen und bis heute eine Strategie der Ablenkung und des Leugnens aufrecht zu erhalten“.
Der Brief hebt auch hervor, dass diese Untätigkeit eine systematische Straflosigkeit der Führer des Regimes nach sich zieht.
Während das Regime mit seinen Menschenrechtsverletzungen fortfährt, konzentrieren sich die Europäischen Führer mehr darauf, Wirtschaftsbeziehungen mit Teheran zu haben und „Besorgnisse“ über diplomatische Beziehungen anzusprechen.
Mit dem Regime in einen Dialog über Menschenrechte treten zu wollen oder es aufzufordern, seine Menschenrechtsverletzungen zu stoppen ist so wie wenn man einen Brandstifter bittet, das Feuer auszumachen.
Als die Europäische Union ein neues Regime der globalen Sanktionen verabschiedete, das auf Verletzer von Menschenrechte zielt, sprach der Chefdiplomat der EU Josep Borrell davon, dass die EU Menschrechte in ihrer „DNA“ habe.
Er erklärte, wenn es um die Verletzungen von Menschenrechten gehe, „sollte“ die EU über Resolutionen und Verurteilungen „hinausgehen“.
Wenn es aber um den Iran geht, haben Herr Borrell und die Führer der EU vielleicht eine Ausnahme gemacht.
Am Mittwoch war der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Die Menschen gingen in die sozialen Medien, um zu sagen, sie würden niemals dieses heimtückische Massaker vergeben oder vergessen. Das Gewissen der Welt wird auch denjenigen nicht vergeben oder vergessen, die den Weg für dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit bahnten, indem sie mit Hitler „in Dialog traten“.
Anders als es Neville Chamberlain sagte, hat die Appeasement Politik nicht „den Frieden zu dieser Zeit gesichert“. Sie hat zuletzt Millionen Tote zum Ergebnis gehabt.
Ein Appeasement mit dem Regime in Teheran würde im Übrigen mehr Tote und mehr Zerstörung nicht nur im Iran und im Vorderen Orient bedeuten, sondern auch in Europa. Der Fall von Assadollah Assadi, dem Diplomaten-Terroristen des Iran, der versucht hat, einen Bombenanschlag auf die Kundgebung der Opposition 2018 in Paris zu verüben, bestätigt, dass Teherans Terrorismus und Menschenrechtsverletzungen sich nicht auf die Grenzen des Iran beschränken.
Die Führer der EU sollten jetzt handeln. Sie sollten ihr neues globales Sanktionsregime nutzen und die Führer des Regimes ins Visier nehmen für ihre Rolle bei den Verletzungen von Menschenrechten. Sie sollten auch ihre Beziehungen zum Iran abhängig machen von einem absoluten Stopp der Verletzungen der Menschenrechte im Iran.
Die Führer der EU sollten auch entschiedene Maßnahmen gegen Irans terroristisches Regime ergreifen und dessen Botschaften schließen.
Eine entschiedene Politik gegenüber dem Terrorismus und den Menschenrechtsverletzungen des iranischen Regimes wir sicherlich „den Frieden in unserer Zeit“ sichern.

Beschwichtigung des iranischen Regimes wird die globale Sicherheit weiter gefährden


Die neue Administration in den USA nimmt ihre Arbeit auf und viele Apologeten des Iran hoffen parallel mit der Erpressungskampagne des Regimes darauf, dass eine neue „goldene Ära“ der Beschwichtigung kommen wird. Der Iran hat seine destruktiven Aktionen im Inland und im Ausland erhöht und daher sollte die Weltgemeinschaft einen klaren Kurs gegen das Regime einschlagen.
Europa scheint weiterhin seine Augen gegenüber diesen destruktiven Aktionen zu verschließen. Obwohl es mehrere Ereignisse in den letzten Jahren gab, haben die europäischen Länder ihre diplomatischen Beziehungen mit dem Regime nicht abgebrochen.
Die Ausweisung von iranischen Diplomaten aus Frankreich, Holland und Albanien haben dies bestätigt. Diese Ausweisungen waren eine Reaktion auf die Taten von terroristischen Diplomaten, welche in terroristischen Akten gegen iranische Dissidenten auf europäischem Boden beteiligt waren. Zu diesen Aktionen gehörten geplante Ermordungen und ein Bombenanschlag auf die große Versammlung des iranischen Widerstandes, die im Juni 2018 vor den Toren Paris unter dem Motto „Freier Iran“ stattfand. Dieser Vorfall hat jedoch nicht nur zu einer Ausweisung geführt, sondern dazu, dass zum ersten Mal überhaupt ein Prozess gegen einen iranischen Diplomaten wegen eines terroristischen Aktes als einer der Verantwortlichen begonnen wurde.
Nach einer langwierigen Untersuchung begann dieser Prozess formal im November in Belgien, wo Agenten des Regimes dabei ertappt wurden, wie sie 500 Gramm TATP bei sich trugen, welcher auf einer Veranstaltung mit 100.000 Exiliranern gezündet werden sollte. Ziel war vor allem die iranische Oppositionsanführerin Maryam Rajavi. Zu den Enthüllungen in dem Fall gehörte auch, dass der Sprengstoff vom iranischen Terrordiplomaten Assadollah Assadi nach Europa gebracht wurde und er dabei ein kommerzielles Flugzeug und einen diplomatischen Pass nutzte.
Iranian diplomat Assadollah Assadi faces terrorism trial in Belgium court
Der iranische Diplomat Assadollah steht wegen Terrorismus in Belgien vor Gericht

Assadi diente als dritter Botschaftsrat in der iranischen Botschaft in Wien. Das erlaubte ihm, die Sicherheitsvorkehrungen zu überwinden, als er nach Europa reiste. Dort baute er ein Terrornetzwerk auf und zahlte an dieses Netzwerk in mindestens 11 Ländern Geld. Nur drei der Teilnehmer dieses Netzwerkes haben wohl an dem französischen Terroranschlag mitgearbeitet und auch nur sie stehen vor Gericht.
Es gibt also weitere Elemente in diesem Netzwerk, die unbekannt sind, selbst für die europäischen Sicherheitsdienste. Wenn man bedenkt, welche Wichtigkeit Assadi und sein diplomatischer Status bei dem Terroranschlag von 2018 hatte, dann stellt sich die Frage, welche terroristischen Operanten in den letzten Jahren ähnliche Rollen gespielt haben, denn kurz nach der Verhaftung von Assadi wurde auch bekannt, dass ein Sprecher der belgischen Polizei den Großteil der iranischen Botschaftsvertreter für Agenten des Geheimdienstes des Regimes hält.
Solche Erkenntnisse sollten als Mahnmal stehen bleiben, wenn es darum geht, nun wieder normale diplomatische Beziehungen ohne Bedingungen mit dem größten staatlichen Sponsor des Terrorismus aufzunehmen. Die Regierungen sollten verstehen lernen, dass das Risiko des iranischen Terrorismus immer größer wird, so lange sie ihre Beziehungen mit Teheran fortsetzen.
Glücklicherweise ergreift Belgien nun angemessenere Maßnahmen, indem Assadi nicht ausgewiesen wird. Das Urteil wird bald erfolgen und der Staatsanwalt fordert die Höchststrafe von 20 Jahren Haft. Das wäre das Ende eines langen Weges, in dem man gezeigt hat, dass auch die Vertreter des Regimes nicht immun vor den Konsequenzen ihrer Unterstützung von Terrorismus sind. Diese Nachricht muss weiter vorangetrieben werden, indem weitere Personen zur Rechenschaft gezogen werden.
Die Anwälte machten im Fall Assadi klar, dass er nicht als einsamer Wolf gehandelt hat, sondern dass seine Operation von den höchsten Stellen im Regime zuvor abgesegnet worden ist. Der iranische Widerstand hat bereits mehrfach deutlich gemacht, dass solche Entscheidung am Ende von Präsident Hassan Rouhani und dem obersten Führer Ali Khamenei abgesegnet werden müssen. Auch der Außenminister des Regimes, Mohammad Javad Zarif, der von den Anführern in der EU als „Moderat“ angepriesen wird, muss diesen terroristischen Anschlag abgesegnet und Assadi die diplomatischen Voraussetzungen geschaffen haben.
Diese Fakten bestätigen, wie tief der Terrorismus in der Struktur der theokratischen Diktatur verankert ist. Und es zeigt, welche Aktionen die internationale Gemeinschaft unternehmen muss, damit die Führung des Regimes ihre Strategie ändert und von Terrorismus als Form der Staatskunst Abstand nimmt. Das Regime hat lange genug gezeigt, dass es seinen Weg nicht ändern wird. Die demokratischen Nationen in der Welt müssen nun einen klaren Standpunkt einnehmen und das Regime komplett isolieren und die Beschwichtigungspolitik beenden. Die Anführer in der EU sollten die Botschaften des Regimes schließen und seine Agenten ausweisen. Somit sorgen sie auch für ihre eigene Sicherheit.

Iran’s staatliche Medien warnen vor einem neuen Aufstand


Mehr als ein Duzend Städte im Iran waren am Dienstag Zeugen von Protesten von Pensionären der sozialen Sicherheit. Diese Demonstrationen gegen das Regime wiedersprechen der Propaganda des Regimes, dass die Sanktionen hinter dem Kollaps der iranischen Wirtschaft stecken. Doch die Proteste zeigen auch, wie widerstandsfähig die iranische Gesellschaft ist.
Die Rentner protestierten gegen niedrige Renten, die wegen der hohen Inflationsrate ihre Bedürfnisse nicht decken.
Mit Rufen wie „Wir bekommen unsere Rechte nur auf der Straße zurück“ zeigten die Rentner nicht nur, dass das Regime nicht gewillt ist, sich ihrer Probleme anzusehen, sondern auch, wie unzufrieden das Volk mit dem Regime ist.
Die Proteste der Rentner werden begleitet von einer Serie von Protesten aus allen Bereichen der iranischen Gesellschaft, die seit dem Aufstand vom November 2019 wieder zunehmen. Diese Proteste machen „den öffentlichen Ärger über die aktuelle Situation deutlich und bedürfen keiner weiteren Erklärung“, schreibt am Dienstag die staatliche Zeitung Vatan-e Emrooz.
Das iranische Volk leidet unter massiver Armut, während das Regime das Volk ausplündert und die Wirtschaft durch Missmanagement und institutionalisierte Korruption zerstört.
Das iranische Volk wird „unter der Inflation zerquetscht und seine Tische werden immer leerer. Die Preise steigen trotz der Armut der Menschen unaufhörlich. Einige sind so verzweifelt, dass sie zu ihren Familien gehen und ihnen beschämt sagen, dass sie nicht einmal Brot ergattern konnten“, schreibt am Dienstag die staatliche Webseite Mamlekat.
Iran Protests: Nationwide Uprising in Iran- November 2019
Iran – Proteste: Landesweiter Aufstand bei den Iran – Protesten im November 2019
Die Menschen können kaum noch Früchte für ihre Familien kaufen. „Wenn die Menschen Früchte aus der Region vom Gemüsehändler kaufen wollen, dann können sie sich mit 100.000 Tomans – die Pension von 1,5 Tagen – kaum noch 3kg leisten, denn die Preise der meisten Früchte wie Äpfel, Orangen und Mandarinen betragen fast 30.000 Tomans“, schreibt am Dienstag die staatliche Webseite Gatreh.

Die sich verschlechternde Wirtschaftskrise versetzt das Regime in Angst. „Die Leere auf den Tischen der Menschen und die steigenden wirtschaftlichen und sozialen Gräben werden zu steigenden sozialen Unmut führen“, schreibt am Dienstag die staatliche Zeitung Vatan-e Emrooz.
Die staatlichen Medien und Vertreter des Regimes schlagen die Alarmglocken und warnen das Regime vor einem weiteren Aufstand.
„In einer Situation, wo die Menschen durch schwierige wirtschaftliche Bedingungen gehen, ist das Missachten ihrer Probleme (durch das Regime) so, als würde man Öl in die Flammen des öffentlichen Unmuts gießen. In einer solchen Situation ist es normal, dass die Menschen wütende Akteure werden, die gegen das System aufstehen“, ergänzt die Zeitung Vatan-e Emrooz in ihrem Artikel.
Die großen Iran – Proteste im November 2019 haben an den Fundamenten des Regimes gerüttelt. Das Regime ermordete über 1500 Demonstranten und hat so den Aufstand für den Moment erstickt. Doch die Vertreter, allen voran der oberste Führer Ali Khamenei, wissen genau, dass ein weiterer Aufstand losbrechen kann und das versetzt sie in Angst.
Ihre Ängste wurde bestätigt, als bereits im Januar 2020, nachdem das Regime nach drei Tagen der Vertuschung zugeben musste, dass es ein kommerzielles Passagierflugzeug abgeschossen hatte, die Menschen auf die Straßen gingen und ebenso wie bei den Protesten im November 2019 einen Regimesturz forderten.
Diese Angst vor der rebellischen Gesellschaft hat das Regime dazu veranslasst, seine inhumane Politik bei der Bekämpfung des Coronavirus durch Vertuschung und Täuschung fortzusetzen. Es nutzt die Pandemie und seine massenhaften Toten, um eine Barriere gegen einen neuen Au

fstand zu erzeugen.

Während das Regime versucht, die öffentlichen Proteste zu verhindern, haben die aktuellen Proteste im Iran gezeigt, dass ein Jahr nach dem Ausbruch des Coronavirus und trotz steigender Todeszahlen wegen der Inaktivität des Regimes, die Iraner immer noch gewillt sind, sich ihre Rechte zurück zu holen.

Die Proteste der hungernden Bevölkerung und die landesweiten Proteste der Rentner zeigen, welche explosive Stimmung in der Gesellschaft herrscht.
Die Zeitung Vatan-e Emrooz schreibt dazu:“ Diese Akkumulation von Hass und sozialer Wut kann schnell in blinder Gewalt enden.“
Diese „blinde Gewalt“ ist in Wahrheit der Hass des iranischen Volkes gegenüber dem Regime und dies ist in tiefer Angst davor.
Die staatliche Zeitung Jomhuri-e Eslami fasst dies am Dienstag wie folgt zusammen:“ Wir sollten vor dem Tag Angst haben, wenn die Geduld der Menschen erschöpft ist, denn dann werden sie uns (das Regime) überrennen.“